Die Wiederholungsspirale

„Guten Tag, wir möchten Sie um ein Interview über Ihre Tätigkeit bitten, da wir uns für Palästina einsetzen und Sie gerne unseren Leserinnen und Lesern vorstellen möchten. Freue mich sehr auf Ihre positive Antwort.“

Diese Anfrage erhielt ich vor einigen Wochen von einer Redaktion, die nicht selten mit Leuten zusammenarbeitet, die mich abwechselnd als Terroristen, Zionazi, Brandstifter oder Kriminellen bezeichnen. Ich schrieb daher zurück: „Gerne. Wann?“ Die Antwort kam prompt: „Wenn Sie möchten, schicke ich Ihnen die Fragen per E-Mail zu.“ „Immer gerne“, antwortete ich und dann kam lange Zeit nichts mehr.

Nach einigen Stunden hakte ich nach: „Ich freue mich sehr auf die Fragen.“ Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: „Muss überlegen, wie ich das anstelle, da Sie völlig anders denken als ich selbst. Und die Sache verwickelt ist aufgrund all derer, die schon interviewt wurden.“ Ach so, dachte ich und schrieb zurück: „Fragen Sie einfach frank und frei heraus. Nur so können Sie mich kennen lernen.“ Dann wartete ich, bis die Fragen kamen. Es war der folgende Tag.

„1.- Wann und wie kamen Sie zur Palästinafrage und wie sehen Sie das Problem zwischen Israelis und Palästinensern? Welche sind für Sie die Ursachen des Konfliktes?

2.- Wie sehen Sie persönlich den Islam und welchen Bezug haben Sie zu den Muslimen? Auch die Motivation, die Sie dazu gebracht hat, den Artikel meines Erachtens satirischen über Ihre „Bekehrung“ zum Islam zu schreiben?

3.- Welchen Unterschied sehen Sie zwischen Judentum und Zionismus?

4.- Viele sagen, es ging um einen doppelten Standard, da das Leid der Palästinenser nicht denselben Wert hat wie das der Juden im 2. Weltkrieg. Was möchten Sie darüber sagen?

5.- Welcher ist Ihrer Meinung nach der fundamentale Unterschied zwischen Antisemitismus und Antizionismus?

6.- Was bedeutet für Sie das Theater? Was kann man als Schauspieler durch das Theater den Menschen zeigen?

7.- Welche sind für Sie die wichtigsten Grundlage des interreligiösen Dialogs zwischen den monotheistischen Religionen?“

Ich schmunzelte ein wenig über die offensichtlich tendenziöse Form der Fragen und begab mich an die Beantwortung:

„1.- Wann und wie kamen Sie zur Palästinafrage und wie sehen Sie das Problem zwischen Israelis und Palästinensern? Welche sind für Sie die Ursachen des Konfliktes?

Ich kam zu dem Thema, weil ich immer wieder von den verschiedensten Seiten ein und den selben Satz hören musste: „Man darf Israel nicht kritisieren!“ Dann wurde ausnahmslos Israel kritisiert. Ich wollte wissen, was Menschen so sehr verblendet, dass sie nicht mal mehr merken, dass sie behaupten, etwas sei nicht möglich, was sie selber aller Orten machen. Sie faseln von pro-israelischen Medien, obwohl nachweislich Israel das mit am meisten kritisierte Land in der deutschen Medienöffentlichkeit ist. Mich interessiert diese Blindheit, die nur ideologisch erklärt werden kann.

Als Israel gegründet wurde, erklärte Israel in seiner Unabhängigkeitserklärung, allen Nachbarn die Hand zum Frieden und zur guten Partnerschaft zu reichen. Von den arabischen Nachbarn jedoch wurde Israel am Tag der Unabhängigkeitserklärung ein Vernichtungskrieg erklärt. Noch heute erklärt die Hamas in ihrer Gründungscharta, alle Juden weltweit vernichten zu wollen. Der Grund des Konflikts ist somit sehr einfach zu erklären: Die eine Seite will die andere Seite ausrotten. Wenn die Hamas ihre Waffen niederlegt, gibt es Frieden. Legt Israel jedoch die Waffen nieder, wird Israel vernichtet. Das ist der Konflikt!

2.- Wie sehen Sie persönlich den Islam und welchen Bezug haben Sie zu den Muslimen? Auch die Motivation, die Sie dazu gebracht hat, den Artikel meines Erachtens satirischen über Ihre „Bekehrung“ zum Islam zu schreiben?

Der Islam ist eine Religion. Der Gemeinschaft beizutreten ist erschreckend einfach wie ich finde. Ich stehe mit Muslimen auf der Bühne und teile mein Leben mit ihnen. Ob jemand Muslim ist, ist für mich irrelevant, wenn es um Freundschaften geht. Meine Bekehrung zum Islam habe vorgenommen, um zu zeigen, wie einfach das ist. Außerdem wollte ich zeigen, dass der Islam nur eine Religion ist. Ich finde, der Islam wird einfach viel zu ernst genommen. Wir brauchen mehr Witze über den Koran und Mohammed. Mindestens so viele Witze, wie es über Jesus und Moses gibt. Ich finde eine Religion amüsant, die die Eicheln der Männer offen legt, aber die Köpfe der Frauen verhüllt.

3.- Welchen Unterschied sehen Sie zwischen Judentum und Zionismus?

Das Judentum ist eine Religionsgemeinschaft wie der Islam, aber auch ein Volk wie die Araber. Zionismus ist Patriotismus für die wunderbare Demokratie Israel, das einzige Land im Nahen Osten, wo ich wegen meines Lebensstils nicht verfolgt werde! Ich bin schon allein deshalb auf Israels Seite, weil es mich auf der anderen Seite schlicht und ergreifend nicht gibt!

4.- Viele sagen, es ging um einen doppelten Standard, da das Leid der Palästinenser nicht denselben Wert hat wie das der Juden im 2. Weltkrieg. Was möchten Sie darüber sagen?

Der Holocaust ist nicht zu vergleichen mit der Situation in Gaza. Die Menschen in Gaza erhalten jährlich Millionen Euro Unterstützung. Israel lässt Medikamente und Nahrungsmittel über die Grenze. Es gibt keine Gaskammern im Nahen Osten. Die Population der palästinensischen Araber in den palästinensischen Autonomiegebieten hat sich in den letzten Jahrzehnten vervielfacht! Wer das mit dem Holocaust vergleicht, leugnet den Holocaust.

Wenn man Gaza mit dem Zweiten Weltkrieg vergleichen möchte, dann sind die Palästinenser dort nicht die Juden sondern die Nazis! Das sage nicht ich, das sagen die Minister der Hamas selbst voller Stolz und hissen nicht selten die Hakenkreuzflagge in Gaza und heben die Hand zum Hitlergruß. Der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas, Abdallah Jarbu, erklärt zum Beispiel öffentlich im Jahr 2010:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

5.- Welcher ist Ihrer Meinung nach der fundamentale Unterschied zwischen Antisemitismus und Antizionismus?

Es gibt keinen! Ohne Judenhass gäbe es keinen Antisemitismus. Ohne Antisemitismus gäbe es keinen Antizionismus. Der Judenhass ist die Wurzel des Antizionismus. Warum gibt es überhaupt einen Antizionismus? Es gibt schließlich auch keinen Antigermanismus oder Antiiranismus. Warum sollte man gegen Israel sein? Ich bin auch nicht gegen den Iran, obwohl ich die Regierung dort verabscheue. Für Judenhasser ist Israel der Jude unter den Staaten. Alles was dieser Jude macht, ist für sie böse! Das ist reiner, purer Judenhass!

6.- Was bedeutet für Sie das Theater? Was kann man als Schauspieler durch das Theater den Menschen zeigen?

Theater ist für mich Menschendienst. So wie Christen in die Kirche, Muslime in die Moschee und Juden in die Synagoge gehen, um Gott zu dienen, so gehe ich ins Theater, um Menschen zu dienen! Theater gibt die Möglichkeit zu sehen, zu fragen, zu zweifeln, zu lachen und zu weinen und manchmal vielleicht sogar zu verstehen.

7.- Welche sind für Sie die wichtigsten Grundlage des interreligiösen Dialogs zwischen den monotheistischen Religionen?

