Da sind wir nicht für zuständig!

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„Einen Besuch wert ist die sogenannte Himmelstreppe auf der Halde der ehemaligen Zeche Rheinelbe im Gelsenkirchener Stadtteil Ückendorf.“

So heißt es in einem Text über Ausflugtipps in Rhein/Ruhr.

„Als Landmarke innerhalb des Reviers weithin sichtbar und über einen spiralförmigen Weg bis auf eine Höhe von 110 Meter erreichbar, ist das Gelände eine Attraktion ersten Ranges.“

Am Samstag ging meine Frau den spiralförmigen Weg hoch. Oben angekommen machte sie Bilder von dem, was in Gelsenkirchen als „Attraktion ersten Ranges“ gilt.

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Wir haben es hier nicht mit irgendeiner Sehenswürdigkeit zu tun. Es ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt Gelsenkirchen, die 2010 zur Kulturhauptstadt Europas gehörte. Dort nun prangen Nazisymbole, vor denen sich die Touristen fotografieren lassen können.

Was ist bloß in Gelsenkirchen los? Nazis spielen „Occupy Himmelstreppe“. Wie lange prangen diese Hakenkreuze und SS Runen schon an der Himmelstreppe? Wieviele Menschen sind schon daran vorbeigegangen, ohne etwas unternommen zu haben? Herrscht in der Gelsenkirchener Gesellschaft etwa das Motto: „Da sind wir nicht für zuständig“? Ich werde mal eine Anzeige stellen.

Im Haushalt Gelsenkirchens gibt es bestimmt noch genug Scheuermittel!

Am selben Samstag übrigens, an dem meine Frau diese Bilder in Gelsenkirchen machte, musste sie in einem Kiosk in Köln hören, wie ein Kunde gegen „die Juden“ hetzte. Es hat sich in Deutschland eine erschreckende Toleranz und Gleichgültigkeit gegenüber Judenhass breit gemacht. Es können sogar wieder große Hakenkreuze auf einem Hügel angebracht werden. Das ist Deutschland heute.

Und jetzt zurück zur Israelkritik!

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