Es waren die Europäer!

Selten in der Geschichte der Menschheit wurde ein Verbrechen so unverblümt in fremde Schuhe geschoben, wie bei der Behauptung, die Amerikaner hätten die Indianer ermordet!

Es waren die Europäer!

Es waren die Spanier, Portugiesen, Engländer, Holländer, Deutschen, Franzosen, eben die ganze europäische Meute, die mit hölzernen Schiffen, aber eisernem christlichen Glauben in die Neue Welt zogen, um dort gehörig den Kehraus zu machen.

Es waren nicht die Asiaten und schon gar nicht die Afrikaner. Zu den Amerikanern gehören jedoch nicht nur die Europäer, sondern auch die Asiaten, die Afrikaner eben alle, die die Freiheitsstatue mit ihrem Spruch einlädt:

„Give me your tired, your poor,
Your huddled masses yearning to breathe free,
The wretched refuse of your teeming shore.
Send these, the homeless, tempest-tossed to me,
I lift my lamp beside the golden door!“

„Gebt mir eure Müden, eure Armen,
Eure geknechteten Massen, die frei zu atmen begehren,
Die bemitleidenswerten Abgelehnten eurer gedrängten Küsten;

Schickt sie mir, die Heimatlosen, vom Sturme Getriebenen,
Hoch halt’ ich mein Licht am gold’nen Tore!“

Der Vorwurf, die Amerikaner hätten die Indianer ermordet, ist gerade deshalb so fragwürdig, weil dadurch entweder die asiatischen und afrikanischen Amerikaner für ein Verbrechen verantwortlich gemacht werden, wofür ausschließlich die europäischen Amerikaner verantwortlich sind, oder die asiatischen und afrikanischen Amerikaner werden kurzerhand um ihre amerikanische Identität beraubt. Es ist schon besonders geschmacklos, afrikanische Amerikaner für das Verbrechen europäischer Amerikaner verantwortlich zu machen. Die meisten afrikanischen Amerikaner kamen als Sklaven der europäischen Amerikaner, als menschliches Material in Schiffen gestapelt in die Neue Welt.

Allerdings enthüllen jene, die behaupten, die Amerikaner hätten die Indianer ausgerottet damit ihr absolutes Unverständnis wenn es um die Vereinigten Staaten von Amerika geht. Sie sagen „Amerika“ meinen aber nicht das real existierende Amerika, sondern haben lediglich das „weiße“ Amerika im Kopf. Die afrikanischen und asiatischen Amerikaner aber haben genauso wie die „Indianer“, die ersten Bewohner Amerikas, lange und stark dafür gekämpft, als Bürgerinnen und Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika anerkannt zu werden, denn die USA ist in erster Hinsicht eine Verfassung mit den Idealen der Freiheit, dem Recht auf Leben und dem Streben nach Glück.

Dieses Recht, sich Amerikaner mit allen Rechten der Bill Of Rights nennen zu dürfen, erhielten die Einwanderer aus Afrika und Asien am 3. Februar 1870 durch die Ratifizierung des 15. Zusatzartikels zur Verfassung der Vereinigten Staaten. Dieser Zusatz verbietet es, einer Person aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit oder ihrer Hautfarbe das Wahlrecht zu verweigern.

(Als interessante Nebeninformation muss darauf hingewiesen werden, dass im Jahre 1870 zwar alle Männer, jenseits ihrer Herkunft und Hautfarbe das Wahlrecht erhielten, aber Frauen egal ob „schwarz“ oder „weiß“ erst 1920 das verfassungsrechtlich verankerte Wahlrecht mit dem 19. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten erhielten. Es schien für die europäischen Männer somit akzeptabler zu sein, dass ihre Sklaven an der Politik partizipieren, als ihre Frauen. Es verwundert somit nicht, dass ein Barack Obama eher möglich war als eine Hillary Clinton.)

Die radikale Unkenntnis, was die Vereinigten Staaten von Amerika anbelangt, wird auch an folgender Aussage deutlich: „Die Amerikaner haben keine Bildung!“ Diese Aussage hat überall in Europa Konjunktur, ist jedoch nichts weiter als reines Vorurteil!

Wie oft höre ich in Gesprächen den Vorwurf, die meisten Amerikaner wüßten nicht einmal, wie die Hauptstadt von Frankreich oder der Premierminister von Großbritannien heißt. Mal ganz angesehen davon, dass nicht mal mit Sicherheit gesagt werden kann, ob die meisten Deutschen diese beiden Fragen beantworten könnten, offenbart diese Aussage doch nur die eigene absolute Selbstherrlichkeit.

Warum bitte soll ein Amerikaner mit afrikanischer Herkunft die Hauptstadt von Frankreich kennen? Wissen denn die meisten Europäer, wie die Hauptstadt der Elfenbeinküste, Togo oder Nigeria heißt? Warum muss ein Amerikaner mit asiatischer Herkunft wissen, wie der englische Premier heißt. Kann denn jeder Europäer den Namen des chinesischen Staatsoberhaupts nennen? Weiß überhaupt eine Mehrheit, wie der Posten den Staatsoberhaupts Chinas genannt wird?

Wenn jemand in Europa sagt, die Amerikaner hätten keine Bildung, dann kritisiert er damit in Wirklichkeit nur jene Amerikaner, die die Frechheit besitzen, Europa nicht für den Mittelpunkt der Welt zu halten. Das aber ist pure Selbstüberschätzung und Selbstherrlichkeit und das sind genau die Eigenschaften, die den Amerikanern gerne von europäischer Seite attestiert werden.

***

Ein kleiner Nachtrag zum Thema Kultur und Bildung. Selbst das Nobelpreiskomitee muss eingestehen, dass die USA im Thema Kultur und Bildung oben auf schwimmen. Die USA hat mehr Medizinnobelpreise als alle anderen Länder zusammen, fast so viele Physiknobelpreise wie alle anderen Länder zusammen, doppelt so viele Wirtschaftsnobelpreise als alle anderen Länder zusammen, ist bei dem Literaturnobelpreis auf Platz 3 und bei dem Friedensnobelpreis auf Platz 1!

Kein Wunder, dass sich das Komitee zum Literaturnobelpreis seit Jahren weigert, den Literaturnobelpreis an Philip Roth, Don DeLillo oder Thomas Pynchon zu vergeben. Die USA an der Spitze aller Rubriken, das könnte Europa nun wirklich nicht ertragen.

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109 Antworten zu Es waren die Europäer!

  1. Kanalratte schreibt:

    Naja, die Indianer haben eben das Image u.a. aus den Winnetoufilmen als friedliebende
    Pazifisten. Fakt ist aber auch, und das vergessen halt viele, dass die Indianer auf dem ganzen amerikanischen Kontinent zurückgedrängt bzw. dezimiert wurden. In Brasilien auf ähnliche Weise wie in den USA und in der Karibik sind sie nahezu vollständig verschwunden. Diese Staaten die heute noch große Indianerpopulationen haben wie Bolivien, Peru, Mexiko, waren die Gebiete wo auch schon früher die größten Indianerpopulationen mit den Maya und Azteken lebten.

    Wenn der „Völkermord“ der US-Amerikaner zum Thema wird, geht es aber gar nicht um Geschichte und um Fakten, sondern einzig und alleine darum die eigene deutsche Geschichte zu relativieren und den schwarzen Peter den Amerikanern zuzuschieben. Genauso versuchte man es mit den Bombardements auf deutsche Städte, wohingegen die Nazis schon zuvor Städte bombardiert haben. Diese Methoden nutzen natürlich auch die Araber.

    Auf ähnliche Weise wird den Israelis ganz dreist ein Völkermord unterstellt der gar nicht stattgefunden hat. Wobei hier nicht die Deutschen sondern die Araber tonangebend sind,
    die sich ja selbst bekanntlich als besonders „Friedliebend“ sehen und ihre Religion als
    „Religion des Friedens“ anpreisen. (Mich wundert aber, dass es bei Anti-Israel Demos in Deutschland erlaubt ist, die Israelis als „Völkermörder zu beschimpfen, im gleichen Atemzug
    aber über das zeigen von Mohammedkarikaturen bei Demos diskutiert wird)

    Ohne jetzt ein Historiker zu sein, glaube ich das so einige falsche Vorstellungen über die
    Weltgeschichte in den Köpfen der Menschen verankert ist, und sei es nur die, dass alle Juden
    in Gaskammern (mit Zyklon B) getötet wurden.

    • Eitan Einoch schreibt:

      Folgt man der Bibel, haben die aus Ägypten kommenden Israeliten nichts anderes mit den Kanaanäern getan als die europäischen Kolonisten mit den „Indianern“ oder die Römer mit den Galliern, Germanen etc. (Die moderne Archäologie hat allerdings gezeigt, dass diese biblische Erzählung nicht stimmt.) Sie eroberten Land,.drängten deren Bewohner.zurück, teilweise assimilierten sie diese auch, und errichteten dort ein eigenes Staatswesen. In der Folge entstanden Gesellschaften, die größer, reicher und sicherer waren als die zuvor eroberten Kleingesellschaften. Solche Prozesse sind eine sich ständig wiederholende Konstante in der menschlichen Geschichte. Und sie wird sich auch dann noch wiederholen, wenn die gut gemeinten Projekte einer friedlichen Zusammenführung von Gesellschaften (UNO, EU etc.) längst vergangen und vergessen sind. Oder wir irgendwann tatsächlich einen Weltstaat samt Weltregierung haben. Darum ging es im Grunde ja schon im Kalten Krieg.

      • Kanalratte schreibt:

        Ich stehe das selbst noch am Anfang, aber ich glaube wenn man sich mal über die Dummheit, die Naivität, den täuschhaften zwanghaften Glauben an das Gute und über die Unwissenheit bzw. Uninformiertheit der Menschen im Allgemeinen bewusst wird, dann kann man über die meisten Projekte der Gutmenschen nur noch lachen oder heulen.
        Es ist zum Haareraufen was man tagtäglich zu hören und zu sehen bekommt, weswegen ich mir diese ganzen TV-Runden, Foren und Leserbriefe fast nicht mehr gebe.

        Ich möchte mich da nicht ausnehmen, wohl weiß ich aber das ich zum Glück nicht so krass drauf bin wie manch Andere in diesem Land, die ihre Nasenspitze überall reinhalten und sich selbstherrlich als allwissende Wesen betrachten. Insbesondere Exemplare aus der verbohrten Generation 50+ fallen da immer wieder negativ auf.

      • Aristobulus schreibt:

        Weltregierung – na Hauptsache, dass sich diese Regierung dann möglichst aus der Welt raushält 😉 . Schon die Utopie des Völkerbunds als im Aufbau begriffene Weltregierung ist kläglichst gescheitert, und die UNO, das zweite utopische Experiment dieser Art, frißt Millarden und scheitert atemberaubend und aemberaubender seit Jahrzehnten.

