Es waren nicht Flüchtlinge!

Immer wieder lese ich, die Kölner Polizei sei von der „völlig neuen Dimension der Gewalt“ vor dem Kölner Dom in der Nacht zu Neujahr 2016 überrascht. Nein! Was dort geschehen ist, ist keine völlig neue Dimension der Gewalt. Es ist sogar eines der ältesten Verbrechen der Welt: Sexismus! Sexismus ist Rassismus gegen Menschen aufgrund ihres Geschlechts und eine extrem verharmloste Gewalt. Es ist schockierend, wie unfähig die Kölner Polizei in der Silvesternacht im Umgang mit der wohl ältesten Form der Gewalt war. Sie hat die Gewalt nicht mal angemessen zur Kenntnis genommen.

Mehrere hundert Männern rotteten sich vor dem Kölner Dom und Hauptbahnhof zusammen, begingen Verbrechen an Frauen und die Kölner Polizei bekam davon nichts mit, faselte später zunächst was von „entspannter“ und „friedlicher“ Situation und war dann ganz „überrrascht“, als fast hundert Anzeigen eintrudelten, davon ein großer Teil Anzeigen von sexueller Nötigung und Vergewaltigung. Die Kölner Polizei ist offensichtlich blind auf dem sexistischen Auge.

143 Polizeibeamte waren vor Ort. Es waren Beamte von der Kölner Polizei und der Bundespolizei, schließlich gab es in ganz Europa Terrorwarnungen und Hauptbahnhof und Dom gelten als besonders gefährdet. Der Terror kam! Es war der Terror gegen Frauen!

Die Kölner Polizei hat diesen Terror jedoch nicht bekämpft, sie hat ihn nicht mal als solche erkannt. Es ist eine Schande, wie unsensibel die Kölner Polizei dadurch mit den Opfern dieser Verbrechen umgegangen ist! Für Opfer sexueller Gewalt ist es wie eine zweite Vergewaltigung, wenn sie erkennen müssen, dass die Gewalt verharmlost oder nicht mal erkannt wird. Es folgt dann oft die typische Rhetorik der Verharmlosung. Sie startet mit Sätzen wie „Tu doch nicht so“ und „War doch nicht so schlimm“, geht über „Es hat Dir doch gefallen“ und endet bei „Du wolltest es doch auch!“

Einige betonen jetzt, die Täter in Köln seien Flüchtlinge gewesen. Nein! Auch Frauen können Flüchtlinge sein. In einer sexistischen Welt sind sogar alle Frauen Flüchtlinge. Frauen waren aber nicht die Täter. Frauen waren die Opfer. Männer waren die Täter! Männer, die aus autoritären, patriachalen und zum Teil zerbrochenen Clanstrukturen kommen, mit einer Religion im Nacken, die, um es höflich auszudrücken, sich nicht gerade dadurch auszeichnet, dass sie in den letzten Jahrenzehnten eine feministische und sexuelle Revolution erfahren hat. Wir wissen alle, welche Religion gemeint ist. Es sind nicht die Amisch!

Es ist diese Religion, die in ihrer extremen Form Frauen zu Freiwild erklärt, wenn sie ihren Körper nicht komplett verhüllen. Es hat in Europa viele Kämpfe gebraucht, um das Christentum in die Ideen der Aufklärung zu integrieren. Es hat bei weitem noch nicht überall geklappt. Die katholische Kirche zum Beispiel hat bis heute ein Problem mit ihrer religiösen Sexualethik, was nicht selten in Missbrauchsfälle mündet, die selbstverständlich etwas mit dem Katholizismus zu tun haben. Religionen gehören allesamt in ihre Schranken verwiesen, wenn sie Frauen zu diskriminieren trachten. Hediwg Dohm sagte einst: „Die Menschenrechte haben kein Geschlecht!“

Es wird Zeit, das Problem klar zu benennen: Männer, an denen die Aufklärung vorbei gegangen ist und die eher in Gruppen und Clans denken als in Individuen; Männer, die die Ehre eines im siebten Jahrhundert verstorbenen Soldaten aus Mekka, den sie als Propheten verherrlichen, höher schätzen als die Würde einer lebendigen Frau; Männer, die wegen einer pervertierten Idee von Ehre eher eine Frau töten, als ihre eigene Religion zu hinterfragen; Männer, die Frauen eher in ein Gefängnis aus Stoff zwängen, als männlichen Sexualverbrechern Handschellen anzulegen; Männer, die Frauen als Schlampen bezeichnen, wenn sie ihr Recht auf einen Orgasmus einfordern; Männer, für die Frauen nichts weiter sind als Ware auf dem Markt der Macht.

Was Neujahr auf offener Straße in Köln passiert ist, ist keine völlig neue Dimension der Gewalt. Die Gewalt ist jetzt lediglich öffentlich geworden!

Ein nicht geringer Teil der Männer, die jetzt vorgeben, die Ehre der Frauen zu verteidigen, indem sie nicht im Sinne der Aufklärung die Ideologie der Täter kritisieren, zum Beispiel ihre religiösen und politischen Fanatismen, sondern vielmehr rassistisch das Aussehen der Täter als Erklärung für ihre Verbrechen benennen, sind Rassisten, genauso wie die Sexisten, die sie vorgeben zu bekämpfen. Nicht die Hautfarbe entscheidet darüber, ob ein Mensch Verbrechen begeht, sondern sein Wille zur Tat. Der Wille des Menschen ist unter anderem geprägt von seinen politischen und religiösen Überzeugungen. Daher dürfen sie kritisiert werden! Einen Menschen zu kritisieren, weil er einer gewissen Partei angehört ist ebenso legitim, wie einen Menschen ob seiner Religionszugehörigkeit zu kritisieren, vor allem wenn sie sich an längst überholte Prinzipien festklammert.

