Der Anschlag ist kein verdammtes Geschenk!

Ganz Deutschland fühlt sich gerade an wie eine perverse Version von „Wir warten auf’s Christkind“.

In München gab es einen Anschlag mit mehreren Toten und ein großer Teil der Nation sitzt gebannt vor dem Blutbad und hofft darauf, die Tat möge ein Geschenk für die eigene Propaganda sein. Doch noch ist das „Geschenk“ verpackt. Niemand weiß, was drinnen ist. Die Motivation des Täters ist vollkommen unbekannt.

Eine Gruppe hofft, der Anschlag möge einen islamistischen Hintergrund haben. Eine andere Gruppe hofft, der Anschlag möge einen rechtsradikalen Hintergrund haben. Einige wollen gehört haben, dass der Weihnachtsmann „Scheiß Ausländer“ gerufen hat, andere sind sich sicher, er hat „Allahu akbar“ gerufen.

Der 22. Juli 2016 war aber kein scheiß Weihnachten für Propagandisten. Es war ein Anschlag, bei dem fünf Jugendliche unter 16 Jahren ermordet wurden, die ihr ganzes Leben noch vor sich hatten.

Unabhängig davon, was bei der Untersuchung des Anschlags herauskommen wird, Deutschland hat ein Problem mit Rechtsradikalismus und ein Problem mit dem Islamismus!

Egal ob Weihnachten oder Anschlag, in Deutschland brennen Flüchtlingsheime, nicht selten von Rechtsradikalen angezündet und in Deutschland werden Anschläge auf Synagogen und Juden verübt, nicht selten von Islamisten. Schwule Männer werden in Deutschland zusammengeschlagen; mal sind es Fäuste von Nazis (Nationalsozialisten) und mal von Naziis (Nationalislamisten).

Es ist daher nicht nötig, die brutale Tat vom 22. Juli 2016 zu instrumentalisieren. Am Ende war es ein Amoklauf eines verrückten Menschen ohne politische Motivition. Wer weiß das jetzt schon?

Dennoch, das Problem ist da. Der Terror ist in Deutschland und er kam lange vor dem 22. Juli. Niemand sollte sich zurücklehnen.

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66 Antworten zu Der Anschlag ist kein verdammtes Geschenk!

  1. Sophist X schreibt:

    Ganz Deutschland fühlt sich gerade an wie eine perverse Version von „Wir warten auf’s Christkind“.

    Das ist ohne Zweifel moralisch hoch verwerflich, aber mehr nicht. Jemand, der gegen solche Anwandlungen immun ist, kann kein Mensch mehr sein (ist also womöglich eine Maschine oder ein Gott). Niemand ist immun, und es bleibt eine wohlfeile, vergebliche Moralpredigt (Smiley).

  2. limbischessystem schreibt:

    Natürlich nicht! Uns werden nach Auskunft von Goebbels-Eckhart Menschen geschnekt, keine Attentate.

  3. O.Paul schreibt:

    Satire an „Gott sei´s gedankt, dass es kein Terroranschlag sondern nur ein Amoklauf war“ (so oder ähnlich wird ja derzeit debattiert. Das macht es für die Familien der Opfer viel leichter. Durch einen Amokläufer zu sterben ist halb so schlimm wie durch die Hand von Terroristen.

    Ich kann dieses rumgeeiere nicht mehr ertragen.

  4. abusheitan schreibt:

    “ in Deutschland brennen Flüchtlingsheime, nicht selten von Rechtsradikalen angezündet“. Falsch.
    Zu 90% werden die Heime von den Bewohnern angezündet, von Rechtsradikalen selten.

    • ceterum censeo schreibt:

      Dafür kommst Du in den Bau. Auch wenn’s tausendmal stimmt. IM Viktoria kennt keine Gnade und keinen Feierabend. 🙂

    • bevanite schreibt:

      Was für ein Schwachsinn! Es tappen im Netz ja verschiedenste Verschwörungstheorien rum, das ist definitiv eine der blöderen.

        • Praecox schreibt:

          @Abusheitan

          Willkommen im Club der Lügenkommentatoren. Ihre Lüge an dieser Stelle ist besonders leicht zu entlarven. Oder gibt es irgendwo Nazis, die Asylbewerberheime fahrlässig (Bügeleisen…) anzünden? Natürlich nicht.
          Nazis zünden die Heime in unverhohlener Schädigungs-, oder sogar Mordabsicht an.

          Für derartiges Lügen sollte es allerdings eine Strafe geben. Dass einem der Zeterer beipflichten muss, finde ich persönlich allerdings zu hart. Entzug der Tastatur würde genügen.

        • Praecox schreibt:

          Willkommen im exklusiven Club der Lügenkommentatoren, Abusheitan!

          Selten war eine Lüge derart infam und gleichzeitig so leicht zu entlarven (anhand des vom Lügner selbst gesetzten Links), wie die Ihre an dieser Stelle.

