Just sayin‘

Ein kurzer Einwurf von Malca Goldstein-Wolf.

Ich bin froh, dass in meinem Freundeskreis konstruktiv diskutiert wird und wir die Meinung des Anderen respektieren, auch wenn wir, politisch gesehen, Lichtjahre voneinander entfernt sind. Trotzdem mache ich mir Sorgen um unser Demokratieverständnis.

Auch ich finde Jens Maier, Richter und AfD Politiker, in seinen Aussagen unerträglich. Habe ich als Demokratin das Recht, ihn des Kinos zu verweisen oder begebe ich mich damit genau auf eine politische Ebene, die ich eigentlich verurteile? Ist es richtig, Kinder in Sippenhaft zu nehmen, ihnen die Aufnahme in eine Waldorf Schule zu verweigern, weil die Eltern der AfD zugehörig sind?

Ich persönlich finde dieses Verhalten zutiefst undemokratisch und skandalös. Solange diese Partei von so vielen Bundesbürgern gewählt wird, dass sie im Bundestag sitzt, solange sollten ihre politischen Gegner mit Argumenten punkten und nicht mit trotziger Ausgrenzung. Wenn wir das nicht tun, stärken wir genau diejenigen, die wir politisch demaskieren möchten.

Kein Mensch ist eine „Kackbratze“. Mit Sprache zu entmenschlichen, entspricht nicht dem Niveau, auf das sich ein Demokrat begeben sollte. Und alle AfD-Wähler über einen Kamm zu scheren, ist auch nicht konstruktiv. Wer nicht differenziert, erkennt die Ursachen nicht.

Wer die Ursachen nicht kennt, wird seine politischen Ziele nicht umsetzen können. Und damit schaden wir nicht nur der Demokratie, wir spalten unsere Gesellschaft.

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50 Antworten zu Just sayin‘

  1. ceterum censeo schreibt:


    Ein gar schröcklicher Nazi. Umso mehr Dank an die Dame, ihm gönnerhaft gewisse Grundrechte zuzubilligen.

    • Thomas ex Gotha schreibt:

      Dass cc mit seinem ersten Satz ungewollt einmal (und eben nur dieses eine Mal) richtig gelegen haben könnte – geschenkt. Dankbar muss man ihm doch dafür sein, dass er dieses Video verlinkt, in dem der Herr Maier selbstgefällig das präsentiert, was er für die Höhepunkte seiner Bundestagsreden hält. Nach ungefähr 2:30 Min mokiert er sich über die Bundesmittel für die Magnus-Hirschfeld-Stiftung und gleich zweimal fragt er feixend nach, ob denn der Namensgeber der Stiftung bekannt sei: „Kennt den jeder? ….Kennt den jeder?“
      Selten haben sich die neuen so klar mit den Zielen der alten Faschisten, die am 10.5.33 den Kopf einer Hirschfeldbüste ins Feuer warfen, einverstanden erklärt. Ein jüdischer schwuler Sexualforscher, dessen Vorsicht allein verhinderte, dass die Nazis seiner habhaft werden konnten, wird von einem bildungsfernen Cleverle öffentlich als nicht weiter beachtenswert dargestellt. Den muss man nicht kennen, so lautet die Botschaft, und vor allem sind die Rechte aller LGBTQ, die Maier durch die fehlerhafte Aussprache des Wortes „queer“ zu schmähen versucht, nicht weiter von Belang.

      Wie, bitte schön, soll man in der Auseinandersetzung mit einem solchen Menschen „mit Argumenten punkten“? Was soll man dem klarzumachen versuchen, außer dass man nicht hören will, was ihm durch die Birne rauscht?

      • A.Bundy schreibt:

        Was dir so alles durch deine Denunzianten-Birne rauscht, Schweighäuser, will doch auch keiner wissen. Und trotzdem kotzt du dich hier permanent und ungefragt aus.
        So, shut the fuck up & fuck off!

        • nildesperandum18 schreibt:

          Sehr geehte Herren Bundy und Gotha, Vielen Dank für das Beispiel. der Geisteshaltung, die hier zu Recht kritisiert wird, unabhängig von poitischer Überzeugung: Argumentfrei, auf die Person gerichtet, humorlos und unflätig. Wahrscheinlich haben Ihnen das nicht Ihre Eltern beigebracht, und ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie sich wünschen würden, dass mit Ihnen entspechend umgegangen wird.
          Was das jeweilige Rauschen in wessen „Birne“ auch immer betrifft: Welche Befriedigung verschafft Ihnen eine Ausdrucksweise, die eigentlich nur von Sportfans und Londoner Investmentbankiers gepflegt wird, in deren Stoffwechseln oft ganz andere Dinge „Rauschen“ als Argumente? Wenn es so sein sollte, dass Argumente in Argumentationen nutzlos sind, ist die Eskalation von Beleidigungen trotzdem auf jeden Fall schädlich.

