Deutschlands willige Vollstrecker

Die willigen Vollstrecker von Bremen, über die Tapfer im Nirgendwo am 28. November 2015 berichtet hat, waren keine Bremer Spezialität. In ganz Deutschland marschierten an dem Tag Spürnasen in Geschäfte, immer auf der Suche nach jüdischen Produkten, um sie gesondert zu markieren.

In Bonn marschierten drei in weißen Schutzanzügen gekleidete Trupps in das Geschäft Galeria Kaufhof und nahmen dort die Produkte ganz genau unter die Lupe. In ihren Händen hielten sie Formulare auf denen zu lesen war: „Deutsche Zivilgesellschaft – Inspektion der Produkte israelischer Unternehmen“. Auf den Zetteln standen die Namen diverser israelischer Unternehmen mit Angabe der Herkunft und dem Barcode, sowie einer Spalte mit dem Vermerk „Verdacht“. In dieser Spalte galt es für die willigen Vollstrecker einzutragen, ob die Waren in dem Geschäft gefunden wurden. Die deutschen Zivilinspektoren gingen mit einer geradezu gespenstigen bürokratischen Genauigkeit vor. Auf einer Homepage der willigen Vollstrecker wurde später veröffentlicht:

„Dabei wurden eine Reihe von Waren gefunden, die in den Besetzten Gebieten hergestellt worden sind oder sein könnten.“

Es reichte somit schon der Veracht, der Konjunktiv, um eine Ware als illegal zu markieren!

In Hamburg marschierten willige Vollstrecker in die Geschäfte Edeka Struve und Budni in Bahrenfeld und in Berlin stellten sich einige auf einem Weihnachtsmarkt am Alexanderplatz auf. Die Wahl des Standorts in Berlin hätte nicht absurder sein können. Weihnachtsmärkte erinnern an ein jüdisches Paar, das vor gut zweitausend Jahren einen Jungen in einer Krippe in Bethlehem zur Welt brachte. Bethlehem wird heute von der sogenannten palästinensischen Autonomiebehörde verwaltet. Heute wären Maria und Josef daher für diese willigen Vollstrecker nichts weiter als illegale jüdische Siedler, die dort nichts zu suchen haben. Jesus wäre auch nur ein illegaler Siedlerjunge, dessen Kreuzigung die Vollstrecker vermutlich mit dem Verhalten von Juden selbst erklären würden. Sowas kommt von sowas! Vermutlich würden sogar die Vereinten Nationen Resolutionen gegen Maria und Josef verhängen und deutsche Dichter würden Jesus kritisieren, weil es gesagt werden muss und man das ja wohl noch sagen darf!

In Bremen marschierte die Staffel der zivilen Vollstrecker über den Weihnachtsmarkt und in die Geschäfte Karstadt und Rossmann. Auf ihrer weißen Schutzanzügen war zu lesen:

Inspektion
Kennzeichnungspflicht
von Waren aus den illegalen
israelischen Siedlungen

Deutsche Zivilgesellschaft! Inspektion! Kennzeichnung! Verdacht! Das sind deutsche Worte, die 1933 besonders brutal klangen, sehr schnell extrem brutal wurden und ein paar Jahre später im Massenmord endeten, der von der deutschen Zivilgesellschaft auf Verdacht nach Inspektion und Kennzeichnung mit bürokratischer Genauigkeit und im besten Gewissen durchgeführt wurde. Am 27. November 2015 wurde in Bremen und Berlin, in Bonn und Hamburg dieser grausame Ton wieder hörbar.

Organisiert wurden die zivilen Schutzstaffeln gegen israelische Produkte von der BDS-Bewegung. Nähre Informationen über diese Bewegung finden sie hier: Lizas Welt.

