Kauft israelische Produkte!

„Deutsche Waren sind billig und schlecht.“

Dieses Urteil fällte im Jahr 1876 der Preisrichter Franz Reuleaux auf der Weltausstellung in Philadelphia. Das Urteil führte dazu, dass deutsche Waren zunächst einen denkbar schlechten Ruf bekamen. Am 23. August 1887 beschloss das englische Parlament sogar einen Merchandise Marks Act, der vorschrieb, dass auf allen Waren das Herkunftsland unmissverständlich anzugeben sei. So wurde die Kennzeichnung „Made in Germany“ für vermeintlich schlechte Importware aus Deutschland geboren!

Das Urteil von Reuleaux löste in Deutschland jedoch eine enorme Qualitätsoffensive aus, so dass die Kennzeichnung „Made in Germany“ sehr bald zu einem Gütesiegel wurde. Die negativ gedachte Warenkennzeichnung bewirkte somit das genaue Gegenteil.

Jetzt hat die Europäische Union eine Kennzeichnungspflicht für Waren beschlossen, die aus jüdischen Siedlungen stammen, die sich in Judäa und Samaria befinden und somit jenseits der Frontlinien des Jahres 1967, die das Ergebnis eines versuchten und von Israel abgewendeten Vernichtungskrieges sind, der dem Staat Israel am Tag seiner Gründung erklärt wurde.

Der Tagesspiegel will aus Kreisen der EU-Kommission erfahren haben, dass zur Ratifizierung nur noch die Zustimmung der Kommission nötig sei und zitiert einen mit der Angelegenheit vertrauten Mitarbeiter der Kommission mit den Worten: „Es ist allenfalls noch eine Frage von wenigen Tagen.“

Angestoßen wurde die Initiative von sechzehn Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die sich bereits im April 2015 in einem gemeinsamen Brief an die Außenbeauftragte Federica Mogherini für eine solche Kennzeichnung ausgesprochen hatten.

Die Kennzeichnung wird somit kommen! Kein Problem. Es ist sogar gut so! Denn so weiß ich, welche Produkte ich kaufe. Wie „Made in Germany“ wird auch die neue Kennzeichnung für Qualität stehen.

Ich war gestern in Jerusalem. Ich konnte mich an fast allen Orten der Stadt frei und sicher bewegen. Ich wandelte zwischen Synagogen, Kirchen und Moscheen, gemeinsam mit Juden, Christen, Muslimen und was die Welt sonst noch so für Gläubige und Atheisten bereit hält. An der Klagemauer hörte ich zum Klang von Kirchenglocken zeitgleich jüdische und muslimische Gebete. Das ist möglich, weil Israel für Sicherheit und Einhaltung der Menschenrechte sorgt. Nirgendwo sonst im Nahen Osten gibt es die Freiheiten, die in Israel verteidigt werden. Israel steht für Meinungs- und Religionsfreiheit wie kein anderes Land in der Region.

Ich werde daher bewusst Produkte mit der Kennzeichnung kaufen und das ist auch gut so, denn so unterstütze ich die Demokratie. In den Siedlungen arbeiten Araber und Juden zusammen. Das ist einzigartig im ganzen Nahen Osten. An jeder Siedlung hängen etliche Arbeitsplätze für Araber. Das unterstütze ich!

Danke, liebe Europäische Union, dass ihr mir zeigt, was ich als freiheitsliebender Menschen kaufen kann!

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31 Antworten zu Kauft israelische Produkte!

  1. Pingback: Israel und die Kennzeichnungspflicht « L for Liberty

  2. max s schreibt:

    Hoffentlich werden alle Produkte aus Israel markiert, nicht nur die aus den illegal besetzten Gebieten. Israel ist ein künstliches Konstrukt aus der britischen Kolonialzeit. Das dortige Land heisst Palästina und sämtliche Gruppen haben jahrtausende in Frieden da gelebt, bis die Israelis den nunmehr offiziell „jüdischen Staat“ da für sich beansprucht haben.

    • Dante schreibt:

      Heute mal ohne „basti“?

