Ein paar Fragen an die Tagesschau

Sehr geehrte Damen und Herren der Tagesschau,

einen Bericht aus Amerika haben Sie wie folgt überschrieben:

„In der Nähe von Minneapolis hat ein Polizist den 20-jährigen Afroamerikaner Daunte Wright bei einer Verkehrskontrolle getötet.“

Da Sie sich für eine gendergerechte Sprache stark machen, darf ich fragen, warum Sie einfach so angenommen und behauptet haben, die Person, die geschossen hat, sei männlich gewesen? Es war eine Polizistin!

Darf ich zudem fragen, warum sie die Hautfarbe zum Thema machen?

Da Sie es aber tun, darf ich fragen, welche Hautfarben die Polizist*innen haben, die ihn festgenommen hatten? Welche Hautfarbe hatte der Polizist, der ihn aus dem Auto zog?

Aber die wichtigste Frage ist: Warum ist Ihnen das alles so wichtig, dass Sie es in die Überschrift gepackt haben?

Martin Luther King Jr. sagte einst:

„Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der sie nicht wegen der Farbe ihrer Haut, sondern nach dem Wesen ihres Charakters beurteilt werden.“

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Über tapferimnirgendwo

Als Theatermensch spiele, schreibe und inszeniere ich für diverse freie Theater. Im Jahr 2007 erfand ich die mittlerweile europaweit erfolgreiche Bühnenshow „Kunst gegen Bares“. Als Autor verfasse ich Theaterstücke, Glossen und Artikel. Mit meinen Vorträgen über Heinrich Heine, Hedwig Dohm und dem von mir entwickelten Begriff des „Nathankomplex“ bin ich alljährlich unterwegs. Und Stand Up Comedian bin ich auch. Mein Lebensmotto habe ich von Kermit, dem Frosch: „Nimm, was Du hast und flieg damit!
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9 Antworten zu Ein paar Fragen an die Tagesschau

  1. Artushof schreibt:

    Das Verhältnis zwischen Polaken und Deutschen ist seit Jahrhunderten extrem belastet.
    Das die Definition „Polak(e)“ der polnischen Umgangssprache entspricht sollte sich auch als normal in der deutschen Umgangssprache widerspiegeln.
    Wenn heute über den Polak gesprochen wird, unterstellt man dem deutschen eine Abwertung mit dieser Formulierung. Das ist natürlich totaler Quatsch und andere Länder nutzen die polnische Aussprache genauso. (Polac-Polak)
    Bei den Deutschen besteht eine Suggestion der negativen Erwartungshaltung mit diesem Begriff „Polake“.
    Kein Verhältnis ist so sehr der Lüge in den öffentlichen Medien und Kulturgremien und der Politik auf beiden Seiten ausgesetzt wie das zwischen Deutschen und Polaken.

    Der Hass auf beiden Seiten, der lange vor dem ersten Weltkrieg und später zum Ende des zweiten Weltkrieges bestand ist nicht mehr vorhanden. Der Polak ist im üblichen Sprachgebrauch der Deutschen ohne „Hass“ angekommen. Die Soldaten der beiden Weltkriege leben nicht mehr und ihre Nachkommen werden zu Weltbürgern ohne nationale Bindungen erzogen.

    Es werden viel mehr falsche Säue durch das Land getrieben, als es den beiden Nationen und Völkern lieb ist.
    Es liegt an eben diesen Völkern, ohne die ideologische Pest Neugeistlicher Politiker ein Europa zu schaffen, daß Wahrheit und Frieden eine Zukunft haben.
    Auf Lügen und Machtansprüche zu bauen führt zum Krieg.
    Ein Europa der Vaterländer zu schaffen, so wie es die Gründungsväter vorsahen, bleibt das oberste Ziel.

