Ein Zimmermann in Berlin

Dies ist ein Gemälde von William Wires. Es zeigt die Omar Ibn Al-Khuttab Moschee in Berlin-Kreuzberg in der unmittelbaren Nähe des Görlitzer Bahnhofs. Am 10. Juni 2016 radelte William Wires wieder einmal an diesem Ort vorbei, als er auf der Verkehrsinsel am Anfang der Wienerstraße einen wild gestikulierenden Mann mit Pappschildern sah. Er stieg von seinem Fahrrad ab und machte ein paar Bilder von dem Mann.

Laut einem Plakat heißt der Mann Usama Zimmermann. Auf einem anderen Plakat steht: „Die Zionisten verbergen sich in dem Geheimdienst, darum führen sie den Terror in die Welt.“

„Komisch,“ dachte William Wires bei sich, „bisher dachte ich immer, sie verstecken sich hinter Bäumen und Steinen, so jedenfalls steht es in der Gründungscharta des Hamas.“ Recht hat William Wires. Die Ein-Mann-Demonstration in Berlin-Kreuzberg deckte sich tatsächlich sehr mit der Charta der Hamas. Dort steht unter anderem:

„Artikel 7: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!“

„Artikel 13: Ansätze zum Frieden, die sogenannten friedlichen Lösungen und die internationalen Konferenzen zur Lösung der Palästinafrage stehen sämtlichst im Widerspruch zu den Auffassungen der Islamischen Widerstandsbewegung. (…) Für die Palästina-Frage gibt es keine andere Lösung als den Djihad. Die Initiativen, Vorschläge und Internationalen Konferenzen sind reine Zeitverschwendung und eine Praxis der Sinnlosigkeit.“

„Artikel 15: Wenn unsere Feinde islamische Länder usurpieren, ist der Djihad eine bindende Pflicht für alle Muslime. Um der Eroberung Palästinas durch die Juden entgegenzutreten, gibt es keine andere Lösung, als das Banner des Djihad zu erheben.“

Artikel 22 erklärt, wer und was Juden sind und behauptet, sie hätten „einen riesigen und einflussreichen materiellen Wohlstand“ angehäuft, um ihren „Traum umzusetzen“:

„Dieser Reichtum erlaubte es ihnen, die Kontrolle über die Weltmedien wie zum Beispiel Nachrichtenagenturen, Zeitungen, Verlagshäuser, TV-Sender und weitere Dinge dieser Art zu übernehmen. Sie nutzten diesen Reichtum ebenfalls aus, um Revolutionen in verschiedenen Teilen der Welt anzustacheln, um ihre Interessen zur realisieren und die Früchte zu ernten. Sie standen hinter der Französischen Revolution und hinter den kommunistischen Revolutionen und den meisten Revolutionen, von denen man hier und da hört. (…) Sie nutzten das Geld ebenfalls dazu, die Macht über die imperialistischen Länder zu gewinnen und sie dazu zu bringen, viele Länder zu kolonisieren, um die Reichtümer dieser Länder auszubeuten sowie ihre Korruption dorthin zu verbreiten (…) Sie standen ebenfalls hinter dem II. Weltkrieg, in dem sie immense Vorteile aus dem Handel mit Kriegsausrüstungen zogen und die Etablierung des Staates Israel vorbereiteten. Sie inspirierten die Errichtung der Vereinten Nationen und des Sicherheitsrats, um den Völkerbund zu ersetzen und die Welt mithilfe ihrer Mittelsmänner zu beherrschen. Es gab keinen Krieg, an welchem Ort auch immer, der nicht ihre Fingerabdrücke trägt.“

In Artikel 28 erlärt die Charta, die Juden stünden „hinter der Verbreitung von Drogen und Giften aller Art, die ihr Machtausübung und Machtausdehnung erleichtern sollen“ und in Artikel 32 wird gesagt, woher all das Wissen über die Boshaftigkeit der Juden kommt:

„Ihr Komplott wurde in den Protokollen der Weisen von Zion niedergelegt: Ihre derzeitiges Verhalten ist der bester Beweis für das, was dort gesagt wurde.“

Am 10. Juni 2016 demonstrierte Usama Zimmermann in Berlin über die angebliche Bosheit der Zionisten. Zwei Tage zuvor waren in Tel Aviv vier Juden ermordet worden. Sie hatten sich nicht versteckten, weder hinter Bäumen, noch hinter Steinen, auch nicht in Geheimdiensten. Sie saßen in Cafés und liebten das Leben. Sie wurden gezielt ermordet, weil sie Juden waren.

