Kompromisslos

Immer wieder höre ich, der Konflikt im Nahen Osten zwischen Israel und der Hamas bestünde deshalb so lange, weil beide Seiten kompromisslos seien. Das stimmt! Beide Seiten sind kompromisslos. Die Hamas will keinen Kompromiss und Israel auch nicht. Ich bin froh darüber!

Es kann zwischen Israel und der Hamas keinen Frieden im Kompromiss geben! Bei dem, was die israelische Unanbhängigkeitserklärung und die Gründungscharta der Hamas erklären, kann es einen Frieden im Nahen Osten nur geben, wenn entweder die Forderungen der israelischen Unanbhängigkeitserklärung bedingungslos akzeptiert werden oder die Forderungen der Gründungscharta der Hamas. Ein Kompromiss ist nicht möglich! Die Gründungscharta der Hamas erklärt:

“Artikel 7: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!”

“Artikel 13: Ansätze zum Frieden, die sogenannten friedlichen Lösungen und die internationalen Konferenzen zur Lösung der Palästinafrage stehen sämtlichst im Widerspruch zu den Auffassungen der Islamischen Widerstandsbewegung. (…) Für die Palästina-Frage gibt es keine andere Lösung als den Djihad. Die Initiativen, Vorschläge und Internationalen Konferenzen sind reine Zeitverschwendung und eine Praxis der Sinnlosigkeit.”

“Artikel 15: Wenn unsere Feinde islamische Länder usurpieren, ist der Djihad eine bindende Pflicht für alle Muslime.“

Die Hamas fordert den totalen Krieg gegen Israel, sowie die Vernichtung aller Juden der Welt. Auch die Fatah predigt oft und in wunderbaren Worten von der heiligen Pflicht des Judentötens. Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah bekräftigte Mufti Muhammad Hussein, der von Mahmud Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt wurde, die These, dass es Frieden nur durch die Vernichtung aller Juden geben könne. Regelmäßig werden Straßen und Plätze nach Menschen benannt, weil sie viele Juden vernichtet haben und die Hinterbliebenen von Judenmördern werden von der Fatah und der Hamas fürstlich belohnt, nicht selten von sogenannten Entwicklungshilfegeldern, die auch aus der Europäischen Union kommen. Wie soll es mit solchen Organisationen zu einem Kompromiss kommen? Soll Israel etwa sagen: „Angebot, Ihr vernichtet nicht alle Juden?“ Was soll dann der Kompromissvorschlag lauten? „Einverstanden. Wie wäre es mit sechs Millionen?“

Wer brüllt “Juden raus aus meinem Land, meiner Stadt, meiner Nachbarschaft”, will keinen Frieden mit Juden, sondern einen Frieden von Juden. Er will, dass Juden verschwinden und erklärt ihre pure Existenz zum Problem. Der Wunsch eines Friedens von Juden findet sich überall in der arabischen Welt. Als im Jahr 2005 der Gazastreifen der palästinensischen Verwaltung übergeben wurde, wurden alle Juden innerhalb weniger Tage aus dem Gazastreifen vertrieben. Am Morgen des 12. September verließen die letzten Juden das Gebiet über den Grenzübergang Kissufim. Der Abzug wurde von Arabern teils frenetisch mit Freudenschüssen und Autokorsos gefeiert. Die verlassenen Synagogen wurden in Brand gesteckt. Es kam zu einer wahren “Gazakristallnacht”. Gaza schloss einen Frieden von Juden, aber nicht mit Juden. Deshalb feuerte die Hamas in den folgenden Jahren auch unzählige Raketen auf Israel ab, in dem Willen, soviele Juden wie möglich zu töten.

Über die Vernichtung von Juden, wie sie im Artikel 7 der Gründungscharta der Hamas gefordert wird, kann man nicht verhandeln. Dagegen kann man sich nur verteidigen und kämpfen! Der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas, Abdallah Jarbu, brachte die eigene Politik im Februar 2010 mit diesen Worten auf den Punkt:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Das sind die Worte eines Mannes, der glaubt, schon die pure Existenz von Juden im Nahen Osten sei nicht legitim. Die Welt hat dafür einen politisch korrekten Begriff entwickelt: „Illegale jüdische Siedler“. Nicht wenige Politiker auf der ganzen Welt haben diesen Begriff übernommen, nicht aber, um ihn zu verurteilen als das, was er ist, nämlich ein judenfeindlicher Begriff, der erklärt, Menschen dürften allein aus dem Grund irgendwo nicht siedeln, weil sie Juden sind, sondern übernehmen diesen Ausdruck als vermeintlich legitimen Begriff ihrer sogenannten Israelkritik.

