Gedanken an Mariä Himmelfahrt / Danke Israel!

"Wir glauben, dass Maria, wie Christus ihr Sohn, den Tod schon besiegt hat."

Dieser Satz von Papst Benedikt XVI. erklärt kurz und knapp, was heute, am 15. August, gefeiert wird. Heute feiern die Katholiken der Welt Mariä Aufnahme in den Himmel. Im Volksmund wird das Fest auch Mariä Himmelfahrt genannt, obwohl es einen entscheidenen Unterschied zu Christi Himmelfahrt. Jesus stieg aus eigener Kraft zum Himmel empor, Maria dagegen wurde in den Himmel aufgenommen.

Die leibliche Aufnahme von Maria wird zwar nicht in der Bibel beschrieben, wurde aber 1950 als bisher letztes katholisches Dogma von Papst Pius XII. verkündet. In diesem mit höchster Autorität verfassten und vor allem unfehlbaren Lehr- und Glaubenssatz heißt es, dass "die Unbefleckte, allzeit jungfräuliche Gottesmutter Maria nach Ablauf ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde".

Mit dieser Aufnahme in den Himmel genießt Maria als "Mutter Gottes" somit ein Privileg, denn laut katholischer Lehre lebt die Seele zwar nach dem Tod weiter, aber der Leib wird erst am Tag des Jüngsten Gerichtes auferweckt.

In Jerusalem gibt es einen Ort, an dem Mariä Aufnahme in den Himmel besonders geehrt wird:
Diesen Ort kann man so sicher besuchen, wie den Ort, wo Jesus getauft worden sein soll.
Ich selbst war dort.
Ich war auch an dem Ort, wo Jesus die Bergpredigt gehalten haben soll.
Und an dem Ort, wo Jesus einen Gelähmten geheilt haben soll.Ich war auch an dem See, wo der auferstandene Jesus seinen Jüngern erschienen sein soll.
All diese Orte habe ich sicher besucht. Sie waren so sicher wie die Grabeskirche.
So sicher wie die engen Gassen Jerusalems.
So sicher wie der Ort, wo das letzte Abendmahl stattgefunden haben soll.
Überall in Israel fühlte ich mich sicher.
Ich ging sogar sicher durch die Wüste. Nicht mal der Teufel hat mich gestört.
All diese Orte konnte ich sicher besuchen, weil das israelische Volk meine Sicherheit verteidigte.
Israel gab mir die Möglichkeit, den Ort von Mariä Aufnahme in den Himmel zu besuchen! Danke Israel!

Leider konnte ich den Ort von Mariä Lichtmess nicht besuchen. Mariä Lichtmess ist der Tag, an dem Maria zum ersten Mal mit ihrem damals erst ein paar Wochen alten Sohn den Tempel besucht haben soll. Den Ort, wo der Tempel einst stand, bevor er zerstört wurde, konnte ich bei meinem letzten Besuch in Israel nur von der Ferne sehen.

Der Tempelberg blieb mir verschlossen. Er wird nämlich leider nicht von Israel bewacht. Der Zugang zum Tempelberg ist über elf Tore an der Nord- und Westseite der Anlage möglich. Alle Tore werden von Angestellten einer sogenannten Frommen Stiftung des Islams (Waqf) überwacht. Der Zutritt ist dort nur Muslimen erlaubt. Sollten Zweifel bestehen, müssen ausländische Muslime ihre Zugehörigkeit zum Islam belegen. Andersgläubigen ist der Zutritt nur von Samstag bis Donnerstag über das Marokkanertor bei der Klagemauer erlaubt. Das Betreten ist dort allerdings nur nach scharfen Sicherheitskontrollen außerhalb der Gebetszeiten möglich. Juden werden, wenn überhaupt, nur in kleinen Gruppen und oft mit Aufsicht eingelassen. Das Mitbringen von Büchern und Kultgegenständen und das Abhalten von Gebeten anderer Religionen ist verboten. Wenn Juden den Tempelberg betreten, werden sie nicht selten bedroht.

Auch Christen können auf dem Tempelberg Probleme kriegen.

An den Orten, die Israel bewacht, sind Juden, Christen und Muslime nicht nur sicher, sie werden auch nicht diskriminiert. Das ist der Unterschied!

Immer wieder wird behauptet, in Israel herrsche Apartheid, aber das ist eine Lüge. Israel ist das einzige Land im Nahen Osten, in dem es keine Apartheid gibt. Hillel Neuer brachte es am 20. März 2017 im sogenannten Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen auf den Punkt:

„Israels 1,5 Millionen Araber, genießen das volle Stimmrecht. Sie alle können in die Knesset gewählt werden. Sie arbeiten als Ärzte und Rechtsanwälte und sie dienen am Obersten Gerichtshof. Ich frage die Mitglieder dieser Kommission, die die Berichte gegen Israel in Auftrag gegeben haben, ich frage die arabischen Staaten, von denen wir gerade gehört haben, ich frage Ägypten, Irak und die Anderen: Wie viele Juden leben in Euren Ländern? Wie viele Juden lebten in Ägypten, Irak, Jordanien, Kuwait, Libanon, Libyen, Marokko? Einst war das Gebiet voller Juden. Algerien hatte 140.000 Juden. Algerien, wo sind Deine Juden? Ägypten hatte 75.000 Juden. Wo sind Deine Juden? Syrien, Du hattest zehntausende von Juden. Wo sind Deine Juden? Irak, Du hattest über 135.000 Juden. Wo sind Deine Juden? Wo ist die Apartheid? Warum treffen wir uns heute zu einem Tagesordnungspunkt, der nur auf einen einzigen Staat abzielt, den jüdischen Staat? Wo ist die Apartheid, Herr Präsident?“

Israel ist ein Land, an dem sich Christen und Muslime ein Beispiel nehmen können. Israel ist das einzige Land im Nahen Osten, in dem Frauen und Männer gleichberechtigt sind, Homosexualität staatlich anerkannt ist, die Meinung, Kunst und Wissenschaft frei sind, keine Religion diskriminiert wird und Juden weder besser noch schlechter sein müssen als alle andere Menschen. Jeder Quadratmeter im Nahen Osten, der sich ein Beispiel an Israel nimmt, ist ein gewonnener Quadratmeter. Israel ist der einzige Ort im Nahen Osten, wo ich vor staatlicher Verfolgung sicher bin. Überall sonst muss ich befürchten, verfolgt zu werden, nur weil ich so bin, wie ich bin.

Darum sage ich heute, am Tag von Mariä Aufnahme in den Himmel: Danke, Israel, vielen, vielen Dank. Toda raba und lang lebe Israel. Am Israel Chai!

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3 Antworten zu Gedanken an Mariä Himmelfahrt / Danke Israel!

  1. Konrad Bollmann schreibt:

    Ich erkenne voll die Demokratie Israel’s an, aber ich teile nicht die uneingeschränkte Religions-
    freiheit wie die Akzeptanz der Homosexualität.

  2. Frase0815 schreibt:

    Klar herrscht in Israel Apartheid, auf dem Tempelberg….

Seid gut zueinander!

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