Humor!“

Ich schickte die Antworten ab und erhielt zügig diese Antwort: „Danke. Morgen melde ich mich. Schaue jetzt alles durch!“

Am nächsten Tag kam dann die Aussage, dass das Interview bei der Redaktion auf wenig Zustimmung stoße: „Da sind schon Widerstände hier. Aber ich gehe von diesem Prinzip aus: Wenn ich eine Ideologie offen kritisiere, wie zum Beispiel ich den Zionismus, dann kann ich doch auch mit Ihnen darüber sprechen, dialektisch meine ich.“ Ich erwiderte:

„Zionismus ist israelischer Patriotismus. Entweder kritisiert man Patriotismus und Nationalismus generell und somit auch alle Staaten um Israel herum, die zum Teil einen widerlichen Islamo-Nationalismus pflegen oder man lässt es! Israel als einzigen Staat zu kritisieren, vor allem, weil Israel nachweislich in Kriegszeiten im Vergleich zu allen anderen Staaten in der Geschichte der Menschheit „human“ handelt, ist Doppelmoral und kann nur mit Ressentiments erklärt werden.“

Die Frau erwiderte: „Das Problem ist nicht die Einstellung, sondern das Land, das nicht leer war, als die Zionisten kamen.“

Jetzt entstand ein Schlagabtausch. Ich startete:

„Aber das Land war leer, als Muslime kamen, oder was? Möchten Sie wirklich so argumentieren?“

„Für mich dreht sich alles um 2 Grundachsen: 1. Der Kolonialismus der Zionisten. 2. Der systematische Verstoß des Zionismus gegen das Judentum und seine Ethik.“

„1. Jeder Nationalstaat definiert sich über Grenzen, die irgendwann gesetzt wurden. Das gilt für jeden Staat! 2. Ja, das Judentum hat eine strikte Ethik. Darum ist Israel auch das ethischste Gebilde im Nahen Osten! Oder warum glauben Sie haben alle muslimischen Nachbarn Israels nicht mal die Grundstandards einer aufgeklärten Zivilisation?“

„1. Das ist wahr, aber nicht durch Eroberung und Landraub. 2. Dass der Islam eine Kulturkrise durchläuft, rechtfertigt aber nicht Zionismus und Siedlungspolitik, Diskriminierung usw. Der Staat Israel basiert nicht auf den ethischen Grundlagen des Judentums, denn das Judentum glaubt an die Rettung durch den Messiah und wartet im Exil darauf. Der Auftrag der Juden ist es, ihre Ethik in die Welt zu bringen und dort zu leben. Wie z.B. du sollst nicht töten, du sollst nicht begehren des anderen Land usw. Ein wichtiger Punkt: Die Flüchtlingspolitik, wie Asylbewerber in Israel behandelt werden, Rassismus im Fußball, usw.“

„In Israel läuft nicht alles in Ordnung. Auch dort gibt es Dinge, die noch verbessert werden können, aber die Hamas fordert die Vernichtung aller Juden weltweit. Die Fatah predigt die Vernichtung aller Juden. Sie müssen einfach den Unterschied sehen! Es gibt keinen Grund, Israel zu kritisieren, wenn es mit der Vernichtung bedroht wird. Das ist in etwa so geschmacklos, wie einer Geisel, die gerade eine Pistole am Kopf gehalten bekommt, vorzuhalten, dass sie mal gelogen hat.“

„Es soll nicht verglichen werden. Es soll auf allen Seiten die Menschenrechtsverletzungen aufhören. Es soll der Friede eintreten, unabhängig von der Seite, die ihn verletzt.“

„Sagen Sie mir nicht, ich soll nicht vergleichen. In Israel kann ich ohne Probleme leben. In all den anderen Ländern des Nahen Ostens werde ich bestenfalls verfolgt, schlimmstenfalls ermordet. Das ist ein Vergleich, den ich schon vornehmen muss, um zu überleben. Also ich persönlich fände es schön, wenn Sie auch mit der gleichen Vehemenz die Menschenrechtsverletzungen kritisieren würden, die an mein Leben und an meinen Leib gehen.“

„Warum werden Sie den in den arabischen Ländern verfolgt? Sie sind doch Christ und gehören zur geschätzten Minderheit.“

Ach, wäre ich Jude, sehe das also anders aus, dachte ich und erwiderte:

„Homosexuell!“

„In Israel sind auch viele jüdische Gläubige dagegen.“

„Was Gläubige denken, ist mir egal! Für mich gilt nur das Gesetz eines Landes. Daran orientiere ich mich!“

„Wenn Sie legalistisch denken, dann stimmt das. Dann stimmt aber auch der Widerspruch, den ich zwischen dem zionistischen Staat und dem Judentum als dem Islam sehr ähnliche Religion sehe.

„Vielleicht sollten Sie intensiver die islamo-faschistischen Regime kritisieren, nicht Israel!“

„Ich kritisiere sie beide. Bin vielleicht altmodisch, aber im Osmanenreich war die Situation besser. Vielleicht bin ich nostalgisch, aber der ganze Nationalismus hat auf allen Seiten so viel mit dem Faschismus und dem Nazifaschismus zu tun.“

„Warum sind Sie dann für eine weitere palästinensische Nation?“

„Weil es die nicht-koloniale Lösung ist und weil es keine andere gerechte Lösung gibt. Die juden werden aufgenommen wie schon immer in der Geschichte. Nur wird es immer schwieriger, je gewalttätiger die Besatzung fortschreitet.“

„Warum ist es dann keine koloniale Lösung?“

„Da alle zusammenleben, die da sind. Keiner wird vertrieben.“

„Niemand wird von der Hamas und der Fatah vertrieben? Der Islam hat friedfertig erobert? Wow. Steile These!“

„Ich spreche nicht von Hamas, sondern von der Geschichte der Araber im heutigen Palästina. Wen soll Hamas denn vertrieben haben?“

„Was besagt Artikel 7 der Gründungscharta der Hamas? Und was würden Sie sagen, wenn es in Israel so einen Artikel über Araber gäbe?“

Sie schrieb nicht, was Artikel 7 fordert und wechselte das Thema:

„Der Punkt ist, dass der Zionismus nicht der Weg ist, um Araber mit Juden zusammenleben zu lassen. Die Frage heute ist: Wie gehen wir wieder zurück und wie ist eine Versöhnung nach so viel Leid möglich?“

Ich wollte die Frau nicht so leicht von der Angel lassen und blieb beim Thema:

„Solange Artikel 7 existiert und regiert ist keine Versöhnung möglich!“

„Da muss schon Israel was tun. Israel ist da, weil es ein Land kolonisiert hat, in dem ein Volk lebt. Wenn Israel nur nach dem Prinzip der Rache denkt, geht es nie. Die Anderen leisten Widerstand gegen die Menschen, die ihnen das Land weggenommen haben, sie aus ihren Häusern vertrieben haben, usw.“

Sie wollte nicht sagen, was Artikel 7 fordert, also tat ich es:

„Artikel 7 fordert die Vernichtung aller Juden weltweit! Israel muss nichts tun! Nichts, was Israel tut, nichts was Israel unterlässt rechtfertigt Artikel 7 und nur judenhassende Nazis können das anders sehen!“

So ging es hin und her. Dann kam plötzlich ein Vorschlag:

„Ich habe einen Vorschlag. Habe gerade mit den Anderen vom Team gesprochen. Wir sollten alle Kommentare von uns, von mir und Ihnen in eine Tabelle werfen. Links – rechts. Und dann gucken, dass man die Gegensätze widergibt. Was halten Sie davon?“ Ich stimmte zu und erhielt die Antwort: „Brauche nur ein paar Tage zeit. Aber ich denke, das bringt was.“ Und dann warte ich wieder. Nach neuneinhalb Wochen schrieb ich nur ein Wort: „Schweigen“.

Es dauerte keine fünf Minuten und eine Antwort war in der Mailbox: „Das Ganze ist noch da. Wir müssen nur überlegen, wie wir das strukturieren. Denn es ist ein vollkommenes Schachbrett. Es fehlen mir die Übergänge. Komme vor allem aufgrund der letzten Vorfälle zu keinem Ergebnis. Verstehe nicht, wie man eine solche Ideologie unterstützen kann.“

„Ihnen gefallen vermutlich meine Antworten nicht“, erwiderte ich. „Die höre ich mir an und lese mir alles durch“, sagte sie und fügte hinzu: „Nur komme ich nicht zum Ziel wegen der Definitionen, die Sie anführen. Sie vergessen vollkommen, dass Israel ein Kolonialstaat ist, der das Land Anderer besiedelt und mit Gewalt ein Volk unterdrückt, Siedlungen auf die Ländereien anderer baut usw.“

Es ging wieder von vorne los. Ich fragte: „Israel ist ein Kolonialstaat? Wer ist dann der Mutterstaat?“ Sie antwortete: „Das ist das Problem der postkolonialen Ordnung, die noch nicht da ist, weil der Kolonialstaat Israel da ist. Die Juden können friedlich da Leben, aber nicht, indem sie den Anderen das Land rauben. Das ist das Falsche daran.“ „Der Islam hat auch alle Länder, in denen nun der Islam herrscht, kolonialisiert. Warum soll Israel also dort nicht sein?“, fragte ich und erhielt die Antwort: „Weil es nicht das Recht dazu hat. Es muss da ein Land für alle Menschen sein und nicht ein Land, das einmarschiert und Leute zu Flüchtlingen macht. Sorry!“

