Und immer schießt nur Israel

Ein Gastbeitrag von Andreas Schwichtenberg

Heute früh, beim morgendlichen Check der E-Mail, las ich auf der Homepage des Providers meines Vertrauens die Schlagzeile „Israel bombardiert Gazastreifen“. Der dazugehörigen Artikel ist wiederum überschrieben mit „Israel greift nach Beschuss wieder Ziel im Gazastreifen an“, was in etwa das Gegenteil ist.

Dem inhaltlich halbwegs ausgewogenen Artikel kann man dann entnehmen, dass Israel seit dem 26. August zum ersten Mal wieder einen Luftschlag durchgeführt hat, dieser eine Reaktion auf „den vorherigen Raketenbeschuss aus dem Küstengebiet“ war und dass es seit der Waffenruhe zwei weitere Angriffe auf Israel gegeben hat. Für diese Ecke der Welt also das Übliche:

A haut B.
A haut B nochmal.
A haut B wieder,
B haut zurück.

Wie kann man diesen Vorgang überschreiben mit „B haut A“?

Das macht stutzig. Wie berichten die anderen Medien darüber? Also noch schnell einen Kaffee geholt, damit man nach der Recherche, deren Ergebnis wir alle schon vorher wissen, etwas zum rauskotzen hat. Ich habe die Überschriften der Onlineausgaben der wichtigsten Nachrichtenanstalten mal gesammelt. Hier das Ergebnis:

Süddeutsche
„Israel fliegt Luftangriffe auf Gazastreifen“

Faz
„Israel fliegt wieder Luftangriffe auf Hamas“

taz
„Israel fliegt Angriffe auf Gazastreifen“

Die Welt
„Israel fliegt Luftangriffe gegen Hamas“

Die Zeit
„Israel fliegt Luftangriff auf Gazastreifen“

Berliner Zeitung
„Israel fliegt Angriffe auf Gaza“

ARD
„Israel fliegt Luftangriffe auf Gazastreifen“

ZDF
„Israel fliegt Luftangriff auf Gazastreifen“

Spiegel
„Israel bombardiert Ziele im Gaza-Streifen“

Focus
„Nach Raktenbeschuss
Israel fliegt neue Luftangriffe auf den Gazastreifen“

Insgesamt kann man feststellen, dass in allen Überschriften Israel nicht reagiert sondern agiert, obwohl jeder einzelne Artikel mitteilt, dass der Luftschlag eine Reaktion auf einen Angriff war. Lediglich der Focus erwähnt in der Überschrift einen Raketenbeschuss, wenn auch ohne Absender. In einigen der Texten scheint der Beschuss irgendwoher, vielleicht aus dem Himmel, zu kommen. In keinem Artikel findet sich eine deutliche Aussage, dass die Hamas oder, da sich die Hamas anscheinend nicht zu dem Angriff bekennt, „die Palästinenser“ die Waffenruhe gebrochen hätten.

Der Spiegel setzt noch einen drauf und beginnt mit den Worten: „Der Waffenstillstand hielt nur einige Monate.“ Dem weiteren Artikel kann man dann entnehmen, dass Israel mehrmals angegriffen wurde seit August, woraus man wohl schließen muss, dass für den Spiegel Granatenbeschuss auf Israel unter Waffenstillstand fällt.

Auch bei der FAZ, der TAZ und der Berliner Zeitung finden sich mehrere Angriffe seit Beginn des Waffenstillstands, dennoch wird auch dort Israel als Akteur dargestellt und die Angriffe nur nebenbei erwähnt.
Es fällt einem unwillkürlich die dümmste Überschrift seit Menschengedenken ein: „Weiter Raketen auf Israel, aber Waffenruhe hält vorerst“.

Es scheint unter deutschen Journalisten üblich zu sein, Angriffe auf Israel als irgendetwas zu werten, aber nicht als Bruch eines Waffenstillstands. Eine Waffenruhe brechen kann nur Israel. Krieg ist wenn Israel schießt, Frieden ist wenn Israel beschossen wird. Anscheinend setzt bei dem Thema im Verstand irgendein Logikmodul aus.