Überall in Jerusalem dürfen Muslime siedeln. Sie sind kein Friedenshindernis! Juden jedoch, die im Osten Jerusalems siedeln und Häuser bauen, sind für viele ein Friedenshindernis! Überall auf der Welt gibt es in diversen Ländern jüdische Siedlungen und Viertel. In Deutschland gibt es jüdisch, muslimisch und christlich geprägte Viertel. Nur wenige sehen in ihnen ein Friedenshindernis. Sie werden vielmehr als eine kulturelle Bereicherung verstanden und gelten als Unterstützung für ein friedliches Miteinander, da sie Vielfalt, Toleranz und Akzeptanz zu fördern vermögen. In Köln gibt es die überwiegend muslimisch geprägten Keupstraße und in Paris den Marais im dritten und vierten Arrondissement, eine überwiegend jüdisch geprägte Siedlung der Stadt. In Israel gibt es eine Menge muslimische Viertel und Siedlungen. Fast zwanzig Prozent aller Israelis sind Muslime. Für Israel sind muslimische Siedlungen innerhalb und außerhalb Israels kein Friedenshindernis! Für viele arabischen Extremisten und erschreckend vielen westlichen Beobachtern jedoch ist die pure Existenz von Juden schon ein Friedenshindernis.

Jüdische Siedlungen sind nur für jene ein Friedenshindernis, die einen Frieden von Juden wünschen. Für einen Frieden mit Juden sind jüdische Siedlungen ein Garant für die Möglichkeit eines Friedens! Für alle Nachbarn, die einen Frieden mit Juden wünschen, bleibt die israelische Hand weit ausgestreckt. In der Unabhängigkeitserklärung Israels heißt es:

„Wir wenden uns – selbst inmitten mörderischer Angriffe, denen wir seit Monaten ausgesetzt sind – an die in Israel lebenden Araber mit dem Aufrufe, den Frieden zu wahren und sich aufgrund voller bürgerlicher Gleichberechtigung und entsprechender Vertretung in allen provisorischen und permanenten Organen des Staates an seinem Aufbau zu beteiligen. Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden den und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitigen Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

Für mich kann es daher keinen Kompromiss in dieser Sache geben! Für mich kann es nur die bedingungslose Anerkennung der israelischen Unabhängigkeitserklärung und die bedingungslose Verwerfung der Gründungscharta der Hamas geben! Wenn die eine Seite fordert, man möge in Zusammenarbeit und Hilfsbereitschaft für den Frieden wirken, aber die andere Seite erklärt, Krieg führen und Juden vernichten zu wollen, dann muss man schon ein mehr als ausgeprägter Judenhasser oder Nazi sein, um sich für einen Kompromiss stark zu machen. Das Leben von Juden ist keine Masse auf dem Verhandlungstisch. Ganz zu schweigen davon, dass Israel der einzige Ort im Nahen Osten ist, wo man als emanzipierte Frau, homosexueller Mensch oder Indiviuum nicht-muslimischen Glaubens nicht verfolgt wird und frei leben kann. Ich kann nur in Israel offen leben. Überall sonst werde ich verfolgt. Das finde ich persönlich kompromisslos inakzeptabel!

Wer keinen Unterschied sieht zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn, die die Hamas mit ihrer Gründungscharta unterstützen, wer erklärt, beide Seiten seien gleich schlimm, nur weil beide Seite kompromisslos sind, ist ebenfalls ein Judenhasser und Nazi. Die Hamas und die Fatah lehnen einen Kompromiss ab, weil sie Juden hassen. Israel aber lehnt einen Kompromiss ab, weil es über die Frage der Vernichtung von Juden keinen Kompromiss geben kann! Wer einen Kompromiss in dieser Angelegenheit fordert, ist ein Judenhasser, der über die Höhe der Vernichtung von Juden verhandelt.

