Ban Ki-moon kritisiert Israel

14. September: Ein Jude wird von einem arabischen Terroristen in Jerusalem durch Steinwürfe ermordet, weil er Jude ist.

Schweigen im Blätterwalde.

17. September: Ein Jude wird von arabischen Terroristen in Jerusalem durch Steinwürfe attackiert, weil er Jude ist und dabei schwer verletzt.

Schweigen im Blätterwalde.

18. September: Israel wird aus Gaza mit Raketen angegriffen.

Schweigen im Blätterwalde.

19. September: Israel wird aus Gaza mit Raketen angegriffen.

Schweigen im Blätterwalde.

21. September: Ein arabischer Terrorist zündet in Nablus eine Brandbombe. Ein israelischer Soldat wird dabei schwer verletzt.

Schweigen im Blätterwalde.

22. September: Ein israelischer Soldat wird von arabischen Terroristen in Hebron mit Messern angegriffen.

Schweigen im Blätterwalde.

29. September: Israel wird aus Gaza mit Raketen angegriffen.

Schweigen im Blätterwalde.

30. September: Mahmoud Abbas von der Fatah erklärt, sich nicht mehr an den Osloer Nahost-Friedensprozess zu halten. Er kündigt die Verpflichtung der Fatah auf, nicht mehr öffentlich die Vernichtung Israels zu fordern, denn das war der Kern des Vertrags! Abbas erklärt somit den Willen zur Vernichtung Israels.

Der Blätterwald nennt Abbas einen moderaten Politiker.

1. Oktober: Benjamin Netanjahu erklärt:

„Präsident Abbas, ich weiß, es ist nicht einfach. Ich weiß, es ist schwer. Aber wir schulden es unseren Völkern, es nochmal zu versuchen, es immer wieder zu versuchen, denn gemeinsam, wenn wir tatsächlich verhandeln und damit aufhören, darüber zu verhandeln, ob wir überhaupt verhandeln sollen, wenn wir uns tatsächlich hinsetzen und versuchen, diesen Konflikt zwischen uns zu lösen, uns einander anerkennen und einen palästinensischen Staat nicht als Sprungbrett für eine weitere islamistische Diktatur im Nahen Osten verwenden, sondern als ein Land, das in Frieden neben dem jüdischen Staat leben möchte, wenn wir das tatsächlich tun, dann können wir bemerkenswerte Dinge für unsere Völker erreichen.“

Der Blätterwald nennt Netanjahu einen rechten Hardliner.

1. Oktober: In der Al Aqsa Moschee verschanzen sich Terroristen, horten Steine, Brandbomben und andere Waffen und liefern sich tagtäglich Zusammenstöße mit den Sicherheitskräften. Es kommt zu kurzfristigen Sperrungen, damit die Sicherheit für Muslime, Christen und Juden gewährleistet werden kann.

Der Blätterwald berichtet, die Al-Aqsa Moschee sei für Palästinenser gesperrt.

1. Oktober: Ein jüdisches Ehepaar wird vor den Augen ihrer vier Kinder in Itamar Samaria von arabischen Terroristen der Hamas durch Schüsse ermordet, weil sie Juden sind.

Schweigen im Blätterwalde.

3. Oktober: Zwei Juden werden von arabischen Terroristen in Jerusalem ermordet, weil sie Juden sind.

Schweigen im Blätterwalde.

3. Oktober: Vier Juden werden von arabischen Terroristen in Jerusalem attackiert, weil sie Juden sind und schwer verletzt. Darunter befindet sich ein zweijähriges Kind. Zur Gefahrenabwehr errichten die Sicherheitskräfte kurzfristig Straßensperren.

Der Blätterwald berichtet, die Altstadt von Jerusalem sei für Palästinenser geschlossen worden.

4. Oktober: Ein Jude wird, weil er Jude ist, von arabischen Terroristen in Jerusalem durch Messerstiche schwer verletzt.

Schweigen im Blätterwalde.

4. Oktober: Ein Araber wird von arabischen Terroristen in Kiriyat Arba durch Messerstiche schwer verletzt, weil sie dachten er sei ein Jude. Ein israelischer Krankenwagen eilt dem arabischen Opfer zu Hilfe und wird mit Steinwürfen gezielt angegriffen.

Schweigen im Blätterwalde.

4. Oktober: Zwei arabische Terroristen werden verhaftet. Bei ihnen findet man ein M16 Gewehr. Bei der Hausdurchsuchung werden mehrere Sprengsätze für verherrende Terroranschläge gefunden.

Schweigen im Blätterwalde.

4. Oktober: Israel wird aus Gaza mit Raketen angegriffen.

Schweigen im Blätterwalde.

4. Oktober: Arabische Terroristen, darunter Jugendliche und Kinder, greifen Juden an, weil sie Juden sind. Beim Eingreifen der Sicherheitskräfte werden zwei Angreifer getötet, darunter ein dreizehnjähriger Junge.

Der Blätterwald berichtet, Israel tötet Kinder.

7. Oktober: UN-Generalsekretär Ban Ki-moon kritisiert die „angewendete Gewalt“ von Israel und fordert eine umfassende Untersuchung von Israel.

Ban Ki-moon liest offenkundig nur den Blätterwald.

7. Oktober: Eine junge Araberin sticht auf einen Juden ein. Sicherheitskräfte schalten die Terroristin aus.

Der Blätterwald berichtet, Israel schießt auf 18-jährige Palästinenserin.

9. Oktober: Rund 200 Araber stürmen eine Grenze von Israel und attackieren die Grenzsoldaten. Bei der Verteidigung durch die Grenzsoldaten sterben 4 Araber.

Der Blätterwald berichtet, Israel eskaliert den Konflikt.

10. Oktober: Ein jugendlicher Araber sticht auf Menschen ein, weil er sie für Juden hält. Israelische Sicherheitskräfte schalten den Terroristen aus.

Der Blätterwald berichtet, Israel tötet 16-jährigen Palästinenser.

10. Oktober: Israel wird aus dem Gazastreifen massiv mit Raketen beschossen!

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75 Antworten zu Ban Ki-moon kritisiert Israel

  1. Pingback: Nach dem Krieg ist … die 3. Intifada? | israelkompetenzkollektion

  2. Dante schreibt:

    @Gerd und jeden, den es sonst noch interessieren könnte: Auch wenn es vielleicht ein klein wenig off-topic ist, kann mir mal jemand hier ein wenig zur Seite springen?

    • A.mOr schreibt:

      Scusi Dante. Andreas Moser selbst vertritt schon eine seltsame Haltung Richtung Israel.
      Und bei „rosross“ hast Du den/die knallharte/n Ideolog. Da ist nichts mehr zu helfen.
      Von meiner Seite daher kein Einsatz. Alles Gute.

