Der Deutschlandfunk ist fast zurechnungsfähig

Jetzt rastet der Deutschlandfunk vollkommen aus. Kaum war mein Artikel „Deutschlandfunk deckt auf“ online, da erhielt ich schon folgende Reaktion vom Deutschlandfunk:

„Liebe Hörer, die Formulierung „fast antisemitisch“ hat zu Protesten geführt, die wir verstehen können. In der geläufigen Verwendung des Wortes „antisemitisch“ im deutschen Sprachraum wird darunter „judenfeindlich“ verstanden. Dies entspricht aber nicht der ursprünglichen Bedeutung. Die Araber sind nämlich selbst Semiten, daher können sie schwerlich antisemitisch sein. Das gilt auch für die Hamas. Wie sehr viele Araber sprechen aber auch die Hamas-Anhänger meist nicht von „den Israelis“, sondern von „den Juden“ (Al Yehud), denn es waren ja Juden, die als Zionisten nach Palästina kamen, dort siedelten und einen Staat gründeten. Dadurch wird die arabische Ablehnung und Feindseligkeit gegenüber den Israelis sprachlich „fast“ identisch mit dem Antisemitismus der Nazis. Aber eben nur „fast“. Wir bedauern, dass das zu Missverständnissen geführt hat.“

Ein Neunazi hätte Antisemitismus nicht relativierender erklären können!

Obwohl ich bereits gezwungen werde, den Deutschlandfunk mit Gebühren zu finanzieren, werde ich nun noch mehr tun und dem Deutschlandfunk sogar Nachhilfe geben:

Der Begriff Antisemitismus bezeichnet eine pauschale Ablehnung der Juden und des Judentums. Allerdings sind auch viele Muslime und Christen Semiten. Warum also heißt es Antisemitismus und nicht viel mehr Judenhass?

Der Judenhass hat eine lange Geschichte und wurzelt sowohl im Christentum als auch im Islam. Alle staatlichen Ideologien, die sich gegen Juden richteten oder richten, streuten oder streuen ihre judenhassende Saat in einen fruchtbaren christlichen oder muslimischen Boden.

Das Wort Antisemitismus ist historisch gesehenen der pseudo-wissenschaftliche Versuch, dem alten religiösen Judenhass ein neues modernes Gewandt zu geben. Als im Zuge der Aufklärung immer mehr Menschen die Kostüme der christlichen Dogmen und Fundamentalismen abgelegt hatten, erkannten sie schnell, dass sie zwar nackt waren, aber auch, dass sie immer noch keine Juden mochten. Der Judenhass war in langer und traditionellen Ausübung so tief in den Herzen mancher Menschen verankert, dass der Judenhass als Relikt der Religion Eingang in das neue Zeitalter der Aufklärung hielt.

Die Ideologie des Antisemitismus’ geht auf den Journalisten Wilhelm Marr (1819-1904) zurück. Er gehörte dem extrem linken Flügel der radikal-demokratischen Partei um 1848 an und war erklärter Atheist. In seiner linken Überzeugung waren die Juden schuld am Liberalismus, weil er sich den jüdisch konnotierten Kapitalinteressen verschrieben habe. In Berlin erschien im Februar 1879 Marrs Propagandaschrift “Der Sieg des Germanenthums über das Judenthum – Vom nichtconfessionellen Standpunkt aus betrachtet”, die noch im selben Jahr zwölf Auflagen erlebte. In dieser Schrift grenzt sich Marr deutlich von der traditionellen religiösen Judenfeindschaft ab und behauptet stattdessen, dass die Juden eine fremde Rasse von „Parasiten“ seien, die erfolgreich die Ausbeutung Deutschlands betreibe. Diesen Paradigmenwechsel von Religion zu Rasse verdeutlichte er durch die Einführung des Begriffs „Antisemitismus“ in den zeitgenössischen politisch-gesellschaftlichen Diskurs. Es ist allerdings nicht sicher, dass die Begriffsschöpfung tatsächlich auf ihn zurückgeht, da das Adjektiv „antisemitisch“ schon 1873 belegt ist. Marr prägte jedoch wesentliche Klischees und Schlagworte, die weit über seinen persönlichen Erfolg hinaus weiterwirkten und die Diskussion um die „Judenfrage“ bestimmten. So legte er 1880 mit seiner Schrift “Goldene Ratten und rothe Mäuse” die Basis für die verschwörungstheoretische Gleichsetzung von Judentum, Kapitalismus und Kommunismus, wie sie später Adolf Hitler in “Mein Kampf” vertrat.

Wilhelm Marr gehört zu jenen aufgeklärten Demokraten, die zwar auf Gott und den König verzichten konnten, nicht aber auf den Judenhass. Mit pseudo-wissenschaftlicher Akribie wurde der Judenhass intellektuell rehabilitiert und sogar brutalisiert. War es bei dem religiösen Judenhass noch möglich, dass ein Jude Christ werden konnte, um der Verfolgung zu entgehen, war der Jude für den Antisemiten ein ewiger Jude und dadurch nur durch die physische Vernichtung zu entfernen.

Der Antisemitismus ist somit nichts weiter als die Rettung des Judenhass‘ für die vermeintlich Aufgeklärten. Sie alle hatten Darwin, Nietzsche, Voltaire und all die anderen modernen Philosophen und Wissenschaftler genug gelesen, um sie missverstehen zu können!

Als es in Deutschland zum Holocaust kam, waren es nicht nur die Aufgeklärten und Demokraten, die die Vernichtung der Juden vorantrieben, unterstützten und tolerierten, sondern auch die gottesfürchtigen Bürgerlichen, die gläubigen Bauern und Arbeiter und die nostalgischen Aristokraten und Theologen. Ihre Lust am Judenmord speißte sich nach wie vor durch den christlichen Judenhass, ohne den selbst Hitler seinen judenfeindlichen Wahn niemals hätte umsetzen können. Schon in den frühen christlichen Texten finden sich judenfeindliche Passagen. Laut dem Evangelium von Johannes zum Beispiel sind Juden „Söhne des Teufels“, die die perfektionierte jüdische Lehre von Jesus nicht annehmen wollen:

„Jesus sprach zu ihnen: Wäre Gott euer Vater, so liebtet ihr mich; denn ich bin ausgegangen und komme von Gott; denn ich bin nicht von mir selber gekommen, sondern er hat mich gesandt. Warum kennet ihr denn meine Sprache nicht? Denn ihr könnt ja mein Wort nicht hören. Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang und ist nicht bestanden in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er von seinem Eigenen; denn er ist ein Lügner und ein Vater derselben. Ich aber, weil ich die Wahrheit sage, so glaubet ihr mir nicht. Welcher unter euch kann mich einer Sünde zeihen? So ich aber die Wahrheit sage, warum glaubet ihr mir nicht? Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte; darum hört ihr nicht, denn ihr seid nicht von Gott.“ (Johannes 8, 42-47)

Für Paulus ist es klar, dass jene Juden, die Jesus Lehre nicht leben wollen, auch seinen Tod zu verantworten haben:

„Ihr seid nämlich, Brüder, Nachahmer der Gemeinden Gottes in Judäa geworden, die in Christus Jesus sind; denn ihr habt von den eigenen Landsleuten dasselbe erlitten wie jene von den Juden, die sowohl den Herrn Jesus als auch die Propheten getötet und uns verfolgt haben, die Gott nicht gefallen und allen Menschen feindlich sind, indem sie uns hindern, den Heiden zu ihrer Rettung. So machen sie das Maß ihrer Sünden unablässig voll. Es ist aber schon der ganze Zorn über sie gekommen.“ (1. Thess 2, 13-16)

Nirgends tritt die judenfeindliche Tendenz des Christentums deutlicher hervor, als während der Karfreitagsfürbitte für Juden. Seit dem 6. Jahrhundert bitten Christen bei Gott darum, den Schleier vom Herzen der “treulosen” Juden zu nehmen und ihnen die christliche Erkenntnis zu schenken, um sie so der „Verblendung ihres Volkes“ und der „Finsternis” zu entreißen. Eine zaghafte Kritik an der traditionellen Judenfürbitte wurde erst nach der Shoa formuliert. Seit 1956 veränderte der Vatikan sie schrittweise. Israles Erwählung zum Gottesvolk wird seitdem stärker betont, aber um die Treue der Juden wird nichtsdestotrotz weiterhin gebetet.

Einen weiteren traurigen Höhepunkt fand diese Brutalität in dem Reformator Martin Luther und seinem Werk „Von den Jüden und ihren Lügen”:

„Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen.“

In seinem „Handbuch über die Judenfrage“ fordert Martin Luther jene Dinge, die im 20. Jahrhundert am Wannsee in Berlin zur deutschen Staatsräson unter Hitler werden sollten:

„Ich will meinen treuen Rat geben. Erstlich, dass man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich …“

Martin Luther hat Texte verfasst, die es locker mit „Mein Kampf“ aufnehmen können. Es ist daher fast lächerlich, von einer christlich-jüdischen Zusammenarbeit in Europa zu sprechen. Die christlich-jüdische Zusammenarbeit in Europa bestand zum größten Teil aus einer Verfolgung von Juden durch Christen. Auch der Islam ist bekannt für seinen Hass auf das Judentum. Viele Muslime sind fest davon überzeugt, dass die Welt friedlich wäre, wenn nur alle den Islam annehmen würden. Es verwundert daher nicht, dass auch im Islam ein brutaler Judenhass zu finden ist. In einer erst jüngst gehaltenen Predigt des Sheich Ibrahim Madhi in der Sheik ‘Ijlin Moschee befasst sich der Redner mit einer Hadith-Stelle, in der Mohammed die perfekte Welt erst nach dem Tod aller Juden verorten kann.

Mohammed sagt dort: „Die Stunde wird nicht kommen, bis ihr gegen die Juden solange kämpft, und bis der Stein, hinter dem sich der Jude versteckt hat, spricht: „Du Muslim, hier ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt, so töte ihn.”

Sheich Ibrahim Madhi interpretiert: Der Prophet sagt: ‘Die Juden werden gegen euch kämpfen, und Allah wird Euch als Herrscher über sie setzen.’ Wir blasen sie in die Luft in Hadera, wir blasen sie in die Luft in Tel-Aviv und in Netanya. Und auf diese Weise wird Allah uns als Herren über diese Rotte hergelaufener Landstreicher setzen. Wenn ein Jude sich hinter einem Stein oder einen Baum versteckt, dann werden der Stein oder der Baum sagen: Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude versteckt sich hinter mir, komm und töte ihn…“

Wenn man in Europa schon von einer Zusammenarbeit zweier Religionen sprechen möchte, so wäre die Rede von einem christlich-islamischen Abendland weit angemessener. Als die Nazis ihren mordenden Judenhass propagierten, ging Heinrich Himmler ein Bündnis mit Teilen des Islams ein, u.a. mit dem Mufti Al Husseini. Dieses Bündnis wird noch heute von islamischen Organisationen als heilig angesehen, der Hitlergruß ist gängige Praxis bei der Hamas wie bei der Hisbollah, wie man hier sehen kann.

Natürlich gab es auch christlichen und muslimischen Widerstand und auch er definierte sich aus der Religion, aber der Hass entsprang eben der selben Quelle. Als sich Deutschland brutal gegen Juden wendete, gab es überwiegend nur ein lautes Schweigen und teilweise sogar ein aktives Mitlhelfen der christlichen und islamischen Religionen. Das war gelebte christlich-islamische Zusammenarbeit. Heute haben sich die Christen zwar von ihrem radikalen Judenhass verabschiedet, aber unter Muslimen gibt es ihn leider noch. Mehrere islamische Staaten, unter ihnen Algerien, Saudi-Arabien, Jordanien und Libyen sind nach wie vor stolz darauf, „judenfrei“ zu sein. Sie haben geschafft, woran Hitler gescheitert war.

Zudem haben die brutalsten judenfeindlichen Ausschreitungen in Europa mittlerweile einen islamistischen Hintergrund. Am 21. Januar 2006 wurde in Frankreich Ilan Halimi von einer Gruppe muslimischer Einwanderer entführt und über einen Zeitraum von drei Wochen zu Tode gefoltert, weil er Jude war. Am 8. Juli 2014 griff ein arabischer Mann ein 17-jähriges jüdisches Mädchen auf einer Straße in der Nähe des Pariser Nordbahnhof tätlich an und sprühte ihr Pfeffer-Spray ins Gesicht. Im gleichen Monat wurde ebenfalls in Paris ein Brandanschlag auf eine Synagoge verübt. Im selben Monat kam es in vielen Städten Deutschland zu Demonstrationen, bei denen die Vergasung von Juden gefordert wurde. Am 19. März 2012 wurden vier Menschen vor einer jüdischen Schule in Toulouse getötet, drei der Opfer waren Kinder. Im Jahr 2014 wurden in Brüssel im Jüdischen Museum drei Menschen durch einen Islamisten ermordet. Im gleichen Jahr riefen Islamisten auf deutschen Straßen dazu auf, Juden zu vergasen!