        • M.S. schreibt:

          Ork Bundy meint mal wieder, hier Platzverweise erteilen zu können, obwohl ihm das wundersamerweise noch nie gelungen ist. Welch ein Idiot.

  2. Thomas ex Gotha schreibt:

    Maier, der Elsässerkumpel und Breivikversteher, ist nicht „des Kinos verwiesen“ worden, sondern von der Veranstaltung eines Vereins, der sich nicht von ihm provozieren lassen wollte, ausgeschlossen worden. Kann man gut finden, kann man schlecht finden, hat aber mit dem Hausrecht zu tun, von dem der Verein Gebrauch gemacht hat, was er auch begründet (https://roter-baum.de/aktuelles). Daher ist die Forderung, man solle „mit Argumenten punkten und nicht mit trotziger Ausgrenzung“ haltlos: Hätte man mit Maier noch diskutieren und den Zuschauern das Vergnügen an dem Film vermiesen sollen, im Wissen, dass auch diese Diskussion, wie der Rauswurf selbst, von Maier zu Wahlkampfzwecken missbraucht würde?

    Am Ende wird der Artikel, dessen Verfasserin den Unterschied zwischen „Sippenhaft“ und „Sippenhaftung“ nicht kennt, völlig schwurbelig: „Alle AfD-Wähler über einen Kamm zu scheren, ist auch nicht konstruktiv. Wer nicht differenziert, erkennt die Ursachen nicht.“ Wer die AfD wählt, bekommt Höcke, bekommt Maier, bekommt Gauland samt Ghostwriter Klonovsky, fördert also eine Partei, die den deutschen Faschismus und die Ermordung von Millionen seiner Opfer für einen „Vogelschiss“ hält. Das sind alles erwachsene Menschen, die – mutmaßlich – lesen und schreiben können, was gibt es bei deren Motiven zu „differenzieren“? Wie sähe denn ein „konstruktiver“ Umgang mit denen aus? „Ey liebe Faschisten, ihr dürft in noch mehr Talkshows sitzen, euch noch häufiger in den asozialen Medien auskotzen, dafür akzeptieren wir nur die Hälfte eurer Wahnvorstellungen“?

    • A.Bundy schreibt:

      Laber-Rhabarber, der Einzige, der sich hier ständig asozial auskotzt, bist du klassisch konditionierter Denunziant.
      Verpiss dich & schieb dir den Pluralis Majestatis dorthin, wo es richtig weh tut.

    • Wolfgang Scharff schreibt:

      @Morbus ex Gotha: „Wer die AfD wählt, …, fördert also eine Partei, die den deutschen Faschismus und die Ermordung von Millionen seiner Opfer für einen „Vogelschiss“ hält.“

      Hoffentlich kann Morbus den Nachweis für diese Behauptung erbringen, sonst gerät er womöglich in Verdacht, ein dummer, kleiner Lügner zu sein.

      • A.S. schreibt:

        Du weißt doch, T.ex.G. hält alles von der AfD für diabolische Absicht. In seiner Welt machen die niemals Fehler. Er hält die für unfehlbar und weiß das nicht mal ……….

        • Wolfgang Scharff schreibt:

          Nun ja, wer seine Weisheit aus den Relotiusmedien schöpft, kann eben nicht wissen, dass Gauland nicht „den deutschen Faschismus und die Ermordung von Millionen seiner Opfer“ als Vogelschiss bezeichnet hat, sondern Hitler und die Nazis, was eigentlich nur den stören kann, der von Hitler eine bessere Meinung hat.

        • Thomas Schweighäuser schreibt:

          „Ein Deutscher ist ein Mensch, der keine Lüge aussprechen kann, ohne sie selbst zu glauben“ (Adorno). Und so glaubt Gauland vielleicht selbst, seine „Vogelschiss“-Bemerkung, die ihm mutmaßlich Klonovsky diktiert hat, diene nicht dazu, den Holocaust zu bagatellisieren, sondern solle seine Verachtung für die Nazis ausdrücken. Ich will die beiden Geistesriesen, die sich hier für ihn ins Zeug legen und im Allgemeinen bereits Schwierigkeiten haben, Texte überhaupt zu verstehen, eigentlich nicht mit sprachlichen Spitzfindigkeiten überfordern, aber es muss nun einmal sein: Wenn Gauland von „1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte“ spricht, dann redet er nicht von Personen oder Organisationen, sondern meint eine ganze Epoche, von der er wiederum eine Teilepoche („Hitler und die Nazis“) als unerheblich („Vogelschiss“) abgrenzt. Was er seinem Publikum also sagte, hat das sehr genau verstanden: Wir lassen uns die glorreichen 988 Jahre nicht von ein paar toten Juden kaputt machen.
          Dass auf jede Entgleisung, welche die neuen Faschisten hinausposaunen, eine halbherzige Entschuldigung folgt, gehört zu deren Kalkül. Wer das nicht verstehen will, spielt das Spiel mit, wer es nicht verstehen kann, dem ist wohl auch mit Aufklärung nicht zu helfen.