      • Dante schreibt:

        Ich halte Andreas Moser keinesfalls für einen Antizionisten, falls Du dies mit „seltsame Haltung“ meinst. Somit ist sein Blog kein Antizionistenblog. Was den User ‚rossross‘ betrifft, teile ich Deine Einschätzung völlig. Allerdings ist meine Agenda nicht die, diesen ‚rossross‘ zu überzeugen (oder vielleicht doch, wenn sich sein Antizionismus als Folge langer Gehirnwäsche erweisen sollte), sondern der Ideologie nicht das letzte Wort zu überlassen, dabei aber so zu schreiben, dass ein unvoreingenommener Leser schnell zu dem Ergebnis kommt, dass ich die besseren Argumente habe, nicht ‚rossross‘. Das lohnt sich immer, außer vielleicht bei echten Nazi- oder Islamistenblogs, zu denen der von Andreas aber sicherlich nicht gehört.

      • Dante schreibt:

        Nachtrag: Auch lohnt es sich immer, innere Widersprüche in der „Argumentation“ solcher Ideologen offenzulegen, die es bei ‚rossross‘ reichlich gibt. Da bin ich der richtige Mann für.

  3. Pingback: Das ohrenbetäubende Schweigen der «Palästina-Solidarität» - Audiatur-Online

  4. Ben schreibt:

    Palästinenser greifen nicht Juden an, „weil sie Juden sind“, sondern weil sie Besatzer sind. Israel insgesamt kann auch als Besatzer nicht „angegriffen“ werden, sondern die Palästinenser verteidigen sich gegen die Unterdrückung. Oder haben etwa Résistance-Leute oder polnische Widerständler im 2. Weltkrieg „Deutschland angegriffen“ bzw. „Deutsche, weil sie Deutsche sind“?

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Juden leben dort länger als alle andere. Wenn wer Besatzer ist, dann das in der Mitte des 20. Jahrhunderts erfundene palästinensische Volk!

      • Dante schreibt:

        Dies ist natürlich auch nicht „Besatzer“. Auch Araber leben schon jahrhundertelang in dem Gebiet, wobei man natürlich fragen kann, inwieweit sie tatsächlich „arabische“ Araber sind und nicht vielmehr Nachfahren von Juden, Aramäern, Griechen und Römern, die in arabischer Zeit assimiliert wurden. Es soll Arabischpalästinenser geben, die als Muslime bestimmte Traditionen haben, die der muslimischen fremd sind und eher an das Judentum erinnern. Andere Araber wiederum waren allerdings ebenso Einwanderer wie die europäischen Juden auch, eingewandert oder angesiedelt während der britischen Mandatszeit. Man kann also auch die Arabischpalästinenser herkunftsmäßig in einen Topf stecken wie die jüdischen Israelis. Und Besatzer sind sie schon gar nicht, da sie in Ermangelung eines eigenen Staates und damit einer eigenen regulären Armee gar nicht militärisch präsent sein können.

      • Dante schreibt:

        Die Palästinenser als eigenes (arabisches) Volk wurden übrigens nicht Mitte des Jahrhunderts (worunter ich in etwa die Jahre 1945-1955 mit fließenden Grenzen verstehen würde), sondern erst 1964 konstituiert. Dass es sich um ein erfundenes Volk handelt, macht es nicht per se zu einem Nicht-Volk, denn vielleicht mit Ausnahme einiger Naturvölker von ein paar hundert Angehörigen ist jedes Volk irgendwie „künstlich“ und setzt sich aus Nachfahren von Leuten zusammen, die i. allg. anderen Völkern angehört haben. Besonders deutlich wird das etwa bei den Schweizern, die nicht einmal eine einzige Sprache haben, oder den Amerikanern, die wie die Schweizer eine „Willensnation“ sind und sich letztlich über eine gemeinsame Verfassung bzw. einen gewissen Freiheitsbegriff definieren. Für die Juden als Volk gilt Ähnliches, in anderen Zeitmaßstäben. Hier war es ein gemeinsamer Glaube und eine darauf beruhende Gesetzgebung, der die Menschen zu einem Volk gemacht hat.

    • Frase0815 schreibt:

      D.h. Sie gehören zu den Leuten, die ernsthaft behaupten, dass wenn Israel sich aus der Westbank zurückziehen würde auch die Angriffe aufhören würden? Oder meinen Sie mit „Besetzung“ möglicherweise auch noch die Gebiete Israels in den Grenzen von 1948?
      Zur geschmacklosen Gleichstellung von judenhassenden Arabern mit Widerstandkämpfern gegen die Nazibrut sage ich mal lieber nichts – ist ja eine durch und durch respektvolle Antwort, das.

    • Dante schreibt:

      Ein Musterbeispiel kollektivistischen Denkens, wie es die Nationalsozialisten und ihre ausländischen Derivate sowie die Kommunisten gepflegt haben, besonders unter Stalin, Mao und Pol Pot.
      Für die Nationalsozialisten gehörten „alle Juden aufgrund ihrer Rasse… einer Verschwörung gegen das nationalsozialistische Deutschland an“, folglich waren die ganzen Morde aus nationalsozialistischer Sicht auch kein Angriff, sondern eine Verteidigung gegen eine Verschwörung.
      Eine „Logik“, der zufolge es mit der Begründung „Besatzung“ (unabhängig davon, ob sie überhaupt stimmt) ein (jüdischer) Israeli grundsätzlich nicht angegriffen werden kann, sondern jeder Gewaltakt – auch gezielt gegen Kleinkinder – als Verteidigung gilt, ist vom selben Geist.

    • unbesorgt schreibt:

      Na wenn die Polen sich aus den „besetzten Gebieten“ in Pommern und Schlesien zurückziehen, wird es in Europa auch endlich mal Frieden geben. Im übrigen, Ben, lies die Hamas-Charta und schreib hier dann noch mal so einen Quark. Wer lesen kann…kennst Du doch sicher!

    • Dante schreibt:

      Oder haben etwa Résistance-Leute oder polnische Widerständler im 2. Weltkrieg “Deutschland angegriffen” bzw. “Deutsche, weil sie Deutsche sind”?

      Abgesehen davon, dass solche Gleichsetzungen sich eigentlich selbst verbieten, ist genau das tatsächlich vorgekommen, besonders gegen Ende des Krieges und kurz darauf. Es kam auch zu Verbrechen, die nie gesühnt wurden.
      Allerdings haben weder die Resistance noch polnischer Widerstand je beabsichtigt, Deutschland und seine Bevölkerung komplett zu vernichten oder zu versklaven. Umgekehrt schon.

