Ein Denkmal für eines der ältesten Völker Deutschlands

Lange bevor in Europa das deutsche Volk in Erscheinung trat, lebte und formte bereits ein anderes Volk das Gesicht der Städte, die heute zu Deutschland gehören. Die Städte Köln, Bonn, Worms, Speyer, Trier und Augsburg, um nur ein paar zu nennen, gibt es nämlich schon deutlich länger als Deutsche. In Köln steht sogar ein Denkmal zu Ehren des Volkes, das bereits in den ersten Jahrhunderten moderner Zeitrechnung die Stadt am Rhein prägte. Das Kunstwerk heißt „Ma’alot“.

Völker kommen und gehen. Sie entstehen, bestehen, verwehen. Nicht selten werden Völker von außen bestimmt. Das beste Beispiel dafür ist das deutsche Volk, das in den verschiedenen Sprachen verschieden bezeichnet wird. Die Finnen nennen Deutsche „Saks“, weil sie die Sachsen in ihrer direkten Nachbarschaft haben. Die Sachsen treten erstmals ab dem 3. Jahrhundert in Erscheinung. Die Franzosen wiederum nennen die Deutschen Alemannen, eine Volksbezeichnung, die ebenfalls erstmals im dritten Jahrhundert auftaucht. Die Polen nennen die Deutschen Niemieckis und die Engländer Germanen. Kaum ein Deutscher würde sich jedoch Germane nennen und nur die wenigstens würden sich als Sachsen oder gar Alemannen bezeichnen. Die Deutschen nennen sich „deutsch“! Woher kommt jedoch das Wort „deutsch“?

„Deutsch“ komm von dem Wort „diutisc“ und bedeutet so viel wie „zum Volk gehörig“. Mit diesem Begriff wurde die nicht-romanischsprechende Bevölkerung jenseits der nördlichen Grenze des Römischen Reichs bezeichnet. Der erste wichtige Beleg für den Begriff ist eine Textstelle aus dem 4. Jahrhundert, eine Passage in der gotischen Bibelübersetzung des Bischofs Wulfila. In seiner griechischen Vorlage fand er als Gegenbegriff zu jüdisch den Begriff „ἐθνικός“ (zum Heiden-Volk gehörig). Die nichtjüdischen Völker, die noch christlich bekehrt werden sollten, wurden mit diesem Wort zusammengefasst. Wulfila übersetzt den Begriff ins Gotische und verwendete dazu das Wort „þiudisko“. So wurden alle Stämme jenseits der römischen Grenze zu einem Volk subsumiert. So wurde der Vorstellungsraum „deutsch“ erfunden und zwar zu einer Zeit, als bereits eine Synagoge in Köln stand.

Die zu einem Raum zusammengefassten Stämme waren jedoch alles andere als ein Volk mit einer gemeinsamen Identität. Nicht wenige lagen im Krieg miteinander. Der Begriff „Deutsch“ ist eine Fremdbestimmung, in etwa so, wie die Europäer, die einst über den Atlantik segelten und sämtliche Stämme, die sie in der sogenannten „Neuen Welt“ trafen, als Indianer bezeichneten, obwohl die verschiedenen Stämme so unterschiedlich waren, wie die Völker Europas. Man stelle sich mal vor, die Stämme Amerikas hätten diese Fremdbezeichnung angenommen und einen eigenen Staat mit dem Namen „Indien“ gegründet. In Europa geschah genau das. Der Begriff, der unterschiedlichste Stämme in einen Topf warf, wurde benutzt, um ein neues Volk zu erfinden: die Deutschen! Wie kam es dazu?

Nach dem Zusammenbruch des Antiken Römischen Reichs war Mitteleuropa für Jahrhunderte ein chaotisches Gebiet der Völkerwanderung mit Scharmützeln an jeder Ecke. Erst die Karolinger brachten wieder Ordung in die Region, indem Karl der Große von der römisch-katholischen Kirche wieder zum Cäsar (Kaiser) gekrönt wurde. So entstand das karolingische Ostfrankenreich. Aus dem Westfrankenreich sollte sich später Frankreich entwickeln. Aus dem Ostfrankenreich bildete sich im 10. Jahrhundert unter der Dynastie der Ottonen das Heilige Römische Reich heraus. Der Name „Sacrum Imperium“ ist für 1157 und der Titel „Sacrum Romanum Imperium“ für 1254 erstmals urkundlich belegt. Ab dem 15. Jahrhundert kam dann der Zusatz „Deutscher Nation“ hinzu, um das Reich vom Antiken Rom zu unterscheiden.

Als dieses Reich im frühen 19. Jahrhunderte aufhörte zu existieren, war Mitteleuropa wieder ein Flickenteppich mit dutzenden Landesvätern. „Deutschland“ war lediglich ein Vorstellungsraum. Der Traum einer deutschen Republik zerplatze in der gescheiterten Revolution 1848/49. Den Vorstellungsraum Deutschland dominierten stattdessen das Kaisertum Österreich, das Königreich Preußen, der Rheinbund und der Deutsche Bund unter der Führung Österreichs, der sich im Jahr 1815 gegründet hatte. Der Deutsche Bund war ein Staatenbund, den die „souveränen Fürsten und freien Städte Deutschlands“ schlossen. Die Mitgliedes des Deutschen Bunds waren auch der Kaiser von Österreich und die Könige von Preußen, Dänemark und der Niederlande. In diesem Bund gärte der Wunsch nach einer deutschen Nation. Die Konkurrenz zwischen Österreich und Preußen um die Vorherrschaft im Bund spitzte sich zum deutschen Dualismus zu. Mit dem Deutschen Krieg und der Schlacht bei Königgrätz entschied Preußen 1866 die Verherrschaft zu seinen Gunsten, führte die diversen Länder zu einem Reich zusammen und gab ihm den Namen „Deutsches Reich“, in Anlehung an das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, um so eine jahrhundertlange Tradition der vermeintlichen Deutschen vorzugaukeln. So wurde das deutsche Volk im Jahr 1871 erfunden! Für das „Deutsche Reich“ wurde sogar ein Denkmal errichtet – oder besser fertiggestellt. Um die Macht des neuen Deutschen Reiches zu dokumentieren, wurde eine über sechshundertjährige Baustelle fertiggestellt. Das Gebäude sollte daraufhin vier Jahre lang das höchstes Gebäude der Welt sein: der Kölner Dom!

