Die Wiederholungsspirale

„Guten Tag, wir möchten Sie um ein Interview über Ihre Tätigkeit bitten, da wir uns für Palästina einsetzen und Sie gerne unseren Leserinnen und Lesern vorstellen möchten. Freue mich sehr auf Ihre positive Antwort.“

Diese Anfrage erhielt ich vor einigen Wochen von einer Redaktion, die nicht selten mit Leuten zusammenarbeitet, die mich abwechselnd als Terroristen, Zionazi, Brandstifter oder Kriminellen bezeichnen. Ich schrieb daher zurück: „Gerne. Wann?“ Die Antwort kam prompt: „Wenn Sie möchten, schicke ich Ihnen die Fragen per E-Mail zu.“ „Immer gerne“, antwortete ich und dann kam lange Zeit nichts mehr.

Nach einigen Stunden hakte ich nach: „Ich freue mich sehr auf die Fragen.“ Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: „Muss überlegen, wie ich das anstelle, da Sie völlig anders denken als ich selbst. Und die Sache verwickelt ist aufgrund all derer, die schon interviewt wurden.“ Ach so, dachte ich und schrieb zurück: „Fragen Sie einfach frank und frei heraus. Nur so können Sie mich kennen lernen.“ Dann wartete ich, bis die Fragen kamen. Es war der folgende Tag.

„1.- Wann und wie kamen Sie zur Palästinafrage und wie sehen Sie das Problem zwischen Israelis und Palästinensern? Welche sind für Sie die Ursachen des Konfliktes?

2.- Wie sehen Sie persönlich den Islam und welchen Bezug haben Sie zu den Muslimen? Auch die Motivation, die Sie dazu gebracht hat, den Artikel meines Erachtens satirischen über Ihre „Bekehrung“ zum Islam zu schreiben?

3.- Welchen Unterschied sehen Sie zwischen Judentum und Zionismus?

4.- Viele sagen, es ging um einen doppelten Standard, da das Leid der Palästinenser nicht denselben Wert hat wie das der Juden im 2. Weltkrieg. Was möchten Sie darüber sagen?

5.- Welcher ist Ihrer Meinung nach der fundamentale Unterschied zwischen Antisemitismus und Antizionismus?

6.- Was bedeutet für Sie das Theater? Was kann man als Schauspieler durch das Theater den Menschen zeigen?

7.- Welche sind für Sie die wichtigsten Grundlage des interreligiösen Dialogs zwischen den monotheistischen Religionen?“

Ich schmunzelte ein wenig über die offensichtlich tendenziöse Form der Fragen und begab mich an die Beantwortung:

„1.- Wann und wie kamen Sie zur Palästinafrage und wie sehen Sie das Problem zwischen Israelis und Palästinensern? Welche sind für Sie die Ursachen des Konfliktes?

Ich kam zu dem Thema, weil ich immer wieder von den verschiedensten Seiten ein und den selben Satz hören musste: „Man darf Israel nicht kritisieren!“ Dann wurde ausnahmslos Israel kritisiert. Ich wollte wissen, was Menschen so sehr verblendet, dass sie nicht mal mehr merken, dass sie behaupten, etwas sei nicht möglich, was sie selber aller Orten machen. Sie faseln von pro-israelischen Medien, obwohl nachweislich Israel das mit am meisten kritisierte Land in der deutschen Medienöffentlichkeit ist. Mich interessiert diese Blindheit, die nur ideologisch erklärt werden kann.

Als Israel gegründet wurde, erklärte Israel in seiner Unabhängigkeitserklärung, allen Nachbarn die Hand zum Frieden und zur guten Partnerschaft zu reichen. Von den arabischen Nachbarn jedoch wurde Israel am Tag der Unabhängigkeitserklärung ein Vernichtungskrieg erklärt. Noch heute erklärt die Hamas in ihrer Gründungscharta, alle Juden weltweit vernichten zu wollen. Der Grund des Konflikts ist somit sehr einfach zu erklären: Die eine Seite will die andere Seite ausrotten. Wenn die Hamas ihre Waffen niederlegt, gibt es Frieden. Legt Israel jedoch die Waffen nieder, wird Israel vernichtet. Das ist der Konflikt!

