Mein „Nein“ zur Quote!

Ich kann es nicht fassen, dass wir im 21. Jahrhundert ernsthaft über die Vorteile einer Geschlechterquotierung sprechen. Die Verteilung von Posten mit Blick auf das Geschlecht der sich bewerbenden Person ist absolut inakzeptabel. Es ist inakzeptabel, dass ein Vorstandsposten mit Blick auf das Geschlecht vergeben wird und dass bei gleicher Qualifizierung am Ende das Geschlecht entscheidet.

Es ist ein Skandal, aber nach wie vor herrscht die Quote: Die Männerquote!

Noch heute muss jedes männliche Vorstandsmitglied, jeder männliche Chef, Minister und Direktor mit der Scham leben, dass er seinen Job vielleicht nur bekommen hat, weil er ein Mann ist. Wir sind ein Land überschwemmt von leitenden Persönlichkeiten, die ihre Stellung einzig und allein der Männerquote zu verdanken haben, einer Quote, die sich die Firmen freiwillig auferlegt haben.

In der Politik, der Wirtschaft und an den Universitäten Deutschlands herrschte bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine 100% Männerquote. Bismarck, Goethe, Kant und Marx waren alle Quotenmänner. Noch heute ist jeder katholische Priester und natürlich der Papst ein Quotenmann!

Ein aufgeklärtes und modernes Land jedoch braucht so eine Quote nicht. Posten sollten nicht nach Geschlecht sondern nach Qualifaktion vergeben werden. Von so einer Praxis sind wir aber leider noch meilenweit entfernt. Als Mann beleidigt mich das! Ich finde den Gedanken beängstigend, ein Männerquoten-Mann sein zu können und doch muss ich täglich mit dieser Unterstellung leben.

Die überwiegende Mehrheit der Männer in Spitzenpositionen scheint sich damit abgefunden zu haben, dass sie ihre Stellung ihrem Geschlecht verdanken. Ich finde eine solche Haltung mehr als unmännlich. Diese Männerquote ist eine Infragestellung der Qualifaktionen des Mannes schlechthin.

Daher muss diese Quote einfach weg! Wenn die Betriebe in Deutschland nicht bald mit ihrer freiwilligen Quotierung aufhören, so wird es wohl die Aufgabe der Politik sein, diese freiwillige Quotierung zu beenden, in dem sie vorschreibt, dass ein gewisser Prozentsatz der ausgeschriebenen Posten nicht mehr nach dem Prinzip der Männerquote vergeben werden darf.

Solange das Grundgesetz die 100% Männerquote der katholischen Kirche toleriert, haben wir ein Problem!

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