        Ivh wäre schon froh, wenn es eine Weltkultur gäbe. Immerhin ist da die westliche, also die englische Sprache, Individualismus, shoppengehen, Gleichberechtigung, Unternehmungsgeist, ein Kanon bestimmter Musik, und praktische, wiedererkennbare Kleidung.
        Vor 50 Jahren war diese Kultur durchaus nicht so fast weltweit verbreitet und so gut erkennbar wie heut. Das ist Fortschritt, weil diese Kultur fortschrittlich ist. Nicht?

        • Eitan Einoch schreibt:

          Der Völkerbund und die UNO sind nicht durch Krieg und militärischen Sieg entstanden, sondern waren ein Gutmenschenprojekt. Das hat mit Weltregierung wenig zu tun. Im Kalten Krieg kristallisierte sich etwas heraus, das man eine Art Weltregierung nennen konnte. Nur war nicht klar, ob sich ihr Regierungssitz in Washington oder Moskau befand….

          • Aristobulus schreibt:

            Ich weiß nicht, Eitan, ob das Bild einer Weltregierung mir gefällt. Lass kurz überlegen – nein, es gefällt mir nicht 😉 . Gefällt Dir es? Glaubst Du an historische Gesetzmäßigkeiten? Als ich Geschichte studierte, lang ist’s her, las ich Mengen über Gesetzmäßigkeiten, erstaunlich verschiedene. Habe seitdem festgestellt, dass es keine gibt, sondern nur Konstruktionen, die fortlassen, was nicht hineinpasst, und ja, Leute (mal wieder Leute) möchten so gern, dass irgend Fäden oder Raster von oben oder aus dem Jenseits oder aus dem kollektiven Unbewussten oder aus hmmm der Gesetzmäßigkeit höchselbst herausgreifen, gleich hier hin ins Chaos, damit die Leute inmitten all der Dinge die passieren nicht so ratlos sind, und damit wir endlich mal Vorhersagen treffen und einen Sinn der Geschichte feststellen, vielleicht einen tieferen?, und damit wir positive Parallelen ziehen und Folgerichtigkeit in Geschehnissen sehen, und damit wir kein komisches Gefühl kriegen, wenn Francis Fukuyama mal eben so das Ende der Geschichte feststellt. Wobei Geschichte grad erst anfing, als er das feststellte. Vielleicht gehört der zur Geschichte dazu? Und damit wir das Gefühl von Sicherheit kriegen und glauben dürfen, dass da draußen irgendwas passiert, weil es so muss.
            Kennst Du den einfachsten Satz des Einfachsten aller Historizisten?, der geht so: „Nichts ohne Grund.“
            Sagte Heidegger.
            Uh, uh.
            Ich sag Dir (nu, wer bin ich schon?), dass gar nichts passiert, weil es muss. Es passiert genug, das überhaupt nicht muss, und jedes Mal passiert’s anders.
            Und Karl Popper schrieb dann was über das „Elend des Historizismus“. Recht hat er.

            – Damit, dass Völkerbund und UNO bessermenschliche Konstruktionen sind, hast Du freilich Recht. Wobei auch Großregierungen, die pragmatisch durch kriegerische Prozesse entstanden, nicht gut sein mussten oder müssen. Die können so furchtbar schlecht sein wie jede menschliche Beziehung, ja? Oder besser. Wenns komischerweise mal gutgeht.

          • Eitan Einoch schreibt:

            Ich sage ja.nicht, dass mich die Idee einer Weltregierung begeistert. Zumindest halte ich die Menschheit noch lange nicht reif dafür. Aber ich kann auch nicht in die Zukunft schauen. Vielleicht ist die Zeit der großen Kriege vorbei, weil die Welt mittlerweile zu stark vernetzt und ökonomisch verflochten ist. Vielleicht haben Atomwaffen solche Gewaltexzesse inzwischen unmöglich gemacht. Möglicherweise stehen wir auch vor dem Rückfall in ein neues, dunkles Zeitalter. Wer weiß… Das Dumme an der Geschichte ist die Tatsache, dass man sie nur retrospektiv studieren kann.

          • Aristobulus schreibt:

            Stefan Zweig hat im Sommer 1914 fast das Selbe geschrieben, Eitan, in Oostende, wohin er ohne Pass gefahren war, weil man für Reisen in Europa bis Konstantinopel keinen brauchte. Zweig kannte Romain Rolland und viele Andere, die im Kaffeehaus ohne Pässe und ohne Bedenken miteinander meinten, dass die Zeit einer Weltregierung und überhaupt der Anbruch von Vernunft und Grenzenlosigkeit nah seien.
            Heute sitzen wir in einem Blogcafé und sind hundert Uhrjahre weiter – und das war’s 😀

  2. abusheitan schreibt:

    Barbaren sind immer die anderen. Zivilisation ist, was man selbst lebt.
    Für Aufgeklärte ist die religiöse Beschneidung barbarisch, für Religiöse ist es das Nichtbeschneiden.
    Auch bei den „Indianern“ gab und gibt es solche und solche, wie überall auf der Welt:
    Bäuerliche Gesellschaften, kriegerische Jägernomaden und städtische Hochkulturen.
    Das Bewusstsein bestimmt das Sein. Daher hatte weder ein amerikanischer noch keltischer Eingeborener ein Unrechtsbewusstsein, wenn er seinem Nachbarn den Kopf abschnitt und die Frau wegnahm. Andere Zeiten, andere Sitten…
    Die ethischen Unterschiede zwischen den Völkern und Ideologien sind auch heute die gleichen.

    • Aristobulus schreibt:

      Gibt es kein Kriterium, Abusheitan, mit dem sich unterscheiden lässt, ob eine Gruppe barbarisch ist oder weniger? Ist das alles eine Sache des Standpunkts?

      – Ich denke, dass es eine Kriterium gibt, mit dem Barbarei steht und fällt: Macht. Wo man die Macht verehrt, ist man barbarisch. Wo man die Macht anzweifelt, geht’s schon besser.

  3. abusheitan schreibt:

    „Die Haida und Tlingit der südöstlichen Küste von Alaska waren als grimmige Krieger und Sklavenhalter bekannt, deren Raub- und Feldzüge sie bis nach Kalifornien führten. Sklaverei war erblich und Sklaven wurden als Kriegsgefangene betrachtet. Bei manchen Stämmen des Pazifischen Nordwestens bestand etwa ein Viertel der Population aus Sklaven.
    In Kanada praktizierten manche der First Nations Sklaverei der Kriegsgefangenen. Die Sklaverei betreibenden Stämmen waren die Comanche in Texas, die Creek in Georgia, die Pawnee in Nebraska, die Klamath, Tupinambás und das nordkalifornische Fischervolk der Yurok.“
    Nach ihrer versuchten Anpassung an die Gesellschaft der europäischen Einwanderer begannen die Cherokee und einige andere Indianerstämme im frühen 19. Jahrhundert, schwarze Sklaven zu kaufen und einzusetzen.
    Der Begriff der Fünf Zivilisierten Stämme (englisch Five Civilized Tribes) bezeichnet die fünf indianischen Nationen der Cherokee, Chickasaw, Choctaw, Muskogee und der Seminolen. Diese Stämme richteten um 1820 ein Regierungssystem mit Häuptling, Senat und Repräsentantenhaus nach dem Vorbild der USA ein. Die Mitglieder der Stämme versuchten, sich der Gesellschaft der europäischen Einwanderer anzupassen. Der Cherokee Sequoyah führte eine sich schnell verbreitende Schrift , es wurden christliche Missionare willkommen geheißen und auch der Besitz schwarzer Sklaven kam vor.“ (Wikipedia)

    Auch hoher Bildungsstand, Integration und Assimilation, das Leben in für damalige Zeiten modernen zweistöckigen Häusern, das Drucken eigener Zeitungen schützten aber die eingeborenen Amerikaner nicht vor Vertreibung durch die weißen Siedler.

    Inzwischen streiten sich die Nachkommen indianischer schwarzer Sklaven um die Stammeszugehörigkeit, die ihnen von den Cherokee aus rassistischen Gründen abgesprochen wurde.
    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-11/usa-cherokee-indianer

    Böse Europäer, gute Amerikaner und guteste Indianer?

    • Eitan Einoch schreibt:

      Diese Winnetou-Indianerromantik ist der größte Witz des vergangenen Jahrhunderts. In Wahrheit waren die Ureinwohner genauso barbarisch wie zweitausend Jahre vorher die Kelten, Germanen, Pikten und andere Kleinstämme in Europa, die dann von den Römern erobert, unterworfen und zivilisiert wurden. Sicherlich kam es dabei auch zu Gräueltaten und Formen der Unterdrückung, aber auf längere Sicht bedeutete der Verlust ihrer Unabhängigkeit einen höheren Lebensstandard für die unterworfenen Völker. Die „Indianer“ von heute haben ein sichereres, bequemeres und reicheres Leben als ihre Vorfahren ein paar Jahrhunderte früher.

      Was mich am Thema Sklaverei stört: Spricht eigentlich jemand mal über die Sklaverei im Islam? Ihre Wurzeln liegen viel früher und sie war viel brutaler als die Sklaverei in den westlichen Staaten.

      • SchallundRauch schreibt:

        Du hast nicht zufällig vor kurzem eine der aktuellen Rezensionen zum Buch von Ian Morris gelesen?

        „Was mich am Thema Sklaverei stört: Spricht eigentlich jemand mal über die Sklaverei im Islam? Ihre Wurzeln liegen viel früher und sie war viel brutaler als die Sklaverei in den westlichen Staaten.“

        Das ist doch Unsinn. Den Islam gibt es seit dem 7. Jahrhundert und die Sklaverei seit Menschengedenken. Und selbstverständlich gibt es die Sklaverei auch im Islam, so wie es im Islam alles gibt, was es überall gibt. Mohammed hat die Institution der Sklaverei aus der vorislamischen Gesellschaft übernommen. Allerdings gibt es „im Islam“ auch Rechte für Sklaven und wer einen Sklaven freiläßt, entgeht zur Belohnung dem Höllenfeuer. Islam hin oder her, aber den Finger auf „den Islam“ richten, um ihn vom Thema = USA wegzunehmen, ist irgendwie läppisch, oder?
        Und was heißt viel brutaler? Wieviel brutaler als die Schiffstransporte von Afrika nach Amerika, das Auspeitschen und Quälen, das Verhungern, Verdursten, Dahingerafftwerden, Vergewaltigen und Hängen kann die Sklaverei im Islam denn gewesen sein?
        Und spricht es Deiner Logik nach nicht viel eher GEGEN die „westlichen Staaten“, daß sie die Sklaverei noch so viel SPÄTER nach dem 7. Jahrhundert betrieben haben?

