Im Antlitz des Anderen

Gewiss, jeder Mensch hat das Recht, seine Meinung zu sagen, der hitzigste Antifeminist und die begeisterte Feministin. Ich mache von diesem Recht mit meinem Blog energisch Gebrauch. Wenn mir Leute darauf antworten, so geschieht es meistens aus zwei Gründen: Einmal weil Tapfer im Nirgendwo ein nicht selten gelesener Blog ist; und zweitens, weil des Verfassers Allüren der Unfehlbarkeit zur Abwehr aufreizen.

Mir ist klar, dass ich mit meinen Texten provoziere, daher kommt es in den Kommentarspalten auch immer wieder zu Streitereien. Erst vor ein paar Tagen erhielt ich eine bitterböse Mail von Abraham Melzer, der mich fragte, ob es sein könne, dass ich ein Nazi sei. Ich schrieb zurück:

„Herr Melzer, kann es sein, dass Sie ein Nazi sind?“

Abraham Melzer schrieb zurück, dass er gedacht habe, ich sei origineller und dass ich ein antisemitischer Idiot sei, weil ein Idiot eben ein Idiot bleibe und der Philosemitismus genau so schlimm sei wie der Antisemitismus. Außerdem schrieb er, dass er sich wünschte, ich sei ein „lupenreiner Antisemit“, da er auf „Judenfreunde“ wie mich verzichten könne. Ich schrieb sinngemäß zurück:

„Keine Angst, Herr Melzer, ich will gar nicht origineller sein als Sie. An Originalität sind Sie eh kaum zu überbieten. Ich möchte Ihnen nur mitteilen, dass ich Ihrem Wunsch, ein lupenreiner Antisemit zu sein, nicht nachkommen werde, da Sie die Kunst des lupenreinen Antisemitismus und Philosemitismus schon meisterhaft selbst beherrschen.

Ich soll ein „Judenfreund“ sein? Was ist das überhaupt ein „Judenfreund“? Jemand der Juden mag, weil sie Juden sind? Nun, bei mir ist das ganz gewiß nicht der Fall. Sie, zum Beispiel, kann ich nicht besonders leiden und das dürfte mich als „Judenfreund“ wohl disqualifizieren, oder?

Aber interessant, dass sie das Wort „Judenfreund“ benutzt haben. Der Begriff „Judenknecht“ war Ihnen wohl zu Nazi, oder?

Ich kann Ihnen wirklich versichern, dass ich Juden nicht mehr oder minder liebe und hasse, als jeden anderen Menschen auch. Meine Zuneigung und Abneigung gegenüber Menschen entwickelt sich nicht aus der Herkunft meines Gegenübers, sondern nur aus seinem Verhalten. Ich fühle keine Zuneigung zu Ihnen, obwohl sie Jude sind, aber verspüre eine Abneigung, weil mir Ihr Verhalten nicht sympathisch ist. Aus dem selben Grund werden Sie mich wohl auch nicht mögen.

Dass Philosemitismus und Antisemitismus im Grunde Schwestern sind, da haben Sie vollkommen recht. Ja, auch Sie haben manchmal recht. Ist das nicht schön? Wenn Sie möchten, stoßen wir mit einem Kölsch darauf an, dass wir einmal einer Meinung sind. Ich lade Sie auch ein. Ich bin schließlich ein gastfreundlicher Mensch und schaue Menschen im Streit gerne mal in die Augen.“

Da war sie wieder, die Erziehung meiner guten Oma, deren Lieblingsstelle in der Bibel das Buch Kohelet ist. Sie hatte mir immer beigebracht, jedem Menschen in die Augen zu schauen, besonders im Streit, da man nur so die Menschlichkeit bewahren könne. Es ist genau diese Erziehung, die mich besonders im schwersten Streit dazu bringt, eine Einladung auszusprechen.

Vor über einem Jahr hatte ich Morddrohungen erhalten, weil ich in meinem Blog einen Berliner Rapper gedisst hatte. Nachdem ich die Polizei über die Drohung informiert hatte, habe ich mich mit dem Absender in Verbindung gesetzt. Wir haben lange gestritten und gesprochen. Es flogen die Fetzen und nicht selten Beleidigungen. Selten kamen wir auf einen gemeinsamen Nenner, aber dennoch sind wir heute über Facebook in einer „Freundschaft“ (Facebook nennt es so) verbunden.

Ich lud also auch Abraham Melzer auf ein Kölsch ein, weil es mir meine Oma so beigebracht hatte. Melzer antwortete, dass er lieber kotzen würde, als mit mir anzustoßen. Daraufhin schrieb ich sinngemäß zurück:

„Also ich stoße lieber mit Ihnen an, als zu kotzen – aber wir Menschen sind halt unterschiedlich.

