„Bezüglich Ihrer Fragen ist die Redaktion von ARD-aktuell leider der falsche Ansprechpartner.“

Sehr geehrte Redaktion der Tagesschau,

in der Tagesschau vom 14. April 2017 wird am Minute 14:40 berichtet:

„Bei der Karfreitags-Prozession in Berlin haben Gläubige an jene Christen erinnert, die wegen ihrer Religion verfolgt werden. Sie gedachten der Opfer der Anschläge auf koptische Kirchen am Palmsonntag in Ägypten. An der ökomenischen Schweigeprozession nahmen unter anderem der evangelische Bischof Dröge, der katholische Erzbischof Koch und eine Vertreterin der Muslime teil.“

Als Vertreterin der Muslime wird Seyran Ateş gezeigt. Sie ist Verfasserin des Buchs „Der Islam braucht eine sexuelle Revolution“.

Meine Frage an Sie lautet:

Welche Glaubensrichtung innerhalb des Islams hat Seyran Ateş vertreten? Für welche muslimische Organisation war sie als „Gläubige“ in Vertretung anwesend?

Mit freundlichen Grüßen,
Gerd Buurmann

***

Lieber Herr Buurmann,

vielen Dank für Ihre Nachfrage und dem damit verbundenem Interesse an unserem Programm. In dem Nachrichtenfilm, den Sie beschreiben, gab es eine kurze Sequenz in der Seyran Ateş zu sehen ist. Bezüglich Ihrer Fragen ist die Redaktion von ARD-aktuell leider der falsche Ansprechpartner. Welche Glaubensrichtung innerhalb des Islams Frau Ateş dort vertreten hat und für welche muslimische Organisation sie dort war, müssen Sie bei dem Veranstalter der Karfreitags-Prozession erfragen.

Mit freundlichen Grüßen,
Marcus Bornheim
Zweiter Chefredakteur ARD-aktuell

***

Lieber Marcus Bornheim,

warum soll ich die Veranstalter der Karfreitags-Prozession fragen? Die Tagesschau hat Seyran Ateş zu einer Vertreterin des Islams erklärt! Jetzt aber erfahre ich von Ihnen, dass die Redaktion zwar erklärt, Seyran Ateş sei eine Vertreterin des Islams, jedoch nicht weiß, wen sie vertritt und ob sie überhaupt eine Organisation des Islams vertritt. Ist es der Tagesschau nie in den Sinn gekommen, dass Seyran Ateş vielleicht gar nicht für eine muslimische Organisation unterwegs war, sondern einfach nur als Mensch? Oder gehören Menschen wie Seyran Ateş für die Redaktion der Tagesschau sofort zum Kollektiv Islam, sobald sie irgendwie muslimisch sind. Ich war letztens auf einer Demonstration für Schwulenrechte. Niemand hat dort gesagt, ich sei als Vertreter des Cristentums da. Ich war als Gerd Buurmann da. Würde die Tagesschau auch mich zu einem Vertreter des Christentums machen?

Alles Liebe,
Gerd Buurmann

***

Sehr geehrter Herr Buurmann,

vielen Dank für Ihre Antwort. Leider verstehe ich Ihr Anliegen nicht wirklich. In dem kurzen Nachrichtenfilm wird nämlich der Name von Frau Ateş gar nicht genannt. Somit hat die Tagesschau sie auch nicht zu einer Vertreterin des Islams erklärt. Warum sie eingeladen wurde, – ob als Privatperson oder als Vertreterin einer Organisation – ist eindeutig Sache des Veranstalters.

Viele Grüße aus Hamburg
Marcus Bornheim
Zweiter Chefredakteur ARD-aktuell

***

Sehr geehrter Herr Bornheim,

vielen Dank für Ihre Antwort. Leider verstehe ich Ihre Antwort nicht wirklich. Sie sagen, der Name von Frau Ateş sei gar nicht genannt worden und somit habe die Tagesschau sie auch nicht zu einer Vertreterin des Islams erklärt. Wer war denn dann die Vertreterin des Islams, die laut Tagesschau bei der Karfreitags-Prozession in Berlin anwesend war? Zudem schreiben Sie, ob die Person als Privatperson oder als Vertreterin einer Organisation anwesend war, sei eindeutig Sache des Veranstalters. Nein! Dem ist nicht so. Die Tagesschau hat die Person zu einer Vertreterin des Islams erklärt. Daher nochmal: Wer ist die Vertreterin des Islams und welche Organisation hat sie vertreten?