Köln wurde somit 1871 deutsch. Davor war die Stadt schon römisch und französisch gewesen. Kein Volk jedoch lebt länger in Köln als die Juden. Die älteste Schrift, die jüdisches Leben in Köln dokumentiert ist ein Dekret Kaiser Konstantins aus dem Jahre 321. In diesem Dekret heißt es:

„Allen Stadträten gestatten Wir durch allgemeines Gesetz, Juden in die Kurie zu berufen.“

In einer weiteren Urkunde von 341 ist vermerkt, dass die Synagoge mit kaiserlichen Privilegien ausgestattet wurde. Der Bau einer jüdischen Versammlungsstätte zeigt, dass zu dieser Zeit schon eine größere Gemeinde vorhanden war. Das Judentum gehört zu Köln, bevor das Christentum Teil der Stadt wurde. Das Judentum brachte die Geschichten von Noah, Abraham, Sarah, Rebecca, Moses, Adam und Eva an den Rhein.

Als sich das Christentum mit aller Macht der römischen Kaiser über Europa ausbreitete und sich einige Jahrhunderte später unter diesem Teppich das deutsche Volk erfand, wurden Juden schnell zu den Erzfeinden des neuen Volks erklärt. Im Jahr 1096 kam es im Verlauf des Ersten Kreuzzuges zu mehreren Pogromen. Am 27. Mai 1096 fielen in Mainz Hunderte von Juden Gewaltexzessen zum Opfer. Ähnliches geschah im Juli desselben Jahres in Köln. Im Jahre 1146 wurden mehrere Juden bei Königswinter von einem aufgebrachten christlichen Mob erschlagen, kurz vor Beginn des Zweiten Kreuzzuges. Nach dem Vierten Laterankonzil im Jahr 1215 waren alle Juden dazu angehalten, sich durch ihre Kleidung deutlich als Nichtchristen auszuweisen. Besonders die Farbe Gelb wurde genutzt, um Juden in Europa diskriminierend zu kennzeichnen. Juden wurden gezwungen, einen gelben Ring in Brusthöhe auf ihrer Kleidung zu tragen.

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Aus dieser Stigmatisierung entwickelte sich später der gelbe Judenstern der Nazis. Ähnliche Kleiderordnungen waren im Islam schon seit dem frühen 8. Jahrhundert für Juden üblich. Ihre Kennzeichnungspflicht begann 717 mit einem Befehl von Kalif Umar II. Die Art des Kennzeichens war anfangs nicht festgelegt und variierte. 807 befahl Kalif Hārūn ar-Raschīd in Persien für Juden dann einen gelben Gürtel.

In den Jahren 1287 und 1288 kam es im Rheinland zu einer Verfolgungswelle gegen Juden. In Andernach, Altenahr, Bonn und Lechenich wurden Juden getötet und ihre Häuser geplündert. In den zwanziger Jahren des 14. Jahrhunderts wurde im Kölner Dom die sogenannte „Judensau“ auf einer der Stuhlwangen des Domchores angebracht. Sie befindet sich noch heute dort!

Trotz der Verfolgung prägten Juden das Gesicht Europas. Die bedeutsamste Prägung dürfte die Gründung der SchUM (hebräisch שו״ם) sein. SchUM war eine Art jüdische Hanse, nämlich ein Bund der jüdischen Gemeinden in Speyer, Worms und Mainz. Das Wort SchUM ist ein Akronym aus den Anfangsbuchstaben ihrer mittelalterlichen, auf das Latein zurückgehenden hebräischen Namen: Schin (Sch) für Schpira (Speyer), Waw (U) für Warmaisa (Worms) und Mem (M) für Magenza (Mainz).

Die SchUM-Städte vertraten neben Handelsangelegenheiten auch eine gemeinsame Richtlinie bei der Auslegung der Religionsgesetze, die als Takkanot Schum (תקנות שו״ם) bekannt sind. Mit diesen Erlassen und den Talmudschulen, die unter den Juden in ganz Europa hohes Ansehen genossen, erlangten die SchUM-Städte Anfang des 13. Jahrhunderts eine führende Rolle im aschkenasischen Judentum. Aufgrund ihrer zentralen Bedeutung für die jüdischen Gemeinden in Zentraleuropa gelten sie sogar als Geburtsstätte der aschkenasischen religiösen Kultur.

Nach vier Jahrhunderten endete die große Zeit von SchUM um 1350, als diese Gemeinden infolge der Großen Pest und von Massakern ausgelöscht wurden. In der Folgezeit entstanden zwar wieder kleine Gemeinden, die jedoch nie mehr jene Bedeutung erlangten, die sie vorher hatten.

Aus Köln wurden im Jahr 1424 alle Juden vertrieben. Das Volk, das in Köln länger gesiedelt hatte als Christen, wurde zu illegalen Siedlern erklärt und vertrieben! Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit Napoleon und dem Code Civil, in dem das aufklärerische Ideal der Religionsfreiheit festgehalten wurde, kehrten Juden nach Köln zurück. Ein Jahrhundert später sollten sie jedoch wieder zu illegalen Siedlern erklärt werden, diesmal von den Nazis.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es viele jüdische Siedlungen in Europa. Sie wurden Schtetl genannt. Für die Nazis waren diese Schtetl jedoch illegale jüdische Siedlungen, die sie vernichteten und mit ihnen einen Großteil der jüdischen Bevölkerung Europas. Die Nazis erkärten, Juden könnten keine Deutsche sein, eine nationale Identität, die erfunden wurde, lange nachdem Juden bereits in deutsche Lande gesiedelt hatten. Das Judentum ist die älteste noch heute praktizierte Religion Deutschlands! Die Nazis aber erklärten, Juden könnten keine Deutsche sein, verfolgten und ermordeten sie und die Katholische Kirche schloss ein Konkordat mit ihnen.

Wenn man sich die Geschichte Kölns genau anschaut, so war das Leben dort unter den Römern, Franzosen und Amerikanern deutlich besser als unter den Preußen und Deutschen. Vielleicht hätte dieses Volk gar nicht erfunden werden müssen. Deutsche waren viel zu oft Besatzer und andere Völker viel öfter Befreier. Erst mit den Alliierten kehrte die Religionsfreiheit nach Deutschland zurück und Juden wurden nicht länger als illegal bezeichnet. Es sollte jedoch nicht lange dauern, bis in Deutschland ein neuer Trick gefunden wurde, Juden zu illegalen Siedlern zu erklären, diesmal jedoch woanders, in Palästina. Dabei leben auch in Palästina Juden deutlich länger als sogenannte Palästinenser. Das palästinensische Volk ist sogar noch jünger als das deutsche Volk und wurde erst im 20. Jahrhundert erfunden.