    • Dante schreibt:

      Hoffentlich werden alle Produkte aus Israel markiert, nicht nur die aus den illegal besetzten Gebieten.

      „Illegal besetzt“ ist ein typischer Kampfterminus. Die Gebiete sind das jordanische Pendant zu Pommern und Schlesien.
      Immerhin erweckt der Satz den Eindruck, Sie sähen nicht ganz Israel als „illegal besetzt“ an, was freilich durch den gesamten restlichen Post konterkariert wird:

      Israel ist ein künstliches Konstrukt aus der britischen Kolonialzeit. Das dortige Land heisst Palästina…

      Es heißt „Mandatszeit“. Palästina war niemals offiziell eine britische Kolonie.
      Staaten sind immer „künstlich“, denn sie wachsen schließlich nicht auf Bäumen, sondern werden von Menschen proklamiert.
      Das Land hieß mal Kanaan, bevor dort jüdische Königreiche entstanden. Erst der römische Kaiser Hadrian hat es 135 in Anlehnung an die Philister, die aber nur im heutigen Gazastreien gesiedelt hatten, Syria Palaestina genannt, und zwar schon damals, um die Anklänge an alles Jüdische zu tilgen.
      Als Palästina war es also römische und später oströmische Provinz, später Teil eines arabisch-muslimischen Reiches und zeitweise (während der Kreuzzüge) ein christliches Königreich namens Jerusalem, bevor es im 16. Jahrhundert Teil des osmanischen Reiches wurde und es bis zu dessen endgültigem Zerfall nach dem Ersten Weltkrieg blieb. Anschließend wurde das Gebiet – das damals auch Jordanien umfasste – unter britisches Mandat gestellt. Es gab also niemals einen nicht jüdischen selbständigen Staat dort, von dem Kreuzfahrer-Königreich vielleicht abgesehen, und auch das war im Grunde Fremdherrschaft.

      …und sämtliche Gruppen haben jahrtausende in Frieden da gelebt, bis die Israelis den nunmehr offiziell “jüdischen Staat” da für sich beansprucht haben.

      Pfffft! Jahrtausende in Frieden am Allerwertesten! In der Antike herrschte dort oft Krieg, weil es zwischen Afrika und Asien liegt, zwischen den lokalen Großmächten Ägypten und Assyrien/Babylonien/Persien. Im Frühmittelalter wurden die dort verbliebenen Juden erst von christlichen Herrschern unterdrückt, dann von muslimischen zur Kasse gebeten und hatten wie Christen keine vollen Rechte.
      Im Hochmittelalter war es Schauplatz der Kreuzzüge, dann wurde das Land von einer Kriegerkaste regiert (den Mameluken) und schließlich (im 16. Jahrhundert) wurde es osmanisch, wobei damit eine relative Ruhe einkehrte. Noch immer unter den Osmanen war es verhältnismäßig dünn besiedelt, die meisten Bewohner zwar Araber, aber es gab auch eine autochthone jüdische Minderheit im Land, der sog. Alte Jischuw.
      Noch unter den Osmanen, besonders aber unter britischem Mandat zogen viele Juden und Araber zu, weil es Jobs gab. Sie alle wurden damals Palästinenser.
      So etwas wie eine spezielle (arabische) palästinensische Nation gab es hingegen nicht. In osmanischer Zeit waren die Araber einfach Araber gewesen, nicht zu unterscheiden von Arabern in Syrien oder Ägypten und schon gar nicht von denen im heutigen Jordanien. Nun wurden diejenigen Araber zu Palästinensern, die im britischen Mandatsgebiet wohnten, die Juden freilich auch. Daher wird der Krieg vor 1948 auch als Palästinensischer Bürgerkrieg bezeichnet, ausgetragen zwischen Juden und Arabern, die unter dem Einfluss des Nazi-Muftis al-Husseini standen. Mit Zustimmung der UN spalteten sich die jüdischen Palästinenser (darunter natürlich etliche ehemalige Europäer) von Rest-Palästina ab und riefen den Staat Israel aus, weil ein Zusammenleben mit den meisten ihrer arabischen bisherigen Landsleute einfach unerträglich und lebensgefährlich geworden war. Die arabischen Palästinenser sollten laut UN ihren eigenen Staat ausrufen, was sie aber unterließen, da sie es vorzogen, die Juden „ins Meer treiben“ zu lassen. Vielleicht waren es aber auch die Nachbarn, die einen eigenen arabisch-palästinensischen Staat neben Israel nicht wollten und sich durchsetzen konnten. Man setze also auf Krääg – und verlor.
      Es gab auch Araber, die entweder schlauer waren oder einfach mehr Glück hatten als andere. Sie sind israelische Staatsbürger geworden und besitzen volle Bürgerrechte (freilich nicht alle Bürgerpflichten, sie müssen z.B. nicht zur Armee).