Es gibt eine Menge Verbindung zwischen Mohammed, Luther und Hitler. Die Verbindung mag vielen schmerzen, sie ist verstörend, aber deshalb nicht minder real und kann nicht geleugnet werden.

Aber auch viele Religionskritiker und Aufklärer waren glühende Judenhasser. Voltaire zum Beispiel schreibt über Juden:„Sie wurden alle mit rasendem Fanatismus im Herzen geboren, so wie die Bretonen und Deutschen alle blond sind“. An einer anderen Stelle schreibt er: „Mich würde nicht im mindesten wundern, wenn diese Leute eines Tages gefährlich würden für das Menschengeschlecht.“ Er spricht sich sogar für eine Bestrafung aller Juden aus: „Ihr übertrefft sämtliche Nationen mit euren unverschämten Märchen, eurem schlechten Benehmen und eurer Barbarei. Ihr habt es verdient, bestraft zu werden, denn das ist euer Schicksal.“

Voltaire stand mit seinem Judenhass keineswegs allein da. Der Judenhass ist keineswegs eine Ausnahme oder ein Randphänomen der Aufklärung. Hannes Stein hat es für die WELT auf einen einfachen und schmerzhaften Punkt gebracht: „Die großen Aufklärer waren oft Judenhasser“

Eins muss man dem Judenhass lassen: Er ist erschreckend wandelbar. Der christliche Judenhass nannte sich Antijudaismus. Antijudaisten nannten Juden Kindermörder, verfolgten sie und griffen ihre Synagogen an. Antijudaismus ist der Hass auf das Judentum als Religion. Mit der Aufklärung nahm der christliche Antijudaismus ab. An seiner Stelle nahm der Antisemitismus den Platz ein. Antisemiten erklärten Juden zu einer minderwertigen Rasse nannten Juden Kindermörder, verfolgten und ermordeten sie und griffen ihre Synagogen an. Antisemitismus ist der Hass auf das Judentum als vermeintliche Rasse.

Als der Antisemitismus aufkam, kannten viele Menschen nur den klassischen Antijudaismus, den sie nicht mehr als so große Gefahr ansahen. Das Christentum hatte seine absolute Macht eingebüßt. In Deutschland wurden Juden Ende des 19. Jahrhunderts vollwertige Bürger des Deutschen Kaiserreichs. Als der Antisemitismus aufkam, wurde er fahrlässig unterschätzt. Deshalb konnte er wüten.

Mit dem Ende des Nationalsozialismus nahm auch der Antisemitismus langsam ab. An seine Stelle trat eine neue Form des Judenhass: der Antizionismus. Antizionisten erklären Juden zu einem Volk, dass nichts aus dem Holocaust gelernt haben soll. Antizionisten nennen Juden Kindermörder, verfolgten und ermordeten sie und greifen ihre Synagogen an. Antizionismus ist der Hass auf das Judentum als Nation. Antizionismus als sekundärer Antisemitismus bezeichnet. Antisemitismus ist jedoch bereits sekundärer Antijudaismus. Der Hass auf Israel ist somit nichts weiter als tertiärer Judenhass!

Ob nun aber Antijudaismus, Antisemitismus oder Antizionismus, in allen drei Fällen ist die Definition von Judenhass gleich. Henryk M. Broder hat es auf die einfache Formel gebracht:

“Ein Judenhasser ist, wer an Juden kritisiert, was er an anderen Menschen nicht kritisiert.”

Wie einst der Antisemitismus unterschätzt wurde, wird heute der Antizionismus unterschätzt. Viele Menschen in der Bundesrepublik Deutschland, in der Juden so gleichberechtigt sind, wie sie es einst im Deutschen Kaiserreich waren, für das einige Juden sogar in der Armee gekämpft hatten, haben immer noch nur das Phänomen des Antisemitismus‘ im Kopf. Antisemitismus aber war gestern. Heute wütet der Antizionismus!

So wie der Antijudaismus einst von Christen ausging, ist der Antizionismus heute ein Phänomen, das stark in der muslimischen Gemeinschaft zu finden ist. Die hysterische Kritik gegen Israel ist purer Antizionismus, weil sie an Israel kritisiert, was sie allen anderen Ländern der Welt durchgehen lässt. Zudem ist die Kritik sinnlos! Die Hamas hasst Israel nämlich nicht aufgrund eines bestimmten Handels. Sie hasst Israel, weil Israel überhaupt handeln kann, egal wie. Es ist die pure Existenz Israels, die nicht erwünscht ist. Die Hamas hat einen brutalen auf Vernichtung der Juden ausgerichteten Hass auf Israel.

Die Hamas fordert die Ermordung aller Juden, bewaffnet sich aus genau diesem Grund, peitscht ihre Feinde ein und schießt seit Jahren immer wieder und oft täglich tausende Raketen in Richtung Israel ab, um so viele Kinder, Frauen, Zivilisten, Schulen, Hospitäler, Atomkraftwerke und Heime wie möglich zu treffen. Statt aber Israels Recht auf Selbstverteidigung zu verteidigen, wird von vielen Leuten erwartet, Israel solle mit den Judenhassern verhandeln. Wie aber verhandelt man mit einer Terrororganisation, die alle Juden vernichten will? Soll Israel dieser Organisation etwa auf halbem Weg entgegenkommen?

Es gibt keine Möglichkeit über die Vernichtung von Juden zu verhandeln. Israel muss daher den Krieg gewinnen. Israel muss jeden Krieg gewinnen! Nach zehn Kriegen muss es 10:0 stehen. Ein 9:1 ist nicht möglich. Nur ein verlorener Krieg bedeutet nämlich, dass Israel nicht mehr existiert. Israel lebt seit seiner Gründung in einer permanenten Sudden Death Situation. Der Gegner kann ruhig einen Krieg nach dem anderen verlieren, aber Israel muss jeden Krieg gewinnen.

Israel hat daher kein Interesse an einen Krieg. Israel ist eine marktwirtschaftliche Demokratie und wäre lieber von Geschäftspartner umgeben als von Feinden.