    • Dante schreibt:

      Israel insgesamt kann auch als Besatzer nicht “angegriffen” werden, sondern die Palästinenser verteidigen sich gegen die Unterdrückung.

      Pffft! Das meinen Sie doch nicht ernst, oder? Gehen wir mal davon aus, dass Judaea und Samaria alias „Westbank“ „besetztes Gebiet“ seien – mit welcher Begründung übrigens würde man dann z.B. die kurdischen Gebiete der Türkei nicht als besetzte Gebiete betrachten? – selbstverständlich wäre so etwas wie ein Angriff auf Israel sehr wohl als solcher definiert. Angriffe auf Bürger natürlich erst recht. Wollten die Arabischpalästinenser tatsächlich nur selbstbestimmt und besser leben, als das jetzt der Fall ist, hätten sie besser daran getan, jeglichen Terror insbesondere gegen Zivilisten zu unterlassen, der Israel erst einen Grund (oder, nach antizionistischer Lesart, einen Vorwand) geliefert hat, rigide, die Arabischpalästinenser einschränkende Sicherheitsmaßnahmen zu treffen. Die „Verteidigung“ ist also ziemlich kontraproduktiv. Was zumindest der Führung aber auch ganz recht sein kann, denn deren Ziel ist ja ein (cisjordanisches, ein transjordanisches gibt es nämlich schon unter dem Namen „Jordanien“) Palästina ohne Juden oder zumindest mit Juden allenfalls als Bürger zweiter Klasse, und das würde in weite Ferne rücken, wenn die Arabischpalästinenser sich nicht massiv unterdrückt fühlen würden.

      Oder haben etwa Résistance-Leute oder polnische Widerständler im 2. Weltkrieg “Deutschland angegriffen” bzw. “Deutsche, weil sie Deutsche sind”?

      Nicht nur Nazi-Deutschland war ganz offiziell Besatzung, sondern auch die Alliierten in Deutschland respektive in Groß-Berlin. Wie wäre wohl um 1950 die Ermordung einer Französischen durch einen Deutschen mit der Begründung, dass Frankreich ja Besatzungsmacht sei, zu beurteilen gewesen?

    • Dante schreibt:

      Was habe ich verbrochen, dass mein Kommentar von gerade eben in Mod ist?

  5. ceterum censeo schreibt:

    Ban ki moon, Keith Moon oder Kim Jong Dingens: alles einerlei. Lustig wird’s erst, wenn unsere Nochkanzlerin den Posten, mit Nobelpreis an der kalten verdorrten Brust, einnehmen wird!
    Dann ist die Sicherheit Israels endlich nicht mehr deutsche Staats-, sondern moslemische Welträson.
    Kleine Stichelei noch am Rande: Warum denn immer nur vom Blätterwalde säuseln? Im Rundfunk macht man sich noch viel verdienter um die antisemitische Sache. Insonderheit der WDR, erpressungsfinanzierter Brötchengeber Ihrer vergötterten Freundin braucht sich nicht hinter irgendeiner Stürmerpostille zu verstecken.
    In letzter Zeit war allerdings zugegebenermaßen kaum was los in Sachen Israelhardliner etc, da man alle Hände voll mit Refugeewirschaffendasundsinddiebesserenmenschenalsalleanderen zu tun hat.

  6. Onkel Dapte schreibt:

    Ich leide mit Israel.

  7. A.mOr schreibt:

    Mr tapferimnirgendwo!
    Das ist ein brillianter Wurf!
    So traurig das Thema auch ist.
    Danke.

  8. Frase0815 schreibt:

    Ich finde man muss die Palis verstehen – die reagieren doch nur auf das ihnen begangene Unrecht. Selbstverständlich immer total verhältnismäßig, die Reaktion. Siehe zB hier

  9. Eliyah schreibt:

    Danke für die Zusammenfassung. Es ist erschreckend. Und es geht weiter. Heute wieder in Kvar Saba eine Messerstecherei.

    • Dante schreibt:

      Wenn ich das Wort lese oder höre, denke ich an eine wechselseitige Auseinandersetzung, die mit Messern geführt wird, sowie ich bei dem Wort „Schießerei“ an ein Feuergefecht denke. Ein Beispiel war die von mir kritisierte Berichterstattung zur „Schießerei“ im Jüdischen Museum zu Brüssel. Das war ein einseitiger Mordanschlag, keine „Schießerei“. Und ich vermute, für die „Messerstecherei“ gilt Ähnliches. Bei Ihnen werde ich wohl offene Türen einrennen, ich mache lediglich darauf aufmerksam.

  10. Eckhardt Kiwitt schreibt:

    Wäre vielleicht nicht schlecht, wenn man sich auf beiden Seiten des (leider oft falsch und sinnentstellend zitierten) Auge für Auge erinnern würde:

    Nach überwiegender rabbinischer und historisch-kritischer Auffassung verlangte die sogenannte Talionsformel (von lateinisch talio, „Vergeltung“) einen angemessenen Schadensersatz in allen Fällen von Körperverletzung vom Täter, um die im Alten Orient verbreitete Blutrache einzudämmen und durch eine Verhältnismäßigkeit von Vergehen und Strafe abzulösen.

    So manches Vorgehen sowohl der Palestinenser als auch der Israelis erweckt bei mir den Eindruck, dass es sich um Racheakte handelt, die dann natürlich Hass und Rachegelüste und tatsächliche Rache nach sich ziehen, was wiederum nur Hass und Rachegelüste und tatsächliche Racheakte hervorruft, was wiederum Hass und Rache … — ein blödsinniger Kreislauf wie im Hamsterrad. Man läuft immer vorwärts und kommt doch nicht vom Fleck.

    Eckhardt Kiwitt, Freising

    • Dante schreibt:

      So manches Vorgehen sowohl der Palestinenser als auch der Israelis erweckt bei mir den Eindruck, dass es sich um Racheakte handelt,…

      Ich persönlich würde das vorsichtiger formulieren: Das Vorgehen sowohl der Arabischpalästinenser (die Israelis sind genau genommen auch Palästinenser, denn Israel ist der Name, den sich der überwiegend jüdische Teil der Region Palästina gegeben hat, und Palästinenser sind genau genommen Einwohner dieser Region) als auch der Israelis, so wie darüber berichtet wird, erweckt den Eindruck, dass es sich um Racheakte handelt. Es ist längst bekannt, wie unfair oft über Israel berichtet wird – faustdicke Lügen eingeschlossen – und genau das prangert Gerd ja auch nicht zuletzt in diesem Thread an.