2.- Wie sehen Sie persönlich den Islam und welchen Bezug haben Sie zu den Muslimen? Auch die Motivation, die Sie dazu gebracht hat, den Artikel meines Erachtens satirischen über Ihre „Bekehrung“ zum Islam zu schreiben?

Der Islam ist eine Religion. Der Gemeinschaft beizutreten ist erschreckend einfach wie ich finde. Ich stehe mit Muslimen auf der Bühne und teile mein Leben mit ihnen. Ob jemand Muslim ist, ist für mich irrelevant, wenn es um Freundschaften geht. Meine Bekehrung zum Islam habe vorgenommen, um zu zeigen, wie einfach das ist. Außerdem wollte ich zeigen, dass der Islam nur eine Religion ist. Ich finde, der Islam wird einfach viel zu ernst genommen. Wir brauchen mehr Witze über den Koran und Mohammed. Mindestens so viele Witze, wie es über Jesus und Moses gibt. Ich finde eine Religion amüsant, die die Eicheln der Männer offen legt, aber die Köpfe der Frauen verhüllt.

3.- Welchen Unterschied sehen Sie zwischen Judentum und Zionismus?

Das Judentum ist eine Religionsgemeinschaft wie der Islam, aber auch ein Volk wie die Araber. Zionismus ist Patriotismus für die wunderbare Demokratie Israel, das einzige Land im Nahen Osten, wo ich wegen meines Lebensstils nicht verfolgt werde! Ich bin schon allein deshalb auf Israels Seite, weil es mich auf der anderen Seite schlicht und ergreifend nicht gibt!

4.- Viele sagen, es ging um einen doppelten Standard, da das Leid der Palästinenser nicht denselben Wert hat wie das der Juden im 2. Weltkrieg. Was möchten Sie darüber sagen?

Der Holocaust ist nicht zu vergleichen mit der Situation in Gaza. Die Menschen in Gaza erhalten jährlich Millionen Euro Unterstützung. Israel lässt Medikamente und Nahrungsmittel über die Grenze. Es gibt keine Gaskammern im Nahen Osten. Die Population der palästinensischen Araber in den palästinensischen Autonomiegebieten hat sich in den letzten Jahrzehnten vervielfacht! Wer das mit dem Holocaust vergleicht, leugnet den Holocaust.

Wenn man Gaza mit dem Zweiten Weltkrieg vergleichen möchte, dann sind die Palästinenser dort nicht die Juden sondern die Nazis! Das sage nicht ich, das sagen die Minister der Hamas selbst voller Stolz und hissen nicht selten die Hakenkreuzflagge in Gaza und heben die Hand zum Hitlergruß. Der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas, Abdallah Jarbu, erklärt zum Beispiel öffentlich im Jahr 2010:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

5.- Welcher ist Ihrer Meinung nach der fundamentale Unterschied zwischen Antisemitismus und Antizionismus?

Es gibt keinen! Ohne Judenhass gäbe es keinen Antisemitismus. Ohne Antisemitismus gäbe es keinen Antizionismus. Der Judenhass ist die Wurzel des Antizionismus. Warum gibt es überhaupt einen Antizionismus? Es gibt schließlich auch keinen Antigermanismus oder Antiiranismus. Warum sollte man gegen Israel sein? Ich bin auch nicht gegen den Iran, obwohl ich die Regierung dort verabscheue. Für Judenhasser ist Israel der Jude unter den Staaten. Alles was dieser Jude macht, ist für sie böse! Das ist reiner, purer Judenhass!

6.- Was bedeutet für Sie das Theater? Was kann man als Schauspieler durch das Theater den Menschen zeigen?