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53 Antworten zu Deutschlands willige Vollstrecker

  1. yoyojon schreibt:

    Alles hat seinen Vor- und Nachteil. Wären die israelischen Waren in den von mir besuchten Geschäften deutlicher gekennzeichnet, wüsste ich immer gleich, was ich auch noch kaufen möchte.
    Wie es ist, entgehen mir sicher einige. Wenn diese Leute jetzt noch außen mit weißer Farbe auf die Läden schreiben: „Hier werden jüdische Waren verkauft“ und einen Davidsstern hinmalen (Hatten wir ja schon!), wüsste ich auch gleich, wo ich vorzugsweise einkaufen werde. Allerdings hätte ich dann doch Bedenken, wenn sich schließlich Schlägertrupps zur Aufschrift gesellen würden. Hatten wir auch schon.

  2. Brigitte schreibt:

    Ich hoffe, dass diese geistige Verwirrung nicht auf andere Menschen abfärbt.

  3. CWeiss schreibt:

    Nach 70 Jahren Vergangenheitsbewältigung sind die wahren Mechanismen des Nationalsozialismus immer noch nicht verstanden. Die Nazi-Keule schlägt auf vermeintliche oder tatsächliche Rassisten ein, die sich unfreundlich äussern, oder Personen, die einem ökosozialistischen Mainstream widersprechen: Abtreibungsgegner, Atomkraft- und Gentechnikbefürworter, Befürworter traditioneller Rollenverteilungen in Familien oder Gegner von Geschlechterquoten dürfen mit einem Shitstorm vom Allerfeinsten rechnen. So wird dann die Meinungsfreiheit und im weiteren die für eine offene Gesellschaft notwendige offene Diskussion untergraben.
    Aber wenn selbsternannte Heilige fern jedes Rechtsstaates ihr totalitäres oder in diesem Fall antisemitisches Gedankengut per eine Art Lynchmob unter die Masse tragen wollen, dann ist die gesellschaftliche Empörung erstaunlich gering.

    • Ima schreibt:

      Was ein armseliges frustriertes Pack, Nachkommen von Massenmördern, hat nichts Besseres zu tun als im Sinne ihrer Vorfahren Juden zu verfolgen.

      Wie verblendet muss man sein, die wertvolle Lebenszeit so sinnlos zu vergeuden.

      Im Gegensatz zu diesen Typen, hatte ich das Vergnügen ein wunderschönes Wochenende mit meinen zwei kleinen Enkelkindern zu verbringen.

      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Ima: „Wie verblendet muss man sein, die wertvolle Lebenszeit so sinnlos zu vergeuden.“

        Leider vergeuden diese Blockwartinnen nicht nur ihre eigene, sondern auch tatsächlich wertvolle Lebenszeit – die der Anderen.

  4. Adolf Breitmeier schreibt:

    Diese ,,Schutzstaffel“ sollte nach Pestiziden in der Nahrung fahnden, die über giftige Bestandteile der Schädlingsbekämpfungsmittel versteckt sind. Das wäre eine lohnende aufgabe. Das, was sie jetzt tun, ist so richtig schwachsinnig!

  5. peter schreibt:

    Die weisse Schutzkleidung soll wohl zeigen, dass ihre Traeger sich vor juedischer Kontamination schuetzen woollen. Deutlicher kann man seinen Antisemitismus nicht zum Ausdruck bringen. Hausverbot ist schon mal ein guter Anfang, aber man sollte letztlich doch Woody Allen’s Baseballschlaeger-Zitat in Erwaegung ziehen.

    • Bruno Becker schreibt:

      Woody Allen’s Baseballschlaeger-Zitat

      Kenne ich gar nicht. Aus welchem Film?

      • peter schreibt:

        Manhattan.

        • Bruno Becker schreibt:

          Da spricht er von echten Nazis, also i.d.R. gewaltätigen Irren, die sich von Satire nicht beeindrucken lassen. Die Stricklieseln aus Bremen und anderswo sind zwar irre, aber ganz sicher nicht gewalttätig. Die bereiten nur den Boden dafür. Da sie zumeist strunzdumm sind, kann man sie prima satirisch hochnehmen. Da ist die kölsche Art wirksamer.

