„Wir lassen uns unsere Freiheit nicht nehmen!“

Nach jedem Terroranschlag höre ich es immer wieder. „Wir lassen uns unsere Freiheit nicht nehmen!“ Wer ist eigentlich dieses „Wir“?

Der deutsche Journalist Hamed Abdel-Samad lebt in Deutschland unter ständiger Lebensgefahr. Er kann nur mit Personenschützer sein Haus verlassen und seine Freunde nur geheim treffen. Er schwebt in permanenter Lebensgefahr, weil er den Islam kritisiert. Seine Freiheit auf ein unbeschwertes Leben wurde ihm genommen, weil er Artikel 5 des Grundgesetzes lebt.

Die deutsche Juristin Seyran Ateş lebt in Deutschland unter ständiger Lebensgefahr, weil sie eine liberale Moschee in Berlin eröffnet hat, wo Männer und Frauen gemeinsam beten, Homosexuelle Willkommen sind und Frauen kein Kopftuch tragen müssen. Ihre Freiheit auf ein unbeschwertes Leben wurde ihr genommen, weil sie die Artikel 3 und 4 des Grundgesetzes lebt.

Entweder lügt die Person, die sagt, „Wir lassen uns unsere Freiheit nicht nehmen“, oder sie sagt, Seyran Ateş und Hamed Abdel-Samad gehören nicht zu uns!

Natürlich gehören sie zu uns!

Menschen wie Hamed Abdel-Samad und Seyran Ateş leben in Europa unter ständiger Lebensgefahr, weil sie Homosexuelle nicht verurteilen, für Frauenrechte streiten, das Kopftuch für Frauen nicht fordern, Juden nicht hassen und den Islam an seinen fundamentalistischen Stellen kritisieren, was viele Muslime in Europa als Grund heranziehen, sie umbringen zu wollen. Sollten wir nicht alle Musliminnen bitten, das Kopftuch auszuziehen, aus Solidarität mit jenen, die aus religiösen Gründen verfolgt werden?

Wenn Sie diese Forderung unverschämt finden, dann muss Ihnen die Forderung vom österreichischen Bundespräsident Alexander Van der Bellen die Zornesröte ins Gesicht treiben, denn er schwadronierte einst:

„Wir werden noch alle Frauen bitten müssen, Kopftuch zu tragen, aus Solidarität mit jenen, die es aus religiösen Gründen tragen.“

Mal ganz abgesehen davon, dass es sehr bemerkenswert ist, wenn ein Mann allen Frauen erklärt, was sie mit ihrem Körper zu tun haben, ist die Aussage von Alexander Van der Bellen schon allein deshalb unverschämt, weil keine Frau in Europa unter dem Urteil eines staatlich ausgesprochenen Todesurteils leben muss, weil sie ein Kopftuch trägt, aber sehr viele Muslime in Europa unter staatlich und religiös legitimierten Morddrohungen leben müssen, weil sie es wagen, den Islam zu kritisieren. Es ist für eine Muslimin in Europa deutlich gefährlicher, das Kopftuch nicht zu tragen, als es zu tragen, auch in Österreich!

Die österreichische Publizistin Sabatina James lebt in ständiger Lebensgefahr, weil sie sich einer Zwangsheirat entzog, zum Christentum konvertierte und heute eine Stiftung führt, die Flüchtlingen hilft, der Hölle familiärer Gewalt zu entfliehen. Für sie ist klar, Muslime werden unterdrückt und zwar vom Islam.

Sabatina James, Seyran Ateş und Hamed Abdel-Samad sind nur drei Menschen, deren Freiheit genommen wurde. Es gibt unendlich viele Menschen, die in Europa in Lebensgefahr leben und fürchten, aufgrund eines merkwürdig ausgelegten Begriffs der Ehre ermordet zu werden.

Es darf aber einfach nicht sein, dass es auch nur einen einzigen Menschen in Deutschland gibt, der um sein Leben fürchten muss, weil er eine Religion kritisiert, seine Meinung sagt, mit Frauen und Homosexuellen betet oder frei lieben möchte.