„Einmarschiert“, fragte ich mich und musste sofort an die Alliierten denken, die in Deutschland einmarschiert waren, Flüchtlinge erzeugt hatten und dennoch die Demokratie und Freiheit gebracht hatten und fügte hinzu: „Wir reden von dem Volk, das in dem Gebiet am längsten siedelt. In ihrer Logik ist jeder Mensch, dessen Vorfahren Palästina verlassen haben und jetzt zurückkehrt ein Einmarschierer! Sagen Sie das mal den sogenannten palästinensischen Flüchtlingen der 3. und 4. Generation.“ „Es braucht einen Staat für alle, die vorher da waren“, erwiderte sie. „Wie lange geht vorher“, fragte ich und erhielt folgende Antwort: „Gerne auch bis dahin, wo Sie denken. Aber Achtung auf die Juden, die keine sind.“

Jetzt war ich hellauf interessiert. Sollte ich wirklich die ganze Zeit mit einer Judenschauerin gesprochen haben? Ich wollte es wissen und fragte: „Und wer Jude ist bestimmt wer?“ Sie sagte: „Das ist schwierig. Es gibt zu viele Perspektiven hierzu. Ethisch, religiös, ethnisch. Aber in einem Staat für alle sind alle willkommen.“

Ich dachte wieder an Artikel 7 und daran, dass ich in Israel leben kann und in allen anderen Ländern des Nahen Ostens eben nicht Willkommen bin und dachte, das alles dreht sich nur noch im Kreis. Ich hatte keine Lust, weiter an der Wiederholungsspirale zu drehen und beendete den Dialog. Da ich nicht weiß, ob die Redaktion dieses Gespräch jemals veröffentlichen wird, tue ich es jetzt.

Dieser Beitrag wurde unter Israel, Palästina, Politik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

44 Antworten zu Die Wiederholungsspirale

  1. Eytan Tel-Tsur schreibt:

    Uri, Kol Ha Kavod.
    Eytan Tel-Tsur. (Once from Kibbutz Hazorea).

  2. Geist schreibt:

    Oliver (August 13, 2015 um 10:10 nachmittags.)

    „…Unleugbar ist der Landraub, den diese Dame anspricht und die Enteignung der Besitzer des Landes z.B. im Westjordanland oder arabischen Teil Jerusalems…“

    Oliver, das stimmt so nicht. 
    Es wurde nicht von jüdischer Seite „enteignet“, „geraubt“ (Mann!) oder „besetzt“, und Jerusalem (weder Ost noch Nord, noch sonstwohin) wurde nicht „enteignet“ oder „besetzt“, es sei von Jordanischer Armee zw. 1948/49 bis 1967, was auch „Westjordanland“ betrifft. 
    Dokumente, die meine Kritik nun belegen, bitte selber finden. Ich erlaube mir heute die Diskussion, aber nicht die Arbeit.

    „Gängelung“. 
    Eine gewisse Ruppigkeit im Umgang zB mit Arabern (inklusive Kinder, Frauen…, nebenbei: auch mit Juden,…) ist -leider- notwendig. 

    Es ist deshalb notwendig, weil nur mit einer klaren Linie unschuldiges Leben (eben auch jener Kinder, Frauen…) geschützt werden kann. Das ist die Situation.

    Und das Risiko, welches IDF (oder Polizei, …) dabei eingehen muß, hier ein Beispiel, ein Erlebnisbericht (frei rezitiert).
    „Wir hatten die Aufgabe, das Haus zu sichern, und den möglichen Hinterhalt durch den Feind zu umgehen. 
    Wir fanden keinen Feind, aber ein (arabischer) Säugling lag in dem einen Raum. Mein Kollege sah sich nochmal um, die Gefahrenlage zu überprüfen. 
    Wir wollten den Säugling aus der Gefahr herausbringen. 
    Als das ‚okay‘ kam, ging unser Sanitäter zu dem Säugling, um es zu versorgen und zu bergen. 
    Als der Sanitäter den Säugling anhob, ging die Bombe hoch. 
    Der Sanitäter verlor sein Leben. 
    Der Säugling auch…“

    Israels Polizei und Soldaten sind solchen (und ähnlichen) Gefahren im Einsatz (und auch privat) permanent ausgesetzt. 

    Es wäre „leichter“, wenn man solche Häuser (wie hier beschrieben) ganz einfach zerstört, mit Mann und Maus darin…
    Der Schutz unschuldigen Lebens jedoch, der in der IDF/Polizei Vorrang hat, erfordert die Untersuchung solcher Häuser. Wenn nötig, dann in aller Konsequenz, und auch ruppig. 

    Keine „Gängelung“. Da vertauscht Du etwas.
    Und mach nicht den Fehltritt von einem zum Strick für alle.

    Israelis riskieren im Auftrag des israelischen Staats ihr Leben, um das unschuldige Leben auch „der anderen Seite“ (etwa unschuldiger Angehöriger) zu schützen. 
    Und dann hat man aus Deutschland heraus Sorge, daß israelische Einsatzkräfte zu ruppig vorgingen? 
    Get to the ground, boy.

    (Oliver, Zitat.)
    „Beide Seiten sind über die Jahrzehnte radikalisiert. Das gilt auch für einen Teil der Juden und ganz besonders für die religiösen Juden. Umgekehrt gilt das auch für viele Araber und ich bin inzwischen hoffnungslos, dass man bei den Extremisten beider Seiten jemals so etwas wie zumindest eine Annäherung schaffen kann.“

    Die Sorge (und das Bedauern) ist gerechtfertigt. 
    Nur Deine Prämissen sind unstimmig. 
    „Radikalisierung“ wird zu einem dehnbaren Begriff, zB die Frage: seit wann sind „Araber“ radikalisiert? 
    In meinem ersten Kommentar heute erwähnte ich bereits -als Hinweis- das mörderische Pogrom von Arabern gegen Juden von 1929, ein wohl bekanntes Beispiel von mehreren. 
    Vor Ort (historisches Land Israel, Juda), nicht andernorts mitgerechnet.

    Wenn Du behauptest, daß insbesondere „religiöse Juden“ zu Extremismus neigten, dann würde Dir helfen (wenn Du kannst) Deine Brille „so ist Religion“ abzunehmen. 
    Nicht nur Juden selbst können von der Natur des (auch religiösen) Judentums wissen, daß lebensverachtender Extremismus alles andere als „jüdisch-religiös“ ist.

    Kenne die Juden. Verurteile sie nicht für Verbrechen, die andere als „religiöse Handlung“ verkaufen. 
    Verurteile den Mörder, Vergewaltiger usw., wenn das Verbrechen erwiesen ist, ob Jude oder nicht. 
    Verstehst Du meinen Drall? 

    Der Staat Israel tut das. 
    Inklusive den religiösen Vertretern von Judentum. 
    Auch „wir“ sind nicht perfekt, wozu bräuchten wir zB die Zehnworte (bei euch bzw Christen: „Zehn Gebote“), wenn wir sie nicht bräuchten? 

    Es ist auch akzeptabel, wenn man „uns“, bzw dem Staat Israel, eine höhere (moralische) Meßlatte anlegt, als etwa umliegenden Araberstaaten und ihren Einwohnern.
    Auch wenn es gegenüber den Araberstaaten und ihren Einwohnern ringsum verächtlich (beinahe „rassistisch“) erscheint. Araber werden so als Menschen abgewertet.
    Das solltest Du beachten. Sie sind Menschen, wie wir alle.

    Der Staat Israel beachtet das. 
    Wir nehmen Freund und Feind ernst, und Beisteher und Interesselose, die Menschen eben.
    Denn wir sind alle Menschen, und auch die Araber haben -an sich- volle Verantwortung für ihr Handeln, nicht „nur“ Juden. 
    Oder „Germanen“, „Kommunisten“, „Australische Ureinwohner“, „Sioux“, uvm, die Menschen.
    Die Unterschiede (wie auch immer) sind doch nicht das Problem, aber Mörder bleiben Mörder. Menschenfeinde.

    (Oliver, Zitat.)
    “ Jeder hat seinen ureigenen Betrachtungspunkt und von dem kommt er nicht weg. Und das ist sehr schade.“

    Das ist (angedeutet) Fatalismus. 
    Fatalismus ist weder vernünftig noch jüdisch. 
    In Extrem-Situationen kann eine „fatalistische Haltung“ schlimmeres verhindern. 

