„Othello“ im Café Duddel

„Othello“ von William Shakespeare in einer Inszenierung von Burkhard Schmiester mit Gerd Buurmann als Othello, Jago und Desdemona am Mittwoch, 12. und Donnerstag, 13. Februar um 20 Uhr im Café Duddel am Zülpicher Wall 8

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Am 8. November 2001 begann ich meine Theaterarbeit in Köln in einem kleinen Hinterzimmer im Café Duddel. Dort spielte und inszenierte ich Shakespeare, Tschechow, Sophokles und Bernstein. Es war eine unbeschreiblich schöne Zeit. In Ermangelung eines eigenen Theaters, verwandelte ich einfach einen leerstehenden Raum direkt neben den Toiletten des Café Duddel in ein kleines Theater für vierzig Zuschauerinnen und Zuschauer. Ein kleiner Raum, der vor Jahrzehnten als Backstube gedient hatte, wurde für ein paar Jahre Schauplatz großer Dramen. Bei einigen Aufführungen konnte man zwar ab und an die Klospülungen der benachbarten Toiletten hören, während ich auf der Bühne Shakespeare zitierte, aber das war mir egal. Ich nahm, was ich hatte, und flog damit.

Ich bin dem Besitzer des Café Duddel, Arne Ahrens, unendlich dankbar, dass er mir damals die Möglichkeit gab, bei ihm Theater zu spielen, da ich bei ihm einige Menschen kennenlernte, die wichtig für mich werden sollten, unter anderem Burkhard Schmiester. Er machte mich zum Leiter des Severins-Burg-Theaters und bot mir als erster Regisseur die großen Königsrollen bei Shakespeare an. Heute arbeite ich immer noch mit Burkhard Schmiester zusammen. Unsere aktuelle Produktion ist „Othello“.

Zwölf Jahre ist es her, dass ich im Café Duddel begonnen habe, Theater zu spielen. In Erinnerung an die schöne Zeit habe ich nun beschlossen, für ein paar Aufführungen ins Café Duddel zurückkehren:

„Othello“ von William Shakespeare in einer Inszenierung von Burkhard Schmiester mit Gerd Buurmann als Othello, Jago und Desdemona am Mittwoch, 12. und Donnerstag, 13. Februar um 20 Uhr im Café Duddel am Zülpicher Wall 8

Ich freue mich über jeden Gast, empfehle jedoch zu reservieren, da es nur sehr wenig Plätze gibt. Reservierungen unter:
kunstgegenbares@hotmail.de

Die Kölnische Rundschau schreibt: „Brutal, aber gut“.

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Gudrun Höpker, Moderatorin beim WDR 2 schreibt:

„Ich muss gestehen, als Gerd Buurmann mir erzählte, dass er Othello spielt, als 100 minütigen Monolog, da hab ich mich gefragt, geht das? Ich gebe zu, ich war skeptisch. Gestern hab ich mir das Stück angesehen und ich war begeistert. Es ist nicht nur so, dass man Othello nun versteht, man bekommt auch eine Ahnung davon, welche Abgründe Menschen dazu bringen können, andere Menschen, die sie eigentlich lieben, zu töten. Wenn Ihr ein wirklich gutes Stück sehen wollt, geht hin.“

David Serebrjanik, Musiker und Pianist schreibt:

„Pathetischsein ist in Deutschland nicht wirklich beliebt. Wahrscheinlich zurecht. Jedenfalls fiel es mir zunehmend schwer, meinen mit Muttermilch eingesogenen und eingeübten russischen Pathos mit fortschreitenden Dauer meines Aufenthaltes in Deutschland auszuüben. Ich fühlte mich immer belächelter und nicht verstandener, wenn ich zu großen Lobgesängen für irgendjemanden oder irgendetwas ausholte. Aber jetzt gerade ist es mir egal, denn ich habe einen Theaterabend erleben dürfen, den man wahrscheinlich nur ein einziges mal im Leben erleben kann. Zu großartig war die schauspielerische Arbeit von Gerd Buurmann. Und zu packend und atemberaubend das Stück, das er aufgeführt hat. Und zu brillant die Bearbeitung und Inszenierung dieses Stückes durch Burkhard Schmiester.“

Alexej Pavlovic, Medizinstudent und Musiker schreibt:

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20131117-122225.jpg (Foto: Antonio Ruiz Tamayo)

Über tapferimnirgendwo

Als Theatermensch spiele, schreibe und inszeniere ich für diverse freie Theater. Im Jahr 2007 erfand ich die mittlerweile europaweit erfolgreiche Bühnenshow „Kunst gegen Bares“. Als Autor verfasse ich Theaterstücke, Glossen und Artikel. Mit meinen Vorträgen über Heinrich Heine, Hedwig Dohm und dem von mir entwickelten Begriff des „Nathankomplex“ bin ich alljährlich unterwegs. Und Stand Up Comedian bin ich auch. Mein Lebensmotto habe ich von Kermit, dem Frosch: „Nimm, was Du hast und flieg damit!
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