Darf ich jedoch anmerken, dass wenn Sie nicht einmal fähig sind, mit mir ein Glas zu trinken, Sie in Sachen Versöhnung (gerade im Palästina-Israel-Konflikt) ein denkbar ungeeigneter Ansprechpartner sind. Wie können Sie vorgeben, mit Ihrem Melzer Verlag und Ihrer Zeitung Der Semit für einen Frieden zwischen Israelis und Palästinensern zu schreiben und zu verlegen, wenn Sie selbst nicht einmal in der Lage sind, mit einen Menschen anzustoßen, der sich lediglich verbal mit Ihnen streitet?

Sie wünschen sich einen Frieden zwischen Kriegsparteien, die sich bisher nur im Schatten von Bomben, Raketen, Propaganda und Antisemitismus begegnen konnten und können selbst nicht mal einen politischen Opponenten ertragen. Sie verlangen, dass Israel und Palästina an einen Tisch kommen sollen, obwohl es erklärtes Ziel der Hamas ist, nicht nur Israel sondern alle Juden zu töten (Artikel 7 der Hamas Charta) und können selbst nicht mal mit mir an einem Tisch sitzen, obwohl uns weder Krieg noch Terror sondern nur eine Meinung trennt?

Frieden heißt nicht, einer Meinung zu sein, Frieden heißt auch nicht, sich nicht beleidigen zu dürfen, Frieden heißt, sich ertragen zu können. Nur wer sich respektiert kann streiten! Ich kann Sie ertragen, sehr gut sogar. Streiten Sie sich also ruhig weiter mit mir, beleidigen Sie mich, wenn Sie mögen, ich bin dabei und mache mit. Mein Angebot aber, mit Ihnen einen Blickkontakt zu wagen, wird von meiner Seite nicht aufgekündigt.

„Im Antlitz des Anderes erkennst du Gott“
heißt es bei Emmanuel Lévinas, der die bedingungslose Hinwendung zum „Anderen“ lehrte. Nach dem Grauen von Auschwitz plädierte Lévinas, der zwischen jüdischer Tradition und griechischer Philosophie stand, für einen „extremen Humanismus“ und eine Philosophie der Begegnung.

Allein schon aus dieser Philosophie heraus bleibt mein Angebot auf Blickkontakt bestehen.

Für immer.“

Es ist wirklich spannend, wie sehr genau jene Menschen, die vorgeben, sich für einen Frieden im Nahen Osten einzusetzen, daran scheitern, hier in Deutschland die einfachsten Prinzipien des Friedens zu leben. Ist es denn so schwer? Man kann sich streiten und beleidigen, sich ignorieren und kritisieren, aber man muss dabei immer den Anstand wahren, sich ab und an in die Augen zu schauen und wenn auch nur aus dem einzigen Grund, weil wir Menschen sind.

Wenn also Tapfer im Nirgendwo einen kleinen Rat geben darf, laden Sie mal einen politischen Gegner auf ein Getränk oder ein Gespräch ein. Es kann durchaus auch Spaß machen, wie Bill O’Reilly und Jon Stewart beweisen (ab Minute 21:28), zwei Männer, die in ihren politischen Haltungen unterschiedlicher nicht gedacht werden können und sich dennoch ab und an von Antlitz zu Antlitz begegnen.

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45 Antworten zu Im Antlitz des Anderen

  1. tapferimnirgendwo schreibt:

    Erhard Arendt aus Dortmund lässt auf seinem Blog im September 2011 wieder mal die Hosen runter: „Warum fallen mir im Zusammenhang mit ihm, an ihm nur immer mehr Krankheitssymptome auf? (…) Regelmäßig schreiben mich meine Leser an und beschweren sich, dass das Niveau meiner Seiten sinkt, wenn ich über solch einen Schmutz, über solche „Menschen“ berichte.“ Sehr bezeichnend, wie er hier das Wort Mensch in Anführungszeichen setzt. Die Nazis setzten auch das Menschsein vieler Menschen in Anführungszeichen. Die Entmenschlichung war der erste nötige Schritt zur Barbarei. Die Nazis erklärten Menschen zur Krankheit, um dann zur Ausrottung der Krankheit blasen zu können. Erhard Arendt aus Dortmund geht Schritt für Schritt den Weg der Nazis. Die Rhetorik hat er jedenfalls schon.

  2. Pingback: Stoff für’s Hirn « abseits vom mainstream – heplev

  3. A.mOr schreibt:

    @Eliyah,
    wohnst Du eigentlich derzeit in Jeruschalajim? So oder so a gitn ssukes.
    Und, „sehr gut“ ist für’n aSe? Also, das „e“ steht für Eliyah, darfste ruhig erfahren 😉
    Und die 15. ist knapp ’ne Stunde später geknackt worden, siehe auf SoE.
    Chag sameach!

    • A.mOr schreibt:

      Achja, die Stunden laufen bei SoE eine hinterher….