  3. Lonestar schreibt:

    Ich glaube, ich werde der EU Kommission ein Brief schreiben und mich herzlich bedanken. Endlich
    kann ich die hervorragenden israelischen Produkte sofort erkennen und es besteht keine Verwechselungsgefahr mehr mit irgendwelchen Terrorhelferprodukten. Das sollte schon ein kleines Dankeschön wert sein. Auf die Antwort bin ich ja mal so etwas von gespannt…

  4. besucher schreibt:

    Wahrscheinlich wird sich in der Praxis rein gar nichts ändern. Die Leute die diese Waren auf einmal boykottieren werden werden durch die Leute die diese Waren „jetzt erst Recht“ kaufen werden, aufgewogen.

    • Dante schreibt:

      Die Leute die diese Waren au f einmal boykottieren werden werden durch die Leute die diese Waren “jetzt erst Recht” kaufen werden, aufgewogen.

      Wenn Letztere es denn können. Es besteht durchaus die Gefahr, dass Supermärkte und Discounter diesen Antiboykott zumindest erschweren, indem sie die Waren aus dem Sortiment nehmen. Dies übrigens nicht nur, weil sie genau die jeweiligen Waren vielleicht nicht loszuwerden fürchten, sondern weil sie befürchten, dass antizionistische Kunden ganz wegbleiben könnten, wenn sie Artikel mit entsprechender Brandmarke im Laden sehen.
      In diesem Fall bekäme man Waren aus Judäa und Samaria allenfalls noch in speziellen Läden, die von Antizionisten ohnehin niemals aufgesucht würden, und die muss man erst mal finden.

  5. Pingback: Die EU-Produktkennzeichnung aka Israelboykott und weitere Facetten des speziell europäischen Doppelstandards | israelkompetenzkollektion

  6. dejulier schreibt:

    Das würde ich direkt so unterschreiben

  7. brathering schreibt:

    Liebes Tagebuch,
    heute morgen um halb zehn in Deutschland habe ich den Umsatz meiner Firma deutlich gesteigert. Ich habe Panzer nach Katar und Oman verkauft, Patrouillenboote und Schießgewehre nach Saudi-Arabien. Ich hoffe ich habe den Einkäufer aus Saudi-Arabien am Telefon richtig verstanden, im Hintergrund war nämlich immer so ein lauter Lärm zu hören, hörte sich an wie 1000 Peitschenhiebe.
    Tja und dann liebes Tagebuch, bin ich heute abend um halb zehn in Deutschland noch schnell einkaufen gegangen.
    Eine Zeitschrift aus dem Regal der Pressefreiheit, nanu was steht da denn drin: Im Oman werden Menschen ohne Anklage und Gerichtsverfahren in Gefängnisse geworfen und es wird die Todesstrafe verhängt?! Hm, komisch davon hab ich beim Ostermarsch gegen amerikanische Drohnen gar nichts gehört?! Und was steht denn da noch in der Zeitschrift: Auf den Baustellen zur Fußball-WM 2022 in Katar kommt es immer wieder zu tödlichen Unfällen und Amnesty International berichtet über eine systematische Ausbeutung von Gastarbeitern und von Zwangsarbeit. Und huch, in Saudi Arabien wurden dieses Jahr bereits 151 Menschen hingerichtet und ein armer Tropf zu 1000 Peitschenhieben verurteilt.
    Tsss also ne, diese Zeitschrift kaufe ich doch lieber nicht, dann lieber das Reisejournal. Mal kurz überfliegen… hm ein neues türkisches Hotel das in einer kurdisch geprägten Region gebaut wurde, ist jetzt eröffnet worden… aah und ein Bericht über All Inclusive Reisen in die Dominikanische Republik, das gefällt mir. Diese Ressorts, die mit Zäunen und Mauern abgesperrt sind und zu denen nur Touristen, also Deutsche, Zugang haben, da hat man dann seine Ruhe und alle sprechen deutsch.
    Noch schnell frisches Obst kaufen bevor der Laden schließt. Oh, was ist das? Obst aus dem Westjordanland? Neee, das kauf ich nicht, ich kauf doch nicht Obst aus einem Gebiet in dem Juden einfach so Häuser bauen und Siedlungen und diese dann mit Zäunen vor Palästinensern schützen, also neeee. Das kann ich moralisch nicht vertreten…. oh Aprikosen und Weintrauben aus Syrien – gekauft!