          Dass hier übrigens wieder ein Troll herumpöbelt („dummer, kleiner Lügner“), der meinte zu einem Bild zweier Schwuler vor ihrer Hinrichtung Witzchen machen zu müssen, stimmt mich nachdenklich. Ich dachte, sein Verstummen hätte mit Einsicht, Schamgefühl, ja überhaupt mit Spuren zivilisatorischen Verhaltens zu tun. Aber nein, das macht einfach immer weiter. Man kann ihm nur ein langes Leben – und damit die Gelegenheit, irgendwann einmal klug zu werden – wünschen, auch wenn das für einen wie ihn eine schwere Strafe sein muss.

          • A.S. schreibt:

            Was Gauland sagen wollte ist klar, ob man das nun für sinnvoll hält oder für bescheuert. Daraus „die neuen Faschisten“ zu machen ist unredlich. Besonders von jemanden, der konsequent schweigt wenn z.B. in Dt. eine Steinugung versucht wurde (https://www.focus.de/regional/dortmund/angriff-auf-frauen-in-dortmund-jugendliche-wollten-transsexuellen-paar-steinigen-bin-noch-immer-komplett-fertig_id_5218233.html) oder andere radikalst faschistische Bewegungen durch barbarischste Gewalttaten auffallen.
            Wer jede dumme Äußerung rechts des Linksextremismus zum Riesen aufbläht, aber islamistische Gewalt beschweigt, vielleicht nicht zur Kenntnis nehmen will, der hat ein grundlegendes Haltungsproblem.

          • Benjamin Goldstein schreibt:

            Wer andere wegen Kleinkram „neue Faschisten“ nennt, kann sich sein pharisäerhaftes Holocaustrelativierungsgewinsel in den Arsch schieben.

          • Thomas Schweighäuser schreibt:

            „Was Gauland sagen wollte ist klar“ – Ihnen aber nicht (s.oben).
            „Daraus „die neuen Faschisten“ zu machen ist unredlich.“ Warum? Sie reden so, sie denken so, es sind Rassisten, Antisemiten, Verharmloser des NS…
            „Wer jede dumme Äußerung rechts des Linksextremismus“ – erster Brüller – „zum Riesen aufbläht“ bzw., simpler: als das benennt, was es ist, „aber islamistische Gewalt beschweigt, vielleicht nicht zur Kenntnis nehmen will, der hat ein grundlegendes Haltungsproblem“ – nein, der bleibt einfach beim Thema. Und das Thema des Beitrags war? Genau, der Umgang mit der AfD. Bzw. der kurze Kinobesuch von Herrn Maier.

            Was man zu Herrn „Goldstein“, der so nicht heißt, sagen sollte, bleibt wohl besser ungesagt. Wer von „Holocaustrelativierung“ redet, wo es um die Beschreibung einer politischen Richtung geht, der ist irgendwie nicht, na, nennen wir es: satisfaktionsfähig.

          • Benjamin Goldstein schreibt:

            Sie behaupten, Gauland habe den Holocaust „bagatellisiert“, weil er Vogelschiss gesagt hat. Was man über Sie sagen sollte, bleibt wohl besser nicht verschwiegen: Sie sind ein Idiot.

          • A.S. schreibt:

            Gauland wollte die NS Zeit nicht verharmlosen und hat das auch nicht getan. Der Hinweis, dass die deutsche Geschichte weit mehr beinhaltet als diese 12 Jahre ist keine verharmlosung, sondern schlicht Fakt. Wer das nur als Relativierung sehen kann reduziert die deutsche Geschichte auf die NS-Zeit und gibt damit Sarrazin Recht.
            Rassisten und Antisemiten? Durch was soll das belegt sein?

            @Goldstein:
            Bei allem Ärger, meinst du nicht du solltest dich etwas zügeln in der Wortwahl?

          • Benjamin Goldstein schreibt:

            Bei allem Ärger, meinst du nicht du solltest dich etwas zügeln in der Wortwahl?