Alles Liebe aus Köln,
Gerd Buurmann

Dieser Beitrag wurde unter Christentum, Islam, Nachrichten veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

18 Antworten zu „Bezüglich Ihrer Fragen ist die Redaktion von ARD-aktuell leider der falsche Ansprechpartner.“

  1. Melanie schreibt:

    Wenn’s nicht so traurig wäre, würde ich am allerliebsten nur über die Antworten von Herrn Bornheim lachen . ‚Jeder Jeck is anders‘, und dieser hier ist es auf jeden Fall! Dumm und ignorant oder vielleicht auch irgendwie plint oder taup, oder auch irgendwie zwei bis drei zusammen 😉

  2. aurorula a. schreibt:

    Ich finde die Diskussion über Spicers Fehlvergleich leider nicht mehr wieder, deshalb ersatzweise hierhin:
    https://www.gatestoneinstitute.org/10204/spicer-mistake-and-the-democrat-over-reaction

  3. Paul schreibt:

    Wer mehr über die Flachzange Marcus Bornheim wissen will,
    kann es hier tun:
    http://www.ard.de/home/intern/presse/pressearchiv/Marcus_Bornheim_wird_2__Chefredakteur_von_ARD_aktuell/3830320/index.html

    Den Posten als Zweiter Chefredakteur bei ARD aktuell hat er seit 1(!). April 2017. (Wenn das mal keine besondere Bedeutung hat?)

    Ich zitiere mal aus seinem Werdegang.
    „Nach dem Studium der Politik, Wirtschaftsgeschichte und Soziologie an der Universität Bonn besuchte er die Berliner Journalistenschule.“

    Aha! Er hat studiert!
    Liest jemand welchen Abschluss er gemacht hat?
    Aber VIER abgebrochen Studiengänge reichen aus für diesen Posten als Zweiter Chefredakteur.
    „Journalistenschule“ sagt für den Kenner alles.

    Da lohnt sich ein Blick in Wiki:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Journalist

    Zitat:
    „Ein Journalist [ʒʊʁnaˈlɪst] ist jemand, der sich „hauptberuflich an der Verbreitung und Veröffentlichung von Informationen, Meinungen und Unterhaltung durch Massenmedien beteiligt“ (Definition des Deutschen Journalisten-Verbandes). Die Berufsbezeichnung Journalist ist in Deutschland rechtlich nicht geschützt. Es gilt der freie Zugang zum Journalismus aufgrund der Meinungs- und Pressefreiheit nach Artikel 5 des Grundgesetzes.“

    Aber immer mit dem „Großen Messer“ der Allwissenheit rumlaufen. Das haben wir gerne.

    Hat noch jemand Fragen?

    Herzlich, Paul

    • Melanie schreibt:

      Sorry Paul. Auch ich habe „nur Abi und zwei abgebrochene Studiengänge“ vorzuweisen ( nur privat mehr zum Hintergrund). Aber weder abgebrochenes noch vollendete/s Studium/Studien sollten bei Menschen Erklärungen für mangelnden Common Sense, Herz und Courage herhalten. Und Letztere auch bei „anderen“ Menschen eher öfter vorkommen mögen … (rein subjektive Erfahrung) …

      • Aristobulus schreibt:

        So isses.
        Immerhin (also immerhin!) ein gewisser Adolf, der weder irgned ein Abitur noch überhaupt ein ordentliches Politologiestudium vorweisen konnte, hat es geschafft, trotzdem weltbekannt zu werden.
        Ach ja, man glaubte sogar seinen Worten. Und die hatten einiges Gewicht. In Tonnen musste man die messen.

      • Paul schreibt:

        Hallo Melanie,
        es gibt keinen Grund, dass Du das was ich zu Bornheim geschrieben habe, persönlich nimmst.
        Ich beurteile diesen Menschen nicht nach seinem schulischen oder universitären Bildungsgang.
        Es diente nur zur Begründung seiner Dummheit.
        Du bist ohne weitere Begründung zu der gleichen Einschätzung gekommen.

        Allerdings sollte jemand für die ausgeübte Funktion auch den entsprechenden Ausbildungstand haben. Oder er muss ihn sich selbstständig aneignen. Das scheint mir hier auch nicht gegeben zu sein.

