Worte für Israel

Was ist der größte Unterschied zwischen Israel und allen anderen Ländern der Welt? Während alle anderen Länder der Welt überwiegend an Realitäten gemessen werden, wird Israel überwiegend an einem Ideal gemessen. Im Zweifel gilt: Die anderen Länder sollen nicht schlechter sein, als der schlechteste Nachbar. Für Israel aber gilt: Israel soll besser sein als das beste Land der Welt.

Schauen wir einfach mal auf die Vereinten Nationen. Dort wurden mehr Resolutionen gegen Israel verabschiedet als gegen alle anderen Länder zusammen! Ein Drittel aller Resolutionen und Entscheidungen, die der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen seit seinem Bestehen verabschiedet hat, richtet sich gegen Israel. In nur 0,1% der gesamten Weltbevölkerung, denn dies ist der prozentuelle Anteil der Israelis auf der Erde, sieht die UN ein Volk, dem ganz besondere Aufmerksamkeit zu Teil werden muss. 99,9% der Welt werden mit verständnisvoller Milde beäugt, aber die restlichen 0,1% bekommen den vollen Zorn der Kritiker ab. Das nenne ich in Sonderbehandlung und Sonderbehandlung des einzigen jüdischen Staates ist nichts anderes als blanker, purer und unverschleierter Judenhass.

Tapfer im Nirgendwo sammelt daher hier ein paar lesenswerte Auszüge aus Artikeln, die Israel genau das Verständnis entgegenbringen, wie es für andere Nationen selbstverständlich ist. Wenn Sie also mal wieder das berechtigte Gefühl haben, selbst die Medien oder die Politik sei nicht ausgewogen, kommen Sie hier her und atmen ein wenig durch.

Stefanie Galla: „Die Systeme zum Schutz der Zivilbevölkerung funktionieren weitgehend gut. Dies hat zur Folge, dass es für die Medien nicht wirklich etwas zu berichten gibt über den Raketenbeschuss. Traumatisierte Menschen und zerschossene Autos und Häuser zu zeigen, sind keine Meldung, die sich wöchentlich wiederholen ließe. Der Zuschauer wäre irritiert, wenn in den Tagesthemen einmal in der Woche oder auch nur einmal im Monat berichtet würde, der Raketenbeschuss auf Israel geht weiter, glücklicherweise wurde auch letzte Woche niemand verletzt oder getötet, der Sachschaden beläuft sich auf die folgende Summe.

So finden dann die Angriffe aus dem Gaza Streifen auf Israel weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit – außerhalb Israels – statt. Unter der permanenten Angst vor Raketenbeschuss leben zu müssen, zerrt an den Menschen. Zu wissen, jede Sekunde können wieder die Sirenen heulen und unser Leben wird unterbrochen durch Todesnagst um uns selbst, unsere Angehörigen, Freunde, Kollegen etc. ist eine Belastung, die wir uns hier nicht vorstellen können. Bilder von Toten und Verletzten lassen uns ahnen, was andere Menschen durchmachen. Berichte darüber, dass man innerhalb von 15 Sekunden nach Beginn des Schrillens der Sirenen Schutz gefunden haben muss, um nicht zerrissen zu werden, sind zu abstrakt, als dass man wirklich nachfühlen könnte, wie sehr die Menschen im Süden Israels leiden.

Wenn der Beschuss auf Israel wieder einmal derart intensiviert wurde, dass Schulen und Geschäfte geschlossen bleiben müssen, weil die Abstände zwischen den Raketen zu kurz sind, als dass noch ein normales Leben stattfinden könnte und Israel beginnt, Raketenstellungen der Hamas zu beschießen und dabei nicht punktgenau trifft, so dass Zivilisten verletzt oder getötet werden, gibt es die Bilder für die Medien und die weltweite Öffentlichkeit wird informiert.

