Ärzte in Grenzen

Tankred Stöbe, der Präsident des deutschen Zweigs der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ hat in einem epd-Gespräch über das Engagement seines Hilfswerk in den Überschwemmungsgebieten im islamischen Pakistan gesagt, es sei selbstverständlich, dass seine Kolleginnen in Pakistan Kopftücher trügen, um auch von der Bevölkerung akzeptiert zu werden. Zudem würden Frauen in Pakistan nur von Ärztinnen behandelt. Der Respekt vor der Kultur gehe sogar soweit, dass eine Frau gar nicht behandelt werde, so dies der Ehemann wünscht.

Was?

Ich bin ja bereit, einiges an kulturellen Eigenarten zu tolerieren und zu akzeptieren, aber es gibt Grenzen!

Eine Frau kann verlangen, von einer Frau mit Koptuch behandelt zu werden – Ja!
Eine Frau kann verlangen, nicht von Männern behandelt zu werden – Ja!
Eine Frau kann und darf sogar ihre eigene Behandlung ablehnen – Ja!

Aber: Die Entscheidung fällt die Frau!

Der Name „Ärzte ohne Grenzen“ ist nichts weiter als ein Witz. Diese Ärzte haben Grenzen. Die Grenze ist der radikale Islam! Vor ihr machen die Ärzte halt und lassen Frauen verrecken, wenn es die Männer so wollen.

Als Argument wird gerne angeführt, eine Frau, die sich gegen den Willen ihres Mannes behandeln lässt, würde dadurch den tödlichen Zorn ihres Mannes erwecken. Mag sein, aber genau diese Entscheidung, ob sie die Konsequenzen tragen möchte, muss die Frau selbst fällen. Niemand darf ihr diese Entscheidung abnehmen, nicht ihr Mann, nicht die Ärzte, kein Kulturversteher, kein Kulturkritiker, niemand!

Es ist und bleibt die Entscheidung der Frau, ob sie sicherheitshalber schon tot sein möchte, bevor ihr Mann sie umbringt oder ob sie es darauf ankommen lässt und sich dem Zorn ihres Mannes ausliefert in der Hoffnung, ihn zu überleben.

Aber vielleicht freut sich der Mann auch darüber, dass seine Frau überlebt hat und schickt vor lauter Freude den Glauben zur Hölle, der beinahe seiner geliebten Frau das Leben gekostet hätte.

Wie sagte schon Hedwig Dohm vor über hundert Jahren:

„Die Menschenrechte haben kein Geschlecht!“

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