Jude sein ist völkerrechtswidrig

Die Europäische Union sieht israelische Siedlungen in Ost-Jerusalem und dem Westjordanland als Verstoß gegen das Völkerrecht und Hindernis für den Friedensprozess mit den Palästinensern.

Diese Position der Europäischen Union muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Europa erklärt, dass es Orte gibt, wo Juden nicht leben dürfen. Tun sie es dennoch, werden sie zu „illegalen israelischen Siedlern“ erklärt, die gegen das Völkerrecht verstoßen. Dabei ist der Begriff „israelisch“ vollkommen irreführend. Es sind nämlich nicht die palästinensischen und arabischen Israelis, die zu „illegalen Siedlern“ erklärt werden. Es sind nur die jüdischen Israelis. Es ist somit nicht die Staatsangehörigkeit die zur Illegalität verdammt, es ist das Jüdische.

Es gibt Araber, die träumen von einem „judenreinen“ Palästina wie dem Gazastreifen. In den palästinensischen Autonomiegebieten ist es unter Todesstrafe verboten, Land an Israelis zu verkaufen. Europa sollte auch mal „judenrein“ werden. Vor über siebzig Jahre wurde dieser Plan am Wannsee in Deutschland gefasst. Der Plan wurde vereitelt. Was Deutschland aber nicht gelang, unterstützt die Europäische Union nun im Nahen Osten: Die Schaffung von „judenreinen“ Gebieten, oder, um es in der Rhetorik der Europäischen Union zu formulieren: Orte wo es völkerrechtswidrig ist, Jude zu sein.

In Israel sind derweil die über eine Million arabischer Siedler natürlich nicht illegal. Im Gegenteil: Sie sind legale Bürgerinnen und Bürger des Landes Israel. Sie genießen die gleichen Rechte und teilen die Pflichten. Niemand spricht von „illegalen palästinensischen Siedlern“ und niemand erklärt sie zum Friedenshindernis.

Araber in Israel sind Bürger. Juden im Westjordanland aber sind „illegale Siedler“.

So einfach ist das in machen Köpfen der Europäischen Union, die in doppelter Moral denken, aber natürlich keine Antisemiten sein wollen.

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