      …die dann natürlich Hass und Rachegelüste und tatsächliche Rache nach sich ziehen, was wiederum nur Hass und Rachegelüste und tatsächliche Racheakte hervorruft,…

      Das sieht eher oberflächlich so aus. Judenhass auf arabischer Seite ist unabhängig von allem, was Israel tut oder unterlässt, er ist Bestandteil des Giftes, das mindestens seit Mufti, SS-Gruppenführer und Nationalheld der Arabischpalästinenser tief in die arabische Seele eingedrungen ist.
      Gewaltakte Israels – sofern sie durch das offizielle Israel abgedeckt sind, was der grauenhafte Mord an einem Jugendlichen im vergangenen Jahr nicht war – dazu, die Täter zu stoppen und unschädlich zu machen und, sofern man sie als Vergeltung betrachten kann, dazu, ein Signal zu setzen, dass keine Gewalt ohne Folgen bleibt, damit diese nicht noch schlimmer wird oder dies wenigstens langsamer. Israel als Staat hat und erfüllt die Pflicht, die Staat überhaupt generell hat: Seine Einwohner und besonders Bürger gegen Gewalt von innen und außen zu schützen; für Ersteres gibt es Polizei, für Letzteres Militär.

      • Eckhardt Kiwitt schreibt:

        @ Dante, Oktober 7, 2015 um 7:20 nachmittags

        Dass der antijüdische Hass der einen Seite (übrigens auch der antichristliche) seine Legitimation u.a. aus dem Islam / dem Koran bezieht, ist bekannt. Die einschlägigen Verse zu zitieren, erspare ich mir an dieser Stelle; man kann sie mittels „Suchen“ leicht in Online-Ausgaben jenes „heiligen“ Buches finden.
        Dies ändert jedoch nichts daran, dass man Hass und Gewalt nicht mit Rache begegnen sollte, weil … (siehe oben !).

        In der jüdischen Theologie hat man wohl gelernt bzw. es ist dort eine Selbstverständlichkeit, dass vieles, was in den heiligen Büchern der Juden geschrieben steht, nur gleichnishaft zu verstehen ist (nur ein paar religiöse Extremisten und Rechtsreaktionäre mögen das anders sehen); davon scheint mir die islamische Welt (bezogen auf deren Schriften) teils noch ein gutes Stück entfernt zu sein.
        Allerdings setze ich eine gewisse Hoffnung diesbezüglich auf den derzeit laufenden (und noch einige Jahrzehnte andauernden, weils eine Generationenaufgabe ist) Prozess der Umwälzung in der islamischen Welt, der auch mit einer Europäisierung des Islams einhergehen wird (statt einer vielfach befürchteten Islamisierung Europas).

        Eckhardt Kiwitt, Freising

        • Dante schreibt:

          Dass der antijüdische Hass der einen Seite (übrigens auch der antichristliche) seine Legitimation u.a. aus dem Islam / dem Koran bezieht, ist bekannt.

          Und ein gewaltiges Problem für jeden Frieden, der den Namen verdient und stabil ist, sowie ein guter Grund, den radiḱalen Islam ähnlich wie den Faschismus, genauer gesagt den Nationalsozialismus zu sehen und zu behandeln, d.h. ihn zu bekämpfen, und wenn nötig, mit dessen eigenen Waffen.

          Dies ändert jedoch nichts daran, dass man Hass und Gewalt nicht mit Rache begegnen sollte, weil … (siehe oben !).

          Ich sehe das differenzierter. Was versteht man eigentlich unter Rache? Die Frage ist nicht so trivial, wie sie klingt. Wie zum Beispiel ist Rache von Strafe abzugrenzen? Oder von Vergeltung? Ich denke ja, dass Vergeltung ein Oberbegriff ist, in dem Strafe und Rache enthalten sind.
          Die nächste Frage ist die, wofür eigentlich Vergeltung gut ist. Es heißt zwar, es lohnt nicht, irgendetwas zu vergelten, aber wenn es wirklich überhaupt keinen Sinn hätte, hätte sich das Bedürfnis danach wohl nicht entwickelt. Ich habe mal ein Interview mit Jared Diamond gelesen, der zu bedenken gab, dass in manchen Gesellschaften ohne funktionierendes Rechtssystem jemand, der auf einen Übergriff hin keine Rache üben kann oder will, schlicht untergeht, weil jeder, der ihm was wollen könnte, lernt, dass man es mit ihm ja machen kann. Das kennt man auch vom Schulhof und aus dem Knast. Das heißt nicht, dass es nicht auch Vergebung geben könnte, aber das setzt voraus, dass der Empfänger der Vergebung sich dessen bewusst ist, dass er sie auch braucht. Gewalt oder anderes Unrecht einfach durchgehen zu lassen, ist offensichtlich kontraproduktiv.

          • Eckhardt Kiwitt schreibt:

            @ Dante, Oktober 7, 2015 um 10:06 nachmittags

            Vergeltung: kann eine Strafe sein (also eher negativ besetzt), aber auch z.B. ein Gegengeschenk, eine Anerkennung, … (also eher positiv besetzt). Oder nur ein „Vergelt’s Gott“ (sagt man in Bayern manchmal, wenn man sich für etwas höflich bedankt).
            Strafe: ist sachbezogen, es besteht also ein sachlicher Zusammenhang zwischen einer Tat und der Strafe. Außerdem sollte die Strafe unbedingt angemessen sein, darf nicht als überzogen und somit ungerecht empfunden werden, sonst wirkt sie kontraproduktiv und erzeugt Rachegelüste, die zu weiteren Straftaten führen können (Trotzreaktion „jetzt erst recht“).
            Rache: ist unsachlich, es besteht oftmals kein Zusammenhang zwischen der Tat und dem Racheakt. Beispiel: Der „A“ hat dem „B“ einen Schubser gegeben, woraufhin der „B“ dem „A“ den Fahradreifen zersticht oder ihm sein Haus anzündet. Völlige Überreaktion.
            Todes“strafe“ ist ein typisches Beispiel für einen Racheakt.

            «Lass die Finger von der Rache» — denn sie fällt auf dich zurück, möchte man ergänzen.

