Ich hab ihn!

Wunderbar! Es ist endlich geschehen. Ich habe den Friedensnobelpreis im Sack. Großartig!

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Heute wurde der Friedensnobelpreis an die Europäische Union verliehen. Da ich Teil der Union bin und bisher an jeder Wahl teilgenommen habe, gehen bei der momentanen Bevölkerung der Union 0,0018 Euro des Preisgeldes in Höhe von 930000 Euro an mich. Da die Union von den Bürgerinnen und Bürgern getragen wird und sie diese Vereinigung überhaupt erst möglich machen, darf ich wohl erwarten, dass eine Wahl stattfinden wird, was mit dem Preisgeld geschehen wird. Im Zuge dieser Wahl kann dann auch direkt mal gefragt werden, ob eine Mehrheit der Bevölkerung die Union überhaupt will, schließlich sind wir jetzt Friedensnobelpreisträger.

Ich erkläre schon mal: Ich bin für die Union und zitiere vor lauter Freude über den Preis Heinrich Heine:

Ein neues Lied, ein besseres Lied,
O Freunde, will ich Euch dichten!
Wir wollen hier auf Erden schon
Das Himmelreich errichten.

Wir wollen auf Erden glücklich sein,
Und wollen nicht mehr darben;
Verschlemmen soll nicht der faule Bauch
Was fleißige Hände erwarben.

Es wächst hienieden Brot genug
Für alle Menschenkinder,
Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust,
Und Zuckererbsen nicht minder.

Ja, Zuckererbsen für jedermann,
Sobald die Schoten platzen!
Den Himmel überlassen wir
Den Engeln und den Spatzen.

Und wachsen uns Flügel nach dem Tod,
So wollen wir Euch besuchen
Dort oben, und wir, wir essen mit Euch
Die seligsten Torten und Kuchen.

Ein neues Lied, ein besseres Lied,
Es klingt wie Flöten und Geigen!
Das Miserere ist vorbei,
Die Sterbeglocken schweigen.

Die Jungfer Europa ist verlobt
Mit dem schönen Genusse
Der Freiheit, sie liegen einander im Arm,
Und schwelgen im ersten Kusse.

Über tapferimnirgendwo

Als Theatermensch spiele, schreibe und inszeniere ich für diverse freie Theater. Im Jahr 2007 erfand ich die mittlerweile europaweit erfolgreiche Bühnenshow „Kunst gegen Bares“. Als Autor verfasse ich Theaterstücke („Gehirne am Strand“), sowie Glossen und Artikel. Mit meinen Vorträgen über Heinrich Heine, Hedwig Dohm und dem von mir entwickelten Begriff des „Nathankomplex“ bin ich alljährlich unterwegs. Und Stand Up Comedian bin ich auch. Mein Lebensmotto habe ich von Kermit, dem Frosch: „Nimm, was Du hast und flieg damit!
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