Es ist zynisch, aber wahr. Derjenige, der seine Zivilbevölkerung schützt, hat den Krieg in den Medien verloren. Würde Israel nicht erfolgreich versuchen, Schaden von seinen Bürgern abzuwenden, gebe es mehr Mitgefühl für die Israelis durch die Weltöffentlichkeit. So aber werden Hamas und Co dafür belohnt, dass sie Zivilisten in Gefahr bringen, diese instrumentalisieren. Dass sie bewusst von Orten aus schießen, die so gelegen sind, dass bei einer Reaktion der Israelis palästinensische Opfer zu beklagen sind, ist ihr Ticket in die Medienöffentlichkeit. Ein sehr sicheres Ticket, denn selbst die präzisesten Waffen können nicht verhindern, dass Menschen getroffen werden, die sich in der unmittelbaren Umgebung derer befinden, die Israel unter Dauerbeschuss setzten. So dringt dann das Leid der Palästinenser in Gaza in unsere Wohnzimmer, während das der Israelis außen vor bleibt. Dies hat die perverse Konsequenz, dass das Mitleid der Zuschauer dann auch nur den Palästinensern gilt und Israel dafür verantwortlich gemacht wird, während die Bilder verdrängen, was auf israelischer Seite im Vorfeld passierte.“

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Lila Rungholdt: „Was mir das Herz bricht: die Maenner mit dem Besen und der Kehrschaufel und dem gruenen Auto, die mit Elan die Strasse saubermachen. Verdammt, es ist so ungerecht.

Seit Generationen schwingt das juedische Volk den Besen, fegt die Scherben auf, kratzt das Blut weg, versorgt die Verletzten (auch die Taeter, natuerlich), begraebt seine Toten und sagt Kaddish, sorgt dafuer, dass der Verkehr nicht stehenbleibt, dass der naechste durch die Strasse laufen oder gehen kann, auf der vorhin noch weinende Verletzte lagen. Weint nicht, das Leben geht weiter, kommt, die Strasse ist schon wieder sauber, wir machen das schon, sagen die raschen, energischen Bewegungen. Kein Grund zu verzweifeln!

Die Leute in Tel Aviv sagen: ja, wir wussten nicht, ist es eine Rakete oder ein pigua. Tja, es haette beides sein koennen, und wer weiss, was als naechstes kommt?

Es ist genug, es ist genug, sagt mein Herz. Israel hat niemandem was weggenommen, was immer die Palaestinenser erzaehlen von gestohlenem Land. Das Land ist mehrmals gestohlen worden, unter anderem den Juden, aber Israel ist ganz legal gegruendet worden wie viele andere Staaten im Nahen Osten. Von denen alle anderen arabisch sind. Dutzende. Israel hat nie was anderes getan, als sich gegen drohende Vernichtung zu wehren. Damit allerdings hatte Israel alle Haende voll zu tun. (…)

Ja, jetzt kommt wieder die Nachricht, die auch ihr hoeren werdet – die Luftwaffe arbeitet wieder, und einige Journalisten werden den gesamte Kontext ausblenden, und nur auf die von der Hamas in die Hoelle gezwungenen zivilen Opfer blicken. Von denen die meisten noch leben koennten, wenn Hamas keine Raketen aus Wohngebieten elf Jahre lang auf Israel gefeuert haetten, oder aber auch Defensivmassnahmen ergriffen haetten. Doch das wisst ihr eh.

Aber ich weine hier zum Himmel und sage: genug, genug. Warum hat ein Volk, das so viel Energie in Wissenschaft, Medizin, Innovationen, Kunst, Literatur und Musik steckt, das Familie ueber alles stellt und den Wert des menschlichen Lebens ehrt, das immer pragmatische Loesungen sucht und gern stundenlang diskutieren kann, ohne zu streiten, das niemanden bekehren, umdrehen, vertreiben oder dominieren will – warum hat es so ein schweres Leben?“