Wenn man nur den Inhalt destilliert, sind die Artikel wesentlich ausgewogener als die Überschriften erwarten lassen. In der Darstellung dagegen nicht. Beim ZDF beginnt der Text mit den Worten:

„Ein Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen hat den Nahost-Konflikt neu entfacht: Als Reaktion bombardierte Israels Armee eine Stellung der Hamas – erstmals seit dem Krieg im Sommer.“

Inhaltlich ist das treffend und das Gegenteil der Überschrift. Aber mit „erstmals seit dem Krieg im Sommer“ wird ganz subtil etwas anderes suggeriert. Andere Artikel nennen den Auslöser, den Beschuss Israels erst nach der Reaktion Israels und oft mit nur einem Satz, so dass ein flüchtiger Leser gar nicht mitbekommt wer zuerst geschossen hat. Es erscheint wie ein unbedeutendes Randdetail. Zudem werden die weiteren Angriffe entweder gar nicht oder als Nebensächlichkeit dargestellt. So schaffen es die Artikel, ihren Inhalt irgendwie ins Gegenteil zu verdrehen. Zusammen mit den Überschriften hat man nach dem Lesen das Gefühl, Israel habe die Gefechte begonnen, auch wenn in allen Artikeln inhaltlich das Gegenteil steht. Das ist die hohe Schule der Manipulation.

Es kann nicht mehr wundern, wenn auf deutschen Straßen nicht die Hamas, sondern Israel als Aggressor wahrgenommen wird.

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66 Antworten zu Und immer schießt nur Israel

  1. Pingback: Stoff für’s Hirn | abseits vom mainstream - heplev

  2. Pingback: : „Heute“ – “Israel hat wieder….” zur “Heute” – Sendung um 19 Uhr am Samstag, 20. Dezember 2014 | Regenbogen I

  3. Kanalratte schreibt:

    Gibt es noch ein Land auf der Erde außer Israel, dass sich nach ständigen terroristischen Angriffen und Kriegserklärungen des selbsternannten arabischen Nachbarlandes nicht wehren darf?

    Der Putin hätte mit den Arabern schon längst kurzen Prozess gemacht!

  4. caruso schreibt:

    @mike, A.S., ceterum, Ari, schum74 – ihr seid lieb. Danke!
    lg
    caruso

  5. Eitan Einoch schreibt:

    „In Frankreich ist ein Mann mit seinem Auto an drei verschiedenen Orten in Ansammlungen von Menschen gefahren. Dabei wurden elf Menschen verletzt, zwei davon befinden sich in kritischem Zustand. (…)

    Zeugen berichteten,  der Mann habe „Allahu Akbar“ (Arabisch für: Gott ist groß) gerufen und erklärt, dass er „für die Kinder Palästinas“ handele.“

    Quelle: http://www.focus.de/panorama/welt/er-schrie-allahu-akbar-mann-faehrt-mit-auto-in-menschenmenge-11-verletzte_id_4361925.html

    Wieder so etwas, das sicherlich absolut rein gar nichts mit dem Islam zu tun hat…

    • Clas Lehmann schreibt:

      Hat es nicht. Zumindest kann man das noch nicht wissen. Der Mann sei psychisch krank, auch darauf könnte dieses Verhalten zurückgehen…

      Hörte ich gerade so im Radio.

      Anders sei es bei dem Mann, der Polizisten mit dem Messer angegriffen habe…

      Jedenfalls aber könne das ja auch daran liegen, dass psychisch instabile Persönlichkeiten diese IS-Videos nicht adaequat verarbeiten können…

  6. ahuvaisrael schreibt:

    Mein heutiger (21.12.2014) Brief an die Zuschauer-Redaktion des ZDF:

    An die Nachrichten-Redaktíon des ZDF
    Betrifft: „Heute“ – Sendung um 19 Uhr am Samstag, 20. Dezember 2014
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    mit seinem Bericht zum Thema: „Israelischer Luftangriff“ hat ja Heute -Moderator Christian Sievers eine wahre Meisterleistung in Sachen „Vorführung Israels“ vollbracht.