Der Antizionismus blendet das alles aus. Der Antizionismus wird in Deutschland so fahrlässig unterschätzt wie einst der Antisemitismus. Aber so wie Juden den Antijudaismus und den Antisemitismus überlebt haben, so werden sie auch den Antizionismus überleben. Der Antijudaismus hatte einst mit Luther einen bedeutenden deutschsprachigen Unterstützer. Der Antisemitismus hatte in Hitler seinen besten Verbündeten. Heute schauen wir mit Unverständnis auf diese Zeiten zurück und fragen uns, wie eine solche einseitige Hetze sich gesellschaftlich Bahn brechen konnte. In ferner Zukunft wartet auch auf den Antizionismus dieses Unverständnis. Die Frage ist nur, wie entscheidet sich Deutschland diesmal?

Der Deutschlandfunk jedenfalls scheint sich entschieden zu haben.

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63 Antworten zu Der Deutschlandfunk ist fast zurechnungsfähig

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  3. ariksan schreibt:

    Ethnologisch gesehen gibt es keine „semitische“ Volksgruppe.
    Der Begriff „semitisch“ bezeichnet eine Sprachgruppe.
    Arabisch ist eine „semitische“ Sprache.

    Die Bezeichnung „Semiten“ als Volksgruppe basierend auf der heligen Schrift (also nicht wissenschaflich sondern als religiöses Konstrukt) bezeichnet jene Völker als „Semiten“, die von Sem abstammen.
    Ishmaels Mutter Hagar war allerdings eine Hamitin – keine Semitin.

    Allerdings ist dies natürlich sooderso – wie schon erwähnt – völlig irrelevant, da der Begriff „Antisemitisch“ aus der Deutschen Kaiserzeit stammt und ganz klar den Judenhass und nichts anderes bezeichnet.

    • Dante schreibt:

      Ethnologisch gesehen gibt es keine “semitische” Volksgruppe.
      Der Begriff “semitisch” bezeichnet eine Sprachgruppe.

      Deshalb formuliere ich ja häufig, dass mit „Antisemitismus“ niemals eine Abneigung gegen Sprecher semitischer Sprachen gemeint war, seit es das Wort gibt.

    • Praecox schreibt:

      Sind Sie christlicher Fundamentalist, Kreationist und Bibel-Wortglauber, Ariksan? Sind Sie nicht, oder?

      Jedenfalls liegen Sie ganz FALSCH!

      Ismaels Vater Abraham ist ein Nachkomme Sems. Deshalb ist auch Ismael ein Nachkomme Sems.

      • Dante schreibt:

        Sind Sie christlicher Fundamentalist, Kreationist und Bibel-Wortglauber, Ariksan?

        Wie kommen Sie auf dieses schmale Brett? Arkisan schreibt doch: „Die Bezeichnung “Semiten” als Volksgruppe basierend auf der heligen Schrift (also nicht wissenschaftlich sondern als religiöses Konstrukt) bezeichnet jene Völker als “Semiten”, die von Sem abstammen.“ (Hervorhebung von mir).
        Kein religiöser Fundamentalist würde das schreiben.

        Jedenfalls liegen Sie ganz FALSCH!

        Ismaels Vater Abraham ist ein Nachkomme Sems. Deshalb ist auch Ismael ein Nachkomme Sems.

        Wieder mehr interpretiert als gelesen. Arkisan schreibt: „Ishmaels Mutter Hagar war allerdings eine Hamitin – keine Semitin.“
        Kein Wort davon, dass Ishmael selbst laut Bibel deshalb auch kein Nachkomme Sems gewesen sei.
        Im Übrigen muss auch jemand, der den Pentateuch – wo diese Genealogie drin steht – wörtlich auffasst, kein christlicher, sondern kann auch jüdischer Fundamentalist sein, denn dieser ist nichts anderes als die Tora.

        • Praecox schreibt:

          Och, Dante. So what?

        • Praecox schreibt:

          Was meinen Sie denn, was Ariksan damit sagen will, dass Hagar eine Nachfahren Hams gewesen sei? Hm?
          Wollen wir Ariksan vielleicht selbst antworten lassen?

        • Praecox schreibt:

          Außerdem gehe ich davon aus, das Juden den Tanach generell besser kennen, als Christen und deshalb selbst der fundamentalste jüdische Fundamentalist weiß, dass die Abstammung im Zeitalter der Patriarchen bzw. in der Zeit vor der Mischna patrilinear war und deshalb die mütterlichen Vorfahren Ismaels für die religiöse Konstruktion einer ethnischen Zugehörigkeit irrelevant sind.

          Zitat Dante: „Kein religiöser Fundamentalist würde das schreiben.“
          Und kein Atheist/ Säkularist o.ä. würde den Tanach/ die Bibel als „Heilige Schrift“ bezeichnen, wie es Ariksan tut. Vermute ich. Ariksan, was sagen sie dazu?

          • Dante schreibt:

            Zwischen religiösem Fundamentalismus und Atheismus ist ’ne Menge Platz.

          • Praecox schreibt:

            Das kommt ganz auf den Blickwinkel an. Im Grunde passt zwischen die beiden kein Blatt.

          • Dante schreibt:

            Ja klar – auf der anderen Seite nicht!

          • ariksan schreibt:

            gähn

            Praexox,
            was soll ich den dazu sagen? Ihre Interpretation meines Kommentars durch Hinzufügen Ihrer eigenen Schlussfolgerungen ist Ihre eigene Sache – nicht die meine. Selbst wenn ich ein Fundamentalist jegwelcher Couleur wäre – was ich nicht bin – würde es nichts zur Sache beitragen.

            Was wollen Sie den eigentlich mit Ihrem Kommentar sagen? Vertreten Sie die etwa die Ansicht des DLF, dass das Wort „Antisemitismus“ den Hass auf eine ethnologisch nicht existierende Volksgruppe erklärt – oder – wie die historische Sprachwissenschaft weiss – den Hass auf alle Juden?

          • Praecox schreibt:

            Jawoll, Jawoll, Jawoll! Genau die Ansicht vertrete ich. 🙂 Ist das lustig hier…

          • Dante schreibt:

            Ariksans Frage im letzten Satz des Kommentars war offensichtlich keine ja-nein-Frage.

          • Praecox schreibt:

            Im Ernst, Ariksan. Sie haben Stuss verzapft mit ihrer Pseudoexegese, das ist alles.