Der Begriff „Palästina“ hat einen hebräischen Ursprung. Die erste bekannte Schriftquelle zu „Palästina“ ist die Septuaginta. Hier wird der Begriff als Ableitung von dem hebräischen Begriff „Pleschet“ verwendet. Der Begriff Palästina ist somit lediglich eine Gebietsbeschreibung und keine Volksbeschreibung. Nach der Zerschlagung des jüdischen Volkes im Jahr 135, nannten die Römer das Gebiet Palästina, um jeglichen Bezug zum jüdischen Volk zu verwischen.

Das palästinenische Volk ist somit eine Erfindung, entstanden aus einer Fremdbezeichnung, ebenso wie das deutsche Volk. Kein Wunder, dass so viele Deutsche Sympathie für Palästinenser verspüren. Sie sind sich so ähnlich in ihrer Hybris. Das deutsche Volk wurde 1871 erfunden und das palästinensische Volk erst 1967. Davor gab es kein palästinensisches Volk. Es gab keine palästinensische Sprache, keine unabhängige palästinensische Kultur, kein palästinensisches Staatsoberhaupt und kein palästinenisches Volk. Es gab lediglich eine Menge Menschen verschiedenster Glaubensrichtungen und Nationalitäten, die einzig und allen durch den Umstand vereint wurden, dass sie in einem Gebiet lebten, das von Römern einst Palästina genannt wurde, so wie eben jeme Römer einst ein anderes Gebiet als „deutsch“ bezeichneten. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der Begriff „Palästinenser“ sogar oft als Synonym für „Jude“ benutzt! In den vierziger Jahren des 20. Jahrunderts gab es in Jerusalem ein sogenanntes palästinensisches Orchester. Es bestand ausnahmslos aus Juden. Wie also konnte es geschehen, dass ein Volk der Palästinenser erfunden wurde, das sich heute dadurch auszeichnet, dass Juden nicht mehr dazugehören?

Zur Klärung dieser Frage muss erst einmal betont werden, dass der mit Abstand größte Teil Palästinas im heutigen Jordanien liegt. Weitere Gebiete Palästinas sind der Golan, der Gazastreifen, das Westjordanland und Gebiete von Ägypten und Saudi-Arabien. Nur ein sehr kleiner Teil Palästinas befindet sich im heutigen Israel. Alle, die in dem Gebiet Palästina leben, mögen es nun Jordanier, Israelis, Araber, Juden, Christen oder Moslems sein, sind Palästinenser im Sinne dieser Gebietsbeschreibung! Im 20. Jahrhundert wurden jedoch Juden aus der Gruppe der „Palästinenser“ vertrieben, so wie Juden einst aus der Gruppe der „Deutschen“ vertrieben wurden, nur weil aus der Gruppe ein Volk wurde!

Nach dem 1. Weltkrieg und durch den Untergang des Osmanischen Reiches wurde das Gebiet Palästina herrschaftslos. Ab 1922 verwaltete dann der Völkerbund das Gebiet. Alle Menschen, die in dem Gebiet lebten, wurden als Palästinenser bezeichnet, mochten sie nun christlich, muslimisch, jüdisch oder heidnisch sein. Heute gibt es in Palästina die unterschiedlichsten Länder. Aber nur ein Land ist demokratisch: Israel! 1948 wurde Israel von Juden gegründet. Sie glaubten an die Möglichkeit einer friedlichen Demokratie im Nahen Osten. In der Unabhängigkeitserklärung Israels heißt es:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbstständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

An dem Tag, an dem diese Erklärung verlesen wurde, erklärten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien dem kleinen Land Israel den Vernichtungskrieg. Im Zuge dieses bis heute anhaltenden Krieges verließen 500.000 Menschen ihre Heimat im Glauben an die Versprechungen der arabischen Nationen, nach der Vernichtung Israels könnten die Araber als Sieger in die Region zurückkehren. Israel bot jedoch allen Menschen innerhalb der neuen Grenzen an zu bleiben, um sich in Demokratie und Selbstbestimmung frei zu entfalten, schließlich waren sie alle Palästinenser. 160.000 Araber nahmen das Angebot an und blieben. Mittlerweile sind über 20 Prozent aller Israelis arabische Bürgerinnen und Bürger, mit allen Rechten. Israelis sind somit die freiesten Palästinenser der Welt!

Sie sind die einzigen Palästinenser, die einen Regierungschef haben, der innerhalb einer Demokratie legitim gewählt wurde. Mahmud Abbas wurde zwar 2005 als Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde, aber seine Legislaturperiode endete am 9. Januar 2009. Seitdem hält er sich ohne Legitimation an der Macht. Jordanien ist eine Monarchie mit dem Islam als Staatsreligion und der Scharia als Gesetz. Demokratisch kann Jordanien somit nicht genannt werden, allein schon deshalb nicht, weil alle Palästinenser, die nicht dem Islam angehören, in Jordanien Bürger zweiter Klasse sind. In Syrien sind die Palästinenser entrechtet und werden in Lager gesperrt. Im Januar 2014 kesselte die syrische Armee Palästinenser in einem Lager ein und ließ sie dort verhungern. In Gaza herrscht heute die Hamas. Sie wurde zwar gewählt, aber nach der Wahl tauschte sie sofort Demokratie gegen Staatsterror aus. Seitdem herrscht die Hamas in Gaza ohne Legitimation. In kaum einem Gebiet der Erde werden Palästinenser brutaler unterdrückt als in Gaza. Der ganze Horror kommt in der Charta der Hamas zum Ausdruck. Artikel 7 legt fest:

„Die Stunde des Gerichtes wird nicht kommen, bevor Muslime nicht die Juden bekämpfen und töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken und jeder Baum und Stein wird sagen: ‚Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude ist hinter mir, komm und töte ihn!’“

Die Hamas erklärt, dass man nicht palästinensisch und jüdisch sein kann, so wie die Nazis einst behaupteten, es wäre nicht möglich, deutsch und jüdisch zu sein. Deshalb lässt die Hamas ihre Minister auch Reden im Stil von Joseph Goebbels halten. Am 28. Februar 2010 erklärte der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas, Abdallah Jarbu, in einer öffentlichen Rede:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Diese Rede hätte auch Adolf Hitler halten können. So wie Hitler einst das Deutsche Reich „judenrein“ machen wollte, wird heute Gaza „judenrein“ gemacht. Nicht zufällig ist der Gruß der Hisbollah und der Hamas der Hitlergruß. Die Vereinten Nationen schauen zu und die Europäische Union finanziert den Wahnsinn auch noch.