    Einfaches (wohl nicht das beste) Beispiel: 
    wenn ich vergewaltigt werde, meine Gegenwehr jedoch meine Ermordung sehr wahrscheinlich werden läßt, dann gerate ich in schwere Abwägung. 
    „Fatalistisch“: ich wehre mich nicht und lasse die Gewalt an mir geschehen, um zu überleben…
    (Wenn dann ein Richter die Gewalttat als „gegenseitiges Einvernehmen“ miss-beurteilt, dann bleibt immer noch das Leben. Und die Ungerechtigkeit. Und der Schmerz.
    Der Preis ist sehr hoch, und manche(r) Vergewaltigte konnte nicht mit Lebensmut zahlen, und hat sich schließlich selbst umgebracht. 
    (Meine Verzeihung und Mitleid an alle, denen ich nun einen schlimmen Schmerz berühre.)

    Eine sehr schwere Abwägung, solcher Fatalismus, zumal das Ausbleiben von Gegenwehr kein Garant für das Überleben ist.

    Fatalismus ist keine „jüdische Haltung“.
    Leben und Leben schützen (zuvorderst das eigene!) ist eine „jüdische Haltung“, und so viel zu tun, um das Leben (letztlich aller) lebenswerter zu gestalten. 
    In allen Bereichen des Lebens, und rundum dem Tod. 
    Dem wir nicht entkommen können.
    Kein Mensch kann das.

    Nochwas: eines der Fundamente des Judentums ist die menschliche Vernunft. 
    Deswegen ist auch das Diskutieren im (gerade auch im religiösem) Judentum von hoher Bedeutung. 
    Wir haben uns was zu geben, zu lernen, und zu verbesseren. 
    Und das lehrt schon die Tora, also unser „Grundbuch“, sozusagen. 
    Der Talmud verschriftlicht gerade diesen Aspekt. 
    Ja, Juden kritisieren ihr eigenes Grundbuch, Tora. 
    Nicht zu ändern, zu biegen, zu zerstören, sondern zu verstehen, zu lernen, im echten Leben zu berücksichtigen. 
    ZB Rücksichtnahme. Judentum missioniert nicht, zB. 

    Menschliche Vernunft ist nicht nur ein wichtiger Aspekt des Judentums, es ist auch Garant für den Willen gegen noch so schlimme Feinde zu bestehen.
    Krieg erzeugt (meist) Chaos. 
    Kein jüdischer Weg.

    Daß dem Judentum das „religiöse Verständnis“ anderer um die Ohren gehauen wird, oder das Judentum (wie andere es sehen) selbst, das ist wirklich nichts neues. 
    In etlicher Hinsicht.

    Nein, wir reden uns nicht heraus. 
    Wir stehen zu unserem Erbe und unserer Klarheit, wahrhaftig und aufrecht, auch vor G’tt, b’h.
    Und das, so scheint es, macht manch andere so richtig verrückt.

    Man sagt nicht umsonst zu uns: am kasche oref, also circa -ganz frei- „hartgesottenes (-nackiges) Volk“, oder meinetwegen: „störrisch wie ein Esel“.
    Wer Judentum kennt, der mag nun schmunzeln. 
    Gern geschehen.

    Wir gegen uns, alle gegen uns. 
    Auch mal ganz frei hier hingeschrieben. 
    Unser „gegen uns“ ist jedoch nichts weiter als der Versuch der Selbstkritik, die Reflexion. 
    Sorry, wenn das manchen arrogant erscheinen mag.

    Danke, Oliver, für Deinen intelligenten Einwurf, aber nicht wirklich -umfassend- durchdacht, so auch widersprüchlich.
    Das ist menschlich, wir sind begrenzt, Jude oder nicht.
    Was hätten wir sonst zu lernen? 
    Immerhin zeigt sich bei Dir gute Absicht.

    Der Feind ruft uns zu: „Ihr lebt das Leben, wir lieben den Tod!“ 
    Das ist Fatalismus, der in die Gewaltspirale führt, denn sie schicken die Kinder anderer Leute in den Tod, diese Heuchler. Es ist nicht ihr Fatalismus, sie nutzen jedoch jenen der Kinder aus.
    Es sind dann die Kinder, die die „Besorgten“ als „unsere Opfer“ kennenlernen. 
    Beurteile Du es nun selbst, Oliver, und bleib am Ball.

    @Sophist X
    „Eins ist aber sicher: Die Leute dort werden nicht von Juden gegängelt, weil es dort keine mehr gibt.“
    Stimmt. Unser Löwe Sharon z’l hat sich damit bei niemanden (kaum jemanden) Sympathien eingehandelt. 
    Nichtmal bei denen, die vorher so laut geschrien haben: „Land für Frieden!“ 
    Bullshit, und nun wissen wir auch das genau.
    Versucht haben wir es. 
    Schwer, aber Danke Ariel Sharon.

    @alle Antworter an Oliver,
    Danke für die vielen klaren und durchdachten Antworten, die meine hier in vielfacher Hinsicht sehr gut ergänzen.
    Und das alles (meist) von Nichtjuden!
    Klingt vielleicht komisch, aber es wirklich zum Weinen. Der Druck ist enorm hoch. 
    Danke euch allen. Für das Leben!

  3. Geist schreibt:

    Nett, GB (G. Buurmann), daß Du diese „Interview-Veranstaltung“ hier einstellst. Bedankt.

    Sovieles, was jene Frau nicht versteht, nicht hinterfragt, und außen vorläßt, dazu ihr Brett vor’m Kopf, etwa in den Behauptungen, was „Israel“ sei, was „Judentum“ sei, was „Zionismus“ sei, was „Araber“/“Palästineser“ seien, uvm.
    Kurz: hochmütige Selbstgefälligkeit ohne Substanz.
    (Betonung auf „ohne Substanz“, möchte keine Eitelkeiten verletzen, selbst wenn ich sie erkenne.)

    Was hat sich diese Frau, die wohl auch in diesen Blog hereinschaut, nur gedacht mit dem angestrebten „Interview“ zu erreichen?

    Und GB, Du brauchst doch längst nicht „homosexuell“ zu sein (auch wenn Du in Israel oder Deutschland darfst), um in den umliegenden Regionen, Staaten, Reichsgebieten rings um den Staat Israel um Dein Leben fürchten zu müssen, so traurig das ist. 
    Es genügt der Freidenker zu sein, der Du bist, der ihnen „Grund genug“ ist Dich (und andere Freidenker) zu morden.
    Für geringere Formen der Selbstverwirklichung (die ebenfalls niemanden schaden), oder auch gar garnichts!!, wirst du von „Mohammedanern“ ermordet. 
    Das ist Fakt, auch wenn’s die „Interview-Sucherin“ nicht interessieren mag.

    Außerdem die Formulierung jener Frau, daß die „Christen geschätzt“ seien bei den Moslems? 
    („geschätzt“, was für ein Wort!)

    Boy!, hat diese Frau denn überhaupt keinen -auch nur geringen- Einblick in die Situation vor all den Orten??? 
    Ist sie ein Kaltblut, den Kopf im Kinokasten ihrer eigenen Verblendung verborgen, so wie andere irgendeiner Droge (zum Besserfühl) verfallen sind? 

    (Zitat.)
    “Der Punkt ist, dass der Zionismus nicht der Weg ist, um Araber mit Juden zusammenleben zu lassen. Die Frage heute ist: Wie gehen wir wieder zurück und wie ist eine Versöhnung nach so viel Leid möglich?”

    Nur dieser Absatz herausgenommen, bei weitem nicht, weil er herausragte.

    Der Zionismus (ein Aufhänger gewisser Leute) ist eine jüdische Bewegung, getragen vom jüdischen Selbstverständnis, der aus dem 2000 Jahre währendem Wunsch heraus nach Heimat (aus der Juden durch Römer vertrieben wurden) formuliert wurde. 
    Mal so mal so, es ist der Wunsch auf die alte (jüdische, israelische) Heimat. 
    Das hat mit (den) Arabern (so gut wie) nichts zu tun.

    Jedoch war auf jüdischer Seite nie der Wunsch, irgendwelche Araber zu vertreiben oder gar schlimmeres an Arabern zu tun. 
    Im Gegenteil, der Wunsch bei vielen (der Mehrheit!), die sich vor der Staatsgründung Israels als „Zionisten“ bezeichneten, war ein friedliches und bekömmliches Auskommen, zB mit den Arabern vor Ort und in der Nachbarschaft, und mit anderen, zB den Christen vor Ort und in Nachbarschaft (damals gab es sie noch in weit größerer Zahl, als heute nach all den „mohammedanischen“ Vertreibungen, Zwangsbekehrungen, sexualisierte Unterwerfungsorgien, Morden…, durch die „Schätzer“, mein Schätzchen!), und jegliche Menschen, religiös oder nicht, vor Ort und in Nachbarschaft. 

    Das ist ein Fakt. 
    Fakten aber -an dieser Stelle- konterkarieren den „Wahrheitsgehalt“ einer vorgeformten Sicht auf Nahost, wie sie solche Leute -etwa diese Frau- „pflegen“. 