        • abusheitan schreibt:

          Aber gegen den Islam spricht, dass er Sklaverei noch heute betreibt, sogar in den neu besiedelten Gebieten wie Londonistan, aka Westpakistan. Und damit ist nicht die Unterdrückung der Ehefrauen gemeint.

          • SchallundRauch schreibt:

            Stimmt. Das spricht gegen den Islam. Oder zumindest die Mohammedaner, die Sklaverei betreiben.

          • SchallundRauch schreibt:

            Von den tausenden entführten, vergewaltigten und zum Flatrateficken verkauften Mädchen und Frauen in den europäischen und insbesondere deutschen Puffs wäre dann aber auch noch zu sprechen…
            Achso, ne, ist ja der zivilisierte Westen. Merci, Augustus, morituri te salutant!

          • Eitan Einoch schreibt:

            Überreste der islamischen Sklaverei bestehen bis heute, z.B. in Sudan, Mauretanien… Aber die westliche Geschichtsschreibung hat sich in ihrer „Selbstkritik“ und ihrem Selbsthass nur auf die eigenen Missetaten gestürzt. Insbesondere wenn es um den Islam geht, übt der „Westen“ schon seine Rolle als Dhimmi ein.
            Die amerikanische Sklaverei war böse, die arabische interessiert keinen. Der europäische Imperialismus war des Teufels, der arabische nicht der Rede wert. Die Kreuzzüge waren schlimm, die islamischen Jihads dagegen beinahe schon eine Friedensbewegung. Ach…

            Schluchz, heul und mea culpa! Ich böser, weißer Mann! Am besten laufe ich nur noch mit gesenktem Haupt und schäme mich meiner Existenz…

          • SchallundRauch schreibt:

            Eitan, bissle Selbstkritik stünde den muslimischen Sklavenhaltern nicht schlecht, oder?
            Da könnte der Westen also Vorbild sein. Könnte.

          • Aristobulus schreibt:

            Ja, lasset uns zu den Saudis gehen, wo palästinensische, philippinische und indische Arbeiter anno 2014 wie Sklaven gehalten werden, und von Abraham Lincoln erzählen. Sie werden anfangen zu schluchzen und sich sehr, sehr schuldig fühlen.

          • SchallundRauch schreibt:

            Ne, laßt uns hingehen und ihnen klarmachen, was für unfreie Sklavennaturen sie sind und daß ihr Beleidigtsein, ihr totalitärer Gott, ihr Buch, ihre Unbildung ihr Sklavenhalter.

          • Aristobulus schreibt:

            …eines Tages, wenn dort alles weiter und weiter den Bach runtergegangen sein wird, werden nein müssen sie selbst darauf kommen.

        • brathering schreibt:

          Die Sklaverei im Islam war um so viel brutaler, wie es Nachkommen afrikanischer Sklaven in islamischen Staaten heute nicht gibt. Verglichen mit den Nachkommen afrikanischer Sklaven in Nord und Südamerika.
          Das man im Islam dem Höllenfeuer dadurch entgeht, in dem man einen Sklaven freilässt, hat im übrigen nichts daran geändert, das es die islamische Welt war und ist, die als letztes die Sklaverei abgeschafft hat.
          Der augenscheinliche von Dir vorgebrachte Vorzug des Islam, was die Rechte von Sklaven angeht, vor allem die Freilassung der Sklaven, ist gar keiner. Denn damit ich durch die Freilassung eines Sklaven dem Höllenfeuer entgehe, darf man ja die Sklaverei erst gar nicht abschaffen. Wo kein Sklave ist, kann ich auch keinem die Freiheit schenken und mir somit das Höllenfeuer ersparen! 😉

          http://www.blu-news.org/2013/10/26/terra-incognita-sklaverei-im-islam/
          http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/lesezeit/144916/index.html
          http://de.wikipedia.org/wiki/Knabenlese
          http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-31970510.html
          http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43063789.html
          http://wissenschaft3000.wordpress.com/2013/01/09/moderne-sklaverei-in-arabischen-landern/

          • SchallundRauch schreibt:

            Brathering, ich sehe in der Überlieferung zum Höllfenfeuer keinen Vorzug für heutige Zeit. Will ausschließlich sagen, daß die Möglichkeit, die Sklaverei zu beenden auch innerhalb (!) der islamischen „Welt“ existiert.

            Ob die islamische oder die polynesische oder die extraterrestrische Welt die Sklaverei als letztes (offiziell) abschafft ist doch vollkommen irrelevant. Einer muss der erste sein, einer der letzte.

          • brathering schreibt:

            Na komisch, so irrelevant ist es doch für dich nicht, ansonsten hättest Du erst gar nicht erwähnt, das westliche Staaten so lange nach dem 7. Jahrhundert die Sklaverei betrieben haben.
            Und natürlich bestand in der islamischen Welt die Möglichkeit, die Sklaverei zu beenden, allerdings brauchte es dazu eben nahezu nur(!) 1300 Jahre, während im Einflussgebiet der Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika, man 78 Jahre dazu benötigte, und auch die westlichen, europäischen Nationen, begannen später und hörten früher damit auf, Afrikaner zu versklaven.
            Der Sklavenhandel mit Afrikanern, wurde von islamisch-arabischen Kulturen am längsten betrieben und forderte auch die meisten Opfer.

          • SchallundRauch schreibt:

            Also, brathering, meine Erwähnung, „daß westliche Staaten so lange nach dem 7. Jahhrhundert…“ war eine Replik auf >> Eitan Einoch schreibt:
            Januar 17, 2014 um 11:48 nachmittags << und ist ausschließlich in diesem Kontext zu sehen. Ich persönlich halte es für irrelevant, wer erster ist und wer letzter.

            "…während im Einflussgebiet der Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika, man 78 Jahre dazu benötigte"
            Nur, wenn man die Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika von der übrigen Weltgeschichte und speziell der europäischen entkoppelt betrachtet.

          • Aristobulus schreibt:

            Errungenschaften lassen sich freilich miteinander vergleichen, SchallundRauch, und es ist immer spannend zu sehen, wer ein Gräuel zuerst bekämpft, und wer bis zuletzt daran festhält.

            Islamischerseits redet man übrigens aussschließlich über jüdische Sklavenhändler. Beim Muslimmarkt usf. steht geschrieben, dass das die Juden gewesen seien. Moslemische Sklavenhalter und -händler kommen da gar nicht vor :mrgreen:
            Die sind so Sklaven ihrer eigenen Verlogenheit…

          • SchallundRauch schreibt:

            Der Muslim-Markt ist eine ganz ekelhafte Seite, bähh.
            Klar, alles läßt sich vergleichen. Warum auch nicht? Spreche mich nicht gegen das Vergleichen aus. Lediglich die Tatsache, daß es immer erste und letzte gibt, will ich festhalten. Warum jemand erster wird, warum jemand letzter bleibt und ob jemand erster werden will oder am Letzten festhalten, darüber ließe sich sprechen. Alles in allem wurde die Sklaverei in Europa um 1870 rum abgeschafft und damit über 2,5 Jahrtausende ! nach Entstehung des Imperium Romanum (das das Vorbild Europas ist). Also unter rein linear-zeitlichen Gesichtpunkten hat der Islam noch ein paar Jahrhunderte Zeit. Der Ausbruch der schlimmsten Barbarei mitten in Europa zwischen 1933 und 1945 (+/- paar Jahre vorne und hinten) spricht auch nicht unbedingt für eine rasante Humanisierung.
            Ja, innerhalb des Islam gibt es viele, die diese Gräuel wiederholen möchten bzw. fortführen. Unterstützung bekommen sie von westlich rechts und von global böse. Von westlich links dafür nicht, aber West-Links ist zu verblendet, um das zu sehen.

        • Eitan Einoch schreibt:

          Morris hat ein großartiges Buch geschrieben. Pinker auch. Ich beschäftige mich schon länger mit dem Thema und war kaum überrascht. Schon Schiller hat erkannt: „Der Krieg ist schrecklich, wie des Himmels Plagen, Doch er ist gut, ist ein Geschick, wie sie.“ (Friedrich Schiller in Wallensteins Tod).

          Beim Thema Sklaverei stört mich die Art, wie es behandelt wird. In aller Regel wird nur „mea culpa“ gesungen. Deine Ausführungen zeigen leider, dass dich mit dem Thema auseinander gesetzt hast. Ein Problem, weshalb so wenig über den arabischen Sklavenhandel geschrieben wurde, ist die Tatsache, dass es – im Gegensatz zur amerikanischen Sklaverei – kaum Überlebende gibt. Ich empfehle dazu das Buch „Der verschleierte Völkermord – Die Geschichte des muslimischen Sklavenhandels in Afrika“ von Tidiane N’Diaye.

          • SchallundRauch schreibt:

            Ob die Bücher von Morris und Pinker großartig wirken, überlasse ich den jeweiligen Rezipienten. Deine Aussage ist: Krieg ist gut, ist ein Mittel zum (höheren) Zweck.
            Ja, Schiller und andere Idealisten, etwa Hegel, konnten dem Krieg viel abgewinnen. Sie hielten ihn für die Korrekturpeitsche des Schicksals, mit der das Menschengeschlecht zu immer höheren Großartigkeiten angetrieben werde. Die Euphorie, mit der die Dichter und Denker in den Großen Krieg zogen, kündigt sich bei Ihnen schon an.

            Tidiane N’Diaye ist Moslem.

          • Eitan Einoch schreibt:

            — Deine Aussage ist: Krieg ist gut, ist ein Mittel zum (höheren) Zweck. —

            Meine Aussage ist: Krieg ist schrecklich, aber die Geschichte kennt (bislang) keine weniger schreckliche Alternative zur Schaffung größerer, stabilerer, sicherer und friedlicherer Gemeinschaften. Auf große Kriege folgten in aller Regel lange Friedenszeiten. In einer solchen leben wir momentan in Europa – aber erst nachdem der größte Krieg der Geschichtee Europa in eine Ruinenlandschaft verwandelt hatte.

            Wird es eines Tages keinen Krieg mehr geben? Ich bin skeptisch. Falls ja, dann wird dem Ende des Krieges aller Wahrscheinlichkeit nach ein großer, letzter Krieg vorausgehen – mit dem Ergebnis eines Weltstaates und einer Weltregierung. Alles andere wäre ein welthistorisch einmaliges Wunder. Vielleicht muss tatsächlich erst der Messias kommen…

            — Tidiane N’Diaye ist Moslem. —

            Und?