    • A.mOr schreibt:

      Achja, schabbes, a gitn. 🙂

    • Eliyah schreibt:

      Hoffentlich heisst das nicht „A.mOr, schula, Eliyah“. Dass ich Teil einer DBA geworden bin, ist schon erstaunlich 😉 (DBA=Drei-Buchstabige-Abkürzung). Ja, ich wohne in Jerusalem und hoffentlich auch nicht nur „derzeit“.
      Das „sehr gut“ war für Buurmans Umgang mit dem Melzer und dem dazugehörigen Text.

    • A.mOr schreibt:

      Hey Eliyah,
      „hoffentlich nicht“???
      Eigentlich darfst Du Dich bei Immanuel bedanken (ich auch!), so ein Zufall, denn der Name hat’s in sich! Selbst „nur“, wenn er ‚Asche‘ gelesen wird.
      Die Hüttenkäse-Romantik erklärt sich ja von selbst…
      Da ich inzwischen aber längst „erkannt-verbrannt“ bin, schreibe ich wieder „klar“, schließe aber nicht aus, daß ich mich mal wieder als ‚aSe‘ geben könnte…
      Nuja, willkommen im DBA (und danke für die Erklärung 😉 )
      Ja, ich habe nicht gefragt 😛 ob ich darf, und habe mich einfach mal mit kleinem ‚a‘ an die Spitze der Beantwortung von Immanuels Frage gesetzt…Hat sich ja noch ein lustiges Wort-an-Wort ergeben davon.

      Nu, Jeruschalajim, ich frage nur, weil Du dann anscheinend Deine Schreibmaschine aus Deutschland importiert hast?

      Weiter noch a gitn ssukess.

      • Eliyah schreibt:

        Meine Tastatur hat deutsche Umlaute und hebräische Buchstaben.

        חג סוכות שמח!

      • A.mOr schreibt:

        Nu, gutes Teil. Mein vorletztes Gerät hatte hebräische Buchstaben, aber keine Umlaute.
        Dieses jetzt hat Umlaute, aber dafür eben kein Hebräisch. Es gibt da wohl irgendwelche Programme, die sowas ausführen können (Umschrift), aber zu meiner Schande gestehe ich, daß ich nicht besonders pfiffig bin in solchen Dingen.

        Aber abkopieren geht.

        חג סוכות שמח! 😀

  4. Eliyah schreibt:

    sehr gut!

  5. aSe - Kommando 'Laubhütte' schreibt:

    15. Anderer Draht
    Öhm, wer nochmal? 🙄

  6. aSe - Kommando 'Laubhütte' schreibt:
  7. Danny Wilde schreibt:

    Zooplane ist ein sich selbst für gewitzt haltender Troll.

    Herrn Buurmann aber würde ich zu jeder Zeit kölschtrinkend ins Gesicht schauen wollen, allein schon als Vorwand für eine Stippvisite in der geliebten alten Heimat. Die Domplatte kanns ja nicht mehr sein, außer ich bekomme von der Stadt Köln eine Einsatzerlaubnis für meinen Baseballschläger. Eher unwahrscheinlich.

    Dann lieber Kölsch mit dem arroganten Legastheniker (was ich beides für ein ziemliches Gerücht halte….).

  8. zooplone schreibt:

    Sie sind ein wahrhaft guter Mensch, Herr Buurmann!
    Ganz ehrlich. So wie Sie es schreiben ist Herr Melzer völlig neben der Spur und Sie sind ein wahrhaft anständiger Mensch.

    Nur ist es doch ziemlich unfair bzw. unsauber lediglich einzelne Wörter und Sätze aus offenbar mehreren e-mails zu zitieren – finde ich jedenfalls. Wie kommt es, dass Sie sich selbst größtenteils nur „sinngemäß“ wiedergeben? Merkwürdig!
    Beim Lesen der übrigen Kommentare beschleicht mich jedoch das Gefühl der komplette e-mail Verkehr ist irgendwo hinterlegt, nur ich finde ihn nicht.

    Hinsichtlich der „Anschuldigung“ Sie seien ein Judenfreund, wundert mich Ihre Reaktion. Aus Ihrer Prämisse für Juden machen Sie eigentlich gar keinen Hehl. Das ist ja überhaupt nicht schlimm. Es bedeutet aber, dass Sie eben nicht objektiv schreiben, sondern im Sinne Ihrer Prämisse einseitig argumentieren (und auch Ihren Blog dahingehend steuern). Und ich gaube das ärgert Sie. Und deshalb beißt der getroffene Herr Buurmann umsich und holt wieder mal den Nazi-Knüppel aus der Kiste.

    PS: Nur mal so am Rande: Ist Ihnen eigentlich klar, dass „Nazi“ heutzutage ein Schimpfwort ist wie z.B. „Arschloch“ oder „Trottel“?

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Ich würde Herrn Melzer sofort komplett zitieren, wenn er es mir erlauben würde. Ich habe es eigentlich auch getan, machen Sie nur aus dem Passiv Aktiv und so hat er es gesagt. Seine Mails waren wirklich alle so kurz. Da war nicht mehr.