Es wird höchste Zeit, dass der Zusammenhang zwischen Tat und Überzeugung der Täter, wozu auch Religionen gehören, deutlich benannt wird.

Einige der Männer, die das Aussehen der Täter als Erklärung bemühen, gehen gewiss öfter mal in Bordelle, wo sie dann auf Flatratebasis mit Frauen, die nicht selten auf den Menschen- und Sklavenmärkten der Welt verkauft wurden, all das machen, was die Männer Neujahr vor dem Kölner Dom mit den dortigen Frauen gemacht haben. Die Männer dort waren aufgrund ihrer gesellschaltichen Stellung einfach nicht in der Lage, die gesellschaftlich tolerierten Institutionen der Gewalt an Frauen zu nutzen. Nicht wenige der in manchen Bordellen gefangengehaltenen Zwangsprostituierten sind Flüchtlinge. Ein Grund mehr, die Bezeichnung der Täter vor dem Dom als Flüchtlinge scharf zu kritisieren!

Diese Form der institutionalisieren Gewalt gegen Frauen wird immer wieder verharmlost. Kein Wunder also, dass viele Männer der Kölner Polizei einfach kein Gespür für den Terror haben, der sich täglich gegen Frauen richtet. Es muss sich dringend etwas ändern. Der Satz „Menschenrechte haben kein Geschlecht“ muss endlich das deutlich vernehmbare Credo jeder freien Gesellschaft werden, damit Sexismus und Frauenverachtung nicht mehr als kulturelle Eigenart toleriert wird. Keine Religion und keine Partei hat das Recht, Artikel 3 des Grundgesetzes zu missachten!

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74 Antworten zu Es waren nicht Flüchtlinge!

  1. jsbielicki schreibt:

    Hat dies auf psychosputnik rebloggt.

  2. Paul schreibt:

    Einspruch Euer Ehren.
    Nicht „Die Kölner Polizei“ hat versagt, sondern die Politik.
    conservo
    https://conservo.wordpress.com/2016/01/05/ueber-koeln-braut-sich-was-zusammen-und-koeln-ist-ueberall/
    hat es so ausgedrückt:
    “ “Die Polizei” ist eine Organisation, die unter politischem Befehl stehen: Was die Politik nicht erlaubt, darf “die Polizei” nicht machen. Man muß nur mit “normalen” Polizisten reden, um zu erkennen, daß ihnen die Sauce bis zum Haar steht. Sie dürfen nichts – müssen aber Vorwürfe und Dreck kassieren. Die meisten von ihnen sind total frustiert.“

    Dem kann ich mich nur anschließen.

    Herzlich, Paul

  3. Lusru schreibt:

    Hm, Gerd Buurmann, da schreibst du
    „Es ist sogar eines der ältesten Verbrechen der Welt: Sexismus! “
    Korrekt, geht jeder vernunftbegabte Mensch mit dir dacore.
    Aber:
    „Sexismus ist Rassismus gegen Menschen aufgrund ihres Geschlechts … “ –
    Woher hast du denn diesen Mumpitz? „Geschlecht“ ist eine biologische Kategorie.

    Was Rasse im deutschen Sprachgebrauch bedeutet, dürfte dir geläufig sein: es gibt für Menschen keine, keine Menschenrassen.
    Mit Rassen waren und sind Ausszüchtungen in eng begrenzten Isolaten (Züchtungsräumen) gemeint, seit 70 Jahren für Menschen als biologisch definierter Begriff nicht mehr verwendet, und im Tierreich inzwischen auch nicht mehr gebräuchlich, da dort aus wissenschaftlicher Systematik der Begriff Unterart eingeführt wurde, der jedoch in der Humanbiologie aus wissenschaftlichen und sozialethischen Begründungen nicht greift und da völlig obsolet ist.
    Bleibt also die Frage, was ist rassistisch?
    Alles was mit Sex zu tun hat?
    Alles was in irgendeiner Weise sozial zu ächten ist?
    Mitnichten, denn:
    Rassist und damit rassistisch ist der, der Rassen beim Menschen für existent hält und damit eine Rassentheorie vertritt, obwohl nachgewiesenermassen die willkürliche Einteilung sozialer Gruppierungen beim Menschen als Rassen bereits seit langem als Rassismus gemarkt ist und biologische Kriterien für eine Menschenrasse nicht existieren.
    Es gibt keine Menschenrassen, unf nur wer das leugnet, ist Rassist, ist rassistisch.
    Und nochmal, verehrter Gerd Buurman:
    Wieso ist nun Sexismus rassistisch?
    Das solltest du als Leuchte der Köllner Intelligenz uns doch mit Gewissheit und einem Zwinkern im linken Auge erklären können, wenn du damit so leichtfertig um dich schmeisst, können wir damit rechnen?
    Wenn wir dein „rassistisch“ ordentlich aus dem Disput haben, können wir über den Rest deines Textes wahrscheinlich Einigkeit erzielen, nur mit Dummheiten geht man bekanntlich nicht gegen Dummheiten vor:
    Nicht alles, was verboten ist oder nicht gefällt, oder geächtet werden soll, ist Rassismus oder rassistisch….

  4. Eitan Einoch schreibt:

    Es ist eine Schande, wie die Polizei zum Sündenbock gemacht wird!!!

    • A.S. schreibt:

      Die Polizei schreit seit Monaten rum dass sie überlastet ist und der Verrohung nicht mehr Herr werde und die Politik hat das ignoriert. Das ist die übliche Ablenkung wenn die Politik gepennt und versagt hat. Vor Pegida zu warnen war halt wichtiger als die Gründe für Pegida zu beseitigen…..