          • SchallundRauch schreibt:

            Und? Offenbar ist innerhalb des Islam ein anderes Denken, in diesem Fall die Kritik an der Sklaverei, möglich.

          • Eitan Einoch schreibt:

            Ein kritischer Kopf wie H. Abdel-Samad ist auch dem Islam entsprungen. Na und? Wo ist jetzt das Problem? Ändert es irgendetwas am Gesagten?

      • SchallundRauch schreibt:

        Und dann wären da noch die Circenses….
        Voll zivilisiert, ey. Ave Caesar, morituri te salutant.

      • abusheitan schreibt:

        Die arabisch-mohammedanischen Sklavenhändler waren die Lieferanten für die Amerikaner. Allerdings hatten sie auch keine Hemmungen, ihre Sklavenjagden bis nach Nordeuropa auszudehnen und ca. 1 Million weiße Sklaven zu erbeuten. Dagegen half dann weder gemeinsames Beten, interreligiöser Dialog noch Entwicklungshilfezahlungen, sondern nur Kanonenbootpolitik.

        • SchallundRauch schreibt:

          Wann?
          Christliche Sklavenjäger raubten Sachsen und verkauften sie an die Araber in Spanien. Dann wurden die Sachsen christlich und raubten Slawen, die sie an die Araber in Spanien verkauften.

          • abusheitan schreibt:

            Könnte für das kommende Kalifat Europistan eine Geschäftsidee werden:
            Blonde skandinavische Jungfrauen nach Arabien und Schwarzafrika verkaufen.

          • SchallundRauch schreibt:

            Deine Phantasie. Bisher läuft der Traffic eher von Süd nach Nord.

          • Aristobulus schreibt:

            In Norwegen gibt es gezielte Vergewaltigungen durch zugewanderte Moslemgruppen. Massenhaft, geplant, organisiert und ständig zunehmend. Fleischziele sind die lokalen Norwegerinnen. Tausende.

            Pardon, Leute, dass ich keinen Link liefere! – das Thema ist fürchterlich

      • abusheitan schreibt:

        „In Wahrheit waren die Ureinwohner genauso barbarisch wie zweitausend Jahre vorher die Kelten, Germanen…“
        Die ersten Siedler in Amerika kamen vor ca. 17 000 Jahren aus Europa, später auch Kelten und Wikinger.
        Z.B. die Chachapoyas in Südamerika, als groß, weißhäutig und rothaarig beschrieben, zeigen viele keltische Kulturmerkmale.
        In Nordamerika wurden 10 000 Jahre alte gefundene Skelette rekonstruiert, die eher europid sind. Z.B. sieht der Kennewick Mann aus wie Star Treck Commander Picard. Obwohl sie mit den heute lebenden Indianern keine Ähnlichkeit und genetische Verwandschaft haben, fordern und erhalten die Indianer die Skelette aus religiösen Gründen und bestatten sie als ihre Vorfahren.

      • quisa schreibt:

        „In Wahrheit waren die Ureinwohner genauso barbarisch wie zweitausend Jahre vorher die Kelten, Germanen, Pikten und andere Kleinstämme in Europa, die dann von den Römern erobert, unterworfen und zivilisiert wurden. Sicherlich kam es dabei auch zu Gräueltaten und Formen der Unterdrückung, aber auf längere Sicht bedeutete der Verlust ihrer Unabhängigkeit einen höheren Lebensstandard für die unterworfenen Völker. Die “Indianer” von heute haben ein sichereres, bequemeres und reicheres Leben als ihre Vorfahren ein paar Jahrhunderte früher.“

        Es gab eher friedliche Indianerstämme genau wie es eher unfriedliche Indianerstämme gab. Kann gut sein, dass es ihnen heute ökonomisch besser geht als früher. Rechtfertigt dies aber ein niedermetzeln dieser Menschen, um ihnen anschließend die Zivilisation zu bringen?
        Ist beispielsweise der Völkermord an den Herero und Nama im heutigen Namibia durch die Deutschen irgendwie gerechtfertigter als der Völkermord an den Juden, weil erstere „unzivilisiert“ waren und man ihnen die Zivilisation bringen wollte?

        • Eitan Einoch schreibt:

          Es geht nicht ums rechtfertigen, sondern um simple Tatsachen. Die Menschheitsgeschichte ist im Grunde nichts anderes, als ein Abfolge von Eroberungen, Assimilierungen und damit einhergehenden Staatenbildungen. Leider kennt die Menschheit keine Alternative zur Gewalt, um aus kleineren Gesellschaften größere zu bilden. Das ist nichts, worauf der „Weiße Mann“ ein Copyright hätte. „Indianer“ haben Jahrhunderte lang nichts anderes praktiziert, z.B. die Olmeken, Azteken und Mayas. Und sie waren dabei überaus brutal – es wurden bis heute zahlreiche Massengräber von massakrierten „Indianern“ – auch Frauen und Kindern – gefunden, die auf grausame Weise von anderen „Indianern“ umgebracht wurden. Schöne Indianerromantik?

          Als dann der Weiße Mann kam, tat er nichts anderes, was die „Indianer“ schon selbst praktiziert hätten – nur eben mit stärkeren Waffen. Deswegen gilt er heute als der große Buhmann. Geschenkt!

          • A.S. schreibt:

            Schön auf den Punkt gebracht.

          • quisa schreibt:

            Wie gesagt, ohne Zweifel hat es das alles gegeben..Einige Stämme waren kriegerischer und einige nicht. Ein fast zur Ausrottung der Indianer führender Schlag kam allerdings erst durch die Europäer, wobei da auch sicher die fortgeschrittene Technik eine Rolle gespielt hat.. Das macht selbstverständlich die Barbareien, die es zweifellos unter Indianern gab, nicht besser. Ebenso macht es aber auch die Verbrechen der Euroamerikaner an den Indianern nicht besser…Dass der weiße Mann jetzt deswegen als der „große Buhmann“ gilt, kann ich nicht bestätigen

          • Eitan Einoch schreibt:

            — Ein fast zur Ausrottung der Indianer führender Schlag kam allerdings erst durch die Europäer —

            In Europa geschah dasselbe, nur eben eineinhalb Jahrtausende früher, als das Römische Reich sich draufmachte, Europa zu romanisieren. Nach den großen Eroberungen folgte Pax Augusta. Viele einst barbarische Stämme nahmen nach und nach die römische Lebensweise an, wurden praktisch assimiliert und profitierten vom inneren Frieden, Stabilität, Sicherheit und Warenverkehr. In „Das Leben des Brian“ wird diese Tatsache schön persifliert:

            „Mal abgesehen von sanitären Einrichtungen, der Medizin, dem Schulwesen, Wein, der öffentlichen Ordnung, der Bewässerung, Straßen, der Wasseraufbereitung und der allgemeinen Krankenkassen, was, frage ich euch, haben die Römer je für uns getan?“ – „Den Frieden gebracht…“

            Dasselbe passierte auf dem neuen Kontinent. Die „Indianer“ lieferten sich mit den europäischen Siedlern andauernde Scharmützel, bei denen sie letztlich den Kürzeren zogen und nach und nach zurückgedrängt wurden. Einige Stämme assimilierten sich, wurden „Amerikaner“ und gaben den Kampf auf. Andere wurden militärisch vernichtend geschlagen. So oder so verloren die „Narives“ ihre Unabhängigkeit, wurden aber gleichzeitig Teil von etwas Größerem. Heute sind sie rechtlich gleichgestellte Bürger der Vereinigten Staaten.

            Sicher, der Preis dafür war schmerzhaft. Aber wäre die Alternative besser gewesen?

          • SchallundRauch schreibt:

            Eitan:
            „Die Menschheitsgeschichte ist im Grunde nichts anderes, als ein Abfolge von Eroberungen, Assimilierungen und damit einhergehenden Staatenbildungen. Leider kennt die Menschheit keine Alternative zur Gewalt, um aus kleineren Gesellschaften größere zu bilden.“

            Du sprichst von Alternativlosigkeit, von „nichts anderes“, von „im Grunde“.
            Gehen wir mal davon aus, Du habest recht oder zumindest, Deine Beobachtung sei richtig. Deshalb besteht dennoch keine Notwendigkeit „aus kleineren Gesellschaften größere zu bilden“.
            Kennst Du die Bibel, Eitan? Insbesondere die Geschichten aus den chaldäischen Großreichen? Abram zog fort aus einer großen Gesellschaft, aus einer großartigen Zivilisation, hinein ins Ungewisse, hinein in die Staatenlosigkeit. Mit dem Lech Lecha des Abram beginnt die Geschichte!
            Wieder beginnt die Geschichte mit dem Auszug des Volkes Israel aus Ägypten, aus dem Haus der Sklaverei!!! Auch Ägypten war das, was Du liebst, Eitan. Ein Großreich, eine Zivilisation.
            Die Geschichte vom Turmbau zu Babel: in ihr wird geschildert, wohin der Hochmut der Menschen, einheitliche Großreiche zu bilden führt.

          • Eitan Einoch schreibt:

            Die Bibel ist kein historischer Bericht, sondern literarische (Nach)erzählung. Tatsächlich kann niemand sagen, wer Abraham oder Moses waren, ob sie reale historische Personen waren oder ausschließlich der Phantasie ihrer literarischen Schöpfer entspringen. Nach dem, was ich in der Bibel gelesen habe, verstehe ich die Geschichte allerdings so, dass die Hebräer sich ursprünglich gar nicht unwohl in Ägypten gefühlt haben und ganz gern dort geblieben – und auch später noch einige von ihnen lieber umgekehrt – wären, wenn der ägyptische König sie nicht versklavt hätte und sie keine Zwangsarbeit hätten leisten müssen.

            Interessanter indes finde ich das babylonische Exil. Hier bestand tatsächlich die Gefahr, dass das von König Nebukadnezzar II. eroberte Volk Juda von Babylon assimiliert wird und aus der Geschichte verschwindet – wie eines von vielen kleineren Völkern, die von einem stärkeren größeren „geschluckt“ wurden. Dass das nicht geschah ist ein Wunder. Hier geschah auch die eigentliche Geburt des strikten Monotheismus. Zuvor waren die Judäer Polytheisten gewesen, verehrten sowohl den Stammesgott Jahwe als auch Baal und Aschera. Es gibt sogar die Theorie, dass der solomonische Tempel allen drei Göttern gewidmet war – und erst mit der Eroberung Jerusalems die monotheistische Jahwe-Partei den Sieg über die Polytheisten erringen konnte. Somit hat Babylon auch maßgeblich zur Entstehung des Monotheismus im heutigen Judentum, Christentum und Islam beigetragen.