      Und ich habe mich sinngemäß zitiert, weil ich zum Aufbau meines Textes ein paar andere Formulierungen brauchte. Herr Melzer hat den neuen Aufbau der Mails allerdings auch erhalten. Er weiß Bescheid. Wenn er seine Formulierung auch umbauen möchte, so soll er seine neuen Formulierungen schicken, ich mache es direkt.

      Wo argumentiere ich einseitig für Israel. Bitte nachweisen. Darauf hinweisen, dass Israel eine Demokratie ist und das Israel ein Recht auf Existenz hat, ist nicht einseitig, sondern schlicht zu akzeptierender Fakt.

      Und sie haben wieder einmal, wieder, wieder, wieder einmal die Nazi-Knüppel-Keule aus der Kiste gezogen. Ach, würden Sie sich mal mit den Augen sehen, mit denen Sie mich bewerten, es müssten Ihnen die Tränen kommen! Aus Zorn! Vor sich selbst!

      • tapferimnirgendwo schreibt:

        Damit Sie aber wissen, wie Mails von mir aussehen, (und ich schreibe sie nicht im Bewußtsein, dass ich zitieren werde, und meine Legasthenie tritt hervor, da ich Mails nicht durch einen spell-check jage) hier die Originale, ich gestehe, für den Artikel habe ich die Mails etwas schöner gemacht, man ist ja eitel, Make-up halt, etwas Schminke, etwas andere Dramaturgie, aber der Inhalt stimmt! Und Abraham Melzer habe ich die korrigierte Version auch geschickt. Wer er mich lässt, dann zitiere ich seine Mails, er darf sie selbstverständlich auch verschönern, sind nämlich auch ein paar arge Patzer drin 😉

        Mail 1: Herr Melzer,

        kann es sein, dass Sie der Nazi sind?

        G.B.

        Mail 2: Ich wollte einfach nicht origineller sein als Sie.
        Ich ein „Judenfreund“?
        Ich bin zum Beispiel nicht ihr Freund, was mich als „Judenfreund“ doch schon disqualifiziert, oder?
        Aber interessant, dass sie das Wort „Judenfreund“ benutzen. „Judenknecht“ war Ihnen wohl zu Nazi oder?
        Ich werde dieses Wort „Judenfreund“ in mein Wörterbuch Nazi – Deutsch aufnehmen.
        Ich kann Ihnen versichern, ich liebe und hasse Juden nicht mehr oder minder, als jeden anderen Menschen auch.
        Philosemitismus und Antisemitismus sind Schwestern, da haben Sie recht.
        (Ja, auch Sie haben manchmal recht, ist das nicht schön? Wenn Sie möchten, stoßen wir mit einem Kölsch darauf an, dass wir hier einer Meinung sind. Ich lade auch ein. Ich bin ein gastfreundlicher Mensch und schaue Menschen im Streit auch gerne mal in die Augen.)
        Ihrem Wunsch, ein lupenreiner Antisemit zu sein, möchte ich nicht nachkommen.
        Sie beherrschen den lupenreinen Antisemitismus und den lupenreinen Philosemitismus besser als viele andere.

        Mail 3:
        Also ich stoße lieber mit Ihnen an, als zu kotzen – wir Menschen sind halt unterschiedlich.

        Darf ich jedoch anmerken, dass wenn Sie nicht einmal fähig sind, mit mir ein Glas zu trinken, Sie in Sachen Versöhnung (gerade im Palästina-Israel-Konflikt) ein denkbar ungeeigneter Ansprechpartner sind. Wie können Sie vorgeben, für einen Frieden zwischen Israelis und Palästinensern zu schreiben, was bedeutet, dass Menschen, die sich Bomben und Raketen um die Ohren gehauen haben, aufeinander zu gehen müssen, wenn Sie selbst nicht einmal in der Lage sind, auf einen Menschen zuzugehen, mit dem Sie sich lediglich verbal streiten?

        Sie wünschen einen Frieden zwischen Kriegsparteien und können selbst nicht mal einem politischen Opponenten ertragen.

        Israel und Palästina sollen an einen Tisch kommen, und sie können nicht mal mit mir an einem Tisch sitzen.

        Es tut mir leid, Herr Melzer, mit dieser Einstellung kommen Sie einem Frieden nicht näher. Frieden heißt nicht einer Meinung sein, Frieden heißt nicht, sich nicht beleidigen zu dürfen, aber Frieden heißt, sich ertragen zu können. Ich kann Sie ertragen, sehr gut sogar. Aber mir bedeutet Frieden schließlich auch etwas.

        Macht aber auch nichts.

        Ich habe bisher jeden Menschen, mit dem ich mich gestritten habe, auf ein Getränk eingeladen. Gehört sich einfach so. Ich denke, es ist wichtig, die Menschlichkeit nicht zu verlieren, besondern in einem Streit, der geneigt ist, aus den Fugen zu geraten.

        Streiten Sie sich ruhig weiter mit mir, beleidigen Sie mich, ich bin dabei und mache mit.