          • Thomas Schweighäuser schreibt:

            Jetzt fährt er aber schweres Geschütz („Idiot“) auf, der Goldstein, wird dabei aber kritisch hinterfragt vom heuchlerischen AS, der hier ebenfalls bereits durch seine offensive Verarbeitung eigener Komplexe („strunzdumm“) auffiel.
            Egal.
            Es gibt Schlimmeres als von einem, der hier offen für seinen Blog wirbt, mit dem er tägliche Bewerbungsschreiben an Bannon loslässt, beschimpft zu werden, zumal wenn der Schimpfer einer ist, der an der Terrortour von Bottrop einzig schlecht findet, dass sie sich gegen die falschen Opfer richtete („His motivation was to fight against immigration. The victims were soft targets, i.e. people who looked like immigrants. He did not hurt the heavily protected politicians and media elites who are responsible for the situation.“). Am Anlass selbst, dem Hass auf Fremde in diesem Land, vermag er wenig auszusetzen. Ob’s dem Bannon aufgefallen ist?
            (Und, näää, Bussi Bundy, das ist keine „Denunziation“. Der verlinkt ja selbst auf seinen schmierigen Blog. Der will, dass das kranke Zeug weggelesen wird. Also, legen Sie sich wieder schlafen.)

          • A.S. schreibt:

            Ich leg verbal auch ordentlich hin, das stimmt. Aber die Menge macht auch was aus.

            Bleibt die Frage, wie man den Faschismus, Rassismus und Antisemitismus der AfD denn begründen will. WEr holt denn Antisemiten ins Land? Und Menschen mit Kanthölzern den Schädel zu zertrümmern scheint ja eher Methode der linken Antifa zu sein. Wer solidarisiert sich mit der? Links-Grün.
            Und ein Özdemir es nicht lassen dem Opfer noch ein Nazi hinterher zu werfen. Ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, das es genau dieser Nazi-Unsinn ist, aus dem die Totschläger ihre Selbstermächtigung ableiten.

          • Thomas Schweighäuser schreibt:

            „Bleibt die Frage, wie man den Faschismus, Rassismus und Antisemitismus der AfD denn begründen will.“ Den sollte man gar nicht begründen, sondern einfach verhindern. (Und falls Sie etwas anderes gemeint haben, sollten Sie sich auch so ausdrücken, dass man versteht, was Sie meinen.)
            „Kanthölzer“; Fakenews.
            „Nazi-Unsinn“: Fakenews
            „Totschläger“: Fakenews

          • A.S. schreibt:

            Sie machen Fortschritte und haben tatsächlich verstanden, was ich sagen wollte, trotz der zugegebenermaßen missglückten Formulierung.

  3. Maik Weise schreibt:

    … es sei denn, genau diese Spaltung gehört zu den politischen Zielen des Handelnden …

  4. Amos schreibt:

    Ich kenne Jens Maier nicht persönlich und weiß auch nicht wie weit er sich nach rechts lehnt. Sich allerdings an einen Begriff aufzuhängen der Interpretationswürdig ist, scheint mir eine Lappalie zu sein. Als gäbe es in Deutschland keine wirklichen Probleme. Zum Thema AFD kann ich nur sagen, dass ich die Art wie mit dieser Partei umgegangen wird, äußerst undemokratisch finde. Ich verurteile absolut jede Art von Rechtsextremismus wie auch von Linksextremismus, aber eine ganze Partei mit Millionen von Wählern in diese Ecke zu drängen, sie zu verteufeln und isolieren ist kein Zeichen von Toleranz und schon gar nicht von Demokratie. Sicher gibt es auch bei der AFD Menschen, die sie lieber verlassen sollten, aber gibt es sie nicht auch in anderen Parteien? Dass ein Parteirauswurf in einer Demoratie nicht ganz einfach ist, weiß man mittlerweile. Unabhängig davon sollte man sich einmal das Parteiprogramm genauer anschauen, um festzustellen, dass hier nichts Undemokratisches bzw. Verfassungsfeindliches steht. Dennoch gibt es Dinge, die auf die Probleme der Bürger eingehen und sie klar benennen. Mich stört insbesondere, dass das Wort Rechts bei vielen zum Schimpfwort mutierte (rechts= böse, links= gut), was automatisch zu einer Spaltung der Gesellschaft führt. Hier sollte man sich friedlich argumentativ auseinandersetzen, auch wenn es kontrovers ist.

  5. Bruno Becker schreibt:

    An alle, die fragten: Der Begriff „Kackbratze“ stammt von mir, urspruenglich um ein von mir erfundenes neuartiges Kuechengeraet zu benennen. Das erwies sich als unglueckliche Wahl; dem Geraet war kein Erfolg beschieden. Drum verkaufte ich den Begriff an Herrn Jens Maier fuer 12 Euro. Er wollte sich damit einen Adelstitel herstellen (Jens von Kackbratze-Maier). Bei der Herstellung kam es ungluecklicherweise zu einer Explosion und und der Begriff flog einem Unbeteiligten an den Kopf, der seitdem ununterbrochen „Nazi! Nazi!‘ oder so aehnlich kreischt.