          • Eitan Einoch schreibt:

            PS: Die biblische Geschichte vom Turmbau würde ich anders interpretieren. Es passt eher als Allegorie auf die UNO, die EU und andere Versuche, die Menschen durch nichtkriegerische Projekts zu einen.

          • SchallundRauch schreibt:

            Der Turmbau zu Babel war der Versuch, ein totalitäres System zu bauen.

          • Eitan Einoch schreibt:

            Denk jetzt noch einen kleinen Schritt weiter. Du bist einer wichtigen Erkenntnis dicht auf der Spur…

          • Aristobulus schreibt:

            Eitan, bitte schreib den Namen „Stammesgott *XYZ*“ nicht aus. Muss nicht sein, jeder weiß, wer gemeint ist. Zumal die Ausschreibung des Namens höchstwahrscheinlich falsch ist. Muss also nicht sein! Danke.

            Und manche Israeliten sind nach der Zeit König Salomons von Moses‘ Religion abgefallen und haben andere Götter angebetet und Götzendienst betrieben, also verbunden mit Tempelprostitution und wohl Menschenopfern. Was freilich nicht bedeutet, dass der salomoonische Tempel einer Trias geweiht war… Mensch, das waren keine Phönizier. Da herrschte nur Ha’Schem („der Name“).

          • Eitan Einoch schreibt:

            @Aristobulus
            Ich halte mich an das, was Archäologen – und im Besonderen israelische Archäologen – bislang über die Frühgeschichte des Nahen Ostens herausgefunden haben. Besonders empfehle ich ein Buch: “ Die Spur des Allerheiligstens. Auf der Suche nach der Bundeslade“ von Peter W.F. Heller.

          • Aristobulus schreibt:

            …und der siebenstufige Turm von Babylon (Etemenanki), tja, der bedeutet die große Verwirrung, nicht?
            Der biblische Bericht, dass während des Baus die Menschen einander plötzlich nicht mehr verstehen konnten, ist ein Bild dafür, wohin es führt und was in der Folge passiert, wenn man großartige Planetenreligionen erfindet, New Age proklamiert, den Hohenprieter ganz oben mit der Hohenpriesterin heiligen Sex haben lässt, während unten die Tamburine dröhnen und das Volk in Exstase schwelgt.

            Dann wird der Verstand weg geschwolgen. Geschwelgt. Und man fantasiert von Allmacht, Schicksal, Magie und dem Götzen Ninib mit dem eisgrauen Barte, dem Hüter der Zeit, dem man Kinderopfer darbringen sollte. Was auch immer. Abgrund also

          • Aristobulus schreibt:

            Ah, Eitan, danke!, ich sehe Deinen Kommentar von 10:27 erst jetzt.
            Ist das ein wissenschaftliches Buch? Wer ist Peter W.F. Heller?

          • SchallundRauch schreibt:

            Die Kurzbeschreibung bei Amazon verspricht jedenfalls Außerordentliches. 😉

            „Was war die Bundeslade wirklich, eine Manifestation Gottes oder ein Machtsymbol, eine lebenspendende Maschine oder eine todbringende Waffe? Und wurden in ihr tatsächlich die Tafeln mit den Zehn Geboten aufbewahrt? In welcher Schrift wurden die Gebote in die Tafeln gemeißelt und wer waren die Cherubim? Verbrannte Nebukadnezar die Bundeslade bei der Zerstörung des Jerusalemer Tempels? Oder konnte sie gerettet und von Kreuzrittern nach Europa gebracht werden? Nicht alles erweist sich am Ende als Wahrheit, was man zunächst glaubt zu sehen…“

            http://www.amazon.de/Spur-Allerheiligstens-Suche-nach-Bundeslade/dp/3869015071

            Laut Xing (einziges Fundstück zum Hellen) spricht der Autor Mittelägyptisch und Altgriechisch, Latein, Deutsch, Englisch und Französich. Nur Hebräisch, nein Hebräisch spricht er nicht.
            Sein Verlag nennt ihn u.a. als Spezialisten für „elektrosmogfreie Elektroinstallationen“.

          • Aristobulus schreibt:

            Gar ein Experte?
            Es gibt auch Experten, die sagen, sie hätten die Bundeslade in geheimen Kammern unter dem Zionsberg erblickt.

            – Komisch, da fällt mir Jürgen Todenhöfer ein. Einfach so. Warum nur? 😉

          • Eitan Einoch schreibt:

            Ich gehe davon aus, dass die Bundeslade mit dem ersten Tempel unterging und für immer verloren ist. Allerdings ist es eine Schande, dass Archäologen nicht unter dem Tempelberg graben und forschen dürften. Die Gefahr, dass noch mehr Beweise für eine jüdische Präsenz lange vor Ankunft des Islams gefunden wird, ist den Arabern wohl zu hoch.

          • Aristobulus schreibt:

            Ja, Eitan – Ausgrabungen würden viele Jahre dauern incl. Auswertung!, und wer weiß, ob Archäologen je diese Chance bekommen.

            – Ich wollte Dir dieses Buch nicht miesmachen, vielleicht ist es spannend geschrieben? Jedenfalls, dieser Heller hat dort keinen Spatenstich getan, und was könnte er wissen, das andere Forschergenerationen nie gefunden haben? Zumal die Torah einen äußerst präzisen, äußerst unbestechlichen Blick auf Geschehnisse und auf Fehler hat, die Torah kennt keine Einseitigkeiten und Glorifizierungen, ihr Sinn für die Wirklichkeit ist unfassbar gut entwickelt. Etwa diese offiziellen Polytheismen, über die Heller schreibt, hätte die Torah nicht verschwiegen, wenn sie so geschehen wären.
            Also sind sie nicht geschehen.

            Just diesen unbestechlichen Blick der Torah auf die Anführer der Juden, auf ihre Taten und ihre Charaktere verstehen die Moslems und sehr viele Christen nicht. Diese Anführer waren keine Übermenschen, nicht fleckenlos. Jedem Juden sind die Gestalten von Mojsche Rabbejnu (Moses, unser Lehrer), König David, König Salomon, Abraham Avinu (Abraham, unser Vater), Sarah, Esther usw. usf. äußerst wichtig und lebendig, gerade weil die Torah sie allesamt nicht zu sündlosen, unantastbaren, heiligen Jesussen oder Mohammeds hochstilisiert. Wenn jemand etwas tat, wofür er sich schämen musste, dann setzt die Torah präzise ihren Finger drauf, damit man sich damit beschäftigt.

            Die Moslems und sehr viele Christen halten diesen Blick der Torah für Schmähkritik und Lächerlichmachen. Das Gegenteil ist wahr: Wer nicht kritisiert wird, der ist kein Mensch. Und die Torah kritisiert sogar G“tt 😉 , etwa das Buch Hiob steckt randvoll.

          • Eitan Einoch schreibt:

            Sei mir nicht böse, aber ich unterscheide streng zwischen Religion und Wissenschaft. Die Torah ist kein exaktes Geschichtswerk, sondern Nacherzählung. Ihre Redaktion erfolgte erst hunderte Jahre nach den dort beschrieben Ereignissen, und sie geschah nicht ohne Hintergedanken. Sicherlich enthalten ihre Erzählungen einen wahren Kern, aber es sind eben: Erzählungen. Sie zeichnen kein objektives Bild der antiken Welt zwischen dem Nil und Euphrat und Tigris. Überreste des damaligen Polytheismus sind aber dennoch vereinzelt in der Bibel zu finden.

            Die Archäologie hat mittlerweile sehr viel von der alten Welt rekonstruieren können. Die faszinierendste Erkenntnis ist nicht die, was alles in Wirklichkeit anders war, das die Bibel beschreibt, sondern dass vieles, wovon die Bibel.erzählt, einen realen Hintergrund hat, welcher durch außerbiblische Quellen untermauert wird. Für die Existenz vieler biblischer Figuren gibt es reale Beweise auf alten Tonkrügen, Grabinschriften, SchmuckStücken, Textfragmenten etc. Sie zeigen, dass die Autoren der Bibel sich eben nicht alles ausgedacht haben.

            Mittlerweile haben einige archäologische Erkenntnise den Weg in den Mainstream geschafft, siehe z.B. diesen Artikel:

            http://www.welt.de/kultur/article112208654/Gottes-geschiedene-Frau-heisst-Aschera.html

            Was Herrn Heller angeht, man muss keinen einzigen Spatenstich gemacht haben – ein etwas klischeehafter Blick auf moderne Archäologie -, um mitreden zu können. Wissenschaft lebt von Argumenten – nicht davon, von wem sie stammen.

          • Aristobulus schreibt:

            Es gibt doch gar keinen „exakten Geschichtswerke“ 😉 , die sind, sofern exakt, auch nur Zeugenaussagen.
            So wie die Texte der Torah, Eitan. Die sind keine Religion – Religion sind z.B. die Einhaltung des Schabbes, der G“ttesdienst in Synagogen, das Dawnen zweimal am Tag, usf.

            Wissenschaft funktioniert nur mit schriftlichen Quellen, denen man Authentizität zubilligt, und mit Zeugenaussagen, nicht? Das ist die Torah. Man kann bezweifeln, ob nicht später etwas verändert wurde. Wie bei Homers Schriften auch. Die große Qualität der Texte und der besondere, unbestechliche Blick stehen jedoch außer Frage (beim Homer übriens auch!, wenngleich sich die Wissenschaftler über Zeit und Person nicht einig sind).

            – Zu dem WELT-Artikel: LOL!, der ist blühender Unsinn, aber warum nicht, das kann man machen.
            Gipfel, diese Bildunterschrift: „Tonfigur der Göttin Aschera (ca. 10. bis 7. Jahrtausend v. Chr.).“
            Das war also ganze zehntausend bis siebentausend Jahre vor dem Propheten Hosea, auf den sich der Artikel bezieht :D, dolle zeitliche Einordnung. Und woher weiß da einer, wie eine Statue des zehnten bis siebten Jahrtausends vor Null GENANNT wurde?, hat er mal in der Steinzeit angerufen und hörte ein Krächzen im Hörer?

            Also, das ist ein netter Zeitungsartikel, aber keine Wissenschaft. Meinung, keine Abwägung verscheidener Hinweise. „Wer aber war die Frau, über die der betrogene Ehemann Gott zetert…“ Dazu flapsig und nicht sachlich, beim Hosea zetert ja keiner.

