Die Kippa ist keine Beleidigung!

Bei einer Wahlveranstaltung in der polnischen Stadt Kielce hielt der Politiker Dawid Lewicki von der extrem rechten Konföderation eine Kippa mit Davidstern hoch und wetterte dabei gegen das konservative Wählerbündnis Recht und Gerechtigkeit:

„Dies ist das Symbol der ‚Recht und Gerechtigkeit‘. Sie knien vor den Juden, sie verkaufen das Land für 300 Milliarden Dollar!“

Dawid Lewicki ereiferte sich darüber, eine Zahlung von Entschädigung an jüdische Opfer des Holocausts zu fordern, denen ihr Eigentum geraubt worden war. Als Lewicki das Podium verließ, ließ er die Kippa liegen.

Als die Kandidatin für das Bündnis Recht und Gerechtigkeit, Anna Krupka, das Podium betrat, entfernte sie die Kippa. Während sie sprach, näherte sich jedoch Konrad Berkowicz, ein weiteres Mitglied der extrem rechten Konföderation, der Frau, nahm die Kippa und hielt sie ihr über den Kopf.

Die Kippa ist keine Beleidigung! Die Kippa ist vielmehr tatsächlich ein Symbol für die Prinzipien Recht und Gerechtigkeit. Die Kippa steht für die jüdische Philosophie, die im steten Studium versucht, ein gerechtes Leben zu führen.

Zu einem gerechten Leben gehört auch die Übernahme von Verantwortung. Wenn die extreme Rechte in Polen glaubt, dass es keinen Grund dafür gibt, sich der eigenen Verantwortung zu stellen, was die Beteiligung am jahrhundertelangen Judenhass betrifft, wenn sie glaubt, jüdische Symbole könnten Beleidigungen sein, dann hat dieses rechte Bündnis in der jüdischen Philosophie tatsächlich eine scharfe Kritikerin.

Diese Menschen von der extremen Rechten werden eines Tages tatsächlich knien, jedoch nicht vor Juden, sondern vor der Vernunft, die sie so besitzen, wie jeder andere Mensch auch.

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