Letztendlich scheiterten die Nazis mit ihrem Versuch, Europa “judenrein” zu machen. Die Hamas jedoch ist bisher sehr erfolgreich. Alle Jude wurden im Jahr 2005 innerhalb weniger Tage aus dem Gazastreifen vertrieben. Am Morgen des 12. September 2005 verließen die letzten Juden den Gazastreifen über den Grenzübergang Kissufim. Der Abzug wurde von Arabern teils frenetisch mit Freudenschüssen und Autokorsos gefeiert. Die verlassenen Synagogen wurden in Brand gesteckt. Es kam zu einer wahren “Gazakristallnacht”. Es folgten heftige innerarabische Kampfhandlungen vereinzelter arabischer Klans und der Bewegungen Hamas und Fatah untereinander. Viele Hundert arabische Zivilisten verloren ihr Leben. Seit der Vertreibung der Juden aus Gaza wird Israel ununterbrochen und teilweise täglich mit Raketen aus dem Gazastreifen beschossen. Mit der Vertreibung der Juden begann der Krieg und der moralische Niedergang.

Es ist heute im Nahen Osten wie in Europa damals. Obwohl Juden schon in Palästina lebten bevor es Muslime gab, erklären Muslime heute Juden zu illegalen Siedlern im Nahen Osten. Europäische Politiker übernehmen diese Rhetorik. Sie haben vergessen, dass es ihre Vorfahren genauso gemacht hatten. In Europa wurden Juden vertrieben, obwohl sie schon in Europa lebten, bevor Deutsche und Franzosen überhaupt erfunden wurden.

„Warum ist es am Rhein so schön?“ Juden wissen es länger als Christen und Deutsche. Juden tranken ihren Wein auf die Schönheit des Rheins bereits, bevor es Christen und Deutsche taten. Dennoch wurden sie später von Deutschen und Christen als illegale Siedler vertrieben und ihre Bedeutung für die Kultur Europas negiert. Juden sind in Europa und Deutschland jedoch genausowenig illegal wie heute im Nahen Osten. Juden haben Europa geprägt! An dem Kölner Rathausturm zum Beispiel befindet sich die Statue von Max Isidor Bodenheimer.

Max Isidor Bodenheimer war Jurist und Vorreiter der zionistischen Bewegung. Ende des 19. Jahrhundert, fast zwei Jahrtausende nachdem die ersten Juden nach Köln gezogen waren, entwickelte er in Köln eine tollkühne Idee, die Realität werden sollte. Bodenheimer schlug vor, da Juden viel zu oft in Europa verfolgt worden waren, das jüdische Land, das vor über eintausendneunhundert Jahren zerstört worden war, wieder am Originalort entstehen zu lassen. Über ein halbes Jahrhundert später wurde dieses moderne Israel Realität. Die Gründung Israels ist der einzige Moment in der ganzen Geschichte der Menschheit, da ein Volk, das in der Zerstreuung seine Sprache (Hebräisch), Tradition (Feiertage) und Verfassung (Tora) bewahrt hatte, seine Kultur wieder einer eigenen Nationalität zufügen konnte! Zwar ist jedes Volk ein Konstrukt, aber das jüdische Volk ist schon ein ausserordentlich beeindruckendes Konstrukt.

Nicht nur der moderne Staat Israel hat seine Wurzeln in Köln, auch die Fahne Israels wurde 1897 in Köln entworfen und zwar von den damals in der Domstadt lebenden Kaufmann David Wolffsohn. An dem Ort in Köln, wo der moderne Zionismus erfunden wurde, befindet sich heute ein großer Schild Davids.

Köln ist wichtig für das Judentum und das Judentum ist wichtig für Köln. Daher wurde dem jüdischen Volk in Köln ein Denkmal gesetzt. Es heißt „Ma’alot“. Ma’alot ist hebräisch und bedeutet „Stufen“. Der Name bezieht sich auf die Psalmen 120 – 134, die als „Stufenlieder“ bekannt sind und zum überwiegenden Teil den israelischen Königen David und Salomon zugeschrieben werden. In Jerusalem wurden diese Psalmen traditionell gesungen, wenn die Priester mit den Wasserkrügen von der Quelle her die Stufen zum Tempel hinaufstiegen. Die Kölner Stufen steigen vom Rhein her an und machen den Dom somit zum Symbol des zerstörten jüdischen Tempels in Jerusalem.

Geschaffen wurde das Kunstwerk von Dani Karavan. Er ist ein israelischer Künstler und besonders für seine großformatigen und begehbaren Freiluftkunstwerke bekannt. Dani Karavan bezeichnet sein Kunstwerk „Ma’alot“ als „Environment aus Granit, Gußeisen, Ziegelsteinen, Eisen und Schienen, Gras und Bäumen“. Wie selbstverständlich verbindet er die gegensätzlichsten Materialien und zeigt dadurch die Extreme, zwischen denen jüdisches Leben in Deutschland stattfand, zwischen Bäumen und Schienen. Das Kunstwerk wird eingerahmt von sechs Akazien auf der einen Seite und neun Ahornbäumen auf der anderen Seite.

Nach der Zerstörung des ersten Tempels wurde zum Bau des zweiten Tempels Ahornholz verwendet. Als der Zweite Tempel im ersten Jahrhundert moderner Zeitrechnung ebenfalls zerstört wurde, flüchteten viele Juden aus Jerusalem. Sie landeten jedoch in Babylon wie nach der Zerstörung des ersten Tempels, sondern sie zerstreuten sich über die ganze Welt. Einige Juden fanden ihren Weg in die damals erst ein paar Jahre alte Stadt Colonia. Dort lebten sie füderhin in der Hoffnung, dass der Tempel einst wieder errichtet werde, damit sie heimkehren können. In der Schrift von Jesaja steht geschrieben, was geschieht, wenn der Tempel wieder steht: Die Blüten der Akazienbäume werden die Straße der aus dem Exil Heimkehrenden säumen (Jes. 41, 19).