        Herzlich, Paul

        • Aristobulus schreibt:

          … das stimmt doch noch immer nicht.
          Jemand kann die fünf großen W des Journalismus, oder er kann sie nicht. Die Journaillistiker Augstein, Bommarius und Prantl etwa beherrschen die fünf großen W des Journalismus in keiner Weise, obgleich sie formal alle Qualifikationen haben.

  4. A.S. schreibt:

    Bin gespannt ob noch eine Antwort kommt.
    Irgendwie habe ich den Verdacht, dass die Islamvertretung einfach so hinzugedichtet wurde, und die jetzt nicht mehr wissen wie sie aus der Nummer rauskommen ohne den „Lügenpresse-Rufern“ neues Futter zu liefern.

    • Paul schreibt:

      Das sehe ich auch so.
      Was hat auch ein Islamvertreter mit dieser Veranstaltung zu tun.
      Wer ist eigentlich ein Islamvertreter. Jede Moschee hat eine Eigenständigkeit und kann auch nur für sich sprechen,

      Selbst Mazyek ist kein Islamvertreter, sondern nur der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime Deutschlands und könnte nur diesen zetralrat, der einen sher kleinen Teil der Muslime Deutschlands vertritt, repräsentieren.

      Der eigentliche Vertreter sind die Muslimbrüder, die als Graue Eminenz im Verborgenen im Hintergrund agieren. Die werden sich nie an einer derartigen Demonstration beteilöigen.

      Was ein normaler, nicht mal besonders gut informierter Blogger Paul weiß, kann natürlich der Zweite Chefredakteur von ARD aktuell nicht wissen?

      Warum auch.

      Solche >Flachzangen sind Redakteure in der ARD. Warum wundern wir uns eigentlich über die schlechte Qualität der Berichterstattung?

      Herzlich, Paul

  5. davboe schreibt:

    Herr Buurmann!
    Sie sind aber auch hartnäckig!
    Grüßle
    😉

  6. Ralf Weber schreibt:

    Auch hierzu möchte ich aus gegebenen Anlass einen aktuellen Beitrag weitergeben:

    The Religion of Peace Strikes Again in Paris!

    Muslim terrorists opened fire on police on Thursday night, murdering two, on the Champs-Élysées and one terrorist was killed by return fire. (sehr frühe source JewishPress.com)

    Der IS reklamiert den Angriff in Paris für sich und ein Mörder ist den Ermittlern nach Angaben aus Justizkreisen wohl als „Abu Yussef der Belgier“ bekannt. Seine Wohnung wurde bereits durchsucht.

    Aber trotz dieser Faktenlage: Die Aussage: „heimtückischer islamischer Mörder“ fehlt in den deutschen Nachrichten-Filtermedien. Lieber beißen sie sich – wie im harmonischen Einklang mit der der hiesigen Politik längst üblich — so lange es irgend geht die Zunge blutig , als die hiesigen Wähler durch die Wahrheit so sehr zu beunruhigen, dass ihr Wahlkreuzchen vielleicht noch verrutschen könnte.

    Statt dessen rätseln sie ganz gewiß bald munter über die Motive des durch unsere Gesellschaft in die Arme des IS getriebenen, so schrecklich viktimisierten Täters: psychische Erkrankung, Frustration über die zu kleine und dazu noch verspätete Zahlung der sozialen Bezüge, Probleme bei der Wohnungssuche, zu wenig Gegenliebe bei der zuletzt verübten Vergewaltigung — ja, das Leben kann wirklich hart sein.

    Mit dem Islam hat das ganze jedenfalls nichts zu tun. Das hat ja nicht einmal der Islamische Staat. Der gehört nämlich zu den Guten , der Islam — er gehört zu uns. Wir wissen das: Frau Merkel hat es uns aus ihrer Bodyguard-geschützten Panzerlimousine heraus gesagt. Herr Wulff auch, jedenfalls bevor er sich sein hässliches Ziegelhäuschen gekauft hat. Mit ihnen natürlich auch Herr Mazyek und die uns so erfolgreich unser Verschulden an der missglückten Integration der Islamis darlegenden Islamverbände. Selbstverständlich auch ganz viele weitere berufene Lichtgestalten aus unserer wundervollen Polit- und Medienszene, die beherzt wie niemand sonst, geradezu Furien-gleich, die Rechte der islamischen Täter gegen ihre Opfer zu verteidigen wissen —– im Übrigen aber angesichts der großen Auswahl an quasi täglichen Islam-generierten Terrormorden, Anschläge unter einem Dutzend Toter kaum noch thematisieren.