Theater ist für mich Menschendienst. So wie Christen in die Kirche, Muslime in die Moschee und Juden in die Synagoge gehen, um Gott zu dienen, so gehe ich ins Theater, um Menschen zu dienen! Theater gibt die Möglichkeit zu sehen, zu fragen, zu zweifeln, zu lachen und zu weinen und manchmal vielleicht sogar zu verstehen.

7.- Welche sind für Sie die wichtigsten Grundlage des interreligiösen Dialogs zwischen den monotheistischen Religionen?

Humor!“

Ich schickte die Antworten ab und erhielt zügig diese Antwort: „Danke. Morgen melde ich mich. Schaue jetzt alles durch!“

Am nächsten Tag kam dann die Aussage, dass das Interview bei der Redaktion auf wenig Zustimmung stoße: „Da sind schon Widerstände hier. Aber ich gehe von diesem Prinzip aus: Wenn ich eine Ideologie offen kritisiere, wie zum Beispiel ich den Zionismus, dann kann ich doch auch mit Ihnen darüber sprechen, dialektisch meine ich.“ Ich erwiderte:

„Zionismus ist israelischer Patriotismus. Entweder kritisiert man Patriotismus und Nationalismus generell und somit auch alle Staaten um Israel herum, die zum Teil einen widerlichen Islamo-Nationalismus pflegen oder man lässt es! Israel als einzigen Staat zu kritisieren, vor allem, weil Israel nachweislich in Kriegszeiten im Vergleich zu allen anderen Staaten in der Geschichte der Menschheit „human“ handelt, ist Doppelmoral und kann nur mit Ressentiments erklärt werden.“

Die Frau erwiderte: „Das Problem ist nicht die Einstellung, sondern das Land, das nicht leer war, als die Zionisten kamen.“

Jetzt entstand ein Schlagabtausch. Ich startete:

„Aber das Land war leer, als Muslime kamen, oder was? Möchten Sie wirklich so argumentieren?“

„Für mich dreht sich alles um 2 Grundachsen: 1. Der Kolonialismus der Zionisten. 2. Der systematische Verstoß des Zionismus gegen das Judentum und seine Ethik.“

„1. Jeder Nationalstaat definiert sich über Grenzen, die irgendwann gesetzt wurden. Das gilt für jeden Staat! 2. Ja, das Judentum hat eine strikte Ethik. Darum ist Israel auch das ethischste Gebilde im Nahen Osten! Oder warum glauben Sie haben alle muslimischen Nachbarn Israels nicht mal die Grundstandards einer aufgeklärten Zivilisation?“

„1. Das ist wahr, aber nicht durch Eroberung und Landraub. 2. Dass der Islam eine Kulturkrise durchläuft, rechtfertigt aber nicht Zionismus und Siedlungspolitik, Diskriminierung usw. Der Staat Israel basiert nicht auf den ethischen Grundlagen des Judentums, denn das Judentum glaubt an die Rettung durch den Messiah und wartet im Exil darauf. Der Auftrag der Juden ist es, ihre Ethik in die Welt zu bringen und dort zu leben. Wie z.B. du sollst nicht töten, du sollst nicht begehren des anderen Land usw. Ein wichtiger Punkt: Die Flüchtlingspolitik, wie Asylbewerber in Israel behandelt werden, Rassismus im Fußball, usw.“

„In Israel läuft nicht alles in Ordnung. Auch dort gibt es Dinge, die noch verbessert werden können, aber die Hamas fordert die Vernichtung aller Juden weltweit. Die Fatah predigt die Vernichtung aller Juden. Sie müssen einfach den Unterschied sehen! Es gibt keinen Grund, Israel zu kritisieren, wenn es mit der Vernichtung bedroht wird. Das ist in etwa so geschmacklos, wie einer Geisel, die gerade eine Pistole am Kopf gehalten bekommt, vorzuhalten, dass sie mal gelogen hat.“

„Es soll nicht verglichen werden. Es soll auf allen Seiten die Menschenrechtsverletzungen aufhören. Es soll der Friede eintreten, unabhängig von der Seite, die ihn verletzt.“