      • yoyojon schreibt:

        „Die Polizei schreit seit Monaten rum dass sie überlastet ist und der Verrohung nicht mehr Herr werde“ sagt A.S. Also… könnte man doch mal überlegen… Verrohung… Barbarei… haben weltweit zugenommen…werden selten oder nie kritisiert… werden zum neuen Standard. Was Wunder, wenn in immer mehr kranken Köpfen die Vorstellung wächst, dass Barbarei ok sei? In Köln haben wir den Sonderfall, dass eine Barbarei aufgefallen ist und laut kritisiert wird. Und das ersetzt /verdeckt / versteckt die wenig sichtbare Kritik am ganzen Rest der menschlichen Barbarei, die auf vielen Gebieten zu beobachten ist? Das sollte doch einmal „food for thought“ geben.
        Man könnte auch fast unken, dass der wachsende Kulturverlust auf zahllosen Gebieten immer mehr Raum schafft, der u.a. durch Barbarei gefüllt werden kann? Noch mehr „food for thought“. Hinter Symptomen verbirgt sich (meist) eine Krankheit. Da sollte man mal hinschauen…

  5. Sophist X schreibt:

    Ojee, ich verteidige die Katholische Kirche. Dabei ist die schrecklich, ganz schrecklich.

    Die katholische Kirche zum Beispiel hat bis heute ein Problem mit ihrer religiösen Sexualethik, was nicht selten in Missbrauchsfälle mündet, die selbstverständlich etwas mit dem Katholizismus zu tun haben.

    -Odenwaldschule
    -Pädo-Theoretiker V. Beck
    -Pädo-Praktiker D.C.-Bendit

    Damit will ich nur sagen, dass es im Leben nicht immer so einfach ist wie im „politischen“ Kabarett.

    …indem sie nicht im Sinne der Aufklärung die Ideologie der Täter kritisieren…

    Diese Differenzierung werden die Apologeten nicht akzeptieren. Rassist und fertig.

    • anti3anti schreibt:

      War die Odenwaldschule katholisch?

      • Sophist X schreibt:

        Ich hatte den Text etwas spartanisch gehalten…
        Das sollte bloß zeigen, dass man bloß aus Gewohnheit immer auf die Katholen einprügelt, obwohl Pädosex dort als schwere Sünde gilt. Die Vertreter anderer mehr oder weniger fortschrittlicher Weltanschauungen bleiben meist ungeschoren.

      • Dante schreibt:

        Sie ist ein Gegenbeispiel.

      • Kanalratte schreibt:

        Soviel ich weiß, ist/war die Odenwaldschule nicht katholisch. In der Odenwaldschule hatte man es mit einer Clique von zumeist homosexuellen Lehrern zu tun, die auf die widerwärtigste Weise, Jungs die auf die Schule gingen, über Jahrzehnte vergewaltigten. Diese Opfer leiden ein Leben lang unter den Taten dieser Bestien!

    • Bergstein schreibt:

      Ich dachte schon zwischenzeitlich das ich wohl ganz komisch drauf bin, wenn ich als Jude, der an sich für katholische Kirche nichts übrig hat, diese immer wieder verteidigen muss, da sie leider regelmäßig völlig unsachgemäß kritisiert wird. Dann habe ich einen Artikel eines Katholiken gelesen, der sich über das Gleiche beschwert hat und als Kronzeugen zwei Juden aufgeführt hat.

      Im Ernst ist darauf hinzuweisen, dass Kindesmissbrauch kein katholisches Problem ist und sicherlich kaum durch Änderung der katholischen Sexualmoral eingedämmt werden kann. Im Übrigen ist sogar die Frauenfeindlichkeit eher ein Merkmal der arabischen Kultur als des Islam als solchen. Der Letztere hat diese Kultur sicherlich weiter konserviert, jedoch nicht erst formiert. Die Berichte über Araber vor Islamisierung deuten eher darauf, dass bis dahin die Sache noch viel schlimmer waren.

      Im Übrigen Vergewaltigung und einen Bordellbesuch auf eine Stufe zu stellen ist bei allen Respekt für Herrn Buurmann Unsinn.

      • anti3anti schreibt:

        Kindesmissbrauch kein reines katholisches Problem, es kommt auch anderswo vor. Beim Katholizismus sollte es besonders auffallen, falls man den Worten der Katholiken traut. Außerdem ist der Katholizismus prädestiniert für den Kindesmissbrauch, z.B. unverheiratete Priester.

        • Kanalratte schreibt:

          Im Katholizismus fällt es besonders auf, weil es den Zölibat gibt, der Sexualität verbietet. Viele Leute in den Kirchenämtern sind homosexuell und viele von ihnen haben gestörte Vorstellungen von Sexualität. Besonders kleine Jungs wurden Opfer dieses unsinnigen Kirchengesetzes, das Sexualität verbietet, aber wegschaut, wenn sich gestörte Kirchenleute an Kindern vergreifen.

        • Bergstein schreibt:

          Ob Zölibat etwas mit Kindesmissbrauch zu tun hat, ist eher fraglich. Es ist wohl eher der Fall, dass man nicht da sucht, wo etwas verloren gegangen ist, sondern da, wo im Dunkeln eine Laterne Licht spendet. Der Zölibat bietet eine, soweit ersichtlich durch keine Empirie belegte, jedoch scheinbar sehr einfache Erklärung für etwas, was sonst so schwer erklärbar ist. Hier-bei ist natürlich zu betonen, dass der Umgang der Kirche mit diesem Thema und insbesondere der so häufig praktizierte Täterschutz selbstverständlich kritikwürdig war und zum Teil immer noch ist.

