Gerd Buurmann sagt: Danke!

Am 6. Februar 2012 wird im ARTheater in Köln zum 200. Mal das Kapitalistenschwein der Woche gewählt. Aber nicht nur in Köln wird gesucht, sondern regelmäßig auch in Lübeck, Halle, Hamburg, Trier, Leverkusen, Mannheim, Heidelberg und Viernheim und bald auch in Stuttgart, Dresden und Mallorca. Überall erfreut sich Gerd Buurmanns  Kunst gegen Bares wachsender Beliebtheit und ist zu einer der erfolgreichsten Offenen Bühnen Konzepte Deutschlands geworden.

Niemandem verdanke ich diesen Erfolg mehr als all jenen Menschen, die die Kunst gegen Bares regelmäßig mit Leben füllen. Daher ist es Zeit, Danke zu sagen.

(Die Namen sind alphabetisch geordnet und die Liste wird noch fortgesetzt.)

Richard Aczel dafür, dass er der beste Theaterlehrer ist, den es gibt und dafür, dass er ein Theater macht, dass ich mir nicht nur gerne anschaue, sondern von dem ich gerne und immer wieder viel lerne.

Akascht für die Entscheidung, dass wir ihr Leben als tourende Künstler komischer finden dürfen als sie selbst. Gute Musiker mit ausgeprägter Selbstironie. Ein Geschenk!

Viktoria Burkert, weil sie von mir träumt.

Janett Bobel für die Tränen, das Lachen, das Spielen, das Machen, für das Helfen und Leben, einfach dafür, dass sie gut spielt, weil sie ein guter Mensch ist.

Thorsten-Kai Botenbender für seine wahnsinnige Bühnenpräsenz, sein gutes Herz, aber vor allem für die Liebe, die er mit mir für die großen Schauspielerinnen der deutschen Sprache hegt, von Inge Meysel bis Witta Pohl. Er weiß, was wenige wissen: „Wir wohnen fabelhaft. Wie wenige!“

Frida Caroline Bruhn für das Schwesterherz, die Radikalität in der Einfühlung und der guten Schauspielkunst.

Martin Cordemann für seinen scharfen, schneidenden Witz und einen guten Blick für das Komische. Er geht keinem Streit aus dem Wege, besonders wenn er einen seiner polemischen Saltos mal wieder auf ganz dünnem Eis vollführt hat. Mein Dank gilt ihm aber besonders, weil er wie kein anderer Mensch die Kunst gegen Bares durch ehrenamtliche Arbeit unterstützt und möglich macht.

Carsten Dworak für die Hemmungslosigkeit, mit der er verehrt, wenn er verehrt, für das Streben nach Perfektion, aber vor allem für die erfrischende Ironie, mit der er lebt, liebt und hasst.

Polyana Felbel für ihre wunderschöne und nicht selten anrührend melancholische Musik, die mir die Tränen in die Augen treiben. In dieser Traurigkeit ist das Schöne des Lebens zu Hause.

Anke Fuchs für die Selbstverständlichkeit, mit der sie dem Alltag auf die Finger schaut. Für sie gibt es keinen Moment, möge er auch noch so vergänglich sein, dem sie nicht doch noch etwas liebenswertes, komisches oder besonderes abgewinnen kann.

Jo Goede für das liebende Auge, das er immer wieder auf die Kunst gegen Bares wirft und uns dadurch mit wunderschönen Bildern der Erinnerung versorgt.

Heinz Gröning für seine hemmungslos symphatische Art, selbst die abgründigsten, ja manchmal sogar leicht boshaften Gedanken, in den Seelen seines Publikums lachend zu Tage zu fördern.

Max Gstettenbauer für seine Visionen, seinen Ehrgeiz, seine Gelassenheit, seine Schlagfertigkeit und vor allem für die vielen, vielen Gespräche über das Wesen des Stand Ups. Er erzählt und ist immer auf der Suche nach dem Besseren, dem Neuen. Er langweilt nicht. Danke!