Wir schauen gerade zu, wie einem Teil von uns die Freiheit genommen wird. Und die Mehrheit schweigt, weil es muslimische Querulanten sind, denen die Rechte genommen werden und da sagt sich manch ein Herrenmensch, der Muslimen nicht soviel zutraut wie Christen:

„Was fällt denen eigentlich ein, sich wie aufgeklärte Menschen zu benehmen? Das ist eine Beleidigung für jeden Moslem. Islam bedeutet nämlich Frieden. Das müssen die tolerieren. Sonst sind sie nicht besser als die Nazis!“

Es gibt kein Zuviel an Kritik. Es gibt nur ein Zuviel an Beleidigtsein. Gegen Kritik, die schmerzt, möge sie nun schmerzen, weil sie wahr ist oder schmerzen, weil sie unwahr ist, hilft nicht mehr hinhören als Sofortmaßmahne und Gegenrede als zivilisierte Form der Verteidigung. Eine Rede jedoch zu verbieten, weil man glaubt, sie könne Gewalt befördern, ist ein Präventivschlag. Ein solcher Schlag sollte, wenn überhaupt, nur in ganz engen Grenzen gestattet sein, nämlich wenn ein physischer Angriff sicher und unmittelbar bevorsteht. Niemand aber ist in Gefahr, weil Hamed Abdel-Samad redet. Hamed Abdel-Samad aber ist in Gefahr, weil er redet!

Im Jahr 2016 wurde Abdel-Samad angezeigt und von der Berliner Staatsanwaltschaft verhört, weil er Mohamed als „Massenmörder und krankhaften Tyrann“ bezeichnet hatte. Das Verhör war ein eklatanter Verstoß gegen die Meinungsfreiheit und ich schäme mich, in einem Land zu leben, wo es Gesetze gibt, die so ein Verhör ermöglicht haben. Auf seiner Facebook-Seite schreibt Abdel-Samad:

„Wie kann man eigentlich Volksverhetzung messen? Zählt man die Köpfe, die wegen meines Buches abgetrennt wurden, kommt man auf die Zahl Null. Auch wurden deshalb keine Menschen vertrieben oder von ihrer Arbeit entlassen. Wie viele Menschen sind aber seit dem Erscheinen meines Buches Im Namen von Mohamed und dem Koran getötet?

Wie viele Menschen wurden vertrieben, versklavt oder vergewaltigt? Wer soll wen eigentlich anklagen? Islamkritiker in der islamischen Welt müssen mit Todesstrafe, Gefängnis oder Auspeitschung rechnen. Auch in Europa werden sie von radikalen Islamisten bedroht. Für Politiker sind sie unerwünscht oder mindestens ‚nicht hilfreich‘. Von Linken und Dialog-Profis werden sie schikaniert, diffamiert und kritisiert. Dass auch die deutsche Justiz sich an dieser Sanktionierung beteiligt, ist für mich ein Skandal!“

Auf die Frage, ob Hamed Abdel-Samad die Konfrontation suche, sagt er:

„Nein, ich suche das Gespräch und daraus wird eine Konfrontation. Hab ich irgendjemanden beleidigt? Habe ich irgendjemanden angeschrieen? Nein! Die Leute kommen auf mich zu und schreien.“

Genauso ist es. Hamed Abdel-Samad beleidigt und provoziert nicht. Menschen fühlen sich durch Hamed Abdel-Samed beleidigt. Deshalb aber seine Worte zu kriminalisieren, ist genauso falsch wie eine vergewaltigte Frau zu kriminalisieren, weil sie einen zu kurzen Rock getragen haben soll.

Der Mantel des Schweigens ist für die Redefreiheit das, was der Schleier und das Kopftuch für die Rechte der Frau ist. Jede Frau darf selbst entscheiden, ob sie einen Schleier tragen möchte und jeder Mensch darf selbst entscheiden, ob und zu was er schweigen will. Es darf keinen Zwang geben, weder für den Schleier noch für den Mantel des Schweigens!

Hamed Abdel-Samad kann nirgendwo mehr ohne Personenschutz hingehen, dennoch verbietet er niemanden, ihn zu kritisieren. Er ist ein Mann des Arguments, vehement, deutlich und ohne Verharmlosung. Er ist ein anständiger Mensch der Aufklärung. Er macht auf Missstände aufmerksam und zeigt mit dem Finger auf den Sumpf, aus dem immer wieder Blasen des Hasses aufsteigen. Er gibt einfach nicht auf, auch wenn es manchmal weh tut und er unter Tränen erklärt (Ab Minute 49:30):

„Ich mag Orte, wo Menschen mit dem Herzen dabei sind, auch wenn ich nicht mehr religiös bin, aber ich mag sehnsuchtgeladene Orte, wo die Menschen weinen, wo die Menschen ihre Sehnsüchte aussprechen. Das Letzte, was ich will, ist letzten Endes Gefühle von irgendjemanden zu verletzen, ich meine, dass er sagt, ich hätte dann …“

Hier überkamen ihm die Gefühle. Er weinte.