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @peter: „…, aber man sollte letztlich doch Woody Allen’s Baseballschlaeger-Zitat in Erwaegung ziehen.“

      Baseballschläger gegen Holzköpfe? Sinnvoller hielte ich den Einsatz von Kettensägen.

  6. Leo schreibt:

    Man sollte hier mal unterscheiden, zwischen dem Staat israel und den Juden. Es werden nicht die Juden angeprangert sondern die Israelis und Kritik sollte hier schon angebracht sein, wie der israelische Staat dort agiert.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Warum den Staat anprangern, der sich in der Region mit Abstand am besten verhält?

      • silke schreibt:

        “ Warum den Staat anprangern, der sich in der Region mit Abstand am besten verhält?“

        Gibt es dafür vielleicht eine Quelle zu? Ansonsten sind es nur Behauptungen?

    • CWeiss schreibt:

      Jetzt wollen Sie mir erzählen, dass wenn es tatsächlich so weit käme und die EU eine spezielle Produktedeklaration für Tibet, Westsahara oder Ostzypern einführen würde, dass dann auch eine solche selbsternannte Deklarationshygienepolizei ohne amtliches Mandat durch die Marktgassen gehen würde?

      Israelkritik wird dann zum Antisemitismus, wenn man dem Staat Israel Dinge vorwirft, die einem anderswo schnurzegal sind. Und diese mit einer Art „Schutzanzug“ bekleideten Figuren dieser Deklarations-SA kümmern sich einen Dreck um andere „besetzte Gebiete“. Und der Schutzanzug transportiert ja auch eine Botschaft: „Kauft nicht diese Waren. Die sind verseucht.“

      Primitiver geht es nicht mehr.

      • Kanalratte schreibt:

        Und ausgerechnet in diesen Tagen werden die EU-Beitrittsverhandlungen mit einem Land aufgenommen, dass mit Nordzypern ein Land besetzt und dazu noch einen Völkermord an den Armeniern leugnet. Dass dort Kurden unterdrückt werden, und dort die IS ein und aus läuft interessiert natürlich auch niemanden. Und der Gabriel macht wieder Deals mit Uran äh Iran, während Hinrichtungen dort Hochkonjunktur haben.

        Diese Welt ist so schön. Man muss bloß ein bisschen Israel kritisieren und schon hat man seine Tätigkeit gegen das Böse getan…

  7. Pingback: Deutschlands willige Vollstrecker | loefflergblog

  8. Dante schreibt:

    Übrigens sage ich das gern den Medien, und zwar in Form von Leserbriefen, die jedoch leider nur selten abgedruckt werden.

  9. unbesorgt schreibt:

    Jetzt wird die EU auch noch ihrer diplomatischen Lieblingsspielwiese beraubt:
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/israel-will-eu-nicht-mehr-als-vermittler-in-nahost-friedensprozess-a-1065148.html
    Offensichtlich hat man in Jerusalem erkannt, dass die EU nicht Teil der Lösung ist, sondern leider Teil des Problems.

  10. ysosdi schreibt:

    Schaurig!
    So beginnen Pogrome

    • Mossad-Agent schreibt:

      Und mangels Synagogen und Juden in Europa, hat sich der Fokus auf die Levante verschoben.

      Es ist lupenreine Antisemiten, die da mitmachen. Und es ist so widersprüchlich. Es gibt so viele territoriale Konflikte auf der Erde, aber man stürzt ausgerechnet auf den, an dem auch Juden teilhaben. Und ausgerechnet der Konflikt, bei dem es eindeutiger nicht sein kann, wer gut und wer böse ist, nimmt man Partei für die Bösen.