        Mein Angebot aber, auch menschlich miteinander umzugehen, wird von meiner Seite nie aufgekündigt und bleibt bestehen, für Sie und alle meine Opponenten.

        „Im Antlitz des Anderes erkennt man Gott“ sagt Lévinas. Allein schon deshalb bleibt mein Angebot auf Blickkontakt bestehen.

        Für immer.


        Mail 4:
        Danke für die Inspiration und das Gespräch. https://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2011/10/11/im-antlitz-des-anderen/

    • zooplone schreibt:

      Was, wie? Ich habe den Nazi-Knüppel gezogen? Ist mir gar nicht aufgefallen. Ich beziehe mich auf Ihren Absatz:

      „Aber interessant, dass sie das Wort „Judenfreund“ benutzt haben. …da es eine geradezu brillante Verneudeutschung der von den Nazis benutzten Begriffe „Judenknecht“ und „Judenhure“ ist. Sie haben diesen Begriffen einen neuen alternativen und deutschen Style verpasst. Herzlichen Glückwunsch dazu!“

      Zum anderen Punkt:
      Beispielweise im Beitrag „Israels Provokationen“ sind Sie, übrigens nicht nur von mir, auf die Einseitigkeit Ihrer Äußerungen aufmerksam gemacht worden. Freilich haben Sie das weit von sich gewiesen, nur war es irgendwie nicht glaubhaft.
      Gibt es einen einzigen Beitrag von Ihnen in dem Sie auf Fehler israelischer Politik Bezug nehmen? Gibt es einen einzigen Beitrag von Ihnen in dem Sie auch nur ansatzweise für die Palästinenser Verständnis äußern, ohne deren Anliegen im selben Atemzug sofort wieder zu relativieren?

      Es ist Ihr blog, Sie können hier treiben was Sie wollen und wie Sie es wollen. Das finde ich völlig okay, ja geradezu notwendig für unsere Demokratie und die freie Meinungsbildung hierzulande. Nur wundern sollten Sie sich nun wirklich nicht darüber, dass die Quintessenz Ihrer Beiträge lautet: Israel ist besser als all seine Nachbarn und seine Bewohner sind weit fortschrittlicher als die Völker rings herum.

      • tapferimnirgendwo schreibt:

        Nein, nicht den Nazi-Knüppel, sondern die Nazi-Knüppel-Keule.

      • tapferimnirgendwo schreibt:

        Mein ganzes Schreiben basiert auf absolute Solidarität mit jedem Palästinenser, der in Frieden und Freiheit leben will. Ich verstehe mich als Pro-Palästinensisch, wie Thomas Mann und Marlene Dietrich pro Deutsch waren. Jedes palästinensische Opfer ist eine Nakba. Das palästinensische Volk muss befreit werden von der Hamas. So wie Deutschland einst (frei gewählt) unter den Nazis litt, leidet Palästina heut unter der Hamas. Ich schreibe für ein freies Palästina!

        • aristobulus schreibt:

          „Das palästinensische Volk muss befreit werden von der Hamas“, sicher, und es muss befreit werden von der Fatah und allen weiteren Abspaltungen, Terrorbrigaden usf. Das bedeutet jedoch, dass die Palästinenser von sich selbst befreit werden müssen.
          „Muss befreit werden…“ Das ist im Passiv formuliert. Wer soll das tun? Es ist ein mehrfach besiegtes Quasi-Land, das noch nie ein Land mit irgend politischer Tradition gewesen ist, doch das wird abgestritten: Der eigene Status wird nicht akzeptiert. Wer seinen Status nicht akzeptiert, kann ihn auch nicht selbst verändern!
          Die UNO gibt bloß viel Geld, was zu weiterer Verstrickung in Abhängigkeit und innerer Unfreiheit führt. Das israelische Militär ist eine weit überlegene Ordnungsmacht aus einer völlig anderen Welt – ein gesellschaftlicher Einfluss auf die Palästinenser ist nicht zu erwarten.
          Kinder werden systematisch zum Hass auf die Juden erzogen (alles dokumentiert & frei zugänglich für Jeden, der’s nur sehen will!, Memri.org, palestine-media-watch, et al.), ob man es nun wahrhaben möchte oder nicht: Es gibt diese Schulbücher, diese Fernsehserien, Moschee-Predigten usf., die Indoktrination ist ungeheuerlich.

          „Muss befreit werden.“ Die müssen sich selbst befreien… am besten ganz ohne israelisches Zutun whatsoever, denn selbst nur die courante materielle Hilfe bedeutet eine weitere innere Abhängigkeit, die automatisch in emotionale Umkehrung umschlägt (siehe in Deutschland ’46 bis ’48 die Care-Pakete + den Marshall-Plan & hingegen den Ruf der ‚Amis‘)

          Herr Melzer geht freilich einen anderen Weg. Er sieht nur israelische Fundamentalschwächen, nein, Verbrechen. Es ist dieses Nur, diese Ausschließlichkeit, die erschreckt.