          • Dante schreibt:

            Er hat keinen Stuss verzapft. Er hat nicht mal versucht, etwas auszulegen.
            U. a. sagt er, dass Antisemitismus, solange es das Wort überhaupt gibt, niemals etwas mit Abneigung allgemein gegen Sprecher semitischer Sprachen zu tun hatte, sondern immer eine Bezeichnung – ein Euphemismus übrigens – für Judenhass war, womit er einfach Recht hat.
            Auf die Heilige Schrift (feststehender Begriff, daher groß geschrieben) nimmt er selbstredend Bezug, weil da ja das Wort „Semit“ herkommt. Auch nix Verkehrtes dran – zumal er darauf hinweist, dass es sich um eine biblische und nicht wissenschaftliche Genealogie handelt. Wieder richtig.
            Schließlich bezeichnet er Hagar als Hamitin; in der Bibel wird ihr eine ägyptische Herkunft zugeschrieben. Da die Ägypter gemäß traditioneller biblischer Genealogie als Nachkommen Hams gelten, ist auch das systemimmanent gedacht korrekt.
            Stuss wäre es allenfalls gewesen, wenn er die wissenschaftliche Richtigkeit dieser Genealogie behauptet hätte, was er nicht hat.

          • Praecox schreibt:

            Selbstveständlich hat Ariksan Stuss verzapft.

            Zitat Ariksan:
            „Die Bezeichnung “Semiten” als Volksgruppe basierend auf der heligen Schrift (also nicht wissenschaflich sondern als religiöses Konstrukt) bezeichnet jene Völker als “Semiten”, die von Sem abstammen.
            Ishmaels Mutter Hagar war ALLERDINGS eine Hamitin – keine Semitin.“

            Stuss-entscheidend ist das Wort ALLERDINGS. Ohnehin gibt es keinen Grund, die hamitische Abstammung von Hagar zu erwähnen. Außer man will damit etwas bestimmtes sagen. Das Bestimmte, das uns Ariksan sagen möchte, steckt in dem Wort ALLERDINGS.

            ALLERDINGS heißt, dass Ismael kein Semit ist, da seine Mutter eine Hamitin war.
            Daraus folgt unausgesprochen und ALLERDINGS, dass das Volk der Araber keine Semiten sein können, da die ja von Ismael abstammen bzw. ihre Abstammung auf Ismael zurückführen.

            Zum STUSS-Problem:
            1. Zur Zeit Abrahams wurde die Volkszugehörigkeit patrilinear vererbt, d.h. durch den Vater. Darum ist Ismael aus biblischer Sicht ein Nachkomme Sems.

            De Bibel kennt kein Volk der Semiten. Dieses ist eine Erfindung/ Kategorisierung des des Historikers August Ludwig von Schlözer aus dem Jahr 1781.
            Hätte man damals, als diese Einteilungen in der Sprachwissenschaft aufkamen, das Arabische zu den hamitischen Sprache gezählt, hätte man – wie Ariksan – geglaubt, Ismael sei ein Hamit. Dazu Punkt 4.
            Es gibt in der gegenwärtigen Sprachwissenschaft keinen Konsens darüber, welche Einzelsprachen nun unter Semitisch zu subsumieren seien und welche nicht. Man verwendet heute sowohl für die sog. semitischen, als auch die sog. hamitischen Sprachen den Sammelbegriff „afroasiatische Sprachen“.

            Zusammenfasung:
            Nicht ethnologisch, nicht linguistisch, sondern nur exegetisch, also biblisch gesprochen ist Ismael ein Nachkomme des SEM.

            Nicht biblisch, nicht ethnologisch, sondern nur linguistisch, ist Arabisch eine SEMITISCHE Sprache.

            Nicht linguistisch, nicht biblisch, sondern nur ethnologisch, ist eine Ethnie das, was sie selbst zu sein meint, also ihr identitäres Selbstverständnis. Da sich die Araber selbst als Kinder Abrahams und Ismaels betrachten, wären sie auch ethnologisch aufgrund ihrer Ethnizität als SEMITEN zu betrachten, würde man darauf soviel Wert legen, wie Ariksan.

            Hypothese, warum Ariksan Wert auf die hamitische Abstammung der Araber legt:
            Weil er unter dem Einfluß von Propaganda wie dieser hier steht:
            https://de.europenews.dk/Der-Islam-und-die-Groen-Religionen-77134.html

            Zitat daraus:
            „Außerdem waren Abraham und Sarah Nachkommen von Shem, Sohn von Noah (daher das Word „Semit“) aber Ishmael war es nicht. Während in vielen Nationen der Sohn die Nationalität vom Vater erbt, ist das für Juden anders. Für sie wird sie durch die Mutter bestimmt. Daher war Ishmael Hamite, denn Ishmaels Mutter Hagar war Ägypterin und Ägypten geht auf einen der vier Söhne von Noahs anderem Sohn Ham zurück.“

          • Praecox schreibt:

            Bleibt nur noch die Frage, weshalb Sie, Dante, eigentlich den Ariksan so entmündigen müssen? Kann er nicht selbst antworten? Ist er noch ein Kind?

          • Dante schreibt:

            Muss ich nicht, tue ich auch nicht. Ich kenne ihn gar nicht. Ich lese den Kommentar und verteidige dessen Inhalt gegen den Vorwurf, Stuss zu sein, weil ich ihn nicht für Stuss halte, allenfalls für unglücklich formuliert, weil die Formulierung die Ebenen nicht sauber und für alle erkennbar voneinander trennt.
            Hätten Sie genau das kritisiert, statt den Kommentar, dessen Kernaussage wir in Wahrheit beide völlig zustimme , pauschal als Stuss zu bezeichnen, würden wir uns jetzt nicht um des Kaisers Bart streiten.

          • Dante schreibt:

            Nachtrag: Natürlich hätte das auch Ariksan selbst schreiben können. Darauf wollte ich mich aber nicht verlassen, da ich den Verdacht hege, dass er es für verlorene Liebesmüh hält und deshalb lässt. Wenn ich also finde, dass es geschrieben gehört, muss ich es selbst schreiben.

          • Praecox schreibt:

            2., 3. und 4. sind verschwunden. Einfach dazu denken.

  4. Markus schreibt:

    Zustimmung, es ist eine elendes Rumgeeiere, das nicht zu nennen, was so klar ist. Und auch Zustimmung, dass Christen und christliche Kultur Juden verfolgt und ermordet haben.
    2 Anmerkungen:
    Die genannten Bibelstellen beziehen sich m.E. auf die Juden zu der Zeit und
    es gibt andere Bibelstellen, die sehr klar machen, dass Jesus und Paulus nicht nur nicht gegen Juden waren, sondern das Volk Israel, die Juden geliebt haben.