„Sagen Sie mir nicht, ich soll nicht vergleichen. In Israel kann ich ohne Probleme leben. In all den anderen Ländern des Nahen Ostens werde ich bestenfalls verfolgt, schlimmstenfalls ermordet. Das ist ein Vergleich, den ich schon vornehmen muss, um zu überleben. Also ich persönlich fände es schön, wenn Sie auch mit der gleichen Vehemenz die Menschenrechtsverletzungen kritisieren würden, die an mein Leben und an meinen Leib gehen.“

„Warum werden Sie den in den arabischen Ländern verfolgt? Sie sind doch Christ und gehören zur geschätzten Minderheit.“

Ach, wäre ich Jude, sehe das also anders aus, dachte ich und erwiderte:

„Homosexuell!“

„In Israel sind auch viele jüdische Gläubige dagegen.“

„Was Gläubige denken, ist mir egal! Für mich gilt nur das Gesetz eines Landes. Daran orientiere ich mich!“

„Wenn Sie legalistisch denken, dann stimmt das. Dann stimmt aber auch der Widerspruch, den ich zwischen dem zionistischen Staat und dem Judentum als dem Islam sehr ähnliche Religion sehe.

„Vielleicht sollten Sie intensiver die islamo-faschistischen Regime kritisieren, nicht Israel!“

„Ich kritisiere sie beide. Bin vielleicht altmodisch, aber im Osmanenreich war die Situation besser. Vielleicht bin ich nostalgisch, aber der ganze Nationalismus hat auf allen Seiten so viel mit dem Faschismus und dem Nazifaschismus zu tun.“

„Warum sind Sie dann für eine weitere palästinensische Nation?“

„Weil es die nicht-koloniale Lösung ist und weil es keine andere gerechte Lösung gibt. Die Juden werden aufgenommen wie schon immer in der Geschichte. Nur wird es immer schwieriger, je gewalttätiger die Besatzung fortschreitet.“

„Warum ist es dann keine koloniale Lösung?“

„Da alle zusammenleben, die da sind. Keiner wird vertrieben.“

„Niemand wird von der Hamas und der Fatah vertrieben? Der Islam hat friedfertig erobert? Wow. Steile These!“

„Ich spreche nicht von Hamas, sondern von der Geschichte der Araber im heutigen Palästina. Wen soll Hamas denn vertrieben haben?“

„Was besagt Artikel 7 der Gründungscharta der Hamas? Und was würden Sie sagen, wenn es in Israel so einen Artikel über Araber gäbe?“

Sie schrieb nicht, was Artikel 7 fordert und wechselte das Thema:

„Der Punkt ist, dass der Zionismus nicht der Weg ist, um Araber mit Juden zusammenleben zu lassen. Die Frage heute ist: Wie gehen wir wieder zurück und wie ist eine Versöhnung nach so viel Leid möglich?“

Ich wollte die Frau nicht so leicht von der Angel lassen und blieb beim Thema:

„Solange Artikel 7 existiert und regiert ist keine Versöhnung möglich!“

„Da muss schon Israel was tun. Israel ist da, weil es ein Land kolonisiert hat, in dem ein Volk lebt. Wenn Israel nur nach dem Prinzip der Rache denkt, geht es nie. Die Anderen leisten Widerstand gegen die Menschen, die ihnen das Land weggenommen haben, sie aus ihren Häusern vertrieben haben, usw.“

Sie wollte nicht sagen, was Artikel 7 fordert, also tat ich es:

„Artikel 7 fordert die Vernichtung aller Juden weltweit! Israel muss nichts tun! Nichts, was Israel tut, nichts was Israel unterlässt rechtfertigt Artikel 7 und nur judenhassende Nazis können das anders sehen!“

So ging es hin und her. Dann kam plötzlich ein Vorschlag:

„Ich habe einen Vorschlag. Habe gerade mit den Anderen vom Team gesprochen. Wir sollten alle Kommentare von uns, von mir und Ihnen in eine Tabelle werfen. Links – rechts. Und dann gucken, dass man die Gegensätze wiedergibt. Was halten Sie davon?“ Ich stimmte zu und erhielt die Antwort: „Brauche nur ein paar Tage zeit. Aber ich denke, das bringt was.“ Und dann warte ich wieder. Nach neuneinhalb Wochen schrieb ich nur ein Wort: „Schweigen“.