„Wenn ich jedes Mal immer darauf achten muss, dass der oder der oder die verletzt sein könnte oder das wäre zu viel, hör da auf, das ist eine Selbstzensur, die sehr gefährlich ist für einen Schriftsteller. Ein Schriftsteller lebt davon, dass er einfach seine Meinung sagt und sich darauf verletzt, dass die Anderen …“

Hier überkamen ihm erneut die Tränen – und mir auch.

„Glaubst Du, dass ich das aus Spaß mache. Glaubst du, dass ich so leben will?“

Lieber Hamed Abdel-Samad,
Liebe Seyran Ateş,
Liebe Sabatina James,
Liebe Muslime, die Ihr unter dem Islam leidet, wie er gerade zum großen Teil gelebt wird und dagegen kämpft,

Ihr kämpft für mich. Ihr kämpft für uns. Ihr bezahlt einen hohen Preis dafür. Ich glaube nicht an Helden, aber ich glaube an heldenhafte Taten. Ihr vollbringt sie jeden Tag. Danke, vielen, vielen Dank!

Es wird Zeit, dass wir zu Euch stehen und Euch verteidigen, allein schon, weil Ihr zu uns gehört, zu unseren Werten der Freiheit, Gleichberechtigung und Aufklärung. Statt zynisch zu behaupten, „Wir lassen uns unsere Freiheit nicht nehmen“, sollten wir endlich aktiv erklären:

„Wir erkämpfen uns Eure Freiheit zurück!“

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31 Antworten zu „Wir lassen uns unsere Freiheit nicht nehmen!“

  1. Vor allem die antisemitische Kunstfreiheit lassen wir uns nicht nehmen: „Auschwitz on the beach“

    +

    • Aristobulus schreibt:

      „hat nun auch Hessens Kunstminister…“
      Hessen hat einen Kunstminister? Doll. Wer sowas hat (was zum verdammten Geier hat der Staat solche Staatskunst und solche Staatskunstminister zu machen und zu haben?), also wenn und wer sowas macht und hat oder beides, der bekommt nun mal Staats- weil damit Auschwitzkunst und Aasgeier.

      • Aristobulus schreibt:

        Hessenkunst on the beach. Der Auschwitzminister im Meer. Being ausch is witz. It’s scary to be on the beach. „So schlechtes Wetter, Schatz, is ja wie in Auschwitz!“ Der hessische Strandminister wurde vergast.

        • aurorula a. schreibt:

          Mit dem Diesel.
          Oder wars vom schlechten Betriebsklima?
          Ich vergesse sowas…

          • Aristobulus schreibt:

            … der Kunstminister hatte was mit Rhein, glaub ich. Der war in den Rhein reingefallen, nein? Aber wie wurde er da vergast-? Rätsel über Rätsel. Zumal grad Kassel doch eigentlich nicht am Rhein-. An welchem Flusse liegt denn Kassel?, das liegt an der Kasse.
            Drum schwimmt die Staatskunst dorten so überaus dokumentig und geht nicht unter.

  2. Eitan Einoch schreibt:

    Schon gelesen?

    „Die Verantwortlichen der Terroranschläge in Spanien geben Rätsel auf: Sie waren jung und recht gut integriert. Es war wohl nicht die Erfahrung von Chancenlosigkeit und Zurückweisung, die sie zu Terroristen werden ließ.“

    Quelle: https://www.welt.de/politik/ausland/article167850496/Das-unglaubliche-Doppelleben-der-jungen-Attentaeter.html)

    Ich frage mich, was das größte Rätsel ist: Dass die Killer integriert waren oder dass unsere „Experten“ immer noch nicht kapieren (wollen), dass nicht Armut und Chancenlosigkeit zu blutigem Fanatismus führt. Odèr war Bin Laden ein armer Schlucker ohne Perspektive? Oder die Nine-Eleven-Bomber? Oder al-Baghdadi? Sogar die RAF-Terroristen kamen kaum aus proletarischen Verhältnissen. Zur Erinnerung hier eine Auflistung – fast ausnahmslos Akademiker oder Beinahe-Akademiker, aus der Unterschicht ist kaum einer dabei:

    Andreas Baader – Studium sozialer Fragen.

