Wir wollen tanzen!

Überall in Europa erhebt sich tanzender Widerstand gegen die autoritären Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus. Menschen versammeln sich, um gemeinsam das Lied „Danser encore“ von HK zu singen und dazu zu tanzen. Tapfer im Nirgendwo präsentiert eine deutsche Übersetzung.

Wir wollen wieder weiter tanzen! Sehen, wie unsere Gedanken unsere Körper umschlingen. Verbringen wir unser Leben in Akkordfolgen.

Wir sind Zugvögel, weder zähmbar, noch brav. Wir schwören keine Treue, im Morgengrauen und unter allen Umständen kommen wir, um die Stille zu brechen.

Und wenn am Abend im Fernsehen der gute Herr König gesprochen hat, gekommen, um das Urteil zu verkünden, sind wir respektlos, aber immer mit Eleganz.

Auto-U-Bahn-Arbeit-Konsum, Selbstattest, eigenhändig unterschrieben, verschreibungspflichtige Absurdität. Und wehe dem, der denkt. Und wehe dem, der tanzt.

Jede autoritäre Maßnahme, jeder üble Beigeschmack von Sicherheit, löst unser Vertrauen in Luft auf. Sie sind so beharrlich, im Einschränken unseres Bewusstseins.

Lasst uns nicht beeindruckt sein von all diesen unvernünftigen Leuten, diesen Verkäufern der Angst im Überfluss, diesen Ängstlichen bis zur Schamlosigkeit. Wisst, wie wir sie auf Distanz halten.

Für unsere geistige Gesundheit, sozial und für die Umwelt, für unser Lächeln, unsere Intelligenz, seien wir nicht ohne Widerstand die Instrumente ihres Wahnsinns.

Text im Original:

Nous on veut continuer à danser encore
Voir nos pensées enlacer nos corps
Passer nos vies sur une grille d’accords
Oh, non non non non non non
Nous on veut continuer à danser encore
Voir nos pensées enlacer nos corps
Passer nos vies sur une grille d’accords

Nous sommes des oiseaux de passage
Jamais dociles ni vraiment sages
Nous ne faisons pas allégeance
À l’aube en toutes circonstances
Nous venons briser le silence

Et quand le soir à la télé
Monsieur le bon roi a parlé
Venu annoncer la sentence
Nous faisons preuve d’irrévérence
Mais toujours avec élégance

Nous on veut continuer à danser encore
Voir nos pensées enlacer nos corps
Passer nos vies sur une grille d’accords
Oh, non non non non non non
Nous on veut continuer à danser encore
Voir nos pensées enlacer nos corps
Passer nos vies sur une grille d’accords

Auto-métro-boulot-conso
Auto attestation qu’on signe
Absurdité sur ordonnance
Et malheur à celui qui pense
Et malheur à celui qui danse

Chaque mesure autoritaire
Chaque relent sécuritaire
Voit s’envoler notre confiance
Ils font preuve de tant d’insistance
Pour confiner notre conscience

Nous on veut continuer à danser encore
Voir nos pensées enlacer nos corps
Passer nos vies sur une grille d’accords
Oh, non non non non non non
Nous on veut continuer à danser encore
Voir nos pensées enlacer nos corps
Passer nos vies sur une grille d’accords

Ne soyons pas impressionnables
Par tous ces gens déraisonnables
Vendeurs de peur en abondance
Angoissants, jusqu’à l’indécence

Sachons les tenir à distance
Pour notre santé mentale
Sociale et environnementale
Nos sourires, notre intelligence
Ne soyons pas sans résistance
Les instruments de leur démence

Nous on veut continuer à danser encore
Voir nos pensées enlacer nos corps
Passer nos vies sur une grille d’accords
Oh, non non non non non non
Nous on veut continuer à danser encore
Voir nos pensées enlacer nos corps
Passer nos vies sur une grille d’accords.

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Über tapferimnirgendwo

Als Theatermensch spiele, schreibe und inszeniere ich für diverse freie Theater. Im Jahr 2007 erfand ich die mittlerweile europaweit erfolgreiche Bühnenshow „Kunst gegen Bares“. Als Autor verfasse ich Theaterstücke, Glossen und Artikel. Mit meinen Vorträgen über Heinrich Heine, Hedwig Dohm und dem von mir entwickelten Begriff des „Nathankomplex“ bin ich alljährlich unterwegs. Und Stand Up Comedian bin ich auch. Mein Lebensmotto habe ich von Kermit, dem Frosch: „Nimm, was Du hast und flieg damit!
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26 Antworten zu Wir wollen tanzen!