Es dauerte keine fünf Minuten und eine Antwort war in der Mailbox: „Das Ganze ist noch da. Wir müssen nur überlegen, wie wir das strukturieren. Denn es ist ein vollkommenes Schachbrett. Es fehlen mir die Übergänge. Komme vor allem aufgrund der letzten Vorfälle zu keinem Ergebnis. Verstehe nicht, wie man eine solche Ideologie unterstützen kann.“

„Ihnen gefallen vermutlich meine Antworten nicht“, erwiderte ich. „Die höre ich mir an und lese mir alles durch“, sagte sie und fügte hinzu: „Nur komme ich nicht zum Ziel wegen der Definitionen, die Sie anführen. Sie vergessen vollkommen, dass Israel ein Kolonialstaat ist, der das Land Anderer besiedelt und mit Gewalt ein Volk unterdrückt, Siedlungen auf die Ländereien anderer baut usw.“

Es ging wieder von vorne los. Ich fragte: „Israel ist ein Kolonialstaat? Wer ist dann der Mutterstaat?“ Sie antwortete: „Das ist das Problem der postkolonialen Ordnung, die noch nicht da ist, weil der Kolonialstaat Israel da ist. Die Juden können friedlich da Leben, aber nicht, indem sie den Anderen das Land rauben. Das ist das Falsche daran.“ „Der Islam hat auch alle Länder, in denen nun der Islam herrscht, kolonialisiert. Warum soll Israel also dort nicht sein?“, fragte ich und erhielt die Antwort: „Weil es nicht das Recht dazu hat. Es muss da ein Land für alle Menschen sein und nicht ein Land, das einmarschiert und Leute zu Flüchtlingen macht. Sorry!“

„Einmarschiert“, fragte ich mich und musste sofort an die Alliierten denken, die in Deutschland einmarschiert waren, Flüchtlinge erzeugt hatten und dennoch die Demokratie und Freiheit gebracht hatten und fügte hinzu: „Wir reden von dem Volk, das in dem Gebiet am längsten siedelt. In ihrer Logik ist jeder Mensch, dessen Vorfahren Palästina verlassen haben und jetzt zurückkehrt ein Einmarschierer! Sagen Sie das mal den sogenannten palästinensischen Flüchtlingen der 3. und 4. Generation.“ „Es braucht einen Staat für alle, die vorher da waren“, erwiderte sie. „Wie lange geht vorher“, fragte ich und erhielt folgende Antwort: „Gerne auch bis dahin, wo Sie denken. Aber Achtung auf die Juden, die keine sind.“

Jetzt war ich hellauf interessiert. Sollte ich wirklich die ganze Zeit mit einer Judenschauerin gesprochen haben? Ich wollte es wissen und fragte: „Und wer Jude ist bestimmt wer?“ Sie sagte: „Das ist schwierig. Es gibt zu viele Perspektiven hierzu. Ethisch, religiös, ethnisch. Aber in einem Staat für alle sind alle willkommen.“

Ich dachte wieder an Artikel 7 und daran, dass ich in Israel leben kann und in allen anderen Ländern des Nahen Ostens eben nicht Willkommen bin und dachte, das alles dreht sich nur noch im Kreis. Ich hatte keine Lust, weiter an der Wiederholungsspirale zu drehen und beendete den Dialog. Da ich nicht weiß, ob die Redaktion dieses Gespräch jemals veröffentlichen wird, tue ich es jetzt.

Dieser Beitrag wurde unter Israel, Palästina, Politik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.