  4. SchallundRauch schreibt:

    „Die afrikanischen und asiatischen Amerikaner aber haben genauso wie die “Indianer”, die ersten Bewohner Amerikas, lange und stark dafür gekämpft, als Bürgerinnen und Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika anerkannt zu werden, denn die USA ist in erster Hinsicht eine Verfassung mit den Idealen der Freiheit, dem Recht auf Leben und dem Streben nach Glück.“

    „Gekämpft.“ Wohl wahr!
    Für viele afrikanische Sklaven führte der Weg zur Anerkennung als vollwertige Bürger über die Aufnahme in die Army bzw. die Armee der Nordstaaten-Union. Als sogenannte „Buffalo Soldiers“ kämpften sie dann zunächst im Sezessionskrieg und dann als 9. und 10. US-Kavallerieregiment und 24. und 25. US-Infanterieregiment in den sogenannten Indianerkriegen. Gegen wen? Gegen „die“ Indianer.
    Das waren wohl die Gesetzmäßigkeiten des damaligen Zeitgeistes: Bürgerrechte bekommt man, wenn man die Feinde der Civitas (Indianer) bekämpft (tötet). Ein Schluss ist daraus zu ziehen: die Armee war ein Initiationslager. Eine Civitas, in die hinein via soldatischer Tapferkeit initiiert wird ist was? Eine militaristische Gesellschaft.
    Und heute?

    • Aristobulus schreibt:

      Nach dem ersten Weltkrieg stand in vielen schwarzen Zeitungen des Südens die verzweifelte Frage:
      Wer bin ich, und was soll werden!, wenn ich in US-Uniform aus diesem Krieg nach Hause komme und Gefahr laufe, gelyncht zu werden?

      • SchallundRauch schreibt:

        Echt? Dann war der Westen nach 1945 immer noch nicht frei von Sklavenhaltermentalität? Das ist ja das Allerletzte!

        • Aristobulus schreibt:

          Von den ersten Abolitionisten bis zum Ende der Sklaverei (und der Mentalität) hat es zweihundert Jahre voller Rückschläge gedauert.
          Immerhin wird im Westen keine Renaissance der Sklavenhalterei auftauchen, nicht? So schief kann ja gar nichts gehen

  5. Long John schreibt:

    Bin lange nicht mehr hier gewesen. Hab offensichtlich auch nichts verpasst. Nur den täglich größer werdenden Haufen Geschreibsel, um den die immer gleichen Kommentarfliegen kreisen.

    Leg‘ doch mal ’ne neue Platte auf, toller Blogmann. Immer nur zu lesen…
    – Habe große Kunst gemacht. Möge der Pöbel mich beklatschen -STOP-
    – Habe einen vermeintlichen Antisemiten entdeckt und ihn bepöbelt. Mögen mich die Kommentatoren dafür bewundern -STOP-
    – Habe einen großen Text zum Thema Amerika-/Juden-/Frauenfeindlichkeit verfasst. Möge die übliche Kommentatorenfliege voller Neid auf mich blicken -STOP-

    …ist ja nun nicht sonderlich gehaltvoll. Interessant ist es auch nicht. Jedenfalls nicht nach etlichen Jahren Dauerberieselung mit der selben Platte.

    es grüßt der LoopZone 😉

    • Aristobulus schreibt:

      Nu, und was kriegen Sie so zustande, großer John? Den Johnny länger gemacht? Endlich mal die Stube gesaugt und abgespült? Geduscht, c’m on. Und am Ende mal den neuen Bong gekauft? Ach, zu teuer ist der. Tja, Pech.

  6. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    Killah schreibt: „Wenn ich mich recht erinnere, sind es gerade die Amerikaner, die hinter ihrer Regierung stehen und mehr als patriotisches Verhalten an den Tag legen – …“

    Sie erinnern sich leider nicht recht, sondern betreiben ein blindwütiges Vermengen von Begriffen.
    Erstens ist patriotisches Verhalten nicht dasselbe wie hinter der Regierung stehen, zweitens nehmen gerade Amerikaner ihre politischen Repräsentanten sehr scharf unter die Lupe.

  7. Eitan Einoch schreibt:

    Bevor die Europäer kamen, metzelten sich die „Indianer“ gegenseitig oft genug nieder. Was brachten die Europäer? Nichts, was den amerikanischen Ureinwohnern fremd gewesen wäre. Dafür leben die „Natives“ heute als Angehörige größerer Staaten – ohne Krieg, Hunger oder die Gefahr, von Ihresgleichen massakriert zu werden. War der Preis zu hoch?!

    • Aristobulus schreibt:

      Hm. Ich weiß es nicht, Eitan. Wir müssten einen Indianer hier haben, um ihn zu fragen. Und dann einen weiteren, der eine dritte Meinung vertritt.

      Man meint dies und das über Indianer, nicht, etwa, dass sie ermordet worden seien, oder dass sie nicht ermordet worden seien, oder dass es Millionen gegeben habe oder viel weniger. Aber keiner kennt einen Indianer.
      – Man meint auch dies und das über Juden, dass sie reich seien oder reich gewesen seien, dass sie in Albanien nicht ermordet wurden oder doch?, aber keiner kennt einen Juden.
      ( Nur hier ist es anders 😉 )

  8. A.S. schreibt:

    Sehr guter Artikel!

  9. Schum74 schreibt:

    Vorausgesetzt, wir vergessen nicht, dass „wahrscheinlich über 90% (!) der Indianer [an den unfreiwillig mitgebrachten Krankheitserregern] zu Grunde gegangen“ sind (Alexander Schertz, „Gutmenschentum und Geschichte“, Die Achse des Guten, 26.04.11), dann ja, dann haben die Europäer die Indianer ermordet.

    Was von einem Europa kein Wunder nimmt, dessen Aufklärer schwere Antisemiten waren (in Frankreich bis auf J.-J. Rousseau, in Deutschland bis auf Lessing).

    Was Indianer und Juden in der Phantasie von Europäern gemeinsam haben? Weibliche Züge (glatthäutige Indianer) und (bis vor kurzem) Wehrlosigkeit. Darüber ist schon einiges geschrieben worden.

    Europas „kriminellen Neigungen“ hat Jean-Claude Milner ein viel besprochenes Buch gewidmet: Les penchants criminels de l’Europe, Ed. Verdier, 2003.

    Auch wenn es nicht ganz hierher gehört, mag ich der Versuchung nicht widerstehen, aus einem Interview zu zitieren, das Milner der Zeitschrift Passages (Nr. 132/133, 2004) gegeben hat.

    Wird er zuletzt von einem der Interviewer gefragt:
    – „Gibt es eine Frage, die Sie erwartet haben, und die wir Ihnen nicht gestellt haben?“

    – J.-C. Milner: Sie haben den Schlußsatz ausgelassen.

    – Wie bitte?

    – J.-C. Milner: Den Schlußsatz. Den Rat, den ich den Juden gebe, Europa zu vergessen. Nicht zu ignorieren, zu vergessen. Erstens weil ich denke, dass Europa in einem Traum lebt, es existiert nur noch in der eigenen Einbildung [nach EU-Gründung und freiwilliger Islamisierung], und zweitens weil ich denke, dass die in Europa lebenden oder von außen nach ihr blickenden Juden eine Erinnerung von Deutschland pflegen, wie es gewesen ist, oder von Frankreich, wie es hätte werden können oder vielleicht gewesen ist. Es ist die Zeit gekommen, eine neue Seite aufzuschlagen.

    Une dernière question, si vous le permettez. Y a-t-il une question que vous vous attendiez qu’on vous pose et que nous ne vous avons pas posée ?

    J-C. M. : La phrase finale.

    Pardon ?

    J-C. M. : La phrase finale, c’est-à-dire le conseil que je donne aux juifs d’oublier l’Europe. Non pas en l’ignorant, mais d’oublier l’Europe. Premièrement parce que je pense que l’Europe vit dans un rêve, elle n’existe que comme son propre fantasme, et deuxièmement je pense que pour les juifs vivant en Europe ou qui vivent hors d’Europe mais en ayant toujours le regard tourné vers elle, ils vivent dans un souvenir de l’Allemagne telle qu’elle a été, de la France telle qu’elle aurait pu être ou telle qu’elle a peut-être été. Le moment est venu de tourner la page.

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/gutmenschentum/

    • Schum74 schreibt:

      Für die Französisch sprechenden Leser schnell den Rest des Interviews:

      Ça a été un conte de fées un moment.

      – J-C. M. : Je ne sais pas ce qu’il va advenir des juifs. Comment voulez-vous que je le sache ? Mais puisque le nom a subsisté, il peut subsister encore. Et s’il doit subsister comme nom, je pense qu’il doit passer par cet oubli qui n’est pas une ignorance. Connaître l’Europe pour savoir à quel point il est inutile d’en tenir compte.

      C’est-à-dire, de ne pas l’imiter donc, avec la conscience de ses penchants criminels.

      – J-C. M. : Oui. La conscience que ces penchants sont structuraux.

      Est-ce qu’oublier l’Europe ça veut dire aussi aller ailleurs ?

      – J-C. M. : C’est une question purement pratique.

  10. Kanalratte schreibt:

    Inwiefern war das denn überhaupt ein Völkermord und welche Beweise gibt es dafür?
    Wie wurden die Indianer getötet?
    Und warum konzentriert man sich immer nur auf die USA, wenn es in ganz Nord- und Südamerika Indianer gab, die dezimiert wurden?

    • A.S. schreibt:

      „Und warum konzentriert man sich immer nur auf die USA, wenn es in ganz Nord- und Südamerika Indianer gab, die dezimiert wurden?“
      Weil die USA ein prima Feindbild abgeben, um mehr geht es nicht. Ob Massaker interessant sind hängt häufig nur davon ab wer sie ausführt oder angeblich ausführt. Es geht zu oft nicht um das Leid, sondern um die Möglichkeit einer Schuldzuweisung.

      • SchallundRauch schreibt:

        Vielleicht liegt es auch daran, daß die USA – im Gegensatz zu den anderen nord-, mittel- und südamerikanischen Staaten von Kanada bis Feuerland – überall auf der Erde ihre Army stationiert haben und auch in allerlei anderen Belangen (Nobelpreise, Raumfahrt, Pornographie, Geld, Sport, Industrie…) prominent wirken??? Wayne interessiert Nicaragua?

        • A.S. schreibt:

          Die Prominenz und Dominanz der USA spielen sicher eine Rolle, das haben Sie Recht. U.a. deshalb geben die USA ja so ein schönes Feindbild ab. Bei dieser Unterlegenheit entsteht bei einigen Menschen das Bedürfnis sich irgendwie aufzublasen.

          • SchallundRauch schreibt:

            Das ist trivial. Um die Küchenpsychologie der Macht noch ein wenig zu erweitern:
            Deshalb haben die USA in allen anderen Nationen ein so schönes Feindbild!
            Schließlich fürchtet der Mächtigste nichts mehr, als den Machtwillen und das Aufstreben anderer.