    Ich betone: an dem Vorfall war ich nicht beteiligt!

  6. A.S. schreibt:

    Wo hat wer Kackbratze gesagt? Um einen Link oder sonstiger Hinweis wäre ich dankbar.
    Der unsäglichen Begriff „Halbn……….“ stammte ja nicht von Jens Maier, sonder von einem MItarbeiter.

    • nildesperandum18 schreibt:

      Sagt er jedenfalls, Darum Vorsicht, wen man unter seiner elektronischen Adresse in seinem Namen firmieren lässt. Es geht ja nicht um Identitätsdiebstahl oder heimtückischen Missbrauch, sondern um Auftragsarbeit. Wie nennt man das denn auf juristisch, wenn man Dritte unter seinem Namen geisterschreiben lässt, sich bei NIchtgefallen in der Öffentlichkeit aber darauf herauszureden versucht, jemand anderes hätte im Auftrag etwas geschrieben, was man gar nicht meinte? Ein Richter würde unsereinem im folgenden Beleidigungsverfahren dazu peinliche Fragen zur allgeminen Glaubwürdigkeit stellen, eine Glaubwürdigkeit in solchem „Einzelfall“ aber mit großer Wahrscheinlichkeit nicht für gegeben halten. Wenn also eine derartige Schutzbehauptung von Ihnen oder mir aufgestellt würde, hätte der Volksmund dafür eindeutige und gröbere Begriffe, die ich, da ich meine Beiträge selbst schreibe, nicht öffentlich wiedergeben würde. Wenn zum Beispiel Herr Özil nach seinen merkwürdigen Twittererklärungen behauptet hätte, ein unerkannt erdogantreuer MItarbeiter hätte in seinem Namen Dinge verbreitet, die er selbst eigentlich nicht meinte, hätten Sie ihm geglaubt?

      • nildesperandum18 schreibt:

        …und natürlich hat Herr Maier überhaupt nichts gesagt, was irgendwie mit dem Begriff „Bratze“ verbunden ist, das ist „Jugendsprache“ (Früher hätte man gesagt Gossensprache) und offensichtlich eine mélange aus dem English-umgangssprachlichen „brat“ für „Göre“ oder „Halbstarker“ (snoddy brat =“Rotzlöffel“) und dem Süddeutsch/-europäischen „Bratze oder Prazze“ von italienisch Braccio (Arm). Darum hat in der klassischen deutschen Literatur auch die Bedeutung „Pranke“, wie die „Hand“ des Bären. Die Verbindung „Kackbratze“ ist eine herabsetzende Bezeichnng für eine unattraktive Frau und ein Kunstwort, das seine Bedeutung vor allem durch durch die fäkale Verbindung und die Lautmalerei erhält.
        Interessant ist, dass die offensichtliche Ungehörigkeit dieser Begriffsverwendung hier sehr schnell jeweils der anderen Seite zugetraut und zugerechnet wird. Es wäre, völlig unabeasichtigt, wie ich sicher bin, ganz leicht gewesen, das Gerücht in die Welt zu setzen, irgendjemand wäre von Herrn Maier mit diesem Begriff beleidigt worden, oder hätte ihn auf diese Weise beleidigt. Die Art, in der auf solche Gerüchte aufgesprungen wird, sagt vieles über den Stil aus, der in den letzten Jahren in unsere öffentlichen Debatten eingedrungen ist und zwar auf allen Seiten.
        Soll ich jetzt sagen, facebook wäre schuld, oder Twitter, oder Trump? Oder ist das Bedürfnis zu verletzen, verleumden und zu beleidigen einfach nur so gewachsen? Kurz gesagt: Frau Goldstein-Wolf hat Recht: Klartext ist gut, Gosse bleibt primitiv und sollte den geistig Minderbemittelten überlassen bleiben, dann erkennt man sie einfach besser.

      • A.S. schreibt:

        https://www.mdr.de/sachsen/dresden/verfahren-gegen-afd-abgeordneten-jens-maier-eingestellt-100.html
        Soviel zum Twitter-Vorfall. Die Frage ist, nach welchen Kriterien sucht der sich seine Mitarbeiter aus, va. wenn die für einen kommunizieren sollen. Nur ändert es nichts daran, dass Maier diesen unmöglichen Begriff nicht benutzt hat.
        Interessant ist, dass die offensichtliche Ungehörigkeit dieser Begriffsverwendung hier sehr schnell jeweils der anderen Seite zugetraut und zugerechnet wird.

