Apartheid in Hebron

Wieder einmal wurde in Hebron ein Palästinenser Opfer einer Ideologie, die mit Fug und Recht mit der Apartheid verglichen werden kann.

Muhammad Abu Shahala wurde zum Tode verurteilt, weil er sein Haus an einen Juden verkauft hat. Zwar kennt die israelische Gesetzgebung die Religions- und Handelsfreiheit, aber Israel und seine Bürger- und Menschenrechte werden leider weder von der Hamas noch von der Fatah anerkannt. Im Gegenteil: Beide Organisationen sprechen sowohl allen Juden als auch den Palästinensern, die sich systemkritisch, schwul, lesbisch, westlich, aufgeklärt oder feministisch geben, regelmäßig die elementarsten Grundrechte ab, wenn es um den eigenen Machterhalt geht.

Laut einer Regelung der Fatah und der Hamas ist es Palästinensern verboten, Land an Juden zu verkaufen. Daher wartet auf Muhammad Abu Shahala nun der Tod! Es fehlt nur noch die Unterschrift von Präsident Mahmud Abbas, um das Urteil zu vollstrecken.

Jüdische Organisationen in Hebron haben bereits einen Brief unter anderem an UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon und US Außenministerin Hillary Clinton geschrieben mit der Bitte, für Shahala zu intervenieren. Israel ist und bleibt somit die einzige Demokratie im Nahen Osten, die sich aktiv dafür einsetzt, der an die Apartheid erinnernde Politik der palästinensischen Organisationen Fatah und Hamas ein Ende zu bereiten. Im Brief heißt es:

„Es ist abstoßend, dass Grundstücksverkäufe mit der Todesstrafe geahndet werden. Die Existenz eines solchen barbarischen und perversen Gesetzes zeigt das wahre Gesicht der palästinensischen Autonomiebehörde. Wie wäre denn die Reaktion, wenn es so ein Gesetz in den USA oder Europa geben würde? Eigentlich gab es solch ein Gesetz in Europa vor weniger als 100 Jahren schon einmal, damals bekannt als Nürnberger Gesetze.“

Über tapferimnirgendwo

Als Theatermensch spiele, schreibe und inszeniere ich für diverse freie Theater. Im Jahr 2007 erfand ich die mittlerweile europaweit erfolgreiche Bühnenshow „Kunst gegen Bares“. Als Autor verfasse ich Theaterstücke („Gehirne am Strand“), sowie Glossen und Artikel. Mit meinen Vorträgen über Heinrich Heine, Hedwig Dohm und dem von mir entwickelten Begriff des „Nathankomplex“ bin ich alljährlich unterwegs. Und Stand Up Comedian bin ich auch. Mein Lebensmotto habe ich von Kermit, dem Frosch: „Nimm, was Du hast und flieg damit!
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