Der Platz Ma’alot stellt somit die Zeit der Juden in der Diaspora dar, eine Zeit, die schöne Momente hatte, aber auch grausame. An den grausamsten Moment wird erinnert, indem der Platz von Eisenbahnschienen zerschnitten wird. Eine Schiene deutet vom Dom im Westen nach Deutz im Osten und verläuft parallel zu den Schienen der Hohenzollernbrücke. Hier begann am 21. Oktober 1941 die Deportation der noch verbliebenen 6377 Juden von Köln in die Vernichtungslager des Ostens. Die Schiene läuft auf eine stufenähnlichen Skulptur zu, der eine Assoziation zu einem Schornstein weckt, und zerschneidet ihn.

Schaut man sich den Kölner Dom durch diesen Schlitz in der Skulptur an, so sieht ein Turm des Kölner Doms in Verbindung mit der Schiene aus wie ein Wachturm an einem Konzentrationslager. Eine brutale Anklage gegen das Schweigen eines großen Teils der christlichen Kirche während der Shoa.

An dem Beginn einer Schiene hat Dani Karavan den Boden etwas gesenkt, so dass die Schiene zu einer Stoplerfalle wird. Hier wird klar: Wer die Vergangenheit vergisst und nicht genau hinschaut, fällt auf die Fresse.

Diese Schiene läuft die Stufen zum Dom hoch und zerschneidet oben angekommen einen kreisrunden Platz in der Mitte des Gesamtkunstwerkes. Der Kreis steht in der Philosophie für das Schöne, das Gute, das Vollkommene. Unter dem Kreis befindet sich der wunderschöne Konzertsaal der Kölner Philharmonie.

Der Konzersaal unter dem Platz und ein Konstruktionsfehler hat dazu geführt, dass Ma’alot eine ungewollte, aber dafür geniale Interpretationserweiterung erfahren hat. Es gibt einige Kunstwerke, die erst durch ein Missgeschick ihre ganz besondere Bedeutung bekommen. Die Venus von Milo zum Beispiel wäre mit Armen ziemlich uninteressant. Auch den Turm von Pisa würde kaum jemand besuchen, wäre er nicht schief.

Der Konstruktionsfehler macht es notwendig, dass der kreisrunde Platz, der von der Schiene zerschnitten wird, nicht betreten werden darf, wenn unter dem Platz in der Kölner Philharmonie ein Konzert stattfindet, da man sonst die Schritte der Passanten im Konzertsaal hören würde. Die Kölner Philharmonie muss somit bei jedem Konzert mehrere Wärter anstellen, weil sie Ma’alot nicht ignorieren kann.

Nach Auschwitz stellten sich viele Menschen die Frage, ob nach so einer Menschheitskatastrophe überhaupt noch ein Gedicht geschrieben oder ein Lied komponiert werden könne. Ma’alot gibt eine Antwort: Nur, wenn man Auschwitz nicht vergisst. Wer vergisst, wird keine Ruhe finden und stattdessen ständig von den dumpf dröhnenden Schritten der Vergangenheit verfolgt.

Diese Assoziation ist nichts weiter als eine Interpretation von mir. Dani Karavan ist klug genug, solche Assoziationen nicht zu kommentieren. Er sagt stattdessen:

„Das Kunstwerk (…) hat nicht die Aufgabe, eine bestimmte Geschichte zu erzählen oder bestimmte Zusammenhänge zu bebildern. Es kann nur Widerhall hervorrufen und Assoziationen (…) evozieren. Aber in der Hervorrufung dieses Echos ist das Kunstwerk frei, es hat alle Rechte und jede Freiheit, Assoziationen in jede beliebige Richtung anzustoßen und die verschiedensten Phantasien und Vorstellungen bei den Menschen auszulösen, auch Vorstellungen, die ich selbst nicht hatte, die ich nicht sehe, Bilder, die ich nicht kontrollieren kann und für die ich nicht verantwortlich bin.“

Eins ist Ma’alot aber auf jeden Fall: Ein Denkmal für eines der ältesten Völker Deutschlands!

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38 Antworten zu Ein Denkmal für eines der ältesten Völker Deutschlands

  1. Ralf Weber schreibt:

    Bei der bewegenden Veranstaltung „70 Jahre Kriegsende – 70 Jahre Frieden“ im letzten Jahr hier bei uns in Stuttgart haben wir darüber gesprochen, was „Adonai echad.“ aus „Sh’ma Yis’ra’eil Adonai Eloheinu Adonai echad“ im jüdischen Glaubensbekenntns bedeutet aus 5. Moses 6,4, dieses Bekenntnis ist unsere gemeinsame Grundlage. Dieser Gedanke hat mich nicht mehr losgelassen.

    Dazu habe ich gefunden:
    http://lhim.org/blog/2013/09/29/what-does-the-hebrew-word-echad-mean

    „As mentioned, in the vast majority of cases, echad refers to one single item. However, in a small minority of cases, echad refers to one group of items. Here are three examples of this:

    Therefore a man shall leave his father and his mother and hold fast to his wife, and they shall become one (echad) flesh. (Genesis 2:24, ESV)“

    Es bedeutet für uns, dass wir auch ein Leib mit unserem Gott werden als „Geist von seinem Geist“.

    Dazu möchte ich gerne noch folgende Gedanken weitergeben:

    Unser liebender Gott (Abba, Jeschua und Ruach) liebt alle Menschen von Herzen und möchte sie wie ein liebender Vater zur Umkehr und einer engen und herzlichen Beziehung mit ihm selber leiten. Er hat Mann und Frau als sein Ebenbild geschaffen. Beide haben besondere Eigenschaften von ihm selber und zeigen uns, wie er ist. Die einen haben mehr führende Eigenschaften, die anderen mehr liebevolle umd umsorgende. So ist der heilige Geist als Ruach im hebräischen weiblich und beschreibt Gott, wie er in uns als seinem menschlichen Gegenüber („Sie“) lebt. Er versorgt uns liebevoll mit seiner direkten Gegenwart, ist ein liebevolles Gegenüber und pflegt eine lebendige und herzliche Beziehung mit uns die uns trägt.

    Das Gegenüber von Mann und Frau ist ein grundlegender Bestandteil der menschlichen Schöpfung und auch ein Bild dafür, wie sich bei der Vollendung der Heilsgeschichte unser Gott als der Bräutigam und wir als die Braut innig und liebevoll vereinigen. Gott hat jeden Menschen eindeutig als Mann oder Frau geschaffen. Durch Jesus bietet er uns die Wiederversöhnung an (Lukasevangelium 15) und will uns wieder in unsere Bestimmung bringen.

    Dazu die Bibel , dem Wort unseres Gottes in Moses/Genesis 1, 27:
    Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.