          Oder zünden Nazis Asylbewerberheime fahrlässig mit dem Bügeleisen an? Natürlich nicht!
          Nazis machen das in unverhohlener Schädigungs-, oder sogar Mordabsicht.

          Für derartiges Lügen sollte es allerdings eine Strafe geben. Dass einem der Zeterer beipflichten muss, finde ich persönlich allerdings zu hart. Entzug der Tastatur würde genügen.

          • A.S. schreibt:

            Woher wissen Sie das der Link Lügen enthält oder ist oder Lügen belegen soll?

          • Praecox schreibt:

            Bitte Hirn anknipsen, A.S.

            Die Lüge besteht darin, die rein zahlenmäßige Häufigkeit unterschiedlicher Brandursachen in ein qualitatives Verhältnis zu setzen. Wenn ein Asylbewerber vergißt das Bügeleisen auszuschalten und deshalb ein Brand im Heim entsteht, ist das etwas vollkommen anderes, als der gezielte, geplante und in Schädigungs-, bzw. Mordabsicht begangene Anschlag durch einen ideologisch ausgerichteten Gewalttäter.

            Wer wiederum solche vollkommen unterschiedlichen Hergänge willentlich und wider besseres Wissen gleichsetzt, um damit die eine Gruppe (hier: Asylbewerber) gegenüber der anderen (hier: Nazis) zu benachteilen bzw. sie zu diskreditieren, ist nichts anderes als ein Lügner.

            Dass Sie, A.S., diese stupide Rückfrage stellen, ist alarmierend.

          • A.S. schreibt:

            Also ich verstehe die Auflistung als eine rein quantitative Aussage.
            Und abusheitan hat insofern Recht, als dass nach der Liste Bewohner von Heimen öfter Brandstiftung (15)begangen haben als Asylfeinde (14). Die Zahlen von abusheitan mögen übertrieben sein, aber Lüge sehe ich da nicht.

          • Praecox schreibt:

            abusheitan zu Juli 23, 2016 um 7:26 pm
            „zu 90% werden die Heime von den Bewohnern angezündet, von Rechtsradikalen selten“

            Besonders auffällig dabei, worauf der Lügenkommentator mit diesem Satz antwortet. Nämlich auf folgenden:

            „in Deutschland brennen Flüchtlingsheime, nicht selten von Rechtsradikalen angezündet“

            Und LK Abusheitan sagt dazu: „Falsch.“ Er nennt die Aussage eines anderen falsch, um sie durch eine eigene, viel falschere Aussage zu ersetzen (90% Brandstiftung)! Das ist das Werk eines Lügners, nichts sonst.

            Das als „Übertreibung“ zu verharmlosen, qualifiziert sie ebenfalls zum Lügenkommentator.

          • A.S. schreibt:

            Nutzen Sie das Wort Lüge nicht zu oft. Es nutzt sich ab.

          • Praecox schreibt:

            Lügen werden nicht dadurch wahr, dass man das Wort Lüge nicht mehr verwendet, auch wenn Sie das als festes Element im Lügengebilde gerne so hätten.

            Falls Sie versehentlich doch noch auf den Hirnschalter kommen: wenn zu oft gelogen wird, muss ebenso oft darauf hingewiesen werden. Sie können das derzeit nicht begreifen, da sie ja evidente Schwierigkeiten damit haben, qualitative und quantitative Daten zu unterscheiden bzw. korrekt einzuordnen.

          • A.S. schreibt:

            Überlegen Sie mal wo die Grenzen zwischen Lüge, Ungenauigkeit, Versehen, Fehler, Unkenntnis, Übertreibung oder Überspitzung liegen.
            Falls der Hirnschalter funktioniert.

          • Praecox schreibt:

            Die Grenze oder auch rote Linie verläuft zwischen Innen und Außen. Also zwischen dem, was einer bloß denkt bzw. meint und dem, was einer öffentlich äußert.
            Sobald es zur Äußerung und Tatsachenbehauptung kommt, gerät alles von dem, was Sie hier in geradezu lächerlich relativierender Weise aufzählen, unweigerlich zur Lüge. Und zwar zu jener Form von Lüge, die viel schwerer wiegt, als nur die aus Dummheit oder Unwissenheit entsprungene Unwahrheit. Jene Lüge nämlich, die falsches Zeugnis über einen anderen ablegt.

            Aber bitte, A.S., wenn Sie der Advokat des falschen Zeugnisses und damit Anwalt der Niedertracht sein wollen, seien Sie es.

          • ceterum censeo schreibt:

            Ach, A.S.,
            jetzt hast Du wertvolle Lebenszeit, zumal am Sonntag, an einen Algorithmus verschwendet. Das führt doch zu nichts, oder?
            Ich selbst habe gerade auf T.e.G. geantwortet, da ich hinter dem nickname immerhin noch einen Menschen aus Fleisch und Blut vermute. Wenn auch einen verblendeten.
            Aber was weiß man in diesen Tagen noch definitiv?
            Gute Nacht!