    Müssen sie auch gar nicht. Der gestrige islamische Polizistenmord von Paris ist auch ohne den gewohnten schönen Mordjubel muslimischer Terrorfans eine Mahnung für uns noch Übriggebliebene: Zurückhaltung ist angesagt, nur keine Instrumentalisierung dieses Einzelfalls , das wäre das schlimmste. Die größte Gefahr für unsere Zivilisation ist neben dem Klimawandel die Islamophobie und der werden wir, geläutert von der Politik unseres Vertrauens, nicht erliegen.

    Der Familie des Islam-gemordeten französischen Polizisten wird soviel gutmenschliche Besonnenheit sicher den erforderlichen Trost spenden. Und wir, wir haben ohnehin längst aufgegeben.

    Dr. Rafael Korenzecher

  7. anti3anti schreibt:

    Jeder Muslim ist ein Vertreter von Muslimen. Genau so wie bei den Zigeunern und bei den Juden.

    • A.S. schreibt:

      Außer der Muslim ist gewalttätig. Dann ist er kein Vertreter sondern eine unbedeutende Ausnahme und Diskriminierungsopfer ohne kommunales Wahlrecht.

  8. A.S. schreibt:

    Hat der die Frage nicht verstanden oder umgeht er die Frage absichtlich?
    Ich weiß nicht was schlimmer wäre……

    • Paul schreibt:

      Nein, dieser Mensch ist zu dämlich. Und sowas ist 2. Chefredakteur!
      Er fühlt sich von dieser Frage genervt. Bei ihm ist nicht der Zuschauer, der Kunde, der König, sondern der nächste Vorgesetzte.
      Gerd muss aufpassen, sonst hat er bald eine Klage wegen Majestätsbeleidigung „am Hals“.

      Herzlich, Paul

  9. Lusru schreibt:

    Ja, so sind sie gern, unsere Leidmedien, vor allem die grossen, die von unserem Geld leben – nicht etwa dass sie „Lügen“ – nein, sie „lücken“, berichten nicht nur in sondern auch mit Lücken. Entweder völlig gedankenlos – was jedem MAL passieren kann, oder ahnungslos vom Gegenstand samt Kontexen des Berichtes, der neben journalistischen Blüten auch noch die nicht gegebene „breite Vollständigkeit“ einer gesellschaftlichen Aktion suggerieren möchte – ohne Hinweis darauf ….
    Nun ist das zwar reichlich schlimm, schlimmer jedoch ist, nach dem der Hinweis auf LÜCKENberichtung erfogte, sich derart in Einfalt gewickelt zu erklären, wie das hier ein nur „zweiter Chefredakteur ARD-aktuell“ Marcus Bornheim versucht:
    Nicht einmal nach dem Hinweis begreifend, dass der Gerd Buurmann nicht das Handeln der „Veranstalter“ oder der Seyran Ateş hinterfragt hatte, sondern ausschliesslich und in einfach verständlicher klarer deutschen Sprache die selbstherrliche Gedanken- und Professionslosigkeit und von holzschnittartiger Mainstreamdenke eines Fünftklässlers in der Berichterstattung der ARD hier schelmisch skeptisch blossstellte.
    Da ist es bei solchen „Antworten“ auf solche einfachen aber sozial wichtigen Fragen kein Wunder, dass da gelegentlich HildeNormalo von Lückenpresse spricht
    I(n Anlehnung an Prof Teusch „Lückenpresse – Das Ende des Journalismus wie wir ihn kannten“ / Westendverlag 2016).
    Wie es scheint, ist es nicht Nachlässigkeit, sondern grundsätzliches fragwürdiges nicht hinterfragendes Denken, das uns immer öfter solche (Aus)Sichten im Nachrichtenwesen beschert und uns zugleich höchste journalistische Professionalität vorgaukelt.
    Das kommt heraus dabei, wenn ChefREDAKTEUR nicht einmal eine Frage richtig lesen
    (verstehen) kann – oder will?
    Irgendwie erinnert das schon auch an eine ARD-Anja Reschke, der erst beim Anblick von Pegiden in Dresden und weniger bei zuvoriger Betrachtung der Leichenberge von Holocaust-Originalaufnahmen das Kotzen kam …
    so what

Seid gut zueinander!

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s