          • Kanalratte schreibt:

            Dann erklären Sie mir warum in katholischen Kirchenämtern überproportional viele (sexuell) gestörte Personen ihr Unwesen betreiben. Liegt das nicht dadran, dass „Normalsterbliche mit menschlicher Sexualität“ nicht für Kirchenämter in der katholischen Kirche in Frage kommen. Und weil 99% der Menschen nicht sexuell enthaltsam leben können, sucht man sich einen Weg um vermeintlich legal sexuell aktiv sein zu können. Ein großer Teil der Kirchenämter ist homosexuell und verkehrt untereinander, ein anderer Teil hat heimliche Beziehungen und wiederum ein anderer Teil spezialisiert sich eben auf Sex mit Kindern.

      • anti3anti schreibt:

        Die vorgeschlagene Frauenfeindlichkeit der arabischen Kultur schriet nach dem Islam.

      • anti3anti schreibt:

        Der Unterschied zwischen einer Vergewaltigung und einem Bordellbesuche liegt in der angenommenen Freiwilligkeit der Frau, die oft/meist/manchmal nicht vorhanden ist. Die Möglichkeit der Vergewaltigung in der Ehe ist somit folgerichtig, da auch eine Bordelldame ihren Job beenden kann, was eine Vergewaltigung zur Folge hätte, wenn der Freier irrtümlich davon nichts erfährt.
        Vergewaltigung in der Ehe ist im Islam unbekannt. Vergewaltigt ein Muslim eine unverheiratete Frau, so muss er sie heiraten, sogar gegen ihren Willen. Ist die Frau verheiratet, werden beide gesteinigt. Die Religion der Frau ist unwichtig, da sie automatisch bei der Heirat Muslimen wird.

  6. yoyojon schreibt:

    Ein psychologischer Nachschlag: Wer bestimmte Probleme hat regt sich ganz besonders über Leute auf, die diese Probleme auch haben, zu haben scheinen oder gar noch deutlicher haben. (Projektion). In unserer Gesellschaft ist bekanntlich die Frau in den Köpfen vieler Männer immer noch nicht gleichberechtigt oder gleichwertig. (Da muss ich auch in meinem Kopf nochmal nachsehen). Mit Mühe wurde und wird daran gearbeitet diesen Umstand zu verbessern. Hier in Köln kann man nun zur Abwechslung mal richtig mit dem Finger zeigen (Die berühmten „Bürograpscher“ sind da sicher ganz aktiv). Auf der anderen Seite ist es aber schon betrüblich einen solchen objektiv rückschrittlichen Vorfall beobachten zu müssen, der das (Wenige) Erreichte ganz eindeutig in Frage stellt. Hier müssen also Schlachten erneut geschlagen werden, von denen wir schon einige gewonnen wähnten, obwohl seit Jahren in diesen Bereichen eher Rückschritte zu beobachten waren, als Fortschritte. Es geht also nur zum Teil um die extremen Ausfälle zu Silvester, es geht auch um den weiterhin fröhliche Urstände feiernden Rassismus gegen Frauen in der Gesellschaft allgemein. Was wäre, wenn „Köln“ nur ein Symptom wäre… ? Es gibt also noch weit mehr Stoff zum Nachdenken, als hier auf der Oberfläche sichtbar wird. Der überall und in allen Bereichen ständig zu beobachtende Kulturverlust (Ich würde mal die Zerstörung des Privaten und damit die Standartisierung der neurotischen Persönlichkeit hervorheben) schaffen einen Rahmen, aus dem noch zahllose Probleme hervorlugen (werden).

  7. Phillip K schreibt:

    Korrekt muss es heißen, das Sexismus eine Diskriminierung gegen Menschen aufgrund ihres Geschlechts, während Rassismus eine Diskriminierung gegen Menschen aufgrund ihrer Rasse ist.
    Sexismus hat zwei Formen, die häufig auftretende Frauenfeinlichkeit und die seltenere Männerfeindlichkeit.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Klar, Männer sind auch Opfer von Sexismus

    • anti3anti schreibt:

      Es gibt keine menschlichen Rassen.

      • Dante schreibt:

        Es gibt keine menschlichen Rassen.

        Respektive nur eine. Allerdings spricht man bei nichtmenschlichen Tieren normalerweise nur von Rassen, wenn diese durch gezielte Züchtung durch eine fremde Spezies – den Menschen – entstanden sind. Selbst wenn es genetisch hinreichend weit voneinander entfernte Varianten gäbe, wäre es angebrachter, von Unterarten zu sprechen als von Rassen.

        • abusheitan schreibt:

          Unterart klingt aber schon etwas nach Untermensch.
          🙂

          • Dante schreibt:

            Das „Unter-“ bezieht sich nicht auf eine Unterordnung einer Art unter eine andere (wie etwa ‚Unteroffizier‘ im Verhältnis zu ‚Offizier‘), sondern eine weitere Verzweigung über die Kategorie „Art“ hinaus (also Unterkategorie im Verhältnis zu einer Kategorie).

      • Dante schreibt:

        Nachtrag: Dennoch kann es Rassismus geben, denn kommt dabei weniger darauf an, was der Fall ist als darauf, was der Rassist glaubt.

    • Dante schreibt:

      Korrekt muss es heißen, das Sexismus eine Diskriminierung gegen Menschen aufgrund ihres Geschlechts, während Rassismus eine Diskriminierung gegen Menschen aufgrund ihrer Rasse ist.

      Aufgrund ihrer angeblichen Rasse. Rassismus existiert unabhängig davon, ob der Diskriminierte tatsächlich anderer Rasse als die Diskriminierer ist und ob es verschiedene Menschenrassen überhaupt gibt (Vieles spricht dagegen).