Lydia Herms dafür, dass sie die Kunst gegen Bares nach Halle geholt hat.

Samuel Horn dafür, dass er mich mit seiner Kunst im Theater zum Weinen gebracht hat, weil mir klar wurde, wie schön das Leben doch ist.

Tal Kaizman für die Freundschaft. Toda!

Sabine Kämper für einige der schönsten und lustigsten Abende, die ich hatte, für ihre schnelle Begeisterungfähigkeit für alles Tiefe, ob im komischen oder tragischen Bereich, aber vor allem, aber wirklich vor allem für ihren Schwerpunkt: Tschibo!

Meltem Kaptan für den Beweis, dass Humor und Ironie keine Grenzen kennt und alles, aber wirklich alles komisch sein kann. Sie zeigt ganz natürlich, dass Lachen immer auch ein Mitlachen sein muss und niemals ein Auslachen werden darf.

Marianne Kastil, weil sie der beste Stammgast ist, den die Kunst gegen Bares haben kann.

Bertolt Kastner für die beste Antwort auf die Frage, ob es sich zu leben lohnt.

Ill-Young Kim dafür, dass er immer den satirischen Ton zwischen Selbst- und Fremdkritik trifft – und ein guter Schauspieler und leidenschaftlicher Musiker ist er auch noch!

Angela Krüll für die umwerfend ansteckende Lebensfreude, für ihre Seele und Stimme, aber besonders für ihren Mottoschal!

Marco Leitner für seine unglaubliche Bescheidenheit, hinter der sich ein feiner Geist der Ironie und humoristischen Spitzfindigkeit verbirgt. Nur er vermag es, aus der Zahl 101 den größtmöglichsten Gag zu zaubern.

Mareike Marx für ihren Blick für das Wesentliche, ihren gnadenlosen Willen zur künstlerischen Perfektion und vor allem für ihre Einstellung, immer das Wohlbefinden des Publikums in den Mittelpunkt ihrer Arbeit zu stellen. Das ganze noch gepaart mit so viel Talent – nun, von der Frau werden wir noch viel hören.

Luke Mockridge für die Leichtigkeit im Erzählen und der Ehrlichkeit im Umgang mit dem Komischen an sich selbst. Danke auch für die Nachdenklichkeit hinter und die Freude auf der Bühne.

Johanna Cora Müllers für die Hingabe zu den Figuren, die sie spielt, aber vor allem für die Klarheit, mit der sie im Spiel dafür sorgt, der Figur, die sie spielt, niemals eine Blöße zu geben.

Ania Niedieck dafür, dass ich ihr erster Regisseur sein durfte und so erleben konnte, wie sie mit einer natürlichen Präsenz ihren Figuren eine seelische Tiefe verleiht, die über das bloße Spiel hinausweist.

Bernd Rehse und Stefan Bohne für ihren Glauben an die Möglichkeiten des Theaters und ihre Mühen, selbst in schwierigen Zeiten das Wunder des Theaters aufrecht zu erhalten. Danke für das ARTheater, der aktuellen Heimat der „Kunst gegen Bares“.

Cris Revon für seine Lieder, aber vor allem für seine Schlagfertigkeit und Unkompliziertheit. Es ist immer wieder faszinierend, dabei zu sein, wenn er, der an sich so bescheiden wirkt, plötzlich einen ganzen Abend mit seiner Gitarre und seinem Witz zu bereichern versteht.

Manuel Rittich für die Klarheit im Spiel und der Suche nach den unterschiedlichsten Facetten des Theaterdaseins. Von Trash zur Tragödie in 10 Sekunden, dass können nur wenige und Herr Rittich.

Isabel Rohner für die glühenden Gedanken, die so oft mit haarscharfen, goldenen Pfeilen Vorurteile und Aberglauben ins Herz treffen, die sonnengleich Welten erleuchten und sturmartig wie Donner des Zeus dahinrauschen.