Am 10. Juni 2016 schrieb Usama Zimmermann auf seine beiden Facebook-Seiten:

„Zwei Deutscher Zionist Rasist haben die Plakate von mein Hals gezogen, wenn die zwei Ausländer mich nicht geholfen haben, ich wäre Tot. und die Zionisten verzuchen mich wieder zu töten.“

Ich sag mal so, der Zimmermann scheint ordentlich am Rad zu drehen!

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18 Antworten zu Ein Zimmermann in Berlin

  1. Pingback: Nein, er ist bestimmt kein Antisemit… | abseits vom mainstream - heplev

  2. Shaka Zulu schreibt:

    Dachte „Ableism“ und Herabwürdigung psychisch Gestörter ist in euren linksliberalen Möchtegern-Antifa-Hedonisten-Opportunisten-Kreisen aus Gründer der Political Correctness verpönt?

  3. Robert Niedermeier schreibt:

    Habe just heute einen schmerzhaften Angriff seinserseits gegen meine Person wohl damit provoziert, da ich sagte: „Hier, das ist antifaschistischer Widerstand“ und – zugegebn – kräftig gegen sein Hetz-Plakat geschlagen habe. (Da standen Naziverbrechen verharmlosende Gleichsetzungen, Aufrufe zum „Widerstand“ gegen …(menschengruppenbezogene Hasspropaganda) Der Antisemit hat mir prompt in U-Bahnstation Boddinstraße schwer einen gezimmert, und ein Typ, der über „Meinungsfreiheit“ schwafelte, hat UZ mit Hilfe einer schnell zusammgerufenen Horde zur Fucht verholfen, indem sie mich bedrohten, den Täter in den Fahrstuhl verfrachteten und mich am Zugriff hinderten)
    Ne Freundin erzählte mir, als ich ihr vom Vorfall mit dem Volksverhetzer erzählte, das der Typ stadtbekannt sei, schickte mir Fotos und diverse Posts. Die Polizei in Neukölln markierte indes einen auf ahnungslos und ließ mich am Nachmittag Anzeige wegen Körperverletzung gegen „Unbekannt“ erstatten. Ich hatte aber bislang auch nichts von dem Hamas-Zitierer mitbekommen. Den Antisemiten-Verteidiger habe ich mit Hilfe der Polizei allerdings dingfest machen können. Hoffe, dass nun auch die Polizei konkret gegen den faschistoid motivierten Gewalttäter vorgeht, da ich den Täter nun schließlich eindeutig als stadtbekannten Menschenhasser „Zimmermann“ identifizieren kann.
    Und übrigens: Niemand sollte mit Typen wie „Zimmermann“, seinen Helfern und ideologischen Gesinnungspersonen diskutieren. Faschismus ist keine Meinung.
    P.S. Alle, die Zimmermanns Hetze damit relativieren, dass er „bekloppt“ sei, sollten bedenken, dass alle Faschisten quasi irre sind. Das macht die Politsoziopathen nicht tolerabler.

  4. Pingback: 27.06.2016 – Wer tritt Usama Zimmermann in den Arsch? |

  5. Pingback: Schaschlik | abseits vom mainstream - heplev

  6. besucher schreibt:

    Usama bin Zimmermannsladen

  7. Kanalratte schreibt:

    Anhand der Schilder kann man sehr gut erkennen, daß das Wort „Zionisten“ durchaus im hohen Maße als Stellvertreterbegriff für das belastete „Juden“ steht. Wie sonst sollen Zionisten die Welt beherrschen, wenn es sich beim Zionismus in der Realität nur um eine jüdische Nationalbewegung aus Israel handelt? Die Ziele des Zionismus sind weitgehend erreicht.

  8. unbesorgt schreibt:

    Wo hat der Zimmermann das Loch gelassen?
    Im Kopf natürlich, im eigenen!

  9. abusheitan schreibt:

    Wir sollten ihm sicherheitshalber ausreichend Schokopudding zur Verfügung stellen.

  10. Dante schreibt:

    Früher hatten die Nationalsozialisten braune Hemden und weiße Gesichter, heute haben sie z. B. karierte Hemden und braune Gesichter.

    • Kanalratte schreibt:

      Früher trugen Nationalsozialisten Turban und beteten Allah an. Heute immer noch. Zweitwichtigstes Buch nach dem Koran ist für sie „Mein Kampf“.