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  6. Stefan K schreibt:

    „…die Formulierung “fast antisemitisch” hat zu Protesten geführt, die wir verstehen können. In der geläufigen Verwendung des Wortes “antisemitisch” im deutschen Sprachraum wird darunter “judenfeindlich” verstanden. Dies entspricht aber nicht der ursprünglichen Bedeutung. Die Araber sind nämlich selbst Semiten, daher können sie schwerlich antisemitisch sein.“

    Haha, ja. Aber was heißt dann „fast antisemitisch“? Wie können Semiten denn „fast“ antisemitisch sein? Wenn richtig antisemitisch schon nicht geht (Schwarze können wohl auch nicht richtig rassistisch und Schwule nicht richtig homophob sein), wie können sie das dann „fast“ sein?

    Aber damit wird ja einiges auch klarer. Zum Beispiel, warum nicht-jüdische Antisemiten gerne jüdische Antisemiten vorschicken und zitieren: Um sich gegen den Vorwurf zu immunisieren, Antisemiten zu sein. Also derselbe Grund, warum Rassisten Farbige vorschicken und Schwulenhasser eben schwule Schwulenhasser.

    Hier steht, ich soll mit Respekt schreiben. Aber die Erklärung des Deutschlandfunks ist erbärmlich und lächerlich. Respekt kann ich leider nicht mehr aufbringen.

    • gogo schreibt:

      Verlaufen Sie sich bloß nicht!
      Ist einfacher, als man denkt

      Coca-Cola

    • Dante schreibt:

      Wer behauptet denn, Schwarze könnten keine Rassisten sein?

      • O.Paul schreibt:

        Alle auf der Welt sind gut, nur wir Deutschen nicht. Oder warum wohl hat die Kanzlerin die Welt eingeladen?

        • Dante schreibt:

          Alle auf der Welt sind gut, nur wir Deutschen nicht.

          Diese Behauptung entspringt einer dummlinken Ideologie, die selbst in der Linkspartei nur von einer Minderheit geteilt werden dürfte.

          Oder warum wohl hat die Kanzlerin die Welt eingeladen?

          Hat sie nicht. Die Willkommensgeste der Kanzlerin für Flüchtlinge aus Syrien kam nur so rüber. Und sie beruht sicherlich nicht darauf, dass sie die Deutschen für schlecht und alle anderen für besser hielte, sondern darauf, dass sie die Deutschen für (a) gut und (b) stark genug hält, eine große Zahl Flüchtlinge in kurzer Zeit zu integrieren.

      • Frase0815 schreibt:

        An der Behauptung, Schwarze könnten keine Rassisten sein, ist schon etwas dran, Dante.
        Zwar nicht in dem Sinne, dass es tatsächlich so wäre, selbstverständlich können Schwarze alles genauso sein wie Nichtschwarze.
        Allerdings gibt es m.E. diese Haltung / Einschätzung recht häufig bei den Gutlinksgrünmenschlein zu beobachten. Wenn man sie danach fragen würde, würden sie es höchstwahrscheinlich abstreiten und sich obiger Feststellung, dass Schwarze genauso gut / schlecht / böse etc. sein können wie alle anderen, lauthals anschließen.
        Nur leben die Grünlinge nicht danach, zumindest dann nicht, wenn Aussagen NICHT als rassistisch gebrandmarkt werden wenn der Sprecher schwarz ist, es aber keiner großen Vorstellungskraft bedarf sich vorzustellen, dass dieselbe Aussage, von einem Weißen getätigt, eben zu genau diesem Vorwurf führen würde.

        Als Beispiel sei das Youtube-Video von Serge Nathan genannt:

        Jetzt stelle ich doch mal allen Ausländern, die hier in Deutschland leben, die Frage: […] Mit welchem Recht nehmen sich manche Menschen Sachen raus, die im Grunde genommen das Ansehen aller in Deutschland lebenden Ausländer besudeln? […] Leute, packt doch einfach eure Klamotten, geht doch nach Hause! […] Ich glaube kaum, dass einer von uns zu Hause auf den Teppich scheißt. Dann tut es doch bitte auch nicht dort, wo ihr mit offenen Armen aufgenommen worden seid!

        Alles richtige Aussagen und bestimmt auch nicht rassistisch. Nur, wenn wir uns jetzt vorstellen ein Herr Sarrazin oder eine Frau Petry hätte so etwas von sich gegeben…
        Insofern sehe ich das eher als implizite Einstellung der UnwortDesJahresFraktion – die sind so sehr auf ihrer Schiene, dass alles Schlechte auf dieser Welt von rassistischen, imperialistischen WEISSEN MÄNNERN gemacht wird (aka white guilt), dass für Nichtweiße nichts mehr übrig bleibt. Haben die Neger nochmal Glück gehabt.

  7. Praecox schreibt:

    Also, werte Kommentatoren und Lügenkommentatoren, jetzt macht Euch doch selbst schlau und lest die Diskussion auf der FB-Seite des Deutschlandfunk! Dafür werden die Zwangsgebühren nämlich auch verwendet, dass Hörer via FB-Post mit den Machern des Programms diskutieren können und auf diese Weise Einfluß nehmen. Das ist eigentlich doch sehr demokratisch und bei einem derartigen Eingeständnis des eigenen Fehlers durch den DF, sollte es nun aber dann auch wieder gut sein mit dem „Lügenpresse“-Geplärre.

    https://de-de.facebook.com/deutschlandfunk

    „Einige Nutzer haben Kritik geübt an einer Formulierung auf unserer Facebook-Seite. Sie sehen darin eine Relativierung des Antisemitismus. Nichts läge unserem Haus ferner. Die Antwort hätte so nie gegeben werden dürfen und wir stellen sicher, dass das nicht wieder vorkommt. Wir hoffen, dass wir Ihr Vertrauen zurück gewinnen können.“

    „Wir möchten daher klarstellen, dass auch der Deutschlandfunk keinen Zweifel daran hat, dass die Ideologie der Hamas gegen Juden gerichtet ist und insofern auch eindeutig antisemitisch ist.“

    „Bitte verkennen Sie nicht den Kern unserer Aussage. Wir haben die Formulierung eingeordnet, die zu berechtiger Kritik geführt hat. Hier geht es um Judenhass.“

    • ZetaOri schreibt:

      „[…] sollte es nun aber dann auch wieder gut sein mit dem “Lügenpresse”-Geplärre.“