  1. nebelkammer schreibt:

    Wenn es denn ziviler Ungehorsam wäre. Eine Idee wäre zum Beispiel eine nicht angemeldete Demonstration in der Hauptstadt. Jeder Teilnehmer komplett vermummt: Schutzhose, Schutzkittel, FFP2-Maske, Überschuhe, Haarhaube, Schutzbrille, Handschuhe. Dazu vielleicht Ringe in Hüfthöhe mit 1,5m Durchmesser. Das wäre eine eindrückliche Darstellung ohne Gesundheitsrisiko. Dazu Transparente: „Der Mensch verschwindet hinter der Maßnahme!“ oder „Pumpt die Atmosphäre ab, Raumanzüge für alle!“
    Aber das wäre natürlich nicht so bequem und spaßig und wäre mit einem echten Risiko verbunden auf Bußgeld und Platzverweis.
    Die Tanzenden sind nur ein Haufen egoistischer Hedonisten, die keinen Bock mehr auf Maßnahme haben. Es gehört eben Disziplin dazu, Masken zu tragen, auch wenn man längst nicht mehr will.
    LG Michael

    • HM schreibt:

      @nebelkammer
      „Wenn es denn ziviler Ungehorsam wäre. Jeder Teilnehmer komplett vermummt: Schutzhose, Schutzkittel, FFP2-Maske, Überschuhe, Haarhaube, Schutzbrille, Handschuhe. Dazu vielleicht Ringe in Hüfthöhe mit 1,5m Durchmesser. Das wäre eine eindrückliche Darstellung ohne Gesundheitsrisiko.“

      Ziviler Ungehorsan ist schon ein Verstoß gegen geltendes Recht um eine Unrechtssituation offenzulegen.

      • nebelkammer schreibt:

        Da könnte ich auch im absoluten Halteverbot parken mit einem Zettel in der Windschutzscheibe: „Ätsch eure StVO interessiert mich nicht“ Eine nicht angemeldete Demonstration wäre Verstoß gegen geltendes Recht auf eine Weise, die die Zielrichtung unterstreicht, nämlich den Ruf nach Freiheit.

        • HM schreibt:

          Sie werden nicht ernsthaft das Halteverbot mit der Einschränkung von Grundrechten vergleichen wollen und auch der Protest gegen das eine und das andere haben nun so gar nichts miteinander zu tun

          • nebelkammer schreibt:

            Nein, das will ich nicht. Ich will damit nur zum Ausdruck bringen, auf welchem Niveau ich den „zivilen Ungehorsam“ dieser Tanzenden ansiedle.
            Da halte ich meine Idee für wesentlich ziviler und ungehorsamer…

  2. nebelkammer schreibt:

    Eines Tages wird Corona überwunden sein. Dann brauchen wir immer noch eine Therapie für solche Idioten. Egoistische Wichtigtuer aller Länder: verpisst Euch!

    • erwinrosskopf schreibt:

      Da muß ich Sie enttäuschen. Gegen Idiotie gibt es keine Therapie; Sie müssen mit Dummköpfen versuchen zu leben. Gelingt halt nicht immer – s. Corona, wo Sie Gefahr laufen, wegen ihnen zu sterben.

  3. philantrop schreibt:

    „Mehr als 21.000 Neuinfektionen und 342 weitere Todesfälle – das sind die aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts zur Infektionslage in Deutschland. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt damit auf 153.“ – aber tanzen wollen…

    (Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/rki-zahlen-mittwoch-101.html)

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Und die Zahlen kommen alle von Leuten, die draußen getanzt haben? Wenn nicht, wo kommen die Neuinfektionen her? Und wäre ist dann nicht klüger, eben jene Institutionen zu schließen? Ich meine, es ist ja nur ihre Logik. Also, wo haben die Leute sich ihre Infektion geholt? Kennen Sie die Zahlen? Und sind Sie bereit, alles zu schließen, wo sich die Leute tatsächlich ihre Infektionen holen?