Xaver Römer für sein Vermögen, der deutschen Sprache am Steiß zu fassen, um ihr dann Klänge und Tiefen zu entlocken, die einem Liebhaber der deutschen Sprache einmal mehr beweist, dass diese Liebe berechtigt ist.

Stefan Rosenland für seinen Witz, der geboren aus dem Intellekt, eben dort nicht verharrt, sondern sich emanzipiert hin zu der unerträglichen Komik des Seins.

Christoph Rummel für seine Fähigkeit, uns glauben zu machen, dass selbst Dosen, Bälle, Kegel und Klötze eine Seele haben.

Torsten Schlosser dafür, dass er mich regelmäßig anprangert und den Klamauk rehabilitiert hat; aber vor allem dafür, dass er die Kunst gegen Bares nach Leverkusen geholt hat.

Markus Schimpp für den Hauch der Goldenen Zwanziger, den er überall dort versprüht, wo er sich an ein Klavier oder vor ein Mikrofon setzt. Er macht aus der alten Schule der gepflegten Abend-Unterhaltung eine Gentelmen-Moderation 2.0.

Henning Schmidtke für die Entscheidung, der ersten Liebe seines Lebens treu zu bleiben: der Musik. Obwohl er sich noch einen Geliebten hält, nämlich das Wort. Musik, Wort, Schmidtke, dass ist ein perfekter Dreier.

Burkhard Schmiester für die Bilder, die er im Kopf hat und seine Fähigkeit, diese Bilder literarisch und inszenatorisch so zum Blühen zu bringen, dass es eine Freude ist, zu den Augen auch noch ein Hirn zu haben.

Janina Schmulder für ihre Unaufdringlichkeit, die lediglich der Eindringlichkeit geschuldet ist, mit der sie zu spielen in die Lage ist. Danke aber auch dafür, dass sie mich regelmäßig dazu drängt, Sport zu treiben und für die Tiefen ihrer sehr, sehr stillen Gewässer.

Georg Schnitzler für seine Liebe zum absurd Normalen und das Gefühl, das seiner ganzen Kunst inne wohnt, nämlich dass das Leben, egal wie unauffällig und unscheinbar es auch bei manchen Menschen erscheinen mag, immer lebens- und vor allen liebenswert ist. Und dafür, dass er die Show nach Bonn geholt hat.

Michael Schönen für eine handvoll Gedichte, die ich zu meinem ganz persönlichen Kanon der besten Gedichte der deutsche Literaturgeschichte zähle. Dein Gedichtband steht in meinem Regal vollkommen zurecht zwischen Heinrich Heine und Robert Gernhardt.

Katrin Schyns für die brutal ur-komische Art, mit der sie sich im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Publikum auseinander setzt. Sie versteht es wie kaum eine Andere, Entsetzen und Lachen genial zu verschmelzen.

Nico Semsrott für seine Art, der heutigen Generation eine Stimme zu geben – eine Stimme brutal, ehrlich, deprimierend und daher so entsetzlich komisch. Danke auch dafür, dass er die Kunst gegen Bares nach Hamburg geholt hat.

Kai Spitzl für seine unvergleichliche Art, dem wohlfeilen Kabarettpublikum einen Spiegel so hinzuhalten, dass es über sich selbst lachen muss.

Peter Stablo dafür, dass der die Kunst gegen Bares nach Trier geholt hat.

Katharina Stüber dafür, dass sie nur einmal die Kunst gegen Bares sehen musste, um zu wissen, worauf es ankommt und nun in Lübeck die Show selbst im besten Geiste des Frosches führt. Sie ist die beste Gastgeberin die die Kunst gegen Bares haben kann.

Antoino Ruiz Tamayo für seine Augen, die sehen, was kaum jemand sieht und für seine Hände, die fangen, was kaum jemand fängt.

Tobias Teufel vom ARTheater für den besten Smutje, den die Kunst gegen Bares überhaupt haben kann. Ein gutes Theater wird immer auch an der Theke gemacht. Der Teufel macht ganz großes Theater!