      • aristobulus schreibt:

        Indem Herr Melzer ihn „Judenfreund“ nannte, hat er die Nazi-Knüppel Keule geschwungen. Und zwar achtkantig, denn um einem so zu schreiben, muss man einen schon fast nazistischem Hass haben…

        • schula schreibt:

          Wer Melzers Vulgär- und nazisprache kennt, wundert sich nicht darüber. Daher muß sich Herr Buurmann auch nicht vor irgendwem rechtfertigen.

  9. A.mOr schreibt:

    @tapferimnirgendwo
    Ja, ich finde auch, daß Du Größe gezeigt hast, wie es Dein Artikel aufzeigt und wie viele hier meinen, und herzlichen Gruß an die Oma! (ich verschicke Sie schon per „Herzpost“..)

    Aber dann wiederum ist es auch eine Frage der Abwägung: lohnt es sich denn, Nerven und Geduld in jemanden zu investieren, der offenbar im Konstrukt einer „Freund-Feind-Welt“ lebt, bei der er den Feind in seinen eigenen Genen liegen sieht?? …

    Bei etlichen jüdischen Israelkritikern denke ich, daß ihre Kritik nichts mit einseitigem Haß, sondern vielmehr mit den besten („jüdischten“) Absichten zu tun hat (ja, nehmen wir zB Uri Avnery!), selbst, wenn sie mit ihrer Einschätzung vor lauter „überlaufender Liebe“ (gewissermaßen) falsch liegen sollten.

    Bei AM aber, bei dem was er wie schreibt, auch an Dich, erkenne ich erstens Intelligenz, und zweitens große Mißgunst gegenüber dem jüdischen Staat, und den Menschen ansich (vollkommen wurstbanane, ob Jude oder Koreaner), das zeigen auch seine Worte an Dich.

    Eine eisenharte Kritikerin an Israel (und mir ist noch immer nicht recht klar, ob sie nicht einfach eine Judenhasserin ist..) würde das Verhalten von AM als jenes von „Zeloten“ (‚tricky‘, ain’t it?) abstrafen, allerdings befürchte ich, daß jene einen AM eben gut braucht, zur Untermauerung ihrer eigenen teils absurden teils sehr intelligenten „Israelkritik“.
    Nenn‘ den Namen nicht, aber die beiden wären ein sich gut ergänzendes Pärchen in der Argumentation, va aber in der letztlich von tiefer Mißgunst getragenen Ausrichtung ihrer Worte.
    (…ich sollte hinzusagen, daß ich bei ihr mehr Hoffnung auf „Umkehr“ habe, als bei AM, obwohl dieser der „echte“ Jude ist…)

    Tja, was ist wohl „Jüdischkeit“? Gut, das wäre ein weiteres weites Feld, aber AM scheint mir direkt abzustammen von Amalek 👿 ?, vielleicht nennt er deshalb seinen Schrieb-Schub „Der Semit“?
    Also, tapferimnirgendwo, das Kölsch mit ihm, falls Du ihn dazu bekommst, es könnte das bitterste Deines Lebens werden.
    Respekt vor Deiner Haltung, aber bedenke auch das Wort der Tora, daß Du dem Bösen ausweichen sollst. Warum: es verdirbt auch die Besten!

    Für AM kann ich nur hoffen, daß er einfach ein riesiger Kotzbrocken ist, der sich einfach auf den falschen, irgendwann mal mit guter Absicht erfüllten Weg begab, den er nach tiefer Einsicht dann endlich wieder verläßt…, das wünsche ich ihm.
    Aber sein „heißes Eisen“, so scheint mir, ist längst schon „eiskalt“…
    Ich frage mich, ob er zu Jom Kippur tief mit sich gebeten hat?
    Dann, guter tapferimnirgendwo, dann würde Dein Vorschlag wohl noch zusätzlich Sinn machen.

    Anyways, sollte AM auf Deinen Vorschlag eingehen, dann mußt Du wohl da durch, à la „versprochen ist verbrochen“. (jaja, man beachte ‚brochen‘ 😛 ) (Kleines „neudeutsch“ gefälligst?)
    Aber laß Dich bloß nicht von seiner antisemitischen Hetze beeindrucken, oder Dir die gute Laune verderben, davor möchte ich Dich dringend warnen. Also Abstand halten, auch innerlich.
    Ich hoffe, Du betrachtest meine Worte hier nicht als zu sehr „aus dem Fenster gelehnt“…
    hasloche un broche.