            Eckhardt Kiwitt, Freising

          • Dante schreibt:

            Dass „etwas vergelten“ auch Positives bedeuten kann, weiß ich zwar grundsätzlich, hatte ich aber nicht auf dem Schirm, zumal das Wort „Vergeltung“ so meist nicht gebraucht wird.
            Die Unterscheidung zwischen Strafe und Rache kann die von Ihnen genannte sein, aber das ist nicht die einzige Möglichkeit. Eine allgemeinverbindliche Definition gibt es für beides nicht.
            Man könnte beipielsweise auch sagen, Strafe ist eher etwas, das eine übergeordnete Institution oder die Gemeinschaft verhängt (ich bin z.B. Corpsstudent und schon mal mit dem sog. „Schwarzwald“ (heißt so, weil man u.a. nicht die Farben des Corps tragen darf) und zeitweisem Alkoholverbot bestraft worden, weil ich im Suff, auf gut deutsch gesagt, Sch***e gebaut hatte), während Rache etwas eher „Wildes“, keinen genauen Regeln Unterliegendes ist. Ob eine Strafe gerecht und sachbezogen ist oder ein Racheakt nicht, steht auf einem anderen Blatt. Wenn es etwa, wie in vielen modernen Rechtssystemen, auf sehr viele und sehr unterschiedliche Delikte eine einzige Antwort gibt, nämlich Knast (nur eben unterschiedlich lang), hält sich die Sachbezogenheit auch ziemlich in Grenzen. Die Todesstrafe wiederum ist durchaus sachbezogen, sofern sie auf Mord steht.
            Überzogen sein kann in jedem Fall beides, nur Strafe ist es dann in diesem Punkt regelmäßig, da sie ja Regeln unterliegt. Dafür muss ein Racheakt keineswegs eine Überreaktion sein. In einem Film, in dem R. Mitchum einen Mann spielt, der Jungen zu Agenten ausgebildet und dabei ihr Leben letztlich zerstört hat (einen hat er, soweit ich mich erinnere, sogar umbringen lassen), rächt sich einer seiner früheren Schützlinge an ihm, indem er seine geliebte Rosenzucht zerstört. Für ein Leben ist das kein Preis. Man würde dennoch von einem Racheakt und nicht von Strafe sprechen, denn der einstige Schützling ist ja keine übergeordnete Institution.
            Dass Rache auf ihren Urheber zurückfalle, ist zweifellos eine sehr christliche und heutzutage auch politisch korrekte Aussage, die sogar manchmal stimmt. Allerdings rächt sich Nicht-Rache manchmal viel bitterer, etwa indem man einen Peiniger zum Weitermachen und andere zum Nacheifern ermutigt.
            So wird die Bereitschaft, Rache zu üben, zur Existenzfrage. Das ist im Knast so, wo man um die Notwendigkeit, sich ggf. zu rächen, nur dann herumkommt, wenn man von vornherein so bösartig wirkt, dass einen niemand anzugreifen wagt.
            Oderint dum metuant.

        • Paul schreibt:

          Ich mische mich mal in Eure Diskussion über Vergeltung, Rache und Strafe ein,
          Lieber Kiwitt und lieber Dante.
          Für das Handeln Israels treffen m.E. diese Begriffe nicht zu. Auch wenn sie vielfach unterstellt werden, müssen sie deshalb noch nicht zutreffen.

          Israel handelt gezielt und angemessen, um künftige Angriffe zu verhindern. Es handelt weiter um die eigene Bevölkerung vor den Angriffen der PAL-Araber zu schützen.
          Einen anderen Handlungsgrund kann ich weder in den Verlautbarungen der Regierung Israels noch denen der IDF erkennen.

          Herzlich, Paul

          • Dante schreibt:

            Für das Handemeln Israels treffen m.E. diese Begriffe nicht zu. Auch wenn sie vielfach unterstellt werden, müssen sie deshalb noch nicht zutreffen.

            Ich für meinen Teil will auch gar nicht behauptet haben, Israel übe Rache oder Vergeltung. Ich behaupte allerdings auch nicht das Gegenteil, es hängt davon ab, wie man Rache bzw. Vergeltung definiert, vor allem, ob man ein Vergeltungsbedürfnis für konstitutiv hält:

            Es handelt weiter um die eigene Bevölkerung vor den Angriffen der PAL-Araber zu schützen. Einen anderen Handlungsgrund kann ich weder in den Verlautbarungen der Regierung Israels noch denen der IDF erkennen.

            Gutes Argument; ich meine aber schon angeführt zu haben, dass man z.B. Rache in einigen Gesellschaften respektive Situationen nicht unbedingt aus Rache verübt, so paradox das klingt. Die Idee ist: Mache ich nichts, tanzen die Anderen irgendwann auf meiner Nase Polka, und es wird immer nur schlimmer. Wer also mir Gewalt antut, darf damit auf keinen Fall durchkommen. Das birgt zwar ebenfalls das Risiko einer Gewaltspirale, aber dann ist die Gewalt wenigstens nicht einseitig, und Dritte, die mir noch nichts getan haben und denen auch ich noch nichts getan habe, werden sich vielleicht noch einmal mehr überlegen, ob sie sich mit mir anlegen wollen.
            Kurz gesagt: Vergeltung kann einfach eine Frage des Überlebens sein.
            In einer vergleichbaren Situation befindet sich Israel. Man kann bestimmte Maßnahmen also durchaus als Vergeltung bezeichnen, ohne Israel damit Rachsucht zu unterstellen.

          • Paul schreibt:

            Lieber Dante,
            in der Sache sind wir uns vollkommen einig. Alles was Du zur Sache schreibst, kann ich unterschreiben.
            Nur die verwendeten Begriffe Vergeltung, Rache und Strafe haben für mich einen antisemitischen Bezug. Bei Dir bestimmt nicht, aber bei anderen schon. Deshalb vermeide ich diese Begriffe.
            Soweit ich mich erinnern kann werden sie auch auf andere kriegerischen Auseinandersetzungen heute kaum oder überhaupt nicht mehr verwendet.
            Deshalb bevorzuge ich in Bezug auf Israel die Begriffe Schutz der Bevölkerung und vorbeugende Verhinderung von Terroranschlägen. Sie sind zwar sperriger im Gebrauch, aber soviel Zeit muss sein.

            Ansonsten, grüße ich Dich herzlich als einen Mitstreiter für die Sache Israels,

            Paul

      • ceterum censeo schreibt:

        Ach Herr Kiwitt, früher wußten Sie zwischen Gut und Böse noch deutlicher zu unterscheiden. Was ist passiert, Werterelativismus oder Druck von Indimedia?

        • Eckhardt Kiwitt schreibt:

          @ ceterum censeo Oktober 7, 2015 um 10:10 nachmittags

          Indimedia und dgl. lese ich nicht.
          Zwischen Gut und Böse kann ich aber durchaus noch unterscheiden — und heute vielleicht besser als „früher“.

          Eckhardt Kiwitt, Freising

        • Eckhardt Kiwitt schreibt:

          @ ceterum censeo

          Die ein oder andere Anregung für ein etwas differenzierteres Denken könnte man u.a. hier finden:
          https://pimuenchen.wordpress.com

          • ceterum censeo schreibt:

            Hab grad mal reingelesen. Die ersten drei Artikel (danach kamen nur noch Glückskekssprüche) gaben mir auch gleich die Antwort auf meine Frage. Werterelativismus also. Hab ich es doch gedacht.
            Aber warum gleich so weit gehen, die Republikaner wegen ihrer Blockade des unsäglichen, für Israel lebensbedrohlichen Atomdeals moralisierend zu schelten?

