Die Disco in Dir!

Eine Rezension von Ralf Rotterdam.


Gestern veröffentlichte Kylie Minogue ihr 15. Studioalbum „Disco“. So manch einer wird sich jetzt fragen: Disco? Ausgerechnet jetzt? Die Antwortet lautet klar und deutlich: Ja! Gerade jetzt!

Nach dem eher reflektierten und Country-inspirierten „Golden“ aus dem Jahr 2018 haut Kylie jetzt auf die Zwölf. Im Lockdown nahm sie im selbst zusammengezimmerten Heimstudio ein Album auf, das im Grunde banaler nicht sein könnte.

Und darin liegt die Schönheit dieser Platte.

Hier wird nichts hinterfragt. Hier wird nur die Sehnsucht gefeiert, die Sehnsucht nach Nähe, nach Liebe, nach Sex, nach Bewegung und Freiheit. 70er Handclaps, 80er Synths und 2000er Funk verpackt in einem aktuellen Produktionsgewand haben die Kraft, die Umstände der Welt für eine dreiviertel Stunde vergessen zu lassen.

Damit bleibt die Künstlerin sich treu. Sie war nie sehr politisch, sie war selten besonders tiefsinnig, aber sie hat immer in andere Welten entführt und uns dabei verführt.

Kylie nimmt uns mit auf ihrem Ritt ins Studio 54 – irgendwo zwischen Earth, Wind & Fire, Jamiroquai, Donna Summer und Daft Punk. Sie besingt dabei schöne Körper, sexy Moves und lange Nächte auf ausgetretenen Tanzflächen und man möchte ihr in diese mittlerweile utopische Welt folgen.

Anspieltipps: das groovige „Miss a thing“, das wilde „Monday Blues“, das melancholische „Dance Floor Darling“ & das Abba-lastige „Last Chance“

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(TINRR)

Über tapferimnirgendwo

Als Theatermensch spiele, schreibe und inszeniere ich für diverse freie Theater. Im Jahr 2007 erfand ich die mittlerweile europaweit erfolgreiche Bühnenshow „Kunst gegen Bares“. Als Autor verfasse ich Theaterstücke („Gehirne am Strand“), sowie Glossen und Artikel. Mit meinen Vorträgen über Heinrich Heine, Hedwig Dohm und dem von mir entwickelten Begriff des „Nathankomplex“ bin ich alljährlich unterwegs. Und Stand Up Comedian bin ich auch. Mein Lebensmotto habe ich von Kermit, dem Frosch: „Nimm, was Du hast und flieg damit!
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5 Antworten zu Die Disco in Dir!

  1. Anonymous schreibt:

    Schreckliche Retortenmusik – das auch nur in die Nähe von EWF oder Jamiroquai zu stellen ist ein Sakrileg. Hört euch lieber die genannten Künstler im Original an und erfreut euch an echter Funkiness.

    • Ralf Rotterdam schreibt:

      Können Sie das auch an Beispielen festmachen, oder wird hier nur ein Klischee herausgehauen über die Musik von Kylie Minogue?

      • Anonymous schreibt:

        Wer fähig ist zu hören, der höre. Musik, gemacht von Maschinen, vs. Musik, gemacht von Menschen. Seelenlos. Das spricht nicht grundsätzlich gegen das Album, nur halt die Referenz zu den o.g. Bands, die hinkt schon gewaltig.

    • nussknacker56 schreibt:

      Stimmt. Klingt leider schauderhaft.

    • Nestor Machno schreibt:

      Schreckliche Retortenmusik – ich wusste gar nicht, dass sich die Chemieindustrie auch um die Musik kümmert. Wie muss man sich das technisch vorstellen? Drogen?

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