    • A.mOr schreibt:

      😳 uups, nu, kursiv liest es sich doch auch gut? :mrgreen:

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Ich weiß nicht, ob es sich lohnt. Damals bei Erhard Arendt hat es sich leider nicht gelohnt. Ich hatte ihn auf ein Treffen eingeladen, aber er lehnt ab. Er startete stattdessen den Versuch einer Anzeige gegen mich, was mir ein paar schöne Stunden im Präsidium mit einem sehr netten Polizisten eingehandelt hatte. Wir haben lange und schön miteinander gesprochen (dafür müsste ich Herrn Arendt eigentlich danken). Auch der Polizist fand mich ein wenig arrogant. Ich hab ihm Recht gegeben. Sonst haben wir uns gut verstanden. Natürlich wurde die absurde Anzeige sofort eingestellt. Es war eine Anzeige gegen mich, die behauptete ich hätte gegen über 50% des kompletten StGB verstoßen. Selbst der Polizist konnte all die vorgeworfenen Delikte nicht vorlesen, ohne zu grinsen. Dennoch, würde Herr Arendt sagen, ich nehme die Einladung an, ich würde folgen. Ich will dem Menschen mal in die Augen sehen. Ich fänd es gut, wenn er mir in die Augen sähe.

      Und bei Melzer. Nun, mal schauen, ob es sich lohnt. Am Ende kann ich als Autor und Schauspieler immer sagen, dass es auf jeden Fall sehr gut war „for the material“.

      Danke für die Worte. Sie sind nicht zu weit aus dem Fenster.

      alles Liebe,
      gerd buurmann

      • aristobulus schreibt:

        Erhard Arendt jemandem in die Augen sehen? Lol. Das kann der doch nicht!, der sieht doch so wie seine sog. Webseite, der sieht also schief-schief und mindestens doppelt bis vierfach, und er findet nichtmal das, was er sieht, denn so setzt er ja seine Links. Er sieht nichtmal perspektivisch, denn er hat sowas nicht. Er sieht, wie er schreibt. Blind und dann noch ohne Geist?, und er weiß es nichtmal.

      • aSe - Kommando 'Laubhütte' schreibt:

        „…schau mir in die Augen, kleines…“ 😯

        Öhm, wer war nochmal der Erhard?

        (übrigens, dieser A.mOr ist gerade ‚hüttenbewohnen‘,
        daher bat er mich auszurichten:
        „Nun, mal schauen… Danke für den Augenblick 😉 .“

  10. Markus schreibt:

    Toller Artikel und vor allem eine Größe im dem Anderen gegenübertreten – Respekt! Das schafft nicht jeder.

    Eine Aussage irritiert mich aber:
    „Dass Philosemitismus und Antisemitismus im Grunde Schwestern sind, da haben Sie vollkommen recht.“
    Vielleicht ist das eine Frage der Begriffsdefinition – ich verstehe „Philosemitismus“ als eine freundschaftliche Einstellung zu Juden, die aber nicht automatisch in Rassismus, Einseitigkeit oder Arroganz mündet. Ich als Christ hege z.B. den Juden gegenüber eine freundschaftliche Einstellung, da sie Gottes Volk sind und an den gleichen Gott glauben wie ich. Das bedeutet für mich aber nicht, dass ich alles, was Juden tun oder lassen, per se gutheiße. Juden sind Menschen, die Fehler machen wie andere auch.

    Der Antisemitismus dagegen ist ausgrenzend, arrogant, voller Lügen und am Ende tödlich. Wo ist da die Schwesternschaft?

    • schula schreibt:

      Das Problem bei Philosemiten ist, daß sie sehr schnell zu Antisemiten mutieren, wenn sie von irgendeinem Juden mal enttäuscht werden, weil sie deren Erwartung nicht entsprechen. Es hat weniger mit Freundlichkeit als mit einem Wahn zu tun, der eben ins schnell Gegenteil umschwenken kann.

  11. aristobulus schreibt:

    In einer Essaysammlung von Judith Butler, die ich mal anfing durchzulesen, denn ich wollte sie halt mal gelesen haben, stand ein Text über „das Gesicht des Anderen“. Es war ein bei aller Philosophie und alller Abstraktion sehr zarter Text. Das ging es um das Antlitz bei Levinas, und um die unendliche Verletzlichkeit des Gesichts, das der Andere in manchen Momenten hat. Es ging nur um den einen Augenblick, wenn man dieses eine Gesicht sieht in seiner unendlichen Verlletztlichkeit.

    Danach kam gleich ein anderer Essay, und der steckte sofort so geschustert randvoll mit systematischen, nein systemischen Ressentiments gegen Israel, mit Kälte auch, dass ich das Buch schließlich weggetan habe. Gesichter durfen nicht mehr vorkommen, als es ihr gegen Israel ging.
    Diesen recht schrecklichen Essay schrieb die Butler 2002, also genau während der schlimmsten Terrorwelle, da war die Bombe im Dolphinarium und in vielen Omnibussen. Die Butler gefiel sich aber bloß in diesen klirrenden fundamental-Ressentiments gegen grundsätzlich israelische Aggressionen oder Landnahmen oder Regierungen (ach egal was nu wieder).
    Wie kann man sowas tun?
    Das Buch dann einfach wegtun kann man. Nicht in hohem Bogen wegschmeißen, das wäre viel zuviel: Nein, es beiläufig ins Altpapier legen.