        • abusheitan schreibt:

          Buurmanns Aussage insinuiert, die Mehrheit der Brände in Asylheimen sei von Nazis absichtlich gelegt. Das trifft offensichtlich nicht zu. Die Aussage ist populistisch und falsch.
          Den Duktus von Burmann habe ich übernommen, überspitzt und verfremdet.
          Richtig wäre aber gewesen: “ In Deutschland brennen Flüchtlingsheime, nicht selten von ihren Bewohnern angezündet.“
          Ob die Brände in diesen Fällen durch Unachtsamkeit, Mutwillen oder Böswilligkeit entstehen, ist dabei zweitrangig.

          • abusheitan schreibt:

            Zweitrangig soll heißen: Die Folgen eines Brandes sind für das abgebrannte Gebäude und für die gefährdeten, verletzten oder getöteten Menschen gleichermaßen schlimm, auch wenn keine Absicht bestand. Der Verursacher ist in jedem Fall haftbar zu machen und zur Rechenschaft zu ziehen.

          • Praecox schreibt:

            Unsinn!

            Hier die vollständige Aussage Buurmanns:

            „Unabhängig davon, was bei der Untersuchung des Anschlags herauskommen wird, Deutschland hat ein Problem mit Rechtsradikalismus und ein Problem mit dem Islamismus!
            Egal ob Weihnachten oder Anschlag, in Deutschland brennen Flüchtlingsheime, nicht selten von Rechtsradikalen angezündet und in Deutschland werden Anschläge auf Synagogen und Juden verübt, nicht selten von Islamisten. Schwule Männer werden in Deutschland zusammengeschlagen; mal sind es Fäuste von Nazis (Nationalsozialisten) und mal von Naziis (Nationalislamisten).“

            Sie zerreisen den vollständigen Satz und SIE INSINUIEREN (rhetorisch geschickt, indem sie aus einem Neben- einen Hauptsatz konstruieren), dass hier nur diese eine Aussage stünde:
            „…in Deutschland brennen Flüchtlingsheime, nicht selten von Rechtsradikalen angezündet…“

            Es steht da aber auch:
            „…in Deutschland werden Anschläge auf Synagogen und Juden verübt, nicht selten von Islamisten…“

            Angriffe/ Anschläge auf Juden kommen nicht nur von Islamisten, sondern ebenfalls aus anderen Richtungen. Die absolute Mehrheit der antisemitischen Straftaten stammt aus dem rechtsextremen Feld. Das schreibt Buurmann aber nicht, wie er ebensowenig schreibt, dass auch Asylbewerber schon Asylbewerberheime angezündet haben.
            Buurmanns Kernaussage ist nämlich:
            „Deutschland hat ein Problem mit Rechtsradikalismus und ein Problem mit dem Islamismus!“
            Bzw.:
            „mal sind es Fäuste von Nazis (Nationalsozialisten) und mal von Naziis (Nationalislamisten).“

            Womit Deutschland freilich auch ein Problem hat, sind vergessene Bügeleisen. Dieses Phänomen ist aber gewiß nicht auf Asylbewerberheime beschränkt und eine gesonderte Statistik dazu wäre nur deshalb interessant, um den hypothetischen Zusammenhang von Überforderung/ Stress und Vergesslichkeit/ Fahrlässigkeit wissenschaftlich zu verfolgen.

            abusheitan schreibt: Juli 25, 2016 um 11:21 am
            „Den Duktus von Burmann habe ich übernommen, überspitzt und verfremdet.“

            Jetzt tragen Sie aber ziemlich dick auf. Sie haben hier überhaupt keinen Duktus übernommen, auch nichts überspitzt und verfremdet. Sie haben genau ein Wort und einen einzigen einzelnen Satz geschrieben:

            abusheitan schreibt: Juli 23, 2016 um 7:26 pm
            „Falsch.Zu 90% werden die Heime von den Bewohnern angezündet, von Rechtsradikalen selten.“

            Hier ist beim besten Willen, den man gegenüber einem Lügenkommentator aufbringen kann, keinerlei Sprachkunst erkennbar. Soviel Hybris ist fast schon mitleiderregend.

            Weiter mit Ihren Lügen:

            abusheitan schreibt: Juli 25, 2016 um 11:48 am
            „Zweitrangig soll heißen: Die Folgen eines Brandes sind für das abgebrannte Gebäude und für die gefährdeten, verletzten oder getöteten Menschen gleichermaßen schlimm, auch wenn keine Absicht bestand. Der Verursacher ist in jedem Fall haftbar zu machen und zur Rechenschaft zu ziehen.“

            Das ist Verschleierungstaktik zur Aufrechterhaltung des Lügengebildes!