    Ulrike Meinhof – Studium der Philosophie, Pädagogik, Soziologie und Germanistik.

    Gudrun Ensslin – Studium der Anglistik, Germanistik und Pädagogik, Volkssschullehramt.

    Jan-Carl Raspe – Zuerst Chemie-Studium, später Soziologie.

    Peter Homann – Kunst-Studium.

    Brigitte Asdonk – Soziologie-Studium.

    Holger Meins – Kunst-Studium.

    Susanne Albrecht – Studium der Pädagogik, Soziologie und Psychologie.

    Brigitte Mohnhaupt – Studium der Zeitungswissenschaften und Geschichte.

    Christian Klar – Studium der Geschichte und Philosophie.

    Margrit Schiller – Psychologie-Studium.

    Nun al-Qaida:

    Osama Bin Laden – Studium der Betriebswirtschaft und Bauingenieurwesen.

    Aiman az-Zawahiri – Medizin-Studium.

    Anwar al-Awlaki – Bauingenieurwesen-Studium.

    Mohammed Atta – Studium der Architektur und Städtebau/Stadtplanung.

    Marwan Alshehhi – Schiffbau-Studium.

    Hani Handschur – Englisch-Studium.

    Ziad Jarrah – Studium zum Flugzeugbauer.

    Chalid Scheich Mohammed – Studium der Ingenieurwissenschaften.

    Terrorismus ist so eindeutig das Werk von Mittel- und Oberschichtlern, dass man die therapistische These vom Terroristen als armen, traumatisierten Gesellschaftsopfer, das sich nicht anders Gehör zu verschaffen weiß, nur als bizarre Wahnvorstellung interpretieren kann.

    Um überhaupt die ideologischen Nuancen einer Terrororganisation verstehen und verinnerlichen zu können, muss man bereits ein gewisses intellektuelles Niveau mitbringen. Ungebildete, unterprivilegierte Unterschichtler (geile Alliteration, oder?) kommen da gar nicht erst hinein. Diese müssen sich mit Überfällen auf Kioske und dem Ausrauben von Tankstellen begnügen.

    Dass unsere „Terrorexperten“ das nicht wahrhaben wollen und immer noch der linken Mär anhängen, man müsse den jungen Leuten bloß Ausbildungsplätze, Jobs und was zum Ficken anbieten, um sie vor Radikalisierung zu bewahren, ist so unfassbar dumm und weltfremd, dass es wohl noch einige Anschläge dauern wird, bis die Realität sich den Weg in deren Köpfe bahnt.

    • Aristobulus schreibt:

      … oder: Die wissen das wohl, reden aber nicht darüber, weil sie die Realität ja überhaupt nicht interessiert.
      Warum nicht: Weil sie ungleich lieber darüber reden, wie GUT sie selber sind und wieviel sie für die-Menschen-!-die-Menschen-! tun wollen können möchten.

  3. Copyright by Arafat: Terrorismus lohnt sich. Die PLO hat es bewiesen. Der Westen ist feige.
    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/29395
    Alles halb so wild mit der Islam-Gewalt: „Wir würden noch viel mehr Terror aushalten können“

    • Aristobulus schreibt:

      Zack, Wuligers Kurzartikel (kürzer und klarer geht es nicht) erklärt ALLES.

      P.S.
      Mieses Thigergethier, Hyänengeschmeiß und Viperngezücht lässt sich freilich einfangen und in die Wüste deportieren, wo es nun mal hingehört.

  4. Eitan Einoch schreibt:

    Pardon, aber mir geht das „Wir“ mittlerweile am A… vorbei. Mich interessiert nur noch „Ich“ sowie meine Familie. Sprich, ICH lasse mit meine Freiheit nicht nehmen! Was die übrigen Deutschen oder Europäer mit ihrer Freiheit tun, ob sie sie ins nächstgelegene Moschee-Klo runterspülen oder auch nicht, interessiert mich nicht. Sie wollten es ja so und verlangen noch Nachschlag, wenn man sich die Wahlprognosen anschaut. Sollen sie ruhig. Sie kriegen genau das, was sie verdienen.

  5. American Viewer schreibt:

    Nach jedem Terroranschlag höre ich es immer wieder. „Wir lassen uns unsere Freiheit nicht nehmen!“ Wer ist eigentlich dieses „Wir“?