  8. yoyojon schreibt:

    Lese gerade (Zeit) von den hilfreichen Ratschlägen der Bürgermeisterin Reker für das Verhalten von Frauen. Ist ja toll. Das hilft bestimmt. Trotzdem vermisse ich, dass Frau Reger anscheinend keine Ratschläge für Männer auf Lager hat. Vielleicht würde das mehr helfen?
    Ich weiß, polemisieren ist nicht gut. Und so reiße ich mich mit Gewalt davon zurück die Pflichteinführung der Burka für alle Frauen anzuraten. Nein, mache ich nicht. Wäre einfach nicht in Ordnung.

  9. david loewnstein schreibt:

    ich finde frau riker sollte zurücktreten.

  10. Matthias schreibt:

    Lieber Herr Buurmann,
    aus vergangenen Statements von Ihnen habe ich entnommen, dass Sie Sympathie für die Kölner Oberbürgermeisterin Frau Reker hegen. Nun finde ich höchst verstörend, das Frau Reker Verhaltensregeln für Frauen herausgibt, sich vor derartigen Übergriffen zu schützen. Sie gibt den Opfern eine Verantwortung auf, für dass, was ihnen widerfährt. Das hätten Sie unbedingt thematisieren sollen. Das dazu – ich meine im Bericht der Tagesschau – „zufällig“ eine kurze Sequenz von jungen Frauen in recht kurzen Röcken (so kurz, dass es den Machern bewusst gewesen sein muss!) unkommentiert gezeigt wurden, führt in eine empörende Richtungl.

    • anti3anti schreibt:

      Die OB gibt Frauen und Mädchen Ratschläge, wie sie sexuelle Belästigungen bis Vergewaltigungen auf öffentlichen Plätzen in Köln vermeiden können. Die OB interpretiert die gesellschaftliche Situation Kölns richtig!

      • Praecox schreibt:

        Zustimmung, @anti2anti.

        Frau Reker spricht wörtlich von Prävention. Jeder Vater einer Tochter soll sich die Frage, was er ihr sagen würde und die Antwort wird sein, dass Frau Reker das Richtige sagt.

        • Dante schreibt:

          Bis auf das mit der Armlänge Abstand. Dies hat frau im Zweifel gar nicht in der Hand, besonders wenn die Kerle von sich aus diesen Abstand ständig unterschreiten bzw. die Frauen in die Enge treiben.

          • Praecox schreibt:

            Auch das stimmt.
            Allerdings ist es das, was Frau Reker vermutlich sagen wollte: es gibt eine natürliche, gesunde Distanz von einer Armlänge.
            Lernt man in jedem Deeskalations-/ Gewaltpräventionskurs. Gehe niemals näher als eine Armlänge auf den TÄTER zu. Das der Täter diese Distanz von sich aus mißachtet, spricht nicht gegen die Richtigkeit der Distanz.

          • Paul schreibt:

            Hallo Praecox,
            das ist richtig, das habe ich auch so gelernt.
            Dann habe ich noch gelernt, dass man dem Gegenüber immer auf die Hände schauen soll, weil von dort die Gefahr ausgeht und ich nur Gegenmaßnahmen ergreifen kann, wenn ich sehe, was er mit den Händen macht. (Gilt heute auch nur noch eingeschränkt, weil auch schon der Kopf und die Beine zum Angriff benutzt werden.) Auch das direkte einfordern von Hilfe mit persönlicher Ansprache: „Hallo, Sie mit dem grünen Hut…“.

            Das alles gilt aber nur für Einzelattacken.
            Das Phänomen der Massenattacke wie inb Köln, kann damit nicht beherrscht werden.

            Oder Bist Du da anderer Meinung?

            Herzlich, Paul

          • Praecox schreibt:

            Hallo @Paul,

            nein, da bin ich ganz derselben Meinung. Steht so übrigens in meinem vorigen Kommentar.
            Es ist auch besser, dem Gegenüber auf die Hände zu schauen und nicht in die Augen, weil schon der direkte Blickkontakt den TÄTER reizen kann. TÄTER sind wie Raubtiere und suchen die Angst ihrer Opfer.
            Solange die TÄTER in der Minderheit sind (z.B. als Flüchtlinge) müssen sie Rudel bilden, um die eigene Angst zu minimieren. Das ist in Köln geschehen und die einzelne betroffene Frau war dagegen machtlos. Das macht das ganze so unerträglich schlimm.

            Hier wäre eine zahreiche und hart durchgreifende Polizei gefragt gewesen und ist in Zukunft gefragt. Ebenso eine Zivilgesellschaft und ihre Medien, die die Probleme sehen (wollen), sowie eine Justiz, die umsetzt, was rechtsstaatlich möglich ist.

          • A.mOr schreibt:

            Praecox.