      • philantrop schreibt:

        Ganz sicher nicht allein von diesen, nein, aber jeder, der sich derzeit nicht strikt selbst beschränkt, handelt verantwortungslos.
        Und, ja, ich bin schon seit langem für einen kompletten, harten Lockdown. Alles dicht. Zero COVID.

        • tapferimnirgendwo schreibt:

          Ich bin gegen einen harten Lockdown, da ich ihn verantwortungslos finde. Das bedeutet wenigstens, dass wir beide nicht verantwortungslos sein wollen. Das ist ja wenigstens eine Gemeinsamkeit.

          • Rune schreibt:

            In den USA sind fast 600.000 Menschen an Covid gestorben, das sind mehr Menschen als in den Kriegen die Amerika in den letzten 150 Jahren geführt hat zusammen. Dies reflektiert Herr Buurmann, der große Humanist der gegen Verantwortungslosigkeit wettert, absolut null.

        • HM schreibt:

          Werter Philantrop,
          wenn die Politik eine Gesellschaft außschließlich unter dem Gesichtspunkt der körperlichen Gesunderhaltung verwalten will, mag Ihr Ansatz ja richtig sein, aber wie Sie ja auch wissen gehören bei der Betrachtung des Gesamtbildes natürlich auch soziologische, psychologische und volkswirtschaftliche Befindlichkeiten dazu.
          Sollte also bei allen wichtigen Bereichen, dauerhaft, einer überbetont werden, handeln sie sich zwangläufig „pandemische Zustände“ in den anderen Bereichen ein.
          Für die bedauernswerten Menschen die seit mehr als einem Jahr eine „Zero Einkommen“ Strategie befolgen müssen, rückt die Frage der Infektion deutlich in den Hintergrund.
          Ein trauriges Beispiel dafür, ist mein selbstständig wirtschaftende Nachbar, der über lange Zeit nicht arbeiten durfte und sich vor 6 Wochen das Leben nahm.
          Ich hoffe sehr, daß wir am Ende von Corona nicht sein Verhalten als pandemisch feststellen müssen.

        • Antje Aging schreibt:

          ..und Zero Krebs, Zero Astma, Zero Diabetes… Weiß der COVID-19 das eigentlich schon?

        • HM schreibt:

          „In den USA sind fast 600.000 Menschen an Covid gestorben“

          Ja, das sind mit Sicherheit erschreckend hohe Zahlen. Wenn Sie sich aber die verlinkte Tabelle anschauen werden Sie sehen, das Länder die nichts eingeschränkt haben nicht an der Spitze der gruseligen Tabelle sind.
          https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1111794/umfrage/todesfaelle-mit-coronavirus-covid-19-je-millionen-einwohner-in-ausgewaehlten-laendern/

    • Antje Aging schreibt:

      153 POSITIVE – und KEINE Kranke – (also nach einem selbst vom Erfinder zum unzuverlässigen erklärten PCR-Test) Virenträger AUF 100.000; wenn das die Tagesschau sagt!.. Stimmt, da muss man sich ’nen Strick nehmen. Tanzen ist gefährlich!

      • nebelkammer schreibt:

        Krebs, Asthma und Diabetes sind nicht ansteckend.
        Es gibt keinen absolut zuverlässigen Test, gute Tests aber schon.
        Wer sich selbst gefährdet, soll tun, was er will.
        Die Tanzenden gefährden aber andere, müssen die das hinnehmen?
        Auch ich will vor meinem Tod gelebt haben, aber lieber so, dass es keinem anderen den Tod bedeutet.
        LG Michael

        • HM schreibt:

          QNebelkammer
          „Auch ich will vor meinem Tod gelebt haben, aber lieber so, dass es keinem anderen den Tod bedeutet.“

          Natürlich ist es nicht Ihr Verschulden, dass mein Nachbar für sich diesen Weg gewählt hat, dennoch ist es eine Konsequenz aus dem derzeit gewählten Weg. Sollte man diesen Weg weiter verschärfen, durch Zero Covid, nimmt man auch den Tod Anderer in kauf.