    Mit „Wir“ meinen Merkel und Co vor allem sich selbst und so gesehen stimmt der Spruch sogar absolut: Diese Fantasten werden sich ihre Freiheit zur unendlichen Blödheit niemals nehmen lassen, lieber lügen sie sich die Realität immer extremer zurecht.

    • Aristobulus schreibt:

      … dieser geleierte Spruch „wir lassen uns…nicht!“ usw. wirkt ohnehin seit je her wie kleinkindliches, zielloses Gequengel, nicht?
      So wie: „Nein, meine Suppe will ich nicht!“ (Struwwelpeter).
      Der Struwwelpeter wusste, dass es ihm nichts nützt: Weder der Spruch, noch die Haltung.
      Wer so quengelt, der verwechselt Freiheit mit Suppeessen.

  6. Die Freiheit ist doch gar nicht bedroht: Sind doch nur Messer, Autos und Gaskanister, die neuerdings weltweit verrurück spielen. Der Islam ist „Religion des Friedens“, die massenhafte muslimische Zuwanderung nach Europa eine enorme Bereicherung – und die Erde eine Scheibe! Allahu akbar!

  7. Bernd L. Müller schreibt:

    Hamed Abdel – Samad ist ein Patriot.

    Gleich wie Seyran Ateş, Sabatina James, und viele andere die um der Meinungsfreiheit willen verfolgt, drangsaliert, diffamiert werden.

    Darunter persönlich – analog wie ihre Liebsten – leiden müssen. Kein „normales“ unbeschwertes Leben führen.

    Und immer wieder trotz aller Widrigkeiten persönlich die Stimme erheben für Toleranz, friedliches Miteinander, jeder nach seiner Facon. ( ohne Bezug auf Friedrich II ) .

    Wir – das sind engste Familie, Freunde – regen uns auf über die Heuchler die nach jedem Verbrechen, Attentat etc. Plattidüden herunterleiern , die wir wütend erdulden sollen von den Personen – in der Regel Politiker, Journalisten – die diese Taten erst durch Wegschauen, Duldung oder einseitige Parteinahme möglich gemacht haben.

    Verfasser dieser Stellungnahme ist nicht im Besitz der Wahrheit aber wir bemühen uns um Einhaltung sogen. Sekundärtugenden und Tugenden die keiner Person etwas zu leide tun, oder sie verletzen, diskriminieren.

    Gleichzeitig sind wir nicht naiv weil wir hart arbeiten müssen, Steuern und Abgaben zahlen, Familie mit Kindern ernähren, um gesicherte und positive Zukunft täglich ringen.

    Wir wünschten uns so sehr, daß diese lächerlichen, profanen bürgerlichen Sorgen die von Hamed und Leidensgenossen/innen wären.

    Möge es ihnen so gut gehen wie uns. Wir wünschen es sehr herzlich.

  8. davboe schreibt:

    Zustimmung. Und in die Zeitung damit.

    Nur an dieser Stelle würde doch ‚zynisch‘ eher passen: „statt stoisch zu behaupten, ‚Wir lassen uns unsere Freiheit nicht nehmen‘ … “
    Denn wie zynisch ist es, nach jedem Terror, nach jedem Leid
    a) gleich immer von ‚wir‘ zu sprechen
    b) keine Spur von Verantwortung zu übernehmen, v.a. in dieser blinden Buntenrepublik, denn wir wollen den Perso sehen für die DVD in der Einkaufstasche, nicht aber beim Überschreiten der Grenze/“Grenze“
    c) bald schon wieder den Menschen – ja, ja ‚wir‘ – hintenrum und gut verpackt weitere Freiheitsrechte aus der Tasche gezogen werden.

        • aurorula a. schreibt:

          Dieses „wir“ bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit halte ich für einen Hybrid aus Sozial(ismus)romantik und der Tatsache daß der Mitteleuropäer des 21sten Jahrhunderts schlicht die Singularpronomen verlernt hat. Das ist auch im Alltag so, in einem Beruf in dem ich viel rede höre ich das in den Verkaufsgesprächen natürlich jeden Tag: „ich“ ind „Sie“ sind völlig ungebräuchlich und werden von Tag zu Tag weniger gesagt: wir wollen, wir machen, wir bekommen einmal, wir schaffen das (wobei mir „das machen wir so“ als Ersatz für „Ja, bitte“ auch noch sauer aufstößt).

Seid gut zueinander!

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