    Moses/Genesis 2,18.21-24:
    Und Gott, der HERR, sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht … und Gott, der HERR, baute die Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, zu einer Frau, und er brachte sie zum Menschen. Da sagte der Mensch: Diese endlich ist Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch; diese soll Männin heißen, denn vom Mann ist sie genommen. Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden zu einem Fleisch werden. Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und sie schämten sich nicht. (1. Mose 2,18.21-25)

    Hier im weiteren ein guter Artikel für uns Familien:

    http://www.charisma-magazin.eu/charismapdf/158/bonus/BONUS%20Ch158%20zu%2029%20Fasung%20+26.pdf

  2. P. A. schreibt:

    Damit ich das richtig versteh‘, wurde der runde Teil als Teil des Ma’alot gebaut oder war er schon da; hat erst die Schiene ihn „durchhörbar“ gemacht? Um auch das ganz abwegige abzudecken, wäre es nicht sogar möglich, dass die Durchhörbarkeit versteckte schelmische Absicht war?

  3. Mycroft schreibt:

    „Diutisc“ war eine Eigenbezeichnung, keine Fremdbezeichnung. Dass der Begriff jetzt möglicherweise nicht vom „gemeinen“ Volk sondern von des Schreibens mächtigen Besserwissern eingeführt wurde, ist in dem Zusammenhang egal.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Eigenbezeichbung von wem? Bitte mit Quelle des Stammes inkl. Sprache

      • Peter schreibt:

        Gut reagiert,denn es stimmt.
        Die „Germanen“ haben sich selber weder als Germanen noch als Deutsche bezeichnet.
        Genauso war es bei den anderen Stämmen.
        Folgerichtig kann auch kein Rechtskonservativer in der BRD behaupten,die Deutschen wären die Nachkommen der Germanen.
        Ansonsten danke für den gut recherchierten Artikel.

  4. Sophist X schreibt:

    Ist ja grad Sendepause und im Internet nichts los:

    Deutsche waren viel zu oft Besatzer und andere Völker viel öfter Befreier.
    Wie oft genau?
    Ich komme bei meiner Zählung auf 1 (eins). Das war 1939-1945.

    Unsere Kolonien wurden nicht befreit, die wechselten nur den Besatzer/Besitzer.
    1918 war der Befreiungsbedarf auch überschaubar.

  5. HM schreibt:

    Lieber Buurmann,
    bei all Ihrer Mühe die Vergangenheit aufzuarbeiten und die Gegenwart kritisch zu begleiten, sollten Sie bei der Veröffentlichung von „Bildinterpretationen“ vielleicht etwas weniger forsch sein.
    – vielleicht –
    ..nur zwei kleine Perlen, die mir aufgefallen sind.
    Ahornbäume für den salomonischen Tempel ??? ….weil sie dort am Museum Ludwig rumstehen??? Was nicht passt wird passend gemacht!
    ..und der Domturm sieht also aus wie ein KZ-Wachturm?
    Der kölner Bischof muss dann ja wohl der Lagerkommandant sein und die kölner Bürger die Insassen.
    Das kommt ja schon den Gedanken derer nahe, die den Gazastreifen für die Wederholung der Lager halten.
    Zu Ihren Oberstufenzeiten mag Ihr fantasievoller Eifer zu allerbesten Noten geführt haben, aber da waren Sie ja noch `klein´….

  6. Couponschneider schreibt:

    Herr Buurmann, mal was anderes. Erkennen Sie den Fehler in dem folgenden Video:

    Mir hat’s fast den Atem verschlagen.

    • Couponschneider schreibt:

      Drei Jahre später und immer noch nichts gelernt:

      • bergstein schreibt:

        Doch sie haben dazu gelernt. In der ersten Version ist haredischer (ultraorthodoxer) Jude zu sehen), diese haben mit den „Siedlungen“ nichts zu tun. Im zweiten Film ist explicit von „Siedlern“ die Rede und der Jude hat eine gehäkelte Kippa, was eher die national-religiösen tragen. Noch ein paar hundert Jahre und sie werden sogar noch merken, dass das Siedeln und Wüste urbar machen, nicht das Gleiche ist wie Menschen in die Luft sprengen.

    • Kanalratte schreibt:

      Es gibt ja auch radikale Hindus, Juden, Christen, die in Einzelfällen auch zu Terroranschlägen und Gewalt fähig sind. Nur wird die überwältigende Mehrheit von religiös-motivierten Anschlägen und Gewalttaten weltweit von Anhängern des Islams verübt. Dass man hier den „Siedlerjuden“, den „Bibelfanatiker“ und die „Glatze aus Hoyerswerda“ einbaut, hat politisch-korrekte Gründe.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Ja, mich stört der ständig im Hintergrund zu sehende Klischeejude auch. Ist vermutlich der unbewusste Judenhass von extra3. Der Jude steckt hinter allem und ist bei allem Bösen dabei. Da muss man nichts rechtfertigen und kommentieren. Einfach reinpflanzen. Den Rest macht die Tradition!

      • HM schreibt:

        ..och nö, wenn, wie im Falle Böhmermann, die x-te Metaebene beim Interpretationsversuch bemüht wird, wird schon deutlich wie satirisch pfiffig das Filmchen ist.

  7. A.Bundy schreibt:

    Tut mir sehr leid, Gerd. Aber egal wie oft und aus welch‘ gut gemeinten Gründen du die These „Alle, die in Palästina leben, sind Palästinenser“ noch bringst, sie wird einfach nicht wahrer.

    „Das Wort palästinensisch hingegen kam erst seit etwa Mitte der 1960er Jahre als Selbstbezeichnung der heutigen arabischen Bevölkerung von Ost-Jerusalem, Gazastreifen und Westjordanland in Gebrauch und verbreitete sich dann weltweit über die Medien.“

    Damit ist eigentlich alles gesagt. Israelis sind Israelis und keine „Palästinenser“.
    Das erste bezeichnet eine Staatsangehörigkeit, das zweite ein angebliches Volk.

    Ein Staat namens „Palästina“ existiert bisher nicht.
    Israel dagegen existiert schon seit 1948. Es liegt aber nicht in Palästina, sondern hat einen Teil des palästinensischen Mandatsgebietes abgelöst.
    Ebenso wie übrigens Jordanien, welches sich gleich mal 78% vom ehemaligen Mandatsgebiet Palästina einverleibte.

    Die Einwohner von Israel heissen Israelis, rund 75% davon sind Juden und ca. 20% Araber. Die restlichen 5% werden zusammengefasst als „Andere“, darunter z.B. die Bahai.
    Niemand aber ist „Palästinenser“.