            Selbstvertändlich macht es auch für das/ die Opfer eines Brandes einen Unterschied, ob der Brand vorsätzlich und in Schädigungsabsicht und unter rassistischen Motiven gelegt wurde oder ob jemand vergessen hat, ein Bügeleisen auszuschalten. Das dieser offenkundige Unterschied mit einem sich derart selbstgewiß gerierenden Kommentator wie Ihnen überhaupt diskutiert werden muss, stellt ein Armutszeugnis dar.
            Mit einer derartigen Lüge könnten Sie auch die Katastrophe von Auschwitz mit der Katastrophe von Bhopal gleichsetzen, da in beiden Fällen die Opfer an Giftgas zugrunde gingen.

            Und selbstverständlich macht es nicht nur für die Opfer, sondern auch für die Öffentlichkeit und das Rechtssystem einen Unterschied, welcher Art die Motive sind, die hinter einer Brandstiftung stehen und ebenso selbstverständlich macht es einen Riesenunterschied, ob es Motive gibt, oder nicht.

            Dass Sie alle diese SELBSTVERSTÄNDLICHKEITEN der freiheitlich-demokratischen und rechtsstaatlichen Ordnung durch Ihre Insinuationen ersetzen wollen, macht Sie nicht nur des Titels Lügenkommentator der Woche würdig, sondern ebenso verdächtig.

            Lügen Sie eigentlich fahrlässig, unachtsam, mutwillig, böswillig oder werden Sie dazu gezwungen? Vom Zeterer etwa?

        • abusheitan schreibt:

          Praecox, Sie haben recht! Gegen Buurmanns elegante, rhetorisch geschickte Formulierung „nicht selten“ wirkt meine erste Antwort tatsächlich plump und derb. Also kein „Aufnehmen des Duktus“, keine Sprachkunst, sondern eine aus Empörung schnell hingehämmerte Replik. In meiner Richtigstellung habe ich dann die Worte Buurmanns kopiert und nur die Benennung der Verantwortlichen geändert.

          Mein Anliegen war und ist, den Falschdarstellungen, Brände in Flüchtlingsheimen und antisemitische Straftaten würden zum größten Teil von Rechtsextremen begangen, zu widersprechen. Letzteres behaupten Sie auch, ohne Belege zu bringen, was mich wohl berechtigte, Sie ebenfalls mit Vehemenz als Lügner zu bezeichnen. Auch wenn Sie mir unterstellen, ich hätte von Brandstiftung geschrieben, entspricht das nicht der Wahrheit.

          Ich fühle mich ja gewissermaßen geehrt, dass Sie meinen wenigen Zeilen so viel Aufmerksamkeit widmen und mich sogar zum WK der Woche küren (LTI?), finde aber, dass Sie mit Kanonen auf Spatzen schießen. Da Sie sogar letztendlich mit der Auschwitzkeule wedeln, möchte ich Ihnen nur mitteilen, dass es meinen Verwandten, die verschiedene KZs (inkl. Auschwitz) überlebten, egal war, ob die sie fast zu Tode quälenden Nazischergen aus Rassenhass handelten oder nur ihre Pflicht tun wollten.

          • Praecox schreibt:

            In Ihrer Richtigstellung?
            Welche Richtigstellung?
            Es gibt keine. Es gibt nur Ihren Einstiegskommentar und einen von Ihnen kommentarlos eingestellten Link zu einer nichtssagenden Pseudostatistik.

            Ich habe die Bhopalkeule rausgeholt und halte Sie für treffend.

          • Praecox schreibt:

            abusheitan schreibt: Juli 25, 2016 um 3:11 pm
            „Da Sie sogar letztendlich mit der Auschwitzkeule wedeln, möchte ich Ihnen nur mitteilen, dass es meinen Verwandten, die verschiedene KZs (inkl. Auschwitz) überlebten, egal war, ob die sie fast zu Tode quälenden Nazischergen aus Rassenhass handelten oder nur ihre Pflicht tun wollten.“

            Erstens:
            Die „Auschwitzkeule“ ist eine Metapher für die angebliche Instrumentalisierung der Shoa zu dem Zweck, sogenannte Israelkritik zu unterdrücken. In dem von mir gewählten Beispiel geht es aber weder um die Frage nach Israelkritik, noch um die Unterdrückung eines Arguments. Wenn Sie, @Abusheitan, den Eindruck oder die Befürchtung haben, Ihre Argumentation könnte durch das von mir gewählte Beispiel (Auschwitz-Bhopal) unterdrückt werden, dann doch eher deshalb, weil Sie Ihre eigene Argumentation auf so wackeliges Fundament stellen.

            Zweitens:
            Worin sollte im Falle des NS-Konzentrationslagers denn der Unterschied zwischen Rassenhass und Pflichterfüllung bestehen?