      Hierzulande gibt’s auch den Spruch: „Kein Mensch ist illegal.“ Linke lieben diesen Spruch. Die sollten ihn ehrlicherweise erweitern: „Kein Mensch ist illegal, außer jüdische Siedler.“

      Ich bin ja mittlerweile der Verfechter der Einstaatenlösung: Israel soll sich Judäa und Samaria einfach komplett nehmen, den Arabern die israelische Staatsbürgerschaft anbieten bzw. konsequent ausweisen. Was mit Gaza passiert, ist mir fast egal. Soll das doch an die dussligen Ägypter fallen.

      Und ja, man darf Israel kritisieren. Es ist eine Frage, wie man das tut. Ich kritisiere jetzt mal Israel: Israel ist nicht hart genug vorgegangen.

      • ysosdi schreibt:

        Oben ist ja auch von der zivilen Schutzstaffel die Rede. Diese Kennzeichnung ist ja wohl lupenrein. Es ließe sich auch von Oma-SA reden oder statt von Braunhemden von … Ach, mit welchen Worten könnte da noch gekotzt werden angesichts dieses braunen Übels.

      • unbesorgt schreibt:

        Der Gaza-Streifen ist Ägypten mehr als einmal angeboten worden…die Ägypter waren aber nie so dusselig, aus diesem Schierlingsbecher zu trinken. Und das, wo sieh ihn doch selbst 1948 besetzt hatten.

  11. Malte S. Sembten schreibt:

    Wie kann es sein, dass Privatpersonen ungestraft in Geschäfte eindringen und Waren „kennzeichnen“?

    • American Viewer schreibt:

      Was soll daran strafbar sein? Mir fällt da spontan kein Straftatbestand ein. Aber jedes Geschäft kann natürlich Hausverbot erteilen. Rossmann hat das wohl auch gemacht.

      • Sophist X schreibt:

        Hm… Wenn die wirklich etwas antatschen und markieren, dann ist es Sachbeschädigung. Niemand kauft etwas, speziell Lebensmittel, an denen sich sichtbar jemand zu schaffen gemacht hat. Das Zeug kann man eigentlich nur noch entsorgen.

        • American Viewer schreibt:

          Quatsch mit Soße. Dann dürfte man kein Produkt im Supermarkt anfassen. Sachbeschädigung ist in DL so definiert:

          „Wer rechtswidrig eine fremde Sache beschädigt oder zerstört, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Ebenso wird bestraft, wer unbefugt das Erscheinungsbild einer fremden Sache nicht nur unerheblich und nicht nur vorübergehend verändert.“

          Diese Antisemiten haben fein darauf geachtet, dass sie das Gesetz einhalten. Aber wie gesagt: Einfach Hausverbot erteilen. So wie Rossmann.

      • Dante schreibt:

        Amtsanmaßung, s. „Sharia Police“.

      • ceterum censeo schreibt:

        Es sind schon Leute, die an die Regale mit moslemischem Halalfraß Zettel zum Zwecke der Aufklärung uninformierter „Verbraucher“ hefteten, streng bestraft worden.

    • Dante schreibt:

      Es ist eine Amtsanmaßung wie die „Sharia Police“, was die Leute da treiben. Es sollte eigentlich strafbar sein. Bei Rossman haben die Bremer Ex-BDM-jetzt-BDS-Mädels zudem Hausverbot.

      • quer schreibt:

        Amtsanmaßung ist der richtige Begriff. Die Tat ist strafbar. Dem steht entgegen, daß dergleichen in allen sozialistischen Systemen normal und üblich ist. Egal: BDM/BDS, SA-SS/Antifa-schwarzer Block, alles identisch und deckungsgleich. Alles, was nicht explizit sozialistisch ist, wird gnadenlos bekämpft. Hatten wir schon, haben wir noch immer und schon wieder.

        • ceterum censeo schreibt:

          Mit etwas Glück wird sich gleich ein üblicher Verdächtiger melden, der uns solcherlei als Merkmal des Kapitalismus in seiner extremsten Form erklären wird.