    • Kanalratte schreibt:

      Montags noch der Shoa „gedacht“, vor einem „rechte Problem“ in Deutschland gewarnt und Muslime als die neuen Juden bezeichnet, Dienstags Abends dann im Supermarkt jüdische Siedler boykottiert, Mittwochs wieder Kommentare gegen diese Zionisten aus Israel und den amerikanischen Weltbrandstifter verfasst. Nee, also sonst läuft es auf der Welt schon gut momentan.

    • sandra schreibt:

      BITTE lass mich diesen Text auf Facebook teilen, Brathering! ❤

      • brathering schreibt:

        Hallo Sandra,
        Ob Du diesen Text 1:1 teilen möchtest. Stil, Grammatik, Konjunktion, etc. verbesserst.
        Ihn teilweise durch eigene Ideen und Formulierungen ersetzen oder ergänzen möchtest, oder ihn als Ideengeber und Vorlage für einen eigenen Text benutzt: Natürlich sehr gerne. Ich bin nicht bei Facebook, ich würde mich daher freuen, wenn Du hier dann einfach mal postest, ob und welche Reaktion es darauf gibt. 🙂

  8. Edith Fromer schreibt:

    liebe diskussions-teilnehmer,
    dank all denen, die ihr Israel mit euren käufen unterstützt und den „fehlgeleiteten“ zeigt, was das
    das richtige verhalten bewirkt!
    ein dankbarer, denkender doppelbürger (israel/schweiz) der in israel lebt

  9. Sebastian Dicke schreibt:

    Meine Erfahrung mit einem israelischen Händler ist, dass er auf seiner Website angab, dass die VAE (Umsatzsteuer) im Preis inbegriffen sei und mir dann die Deutsche Post die vom Zoll erhobene Einfuhrumsatzsteuer, die ja auch eine Form der Umsatzsteuer ist, in Rechnung gestellt hat. Danach war der Einkauf bei Weitem teurer als ursprünglich geplant.

    • Dante schreibt:

      Das freilich kann einem bei allen möglichen Händlern passieren, ob israelisch oder nicht. Im Zusammenhang mit Ebay habe ich schon einiges Negative gelesen, und zwar über Händler, die mehr Geld als vorher vereinbart verlangt haben, sowie über Waren, die nicht geliefert wurden oder in einem unerwartet schlechten Zustand angekommen sind. Andersherum werden auch Anbieter gelegentlich geneppt, erhalten beispielsweise ihr Geld nicht etc..
      Hier geht es aber auch gar nicht primär um Einkäufe direkt in Israel mittels Versand, sondern um israelische Produkte in deutschen Läden bzw. auf deutschen Supermarkttheken, bei denen der Preis, der drauf steht, auch der ist, den man an der Kasse bezahlt. Beispielsweise gibt es bei uns im Rewe Pampelmusen und Erdnüsse mit Schale aus Israel, und die kaufe, übrigens auch wenn es gleichzeitig entsprechende Produkte aus anderen Herkunftsländern zu günstigeren Preisen gibt.
      Dass es diese Produkte gibt, hat mich sogar zu einer Änderung meines Konsumverhaltens veranlasst, denn lange habe ich nur selten Pampelmusen oder Erdnüsse mit Schale gegessen, zumal letztere ziemlich krümeln.