    Sein Text::„Ende der trügerischen Ruhe. Zum ersten Mal seit dem letzten Krieg im Sommerhat Israel w i e d e r einen“ (die Betonung lag klar auf dem Wort „wieder“!) einen Angriff auf den Gaza-Streifen geflogen.
    Ziel solleine Stellung von Hamas Kämpfern gewesen sei. Verletzte gab es offenbar nicht.
    Israel habe damit auf einen Raketenbeschuss reagiert, teilte die Armee mit. Die Rakete war gestern auf freiem Feld eingeschlagen.“ – ENDE

    Mit derartiger Verdrehung von „Actio und Reactio“ – d.h. die Reactio wird in den Vordergrund gestellt und suggeriert dem Zuschauer/-hörer, dass Israel der „Akteur“ ist – und am Ende wird dann der Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen irgendwie mit „na na, war ja nicht so schlimm – die Rakete ist ja im „freien Feld eingeschlagen“ herunter gespielt!

    Als ehemaliger Leiter des ZDF-Auslandstudios in Tel Aviv könnte man von Herrn Sievers durchaus erwarten, dass er weiß, von welcher Seite die jeweiige „Actio“ ausgeht – es war übrigens seit dem Krieg im letzten Sommer nicht die erste Rakete, die aus dem Gaza-Streifen nach Israel abgeschossen wurde!

    In der Regel spricht man vom „Actio-Reactio“- Prinzip und nicht umgekehrt – aber wenn es um Israel geht – sind ja offensichtlich alle Spiegelregeln außer Kraft gesetzt – ein völlig inakzeptabler Zustand, der in der letzten Zeit in erschreckend zunehmendem Maß zur nachrichtlichen Norm in Bezug auf Israel geworden ist.

    Heute erhielt ich einen Link zum Thema Hamas-Regierung den ich hier mit sende – und den ich Sie bitte anzusehen. Er zeigt unmissverständlich die mörderische Gesinnung des „politischen Arms der Hamas“ – es gibt also keinerlei Grund diesen vom „militärischen Arm der Hamas“ zu trennen.

    Warum berichtet das ZDF – warum berichtet Herr Sievers nicht darüber?
    – Warum werden dem Zuschauer /-hörer beständig nur die „armen Palästinenser im Gaza-Streifen ausführlichst vorgeführt ?
    – warum gibt es keinerlei gleichgewichtige Berichte über die traumatisierten Kinder, Jugendlichen und auch Erwachsenen im Süden des Staates Israel?
    – Warum nicht über die beinahe Unmöglichkeit für Israeiis, im Süden in ruhe wohnen und arbeiten zu können?

    Dieses „warum nicht?“ hinterfrage ich! Sie müssen mir das „Warum nicht?“ nicht beantworten – Sie alle müssen selbst darüber nachdenken – und dann vielleicht hoffentlich mal irgendwann – am besten möglichst bald „auf ein neues Gleis ausgewogener Berichterstattung zum Thema Nahost kommen – ohne dass der Staat Israel beständig beschädigt wird.

    Für meine Gebühren, die ich monatlich bezahle, habe ich Anspruch auf „faire“ Berichterstattung!
    MEMRITVVideos
    HamasSpokesman Calls to Carry Out Terror Attacks in Israel and the West Bank – am30. July 2014

    Berichten Sie darüber – anstatt diese Ungeheuerlichkeiten beständig stillzuschweigen!
    Mit freundlichen, weihnachtlichen Grüßen
    und guten Wünschen Ihnen allen für das neue Jahr 2015

    Meine Unterschrift
    Zu meinerPeron:
    – 1 ½Jahre Dienst im Büro eines Gästehauses für Shoah-Überlebende in Shavei Zion
    – regelmäßíge, mehrwöchige Besuche Israels
    – Solidaritätsbesuche in Sderot, nordöstlich des Gaza-Streifens mit Erleben von -Raketeneinschlägen in Sderot
    – Seit 11 Jahren Vorsitzende des Vereins „Gedenkstätten KZ Bisingen

  7. Paul schreibt:

    Lieber Andreas, vielen Dank für den Artikel.
    Lieber Gerd, vielen Dank für die Veröffentlichung.

