Die Unabhängigkeit Europas

Wenn im Gange menschlicher Ereignisse es für ein Volk notwendig wird, die politischen Bande zu lösen, die sie mit einem bürokratischen Ungetüm verknüpft haben, so erfordert es der Anstand, dass die Gründe darlegt werden, die zu der Trennung veranlassen.

Folgende Wahrheiten erachten wir als selbstverständlich:

Alle Menschen sind gleich geschaffen und mit gewissen unveräußerlichen Rechten ausgestattet. Dazu gehören Leben, Freiheit und das Streben nach Glück!

Dazu gehören aber auch:

Keine Macht darf einem Bauern vorschreiben, wie seine Gurken und Kartoffeln auszusehen haben.

Keine Macht darf einer Restaurantbesitzerin verbieten, Speiseöl auf ihre Tische zu stellen.

Keine Macht darf einem Menschen verbieten, an religiösen Tagen sein Werk zu tun.

Nicht der Staat gewährt den Bürgern Freiheit, sondern die Bürger gewähren dem Staat Einschränkungen ihrer Freiheit.

Zu den Aufgaben der Politik gehören: Das Garantieren der Freiheit, die Verteidigung der Sicherheit und der Schutz des Lebens und der Gesundheit.

Wenn irgendeine Regierungsform sich für diese Zwecke als schädlich erweist, ist es das Recht des Volkes, sie zu ändern oder abzuschaffen und eine neue Regierung einzusetzen und sie auf solchen Grundsätzen aufzubauen und ihre Gewalten in der Form zu organisieren, wie es zur Gewährleistung ihrer Sicherheit und ihres Glücks geboten zu sein scheint.

Gewiss gebietet die Vorsicht, dass seit langem bestehende Regierungen nicht um unbedeutender und flüchtiger Ursachen willen geändert werden sollten, und demgemäss hat noch jede Erfahrung gezeigt, dass die Menschen eher geneigt sind zu dulden, solange die Übel noch erträglich sind, als sich unter Abschaffung der Formen, die sie gewöhnt sind, Recht zu verschaffen. Aber wenn eine lange Reihe von Missbräuchen und Übergriffen, die stets das gleiche Ziel verfolgen, die Absicht erkennen lässt, sie absolutem bürokratischen Wahnsinn zu unterwerfen, so ist es ihr Recht, ist es ihre Pflicht, eine solche Regierung zu beseitigen und sich um neue Bürgen für ihre zukünftige Sicherheit umzutun.

Solchermaßen ist das geduldige Ausharren Europas gewesen, und solchermaßen ist jetzt die Notwendigkeit, welche sie treibt, ihre früheren Regierungssysteme zu ändern.

Die Geschichte der gegenwärtigen Europäischen Union ist die Geschichte wiederholter Übergriffe in das Selbstbestimmungsrecht der Menschen.

Daher erklären wir:

Die Menschen Europas sind verschieden, einzig- und eigenartig, dennoch tragen sie alle im Herzen eine hoffnungsvolle Gewissheit: Menschen die frei sind, sind füreinander da!

Wir brauchen keine Macht, die sich ständig um uns und um alles kümmert, eine Politik, die uns einbläut, es sei alles nur zu unserem Besten. Wir wollen einen Politik die uns mehr zumutet, weil sie uns mehr zutraut!

Ein neues Lied, ein besseres Lied!
Es klingt wie Flöten und Geigen!
Das Miserere ist vorbei,
Die Sterbeglocken schweigen.

Die Jungfer Europa ist verlobt
Mit dem schönen Geniusse
Der Freiheit, sie liegen einander im Arm,
Sie schwelgen im ersten Kusse.

Ein neues Lied, ein besseres Lied,
O Freunde, will ich euch dichten!
Wir wollen hier auf Erden schon
Das Himmelreich errichten.

Es wächst hienieden Brot genug
Für alle Menschenkinder,
Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust,
Und Zuckererbsen nicht minder.

Ja, Zuckererbsen für jedermann,
Sobald die Schoten platzen!
Den Himmel überlassen wir
Den Engeln und den Spatzen.

Und wachsen uns Flügel nach dem Tod,
So wollen wir euch besuchen
Dort oben, und wir, wir essen mit euch
Die seligsten Torten und Kuchen.

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