            Drittens:
            Zu welcher von den Nazis festgelegten Gruppierung wurden Ihre Verwandten gezählt? Waren Sie Juden, Zigeuner, Berufsverbrecher, Homosexuelle, Behinderte, Asoziale, Kommunisten…? Wie konnten Sie überleben?

            abusheitan schreibt: Juli 25, 2016 um 3:11 pm
            „Mein Anliegen war und ist, den Falschdarstellungen, Brände in Flüchtlingsheimen und antisemitische Straftaten würden zum größten Teil von Rechtsextremen begangen, zu widersprechen. Letzteres behaupten Sie auch, ohne Belege zu bringen, was mich wohl berechtigte, Sie ebenfalls mit Vehemenz als Lügner zu bezeichnen. Auch wenn Sie mir unterstellen, ich hätte von Brandstiftung geschrieben, entspricht das nicht der Wahrheit.“

            Erstens:
            Ist es nicht Ihre allererste Pflicht, Ihren Widerspruch durch seriöse Daten zu untermauern?

            Zweitens:
            Bitteschön, hier die angeforderten Belege:
            http://www.welt.de/politik/deutschland/article136128070/Hohe-Dunkelziffer-bei-antisemitischen-Straftaten.html
            https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/w/files/pdfs/aas-lagebild-antisemitismus-2015.pdf
            http://kantorcenter.tau.ac.il/sites/default/files/Doch2014%20%28130415%29_0.pdf
            http://antisemitism.org.il/webfm_send/151
            http://www.hagalil.com/2016/05/straftaten-2/

            https://www.verfassungsschutz.de/embed/vsbericht-2015.pdf
            „Die Zahl der rechtsextremistisch motivierten Straftaten mit antisemitischem Hintergrund sank im Jahr 2015 auf insgesamt 1.236 Taten (2014: 1.328); bei den Gewalttaten war hingegen nur ein leichter Rückgang auf 29 (2014: 31) zu verzeichnen.“

            Bei insgesamt 1366 (erfaßten) antisemitischen Straftaten in demselben Jahreszeitraum, ergibt sich ein Anteil rechtsextremistisch motivierter antisemitischer Straftaten von 90 %.

            Drittens:
            Sie schrieben nicht von Brandstiftung, sondern wie Buurmann von „anzünden“.
            Es ist glasklar, dass Buurmann mit „anzünden“ nicht das versehentliche Angeschaltetlassen von Bügeleisen meint.
            Sie können es drehen und wenden wie sie wollen (auch unter Zuhilfenahme der Verwandschaft), es bleibt bei Ihrer ursprünglichen Lüge, indem sie nach wie vor Mord und Bügeln gleichsetzen. Zeigen Sie mir den Nazi, der in einer Asylunterkunft bügelt und versehentlich das heiße Bügeleisen stehen läßt, und ich nehme alles zurück. Solange Sie das nicht können, sind und bleiben Sie ein Lügner.

    • abusheitan schreibt:

      @Praecox
      „Auschwitz“ ist das Codewort für das bisher größte Verbrechen Deutschlands/ der Deutschen. Es nur auf die Vernichtung der Juden zu begrenzen ist eine unzulässige Vereinnahmung, da dort bekanntlich auch viele Nichtjuden inhaftiert und ermordet wurden.
      Der Vergleich Auschwitz/Bhopal mit einem Molotowcocktail und einem vergessenen Bügeleisen im Asylheim scheint doch etwas gewagt, läuft Gefahr nicht ernst genommen zu werden.

      „Worin sollte im Falle des NS-Konzentrationslagers denn der Unterschied zwischen Rassenhass und Pflichterfüllung bestehen?“
      Eben.

      „Zu welcher von den Nazis festgelegten Gruppierung wurden Ihre Verwandten gezählt? “
      Was spielt das für eine Rolle? Warum fragen Sie? Es wurden auch Menschen wegen ihrer Zugehörigkeit zu den Zeugen Jehovas interniert oder weil sie sich politisch engagiert hatten. Meine Verwandten waren slawische Untermenschen, die im Rahmen der „Intelligenzaktion“ festgenommen und zur „Vernichtung durch Arbeit“ bestimmt wurden. Überleben konnten sie, weil die Steinmetze, für die sie im Steinbruch Zwangsarbeit leisten mussten, unter Gefährdung ihres eigenen Lebens heimlich Nahrungsmittel zusteckten.

      „Ist es nicht Ihre allererste Pflicht, Ihren Widerspruch durch seriöse Daten zu untermauern?“
      Wäre es nicht die Pflicht Buurmanns gewesen, seine Behauptungen durch seriöse Daten zu untermauern? Und wäre es nicht angemessen dem rechtsextremen und islamischen Terror den linksextremen zuzuordnen, anstatt ihn komplett zu verschweigen? Ist Verschweigen eines Teils der Wahrheit nicht auch eine Lüge?