    Herr Melzer tut mir sehr Leid, denn er kann die Gesichter derer nicht sehen, die er so hasst. Er schreibt da irgendwas gegen den Rabbiner Brandt; er schreibt es so, als ob der gar kein Mensch wäre, nur ein verdammter Automat, gehirngewaschen und zionistisch usf., Herr Melzer sieht da kein Gesicht!, geschweige denn ein Antlitz. Und teilt ihm dann mit, dass er es ohnehin nicht Wert sei, dass er sich solche Mühe mit ihm gebe.
    Das schreibt er so hin.

    Schon die Butler klirrt so. Aber Herr Melzer knarrt vor Hass

  12. Popeye schreibt:

    „Wie können Sie vorgeben, mit Ihrem Melzer Verlag und Ihrer Zeitung Der Semit für einen Frieden zwischen Israelis und Palästinensern zu schreiben und zu verlegen(…)
    Sie wünschen sich einen Frieden zwischen Kriegsparteien, die sich bisher nur im Schatten von Bomben, Raketen, Propaganda und Antisemitismus begegnen konnten…“

    Haha, der Witz war echt gut! ROFL!

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Stimmt. Er gibt nur vor! Macht natürlich das Gegenteil.

      • aristobulus schreibt:

        Oh, ich habe ihn nichts von irgend „FRIEDEN zwischen Israelis und Palästinensern“ schreiben sehen, da auf seinen Seiten. Vom ‚Frieden‘?, davon steht da nichts und wieder nichts, und sofern doch irgendwo, wäre Melzer im nächsten Halbsatz und Vollgedanken quasi automatisch wieder beim Hass.
        Das ist sehr traurig.

        Hast Du mal einen gesehen, der so intensiv hassen kann, incl. sich selbst und seine eigenen Wurzeln, der also sonst wohl kaum was zu verlieren hat? Also ich nicht (und ich wohnte doch schon auf drei Kontinenten seit manchem Jahrzehnt, war schon auf manchem Gipfel und in manchem Keller, aber nein!, so einen intensiven Hass-an-sich sah ich bislang noch nicht).

        Du weißt schon sehr gut, lieber Gerd, was Sinn hat …

  13. American Viewer schreibt:

    Bill O’Reilly und Jon Stewart treffen sich in der Tat sehr oft. Dazu braucht man allerdings wie Sie richtig sagen einen gewissen Anstand, einen gewissen Respekt vor der anderen Meinung.

    Was allerdings dazu kommt: Die Meinung muss auch einen gewissen Sinn ergeben: Stewart trifft meines Wissen selten bis nie Leute wie Naomi Klein oder gar einen Chomsky oder Finkelstein. Für ein ergiebiges Treffen reicht es nicht, wenn der Anstand auf Augenhöhe ist, die Argumente sollten auf einem ähnlich hohen Level sein. Beides ist bei Melzer nicht gegeben. Er ist weit unter ihrem Niveau, sowohl intellektuell als auch vom Benehmen her.

  14. aristobulus schreibt:

    Hi Gerd!, Du hast es ehrlich versucht. Herr Melzer hat es vielleicht auch versucht, auf seine Art. Vielleicht denkt er, er müsse nun nachgeben, nur weil Du ihm etwas Menschliches vorschlägst; wer will schon nachgeben und als der Schwächere erscheinen?

    Es wäre schön, wenn er nicht bei seiner Weigerung bleibt. Er weiß ja genau, es ist nicht für ihn selbst verletzend, aber für Dich doppelt: Erst als ‚Judenfreund‘ abgewatscht zu werden und dann Trotz menschlicher Frage keine Chance auf ein Kölsch zu bekommen.
    Ich glaube, Herr Melzer ist verbittert. Das ist sehr schade. Wieso schreibt er so, als wäre er ein verbitterter alter Jude, der nicht einlenken kann – wenn’s doch nicht stimmt!, denn wer würde das sein wollen, Herr Melzer bestimmt nicht, und wenn’s doch anders geht, mithin um politische Differenzen, über die lässt sich doch reden. Deine Oma wusste gut, wie das gehen könnte.

    Denn es geht immer anders. Oder um ein paar Kölsch. Am besten um Beides.

  15. Jonas M. schreibt:

    Leider arbeiten die Mehrheitsparteien und Medien in Deutschland kräftig daran, die demokratische Diskursgesellschaft (bzw. was noch davon übrig ist) durch eine gleichgeschaltete „Konsens“gesellschaft zu ersetzen, in der für fairen Streit kein Platz mehr ist und in der die „Beleidigung“ von Mitbürgern als schlimmstes mögliches Verbrechen gilt.

  16. Bärli schreibt:

    Gut und souverän pariert Gerd Buurmann!

  17. zweitesselbst schreibt:

    aaah. denk mal: alles gar nicht so einfach. oke das ist nix neues. (H)

Seid gut zueinander!

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