    Die Einwohner von Jordanien heissen Jordanier, 0% davon sind Juden und fast 100 % Araber. Allerdings behaupten 75% aller Einwohner im Landesdurchschnitt und bis zu 99% in den grossen Städten, dass sie sog. „Palästinenser“ wären. Wenn das stimmen würde, dann gäbe es de facto bereits heute einen unabhängigen Staat Palästina.
    Zu dumm, dass das „indigene Volk der Palästinenser“ dies anscheinend noch nicht mitbekommen hat.

    Mir ist durchaus klar, aus welcher Intension sich deine Argumente speisen, nur möchte ich dich dringend bitten, mit dieser sachlich falschen Versimplizierung aufzuhören.
    Es besteht nämlich durchaus die Gefahr, dass du dich damit ungewollt zum willkommmenen „Erklärbär“ der antisemitischen/antiisraelischen Szene machst, die seit geraumer Zeit mit ähnlich klingenden Behauptungen („Jesus war Palästinenser“ e.c.t.) ihre ganz eigenen Ziele verfolgt.
    Eines der wichtigestes ist die mediale Selektion jüdischer Israelis in „gute“, weil dort geborene, arabische Juden und böse, eingewanderte „chasarische Zionisten“.
    Dieser widerlichen Propaganda muss entschieden und unzweideutig widersprochen werden!

    Palästina war desweiteren auch immer ein Herrschaftsbegriff. Die Römer verwendeten ihn, damit die Juden ihr Land nicht Israel nennen konnten, die Osmanen bezeichneten damit den verarmten Hinterhof ihres Reiches, in dem sie, von jeglichem Völkerrecht unbehelligt, tun und lassen konnten, was immer ihnen beliebte und für die Briten war es nur ein weiteres Mandatsgebiet, welches sie dem kolonialistischen Erzfeind Frankreich vor der Nase weggeschnappt hatten.
    Nur letztere führten tatsächlich alle Bewohner des Mandatsgebietes bis 1948 offiziell als „Palästinenser“.

    Die Bewohner selbst nannten sich zu keiner Zeit so.
    Erst der ägyptische Terrorist Abu Ammar a.k.a. Jassir Arafat kam Mitte der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts auf die Idee ein „palästinensisches Volk“ arabischer Ethnie zu kreieren, weil er sich davon mehr Erfolg im Kampf gegen Israel versprach, als mit der bisherigen Strategie des „panarabischen Widerstands“.
    Ob dieses Volk heute tatsächlich existiert oder nur eine weitere arabische Chimäre darstellt, ist umstritten.

    Unumstritten dagegen ist, dass die Bewohner Israels keine „Palästinenser“ sind. Punkt.

    • Kanalratte schreibt:

      Ob die Palästinenser ein Volk sind, wissen nur die Schwarzwälder.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Alles eine Frage der Konstruktion und Definition. Genau das ist der Punkt des Aufsatzes!

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      A.Bundy: Aber bitte konkret. An welchem Satz stößt Du Dich besonders, denn so wie ich es lese, stürzt mein Artikel zu 100% Deine Kritik. Das Palästinensische Volk ist ein Konstrukt der 60er. Also, zeig mir einen konkreten Satz in dem Artikel, der Dich stört. Danke.

    • bergstein schreibt:

      Mit der Aussage, dass israelische Araber keine Palästinenser sind, würde ich zumindest in Nahen Osten vorsichtig sein, sonst sie ganz schnell nicht mehr am Leben.
      Der Begriff Palästinenser wurde erstmalig im Dezember 1970 von einer amerikanischen Zei-tung verwendet. Es wurde zu keinem Zeitpunkt von Arabern als Eigenbezeichnung verwendet (vgl. Nationalcharta der PLO). Völkerbezeichnung gibt es in Europa und Asien aber nicht bei Arabern.

  8. danielanderson1502 schreibt:

    Großartig! Wunderbar! Toll! Gut gemacht!

  9. danielanderson1502 schreibt:

    Großartig! Toll! Gut gemacht! Wunderbar!

  10. peter schreibt:

    Nicht ganz korrekt – das deutsche Volk wurde waehrend der Kriege gegen Napoleon erfunden. Man brauchte naemlich eine Motivation zum Kampf gegen den Franzosenkaiser – schliesslich war das Ziel, die Herrschaft des Korsen durch die der vormaligen Duodezfuersten zu ersetzen fuer die einfache Bevoelkerung nicht sonderlich atraktiv. Also musste das Deutsche Volk her, das von den Franzosen befreit warden sollte. Nach 1815 sollte es dann wieder eingemottet warden, damit di Koenige und Grossherzoege von Preussen, Bayern Hannover und und und wieder ungestoert weiterherrschen konnten. Aber da war’s wie mit dem Zauberbesen, einmal gerufen, wurde man ihn nicht so leicht los – und aufeinmal war dann „Deutschland“ nicht mehr Kampfruf gegen die Franzosen, dondern gegen die eigenen gekroenten Haeupter. 1848 konnte man dies noch eindaemmen, aber dann dachte sich Bismarck: „Bevor irgendwelche Demokraten Deutschland begruenden, Machen wir’s lieber selber und behalten die Kontrolle.“
    Uebrigend wurde jedes Volk irgendwann „erfunden“. Ist auch kein Problem, es sei den damit warden ueble Absichten verfolgt – siehe „Palaestina“.

    • bevanite schreibt:

      Genau genommen hat sich der nationale Gedanke noch nicht mal bei der Reichsgründung beim „einfachen Volk“ verfestigt, vor allem nicht bei den Katholiken (die die österreichische Niederlage von 1866 durchaus als Trauma empfanden). Bei den Eliten war diese Idee freilich beliebt, aber selbst in der wilhelminischen Zeit war es anfangs schwer, eine deutsche Reichs-„Leitkultur“ von oben aufzupropfen. Die Versuche, die unternommen wurden, waren meist preußisch-protestantisch-monarchistisch geprägt. Solche Sachen vergessen jene geschichtsvergessenen Rattenfänger, die heuer manchmal von der „tausendjährigen“ deutschen Geschichte schwadronieren, leider oft.