          • A.S. schreibt:

            „Deshalb haben die USA in allen anderen Nationen ein so schönes Feindbild!“

            Die USA haben Kanada als Feindbild? Die USA haben Südkorea, Portugal, Spanien, Argentinien und Island als Feindbild? Als 2004 in Madrid die Züge in die gesprengt wurden gab es in den USA öffentliche Schadenfreude? Gab es 2005 nach den Anschlägen in London Stimmen in den USA die gesagt haben: „Terror ist coming home“? Feiern Amerikaner regelmäßig auf der Straße wenn eine Bombe in einem Kaffee Kinder in die Luft gesprengt hat?

            Bei aller Kritik an den USA (da gibt es sehr viel, nicht erst seit Busch), dem Antiamerikanismus kann man nicht die amerikanische „wir sind der Weltmittelpunkt“-Haltung entgegensetzen. Da gibt es qualitative Unterschiede.
            Ich vermute, dass ich mit dieser Antwort an ihrer Aussage vorbeischreibe, aber irgendwie hab ich da das Bedürfnis die Amerikaner zu verteidigen.

          • SchallundRauch schreibt:

            Etwas vorbeigeschrieben, ja.
            Mit „Feind“bild war nicht Menschenhass, Terror etc. gemeint. Und ja, ich will sogar mitgehen in der Verteidigung und sagen, daß die USA in vielen anderen Nationen auch ein Freundbild haben, die von den USA unterstützt und aufgepäppelt wurden (Deutschland z.B.). Bespitzelt man Freunde?

          • Eitan Einoch schreibt:

            Es gibt in der Politik keine Freundschaft. Nur gemeinsame Interessen – im Idealfall. Weder sind die Vereinigten Staaten noch Israel Freunde Deutschlands, ebenso wenig Frankreich – nur um die drei Länder zu nennen, bei denen ständig das Wort „Freundschaft“ verwendet wird. Sie sind Verbündete bzw. Alliierte, es gibt gemeinsame Interessen und Kooperationspartnerschaften etc. Aber keine Freundschaft. Die gibt es nur zwischen Individuen.

            Die Frage muss also lauten: Bespitzelt man Kooperationspartner? Die Antwort darauf kann nur lauten: Ja, tut man. Möglichst unauffällig. Damit man am Ende nicht dumm dasteht, wenn die Partner sich plötzlich unkooperativ zeigt. Denn Interessen können sich schnell ändern.

          • SchallundRauch schreibt:

            Wenn Staaten keine Personen sind (worin ich zustimme), wie verhält es sich dann mit der Schuld? Etwa, wenn die Armee eines Staates Menschen gekillt hat, die vor Sein des Staates auf dem Land, da nun der Staat ist, lebten?

          • Aristobulus schreibt:

            Indem General Custer mausetot ist, SchallundRauch, hatte der zwar Schuld, aber nach ihm keiner mehr. Nicht?
            So wie die Deutschen von nach 1945 nicht Schuld an der Ausmordung der Juden sind.
            Die haben nur eine besondere Verantwortung, damit es nicht wieder geschieht.

          • SchallundRauch schreibt:

            Richtig. Aber.
            Schuld haben auch alle die Wegschauer, die Zustimmer, die Heimlichapplaudierer, die Ressentimentgeladenen, die Traditionalisten des Bösen. Schuld hat die ganze Welt, wenn in ihr eine Bestie reifen kann, die Vernichtungslager baut.
            Ich wünsche mir also, daß diese „besondere Verantwortung“ nicht allein deutschen Staatsbürgern obliegt.

      • la quenelle schreibt:

        @ A.S.

        So sieht es aus, gerade wir Deutschen kennen diese Heuchelei sehr gut , aber aus Frankreich weht gerade eine frische Prise hinueber die den Mief etwas auffrischt.

        Dieudonne bringt die Heuchelei lustig aber klar rueber. Ich hoffe er kommt bald mal nach Deutschland

        • Schum74 schreibt:

          Ein Fan von Dieudonné M’bala M’bala auf TiN?
          Lässt auch Sie Gerd Buurmann kontrolliert herumhoppeln, damit man den zoologischen Effekt hat, auch mal einen Neo-Nazi sehen zu können? (s. „tapferimnirgendwo“, 23. Januar 2011 um 1:00 nachmittags)

          NB. „la quenelle“ ist nicht irgendein Pseudonym. „Quenelle“ nennt sich ein in Frankreich (bald auch in diesem Theater?) zunehmend populärer Neonazi-Gruß. Mit Vorliebe vor Synagogen, vor jüdischen Persönlichkeiten, auch mal in Auschwitz gezeigt.

          • Schum74 schreibt:

            Für die Uneingeweihten noch einmal zu Dieudonnés auffrischendem Humor:

            Pierre Assouline, „Dieudonné-Le Pen-Faurisson: ein und derselbe Ekel“, 28.12.2008

            Ihre Gegner hätten nicht einmal gewagt, davon zu träumen: Sie haben’s getan. Alle drei zusammen am selben Abend im selben Zuschauerraum vom selben Publikum mit Händeklatschen und Lachsalven bejubelt. Das war am Freitagabend im Pariser „Zénit“-Saal zur letzten Vorstellung der neuen Show des Humoristen Dieudonné « J’ai fait le con ».
            Laut Bericht der Zeitung Parisien hat er dem Lyoner Akademiker Robert Faurisson, dem französischen Pionier der Holocaustleugnung, einen „Preis als rebellischen Abschaum“ (« Prix de l’infréquentabilité et de l’insolence ») überreicht. Oder genauer: Nachdem er ihn unter Zurufen des Publikums und des anwesenden Jean-Marie Le Pen auf die Bühne gebeten hatte, ließ er ihm den Preis von seinem als Lagerinsassen mit gelbem Judenstern verkleideten Regisseur überreichen.
            So sieht Frankreich anno 2008 aus. (…)

            http://passouline.blog.lemonde.fr/2008/12/28/dieudonne-le-pen-faurisson-le-degout/

          • Aristobulus schreibt:

            Ja. Le dégoût, der Ekel. Auch la nausée und l’écœurement. Wobei derjenige, der sich hier La Quenelle (der Knödel) nennt, dem nicht folgen kann, aber gerne den Dieudonné sehen will. Der nur Französisch und bissele Hardcorearabisch kann, außer Ekel hervorzurufen :mrgreen:

        • levrak schreibt:

          Hm, dieser „Quenelle-Gruß“, was ist das? 

          Beschreibung: der gestreckte Arm wird von der Hand des anderen Arms am Oberarm (Bizeps) zurückgehalten.
          Es handelt sich also um einen „politisch korrekten Hitler-Gruß“.
          Oder einen „Al-Husseini-Gruß“?

          Oder wird der Arm noch zurückgehalten, weil beide genannten schon verrottet sind, man wartet auf den neuen „Führer“?

          la quenelle? Ein geistig Verwandter von Sebastian, für den „zoologischen Effekt“?

          Bei Sebastian weiß man immerhin, wo man dran ist, im Equivalent würde er „der hitlergruß“ heißen und im Gegenzug hoffen, daß die Heuchelei in Frankreich endlich ein Ende fände, und ungeduldig auf die umjubelten Auftritte des Herrn Streicher dort warten. Ein Orchester der nicht enden wollenden Schlimmigkeiten.

          Ein weiterer Auftritt im Zoo der Absurditäten, Knechthulhu vom Kasten Sand, (nebenbei) Daniel Bax von der TaZ (http://www.taz.de/Umstrittene-Nahost-Ausstellung/!131139;m/), le quenelle iM’bala Arsch…

          Wird noch lustig im Zoo, die Drohnen dröhnen lautlos an fernen Horizonten, Führer gibt’s an jeder Hausecke…

  11. Silke schreibt:

    meinen herzlichen Glückwunsch an „tapferimnirgendwo“

    Dieser Killah, den Du Dir da eingefangen hast, ist wirklich richtig niedlich Ich habe mehrfach herzhaftestens gelacht und das, obwohl ich selten einen Schmutzfink erlebt habe, der so arm an Argumenten rumlabert, aber um witzisch zu sein, kommt es eben nicht darauf an, was man hat, sondern was man damit macht.

    Doch jenseits des Preises für Skurrilität, den er sich rechmäßig erworben hat, ist Killah eine echte Schande für die Schmutzfinkenbande im Netz …

    • Killah schreibt:

      Da frage ich mich wer hier keine Argumente vorgebracht hat und nur „labert“?!! Diejenige bist dann wohl du – wenn du mal richtig lesen könntest. Werte Hausfrau, die andere für sich denken lässt und vorzieht, mit Standard-Parolen um sich zu schlagen.. dein eigener IQ scheint unter aller Sau zu sein. Bloß weil du keine triftigen Gegenargumente hast und vor Hilflosigkeit förmlich zerplatzt, brauchst du mir hier nicht dumm zu kommen.. damit disqualifizierst du dich nur selber. 😉

  12. arprin schreibt:

    Ich meine alle Amerikaner. Also auch die weißen(europäischen), die einen bedeutenden Anteil der Amerikaner ausmachen.
    Die Amerikaner haben sich also gegenseitig versklavt und ausgerottet, weil es nicht immer dieselbe Definition von „Amerikaner“ gab. Schwarze, Indianer und Asiaten galten eben nicht immer als „echte“ Amerikaner, auch wenn du es nicht wahrhaben willst.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Wounded_Knee_Massacre
    Waren das die „Europäer“?

    • Killah schreibt:

      arprin hat Recht.

      Der überaus schlaue Autor tapferimnirgendwo schrieb:

      „Die radikale Unkenntniss, was die Vereinigten Staaten von Amerika anbelagt wird auch an folgender Aussage deutlich: „Die Amerikaner haben keine Bildung!“ Diese Aussage hat wohl überall in Europa Konjunktur, ist jedoch nichts weiter als reiner Rassismus!“

      Rassismus?! Schon das Mischvolk der Amerikaner damit als „Rasse“ zu bezeichnen, zeugt von purer Dummheit! Aber Hauptsache Kampfbegriffe benutzen, nicht wahr, werter Herr mit Melone?
      Die wahren Amerikaner wurden niedergemetzelt und in Reservate gesperrt – und klar, vorwiegend von Leute europäischer Herkunft.. wobei der Anteil der Deutschen verhältnismäßig niedrig war, gemessen an den Massen von Engländern und Iren, die dort ihr Unwesen trieben. Es waren übrigens Deutsche, die am friedliebensten waren.. die einzigsten, die einen Friedensvertrag mit Indianern machten, der nie gebrochen wurde. Quellen-Beispiel: http://macmankoblenz.menkisys.de/tipiwiki/doku.php/indianer/comanchenvertrag

      Ach so, ja dann dürfen die in Deutschland geborenen Türken und andere integrierten Ausländernachkommen deiner Meinung nach auch nicht mit der deutschen NS-Vergangenheit konfrontiert werden? Wie soll man das denn bewerkstelligen, wenn’s Mischlinge gibt? 🙂 Soll man dann in ein paar Jahren alle verbliebenen Blonden und Blauäugigen dafür angucken? Absolut unsinnige Differenzierung.. DAS wäre rassistisch!

      arprin, ich vermute, dieser Blogger hier ist Amerikaner – sonst würde er diesen rücksichtslosen Imperialistenhaufen nicht so bedingungslos in Schutz nehmen.