    Es bedrückt mich auch immer wieder, dass Israel den Propagandakrieg verloren hat. Das wird sich auch in nächster Zeit nicht ändern. Die veröffentlichte Meinung passt auch viel zu gut zum ziemlich weit verbreiteten Judenhass.
    Trotzdem werde ich nicht nachlassen dagegen zu kämpfen und meine Stimme im Rahmen des mir möglichen erheben.
    Dir Gerd möchte ich danken für Deinen jahrelangen unermüdlichen Einsatz für Israel, für Wahrheit und gegen Verleumdung. Lass bitte nicht nach.

    Herzlich, Paul

  8. caruso schreibt:

    Es paßt nicht zum Thema, aber… Ich würde gern etwas dazu schreiben, bin aber nicht imstande. Mein Bruder ist heute Vormittag im 91. Lebensjahr nach kurzer schwerer Krankheit gestorben:–(((((((((
    lg
    caruso

  9. mike hammer schreibt:

  10. metropolenmond schreibt:

    Ansonsten – guter Artikel, gut beobachtet und auf den Punkt gebracht. Danke. Falls der Autor möchte, verbreite ich den Artikel gerne auch bei mir. Ich finde es wichtig, das mal so auf den Punkt zu bringen.

  11. metropolenmond schreibt:

    Zehen Medien kolportieren völlig „mühelos“ das, was der Nachrichten-Ticker liefert und keiner der Beteiligten macht sich die Mühe, die Vorgänge zu konkretisieren. Und nein, ich werde jetzt nicht in das ewige Geschwafel über Meinungsmanipulation der verlogenen Systemmedien einfallen, denen man mal USA/Israel-Vasallentum unterstellt, mal das Gegenteil – je nach persönlichem Standort. Das ist zu einfach und damit ist das Problem in Sachen Medien nur unzureichend beschrieben. Derart einfache Antworten gibt es nicht. Dennoch bleiben die Folgen derartiger Berichterstattungen bestehen und diese ist teils an Absurdität – wie in diesem Fall kaum noch zu überbieten. Problematisch scheint vor allem das Strukturproblem der Medienbranche zu sein, die nicht mehr über genug „Manpower“ verfügt, um mehr zu liefern als das Paraphrasieren von Ticker-Meldungen. Und das, was dort oben völlig zu Recht angemahnt wird, ist dann eben der Schrott, der dabei heraus kommt. Medienschelte allein und/oder die Unterstellung der vorsätzlichen Lüge wäre nun aber auch zu billig und wenig hilfreich. Es ist auch nicht schlüssig, z.B. ausgerechnet der Welt zu unterstellen, sie würde Israel eins auswischen wollen. Vielmehr scheint es eine fatale Mischung aus Routine, Stress und Gedankenlosigkeit zu sein. Die Folgen davon muss der geneigte Leser dann als Schlagzeile ertragen.

    • metropolenmond schreibt:

      Ich meinte natürlich zehn Medien. Zehen-Medien wäre zwar auch hübsch, aber….

      • Aristobulus schreibt:

        Systemmedien hatte hier keiner geschrieben. Das ist ein wieder aufgenommenes und variiertes Schlagwort aus der Weimarer Republik („Systempresse!“, gemeint und angezielt war die republikanische, liberale Presse wie die Frankfurter Zeitung), das jetzt meist die Nationalbolschewisten von den ‚Montagsmahnwachen‘ mit ihrem Anhang (Ken Jebebrsen, El-Gesäßer usf.) aufgreifen, um über „zionistische Systemmedien“ abzuschwadronieren.

        Freilich schreibt man auch bei PI gern über die Systemmedien. Was damit ausgedrückt werden soll, ist ebenso fraglich wie PI selbst.

        • metropolenmond schreibt:

          Großer Meister – ich nutze solche Kampfbegriffe zuweilen, um zu überzeichnen. Ich nutze sie natürlich nicht, weil ich hinter ihnen stehe. Was die Montagsmahnwachen betrifft, dürfte meine Haltung dazu spätestens nach der Lektüre eines meiner Artikel dazu glasklar sein. Übrigens – kleines Schmankerl: Die Wahnwichtel beziehen sich gerne auf den „Beweisführer“ Ulfkotte. Und jetzt rate mal, wo er in Kürze als Redner auftritt – richtig – bei der Bogida, dem bonner Ableger der Pegida. Merkst was?