  11. Ronald Hörstmann schreibt:

    Selten so einen dummen Bericht gelesen, oder wie ich ihn eher nennen würde, meschugge! . „Deutsch“ kommt meines Wissens von „Teutonen“ Und im übrigen sind nicht die „Europäer“ nach Amerika gesegelt um dort die Indianer zu treffen, sondern ein Italiener namens Kolumbus suchte den westlichen Seeweg nach Indien. Warum weiß jeder Hauptschüler. Der Fehler, Amerika Indien zu nennen wurde erkannt. Im übrigen war ein Wikinger schon der eigentliche Entdecker Amerikas und hat es trotzdem nicht „Wikingen“ genannt. Ach ja, noch etwas, es war nicht Ahorn-Holz das Salomon verwendete. Das Ahorn wuchs nicht auf israelischem Boden. Macht Euch selber schlau, was er in Wirklichkeit verwendete. Mir reicht es jetzt mit dem Aufspüren der Mängel.

    • Christian schreibt:

      Der Begriff „deutsch“ leitet sich vom althochdeutschen diutisc ab, was „zum Volk gehörig“ bedeutete und sich auf Sprecher eines germanischen Idioms in Abgrenzung zu den romanischen Nachbarvölkern bezog. Die Teutonen waren ursprünglich ein Volk im heutigen Dänemark. Der Begriff „teutonisch“ hat etymologisch nichts mit dem Adjektiv „deutsch“ zu tun. Kolumbus war kein Italiener sondern Genueser und ist im Auftrag Spaniens gesegelt – nicht mit einer italienischen Flotte. Der Fehler Amerika für Indien zu halten wurde erkennt – das ist richtig. Dennoch wurden die Ureinwohner als Indianer bezeichnet, unabhängig von ihrer Volkszugehörigkeit – das steht aber auch im Text. Daran ändert der Umstand, dass Wikinger dort schon früher gelandet sind, nichts. Mir scheint eher, dass Sie es sind, der Nachhilfe braucht, Herr Hörstmann.

      • Kanalratte schreibt:

        Das Wort „dutch“ hat übrigens den selben Ursprung wie „deutsch“. Und hätte sich bei uns statt des Hochdeutschen aus dem Mittel- und Oberdeutschen Raum, das Niederdeutsche durchgesetzt, könnten heute alle Deutschen die Niederländer problemlos verstehen und mit ihnen kommunizieren. Dagegen versteht der Nicht-Plattdeutschkundige Deutsche heute vielleicht 30% der niederländischen Alltagssprache. Umgekehrt ist das wohl ähnlich.

        • Rika schreibt:

          In der vergangenen Woche war ich im neu errichteten Lutherhaus in Eisenach. Sehr zu empfehlen! Besonders eindrücklich fand ich – und im Zusammenhang dieser Diskussion durchaus passend – eine interaktive Landkarte der „deutschen Landen“ mit der akkustischen Darbietung der Dialekte, die zur Zeit Luthers zwischen Nord-/Ostsee und Alpen gesprochen wurden (und sich bis heute auch erhalten haben). Jedes Gebiet hatte seine eigene „deutsche Sprache“, der Prozess der Vereinheitlichung des Deutschen als Sprache wurde durch Luther stark befördert und man kann durchaus davon ausgehen, dass das langfristig auch auf die Einheit Deutschlands als „Nation“ gewirkt hat. Es sind viele Faktoren an dem beteiligt, was heute „Deutschland“ ist und bedeutet. Die Frage ist doch, was wird bleiben, was sich verändern und wird es noch „Deutschland“ sein in 100 Jahren…. und wird das gut sein für die Menschen, die in dem Land dann leben werden.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Es reicht? Beide Kritiken sind falsch!
      Deutsch kommt nachweislich nicht von Teutone und zum Bau des zweiten Tempels wurde Ahorn verwendet. Und Italien ist Europa! Somit war Kolumbus Team für Spanien ein europäisches Team, Sie Vollhörstmann!

      • bergstein schreibt:

        Soweit ich das, verstehe haben die Wörter Teutonen und Deutsch den gleichen Ursprung, sind jedoch nicht von einander abgeleitet worden.

      • Rika schreibt:

        Waren es nicht die Zedern des Libanon, die für den Bau des ersten Tempels verwendet wurden? Im biblischen Bericht wird Zypressen- und Olivenholz für die Türgestaltung erwähnt…. http://www.bibelwissenschaft.de/bibelkunde/themenkapitel-at/der-tempel/

        Aber Ahorn hätte mir auch gut gefallen….
        Und natürlich war die Findung Amerikas das erste große europäische Projekt… Die Frage die mich dabei bewegt ist die: Wie haben die das ganz ohne Brüssel hingekriegt? 😉

    • Ron Flug schreibt:

      sehr wenig Wissen! Dumm! Im Ursprung geht es bei dem Wort deutsch um die nichtlateinische Volkssprache, nicht aber um eine ethnische Einheit. Grundlage des nhd. Wortes deutsch ist das ahd. diutisk „zum Volk gehörig“. Diot bedeutete im Ahd. „Volk“ und stammt von dem gleichbedeutenden germanischen Wort *þeuðo. Die lat. Form theodisce, die auch die Quelle des ital. Wortes tedesco „deutsch“ darstellt, ist erstmals 786 in einem vatikanischen Kodex belegt, meint dort aber wohl das Angelsächsische. Erst zwei Jahre darauf, in den fränkischen Reichsannalen von 788, wird mit theodisce das Deutsche als „Volkssprache“ aller nichtlateinischen oder nichtromanischen Sprachgruppen bezeichnet.
      Ähnlich hielten es die Slawen, die die nicht slawisch sprechenden Germanen im Westen zunächst als die bezeichneten, die „keine Sprache haben“ (vgl. poln. Niemcy, russ. Nemcy, verwandt mit dem Wort für „stumm“, poln. niemy, russ. nemyj). Später verengte sich dieses Wort zur Bezeichnung der Deutschen. In der Aristoteles–Übersetzung des St. Galler Mönchs Notker ist die Form diutisk um das Jahr 1000 erstmals dokumentiert. Endgültig Sprache und Volk bezeichnete dieses Wort aber erst 1085 im „Annolied“, der ältesten deutschen Geschichtsdichtung.

      Teutone = Angehöriger eines germanischen Volksstammes

  12. Hessenhenker schreibt:

    Im Ausland fragen die interessierten Fischverkäufer andauernd, wo ich her komme.
    Auf mein „Germany“ kommt meistens die Entgegnung „Hitler!“.
    Ich tue etwas für die politische Bildung im Ausland (leider zahlt mir die Konrad-Adenauer-Stiftung nix dafür, die muß Kurse für Muslime geben) und berichtige: „Merkel ist jetzt der Name“.

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