      Sie meinen, ein Lügner sei kein Lügner mehr, wenn er, nachdem man ihn der Lüge überführt hat, eingesteht, ein Lügner zu sein?
      Aaahh ja.
      Aber sie dürfen ihr Geplärre über das “Lügenpresse”-Geplärre einstellen: Ich werde im Bezug auf den DLF in Zukunft nicht mehr von ‚Lügenpresse‘, sondern, nach erfolgter großzügiger Beweiswürdigung, von ‚geständiger Lügenpresse‘ sprechen und das Geständnis bei der Strafzumessung berücksichtigen: Der DLF wird ab sofort nicht mehr zu 100% sondern nur noch zu 98% ignoriert. Zufrieden?
      (Was wiederum nicht heißt, dass das einen Einfluss auf seine Vertrauenswürdigkeit hätte. Sie wissen schon: Wer zweimal lügt … )

      • Dante schreibt:

        Es gibt Lügner beim DLF, aber ich kenne mindestens einen dort Arbeitenden persönlich, der das ursprüngliche Statement garantiert für Schwachsinn hält und so etwas auch offen sagt.

  8. gogo schreibt:

    Auszug aus Wiki:
    Tischler oder Schreiner ist ein Beruf, der sich auf die Verarbeitung und Oberflächenbehandlung von Holz und Holzwerkstoffen spezialisiert hat. Dazu wird der Bau von Möbeln bis hin zu Bauelementen im Sinne der Holztechnik gerechnet.
    Die Tischlerei oder Schreinerei ist die Werkstatt des Tischlers.
    Der Schutzheilige der Tischler ist St. Josef.

    ins gogo übersetzt:
    Journalist oder Nachrichtenmensch ist ein Beruf, der sich auf die Verbreitung der Oberflächenformationen von Mensch und Intellekt spezialisiert hat. Dazu wird der Bau von Menschen bis hin zu Mörderaffen im Sinne des Journalismus gerechnet.
    Der Journalismus oder das Nachrichtenwesen ist die Werkstatt des Judenhasses.
    Der Schutzheilige des Journalismus ist die Beliebigkeit.

    Nach dem heutigen Tag, als der „Papa“ mit dem Mullah zusammen „gebetet“ (und dieser entzückt war) wird wieder Luther möglich … DLF wird live berichten: Die beiden Führer treffen sich!

  9. caruso schreibt:

    In D Arbeiten beim Fernsehen – egal, bei welchem – fast nur Ungebildete, Unwissende. Wozu ist das gut? Hat das Fernsehen – zumal das staatliche – nicht eine Bildungsaufgabe? No danke!:-((((
    In Österreich wo ich lebe, ist es leider auch nicht besser.
    lg
    caruso

    • Kanalratte schreibt:

      Das ist halt Zwangs-Pay-TV. Das ist so wie wenn ich den Pay-TV Sender Sky zwangsweise abonnieren muss und dort nur den Heimatkanal und Gute Laune TV empfange.

  10. Martin schreibt:

    “Die Araber sind nämlich selbst Semiten, daher können sie schwerlich Antisemiten sein.”

    Was für ein kindisches Argument. Das letzte mal das ich das gehört habe folgte es auf „Juden sind halt schon übel, da müssen wir bald was unternehmen“. Und dann halt eben dieses Dummbatz-Argument von wegen „Ich bin ja selbst semitischer Herkunft, kann also gar kein Antisemit sein. Tihi, ich bin so superschlau“. Was für ein erbärmlicher Witz.

  11. unbesorgt schreibt:

    Nee, das trauen die sich nicht! Die holen nicht die alte PLO-Kreide „Araber sind auch Semiten und schon deshalb keine Antisemiten“ aus der Mottenkiste!
    Doch! Machen sie!

  12. ralf schreibt:

    OH man wie sich diese Roten Ratten rauswinden wollen.
    Vor 80 Jahren hätten sie gesagt:
    Das Hakenkreuz ist ein Zeichen der Buddhisten deshalb können Nazis garnicht böse sein…
    Kanake heisst Mensch deshalb kann es gar keine Beleidung sein.

  13. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    „Die Araber sind nämlich selbst Semiten, daher können sie schwerlich Antisemiten sein.“

    Unfassbar, wie viel Dummheit ein öffentlich-rechtlicher Journatollah in einem einzigen Satz unterbringen kann. Hat dieser kretinöse Organismus jemals wahrgenommen, das zahlreiche seiner zu kurz gekommenen Mitorganismen „Deutschland verrecke“ oder „Bomber Harris do it again“ schreien, obwohl sie selbst Deutsche sind?
    Wie schön wäre es, wenn Familien ihre aussichtslosesten Dummköpfe wieder ins Kloster schickten, statt zum öffentlich-rechtlichen Fernsehen!

  14. Phillip K schreibt:

    Nimmt man den Begriff „Antizionismus“ wörtlich, dann bedeutet es Hass gegen den Staat Israel, nicht gegen die Bewohner. Demnach müsste Antizionisten den Staat Israel auch hassen, selbst, wenn er von 100% Arabern bewohnt ist. Aber das macht kein Antizionist, weil Antizionismus sich eben doch auf Juden bezieht und somit Judenhass ist.

  15. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    Gratulation, Gerd Burrmann, Ihr Artikel ist Klasse!

  16. Couponschneider schreibt:

    Ich finde die Äußerung vom DLF reichlich vertrottelt. Ich habe den Eindruck, dass man sich bewusst dumm stellt und den Begriff Antisemitismus wörtlich nimmt. Das hat Karsli schon gemacht, Jebsen auch und etliche gehirnamputierte SPON- und Youtube-Foristen. Ich habe ja schon 2014 drüber geschrieben:

    http://couponschneider.blogspot.de/2014/08/die-sache-mit-den-semiten.html

    Ich bin seit 2001 regelmäßiger DLF-Hörer. Leider nahm die Pop-Musik zu und das Niveau ab. Anscheinend sind jetzt auch noch Leute dort unterwegs, die unfähig sind, Wörter korrekt zu verwenden. Ein Blick in die Wikipedia hätte genügt.

    Ich bin nur ein Laie, ich verstehe nicht jeden antisemitischen Code, aber mir sind Wilhelm Marr, Heinrich von Treitschke und die Antisemitenliga ein Begriff. Wenn diese Personen bzw. die Gruppierung nicht einordnen kann, soll zum Antisemitismus schweigen. Diese komische Richterin, die meinte, „glühender Antisemit“ sei nur jemand, der sich nicht vom Holocaust distanziere, sollte man auch befragen, ob sie denn wisse, wer Wilhelm Marr war.

