Was bedeutet Hardliner?

Der Gründer der Partei „Unser Haus Israel“ und ehemalige Außenminister von Israel, Avigdor Lieberman, wird wieder Teil der israelischen Regierung sein. Er folgt als Verteidigungsminister auf den zurückgetretenen Mosche Jaalon. Lieberman hat sich mit der regierenden Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf eine Beteiligung an der Koalition geeinigt. Eine Bedingung dafür war, dass seiner Partei der Posten des Verteidigungsministers zufallen solle.

In Deutschland wird seit der Ernennung Liebermans eifrig geunkt. So ziemlich alle reden von einem Rechtsruck und nicht wenige sehen den Frieden in weite Ferne rücken. Noch ferner? Wie viel ferner kann ein Frieden rücken, wenn die regierende Partei im Gazastreifen in ihrer Charta die Vernichtung aller Juden weltweit fordert und die Fatah in der sogenannten Palästinensischen Autonomie auf Feierlichkeiten den Völkermord an Juden preist, Straßen und Plätze nach Judenmörder benennt und Familien von Terroristen fürstlich belohnt?

Avigdor Lieberman ist unbestritten ein Hardliner. In einem Land, das von seinen Nachbarn vernichtet werden soll, ist es nicht ungewöhnlich, eine harte Linie zu entwickeln. Im Vergleich zu der Hamas und der Fatah jedoch ist er ein Friedensengel. Lieberman ist für eine Zweistaatenlösung, aber nicht wenige Parteien auf der Gegenseite, von der Hamas bis zur Hisbollah, führen die Vernichtung Israels und sogar die Auslöschung des gesamten jüdischen Volkes im Parteiprogramm. Jeder Jude, der sich dieser Massenmordabsicht entgegenstemmt, ist ein Hardliner. Und das ist auch gut so! Wer diesen Begriff in negativer Weise verwendet, hat nicht begriffen, um welchen mörderischen Hass es hier geht und erklärt, man solle auf die Absicht, vernichtet zu werden, nicht so hart reagieren! Wohin jedoch ein softer Umgang mit Judenmördern führt, zeigt die Geschichte.

Es gibt weder in der Hamas noch in der Fatah einen einzigen Politiker, der so gemäßigt ist wie Avigdor Lieberman. Gäbe es in der Regierung der palästinensischen Autonomie auch nur einen Mann wie Avigdor Lieberman, der Frieden wäre übermorgen da! Ein Beispiel:

Im Jahr 2001 gestand Lieberman, einem zwölfjährigen Jungen, der seinen Sohn angegriffen hatte, ins Gesicht geschlagen zu haben. Der Vorfall ereignete sich 1999 in der israelischen Siedlung Nodkim. Nachdem sein Sohn ihm von dem Angriff erzählt hatte, spürte Lieberman dem Jungen auf und schlug ihn. Er wurde wegen tätlichen Angriffs und Drohung schuldig gesprochen. Das ist Israel! Terroristen, die Juden niederstechen, Eltern vor ihren Kindern abschlachten und auf Straßen und in Synagogen Massaker veranstalten, werden in der Palästinensischen Autonomie nicht verurteilt, sondern als Helden gefeiert. Das ist der Unterschied!

Das Problem vieler selbsternannter Nahostexperten besteht darin, dass sie bereits jauchzen, wenn ein Politiker in Gaza kein Hitler ist, sie aber garstig einen jüdischen Politiker in Israel in Grund und Boden kritisieren, wenn er kein Nathan der Weise ist.

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