          • Dante schreibt:

            Politische Inkorrektheit garantiert eben keine politische Vernunft. Es ist m.E. erschreckend, wie einhellig der Iran-Deal im Blätterwald begrüßt und jedwede Kritik daran – ganz zu schweigen von der „Blockadehaltung“ der Republikaner – gegeißelt wird.

  11. Phillip K schreibt:

    Wenn der IS in Syrien und Irak wütet, dann schaut die ganze Welt hin, weil eine radikale islamische Organisation die ansonsten „harmlose“ islamische Welt bedroht. Wenn aber Palästinenser Israel angreifen, und Israel wehrt sich, dann interessiert sich die Welt nur dafür, das Israel zurückschlägt und Palästina bleibt ebenso ein „harmloses“ islamisches Land.
    Zu gerne interessiert es mich, was wäre, wenn der IS plötzlich sich in Palästina breit machen würde, ich bin gespannt, was dann die Medien schreiben. Denn das Schema „IS ist Böse, Palästina ist Gut“ scheitert an Israel, dass ja als jüdischer Staat am bösesten sein müsste, nach Meinung der Medien. Es würde mich nicht wundern, wenn behauptet wird, dass IS und Israel gemeinsam gegen Palästina vorgehen würden. (Das Israel mit IS beginnt, ist für Verschwörungsfanatiker doch ein Fressen.)

    • Dante schreibt:

      Soweit ich mich zu erinnern glaube, gibt es längst Leute, die behaupten, IS sei eine zionistische Veranstaltung, um „Palästina“ zu schaden (die Anführungszeichen schreibe ich, weil es keinen Staat Palästina gibt, sondern nur eine Region Palästina, deren arabische Bewohner entweder Israelis oder Untertanen der korrupten PA sind).

    • Bergstein schreibt:

      Gemeinsame Sache nicht aber Schuld wäre Israel schon, weil z.B.
      1. Israel hat verhindert, dass Palästina eine schlagkräftige Armee aufgebaut hat.
      2. IS wäre nicht entstanden, wenn Israel den Frieden in der Region nicht verhindert hätte.
      3. Die Araber scharen sich um IS, weil sie von Israel gedemütigt worden sind.
      usw. usf.

      Wer denkt, ich fantasiere, so erlaube ich mir die Öffentlich-rechtlichen zu zitieren. Als in Yarmouk IS Palästinenser abschlachtete, wurde tatsächlich behauptet, in Yarmouk lebten Palästinenser aus den von Israel besetzten Gebiete. Mit anderen Worten ist zu Einem Israel Schuld ist, dass die Palästinenser getötet werden und zu Anderem ist ganz Israel besetztes Gebiet, da logischerweise in Yarmouk nur Nachfahren von Palästinenser leben, die Israel sofort nach der Gründung verlassen haben und nicht erst erst 1967.

      • Dante schreibt:

        Ich weiß, dass dergleichen längst behauptet wird – was nicht für den Wahrheitsgehalt der genannten Aussagen, umso mehr aber gegen die genannten Medien bzw. die für die Behauptungen Verantwortlichen spricht.

    • unbesorgt schreibt:

      Ja, sowas von harmlos. Es ist geradezu eine Schande! Würde Israel nicht den Gaza-Streifen blockieren, könnte der Iran endlich richtige Raketen liefern und die Hamas müsste nicht dies peinlichen „Kleinstflugkörper“ verwenden, um Juden zu töten! Nicht mal einen anständigen Krieg kann die arme Hamas führen und das nur wegen der bösen Israelis! Eine Schande! Wir sollten Claudia Roth nach Jerusalem schicken, die wird den Israelis schon beibringen, dass die Hamas ein Recht auf ordentliche Bewaffnung hat. Schon aus Gründen der Humanität und der Gleichberechtigung.

      Genug getodenhöfert, damit ist mein Zynismus für heute aufgebraucht.

  12. Rika schreibt:

    Lieber Gerd,
    ich habe Deine wunderbare Auflistung leicht modifiziert und mit eigenen Kommentaren als Leserbrief an die HAZ geschickt, die gestern wieder recht unspezifisch von Gewaltwelle im Nahen Osten schwadronierte und in Netanjahu zum wiederholten Mal den harten und bösen Mann sah.
    ich hoffe, Du nimmst es mir nicht übel, Dich nicht als Quelle dieser schönen Liste genannt zu haben… ich könnte es noch nachreichen…
    Gruß, Rika

    • Dante schreibt:

      Auch Gerd ist nicht die Ur-Quelle, schließlich hat er sich das nicht aus den Fingern gesogen. Es wurde vielmehr durch ihn übermittelt, was der hiesige Blätterwald verschweigt und sich dadurch das Prädilkat „Lügenpresse“ verdient.

  13. Adolf Breitmeier schreibt:

    Warum lädt Herr Netanjahu nicht einfach mal Hern Ban Ki Moon ein, ein paar Tage unerkannt durch Jerusalem zu bummeln. Wenn er das unbeschadet übersteht, wird er vielleicht anders reden.

  14. Anda schreibt:

    Ich sehe das mit der teilweise stark einseitigen Berichterstattung ganz genauso.

    Aber man muss der Fairness halber sagen, dass auch die BILD (nun gut, es steht im Springer Statut, die Redakteure seien für immer und ewig dem Staat Israel verbunden) chronologisch berichtet hat.
    http://www.bild.de/politik/ausland/altstadt-jerusalem/mehrere-angriffe-auf-israelis-42882776.bild.html

    • Clas Lehmann schreibt:

      Ja, so ist das leider… und zwingt nun sogar zu einer differenzierten Wahrnehmung der Bildzeitung, zumindest in diesem Punkt… Gemein, das, aber ich muss es anerkennen.

      Wobei übrigens eine an der Chronologie von Ereignissen orientierte Berrichterstattung noch keine ewige Verbundenheit erfordert… Journalistisches Arbeitsethos würde reichen.

  15. Dante schreibt:

    Es ist Herbst. Da färben die Bäume ihre Blätter braun. Bei den Redaktionen ist es wohl immer dann Herbst, wenn es irgendwie um Israel geht.

  16. Rika schreibt:

    Ban Ki Moon tut doch nur das, was „man“ von ihm erwartet…. wage ich voller Sarkasmus zu behaupten.
    Warum sollte er von der seit Jahrhunderten geübten Linie – Juden für alles und jedes verantwortlich zu machen – abweichen? Ist doch so einfach. Und auch so praktisch, weil „Jude“ heute in der Gestalt von Israel doch ein viel anschaulicheres Demonstrationsobjekt ist, als noch Hitlers „Weltjudentum“, das irgendwie und wo herum geisterte und wenig greifbar war. sieht man von „den Banken“ ab, die natürlich auch jüdisch und für alles Schlechte verantwortlich waren.