      „Bitteschön, hier die angeforderten Belege:“
      Ich hatte keine Belege angefordert. Ich möchte auch keine durch Statistik- Aufrechnungen beginnen. Den Angaben einer Stasi-Amadeu-Antonio-Stiftung und des bis über die Ohren in die „NSU-Morde“ verstrickten Verfassungsschutzes bringe ich z. B. nicht mehr Vertrauen entgegen als der von mir auf die Schnelle gefundenen und angegebenen Statistik. Die Mühe nach Statistiken zu suchen, die den Ihren widersprechen, möchte ich mir genau so wenig machen wie die Suche nach einem im Asylheim bügelnden Nazi.
      Im Gegensatz zu widersprechenden Statistiken werde ich einen solchen Nazi dort wohl nicht finden.
      Aber Asylanten, die Anschläge auf Asylantenheime begehen und dann Hakenkreuze malen um die Tat Nazis in die Schuhe zu schieben, wurden bereits gefunden.

      • bevanite schreibt:

        Ist Verschweigen eines Teils der Wahrheit nicht auch eine Lüge?

        Nein, verdammt! Was ist, wenn nicht alle Details einer Wahrheit bekannt sind? Dann ist es kein Verschweigen.

        Überhaupt finde ich die gegenwärtige Tendenz, den Gegnern permanent „Lügen“ zu unterstellen, beunruhigend. Dahinter verbirgt sich eine gefährliche Sehnsucht nach dem perfekten Menschen, der nie lügt und nie Fehler begeht. Den wird es aber nie geben. Jeder Mensch lügt dann und wann, und sei es nur gegenüber sich selbst. Daher gönne ich mir lieber ein paar Spins des Tocotronic-Songs „Pure Vernunft darf niemals siegen“ und lese „The Decay of Lying“ von Oscar Wilde.

        • A.S. schreibt:

          Ihr Wort in Praecox Ohr. …
          Lüge ist eine absichtliche Verdrehung der bekannten Tatsachen. Alles andere ist Irrtum und/oder Dummheit.

          • bevanite schreibt:

            Damit wollte ich Praecox keineswegs in den Rücken fallen. Schlimm finde ich eher die Leute, die ständig glauben, den „Mut zur Wahrheit“ für sich gepachtet zu haben und dem Gegner Lügen unterstellen, um dann selbst dreist Propaganda zu betreiben. Und was „abusheitan“ und „ceterum censeo“ weiter oben machen, ist eigentlich noch schlimmer als eine Lüge: sie machen Propaganda. Inzwischen gibt es ja diverse „hoax maps“, die über den tatsächlichen Wahrheitsgehalt aufklären.

          • A.S. schreibt:

            Hier ist es nur Praecox, der bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit „Lüge“ schreit. Wahrscheinlich wird er auch zu diesem Kommentar „Lüge“ sagen weil es mindestens einen Kommentar von ihm ohne das Wort Lüge gibt.

            Die einen treten unter „Mut zur Wahrheit“ auf, die anderen wollen „entlarven“. Beides zwei Seiten der selben Münze, beide betreiben letztlich Propaganda für ihre Sicht, Heiko Maas genau so wie Björn Höcke. Dass man dazu eine selektive Auswahl der Beispiele verwendet ist eigentlich logisch. Kein Mensch, der einen Standpunkt erklären will, sucht sich dafür Gegenbeispiele aus. Dafür gibt es die Gegenrede, gehalten von jemand mit anderer Ansicht und folgerichtig mit anderen Beispielen. Meist haben beide Seiten teilweise Recht und teilweise Unrecht, die Wirklichkeit ist i.d.R. immer komplexer als ein einzelnes Hirn verarbeiten kann. In einer guten Diskussion erreicht man durch das Prinzip Rede und Gegenrede, dass näherungsweise alle relevanten Teilaspekte abgedeckt werden, sich also in der Summe ein mittiges Gesamtbild entwickelt. Das geht aber nur, solange man sich gegenseitig keine bösen Absichten unterstellt. Wenn aber jemand wie Praecox (oder Claudia Roth-ähnliche Personen) bei jedem nicht genehmen Teilaspekt gleich Lüge schreit kann man nicht mehr diskutieren.

  5. A.S. schreibt:

    Der Täter hat sich selber zu seinem Schöpfer hinabbefördert und davor ein Blutbad angerichtet. Der Anschlag sollte kein Geschenk sein. Für niemanden.
    Ich wünschte mir nur, derartige Instrumentalisierungen würde es auch nicht nach Fukushima geben, nach jeder Flutkatastrophe, nach jedem brennenden Flüchtlingsheim, nach den NSU-Morden, nach Todesschüssen in den USA usw.

