Die BILD und der KORAN

Im Rahmen des 60. Erscheinungsjahres der ersten Bild-Zeitung soll am 23. Juni 2012 unter dem Motto «Bild für alle» eine Sonderausgabe der Bild-Zeitung kostenlos an nicht weniger als 41 Millionen deutsche Haushalte geschickt werden. Bei Facebook gibt es schon eine Seite gegen diese kostenlose Verteilung: „BILD Zeitung – NEIN Danke“

Ich muss gestehen, die Leute, die in der kostenlosen Verteilung der Bild-Zeitung ernsthaft ein Affront sehen, erinnern mich ein wenig an jene Leute, die über Ostern 2012 voll die Krise bekommen haben, weil der Koran kostenlos verteilt wurde.

Kinder, es ist doch nur bedrucktes Papier! Einfach annehmen, lesen oder sonst was damit tun. Die Bild-Zeitung zum Beispiel nutze ich manchmal, um den Kamin oder den Grill anzuzünden. Es gibt also keinen Grund zur Panik!

Wenn es einen Grund zur Panik gibt, dann wegen der Art und Weise, wie mit den Kritikern der kostenlosen Verteilung umgegangen wird. So albern ich die Kritik an der kostenlosen Verteilung von bedrucktem Papier finde, so sehr hat jeder Mensch das Recht, diese Kritik zu äußern. Und genau hier liegt das Problem, das uns alle angeht:

Die Kritiker der kostenlosen Verteilung der Bild-Zeitung genießen das Recht und die Sicherheit, die ihnen zusteht. Die Kritiker der kostenlosem Verteilung des Korans jedoch werden bedroht! In einem vierminütigen Video auf YouTube wurden Journalisten der „Frankfurter Rundschau“ und des „Tagesspiegels“, die sich kritisch mit der kostenlosen Verteilung des Korans beschäftigt hatten, namentlich genannt und bedroht. In dem YouTube-Video, in dem Bilder und private Informationen der Journalisten gezeigt werden, heißt es:

„Wir haben nun detaillierte Informationen über die Affen und Schweine, die verlogene Berichte über DawaFFM und viele andere Geschwister veröffentlicht haben (…) Wir besitzen eine Menge an Daten von dir, zum Beispiel wissen wir, wo du wohnst, wir kennen deinen (Fußball-)Verein, wir besitzen deine Mobilfunknummer“, heißt es in dem YouTube-Film, das nur dazu dient, Journalisten einzuschüchtern.

Genau hier gilt es, Stellung zu beziehen: Das Problem ist nicht die kostenlose Verteilung der Bild-Zeitung und des Korans. Das Problem ist auch nicht die Kritik der kostenlosen Verteilung der Bild-Zeitung und des Korans. Das Problem ist die Art der Kritik und da sind es deutlich nicht die Bild-Sympathisanten, die sich was vorzuwerfen haben.

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