    Wenn da oben (der erste Satz des zitierten Absatzes) also steht, daß der Zionismus „nicht der Weg…“ sei, dann ist auch das Ergebnis dieses hier nun präsentierten „Interviews“ voraussehbar gewesen. 
    GB, Deine Worte zum Abschluß meiner Worte hier:
    „…hatte keine Lust, weiter an der Wiederholungsspirale zu drehen…“
    Nu!

    Kleiner Einwurf in Vertretung:
    „Emancipate yourselves from mental slavery…“
    (Beschem omro Bob Marley, track: „Redemption Song“.)

    Der zweite Satz im oben zitiertem Absatz (Auszug: „…Wie gehen wir wieder zurück…“).

    Was meint denn die Frau damit?
    Wohin und wie weit „zurück“? Die Zeit zurück? 
    ZB ins Jahr 1929, als Araber Juden im Land Israel zu Massen ermordeten, und warum nochmal? 
    Weil man den Staat Israel voraussah? 
    Weil man um das Urheberrecht der Falafel stritt?
    Oder doch nur, weil der Judenhass bei Arabern eben existiert?

    Oder mordet man Juden gar nur so wie „Bakterien“, „Hunde“, weiß der Schlächter!, weil Juden für diese Mörder keine Menschen seien? 
    Interview Bitte!!! Aber diese Frau sei gewarnt, daß der Kasten auf ihrem Kopf schwere Entzugsqualen verursacht, wenn er ihr genommen wird.

    Sie könnte dieser Sucht weniger radikal und weit bekömmlicher entkommen: indem sie sich sachlich und gerecht (inklusive menschenfreundlich) mit dem Thema auseinandersetzt, auch mit den Bedürfnissen der involvierten Menschen, ob nun Juden (und politische Vertreter, religiöse Vertreter u s w), Araber, Beduinen, Drusen, Bahai, Äthiopier, Christen wie auch immer, Freidenker, Atheisten, soviele mehr auf dem kleinen Staatsgebiet von Israel, daß den Moslems angeblich so großen Schaden zufüge. 

    Warum diese (Mohammedaner) so behaupten, das wissen wir. Schau mal um die Ecke, Frau!
    Diese Frau jedoch scheint das nicht zu beunruhigen. 
    Das Wetter im Kopfkasten ist mild. Die Ecke ist noch eine Ecke weiter. Unerreichbar der gedanklich und freiwillig Versklavten, bis sie selbst aneckt. 

    @an diese Frau

    Sieh um die Ecke, Frau, das ist besser für uns alle!
    Auch wenn es Dir weh tut. Nicht nur Dir. Das ist eben die Wahrheit, sie ist nicht schön, nicht häßlich, und beides auch. 
    Aber nur was „auf dem Tisch liegt“ kann verhandelt werden, was darunter liegt ist den Füßen noch drunter. 
    Falls Du Dich fragen solltest, warum bei Tisch Dir die eigenen Kniee an den Ohren drücken…

    Und GB ist nun also Moslem? 
    Na und? Als ob es ihm -und sovielen mehr- helfen würde, schau mal in „Moslem-Länder“…, Frau. 

    Zu schwach, oder was?
    Dann solltest Du wahrlich nicht jene bekämpfen, die Dir stark (und mutig!) an der Seite stehen, ob sie Dir gefallen oder nicht. 

    Niemand drängt sich Dir auf!
    Wir, die wir den Staat Israel (als Juden, auch als Nichtjuden, darunter moslemische Araber usw) verteidigen (innerhalb und außerhalb des Staates) sind nicht „die Werbung“, und auch nicht „religiös motivierte Missionare“, und auch keine „Halsabschneider“…

    Das ist -in Vertretung- auch der Staat Israel: wahrhaftig!

    Wenn es um Lügen und Hetze geht, dann befinden wir uns auf einem anderen Spielfeld. 
    In solchem Spielfeld hat der Staat Israel als Akteur nichts zu suchen!

    Was ohnehin bekannt ist.
    Eure „Kritik“ ist keine Erfindung von euch heutigen in eurer „Betroffenheitsbesoffenheit“, diese so heuchlerische, bei der zwar echte Tränen fließen…

    Ihr meint „die Palästinenser“ zu unterstützen?
    Die „Palästinenser“ wissen selbst -am eigenen Leib- wer ihre Feinde sind. 
    Kleiner Hinweis: es sind weder „die Juden“, noch „der Staat Israel“, noch „die Zionisten“.
    Die „Palästinenser“ kennen ihre eigenen Nasen.
    Ihr nur eure düsteren Märchen.

    Schabat schalom we selam lekulam.

    ps/an einige Kommentatoren.
    „Diese Frau…“, man sollte ihr schon -zB wegen angesprochenem „Sendungsbedürfnis“- paroli bieten (was sie selbst gut könnte, wenn sie wirklich betroffen wäre), aber sich nicht -aus zwar verständlichem Ärger heraus- an ihr durch persönliche Angriffe vergehen. 
    Das ist, sage ich mal, nicht in jüdischem Interesse. 
    Sage ich euch nur. Und Worte im Zorn -wie eure- soll man nicht auf die Goldwaage legen, gebongt. 

    Was hätte man zu diskutieren, wenn alles so einfach klar wäre? 
    Wie wir’s unklar kriegen, weil die Weile lang ist?

  4. Oliver schreibt:

    Die ganzen Antworten zeigen mir, dass ihr nur eure Warte seht. Es gibt bei einem Konflikt immer zwei Seiten, auch wenn das als Konfliktpartei manchmal extrem unangenehm ist.

    Zu Landraub habe ich mal das deutsche Wikipedia bemüht:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Siedlung

    Wichtig erscheint mir diese Passage zu sein:
    /Anfang Zitat
    …Diese israelischen Siedlungen liegen außerhalb der sogenannten Grünen Linie, die die Waffenstillstandslinien von 1949 zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn bilden.

    Während die israelischen Regierungen ihre jüdische Besiedelung im Besatzungsgebiet als legal betrachten,[1][2][3][4] bewertet die UN die Siedlungen gemäß der 4.Genfer Konvention weiterhin als illegal.[5] In einem Rechtsgutachten zur Israelischen Sperranlange zum Westjordanland hat der Internationale Gerichtshof in Den Haag 2004 die Siedlungen jenseits der Grünen Linie ebenfalls als illegal bewertet.[6][7] Die israelischen Siedlungen befinden sich im Westjordanland (darunter auch in Ostjerusalem) und in Teilen der Golanhöhen… /Ende Zitat

    Es gibt nicht nur Gaza, sondern wie ich in meinen vorherigen Beitrag geschrieben habe auch Westjordanland und Ostjerusalem. Auch die Mauer auf dem Land und entschädigungslos der dort wohnenden Menschen zu bauen ist sicher nicht sonderlich freundlich. Ich stell mir gerade vor, dass ich persönlicheinen einen Garten besitze, der zufällig an Österreich grenzt und beide Länder miteinander Probleme haben und Österreich mir mein Land wegnimmt und da eine Mauer hochzieht. Würde das euch mit eurem Garten gefallen?

    Das führt zu Hass unter den Palästinensern und irgendwie ist es auch nachvollziehbar, da es um elementare Rechte geht, die ein natürlicher Rechtsstaat ausführen sollte. Wenn aber niemand auch nur einen Schritt zurück geht, dann werdet ihr immer das Dilemma der akuten Bedrohung haben, trotz einer Atombombe.

    Ich habe bewusst nur Israels Verfehlungen aufgezählt, weil die der Palästinenser ist euch um normalen leben viel geläufiger.

    Du hast etwas von Artikel 7 geschrieben. Das hat mir ganz gut gefallen, da es wichtig ist, damit zu argumentieren und Du hast damit Recht. Aber wie Du oben sehen kannst, bricht Israel anscheinend UN Konventionen. Auch nicht wirklich gut.

    Mir liegt es wirklich fern, irgendwen zu belehren. Das einzige warum ich mir die Zeit nehme, ist aufzuzeigen, dass es nicht nur den einen Weg oder die eine Ansicht gibt und das vielleicht der eine oder andere mal einen Schritt zurückgeht und über das ganze Thema etwas weiträumiger nachdenkt. Es ist euer Leben und mir kann es prinzipiell hier in Deutschland egal sein. Wir sind mit unserer Geschichte sicher sehr weit weg von perfekt. Aber was man doch sehen kann: Auch wenn ein Land große Fehler macht, so ist es doch möglich, dass es sich im ganzen positiv weiter entwickeln kann. Das würde ich mir für die Region Nahen Osten auch wünschen. Nur leider bin ich da sehr pessimistisch, weil auf keiner Seite ein ernsthafter Wille vorhanden ist.