    Wer aber nicht so gerne mit Nazis in eine Reihe gestellt werden will (und schon gar nicht als antsemitisch gelten will), der macht sich halt gemein mit der „Juden-als-Opfer-Rolle“, wie es unlängst eine Journalistin tat, die allen Ernstes die Anpöbelungen durch Pegida-Demonstranten verglich mit den bedrängten Juden zur Nazi-Zeit.

    „Dann wurde sie bedroht. „Lügenpresse“-Aufkleber wurden ihr auf die Jacke geklebt – von hinten. Und eine Frau versuchte, ihr von vorn einen Aufkleber quer über die Brust zu heften. Und: eine ganze Reihe von Menschen stand herum, schaute zu – schlimmer noch – fotografierte.

    Woran uns Journalisten das erinnert? Nazis brandmarkten Juden mit Aufnähern auf deren Jacken.“ Link: http://www.mdr.de/sachsen/kommentar-pegida102.html#mobilredirect

    Da bleibt einem doch die Spucke im Halse stecken. Siehe hier:
    https://himmelunderde.wordpress.com/2015/10/06/so-weit-reicht-die-pressefreiheit-nun-aber-doch-nicht/

    • caruso schreibt:

      Danke, liebe Rika1 Du bist wirklich ein Schatz. – Sowohl die menschliche Dummheit als auch die menschliche Gemeinheit ist unendlich. Ich war zeit meines Lebens optimistisch was Mensch betrifft. Das war ein Erbe meines Vaters, aber auch meine eigene Natur, sonst hätte ich nicht als Pädagoge (mit Erwachsenen) arbeiten können. Wie man sagte, ziemlich erfolgreich. (Nicht was die Finanzen betrifft.) Wegen in den letzten 20-30 Jahren immer stärker werdende Judenfeindlichkeit, aber beiweitem nicht nur deswegen, habe ich meinen Optimismus fast gänzlich verloren. (Nicht wenn ich in diesem Blog bin!).Das empfinde ich als schlimm. Ich will ja nicht wie ein alter Unke diese Welt verlassen. Was soll ich machen? Es macht mich zugleich traurig und wütend.
      lg
      caruso

      • unbesorgt schreibt:

        Machen Sie es wie ich, caruso. Ich verfalle in Zynismus angesichts der allgegenwärtigen Blödheit. Uns bleibt am ende nur noch, ein IDF-Shirt anzuziehen und durch die Stadt zu laufen. Auf der Rückseite „Free Palestine“ – das überfordert die und gibt ihnen den Rest. Das war jetzt wirklich zynisch!

        • Clas Lehmann schreibt:

          Oder sie halten es für aequidistant…

          • unbesorgt schreibt:

            Das Copyright auf Äquidistanz haben unsere Medien. Immer wenn ich höre „Beide Seiten haben….“, „Keine der Konfliktparteien…“ oder „Israel und die Hamas…“ geht bei mir eine Lampe an. Das halten die dann für „ausgewogene Berichterstattung“.

          • Dante schreibt:

            Von Himmler ist die Formulierung „das Kriegsbeil mit den Juden begraben“ überliefert, gleich so, als sei der – noch laufende – industrielle Massenmord an Wehrlosen eine Auseinandersetzung auf Augenhöhe gewesen.

  17. unbesorgt schreibt:

    Schon interessant wie wenig Lobbyarbeit der Blätterwald für Juden oder den Staat Israel macht, wo doch angeblich der ganze Blätterwald in der Hand von Juden ist. Aber dahinter steckt sicher auch irgend eine krude Verschwörung denn mit Logik hat man es ja auch nicht so doll. Man kann es sich ja auch aussuchen ob 9/11 eine Strafe Allahs oder ein Komplott des Mossad war. Beides wahrscheinlich. Dieser Allah und der Mossad, die stecken doch alle unter einer Decke! Zusammen mit der Presse!

  18. Sophist X schreibt:

    Welche Schlussfolgerung kann ich nun daraus ziehen? Keine sonderlich originelle: Ban Ki Moon ist der Pate bzw. Grüßaugust einer antijüdischen Organisation namens Vereinte Nationen, die u.a. geschaffen wurde, damit sich Verbrechen, wie sie im Zweiten Weltkrieg begangen wurden, nicht wiederholen. Hat nicht funktioniert, übrigens.

  19. caruso schreibt:

    „Die ,,westliche” Welt ist irre – und tut so ziemlich alles, um sich selbst zu vernichten.“ So ist es leider. Das Abschlachten von Christen interessiert keinen sogenannt Maßgeblichen. Die angeblichen (politischen, medialen) Vertreter der „westlichen Werte“ schlafen. Die Kirchen schweigen. Es geht ja nur um ihre Glaubensgenossen. Israel zu „kritisieren“ ist ungefährlich. Die angeblich sooo rachsüchtige Juden mit ihrem angeblich sooo rachsüchtigen Gott haben deswegen noch niemanden ermordet. Die Geschäfte mit dem Iran sind wichtiger als alles andere. Kann ich viiiiel verdienen, was gehen mich die verfolgten, die ermordeten Christen an? Eine Scheißwelt! sagt poetisch eine alte Jidene.
    lg
    caruso

    • Rika schreibt:

      Ach, liebe Caruso,
      wenn die Kirchen wenigsten schweigen würden!
      Aber das tun sie leider nicht – zumindest nicht grundsätzlich- , sie stellen sich immer und immer wieder auf die Seite der Israel-Hasser. Und was von Muslimen drangsalierte christliche Flüchtlnge in deutschen Asylbewerberheimen angeht, da sollen sie fein ruhig bleiben, damit die muslimischen Friedensengel an den Christen lernen können, wie man in unserem Land Religionsfreiheit buchstabiert…. es ist zum Heulen … und irgendwann wirden auch die letzten Deppen begreifen, was sie mit ihrem Schweigen angerichtet haben, dann ist es aber zu sjpät.

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @caruso: „Eine Scheißwelt! sagt poetisch eine alte Jidene.“

      Die Welt ist schon ganz in Ordnung, liebe Caruso. Die Menschen sind halt Scheiße. Egal, Ihr Kommentar spricht mir aus der Seele.

      @Rika: „… wenn die Kirchen wenigsten schweigen würden! Aber das tun sie leider nicht …“

      Richtig, Rika, die Kirchen sind auch noch widerlich parteiisch. Ich selbst durfte etliche linke, anteilig auch männliche Pfaffennutten genießen, die ihre Gemeinde zum Gebet für die armen, unterdrückten Palästinenser aufforderten.
      Ob daraufhin gebetet oder gekotzt wurde, ist mir zum Glück nicht mehr erinnerlich.