Von diesen Judenhassern gibt es verdammt viele in Deutschland und auf der Welt. Und sie haben ein reines Gewissen. Ich fürchte fast, es gibt heute nicht weniger als vor hundert Jahren! Und wieder schweigt die Welt, verharmlost und schaut zu.

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7 Antworten zu Kompromisslos

  1. ceterum censeo schreibt:

    „Die Hamas will keinen Kompromiss und Israel auch nicht. Ich bin froh darüber!“

    Wenn jetzt noch Israel das gleiche Ziel gegenüber den Moslems verfolgte, wie die Moslems gegenüber den Juden, wäre ich noch froher.
    Aber die Juden sind nicht so bösartig wie ich. Glück für die „Rechtgläubigen“.

  2. Dante schreibt:

    Die Hamas will keinen Kompromiss und Israel auch nicht. Ich bin froh darüber!

    Doch wohl nur über Letzteres. Die Kompromisslosigkeit der HaSSmas ist natürlich kein Anlass zur Freude.

    • Dante schreibt:

      Wobei das Wort „kompromisslos“ in diesem Zusammenhang eigentlich auch in Bezug auf Hamas fehl am Platz ist. Wenn jemand eigentlich vorhat, einen anderen Menschen umzubringen, wie sollte dann ein Kompromiss zwischen ihm und seinem potentiellen Opfer aussehen?

      • HM schreibt:

        @Dante
        „Wenn jemand eigentlich vorhat, einen anderen Menschen umzubringen, wie sollte dann ein Kompromiss zwischen ihm und seinem potentiellen Opfer aussehen?“

        Na so schwierig ist das doch nicht. Wenn jemand mit dieser Einstellung an einem Kompromissgespräch Teilnimmt, wird diese Position zur Verhandlungsmasse.
        Sollte dann ein Kompromiss geschlossen werden, muss sich diese Position
        zwangsläufig geändert haben, da das Gegenüber als Kompromissergebnis wohl kaum seinen eigenen Tod akzeptieren würde.

  3. Peter Pöpl schreibt:

    Ich bewundere die Menschen in Israel. Trotz der außergewöhnlich schwierigen Lebensbedingungen bringen sie hervorragende Leistungen in Bereichen wie Gesundheit, Technik, Sicherheit, Internet, Wasseraufbereitung …. Eine endlose Liste von Leistungen für Menschen auch außerhalb Israels. Gleichzeitig gelingt es sehr unterschiedliche Religionen anständig und gleich zu behandeln. Alle Rechte gelten für alle Israelis, egal welche Hautfarbe, Religion oder Geschlecht. Vom Fortschritt profitieren ebenso alle Israelis.
    Dass einige der Nachbarn ihren Hass und Neid als Lebensgrundlage für sich selbst und die Kinder machen führt zu der Entwicklung, die wir in der Region erleben. Abhängigkeit von ausländischen Interessen- und Geldgebern. Die deutschen Politiker werden bald besser verstehen, warum Kompromisse nicht möglich sind. Die vielen Flüchtlinge lehren es uns ja jetzt schon: keine Toleranz mit anderen Religionen oder anderen Lebensweisen und Gewalt als Lösungsmöglichkeit.

  4. CWeiss schreibt:

    Es ist ganz offensichtlich, dass hier insbesondere in linken, zuwanderugsbefürwortenden Kreisen ganz eigenartige Massstäbe angewandt werden. Es heisst bei jeder Gelegenheit „Kein Mensch ist illegal“ und es wird das Recht insbesondere auch von Muslimen überall auf der Welt zu „siedeln“ eingefordert. Auch wenn es beispielsweise um die Ansiedelung von Han-Chinesen in Tibet geht, ist keine Empörung vernehmbar. Nur wenn Juden siedeln, stellt das offenbar ein Problem dar.

    • ceterum censeo schreibt:

      Obwohl es hier nicht viel zur Sache tut, müßte man dem Grinseäffchen mit seinen Feudalmönchen eigentlich massive Moslembesiedelung wünschen. Es träfe die Richtigen. Aber Spaß beiseite, sowas wünschen wir nicht unseren schlimmsten Feinden. Nur uns selber. 🙂

Seid gut zueinander!

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