            „Hier wäre eine zahlreiche und hart durchgreifende Polizei gefragt gewesen…“

            „…zahlreiche…“: nun wurde ein gewisser Herr Albers gefeuert, dessen Bitte an den Innenminister Jäger um mehr polizeiliche Unterstützung abgelehnt wurde. Konsequenterweise kann Herr Jäger auch auf den Polizeipräsidenten Albers selbst verzichten, weil dieser wahrscheinlich in dessen Auftrag den (ersten) Polizeibericht schönte.
            Daß dieses harte Vorgehen nicht stattfand gegen hart vorgehende Täter wird quasi entschuldigt in vorauseilendem Gehorsam: politisch nicht gewünscht. (siehe Punkt 1.)
            Der Polizist (sogar ein Präsident) muß gehorchen.
            Jedoch denke ich, daß das nicht harte Vorgehen (angesichts verzweifelter Mädchen, die in Hörweite um Hilfe schrien!!) eigentlich und schlicht eine De-eskalationsmaßnahme war.
            Man war personell nicht in der Lage die Vergewaltigerhorden zu stoppen, konnte nur noch den vorgefundenen Verbrechensradius eindämmen.
            Andernfalls wäre es wohl zu sich ausweitenden Ausschreitungen gekommen, noch mehr Polizisten wären traumatisiert über weitere Opfer in den Seitenstraßen der Gewalttätigkeiten denen man nicht helfen konnte, und zum Ergebnis hätte es ua wohl auch entwaffnete (und zu Tode gekommende) Polizisten (und weitere Entleibte und Verletzte) gehabt.
            Das ist nur ein Verdacht.
            Stimmt, für die Zukunft sollte die Polizei sich besser wappnen…
            Aber seit wann hat man Geld für die Polizei, Krankenhäuser, Schulen usw übrig?
            Für die Opfer (und das sind in diesem Fall sogar die zur Tatenlosigkeit verdammten Beschützer, sowie Freunde, Familie usw der Opfer) ist es zu spät.
            Es war für sie schon vor Beginn der „Feierlichkeiten“ zu spät, wenn es nicht politisch gewollt ist so doch fahrlässig gebilligt.
            Aber das haben die Opfer der Gewalt nicht ahnen können, weil Frau Merkel (zB) große Zuversicht auf ihre Untertanen ausschüttet.
            Frau Merkel selbst ist sicher sehr erschüttert.

            Das war, schätze ich, ein „Schauer von Krieg“.
            Stichworte: „Terroristische Aktion“, „Spießrutenlaufen“, „Frauen und Mädchen als Kriegsbeute“…“Mädchen gejagt wie Vieh“…
            Und das in vielen Städten Deutschlands und Europas zur gleichen Zeit.

            Sylvester, Karneval und wie sie alle heißen gehören abgeschafft, damit die Vergewaltiger-Rudel sich unauffälliger streuen und austoben können.
            Man will schließlich nicht die Qualitätsmedien und die Politik stören, die haben wichtige Arbeit zu tun…
            Außerdem ist nicht einzusehen, warum man solchen Staat noch mit den Steuern über den Alkoholverkauf unterstützen sollte. Oder?

          • Dante schreibt:

            …nun wurde ein gewisser Herr Albers gefeuert,…

            Wenn dieser ein Freund der „Klagemauer“ ist, wie im Blog anklang, kann ich das nicht falsch finden, aber wenn

            …dessen Bitte an den Innenminister Jäger um mehr polizeiliche Unterstützung abgelehnt wurde

            muss Jäger unbedingt ebenfalls gehen. Sein Arbeitgeber – das Volk von Nordrhein-Westfalen – kann keinen Innenminister brauchen, dem der „liebe Frieden“ wichtiger ist als sein (des Arbeitgebers) Schutz vor Gewalt und Verbrechen.

          • Eitan Einoch schreibt:

            Kein Mitleid mit Albers! Er hat versucht seinem Dienstherrn zu gefallen anstatt seine Pflicht gegenüber dem Volk zu erfüllen. Selber schuld. Er wird es überleben. Seine Pension dürfte als Schmerzensgeld mehr als angemessen sein.

          • Dante schreibt:

            Kein Mitleid mit Albers!

            Hab‘ ich auch nicht. Mit Freunden der Hasspappen grundsätzlich nicht.

          • A.mOr schreibt:

            Es verschwand die vorgesehene Textgliederung und auch die Aufzählung in Punkten, aber bleibt wohl lesbar?

      • Praecox schreibt:

        Pardon, „3“

  11. Hein schreibt:

    Das Versagen unserer politischen und medialen Eliten manifestiert sich in vielen Bereichen. Darum muss abgelenkt werden. Dies geschieht mit Negativ-Begriffen wie „Rassismus“, Männer, RECHTE, Hatespeach, Pegida, AfD usw. Warum nicht einfach feststellen, dass die Welt nicht so funktioniert, wie es Schauspieler, Musiker, Journalisten erfahren. Dort ist das Leben mit anderen Ethnien kein Problem. In den Unterschichten sieht es anders aus.

  12. HM schreibt:

    Nebenbei:
    Es ist mir völlig unverständlich, dass, so wie ich in unseren Gesetzestexten las, dass bei einer nachgewiesenen Straftat, die mit einer Verurteilung von unter 3 Jahren bestraft wird, es keinerlei Auswirkungen auf einen eventuell laufenden Asylantrag hat.
    Sollten sich also unter den Tätern Menschen befinden, die sich in diesem Status befinden und sollte ihnen eine Tat nachgewiesen werden, bleiben sie uns weiter erhalten, da selbst eine Vergewaltigung selten höher als mit 3 Jahren bestraft wird.

    • Kanalratte schreibt:

      Dieses unnötige Gesetz wurde still und heimlich geschlossen. Wahrscheinlich während der Griechenlandkrise. Diese Regierung schadet bewusst oder unbewusst dem deutschen Volk.

  13. yoyojon schreibt:

    Ein weiterer Aspekt fällt mir ein: Seit mehr als 30 Jahren wird Kindern und Jugendlichen RAP vorgespielt, für den sie sich begeistern. Das ist Teil der „Jugendkultur“. In diesen sogenannten „songs“ (eigentlich sind es nur rhythmisierte Texte), wird sehr oft Gewalt gegen Frauen und ein entsprechendes Frauenbild propagiert, ganz neben der Feier von Gewalt im Allgemeinen. (Zitat: „Und wenn Du was zu sagen hast, dann sag‘ das meiner Faust!). Dieser Rap stammt ursprünglich aus den USA und hat seither „die Welt erobert“. Im Rahmen dieser „Jugendkultur“ ist es sicher ganz ok, Frauen anzutatschen. Die Tussen sollen sich nicht so haben…
    (Erinnere mich auch an Rap-Texte, die ob ihrer haarsträubenden Inhalte bereits hier diskutiert wurden.)