          • Aristobulus schreibt:

            Was soll ich da merken?
            Ulfkotte ist verdammt mutig (lebt unter Todesdrohungen durch Islamiker), und er ist so seriös er nur kann. Die Pegida soll sich glücklich schätzen, dass sie da einen vergleichsweise sehr unwirren und sehr faktenorientierten Vortragenden bekommt.

    • A.S. schreibt:

      Nicht ganz. Die meisten konkretisieren sehr wohl und schaffen es trotzdem einen umgedrehten Eindruck zu erwecken. Das macht das Ganze ja so problematisch.

    • Jan schreibt:

      „Routine, Stress und Gedankenlosigkeit“ mögen für Viele sicher zutreffen. Aber bei vielen Anderen habe ich den Eindruck, die könnten anders, wenn sie wollten. Die wissen ganz genau, dass sie uns die Hucke voll lügen, wenn auch teilweise auf subtile Art. Die Darstellung unbestreitbarer Fakten können sie sich hier und da durchaus leisten, solange das Ganze ideologisch korrekt übergebügelt wird. Dazu bedarf es mehr als Gedankenlosigkeit. Ein entscheidender Punkt wird von Andreas Schwichtenberg und auch von anti3anti angesprochen: die Frage „Wer hat zuerst geschossen?“ soll bewusst als unbedeutend dargestellt werden. Denn dann würden die Terroristen ja den Kürzeren ziehen. Vermittelt werden soll, dass die Hamas schießen darf, und Israel nicht. Der angesprochene Artikel aus der „Süddeutschen Zeitung“, dem Schmierblatt par excellence also, zeigt es beispielhaft: wiedergegeben werden tatsächliche Verlautbarungen zum Vorfall, sowohl von Zahal, als auch von Hamas. Damit wird dann im Text so gespielt, dass die israelische Darstellung als Propaganda des Aggressors rüberkommt, die der Hamas dagegen als seriöse Quelle. Was beim Leser ankommen soll ist: eine Gruppe ehrbarer Terroristen hat zwecks Fortbildungsmaßnahme eine Übungsstätte (!) aufgesucht, um von dort aus (ganz normaler Vorgang) Raketen auf israelisches Gebiet abzufeuern. Quasi um in Übung zu bleiben und an der beruflichen Qualifikation zu arbeiten. Eine tolle Sache also! Aber was macht Israel? Usw, usf…

  12. heplev schreibt:

    Hat dies auf World-Media-Watch rebloggt und kommentierte:
    gute Analyse der verlogenen Meinungsmanipulation durch unsere Medien

  13. anti3anti schreibt:

    Wenn Hamas schießen darf und Israel nicht schießen darf, dann ist doch Israel immer der Aggressor?!
    Die Frage lautet, warum Hamas schießen darf und Israel nicht.
    Die Antwort liegt auf der Hand.

  14. mike hammer schreibt:

    es nützt alles nichts, israel muß rann und ein massacker anrichten, nach vorbild der NATO
    in Faludja, obamas drohnenkrieg der zivilisten frisst oder so wie in srilanka.
    und ich rede nicht nur von gaza, ich meine auch ramalla usw.
    sie brechen de oslo verträge, 0-problemo,
    status pre ante!

    • mike hammer schreibt:

      • Aristobulus schreibt:

        – In Srilanka hat Präsident Rajapakse (hab mir diesen Namen gemerkt) 2009 vierzigtausend Tamilen mit Artillerie abschlachten lassen. Was sagte die UNO?!, was sagten die sich gleichgeschaltenden deutschen Friedenszeitungen: NICHTS.

        – In Syrien hat Prädisent Hafis Assad 1982 die aufständische Stadt Hama vernichten lassen; vierzigtausend zivile Opfer. Was sagte die UNO?!, was sagten die sich gleichgeschaltenden deutschen Friedenszeitungen: NICHTS.

        – Im Irak ermordeten Moslems von 2003 bis 2013 dreihunderttausend andere Moslems. Was sagte die UNO?!, was sagten die sich gleichgeschaltenden deutschen Friedenszeitungen: NICHTS.