    • A.S. schreibt:

      Die UN? Deren Menschenrechtsrat Israel öfter kritisiert hat als alle anderen Länder der Welt zusammen genommen? Und die von ihrer Unterorganisation den Palästinensern einen vererbbaren Flüchtlingsstatus zugesteht (ein weltweit einmaliger Vorgang) und die für die Hamas in ihren UN-Schulen Waffen versteckt und diese noch mit Zivilisten als Schutzschilder umgibt? Diese Institution ist schon längst Konfliktpartei und nun wahrlich keine neutrale Instanz. Also die Meinung der UN ist nicht mehr wert als die der Hamas.
      Zum Landraub: Zu den Siedlungen kann man sicherlich unterschiedlicher Meinung sein. Aber der Hinweis auf die Waffenstillstandslinien von 1949 geht ins Leere. Diese Grenzen wurden von palästinensischer Seite niemals anerkannt, warum sollte Israel die also anerkennen? Die Palis haben von Anfang an einen eigenen Staat abgelehnt und sich in einen Krieg gestürzt dessen Ziel es war und ist ganz Israel zu besitzen. Wenn sie diesen nun verlieren kann man nicht plötzlich die Reset-Taste drücken.
      Zudem fordern die Paslästinenser bis heute nicht dass die „Grüne Linie“ anerkannt wird. Sie wollen keine Grenze und damit kein Israel haben.
      Es gibt kein palästinensisches Angebot mit Bedingungen für eine Friedenslösung. Wie kommt man nun dazu von außen irgendwelche Forderungen an Israel zu stellen? Solange die Palis das Existenzrecht kategorisch ablehnen macht das alles keinen Sinn. Abbas und die Schweineficker der Hamas sollen sagen unter welchen Bedingungen sie bereit wären Israel anzuerkennen. Dann und nur dann kann man anfangen sich über eine Friedenslösung Gedanken zu machen.
      Das weitere folgt daraus. Wenn die Palis die Mauer stört, dann sollen sie selber die Terroristen zum Teufel jagen. Das haben sie jahrzehntelang nicht getan und zahlen jetzt den Preis dafür. Überhaupt, was soll das die Mauer für den Hass verantwortlich zu machen? Der Hass war schon vor der Mauer da. Du verdrehst da Ursache und Wirkung. Die Mauer ist die Folge des Hasses, nicht die Ursache.
      Israel geht bei der Terroristenjagt skrupellos vor? Dann sollten die Palis das selber machen, dann hätten sie Ruhe.

      „Wenn aber niemand auch nur einen Schritt zurück geht, dann werdet ihr immer das Dilemma der akuten Bedrohung haben, trotz einer Atombombe.“
      Ist das ernst gemeint? Land gegen Frieden hat Israel doch schon ausprobiert, das ist bereits gescheitert. Siedlungen Räumen hat Israel auch schon gemacht im GAZA-Streifen und hat als Ergebnis einen Dauerbeschuss bekommen. Warum soll das im Westjordanland anders sein?

      Der Grundfehler deiner ganzen Argumentation ist, dass du anscheinend glaubst Israel hätte irgendeine Möglichkeit den Konflikt zu entschärfen. Und das ist nicht der Fall. Die Bedrohung ist permanent da, völlig egal was Israel macht.
      Das ist auch nicht einseitig, auch wenn du uns das vorwirfst. Einseitig ist es, wenn man die Frage nach dem Aggressor nicht mehr stellt.
      Der Unterschied ist, dass die Palis morgen Frieden haben könnten wenn sie es nur wollten. Israel wird dem nicht im Weg stehen, so wie Israel bisher jedes Friedensangebot angenommen hat. Ob es kracht oder nicht entscheiden nur und allein die Palis und nicht Israel. Das ist der Punkt über den du einfach hinweg gehst.

      Wie oben schon gesagt, die Palis bieten bis heute keinen Ausweg an und haben alles bisher abgelehnt. Gäbe es ein Friedensangebot von pali-Seite aus, dann würde ich Israels Verhalten auch aus diesem Licht beurteilen. Aber ohne ein derartiges Angebot einfach die eigenen Vorstellungen da rein zu phantasieren („Ich stell mir gerade vor, dass ich persönlicheinen einen Garten besitze“) ist unredlich.

    • Eitan Einoch schreibt:

      Enteignen kann man nur jemanden, wenn er Eigentümer ist. Israel interessiert sich nicht für das Privateigentum von Palästinensern. Das Land indes, welches früher mal Mandatsgebiet Palästina war und sich nicht in Privatbesitz befindet, gehört niemandem – es wurde sogar den Juden versprochen und zur Besiedlung freigegeben wurde, was bedeutet, dass Juden einen legitimen Anspruch darauf haben.

    • unbesorgt schreibt:

      Lieber Oliver Irgendwie,
      irgendwie ist das alles schade, irgendwie sind die Palästinenser auch selber an ihrem Elend schuld, irgendwie machen die Israelis aber auch Fehler, irgendwie gibt es in einem Konflikt ja auch immer zwei Seiten. Sorry Oliver, aber deine Beiträge sind an Beliebigkeit kaum zu übertreffen, irgendwie.

      In Deutschland schaffen es viele, den Nahostkonflikt „irgendwie doof“ zu finden. Man muss ja auch keine Partei ergreifen – warum auch? Unsere Regierung schafft es ja auch (irgendwie), beide Seiten zu unterstützen. Ich ergreife aber Partei weil ich nicht glaube, dass ein Palästinensischer Staat derzeit und in näherer Zukunft machbar ist, nicht mal irgendwie. Es fehlt schlicht am Personal und sowohl Hamas als auch Fatah sorgen dafür, dass auch keins nachwächst. Ein muslimischer Israeli hat in Israel Wahlrecht, ein Jude in Gaza überlebt dort keine zehn Minuten. Irgendwie nicht fair, oder? Irgendwie klar, welcher Seite ich alles Gute wünsche.

      • A.S. schreibt:

        Und irgendwie ist auch klar wie ein pali-Staat ausschauen würde……

        • Eitan Einoch schreibt:

          Exakt! Ein (weiterer) Palästinenserstaat wäre irgendwas zwischen Assad–Diktatur und IS – also genau das, was momentan in Syrien zu beobachten ist. Noch einen weiteren islamischen „Failed State“ braucht die Welt momentan so dringend wie einen Kopdschuss!

          Ich persönlich finde, das Jüdische Volk soll ruhig siedeln – so viel wie möglich. Denn wo die Juden hinkommen, bringen sie Zivilisation, Technologie und Wohlstand. Wo sich dagegen der Islam ausbreitet, gedeihen Krieg, Sklaverei, Armut und Ödnis. Es ist gut, den Einfluss der islamischen Kultur einzudämmen und zurückzudrängen. Meine Meinung!

          • A.S. schreibt:

            Und ich würde gerne widersprechen, aber irgendwie muss ich doch zustimmen. Es gibt kein Argument gegen deine Ausführungen ……

      • DSerebrjanik schreibt:

        Danke, Unbesorgt. Ich wollte schon eine wutentbrannte Tirade auf diesen irgendwie blauaeugigen Europaeer Oliver loslassen. Habe aber dann Deinen Kommentar gelesen und nur geschmunzelt. Kann jedes Wort unterschreiben, das Du geschrieben hast.

    • DSerebrjanik schreibt:

      Werter Oliver,

      wer genau sind diese „ihr“, die du meinst?

      Gibt es auf „eurer“ Seite auch ein „ihr“? Oder sind da alle so hirnverbrannt-differenziert, wie du, dass sie vor lauter UN-Beschluessen nicht mehr im Stande sind, das Gute vom Boesen zu unterscheiden?

      Mit herzlichem Gruss,

      DS

  5. Oliver schreibt:

    Ich finde den IS furchtbar und grausam, sowie viele gesellschaftliche Punkte für Europäer schwierig. Ich persönlich möchte nicht in einem islamischen Land leben müssen, da die Regeln für mich unverständlich sind. Auch der Wille vieler muslimischer Menschen, ein Land wie z.B. Israel auslöschen zu wollen, kann ich nicht nachvollziehen. Als Ungläubiger, egal welchen Glaubens, ist es immer ein Risiko, sich in mindestens der Hälfte dieser Staaten aufzuhalten. Von daher ist es mehr als redlich, auf diese Situation in einem Gespräch hinzuweisen, dass es als Jude nicht möglich ist, z.B. in Syrien zu leben.