      • Rika schreibt:

        Gutartiges Geschwulst,
        „Schreiben Sie mit Respekt“, steht hier groß und breit….
        den Ausdruck „Paffennutten“ finde ich respektlos.
        Die Kritik an manchem kirchlichem „Personal“, das vollkommen „objektiv natürlich“ die Parteinahme für die Palästinenser und anti-jüdische, antiisraelische Propaganda betreibt, teile ich allerdings….

        ……………..
        Ich habe lange an einer Schule gearbeitet, in der Kinder und Jugendliche aus sehr prekären sozialen Verhältnissen pädagogisch wieder aufgepäppelt werden mussten und wurden. Nutte war einer der Lieblingsausdrücke der „Kinder“, damit wurde alles belegt, was ihnen nicht behagte. Seither kann ich den Ausdruck als „Titel“ für wen auch immer nicht mehr hören….

        • Dante schreibt:

          “Schreiben Sie mit Respekt”, steht hier groß und breit….den Ausdruck “Paffennutten” finde ich respektlos.

          Ich auch. Huren – sofern sie nicht ohnehin schlicht als Gewaltopfer jedwedes Mitgefühl und Hilfe verdient haben – sind Dienstleisterinnen, die im Idealfall einen guten Job machen und im Übrigen ehrlicher sind als etwa eine nicht in diesem Gewerbe tätige Frau, die einen Mann wegen seines Geldes heiratet. Sie verdienen es nicht, mit Pfarrern in einen Topf geworfen zu werden, die in ein antiisraelisches Horn tuten.

        • Gutartiges Geschwulst schreibt:

          @Rika schreibt: „Gutartiges Geschwulst, “Schreiben Sie mit Respekt”, steht hier groß und breit….“

          Ich schreibe mit dem Respekt, den ich tatsächlich empfinde. Alles andere erscheint mir unredlich.

      • Dante schreibt:

        Für unsere Gemeinde bzw. unseren Pfarrer gilt dies definitiv nicht. Ich habe ihm eine E-Mail weitergeleitet, die ich an Médesins sans Frontiers (MSF) geschrieben hatte, und in der ich ausführlich begründe, dass und warum ich meine im August für Oktober ff. gegebene Spendenzusage zurückziehe (nämlich auf diesen Artikel hin). Er stimmte mir in allen Punkten zu und meinte, dass der Gemeinde diese Haltung schon länger bekannt sei und sie auf Spendenaufrufe von MSF aus genau diesem Grund nicht reagiert habe.

  20. binonline schreibt:

    Eine ganz starke Chronologie!

  21. Adolf Breitmeier schreibt:

    Ob Juden in Israel von Attentätern ermordet werden oder pro Jahr über 150 000 Christen, das stört doch niemanden. Die Juden sind es seit Jahrhunderten ,,gewöhnt“ (Ironie!!) – und Christen halten sowieso die andere Wange hin, sind es also auch gewöhnt. Nun gibt es aber dennoch einen gewaltigen Unterschied zwischen beiden Gruppen: Die Juden haben mittlerweile gelernt, sich zu verteidigen (das erklärt die Wut der Attentäter und Schimpfer), die Christen werden in unserem Land sogar von den höchsten Würdenträgern im Stich gelassen (wo hört man, dass christliche Flüchtlinge in den Gemeinden von Christen gut versorgt werden – flächendeckend??, wo hört man Proteste gegen die Massenabschlachtung von Christen (ich bin religionsfrei), wo wird Hilfe (auch militärische) angeboten oder gar praktiziert? Im Gegenteil, da hilft Russland GEGEN IS – und wird dafür gescholten. Die ,,westliche“ Welt ist irre – und tut so ziemlich alles, um sich selbst zu vernichten.

  22. bruriah schreibt:

    NU, was sollte er sonst lesen? Den Verstand (so er einen hatte) musste er ohnehin nach seiner Wahl zum Generalsekretär abgeben – so wie alle vor ihm und nach ihm. Das ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für diesen Job (und wahrscheinlich auch gesünder).

    • A.mOr schreibt:

      Nu, mich fragt’s eher, wie denn der böse Jud nach Korea gelangte?
      Das ist doch ein UN-Ding, oder? Und genauso wie dieses nun, daß der Ki-Moon Ban sich zu etwas ihm komplett fremden so äußern tut, kam der ganze BDS-Mist und Pallywood einst auch über „befreites Europa“ in den 19-Sechzigern.
      Von den Unis bis „to the sea“. Die Erfindung des „Palästinenser-Volks“.

      Irgendwie, so scheint mir, haben es die Hasser geschafft, den Leuten einzureden, daß der ganze Segen, als den der Frieden in Europa (Ausnahme die bösen Serben der 19-Neunziger, die einst Seite an Seite mit den ebenso suspekten Juden gegen die fehlgeleiteten Nazis für eine unbekannte Freiheit ihr Leben ließen) wahrgenommen werden darf, nur deshalb möglich war, weil man sechs Millionen Juden der Nazi-Mordlust opferte.

      Der Frieden auf dem Mordrücken über sechs Millionen Juden gebeugt, und soviel mehr Morden und Todgefallen in diesem kurzen Krieg der Welten.

      Konsequenterweise kann der jüdische Staat (weil jüdischer Staat, nicht mohammedanisch-mordender Staat) nur die Wurzel jeden Kriegs sein, vollkommen Blutwurst, wer die Mörder sind.

      Der Frieden wurde erkauft mit dem Massenmord an Juden.
      Pallywood und Freunde schreiten weiter voran,
      von BDS zur Japanischen See. Ein UN-Dingeling-Lied.

      Wenn wir -Juden wo auch immer- nicht mehr leben,
      dann endlich gibt es keinen Grund mehr für Frieden!

      • Shlomo Trejo schreibt:

        Der Ki-moon wird sich schon viele Jahre im Hause des Islam/UN sozialisiert haben, deswegen tippe ich, ist der Antisemitismus einfach angelernt. Bzw. sind es dann auch Zwänge die das Amt so mit sich bringt, der möchte vielleicht auch wiedergewählt werden.

        Empfehlenswert ist das Buch „Die UN-Gang“, geschrieben von einem US-amerikanischen Insider, den man gleich fälschlich für einen Juden hielt, aber eigentlich spanisch-baskische Wurzeln hat. Wirklich lustig-schauerliche Lektüre über die 80er und frühe 90er Jahre in der New Yorker Zentrale. In der Zeit war auch Netanjahu UN-Botschafter.

Seid gut zueinander!

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