        – In Gasa 2014 erschossen die Israelis rund tausend bis zweitausend Terroristen, die zuvor das Land mit Raketenhagel, Invasionstunneln, Morden und Entführungen angegriffen hatten. Was sagte die UNO?!, eine Protestresolution nach der anderen sagte sie. Nicht gegen die Angreifer: Wie immer gegen die Israelis. Was sagten die sich gleichgeschaltenden deutschen Friedenszeitungen: JEDEN TAG Schlagzeilen, Reportagen, Sensationen über die blutgierigen, rachsüchtigen Juden.

        • Eitan Einoch schreibt:

          Kein Wunder! Was ist denn die UNO? Nur ein Haufen Krimineller, die sich für auserwählt halten, die Menschheit zu repräsentieren und dem Rest der Welt ihre Regeln vorzuschreiben – natürlich nur solange sie sich nicht selbst daran halten müssen. Diese Organisation hat sich selbst überlebt und gehört meiner Meinung nach auf den Müllhaufen der Geschichte entsorgt.

          • Aristobulus schreibt:

            Ja.
            Übrigens hat die UNRWA als größte der UNO-Unterorganisationen ein Milliardenbudget wie ein eigener Staat, und ihre zwanzigtausend bis dreißigtausend Mitarbeiter tun nichts Anderes, als den Flüchtlingsstatus der ‚Palästinenser‘ bis in alle Ewigkeit zu zementieren. Eine reine Verwaltung des Elends, damit die Elenden in den Lagern von Syrien, Libanon, Ägypten, Jordanien usf. bloß keine Chance bekommen, um sich bei ihren arabischen Brüdern zu integrieren. Da herrscht innerarabische Apartheid der schlimmsten Art – und die UNO steht für deren Perpetuierung.

            Während deutsche Zeitungen über die Entrechtung der ‚Palästinenser‘ durch die Juden schwadronieren. ‚Palästinenser‘ mit israelischem Pass (20% der Israelis) genießen allein in Israel alle staatsbürgerlichen Rechte. Woanders werden sie durch ihre arabischen Brüder behandelt wie Untermenschen.

          • mike hammer schreibt:

            hier noch ein bild der NASA (die gibt es noch) das die co² konzentration zeigz
            und das die verbrennung von biomasse auf der südhalbkugel mehr
            co² generiert als die USA& EU zusammen.

          • mike hammer schreibt:

            huch das ist die obama intifada.
            wo ist das co² bild?

          • mike hammer schreibt:

            ach ja hier.

            was ist mit der möderation loß, war ich böse?

  15. David schreibt:

    Wie pervers das alles ist, sieht man an einem Link aus Israel:

    „Hamas threatens retaliation following Israeli airstrikes Terror group warns of ‘dangerous escalation,’ ‘grave violation of ceasefire’ after IAF jets hit Gaza targets in response to rocket fired into Israel“

    http://www.timesofisrael.com/hamas-threatens-retaliation-following-israeli-airstrikes/

    Jetzt brauche ich GANZ viel Kaffee, insbesondere wegen der „grave violation of ceasefire“ durch die Israelis.

    • Eliyah schreibt:

      Solche Überschriften vermisse ich: „Erneuter Raketenbeschuss Durch die Hamas: Israel verhält sich ruhig“. Würden die immer und immer wieder kommen, wann immer die Hamas schießt, dann würde sich die öffentliche Wahrnehmung drehen.

      • Aristobulus schreibt:

        ( …also ich will künftig keine solchen Überschriften vom ruhigen israelischen Verhalten sehen. Ich habe die Nase sowas von gestrichen voll vom ruhigen israelischen Verhalten.
        Kaufe künftig nur noch Zeitungen mit dieser Überschrift: „Nach erneutem Raketenbeschuss durch Hamas: Israel feuert zurück, vernichtet Hamas.“ )

    • anti3anti schreibt:

      Der Artikel erschien, BEVOR Israel zurückschlug.

      • Eitan Einoch schreibt:

        Immerhin haben die zumindest darüber berichtet. Viele Medien ignorieren den Beschuss aus Gaza.

    • A.S. schreibt:

      Eine wohltuende Ausnahme.
      Meist bekommt man den Konflikt ja nur mit wenn Israel schießt.

