Wer braucht schon Vokale?

Vokal sind überbewertet. Die Tschechische Sprache beweist, dass es auch ohne geht:

Strč prst skrz krk!
(Steck den Finger durch den Hals!)

Man muss es den Tschechen schon lassen, was sie an Vokalen vermissen lassen, machen sie durch eine poetische Bedeutung ihrer Sätze wieder wett. Wer kann schon dem Inhalt dieses Satzes widerstehen:

Chrt pln skvrn zhltl hrst zrn.
(Der Windhund voll von Flecken hat eine Handvoll Getreide verzehrt.)

Manchmal dringt der Windhund voll von Flecken auch durch einen Büschel von Kornblumen in das Viertel Krč ein. Auf Tschechisch heißt das dann:

Chrt pln skvrn vtrhl skrz trs chrp v čtvrť Krč.

In Tschechien haben jedoch nicht nur Windhunde manchmal Flecken, sondern auch Pilze. Wenn diese Pilze dann auch noch durch Nebel feucht werden, dann sagte der Tscheche:

Smrž pln skvrn zvlhl z mlh.

Ungeschlagen in der Bedeutung ist jedoch dieser Satz:

Plch zdrhl skrz drn, prv zhltl hrst zrn.
(Die Schlafmaus ist durch den Erdklumpen abgehauen, davor hat sie eine Handvoll Getreide verschlungen.)

Ach, man muss die tschechische Sprache einfach lieben und es verwundert nicht, dass sich diese Sprache auch noch wundervoll zum Singen eignet, wie die tschechische Sängerin Helena Vondráčková beweißt.

 

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