    Interessant sind ja auch die parteilichen Hintergründe der beiden Personen. Marr war links, Treitschke nationalliberal. Das zeigt doch schon, dass Antisemitismus mitnichten ein rechtsradikales Randproblem ist, sondern ein gesamtgesellschaftliches. Es war eine populäre Einstellung jener Zeit. Sicherlich darf man jene Personen nicht mit dem Wissen von heute bewerten. Nicht jeder Antisemitismus muss zwangsläufig bei Auschwitz enden. Aber deswegen ist nicht der gemäßigte Antisemitismus unproblematisch. Und „glühend“, für mich nichts anderes als leidenschaftlich oder obsessiv, ist eben nicht nur den Völkermördern vorbehalten. Und Jürgen Lothringer hat eine antisemitische Obsessions.

    Irgendwie schwankt unsere Gesellschaft immer zwischen Hysterie und Verharmlosung. Bismarck-Denkmäler haben es schwer, aufgestellt zu werden, weil Bismarck kein Demokrat war. Das waren aber Goethe und Schiller auch nicht.

    • Dante schreibt:

      Irgendwie schwankt unsere Gesellschaft immer zwischen Hysterie und Verharmlosung.

      Stimmt auffallend.

      Bismarck-Denkmäler haben es schwer, aufgestellt zu werden, weil Bismarck kein Demokrat war. Das waren aber Goethe und Schiller auch nicht.

      Schillers politische Ansichten scheinen denen eines Demokraten ziemlich nahe zu kommen. Absolutismus und Despotie hat er des öfteren scharf kritisiert.

  17. Falscher Hase schreibt:

    „Antisemitismus“ gilt als Synonym für „Judenhass“.
    Das anders zu kontonieren ist der ekelhafte Versuch einer Relativierung und Verharmlosung.
    Für solche Medien wie den Deutschlandfunk gibt es eine Bezeichnung: Lügenpresse!

  18. anti3anti schreibt:

    Die öffentlich-rechtlichen Medien sind fasst beschissen. In der geläufigen Verwendung des Worte „beschissen“ wird darunter „beschissen“ verstanden. Das entspricht aber nicht der ursprünglichen Bedeutung! Die öffentlich-rechtlichen Medien sind selber Scheißer, können also schwer beschissen sein. Das gilt auch für den Deutschlandfunk! Dadurch wird der Deutschlandfunk fast identisch mit beschissen, aber eben nur fast! Sind nun alle Missverständnisse ausgeräumt, ihr beschissenen Hosenscheißer!

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      Sie nennen die Dinge wirklich beim Namen, anti3anti!

      • ZetaOri schreibt:

        „[…]
        Die öffentlich-rechtlichen Medien sind selber Scheißer, können also schwer beschissen sein.

        Darf ich eine kleine Korrektur vorschlagen?

        „Die öffentlich-rechtlichen Medien sind selber BeScheißer, …“

        Wenn sich dadurch Assoziationen mit dem ‚Unwort 2015‘ ‚Lügenpresse‘ ergeben, ist das ‚weder gewollt noch zufällig, sondern unvermeidlich‘. Vor allem wird dadurch deutlich, wer die Beschissenen sind.

    • Lupus Itus schreibt:

      Dass sschlägt ja dem Fas fasssssst den Boden ausss! (Bei einer so hochgeleerten Diskussion erwarte ich, das die Rächtschreipunk gekont wird!)

  19. Spiessbratenbrötchen schreibt:

    Der Deutschlandfunk hätte sich den Aufwand auch sparen und die Hamas einfach als „israelkritisch“ bezeichnen können. Wobei, wenn sie den Staat Israel gar nicht anerkennen, es ihn also für sie gar nicht gibt, wären sie auch nur fast israelkritisch!

  20. Georg B. Mrozek schreibt:

    Der DLF eiert herum. Wenn ich sagen würde: „Ami, go home!“, fände das der DLF wahrscheinlich in Ordnung, denn ich ziele mit meiner Aussage schließlich auf den imperialistischen Ur-Klassenfeind der Linken schlechthin. Nun, Amerika ist faktisch mehr als die Vereinigten Staaten, das weiß auch der DLF, ich habe aber noch nie einen Protest von ihm gehört, der da lautet, man möge bitte nicht von den Amerikanern sprechen, da Chilenen, Kanadier, Inuit, Mexikaner und so weiter und so fort ebenfalls dadurch in Misskredit genommen würden.

    Jaja, der Deutschlandfunk …

  21. Dante schreibt:

    Die Behauptung, der Ausdruck „judenfeindlich“ entspreche nicht der ursprünglichen Bedeutung des Wortes „antisemitisch“, ist falsch. Der Fehler beruht auf der Verwechslung von ursprünglich und etymologisch.
    Die ursprüngliche Bedeutung ist genau die Bedeutung, die das Wort hatte, als es geprägt wurde, so falsch sie etymologisch auch sein mag, und das bedeutet Antisemitismus = Judenhass.

    • limbischessystem schreibt:

      Sehr gut beobachtet! Sie mögen mir das Lob nachsehen, aber es ist so schlich und treffend, und ich bin bergeistert.

      • Dante schreibt:

        Wieso nachsehen? Ich freue mich über das Lob. Natürlich fühle ich mich gebauchpinselt, aber ich freue mich auch speziell über die Art des Lobes, das mir verrät, dass ich etwas Entscheidendes herüber gebracht habe. Lob aus dem falschen Grund würde mich einerseits bauchpinseln und andererseits ärgern.

  22. Kanalratte schreibt:

    Deutschlandfunk macht sich hier einem Euphemismus von Rassisten und Nazis zu eigen, der von eben jenen völkischen Leuten erfunden wurde, um den „Judenhass“ oder der „Judenfeindschaft“ salonfähigen und wissenschaftlich anmutenden Begriff zu verleihen.

    Was sagt Deutschlandfunk eigentlich zu „Euthanasie“? Schließlich heißt das „schöner Tod“…

  23. Sempronius Densus Bielski schreibt:

    Die Frage ist nur, wie entscheidet sich Deutschland diesmal?
    Deutschland hat sich schon für eine Masseneinwanderung von Mohammedanhängern entschieden und damit den Hass auf Juden outgesourct.

    Dem geübten bundesdeutschen Lichterkettenteilnehmer haben die Aufmärsche des Hasses mit Rufen: „Jude, Jude feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein“ nicht gestört und sind auf Zustimmung gestoßen.

Seid gut zueinander!

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