  6. Heimchen am Herd schreibt:

    „Eine Gruppe hofft, der Anschlag möge einen islamistischen Hintergrund haben. Eine andere Gruppe hofft, der Anschlag möge einen rechtsradikalen Hintergrund haben. Einige wollen gehört haben, dass der Weihnachtsmann „Scheiß Ausländer“ gerufen hat, andere sind sich sicher, er hat „Allahu akbar“ gerufen.“

    Wo ist die Gruppe, die dafür sorgt, dass solche furchtbaren Anschläge nicht mehr passieren
    können?

    Wo ist die Gruppe, die unsere Werte und unsere Freiheit verteidigt?

    Wo ist die Gruppe, von der sich ALLE Deutschen vertreten fühlen?

    Diese Gruppe gibt es leider noch nicht!

  7. Couponschneider schreibt:

    Er wäre nicht der erste Deutsch-Iraner, der ausflippt. Der andere ist Ken Jebsen.

    Den Videos bei Youtube nach zu urteilen, lief er Amok ohne ideologischen Auftrag. Das ist aber traurig genug. Ob er eine religiöse Zeitbombe war, wissen wir aber noch nicht. Ein Neonazi kann ideologische motivierte Straftaten begehen, er kann aber auch genauso im Affekt Amok laufen und wahllos die Leute niedermähen, sogar blauäugige Blonde. Ich bin sogar der Meinung, dass ein Neonazi gefährderter ist, dies zu tun. Es ist die Kultur der Gewalt, eine Kultur, in der der Stärkere recht hat. Wer der Meinung ist, dass er recht hat und über dem Gesetz steht, der verleiht der Sache auch eher Nachdruck, mit Fäusten, mit Schusswaffen, mit Steinen, mit Brandschatzung, mit Verwüstung und mit Niederbrüllen. Ob Linksextremisten, Rechtsextremisten, Islamisten und Ökologisten sind sich in diesem Punkte sehr ähnlich.

    • bevanite schreibt:

      Wo haben in den letzten 15, 20 Jahren „Linksextremisten“ oder „Ökologisten“ Menschen umgebracht? Wollen Sie das ernsthaft mit den Blutspuren, die Rechtsextremisten und Islamisten in dieser Zeit hinterlassen haben, auf eine Stufe stellen?

      • Alreech schreibt:

        Wo haben den Rechtsextremisten und Islamisten ihre blutigen Spuren hinterlassen, als RAF, Revolutionäre Zellen, Direkte Aktion und die PLO Massenmorde begangen haben ?
        Damals konnte man als Massenmörder sich noch als extremer Linker bezeichnen der gegen Kapitalismus und Imperialismus und für den Aufbau des demokratischen Sozialismus kämpft.

        Dann klappte der real-existierende Sozialismus in sich zusammen, und das ist der Grund warum in den letzten 15, 20 Jahren linksextreme Erklärungen für Terror und Gewalt aus der Mode gekommen sind.
        Zum Glück gibt es mit Al Kaida und dem IS für zukünftige Massenmörder eine Alternative (AFMM), die wüssten sonst gar nicht wie sie ihr Mimimi im Bekennerschreiben ideologisch rechtfertigen sollten.

        • Praecox schreibt:

          29.09.1980
          Oktoberfestattentat

          19.12.1980
          Ermordung von Shlomo Levin und Frida Poeschke

          17.12.1988
          Brandanschlag auf von Türken bewohntes Haus

          07.11.1970
          Attentat auf einen sowjetischen Soldaten

          1982
          Mehrere Anschläge auf US-Kasernen

          Ausland:
          02.08.1980
          Anschlag von Bologna

          12.12.1969
          Bombenanschlag in Mailand

          Um nur die bekanntesten vor 1989/90 zu nennen.

      • Couponschneider schreibt:

        Ich habe nicht die Schwere der Verbrechen gleichgesetzt, sondern die Psyche der Leute. Wer meint, im Auftrag einer vermeintlich „höheren Sache“ (Gott, Rasse, Nation Kommunismus, Natur, Klima) Verbrechen begeht, wähnt sich im Recht und ist auch eher bereit, Menschenleben zu opfern.

        Einbrecher, Autoknacker, Vergewaltiger und Versicherungsbetrüger sehen ihre Taten in der Regel nicht als Teil einer vermeintlich höheren Sache. Die wissen genau, dass das, was sie tun, Unrecht ist. Der Ökologist aber, der ein Versuchsfeld mit „Genmais“ verwüstet, sieht sich nicht im Unrecht. Und mit so einer Psyche, mit so einem Rechtsverständnis, setzt man sich auch in anderen Belangen schnell über das Recht hinweg.