Stefan Thole, weil er mein bester Freund ist.

Lothar Tolksdorf für seinen Mut zur Performance und für die Liebe, die er in seiner Literatur besonders für die vermeintlichen Verlierer dieser Welt aufbringt.

Julia Trompeter für die Leichtigkeit, mit der sie selbst die schwierigsten Aspekte der deutschen Sprache schultert. Ihr Umgang mit der deutschen Sprache gleicht einer Akrobatin, die mit scharfen Messern jongliert, ganz so als wäre es das einfachste von der Welt.

Timothy Trust für seinen wahrhaft schöpferischen Akt aus etwas Stoff neues Leben zu zaubern. Gott hat Adam erschaffen, der erste Menschen. Timothy Trust hat Terpentin den Frosch erschaffen; der erste Frosch in der Kunst gegen Bares. Wunderbar!

Talishja van Aaken für die warme Hand, mit der sie nicht nur ihre Bilder malt und Gedichte schreibt, sondern die sie Künstlerinnen und Künstlern reicht. Danke für die selbstverständliche Liebe zur Literatur und Kunst.

Joseph Vicaire für seine hemmungslose Liebe zum Theater als Ort der Spontaneität. Niemand sonst kann mit seiner Stimme, seinem Körper, ja seinem ganzen Sein derart verzaubern wie er. Er ist der einzige Mensch, der sich rühmen darf, ein Muppet zu sein!

Anton Weber für das sichere Gespür für so eigenartig schöne Worte wie „Eigentlich“. Wenn er zur Gitarre greift, bekommt der Begriff Barde wieder eine Daseinsberechtigung in der heutigen Zeit.

Tobias Weber dafür, dass er ein wunderbarer Kollege, guter Ratgeber, kreativer Kopf, scharfer Kritiker und vor allem lieber Freund ist.

David Werker dafür, dass er nicht darüber verzweifelt ist, als Junge aus Siegen Germanistik in Köln studiert zu haben, sondern dass es ihm gelungen ist, selbst daraus Kapital zu schlagen, und wenn es auch nur ein Lachen ist.

Charlotte Werner für ihr vorbildliches Durchhaltevermögen und die Spontaneität, mit der sie sich regelmäßig auch auf die schwierigsten Improvisationen einlässt.

Jens Wienand für seine Entscheidung, die Kunst gegen Bares nach Mannheim zu holen und für seine literarische Fähigkeit, sich selbst in die absurdesten Momente und Wesen hineindenken zu können und sei es auch ein rotnasiges Rentier.

Maria-Luise Winkendick für ihre gnadenlose Art der Moderation und ihre Grottenehrlichkeit. Kaum eine Frau kann auf der Bühne mit so wenig Worten so viel sagen. Sie ist und bleibt die Meisterin der Pausen.

Danke.
Danke Euch allen.

Ihr habt mir gezeigt, dass Kermit der Frosch ein wahres Wort gesprochen hat, als er einst forderte:

NIMM WAS DU HAST UND FLIEG DAMIT!

***

PS: Die Liste ist noch lange nicht fertig. Ich werde weiter an ihr schreiben. Jetzt aber gehe ich erst einmal ins Bett.

PPS: Mama, Du bist auch eine ganz Tolle!

Über tapferimnirgendwo

Als Theatermensch spiele, schreibe und inszeniere ich für diverse freie Theater. Im Jahr 2007 erfand ich die mittlerweile europaweit erfolgreiche Bühnenshow „Kunst gegen Bares“. Als Autor verfasse ich Theaterstücke, Glossen und Artikel. Mit meinen Vorträgen über Heinrich Heine, Hedwig Dohm und dem von mir entwickelten Begriff des „Nathankomplex“ bin ich alljährlich unterwegs. Und Stand Up Comedian bin ich auch. Mein Lebensmotto habe ich von Kermit, dem Frosch: „Nimm, was Du hast und flieg damit!
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