    Andersherum ist aber der jüdische Staat im Umgang mit seinen andersgläubigen Mitbürgern auch nicht zimperlich. Unleugbar ist der Landraub, den diese Dame anspricht und die Enteignung der Besitzer des Landes z.B. im Westjordanland oder arabischen Teil Jerusalems. Auch die regelmäßigen Verhaftungen von Kindern sind alles andere als positiv. Genauso die Behandlung der Araber oder Bombenangriffe im Gazastreifen sowie die ständige Gängelung der Leute dort. Hier hat sich Israel schuldig gemacht, wie umgekehrt die Palästinenser mit ihren Raketenangriffen und Anschlägen. Von außen muß man sagen, dass einfach kein normales Leben für beide Seiten möglich ist, da der gegenseitige Hass viel zu groß ist. Ich bin mir auch unsicher, ob es dafür sogar langfristig eine Lösung gibt.

    Beide Seiten sind über die Jahrzehnte radikalisiert. Das gilt auch für einen Teil der Juden und ganz besonders für die religiösen Juden. Umgekehrt gilt das auch für viele Araber und ich bin inzwischen hoffnungslos, dass man bei den Extremisten beider Seiten jemals so etwas wie zumindest eine Annäherung schaffen kann.

    Das Hauptproblem ist, dass die Menschen, die dort leben, sich gegenseitig das Leben zur Hölle machen. Für mich persönlich heißt das, dass ich in keinem dieser Staaten leben möchte, weil ich friedfertig aufgewachsen bin und ein friedliches Leben auf keiner dieser Seiten möglich ist. Vielleicht muß man dort geboren sein, um es gut aushalten zu können. Ich finde es aber sehr positiv, dass der Blogautor versucht hat, einen Dialog aufzubauen, auch wenn es am Ende gescheitert ist. Auf beiden Seiten gibt es verständigere Leute als diese Dame oder wahrscheinlich die restliche Redaktion. Da kann ich aber auch nur spekulieren, da bis auf der Dame keiner direkt reagiert hat. Mein Fazit zu der Geschichte: Jeder hat seinen ureigenen Betrachtungspunkt und von dem kommt er nicht weg. Und das ist sehr schade.

    • Sophist X schreibt:

      „…sowie die ständige Gängelung der Leute dort [in Gaza].“

      Eins ist aber sicher: Die Leute dort werden nicht von Juden gegängelt, weil es dort keine mehr gibt.
      Einiges an Deinem Text ist bestenfalls naiv, mir fehlt etwas die Muße, alles nachzugrasen.

      Enteignungen? Wenn ich google, finde ich dazu einen Satz wie diesen:

      „Es ist ein Schlag ins Gesicht für Abbas…“

      Da kann ich nur sagen: Besser als ein Schlag in Abbas‘ Gesicht wäre eine Handgranate in seinen A…. Apfelkuchen (mit Respekt geschrieben).

    • unbesorgt schreibt:

      Nach deinen Eingangssätzen war ich doch etwas überrascht dann doch noch von „Landraub“ zu lesen. Es spielt aber für die Hamas keine Rolle ob Israel „Land raubt“ oder es wie Gaza „zurück gibt“. Wäre Land das Problem, hätten wir Frieden im östlichen Mittelmeer. Außerdem liegst Du komplett daneben wenn Du davon sprichst, dass Israel seine andersgläubigen Mitbürger nicht „zimperlich“ behandelt. Die Bewohner von Gaza sind keine Israelis. Für deren Wohlbefinden sind palästinensische Institutionen zuständig – nicht Israel! Es ist allerdings für Israel nicht leicht einen Nachbarn, dessen Führung es mit Vernichtung bedroht, wie einen Freund zu behandeln. Da muss man schon etwas genauer hinsehen: Erstaunlich sind zum Beispiel die Mengen an Baumaterial, die nach dem letzten Krieg nach Gaza geschafft wurden – und fast sämtlich zum Wiederaufbau von Tunneln verwendet wurden. Die Hamas ist nicht gerade zimperlich im Umgang mit der eigenen Zivilbevölkerung!

      In Israel leben dagegen jüdische, christliche und auch muslimische Bürger friedlich zusammen. Ja, BÜRGER!

      Mein Fazit: Viele Deutsche, die noch nie in Israel waren und den Konflikt nur aus Spiegel, Tagesschau und der Bunten kennen, haben einen ureigenen Betrachtungspunkt auf einen Konflikt, dessen Ursache sie nicht sehen und von diesem Punkt kommen sie nicht weg, egal was die Fakten ihnen sagen. Das ist auch sehr schade.

    • A.S. schreibt:

      Ach Oliver, ich bins manchmal leid immer wieder die gleichen Sachen schreiben zu müssen.
      Wenn Kinder sich als Terroristen betätigen, was soll man machen? Den Eltern übergeben damit diese die Kinder sofort wieder losschicken?
      Das Problem ist nicht der gegenseitig Hass, sondern dass den Arabern der Judenhass wichtiger ist als die eigene Zukunft. Deshalb opfern einige Palis alles bis hin zum eigenen Leben und dem der eigenen Kinder. Und die Pali-“Behörden“ machen nicht einen Finger krumm um das zu beenden, eher im Gegenteil.
      Der Versuch da eine Gleichheit hinein zu phantasieren ist bestenfalls naiv. Als wäre man im Kindergarten stecken geblieben und würde jeden Konflikt automatisch mit „zu einem Streit gehören immer zwei“ erklären. Was Blödsinn ist (wenn auch pädagogisch wertvoller Blödsinn). Wenn man sich dem Konflikt nicht entziehen kann (z.B. weil man als Staat ortsgebunden ist) reicht ein Aggressor aus. Es sind die Palis, die keinen Frieden wollen. Das wird auch immer wieder offen erklärt. Schau mal in die Hamas-Charta. Da stehen kein Bedingungen für eine Friedenslösung, sondern nur, dass die nicht in Frag kommt.
      Der eine greift an, der andere verteidigt. Wenn man unter diesen Umständen als außenstehender einfach beiden Seiten gleichermaßen die Gewalt vorhält, dann ist man entweder naiv oder voreingenommen.

    • A.Bundy schreibt:

      @Oliver
      „arabischen Teil Jerusalems“ LOL
      Hättest du dich mal vorher über dieses und andere Themen, Israels Geschichte betreffend, schlau gemacht, dann kämst du jetzt nicht wie der ahnungslose Dummschwätzer, der du bist, rüber.
      Was solls, Perlen vor die Säue.

  6. Marc schreibt:

    Die typische Endlos-Diskussion. Eine gute Eingangs-Gegenfrage für alle Palästinafreunde ist: „Was verstehst Du unter Palästina, wer ist Palästinenser und wo war das ehemalige von Israel besetzte Staatsgebiet der Palästinenser?“ Die meisten kommen dann erst mal gehörig ins Schwimmen. Die ehrlichste Antwort auf diese Fragen bekam ich neulich von einem türkischstämmigen Mitbürger: „Scheiss Judenfreund!!“

  7. Sophist X schreibt:

    Etwa Mitte des 19. Jahrhunderts war Palästina eine Mondlandschaft. Die wenigen Menschen, die dort geblieben waren, wurden von den Türken ökonomisch ausgepresst und politisch barbarisch unterdrückt. Ich weiß nicht, wie die Leute zu einer Verklärung des osmanischen Kolonalismus kommen. Vielleicht haben sie beim türkischen Wahrheitsministerium nachgefragt.
    Die Araber, die erst seit den 70ern als angebliche Palästinenser firmieren, sind zu einem großen Teil Nachfahren arabischer und ägyptischer Zuwanderer, die nach Palästina kamen, nachdem es dort durch die Rückkehr der Juden zu einem ökonomischen Aufschung kam.

    • Reaktionäres Ungeziefer schreibt:

      „Ich weiß nicht, wie die Leute zu einer Verklärung des osmanischen Kolonalismus kommen. Vielleicht haben sie beim türkischen Wahrheitsministerium nachgefragt.“

      So wird’s gewesen sein.
      🙂

  8. Paul schreibt:

    Lieber Gerd, herzlichen Glückwunsch, Du bist brillant in Deiner Argumentation sachkundig und geistreich. Du bist „der Löwe von Köln“.

    Herzlich, Paul

  9. unbesorgt schreibt:

    Keiner dieser Islamistenversteher denkt das ganze mal bis zum bitteren Ende durch. Wenn nur die Juden aufhören würden, so zionistisch zu sein und den Patriotismus den Muslimen überlassen würden…was für ein Blödsinn! Ich will kein Dhimmi sein, die Juden wollen es auch nicht. Israel soll leben und ihr Palästinenserfragesteller lasst gefälligst die Finger davon. Basta!

    Gut gekontert, Gerd! Man muss diese Typen mit der Nase in die Haufen drücken, die sie ständig hinterlassen!

    PS: Ich gönnte euch ja den Urlaub, aber gut, dass Du wieder zurück bist. Alive and kicking!