        Wundert das? Das ist z.Z. normale Sprache in diesen Kreisen. Arschlöcher, Hackfresse, Dunkeldeutschland, Sie gehören auf den Misthaufen usw. Das sind Ausdrücke von ranghöchsten Politikern, die sich selber für verbal gemäßigt halten.

        • Thomas ex Gotha schreibt:

          „Die Frage ist, nach welchen Kriterien sucht der sich seine Mitarbeiter aus, va. wenn die für einen kommunizieren sollen.“
          Ja, das ist natürlich „die Frage“.

        • Nildesperandum18 schreibt:

          Das kann dann wohl nur heißen, dass Äußerungen auf Twitter und -verwandten grundsätzlich bedeutungslos sind, egal, welcher Name drunter oder drübersteht, denn veröffentlicht haben könnte ja jeder irgendewtas unter irgeneinem Namen.. Muß man jetzt in jedem Fall nachfragen, ob ein unterzeichneter Autor etwas wirklich gesagt hat, oder nur ein beliebiges alter ego von fragwürdiger Vertrauenswürdigkeit?
          Ist demnach aus der Tatsache, dass das Verfahren gegen Herrn Maier eingestellt wurde zu schließen, dass folgerichtig ein solches gegen jenen „Mitarbeiter“ eingeleitet wurde? Tatsächlich, unsere vielgeschmähte Justiz funktioniert dann am Ende doch ganz erträglich: das Verfahren dauern noch an, obwohl er ja nicht in seinem eigenen Namen gepöbelt hatte.
          Was die „normale Sprache in diesen Kreisen“ angeht: Obama als „Quotenneger“ zu bezeichnen, von „linken Gesinnungsterroristen“, von „Blockparteien“, „Koksnasen“ und „Kinderschändern“, mit denen „Das Volk“ gelegentlich „aufräumen“ würde, von Kanakenfreunden, Kameltreibern zu hetzen und Widerständler gegen das Dritte Reich als „Feiglinge“ und „Verräter“ zu geißeln ist dieselbe Medaille, nicht deren Kehrseite.
          Das sind Ausdrücke von Politikern, die sich selber als verfolgte Demokraten darzustellen versuchen und denen dann dafür oft auch noch „Sachkunde“ zugeschrieben wird. Anstand kann aber am Ende nur von denen eingefordert werden, die auch bereit sind, ihn zu pflegen.

          • A.S. schreibt:

            Natürlich kann man Twitter ernst nehmen. Aber wie in jedem Gespräch sind Rückfragen, bzw. Korrekturen erlaubt. Und gerade bei derartigen Fehlleistungen lohnt es sich genau hinzuschauen. Maier hat offenkundig jemanden als Bürokräft angestellt, in dem es Rassistisch denkt. Nicht mehr, auch nicht weniger.

            Aber eigentlich geht es darum, dass man in aufgeheizten Stimmungen sehr genau schauen sollte wenn Anschuldigung (hier der Begriff Kackbratze) im Raum stehten. Zu gerne wird jeder Vorwurf ungeprüft übernommen.

          • A.S. schreibt:

            Was wollen Sie damit eigentlich sagen?
            Das was da steht.

            ist weder Anschuldigung noch Vorwurf.
            Ist so nicht gemeint, wirkt aber so. Einige haben das so verstanden, als hätte Maier derartiges geäußert.

  7. Benjamin Goldstein schreibt:

    Mir fehlt jede Quelle zur „Kackbratze“. Ich hab nicht verstanden, wer das jetzt wem gesagt hat über wen.

  8. Hein schreibt:

    Hat er (Maier) „Kackbratze“ gesagt? Das gehört sich nicht! Wer sich verbal nicht unter Kontrolle hat, sollte es lernen. Ihn allein danach zu beurteilen, geht aber auch nicht. Sagen – Denken – Tun plus die zeitliche Perspektive, in der das alles geschieht, spielen ebenfalls eine Rolle. Malca Goldstein-Wolf schreibt aus ihrer Sicht, dass es skandalös sei, wie inquisitorisch die Waldorf-Schule mit manchen Kindern umgeht. So ist es! Und wenn im Presse-Club diskutiert wird, was die beste Strategie ist, um die AfD klein zuhalten, dann ist das auch kein Zeichen eines fairen Umgangs.