    • DiMaggio schreibt:

      Gewalt gegen Frauen gibt es nun deutlich länger als das es Rap gibt. Ein zusätzlicher Aspekt sind vermutlich auch Killerspiele. Rap ist wohl eher Sympton als Ursache und als Musikform fantastisch. Zudem ist Rock&Roll mindestens ebenso schädlich für die Jugend (vgl. Manson oder Rammstein, beides fantastischte Künstler). Schlussendlich ist denke ich noch Haftbefehl zu zitieren, der offenbäscher Gossengoethe:

      Wenn nicht mit Rap, dann mit der Pumpgun.

      • Kanalratte schreibt:

        Alle Amokläufe in Deutschland wurden dadurch begünstigt, dass die Täter freien Zugang zu Schusswaffen hatten. Das wurde aber unter den Teppich gekehrt. Dann hat man lieber „Killerspiele“ dafür verantwortlich gemacht. In meiner Jugend hab ich diese selbst gerne gespielt. Und in Amerika soll Manson für Amokläufe wie Columbine verantwortlich sein, aber nicht die laxen Waffengesetze. Wäre mir außerdem neu, dass Manson den Columbine Attentätern Sturmgewehre und Handgranaten zur Verfügung gestellt hat.

  14. A.S. schreibt:

    An sich ein super Artikel, dem ich im Großen und Ganzen zustimme.

    Nur eines stört mich. Die Täter werden durchwegs als Migranten beschrieben, die Herkunft soll aber nicht genannt werden, statt dessen werden „die Männer“ irgendwie in Sippenhaft genommen. Genau so wenig die man „die Migranten“ in einen Topf werfen sollte, so wenig sollte man „die Männer“ in einen Topf werfen.

  15. yoyojon schreibt:

    Erinnert mich an den Bericht einer Lehrerin: Ein ca. 13-jähriger Schüler lachte sich kaputt. Die Lehrerin hätte ihm „etwas sagen wollen“. Wie Lustig. DIE IST DOCH EINE FRAU! Ha, ha…. Zufällig war dieser Schüler Mitglied einer bestimmten Religion. Aber das war wohl reiner Zufall.

    • scottberlin schreibt:

      Das muss nicht Zufall sein, kann aber eine indirekte Korrelation sein. Ähnlich wie: Hohe Geburtenrate wo viele Störche leben. beweis für den Klapperstorch? Auflösung: in ländlichen Gebieten leben mehr Störche als in der Stadt und die Geburtenrate ist überdurchschnittlich.
      Übrigens gibt es auf dem Land tendenziell eher paternalistische Traditionen als in der Stadt. Auch daran tragen die Störche keine Schuld.
      Zurück zu den Muslimen: viele von ihnen kommen aus Ländern mit uralten paternalistischen Traditionen, in denen Frauen Menschen zweiter Klasse sind. Der Islam ist nicht die Ursache, aber man muss ihm wie auch anderen Religionen wie zB dem Christentum, den Vorwurf machen, es zugelassen und zT sich mit diesen Traditionen gut aranngiert zu haben.

  16. HM schreibt:

    Zitat Buurmann

    Nicht ……. der Geburtsort entscheidet darüber, ob ein Mensch Verbrechen begeht, sondern sein Wille zur Tat

    Männer waren die Täter! Männer, die aus autoritären, patriachalen und zum Teil zerbrochenen Clanstrukturen kommen, mit einer Religion im Nacken, die, um es höflich auszudrücken, sich nicht gerade dadurch auszeichnet, dass sie in den letzten Jahrenzehnten eine feministische und sexuelle Revolution erfahren hat.

    Wie denn nun, lieber Buurmann, spielt nun der Ort der Geburt, besser der der Sozialisation,
    (autoritäre Clanstruktur etc. )eine Rolle oder nicht?
    Ist das kultivieren von Unrechtsbewusstsein nicht auch ein Resultat von genau diesem „Ort“?
    Die Grenze zwischen Recht und Unrecht wird nunmal tradiert und ist nicht genetisch verankert

  17. abusheitan schreibt:

    Ein wunderbares Beispiel für Whataboutism: „Einige der Männer, die die Herkunft der Täter als Erklärung bemühen, gehen gewiss öfter mal in Bordelle..“ 🙂
    Man stelle sich vor ein beliebiges Bordell in Deutschland und beobachte, wer den Großteil der Kundschaft stellt. Man frage beliebige Prostituierte, von welchen Kunden sie mit größtmöglicher Verachtung und Grobheit benutzt werden. Man frage Alice Schwarzer, wer den größten Anteil an Vergewaltigungen in Köln begeht.
    Wenn ein Großteil der aus Nordafrika Eingereisten den Islamchip im Kopf hat und Gewalt gegen Frauen und „Ungläubige“ für rechtens hält, ist die Vorsicht gegenüber dieser Bevölkerungsgruppe nicht rassistisch, sondern vernünftig.
    Ganz zeitgeistgemäß und politisch korrekt taucht übrigens das Wort „Islam“ in obigem Text kein einziges Mal auf. Chapeau!

    • Dante schreibt:

      Ganz zeitgeistgemäß und politisch korrekt taucht übrigens das Wort “Islam” in obigem Text kein einziges Mal auf.

      Das ist nicht politisch korrekt. In einem politisch korrekten Text hätte das Wort durchaus stehen können, und zwar in Form der Beteuerung, dass das Verhalten der Männer mit dem Islam nichts zu tun habe bzw. ihm widerspreche. Was sogar stimmt, denn die Männer hatten Alkohol getrunken.
      Gerds Text enthält vielmehr eine unmissverständliche Andeutung, welche Religion hier ganz gewaltig ein Problem hat.