          • nebelkammer schreibt:

            Ich sehe noch einen Unterschied zwischen der aktiven Fremdgefährdung durch die Tanzenden und einer passiven Inkaufnahme durch die Maßnahmengestaltung. Ich gebe Ihnen völlig Recht: die Maßnahmen müssen im Hinblick auf die Gesamtwirkung abgewogen werden, das ist freilich eine politische Aufgabe von Regierung und Opposition.
            Die Tanzenden nehmen für sich das Recht in Anspruch, ihren eigenen Maßstäben zu folgen, das ist ein Frontalangriff auf die demokratische Verfassung unseres Staates. Es handelt sich nämlich nicht um eine Demonstration, sondern um einen demonstrativen Regelverstoß unter Inkaufnahme der Virusverbreitung.
            LG Michael

          • HM schreibt:

            Ich hatte bei meinen Kommentaren „Die Tanzenden“ garnicht so sehr im Blick. Eher die Rufe einiger, nach noch mehr Einschränkungen. Da diese in der öffentlichen Darstellung, nach meiner Wahrnehmung, deutlich mehr Raum bekommen, frage ich mich aus welcher Quelle all diese Menschen ihre materielle Existenz sichern. Merkwürdigerweise kenne ich die sehr ängstliche nur aus Medienberichten. In meinem Alltag wird die Frage, ob man Wert darauf lege, daß ich meine Maske anlegte in mehr als 90% mit abwinken beantwortet.
            Ich habe seit geraumer Zeit den Eindruck, daß ein riesiger Teil meiner Mitbürger „Pandemie“ eher spielt.
            Bei Ihrer Sicht auf „Die Tanzenden“ gebe ich Ihnen in Bezug auf die geltende Rechtordnung natürlich recht, dennoch habe ich auch viel Verständnis für diese Art zivilen Ungehorsams, besonders bei dem blinden Aktionismus der seitens der Politiker vorgetragen wird, deren Rechts- bzw. Grundrechtsverständnis zu Wünschen übrig laßt.

  4. anti3anti schreibt:

    Noch vor Kurzem hießen sie Corona-Leugner.

  5. Stephan Wolf schreibt:

    Gegen einen Virus anzutanzen, ist das nur dumm, kriminell oder hoffnungslos naiv?

    Auf Twitter schrieb jemand sinngemäß, auch wenn die Pflegekräfte nicht alles machen möchten, die Wasserwerfer in Stuttgart oder vorher in Kassel hätten sie besser bedienen sollen.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Sie tanzen nicht gegen das Virus an, sondern gegen die Maßnahmen. Und wenn Sie schon Wasserwerfer anwenden wollen, warum nicht gegen alle, die ihre oder die Gesundheit anderer gefährden oder Betten besetzen, zum Beispiel Raucherinnen und Übergewichtige. Immer druff mit dem Wasserwerfer?

      • clek schreibt:

        Sind die Maßnahmen etwa in Gänze abzulehnen? Käme vor dem Aktionismus, mithin Spreadingevent, vielleicht besser eine differenzierte Analyse der Maßnahmenm, um dann punktuell wichtige Kritik zu üben? Adipositas, Nikotinsucht, in kurzer Zeit potentiell zu Lungenversagen führende Infektion in pandemischer Form – alles gleich? Auch hier fehlende Differenzierung, um die eigene selektive Wahrnehmung zu rationalisieren. Das ist zutiefst menschlich, genügt aber leider nicht dem Anspruch, der sich hinsichtlich anderer Themen auf diesem Blog erfüllt.

    • philantrop schreibt:

      Alles drei auf einmal. Maske runter, Ringelpietz mit Anfassen, weil man ja unsterblich ist und die Ärzte, Pfleger, etc. ja nichts besseres zu tun haben, als solche rücksichtslosen dann später zu versorgen.

      • Antje Aging schreibt:

        Da haben Sie etwas Richtiges erwähnt, lieber Philantrop: Stichwort „unsterblich“. VOR Corona wurde ja nicht gestorben, nicht wahr?..
        Bevor ich sterben muss, möchte ich aber gelebt haben!
        Das Ganze erinnert mich an den folgenden Witz:
        „Ein Paar aus meinem Freundeskreis (oder „mene Schwiegereltern, Nachbarn“ etc.) ist gerade verstorben.“ „Corona??!!“ „Nein, ein Autounfall.“ „Aaah, na dann ist es nicht so schlimm.“

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