          • quer schreibt:

            In der Regel ist das so, daß Sozialisten anderen vorwerfen, Sozialisten zu sein. Das sind Augenblicke, wo der Historiker bei allem Ernst der Lage sich schier kugeln möchte vor Lachen.

          • Dante schreibt:

            Organisiert wurden die zivilen Schutzstaffeln gegen israelische Produkte von der BDS -Bewegung.

            Historisch etwas ungenau. Die Schutzstaffel (SS) hat sich weiland nicht mit der Durchsetzung des Judenboykotts befasst, das blieb der Sturmabteilung (SA) überlassen.

      • American Viewer schreibt:

        Die taz hat es richtig erklärt: Es seien Aktivisten. Gegen gute Aktivisten kann man nichts machen.

  12. Dante schreibt:

    Das sind nicht Deutschlands willige Vollstrecker, sondern die des BDMS. Das Handeln dieser Subjekte liegt nicht in Deutschlands Interesse.

    • caruso schreibt:

      Sag das den Medien, lieber Dante, die Israel bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit niedermachen. Ob das im Ds Interesse liegt?
      lg
      caruso

      • Dante schreibt:

        Tut es nicht. Es liegt im Interesse derer, die Deutschland schon einmal in ein schlechteres Land verwandelt haben, dass zwar eine zeitlang äußerlich groß und mächtig, aber innerlich hohl geworden und alsbald so gut wie vernichtet war (dass es – in verkleinerter und geteilter Form – weiterexistieren durfte, war nicht seine Entscheidung) und für ein gigantisches Verbrechen bekannter wurde als für seine kulturellen und wissenschaftlichen Leistungen.
        Mein Land.

      • Dante schreibt:

        Nachtrag: Man biedert sich aus falsch verstandener Menschenliebe Leuten an und übernimmt unkritisch deren Version, die uns für das Schlimmste lieben, für das unser Land bekannt ist.

    • Bruno Becker schreibt:

      Doch, es sind willige Vollstrecker aus Deutschland. Ich kenne die Deutschen, einige meiner besten Freunde sind welche. Gerade unter Freunden muss Kritik möglich sein und darf nicht mit dem Stigma der „Deutschenfeindlichkeit“ belegt werden. Genau wir Freunde Israels mit unserem geschichtlichen Hintergrund haben sogar die Pflicht, den Deutschen in den Arm zu fallen, wenn sie mal wieder Scheisse bauen. Also los!
      Soll man ob solcher Nummern lachen oder weinen? Buurmann beschreibt es genau richtig: das müffelt alles sehr, sehr deutsch, und zwar wie in jenen historischen Ecken, aus denen Deutschland am meisten stinkt. Da vergeht selbst mir das Lachen. Ich stelle mir vor, israelische Touristen werden Zeugen dieses widerlichen Schauspiels. Ich möchte vor Scham im Boden versinken. Und ich möchte auch nicht wissen, was der palästinensische Familienvater darüber denkt, der seine Familie mit genau so einem Arbeitsplatz durchbringt. Aber die Palis sind diesen Kanaillen ja sowieso egal, die interessiert nur die Juden. Scheiss-Antisemiten.

      • Bruno Becker schreibt:

        Für den letzten Kraftausdruck möchte ich mich bei allen entschuldigen, die sich davon angesprochen fühlen. Mir sind die Pferde durchgegangen.
        Der Antisemit bleibt aber stehen.

      • Dante schreibt:

        Doch, es sind willige Vollstrecker aus Deutschland

        Ja, aus Deutschland, aber dadurch nicht unbedingt Deutschlands. Allenfalls jenes verkrepelten Landes, zu dem es im Laufe der 1930er Jahre und des Krieges geworden war.