      • Aristobulus schreibt:

        Yep, Andreas. Der Dauerbeschuss aus Gasa vor dem Halbkrieg des vergangenen Sommers wurde höchstens mal von der WELT erwähnt. Sonst von keinem.

        • A.S. schreibt:

          Ja, das war auch der Anlass für den Artikel. Die Berichtbestattung wurde hier ja mehrfach schon bemeckert, da wollte ich einfach mal systematisch nachschauen.

  16. Aristobulus schreibt:

    Zehn Blätter (ganze zehn!), eine Meinung. Nein, keine Meinung, denn: Zehn Blätter und zehnmal die selbe Manipulation.

    Ich scheine Amnesie zu haben, erinnere mich scheints nicht an die letzten paar Jahrzehnte. Was ist bloß geschehen?
    Ich weiß nur noch dunkel, dass früher in zehn verschiedenen Blättern etwa dreizehn verschiedenen Darstellungen standen. Es muss sehr, sehr füher gewesen sein!, denn ich erinnere mich wirklich nur ganz, ganz dunkel.
    Kann einer erklären, was in der Zwischenzeit mit diesen verschiedenen Darstellungen passiert ist?, und vor Allem, was mit der WAHRHEIT passiert ist?

    • Eitan Einoch schreibt:

      Israel und die Palästinensergebiete sind eine Theaterbühne. Aufgeführt werden immer nur Variationen desselben Dramas. Es trägt den Titel „Arme Palästinenser – böse zionistische Juden“. Produziert wird es von der UN. Die Regie übernehmen verschiedene NGOs. Die Handlung ist stets diesselbe, die Rollen sind klar verteilt. Im Publikum sitzen handverlesene Medienvertreter, Fotografen, Journalisten, Publizisten… Ihre Aufgabe ist klar definiert – sie sollen dem Rest der Welt das Theaterstück schmackhaft machen – also mitteilen, wie aggressiv und brutal die zionistischen Juden die netten, harmlosen Palästinenser behandeln. Machen sie ihre Arbeit gut, erhalten sie weiterhin Freikarten fürs Theaterstück und dürfen auch zukünftig im Publikum sitzen. Aber Vorsicht! Wer aus der Rolle tanzt, bekommt Hausverbot.

    • Couponschneider schreibt:

      Die Redaktionen sind links-grün-alternativ verseucht, wenn man das so sagen darf. Da sitzen die Ströbeles, die hiesige Moslems streicheln und Juden ständig „kritisieren“.

      Dieser Werterelativismus stößt bei mir schon seit Jahren auf. Ich brauchte nicht erst Broder oder die Achse, um diese linke Doppelzüngigkeit zu erkennen.

      Die Linken sprechen sich gegen Diktatur aus, aber verteidigen heute noch UdSSR und DDR, greifen umso schärfer die USA an. Im Nahost-Konflikt schlagen sie sich auf die Seite der Diktatoren.

      Die Linken schwingen große Reden auf die Frauenemanzipation und auf die Gleichberechtigung. Sie setzen sich für Frauenquoten in DAX-Vorständen ein. Die unterdrückten Muselfrauen, ob nun in Berlin-Kreuzberg oder in Palästina sind ihnen ein Scheißdreck wert.

      Ich bin ja in er DDR geboren und habe von 1988 bis 1989 noch ein Jahr DDR-Propaganda in der Schule miterlebt. (Das Schuljahr 1989/90 zähle ich nicht mehr dazu, da in der DDR dann schon ein ganz anderes Klima herrschte.) Was für ein Blödsinn da geredet wurde. Da wurden wir schon mit Ernst Thälmann belästigt und die Lehrerin redete vom bösen Faschismus. Einem Kind, das mit solchen Begriffen nichts anfangen kann, sowas einzutrichtern, ist eine Infiltrierung, keine Aufklärung. Natürlich wurde auch über Hiroshima geredet. Tenor: „Böse Amerikaner!“ – Diese einseitige Parteinahme für Russland und immer gegen USA und Israel („Usrael“) ist einfach fest einprogrammiert. Viele Putinversteher von heute zeugen davon.