  10. Krokodil schreibt:

    http://www.food-info.net/uk/qa/qa-fp121.htm

    Barcode 729 – steht für Israel.
    Wenn man mal nicht das Kleingedruckte auf der ganzen Packung durchlesen will.

    Herzliche Grüsse nach Israel, Tapferer!

  11. Couponschneider schreibt:

    Der Schlüssel zum Frieden und für eine prosperierende Zukunft liegt für die „Palästinenser“ in der Kollaboration und im Verrat. Gerade im DLF hat sich ein „Palästinenser“ negativ geäußert über die Ächtung von Produkten aus jüdischen Siedlungen. Die Juden würden das Fünffache an Lohn zahlen. Antisemiten würden von „Schmutzkonkurrenz“ reden: Juden, die ihren Konkurrenten damit ausstechen, indem sie einfach höhere Löhne zahlen. Höhere Löhne gehen gar nicht. 🙂

  12. David schreibt:

    Das mache ich schon immer, wo/wenn möglich. Qualitativ sind israelische Waren ganz oft denen aus der EU überlegen, was mich nicht wundert. Im Obstbereich haben sie sogar noch Geschmack!
    Die EU ist – um es milde auszudrücken – ein Saftladen und auf allen Ebenen mit Antisemiten durchsetzt. Die gesamte BDS-Bewegung, der man sich meinte anschließen zu müssen, ist eine große antisemitische Lüge. Aber Lügen kennt man von der EU ja zuhauf.

  13. Marek Mika schreibt:

    Ich teile Ihr „Enthusiasmus“ gar nicht. So wie ich die Europäier und vor allem Deutsche kenne, werden es nicht die Kunden in der ersten Linie die israelischen Produkte meiden, weil sie in sogenannten besetzten Gebieten hergestellt wurden, sorden werden Rewe und Co. diese Produkte erst gar nicht in die Regale legen. Es könnte ja sein, dass die Kunden sie nicht kaufen werden. Kein „guter“ Kaufamann geht so ein Risiko ein.

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @Marek Mika

      Meine Ahnung sagt mir, dass Sie recht behalten werden. Die Supermarktketten werden in vorauseilender gutmenschlicher Arschkriecherei diese Produkte einfach nicht mehr anbieten, und dafür ihre Regale mit Halal-Produkten auffüllen.

      • ceterum censeo schreibt:

        Wenn uns die Judenhasser schon am Kauf israelischer Produkte hindern wollen, von denen es im Pupsimarkt nebenbei sowieso nur wenige gibt, können wir im Vorbeigehen wenigstens die Gegenseite etwas ärgern. 🙂

        http://www.barenakedislam.com/2015/11/11/what-to-do-if-you-ever-see-a-halal-islam-approved-barbaric-slaughter-meat-section-in-your-grocery-store/

        Im Übrigen können wir auch nach Herzenslust boykottieren. Ich beispielsweise kaufe schon seit Jahren kein Produkt aus islamischen Ländern. Der berühmte nette Gemüsemann muß ohne mich leben, der Dönerfritze onaniert vergeblich ins Tzaziki und beim Gebrauchtwagenkauf können die üblichen Verdächtigen ihre eigenen Landsleute bescheißen.
        Jede andere „bunte“ Einkaufsmöglichkeit nutze ich dagegen sehr gern: Da gibt es den Russenmarkt bei uns, Vietnamesen, Italiener usw. Wie gesagt, ich kaufe überall, nur nicht beim Halbmond. Wer das tut, oder in diese Länder reist, finanziert seinen eigenen Untergang mit.

        • Thomas ex Gotha schreibt:

          Eine Win-Win-Win-Situationen: Die fleißigen türkischen oder arabischen Einzelhändler dieses Landes haben Ruhe vor einem gewiss unangenehmen Kunden, ich kann, wenn ich bei ihnen einkaufe, sicher sein, dass niemand dort „ceterum censeo“ ist (da schmeckt alles gleich viel besser), und cc selbst kann der traditionellen deutschen Shoppingmentalität folgen, die sich darin zeigt, Händler nur deshalb, weil man sie einer bestimmten Religion zugehörig glaubt, zu boykottieren. Mögen seine Vorfahren nicht beim Juden gekauft haben, er kauft nicht beim Moslem.