        • Bruno Becker schreibt:

          Nein, auch Deutschlands, denn mittlerweile stimmt ja auch die offizielle Politik in diesen „israelkritischen“, aka antisemitischen Chor ein. Nicht zu vergessen die 30% Deutschen, die laut Umfrage „eher nicht so gerne“ einen Juden als Nachbarn hätten, also die ganz offen antisemitischen. Die mir lieber sind, als die verklemmten, heuchlerischen und sich selbst belügenden Konsorten a la BDS.

      • Fabio schreibt:

        @Bruno Becker: wieso dürfen Sie von „den Deutschen“ sprechen, als sei das eine heterogene Gruppe mit spezifischen Eigenschaften, ohne dass das rassistisch ist?
        Warum sind die deutschen Freunde, die sie heranziehen, keine „Alibi-Deutsche“ um ihre Deutschenfeindlichkeit zu verschleiern, während es einem vermeintlichen Antisemiten überhaupt nichts hilft, ob er Juden oder Israelis kennt und mag (siehe Herrn Naidoo)? Darf man als Deutscher z.B. Sätze raushauen wie „Ich kenne die Juden, einige meiner Freunde sind welche“? Darf man sagen, dass etwas „sehr sehr jüdisch müffelt“? Oder klingt das verdächtig? Ich finde schon, aber ich sage das (als „Deutscher“) nicht, weil ich auch so reden dürfen will, sondern weil ich finde, dass niemand so reden sollte.
        Liege ich denn komplett daneben, wenn ich behaupte, dass diese BDS-Typen (deren Aktion ich kleinkariert und dumm finde, wenn auch der Antisemitismus-Beweis für mich noch aussteht und die bloße Behauptung bis dahin genau die Stigmatisierung darstellt, die andersherum beklagt wird), genau das sagen würden: „Genau wir Freunde Deutschlands mit unserem geschichtlichen Hintergrund haben sogar die Pflicht, den Israelis in den Arm zu fallen, wenn sie mal wieder Scheisse bauen“? Man mag das falsch finden (wie ich auch), aber Antisemitismus? Ich weiss nicht…Wenn die paar Hanseln, die vermutlich nichtmal Antisemiten sind, die Anfänge sind, derer wir uns erwehren müssen, dann ist mir nicht bange (Disclaimer: ich weiss nichts über BDS außer dieser skurilen Aktion. Wenn sich jemand intensiver mit denen beschäftigt hat und da wirklich Antisemiten am Werk sind, dann wäre die Reaktion für mich verständlicher. Ich würde dann allerdings Beweise sehen wollen).

        • Bruno Becker schreibt:

          Vielleicht hätte ich vor meinen ersten Absatz „Achtung, Satire!“ schreiben sollen.
          Dass Sie BDS nicht weiter kennen, ehrt Sie. Belassen Sie es dabei.

          In der Tat ist nicht jeder „Israelkritiker“ ein Antisemit; viele wissen es einfach nicht besser und laufen dem (antisemitischen) Mainstream hinterher. Die „paar Hanseln“ aber sind es, denn es treibt sie die Obsession. Sie haben längst das Problem (die Lage der sogenannten Palästinenser) aus den Augen verloren und wollen es auch gar nicht mehr sehen. Ihnen geht es um die Dämonisierung Israels; diese Unverschämtheit der Juden, sich einfach nicht mehr abmurksen zu lassen; so kann man gar nicht mehr tüchtig um sie trauern, um zu beweisen, dass man zu den Guten gehört. Juden waren und sind die Sündenböcke für einen besonderen psychologischen Typus, der die Neigung hat, seine eigenen Schwächen auf andere zu projezieren, die man dann eben am liebsten tot sieht, ob nun bewusst oder unbewusst.

          Das Ganze kennt man auch unter dem Oberbegriff Voodoo.

          • Dante schreibt:

            Das Ganze kennt man auch unter dem Oberbegriff Voodoo.

            Nicht einfach willenlos irgendwelche Religionen beleidigen!

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