    • Nildesperandum18 schreibt:

      Das hat man mit den Grünen etwa 25 Jahre lang versucht, das mit dem klein halten. War auch nicht fair, und genutzt hats nix.und natürlich wollten die Menschen irgendwann auch eine Alternative zur vermeintlichen Alternative…

  9. David schreibt:

    Die AfD ist die einzige Fraktion im BT, die in der Regel mit Sachwissen auffällt. Angesichts des Verhaltens der Blockparteien gehört im Verbalen natürlich eine gewisse Schärfe hinzu – wobei die Unerträglichkeiten und Bösartigkeiten meist von denen, die schon länger hier regieren, und denen, die in der Opposition sind, ausgehen. Das undemoktatische Verhalten ist im Bundestag eindeutig bei den Blockparteien zu suchen und auch überall zu finden.

    Es ist heut schicke, gegen die AfD zu sein, so auch in diesem Beitrag. Auf dieser Basis kann natürlich keine offene und ehrliche, ja wertschätzende Diskussion stattfinden. Frau Goldstein-Wolf, Sie finden Herrn Maier in seinen Aussagen unerträglich. Können Sie sich vorstellen, daß er schlicht Tacheles spricht und auch in den sachlichen Inhalten durchaus etwas Bedenkenswertes sagen könnte?

    Hier würde mir Ihr reflexhafes „Nein!“ entgegenschallen, dessen bin ich mir sicher. Und deshalb nehme ich Ihnen das Toleranzmäntelchen, das Sie sich umgehängt haben, auch nicht ab.

    Warum regen Sie sich eigentlich nicht über Leute wie Roth, Maass, Jelpke und GANZ viele andere im Bundestag auf? Oder die von Gaza-Flotille, die jetzt weiter im BT sitzen und gegen Israel hetzen? Und regt Sie auch nicht auf, daß binnen kurzer Zeit der Antisemitismus in diesem Land derart grassiert? Daß Sie und viele andere nachts auch nicht mehr über die Straße gehen können/sollen? Und da regen Sie sich über die Aussagen von Jens Maier auf?

    • nildesperandum18 schreibt:

      „Die AfD ist die einzige Fraktion im BT, die in der Regel mit Sachwissen auffällt“. Auf diese steile, subjektive und im übrigen falsche Behauptung „schallt“ Ihnen jedenfalls mein wohlreflektiertes und sorgfältig informiertes „Nein“ entgegen, Bösartigkeit ist dafür nicht erforderlich. Zitate genügen, auch wenn es schon fast körperlich schmerzt, den Unsinn, den diese politische Verirrung publiziert, auch wirklich zu lesen und nicht für geschmackloses Kabarett zu halten, Dennoch gebietet es der politisch Anstand, genau das zu tun.
      Seltsam ist nur, dass die AFD selbstverständlich und reflexartig in Anspruch nimmt, jede Äusserung eines ihrer Gegner allen solchen gemeinsam zuzuschreiben, selbst aber mit den meisten Ansichten ihrer eigenen Anhänger nicht identifiziert werden will. Daher auch das gewohnheitsmäßige Hauen und Stechen im und um den eigenen Vorstand. (Die Grünen hatten das Problem früher auch mal).
      Dass es viele Dinge gibt, die so falsch sind, dass nicht einmal das Gegenteil richtig ist, ist das Problem der AFD, nicht derer, die sie ablehnen. Wenn Sie dennoch den Irrtum bevorzugen, ist das Ihr demokratisches Recht und hat mit Ihrer Familie oder der von Herrn Maier nun wirklich gar nichts zu tun.

    • Bruno Becker schreibt:

      Sie werfen da was durcheinander. Frau Goldstein-Wolf kritisiert die antidemokratischen Methoden der AfD – Gegner, sonst nichts. Das beruehrt in keiner Weise ihr eigenes Verhaeltnis zur AfD. Das ist nicht Gegenstand ihres Beitrags.

  10. Benjamin Goldstein schreibt:

    Es ist egal, von wie vielen die AfD gewählt wird. „kackbratze“ ist keine gute Ausdrucksweise. Banal.

    • Nildesperandum18 schreibt:

      Natürlich kann man ja nicht wissen, ob Herr Maier Herrn Becker tatsächlich als „Kackbratze“ bezeichnet hat. Für einen Richter wäre so etwas natürlich unvorstellbar, Aber vielleicht ist er ja gar kein Richter und behauptet nur die „Lügenpresse“, auf die in diesem Fall allerdings auch die AFD Hereingefallen wäre, als sie den vermeintlichen Richter wegen der vermeintlichen Äußerung abgemahnt hat – falls sie das getan haben sollte und es keine weitere Falschmeldung ist, 8nd natürlich zitiert ihn die FAZ Lügenpresse falsch mit antisemitischen Äußerungen, und überhaupt gibt es ihn vielleicht gar nicht nd ach die AFD wurde nur von der TAZ erfunden, damit anständige Menschen was zum davor ekeln haben…Womit ich natürlich niemand persönlich angreifen möchte, Menschen sind wir schließlich alle, oder?