          • Thomas ex Gotha schreibt:

            pardon: es muss natürlich Situation heißen.

          • Dante schreibt:

            …und cc selbst kann der traditionellen deutschen Shoppingmentalität folgen, die sich darin zeigt, Händler nur deshalb, weil man sie einer bestimmten Religion zugehörig glaubt, zu boykottieren.

            Von einer deutschen Tradition kann da keine Rede sein. Der Judenboykott 1933 wurde mit einer großangelegten Kampagne durchgeführt, teilweise mit SA-Männern zur Abschreckung vor den Geschäften. Das wäre wohl kaum notwendig gewesen, wenn es Tradition gewesen wäre, nicht bei Juden zu kaufen. Außerdem wurden die Juden nicht als Religions- sondern als Volksgemeinschaft boykottiert und später mehr und mehr entrechtet, wobei jemand nicht einmal halachisch Jude sein musste, um als „Jude“ zu gelten und verfolgt zu werden.

          • Thomas ex Gotha schreibt:

            Wie jede Geschichte hat auch diese ihre Vorgeschichte, vom Kaiserreich zum Weimarer Republik (https://de.wikipedia.org/wiki/Judenboykott). Der Unterschied zu den (gewiss auch vorher praktizierten) privaten Boykottformen war die gleichsam offizielle Natur des antisemitischen Boykotts. Dass die SA vor den Geschäften stand, ist schon richtig, ebenso richtig aber auch, dass es keine nennenswerte Gegenwehr in der nichtjüdischen Bevölkerung gab.
            Was auffällt, ist eine gewisse Ahnungslosigkeit: Die Nazis hatten sich ausgerechnet einen Samstag für ihren Boykott gewählt und cc schreibt „Tzatziki“, wenn er Cacık meint. Über den pubertären Scherz, „Dönerfritzen“ würden in Cacık onanieren, sollte man den Mantel des Schweigens decken, die Schlussbemerkung aber (“ ich kaufe überall, nur nicht beim Halbmond. Wer das tut (…) finanziert seinen eigenen Untergang mit“), klingt leider sehr danach, dass sich hier ein Deutscher wehren will. Womit wir wieder bei der Tradition wären.

  14. Bruno Becker schreibt:

    Israelische Firmen in den „besetzten“ Gebieten sind oft die einzigen Arbeitgeber dort. Sie sorgen dafür, dass manchmal ganze arabische Familien ihr Auskommen haben. Das sorgt zuallererst mal für Frieden. Und noch was Schönes: mein türkischer Gemüsehändler in der Nachbarschaft hat gesagt, er werde auch weiterhin Obst und Gemüse aus IL und Umgebung anbieten. Für ihn zählt nur die Qualität. Wem’s nicht passt, soll woanders einkaufen.

  15. Sempronius Densus Bielski schreibt:

    Werden alle Waren aus Israel gekennzeichnet oder werden nur Waren aus bestimmten Landesteilen Israels gekennzeichnet? Wenn nicht Waren aus ganz Israel gekennzeichnet werden, wie werden die europäischen Behörden feststellen, welche Ware aus welchem Teil Israels konnnt? Wird die EU in Israel Kontrollstellen einrichten?

  16. Dante schreibt:

    Ich schaue schon heute in den Regalen nach, wo etwas mit „Herkunftsland: Israel“ ausgezeichnet ist. Seit dem esse ich mehr Grapefuit und auch mehr Erdnüsse mit Schale.

  17. unbesorgt schreibt:

    Da mach ich gern mit. Durch die nun klare Kennzeichnung kann man auch nicht mehr versehentlich Waren kaufen, die in Palästina hergestellt oder geerntet wurden. Ich unterstütze nämlich keine rassistischen und faschistischen Regime.

Seid gut zueinander!

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