      Und besonders kann ich kotzen, wenn mal wieder den USA vergeworfen wird, dass sie nichts machten, z. B. gegen Nordkorea. Die Vorwürfe fallen oft, die USA machten nichts. Dass aber China die schützende Hand über Nordkorea hält, lässt man unter den Tisch fallen. Idealismus wäre in diesem Falle einfach selbstmörderisch. Im Konflikt in der Ukraine wirft man den USA vor, sie würden so viel machen und geopolitische Komponente zu sehr vernachlässigen: Russland müsse sich als Gewinner fühlen. Ob sich die USA nun für Idealismus oder realpolitisches Nichtstun entscheidet, der Linke wirft ihm beides vor. Was soll das sonst sein als ein antiamerikanisches Ressentiment.

      • metropolenmond schreibt:

        Die Rechte wirft den USA das Gleiche vor. Hier findet ein agitatorischer Wettbewerb um die Gunst der Frustrierten statt, die man mit USA-Israel-Islam-Europa-xyz-Schelte am Besten einfangen kann. Und dabei wollen alle natürlich den Frieden und soziale Gerechtigkeit. Ich kanns nicht mehr hören, diesen Müll.

        • Aristobulus schreibt:

          Die Rechte – – wo? Wer ist die Rechte? Gibt’s doch fast kaum bis nahezu gar nicht.
          Andreas zitiert in seinem Artikel nicht von Ungefähr keine ‚rechten‘ Blätter, nicht weil er nicht wollte, sondern weil’s die einfach außer winzigsten, marginalsten Fischeinwickelblättchen nicht gibt. Ebenso wenig wie die dazugehörigen Leser.

          • metropolenmond schreibt:

            Das würde ich so nicht unterschreiben. Eine Rechte gibt es schon, nur tarnt sie sich zuweilen gut mit der Linken.

          • Aristobulus schreibt:

            Seufz, Metropolenmond. Diese Abgleichung beiderseitiger Anzahl hatten wir schon mehrfach.
            Zumal das zur kaum klärbaren Frage führt, wie sozialistisch die Nationalsozialisten waren und in winziger Anzahl noch sind 😉

          • metropolenmond schreibt:

            Ich bin anstrengend, näch. Wenn zwei Gruppen die gleichen Stereotype bemühen, muss ich da einfach nicht differenzieren – also jedenfalls nicht wirklich.

          • Aristobulus schreibt:

            Darf ich’s Dir nochmal erklären, so von Goj zu Goj? 😉
            (Weil man als Goj das irgendwie nicht sieht. Pardon! An irgendwas muss es ja liegen, daran, oder am Abstrakten).

            Die Schwarze Pest (Beispiel 1) und der Autoverkehr, wenn man bei Rot die Straße überqueert (Beispiel 2), führen beide zum Tod.
            Wenn Du von Monaden ausgehst, von Einzelentitäten, so wie es im Allgemeinrelativismus grad de rigueur ist, dann gilt ein Kiesel (Beispiel 1a) als eine Einheit, ja?, ebenso wie der Zobten in Schlesien (großer fetter Berg als Beispiel 2a)).

            Folglich musst Du also ebenso verdammt aufpassen, nicht von Kiesel zu fallen, wie nicht vom Zobten zu fallen. Dass 1 unendlich viel woinziger ist als 2, spielt keine Rolle.
            Analog: Vor der Schwarzen Pest sei an jedem Füßgängerüberweg äääbendtso aufzupassen wie vor den gnadenlosen schwarzen SUVs, damit sie einen beide nicht ereilen.

            – Also zurück von den Beispielen zum Thema. Für den Nichtgoj sieht das etwa so aus:
            Die Wahrscheinlichkeit von 175 Übrignazis (Beispiel 1c) erschlagen zu werden, besteht.
            Es besteht daneben die Gefahr, von 175tausend Islamikern (Beispiel 2c) erschlagen zu werden.
            Weswegen man aus politischen Gründen der Fairness und des großen Äquidings darauf zu achten habe, immer und allzeit!, dass einem keine Nazis ins Haus kommen. Weil man damit die Islamiker diskriminiert.

  17. nic.schooldyk schreibt:

    Ist doch nur eine unschuldige Verwechslung. So wie damals,als der Fuehrer sagte: „Seit……wird ZURUECKgeschossen !“ Sarkasmus: ‚ENDE‘

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