    • Malca Goldstein-Wolf schreibt:

      „Kackbratze“ ist eines der Vokabel, mit denen gerne AfDler bezeichnet werden….ein Beispiel für viele unflätige Ausdrücke

  11. Eliyah schreibt:

    Jens M. hat die Konfrontation gesucht und gefunden. Das darf man in dem Zusammenhang nicht verschweigen.
    Ausserdem gilt immer der Grundsatz: „Keine Toleranz der Intoleranz“. Die AfD geriert sich intolerant. Dass sie von vielen Gewählt wird, ist kein Argument. Um das zu verstehen, muss man keine 100 Jahre zurück gehen.

    • Richard Grünert schreibt:

      Falsch und gleich wieder richtig. Die AfD ist die einzige politisch ernstzunehmende Kraft, die sich dem intoleranten Islam gegenüber intolerant geriert.

    • Kanalratte schreibt:

      „Keine Toleranz der Intoleranz“

      Wenn man mal davon absieht dass das Wort „Toleranz“ (Duldung) falsch verwendet wird:

      Schöner Spruch, aber wer legt fest wer tolerant und wer intolerant ist? Ein AfD-Gegner behauptet die AfD sei intolerant, ein AfD-Anhänger behauptet die AfD-Gegner seien intolerant. Ein Islamgegner behauptet der Islam sei intolerant, ein Islam-Anhänger behauptet die Islamgegner seien intolerant.

      Auch die AfD kann sich dieses Spruches bedienen, wurde der Partei doch in der Vergangenheit zumeist auch nicht tolerant begegnet. Warum sollte dann die AfD tolerant sein? Das sollten die AfD-Gegner mal beantworten.

      Und ohne den ständigen (unterschwelligen) Verweis auf die Nazizeit geht in der politischen Debatte in Deutschland scheinbar gar nichts mehr.

      • nildesperandum18 schreibt:

        Toleranz im Sinne von Gewaltlosigkeit gegenüber als falsch erkannten Ansichten ist das Wesen der Demokratie. Toleranz im Sinne von Schweigen zu solchen Ansichten ist eine Krankheit der Demokratie. Die Behauptung es gäbe kein solches „Richtig und Falsch“ oder die, den absoluten Masstab für beides zu besitzen, sind die Argumente der Feinde der Demokratie. Der Streit um beides ist Demokratie. In einer Demokratie übergibt das Volk dem Staat das Recht auf Gewalt zur Abwehr von Gewalt. Diese Pflicht des Staates kontrollierieren die Organe der Verfassung. Das funktioniert mal besser und mal schlechter, zur Korrektur gibt es Wahlen. Sollte an diesem System etwas geändert werden? Darüber könnten wir dann streiten. In Syrien, im Iran oder in China könnten wir das nicht. In Ungarn, Polen, oder Serbien (nur Beispiele) gibt es Tendenzen, diese „demokratische Toleranz“ zurückzudrängen. In Deutschland gibt es die AFD, aber die weigert sich immer noch, zu sagen, auf welcher Seite sie steht,

        • A.Bundy schreibt:

          Diejenigen, die ständig mit der Forderung nach mehr Toleranz hausieren gehen, sollten mal für eine Woche stattdessen das Synonym Duldsamkeit verwenden. Dann würden sie vielleicht merken, wie oft sie das Wort im falschen Kontext benutz(t)en.
          Toleranz ist nicht die kleine Schwester von Akzeptanz, sondern nur die faule, verlogene Cousine von Ignoranz.

          • nildesperandum18 schreibt:

            Falls Ignoranz eine verlogene Verwandschaft hat, ist das nicht Duldsamkeit, sondern Gewalt und Haß, verbal oder körperlich.
            Duldsamkeit bedeutet nicht den Verzicht auf Meinung oder Wahrheit, sondern auf Haß.
            Toleranz, Duldsamkeit bedeutet auch nicht die Duldung von Unrecht, sondern den Verzicht auf Unrecht zur Erzwingung der eigenen Interessen.
            Entweder treten die Bürger und Einwohner eines Landes die Ausübung von Gewalt an einen Rechtstaat ab, in dem jeder seine Meinung äußern darf und kann, oder es herrscht Bürgerkrieg. Das ist die Alternative, nicht nur für Deutschland: Verfassungstreue von allen, oder Bürgerkrieg für alle. Ersteres muß erduldet werden, die andere Möglichkeit würde man erleiden. Gewaltverzicht der Einzelnen ist die Basis der Demokratie, und das fängt bein Umgangston an – oder endet blutig

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