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Guido Westerwelle: “Die Ursachen dieser Eskalation sind die von der Hamas zu verantwortenden Raketenangriffe aus Gaza, die erheblichen Schaden und auch viele Opfer auf israelischer Seite verursacht haben. Israel hat das Recht, sich zu verteidigen, und hat auch das Recht, seine Bürger zu schützen. Gleichzeitig muss alles getan werden, um eine weitere Eskalation zu verhindern und vor allen Dingen auch zivile Opfer zu vermeiden. Deshalb rate ich und rufe auch dazu auf, dass alle Beteiligten sich ihrer Verantwortung bewusst sind und dass wir aus der Logik einer Eskalation wieder herauskommen. Wir müssen vor allen Dingen jetzt umsichtig und deeskalierend Einfluss nehmen. Die Verantwortung aber für diese jüngste Zuspitzung trägt Hamas, mit den durch nichts zu rechtfertigenden Raketenangriffen, und diese Raketenangriffe müssen sofort beendet werden. Nur so wird ein Ende der Gewalt möglich sein. Das muss Israel nicht hinnehmen. (…) Und ich will auch noch mal sagen: Wir sollten nicht übersehen – ich bin selbst ja in Gaza gewesen, ich war der erste westliche Außenminister, der Gaza wieder besucht hat -, dass natürlich auch diese Schritte, die Israel gemacht hat, auch die Öffnungsschritte für Gaza, die Israel gemacht hat, dass diese Schritte augenscheinlich auch missbraucht worden sind, und das muss auch zur Kenntnis genommen werden. (…) Wenn man mal da gewesen ist, weiß man, wie verletzlich und auch wie empfindlich natürlich die kleinen Distanzen dort sind, die große Nähe bei Gaza und Südisrael sind. Das ist ja wirklich Tür an Tür, was dort stattfindet. Und dass Israel die eigenen Bürger schützen muss, auch die Kinder, die dort leben, die Familien, die dort in der Umgebung leben, das sollte man, wenn man das diskutiert und bespricht, auch ganz ernsthaft mit erörtern. Also ich sage das noch einmal mit großer Klarheit: Die Verantwortung für diese Zuspitzung trägt Hamas, das ist eine Terrororganisation, die mit durch nichts zu rechtfertigenden Angriffen diese Eskalation bewirkt hat.”

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David Harnasch: „Vorab mal eine Feststellung, die man bisher nicht las, obwohl sie ohne großen Aufwand für jedermann verifizierbar ist: Bis zum Montagnachmittag griff Israel über 1.000 Ziele im Gazastreifen aus der Luft an und tötete dabei 91 Menschen. Wie viele der Opfer tatsächlich Zivilisten sind, ist naturgemäß noch unklar. Aber man muss eine Tatsache festhalten, von der nirgends zu lesen oder zu hören war: Diese Zahlen allein belegen, dass zu diesem Zeitpunkt die Operation „Säule der Verteidigung“ der präziseste und „gegnerische“ Zivilisten am effektivsten schonende Militäreinsatz in der gesamten Menschheitsgeschichte ist. Niemals zuvor ist es irgendeiner Streitmacht gelungen, unter auch nur ansatzweise vergleichbar schwierigen Bedingungen – legitime militärische Ziele wurden in einem extrem dichtbesiedelten Gebiet in voller Absicht neben oder unter zivilen Einrichtungen errichtet; während des Einsatzes schießen sowohl Angriffs- als auch Abwehrraketen über das Gebiet – vergleichbare Erfolge bei ähnlich geringen Todesopfern zu erreichen. Weder der Bundeswehr in Afghanistan, noch den USA beim Drohnenkrieg in Pakistan. Was statt dieser einordnenden Information aber in praktisch allen Medien zu vernehmen war: Die Mahnung, an „beide Seiten“, Zivilisten zu schonen. Was impliziert, dass Israel ebenso dieser Ermahnung bedürfe, wie die Hamas, deren übliches Vorgehen das doppelte Kriegsverbrechen ist, sich hinter Zivilisten zu verschanzen, während sie Zivilisten angreift.“

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Danny Ayalon:

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Andrew Klawan:

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