  13. arprin schreibt:

    Leider muss ich diesem Beitrag heftigst wiedersprechen.
    Klar haben die Europäer Verbrechen begangen, das steht außer Frage. Aber: Die Europäer haben sich bekanntlich im Jahre 1776 zu Amerikanern umdefiniert. Da waren die Verbrechen an den Indianern aber längst nicht vorbei. Im Gegenteil- danach gings ja erst richtig los.
    Vor allem die Massenmorde an den Indianern in Kalifornien, Texas oder dem Nordwesten in der Mitte des 19. Jahrhunderts (als die USA längst unabhängig waren), wurden EINDEUTIG von Personen begangen, die sich selbst als Amerikaner identifizierten. Da spielt es keine Rolle, das afrikanische oder asiatische Amerikaner nicht im selben Umfang darab beteiligt waren wie afrikanische oder asiatische, denn weiße(europäische) Amerikaner sind ja auch Amerikaner und nicht nur afrikanische oder asiatische.
    Übrigens: Die spanischen Conquistadoren haben heute in Lateinamerika den selben Ruf wie Hitler oder Stalin, während die Widerstandskämpfer wie Hatuey, Cuauhtemoc, Tecun Uman oder Tupac Amaru als Nationalhelden gefeiert werden. In den USA dagegen feiert man bis heute die Ankunft der europäischen(!) „Pilgerväter“ von der Mayflower.
    Du tust niemandem einen Gefallen, wenn du jedes Verbrechen der Amerikaner verharmlost. Was kommt als nächstes? Die afrikanischen Sklaven wurden von den afrikanischen und arabischen Stammesfürsten verkauft und nicht von den Amerikanern, also sind sie nicht daran schuld? Sklaverei gab es aber auch nach 1776 bis 1865, und die Rassentrennung im Süden bestand bis in die 1960er Jahre. Gemäß deiner Logik könnte man ja auch behaupten, das die „Europäer“ die Nazis besiegt hätten.
    Natürlich haben auch andere Nationen Verbrechen begangen und nicht nur die Amerikaner. Aber: Eben auch die Amerikaner.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Also sind die Natives und First Nation keine Amerikaner und die African-American haben sich selbst versklavt. Nein, Ihr langer Kommentar beweißt nur eins: Sie sprechen von Amerikanern, aber meinen nicht alle Amerikaner. Also, welche Amerikaner meinen Sie?

      • Aristobulus schreibt:

        Er meint jeweilig zeitbezogen diejenigen, die zu jener Zeit (at a given time) als Amerikaner galten. Also Ex-Europäer. Wohingegen seit Mitte des 19. Jh. eingewanderte Chinesen hundert Jahre lang nicht als Amerikaner galten, nicht wahrgenommen wurden usf. Schwarze galten auch nicht als Amerikaner. Bis zur Zeit Dr. Kings.

        Du kannst nicht von heute ausgehen, wo jeder ex-Perser oder Sioux ebenso ein Amerikaner ist wie Obama und Jerry Seinfeld, und zurück aufs späte achtzehnte Jahrhundert schließen. Hmm. Nu, Du kannst doch… aber es kommt dann zu Paradoxien.

  14. Martin schreibt:

    Und was die Kultur angeht… in der aktuellen Ausgabe Merkur ist eine Buchbesprechung zweier Bücher von Frederic Martel. Ein sehr augenöffnender Einblick darüber, welchen negativen Einfluß die europäische Subventionierung des Kulturbetriebs hat.
    Und wie kulturell zurückgeblieben die Europäer im Vergleich sind. So sind z.B. die Besucherzahlen in % bei auch klassischen Konzerten und Theatervorstellungen in den USA deutlich höher als in Frankreich oder Deutschland.
    Das ignorant-arrogante Selbst- und Amerikabild der Europäer ist -auch in Bezug auf die Kultur- fast komplett falsch.

  15. Martin schreibt:

    Und Ahnung von Militärtechnik hat er auch keine, der Sebastian. Sonst hätte er auch mal was von Frank Whittle gehört und der gleichzeitigen, parallelen Entwicklung des Jet-Triebwerks durch von Ohain und Whittle. Geschweige denn von Henry Coanda, einem Rumänen, der bereits 1910 ein konzeptuelles Patent zum Jetantrieb angemeldet hat. Oder von der Gloster E.28/39, Erstflug 1941, irgendwie nicht so nach dem Krieg. Oder der Bell Airacomet, Erstflug 1942,

    Stolz sein wollen, ohne Ahnung zu haben, ist halt immer peinlich, man offenbart damit nur die eigene Ignoranz und Deppigkeit.

  16. Sebastian schreibt:

    Wennn die dummen Amis uns nicht nach dem WK 1 und WK2 sämtliche Patente gestohlen hätten, würden sie heute noch mit Propellerflugzeugen fliegen ;).

  17. Helmut Karsten schreibt:

    Richtig, Amerika gab es damals noch garnicht, als die Indianer……..
    Mein Onkel, also der Mann den meine Tante geheiratet hat, ist Afro-Amerikaner. Sein Familienname ist ROSSER. Bayerischer geht’s nicht mehr. Einmal, auf Jobsuche, musste ich mich in einem Atlanta Hotel, bei einem Mr. Winkler, im Bankettbüro vorstellen. Dort angekommen, fragte ich den Gentleman zum dritten Mal nach dem Mr. Winkler. „You’re in the right place, I AM Mr. Winkler!!!“ sagte der Afroamerikaner. Als er meine Bewerbungsbögen in Händen hielt, stieß er auf meinen Namen: HELMUT. Dann wusste er, dass ich als ‚Mister Winkler‘ jemand anderes erwartet habe. Wir haben sehr gelacht…………….
    Ein Afro-Amerikaner, der Winkler heisst ??!?
    Genauso wie meines Onkels John Rossers Vorväter, mussten auch seine Vorväter den Namen seiner Sklaventreiber tragen, waren sie doch deren Besitz.
    Die Erstbegegnung mit meinem Manager Winkler, war noch lange in seiner Anäkdotensammlung. Für gewöhnlich fügte er dann hinzu, dass er wahrscheinlich wirklich ‚German‘ ist, jedoch aus dem ‚Black Forest’………….

  18. Simon Otterbein schreibt:

    Ein sehr erleuchtender Text, der verdeutlicht, wie stark das Bild der, insbesondere deutschen Europär, von den USA von Neid und Missgunst geprägt ist. „Die Amerikaner haben keine Bildung“ ist eine typische kleinbildungsbürgerliche Aussage, die die Einstellung reflektiert, dass man in irgendetwas den Amerikanern ja vorraus sein muss: Eine fundamentale Selbstverherrlichung, die vielfältige Ausdrucksformen findet. So muss das an Hierarchien und Obrigkeiten orientierte Denken eine Rechtfertigung für die unangenehme „Überlegenheit“ der Anderen erfinden, die so unangenehm ist, weil sie den Erfolg eines dem deutschen so unähnlichen Lebensmodell aufzeigt: Mut durch Misstrauen gegen den Staat und Leidenschaft anstatt kaltem Rationalimus.

    Viele auch zuweilen intelligente Zeitgenossen finden genau deshalb die Vorstellung unerträglich, dass die USA auch auf dem akademischen Sektor oben auf sind, hier sind es dann erstaunlicherwiese die europäischen Forscher, die emigriert sind, und den USA dazu verholfen haben, wähernd der Massenmord an den Indianern, wie beschrieben, durch amerikanische Hand verübt wurde.

    • Helmut Karsten schreibt:

      Ich beglückwünsche Sie zu dem letzten Absatz. Stimmt schon! Was für ein Selbstbetrug………… jus‘ luuvin‘ it!

    • Killah schreibt:

      „..weil sie den Erfolg eines dem deutschen so unähnlichen Lebensmodell aufzeigt: Mut durch Misstrauen gegen den Staat und Leidenschaft anstatt kaltem Rationalimus.“

      Aha, der Mut des amerikanischen Volkes gegenüber ihrer politischen Führung also hat sie zum Erfolg gebracht.
      Selten so einen Blödsinn gelesen!
      Wenn ich mich recht erinnere, sind es gerade die Amerikaner, die hinter ihrer Regierung stehen und mehr als patriotisches Verhalten an den Tag legen – vor allem, wenn sie im Ausland unterwegs sind.
      Und zur Bildung: Internationale Vergleichsstudien haben ergeben, dass es mit der allgemeinen US-Bildung wirklich nicht weit her ist.. und ich beziehe mich nicht auf absolute Ausnahmen wie Harvard, Yale usw. Mit ihrer Volksmasse, die mit jener Deutschlands nicht vergleichbar ist, machen’s die Amerikaner wieder wett – der prozentuale Anteil von „Eierköpfen“ an der Volksmasse ist in D.land somit höher als in den USA.
      Neidisch auf die USA ist wohl kaum jemand, der sich damit auskennt, wie dieses Land zu seinem Fortschritt bzw. Wohlstand gekommen ist: Land den Indianern und Mexikanern enteignet, nach dem 2. WK Nazi-Hightech samt Bauplänen und Patenten mit mehreren Frachtschiffen über den Teich geschafft, zusammen mit ingesamt mehr als tausend Wissenschaftlern wie Wernher von Braun, Alexander Lippisch etc.. eben nicht nur das Team, was nach der Operation Paperclip für’s amerikanische Raumfahrtprogramm zusammengestellt wurde.
      Also Neid fühle ich für die Amerikaner daher nicht – eher abgrundtiefe Verachtung.. das, was dieses von zionistischen Verbrechern geführte Volk der Welttyrannei verdient hat.

      • Zahal schreibt:

        Aha, von zionistischen Verbrecher geführt……das entlarvt den Schreiber mehr als alles andere. Übrigens haben die Wissenschaftler mehr als gerne den europäischen Kontinent verlassen, genau wie vorher die europäischen Menschen, denen der Mief, die Engstirnigkeit und Intoleranz zuviel wurde und dort in Freiheit leben zu können.

      • Martin schreibt:

        Was für ein selten blöder Mumpitz.
        Schau weiter Weltverschwörungs-TV, du Dödel.

Seid gut zueinander!

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