  10. danielanderson1502 schreibt:

    Es ist offensichtlich sehr schwer aus der Geschichte und den Realitäten zu lernen. Noch schwerer scheint es allerdings zu sein, dem Gegenüber zuzuhören, was natürlich den fest verankerten Ressentiments geschuldet ist. Da sind mir die offenen Feinde, die, die mich dafür abschlachten wollen, dass ich Jude bin, fast lieber, den gegen die kann ich mich wehren. Gegen Dummheit und Vorurteil gibt es kein Mittel.
    Gerd, ich bewundere Deinen Langmut, einen Menschen, der mit einer derartigen Dummheit begnadet ist, so lange ernst zu nehmen.

    • unbesorgt schreibt:

      Diesen Langmut muss man leider haben weil Schweigen immer als schweigende Zustimmung gewertet wird. Es geht nicht anders, auch wenn es aussichtslos scheint. Wenn keiner mehr hinsieht und Einspruch gegen die Dummheit erhebt, landen wir eines Tages wieder da, wo keiner von uns wieder hin will: 1933.

    • Bergstein schreibt:

      Das Schlimme ist, sie ist nicht dumm, sondern völlig ideologisch verblendet.

    • Eitan Einoch schreibt:

      Ich sehe es etwas anders. Dummheit und Vorurteile lassen sich meiner Meinung nach schon behandeln – mit Bildung und Aufklärung -, Ressentiments allerdings sind kaum unheilbar. Wer einen heimlichen Groll gegen Juden bzw. Judentum, Zionismus etc. hegt, wird sich nicht vom Gegenteil überzeugen lassen, sondern stets nur das sehen, was er sehen will und was in sein Weltbild passt.
      Es gibt leider Gottes auch superintelligente, hochgebildete Antisemiten. Und das sind oft die schlimmsten – insbesondere weil sie ihr Ressentiment geschickt zu tarnen wissen.

  11. Markus Leuthel schreibt:

    Gerd:
    deine Antworten und Argumente sind über weite Strecken brillant.
    Trotzdem würde es etwa zweihundert Jahre brauchen, bis diese Leute, mit denen du da diskutiert hast, auch nur ansatzweise verstehen, was sie da eigentlich tun, und was ihnen eigentlich fehlt. Gut, daß du im Rahmen deiner doch ziemlich großen Geduld selbst festgestellt hast, daß Austausch in dieser Weise sinnlos ist.

    Regel Nr. 1: „mit Judenhassern – auch mit denen der Marke „Kulturerbe light“ – diskutiert man nicht. Man schmeißt sie raus. Man läßt sie stehen, und geht einfach weg.
    Man überläßt sie ihrer geistig-seelischen Misere, sie müssen es selbst lernen.“

    Es spricht sehr für dich, daß du immerzu die ganze Welt retten willst.
    Und du bist sogar ziemlich gut darin! Menschendienst!
    Aber manchmal ist es schlicht Zeitverschwendung.
    Diese Leute stehen noch ganz am Anfag jeglichen historischem Verstehens.

    Beste Grüße,
    und herzlich willkommen demnächst in Berlin, der Stadt aller Gretchen!

  12. Eitan Einoch schreibt:

    Amüsante Vorstellung, dass ausgerechnet ein islamischet Staat ein „Staat für Alle“ sein kann. Kein einziger Staat in der muselmanischen Welt ist ein solcher „Staat fur Alle“. Ein solcher Präzedenzfall existiert schlicht und einfach nicht – außer in der Phantasie der Antizionisten.

    Der einzige „Staat für Alle“ in der Region ist – Israel. Dass dieser Staat unter jüdischer Regie existiert ändert daran überhaupt nichts. Juden behandeln Minderheiten in ihren Staat wie Ihresgleichen – und damit weitaus besser als sie als Minderheit von den Gojim behandelt wurden und werden.

    • anti3anti schreibt:

      Selbstredend ist der IS ein Staat für Alle.
      Der IS ist ein Staat für alle, die die Werte des IS respektieren. Dazu gehören in Deutschland viele Einzelpersonen und Organisationen: die Kirchen, die Pazifisten, die Parteien u.v.m.. Sie alle respektieren die Werte des Islam, welche auch die Werte des IS sind. Nur die Muslime in Deutschland weichen stoisch von den islamischen Werten ab, indem sie im unreinen Deutschland bleiben.

      Welcher Wert des IS widerspricht dem Islam?
      Biete einen (1) nennen! Nur einen einzigen! 😖

    • Clas Lehmann schreibt:

      Das ändert nicht nur nichts daran, das ist die Voraussetzung…

  13. Wolfgang Scharff schreibt:

    „Schreiben Sie mit Respekt!“

    Geht nicht! Die Mitglieder dieser Redaktion sind dumm, feige und niederträchtig. Erbärmlichere Kreaturen sind kaum noch vorstellbar.

  14. A.S. schreibt:

    Interessanter Wortwechsel. Und stereotyp für eine Sorte Israelkritiker.
    Anfangs wird noch der Diskussion und Meinungsvielfalt das Wort geredet. Sobald dann eine wirklich andere (in dem Fall auch hervorragend argumentierte) Meinung vorliegt bröckelt die Fassade. Das „Gespräch“ wird stockend und Schwächen der eigenen Argumente werden durch Themenwechsel oder fixieren auf einen einzigen Aspekt kaschiert. Während die Außenfassade nach und nach durch die Buurmannsche Argumentation abgetragen wird kommt das Ressentiment immer klarer zum Vorschein.
    Am Ende ist klar, es geht nur darum gegen Israel zu sein.´

    Sehr interessanter Wortwechsel. Vmtl. wirst du leider nicht veröffentlichen mit wem der geführt wurde.

  15. caruso schreibt:

    Die Frau hat zusammengeklebte Gehirnwindungen und kann deswegen nicht denken. Sie hat nicht
    die geringste Fähigkeit?, Möglichkeit? über den Rand ihres recht kleinen Tellers hinauszuschauen. Deswegen wiederholt sie endlos das gleiche. Hie und da mit einer anderen Schattierung. Eigentlich bedauernswert — (guckt mein längst vergessener pädagogische Ader wieder hervor).
    lg
    caruso

    • A.S. schreibt:

      Die Frau sucht nicht Wahrheit, sondern nur und ausschließlich Bestätigung ihrer Ressentiments.
      Hätte sie durch Argumente zu ihrer Position gefunden stünde sie einer anderen Meinung nicht derartig hilflos gegenüber……….

      • Reaktionäres Ungeziefer schreibt:

        Sehr richtig.

        Aber so ist das mit den Anti-Imps und Postkolonialen: Es geht nicht um das Verstehen von historischer Dynamik, sondern ausschließlich um Schuldzuweisungen — und darum, zu denjenigen zu gehören, die bei dieser Schuldzuweisung mit dem ausgestreckten Zeigefinger dastehen. Dann gehört man zu „den Guten“, und die, die das anzweifeln, sind ganz, ganz doofe Spielverderber!

        Schön, wie sich die Dame in ihrer eigenen ideologischen Phrasendrescherei verhedderte, und wie hilflos sie manche Themen einfach ignorieren mußte, weil ihr dämmerte, daß sie es ausnahmsweise mit einem wohlinformierten Gesprächspartner zu tun hatte und nicht mit einer von den denkfaulen Gutmenschen-Dumpfbacken, für die ihre „Redaktion“ normalerweise schwadroniert.

      • Geist schreibt:

        (A.S., 12.8.15, 20:15.)
        Stimmt.

  16. Li Ming schreibt:

    Unglaublich, von welchem Hetzblättchen der Ahnungslosen stammen denn diese Leute? Ich würde gern mal zurückfragen, wie es sich denn anfühlt, wenn man den Begriff „Palästinenser“ benutzt um damit ein Indianer-Klischee zu bedienen, wo dieser Begriff doch vom hebräischen „Pelischtim“ kommt, was „Eindringling“ oder „Invasor“ bedeutet. Die Indianer sind also die „Gegner“ der „Palästinenser“, welche ein nicht ihnen gehörendes Land kolonialisiert haben. Außerdem waren die historischen Pelischtim Menschen, die über das Mittelmeer, wahrscheinlich aus Kreta stammten, während die heutigen „Palästinenser“ Araber sind, die diese Bezeichnung für sich erst 1967 ge- bzw. erfunden haben, sich vorher dem sogar vehement widersetzten und Syrer genannt werden wollten.
    Es ist schon eigenartig, wie man trotz Bildungsverweigerung (weil diese Informationen kann man – wenn man denn will – in jeder Bibliothek + STFN nachforschen und -lesen) ein derartig großes Sendungsbedürfnis hat, folglich auf jeden Anspruch an „Wahrheitssuche“ oder „Information“ verzichtet.

  17. Adolf Breitmeier schreibt:

    Wer mit islamophilen diskutiert verplempert seine Zeit. Als Frau müsste man sie über ISIS-Gebiet abspringen lassen, Männer, die so denkenm, ebenfalls. Welche Freude!!

Seid gut zueinander!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s