  11. CWeiss schreibt:

    Man muss manchmal auch Gnade haben und einsehen, dass bei gewissen Personen die Einweisung in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung für alle Beteiligten das beste ist.

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @CWeiss

      Ein Verrückter muss nicht zwangsläufig eingewiesen werden. Oftmals genügt schon ein Pressesprecher, um den Patienten erfolgreich im öffentlichen Leben zu halten.

  12. anti3anti schreibt:

    Es gibt so viele normale Judenhasser. Diesen brauchen wir nicht!

  13. ws schreibt:

    Kein gutes Ziel, nicht satisfaktionsfähig. Der Zimmermann hat offensichtlich ein reguläres psychiatrisches Problem.

  14. William Wires schreibt:

    Hat dies auf What nerve | William Wires rebloggt und kommentierte:

    A Zimmermann (carpenter) in Berlin
    Published on June 11, 2016 tapferimnirgendwo

    This is a painting by William Wires. It shows the Omar Ibn Al-Khuttab Mosque in Berlin’s Kreuzberg district in the immediate vicinity of the railway station Görlitzer Bahnhof. On June 10, 2016, William Wires was cycling by this location when he noticed a wildly gesticulating man with cardboard signs on the traffic island at the beginning of Wiener Straße. He dismounted from his bicycle and took a few pictures of the man.

    According to one poster, the man’s name is Osama Zimmermann. On another poster: „The Zionists are hiding behind secret services, and are spreading terror throughout the world.“

    „Strange,“ William Wires thought to himself, „I thought they hid behind trees and stones; at least that’s what’s stated in the founding charter of Hamas.“ William Wires is right. The one-man demonstration in Berlin-Kreuzberg does indeed correspond with the Charter of Hamas. Among other things, it’s stated:

    „Article 7: The Day of Judgement will not come about until Moslems fight the Jews, when the Jew will hide behind stones and trees. The stones and trees will say O Moslems, O Abdulla, there is a Jew behind me, come and kill him.”

    „Article 13: Initiatives, and so-called peaceful solutions and international conferences, are in contradiction to the principles of the Islamic Resistance Movement. (…)There is no solution for the Palestinian question except through Jihad. Initiatives, proposals and international conferences are all a waste of time and vain endeavors.”

    „Article 15: The day that enemies usurp part of Moslem land, Jihad becomes the individual duty of every Moslem. In face of the Jews‘ usurpation of Palestine, it is compulsory that the banner of Jihad be raised.”

    Article 22 explains who and what Jews are and says that they had „a huge and influential material wealth“ amassed „to implement their dreams”:

    „With their money, they took control of the world media, news agencies, the press, publishing houses, broadcasting stations, and others. With their money they stirred revolutions in various parts of the world with the purpose of achieving their interests and reaping the fruit therein. They were behind the French Revolution, the Communist revolution and most of the revolutions we heard and hear about, here and there. (…) With their money they were able to control imperialistic countries and instigate them to colonize many countries in order to enable them to exploit their resources and spread corruption there. (…) They were behind World War II, through which they made huge financial gains by trading in armaments, and paved the way for the establishment of their state. It was they who instigated the replacement of the League of Nations with the United Nations and the Security Council to enable them to rule the world through them. There is no war going on anywhere, without having their finger in it.”

    In Article 28 the Charter explains that the Jews are „behind drug trade” and “facilitate(s) its control and expansion“ and Article 32 describes the source of the Jews’ wickedness:

    „Their plan is embodied in the „Protocols of the Elders of Zion“, and their present conduct is the best proof of what we are saying.”

    On June 10, 2016, Usama Zimmermann protested in Berlin about the alleged evil of the Zionists. Two days earlier, four Jews were murdered in Tel Aviv. They were neither secretly hiding behind trees nor stones. They sat openly in cafes and loved life. They were deliberately murdered because they were Jews.

    On June 10, 2016, Usama Zimmermann wrote on both of his Facebook pages:

    „Two German Zionist racists tried to pull the posters off my neck. If the two foreigners hadn’t helped me, I would be dead now. The Zionists are still trying to kill me.“ (Poor German writing corrected in English.)

    Mr. Zimmermann has lost some of his marbles!

  15. Hessenhenker schreibt:

    Wenn der Zimmermann einen Sohn hat,
    ist er bestimmt Radmacher?

Seid gut zueinander!

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