„Den Hass zu ignorieren, ist genauso schlimm, wie ihn zu unterstützen.“

Nach dem Anschlag in Charlottesville meldete sich Jimmy Fallon zu Wort. Ich hab die Rede übersetzt:

„Auch wenn die Tonight Show keine politische Show ist, ist es meine Verantwortung als Mensch, mich gegen Intoleranz und Extremismus zu stellen.

Was über das Wochenende in Charlottesville geschehen ist, ist einfach nur ekelerregend. Ich habe die Nachrichten geschaut, wie alle anderen auch. Ich sah Nazifahnen, Fackeln und Anhänger der Ideologie der weißen Vorherrschaft. Es hat mir den Magen umgedreht.

Meine Töchter spielten währenddessen im Nebenzimmer und ich fragte mich, wie soll ich ihnen erklären, dass es soviel Hass in dieser Welt gibt? Sie sind zwei und vier Jahre alt. Sie wissen nicht, was Hass ist. Sie gehen auf den Spielplatz und haben Freunde mit den verschiedensten Hautfarben und Hintergründen. Sie spielen einfach. Sie lachen. Sie haben Spaß.

Aber wenn die Kinder größer werden, brauchen Sie Menschen, zu denen sie hinaufschauen können, die ihnen zeigen, was richtig und gut ist. Sie brauchen Eltern, Lehrer und Vorbilder, die an das Beste in uns appellieren.

Die Tatsache, dass der Präsidenten zwei Tage brauchte, um klar und deutlich Rassismus und die Ideologie der weißen Vorherrschaft zu verdammen, ist beschämend und ich glaube, dass er sich am Ende nur zu Wort gemeldet hat, weil überall Menschen aufgestanden sind und sich empört haben.

Es ist wichtig, besonders für die weißen Menschen in diesem Land, dass sie sich gegen all dies aussprechen. Es zu ignorieren, ist genauso schlimm, wie es zu unterstützen.

Erinnern wir uns daran, dass es Menschen gab, die ihr Leben gegeben haben, um dafür zu sorgen, dass sich dieser Hass nicht ausbreitet. Sie kämpften und starben auf der richtigen Seite der Geschichte.

Eine mutige Frau in Charlottesville, Heather Heyer, starb im Alter von 32, weil sie für das Richtige einstand.

Ich kann meine schönen, heranwachsenden, neugierigen Töchtern nicht anschauen und schweigen, wenn solche Dinge passiert. Wir müssen aufstehen gegen das, was falsch ist, wir müssen anerkennen, dass es Rassismus gibt.

Wir müssen aufstehen für das, was richtig, anständig und gütig ist, um den kommenden Generationen zu zeigen, dass wir nicht vergessen haben, wie hart Menschen für Menschenrechte gekämpft haben.

Wir können nicht dahinter zurück gehen. Das können wir nicht tun.“

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