  18. nunchuk schreibt:

    Es gibt Presseberichte, wonach die Täter von Köln zwar nicht mit der Flüchtlngswelle von 2015 nach Deutschland kamen. Sondern laut einer Quelle aus dem NRW-Innenministerium sind es Nordafrikaner (also muslimische Araber), die allesamt „kopierte Asylantragspapiere“ dabei hatten und seit ca. 2 Jahren in Deutschland sind. Sind denn Asylbewerber aus den genannten Regionen, die schon ein paar Jahre hier sind, jetzt keine Flüchtlinge mehr?

  19. Dante schreibt:

    Es waren nicht Flüchtlinge!

    Es ist aber doch sehr wohl möglich, dass Leute als Flüchtlinge hierher kommen und zu Verfolgern werden.

    • Dante schreibt:

      Natürlich ist jemand kein Flüchtling mehr, sobald er so etwas zu tun. Er wird zum Verfolger, und Verfolger sollte man dahin schicken, woher sie kommen. Nicht sie verdienen schließlich Schutz, sondern ihre Opfer verdienen Schutz vor ihnen.

  20. Sempronius Densus Bielski schreibt:

    Die Opfer sind Opfer der unfähigen Polizei, Die Polizei hat durch Unterlassen die Straftaten auf der Domplatte ermöglicht. Die Polizisten müssen sich dafür verantworten und sollten aus dem Polizeidienst entfernt werden.

    • abusheitan schreibt:

      Die Polizisten machen nur ihren Job. Wenn sie im Sinne der Bürger handeln, laufen sie Gefahr, ihn zu verlieren.

      „Aber was mich unheimlich aufregt sind Äußerungen von einigen Politikern, die gleich den Schuldigen gefunden haben! Die Polizei!
      Das ist unfassbar, dass gerade die Verursacher von stetigem Personalabbau bei der Polizei nun die ersten sind, die mehr Polizei fordern.“
      Thomas Mohr, Gewerkschaft der Polizei.

      • abusheitan schreibt:

        Immerhin jedoch gelang es einem Polizisten, etwa acht verdächtige Männer aus der Menge zu holen und festzunehmen. “Sie hatten alle kopierte Papiere dabei, Aufenthaltsbescheinigungen für Asylverfahren.“ achgut.com

        • Dante schreibt:

          Mein Glaube in die Demokratie kann wiederhergestellt werden, wenn die Erfolgsaussichten der Asylverfahren nunmehr abstürzen. Wer Frauen meint vergewaltigen und ausrauben zu dürfen, vor dem brauchen und verdienen ausschließlich diese Schutz. Diese selbst verdienen keinen, nicht einmal vor Assad.

          • scottberlin schreibt:

            Aha, da weiß einer was. Es waren also die Asylanten! Soso.
            (Da haben die Greise zahnlos gelacht und gezichelt wir habens ja gleich gesacht.)

          • Dante schreibt:

            Ich behaupte nicht, die Täter seien Asylanten bzw. Asylbewerber gewesen. Angeblich sollen aber einige der mutmaßlichen Täter Kopien von Papieren dabei gehabt haben, die sie als Asylbewerber ausweisen.

          • Dante schreibt:

            Nachtrag:
            Es können also zumindest einige der Verbrecher tatsächlich Asylbewerber gewesen sein – es sei denn, die Papiere wären samt und sonders gefälscht. So oder so werden sie sie nicht nur zufällig dabei gehabt haben. Im Zweifelsfall konnten sie sie vorweisen, nach dem Motto „mich darf man nicht rausschmeißen, ich habe hier Bleiberecht und bin ein verfolgter, schutzbedürftiger Mensch“.
            Was ich mit meinem Kommentar meinte, ist, dass der Status der Schutzbedürftig- und -würdigkeit nicht nur kein Freibrief für Gewalt gegen Wehrlose sein darf, sondern von unserer Gesellschaft als damit inkompatibel betrachtet werden sollte.
            So wie Linksradikale gern plakatieren, deutsche Täter seien keine Opfer.

          • scottberlin schreibt:

            @ Dante
            Das kann ich ja noch nachvollziehen, wenngleich ich es in dieser harten Konsequenz nicht teile. Wir haben dafür ja erst einmal das deutsche Strafrecht. Doch wieso wäre Ihnen dann ein „Abstürzen“ der Erfolgsaussichten der Asylverfahren eine Genugtuung? Dass bei den Tausenden jungen Flüchtlingen viele traumatisierte, respektlose, rechtlose und vor Testosteron Überquellende dabei sind, ist ja wohl keine Überraschung. Aber deshalb muss man doch nicht alle anderen gleich mit bestrafen, oder?

          • Dante schreibt:

            Autsch! Offenbar habe ich mich gründlich missverständlich ausgedrückt. Ich meine die Erfolgsaussichten der Asylverfahren genau der Leute, die sich an solchen Frauen- oder vergleichbaren Menschenjagden beteiligt haben und zugleich Asylbewerber sind und erwarten, dass wir sie vor Anderen beschützen.

      • Sempronius Densus Bielski schreibt:

        Nein, die Polizisten machen nicht ihren Job. Viele sind dazu nicht in der Lage und sie wissen es selbst. Wenn die Mitarbeiter eines Unternehmens unfähig sind, können wir zur Konkurrenz wechseln. Es gibt aber keine Alternative.

        • Kanalratte schreibt:

          Die Polizisten machen das, was ihre Einsatzleiter befehlen. Wenn wir über Mängel der Polizei sprechen, dann über die mangelhafte Strategie der Polizei entschieden gegen Kriminelle vorzugehen. Leider werden Kriminelle häufig mit Samthandschuhen angefasst.

  21. unbesorgt schreibt:

    Die Domplatte ist für die Kölner Polizei ein blinder Fleck, nicht erst seit Silvester.

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