    Omnia tempus habent

    Artushof

  2. Brathering schreibt:

    „…in der sie nicht wegen der Farbe ihrer Haut, sondern nach dem Wesen ihres Charakters beurteilt werden.““

    „In der Nähe von Minneapolis hat ein_e Polizist*in den per Haftbefehl gesuchten Daunte Wright bei einer Verkehrskontrolle getötet, als dieser versuchte sich durch Flucht der Festnahme zu entziehen.“

    Das ist aber keine Nachricht Wert.

  3. Rune schreibt:

    Als hätte die die Tagesschau ein negatives Urteil über den Charakter des Opfer gefällt weil dieser dunkelhäutig ist

  4. Zsolt schreibt:

    Der Mainstream ist voller Widersprüche, nicht nur in den von Ihnen aufgeführten Kontext. So wurde beispielsweise im Bayerischen Rundfunk, der Süddeutschen Zeitung und anderen Medien, im Bericht über einem Mordprozess aus dem bayerischen Ottobrunn gegen einen (polnischen) Krankenpfleger fast durchgehend über den Angeklagten (und später Verurteilten) von „dem Polen“ gesprochen. Wird dagegen jemand in der U-Bahn niedergestochen, sind die gleichen Medien peinlich darauf bedacht, keine Nationalität zu nennen. Auch spricht man im BR gern über „Polenflitzer“, wenn man über – oft zu schnell – über die Autobahn fahrende Kleintransporter von Handwerkern berichtet. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Verachtung von Polen in der Deutschen Bevölkerung nicht selten ist.

    • Nestor Machno schreibt:

      Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Verachtung von Polen in der Deutschen Bevölkerung nicht selten ist.

      Das ist sehr unfreundlich gegenueber der deutschen Bevoelkerung formuliert. Richtig muss es heissen:

      Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Verachtung von Polen in den Deutschen Mainstreammedien nicht selten ist.

      Und die Verachtung von Israelis im Allgemeinen und Juden im Besonderen auch.

      • Zsolt schreibt:

        Ich kann Ihre Anmerkung nachvollziehen und bin in der Tat hin und hergerissen so etwas zu schreiben. Allerdings habe ich nicht unfreundlich formuliert, sondern etwas Unfreundliches gesagt, dieses aber nicht auf die Deutschen im allgemeinen bezogen, so dass die Unfreundlichkeit nur gegen die gerichtet ist, die sich angesprochen fühlen; ich gehe davon aus, dass Sie nicht dazu gehören. Ihre Schlussbemerkung kann ich voll unterschreiben: Wenn ich gegenüber Bekannten (wahre Freunde sind da anders) erwähne, dass mein Schwiegersohn kein „Russlanddeutscher“ sondern Jude ist, drücken sie das Kreuz durch, setzten eine eigentümliche Mine auf und wechseln relativ schnell dass Thema. Als gebürtigem Ungarn (ich habe den gleichen Vornamen, wie der kürzlich geschasste Torwarttrainer) begegnet man mir i. a. freundlicher.

        • Nestor Machno schreibt:

          Sie haben recht, ich habe etwas grob formuliert; sollte ironosch sein. Was ich meinte: es gibt keine besondere Verachtung fuer Polen durch den deutschen Durchschnittsbuerger. Sehr wohl aber von den MSM, und zwar deshalb, weil die Polen es wagen, ein bisschen konservativer („rechts“) zu waehlen und zu denken.

      • Rune schreibt:

        Können Sie Beispiele nennen für die Verachtung von Polen und Juden in den Mainstreammedien?

  5. Harald schreibt:

    Es geht noch besser:
    „Schwarzer bei Polizeikontrolle erschossen“

    https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/usa/id_89826436/usa-schwarzer-mann-bei-polizeikontrolle-in-minneapolis-erschossen-proteste.html

    …aber, …
    …sehen wir die positiven Seiten:

    Endlich konnte man wieder kostenlos „eink…..“,… — relativ störungsfrei plündern.
    Das ist doch auch etwas!

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