        Beispiel: Die Politesse verteilt ein Knöllchen wegen Falschparkens. In dem Moment kommt der Eigentümer um die Hecke und geht sofort an die Decke. Wer wird in dieser Situation handgreiflich? Beim unbescholtenen Bürger ist es am unwahrscheinlichsten. Der Rechtsextremist hat ja ohnehin ein Faible für Gewalt. Zack und dann kriegt die Politesse es auf die Zwölf. Der Linksextremist wurde derartig erzogen, dass er Autos abfackeln und Häuser besetzen kann, ohne dass er sanktioniert wurde. Der gibt der Politesse auch was auf die Fresse, schon allein, weil sie eine Uniform trägt. Der Islamist hätte ein Problem damit, eine Frau als Respektsperson anzusehen. Der Ökologist wurde ja auch so erzogen wie der Linksextremist: Felder verwüsten, Gleise schottern, ohne Sanktionen zu spüren.

        Die Ökologisten sind tatsächlich noch die Unschuldigsten, haben aber auch die kürzeste Geschichte. Die Linksextremisten haben eine sehr blutige Vergangenheit.Die Opfer Lenins, Stalins und Maos gehen in die Millionen.

      • A.S. schreibt:

        Bei den Ökologisten könnte man das Verbot von DDT nennen, das neue Malariaepedemien ermöglicht hat. Oder die Dauerblockade von sog. Goldenem Reis.
        Direkte Morde sind das sicher nicht, wenn man aber alleine die Opfer der beiden Verbote aufzählt kommen die Ökologisten auf enorme Zahlen.
        Zum Linksextremismus: Laut Verfassungsschutzbericht haben 2014 und 2015 Linksextremisten 15 versuchte Tötungsdelikte begangen (und Rechtsextremisten „nur“ 9). Nimmt man die Geschichte der linken Revolutionäre dazu bekommt man Meere voller Blut.

        • Clas Lehmann schreibt:

          Also, giftige Substanzen von großer Dauerhaftigkeit und breiter Wirksamkeit gehören nicht einfach in die Umwelt gesprüht.

          Zur Malariamückenbekämpfung gibt es spezifischer wirkende Substanzen, als nun gerade DDT. Davon abgesehen, wird das nach meiner Kenntnis genau zu diesem Zweck in Ländern, in denen das relevant ist, immer noch eingesetzt.

          Allerdings gibt es resistente Mückenstämme, aufgrund deren die vollständige Extinction der Krankheit nicht gelang und die zu den neuen Epedemien erheblich beigetragen haben. Ein weiterer Punkt sind große Bevölkerungsanteile, die weder Wände, auf die man Kontaktgifte ausbringen könnte, noch Moskitonetze, die man imprägnieren kann besitzen, noch auch die Präparate bezahlen können. Auch rechtsfreie Räume und rückständige Überzeugungen tragen bei.

          • A.S. schreibt:

            Dann wäre es besser gewesen erst neue Mittel zu entwickeln und dann DDT auch bei der Malariabekämpfung nicht mehr einzusetzen. Aber das Ziel der Ökos was die totale Ächtung von DDT. Die neuen Malariatoten hat man einfach in Kauf genommen.

          • Clas Lehmann schreibt:

            Es sit ja nun nicht so, dass DDT das einzige Insektizid war, als es geächtet wurde. Bei weitem nicht. BT und larvale Atemrohre verlegende Lipidfilme wurden am Rhein schon in den 70ern eingesetzt, gegen Mückenlarven. Es ist nur möglicherweise etwas teuerer.

            Und natürlich hast Du Recht, wenn Du sagst, man hätte die Malariabekämpfung im Blick behalten müssen. Aber ja nun nicht nur seitens der DDT-Gegner, oder? Die Mittel gab es. Die Mittel, sie einzusetzen, fehlten. Ob auch die Hersteller von DDT, die ja zuvor mit Malaria argumentiert hatten, auf die Gelegenheit warteten, „Siehste!“ sagen zu können, weiß ich nicht sicher. Ich halte das aber nicht für ausgeschlossen….

        • Clas Lehmann schreibt:

          Nachzutragen wäre noch, dass der Versuch, einen kalamitären Schädling oder Parasiten, der nach Milliarden zählt, mit Gift auszurotten, nicht funktionieren kann, ohne erhebliche Kollateralschäden bei gleichermaßen empfindlichen.,aber deutlich schwächeren Populationen…. Erfahrungsgemäß funktioniert die Ausrottung des Zielorganismus, so nennt man das in diesen Kreisen, nie. Alle anderen sind Nichtzielorganismen. Es ist ein stiller Ruck ins Totalitäre darin, nicht wahr?

          Nehmen wir vereinfachend an, die Wahrscheinlichkeit für Mutationen sei bei beiden Arten gleich. Dann hat der Schädling 8 bis 9 Größenodrungen mehr Chancen, als irgendein seltenes Insekt. Nehmen wir weiter an, der Schädling vermehre sich in mehreren Generatioen pro Jahr, seltene Arten aber hätten mehrjährige Generationsfolgen.: Die Wahrscheinlichkeit, dass der Zielorganismus Resistenzen entwickelt, ist also deutlich größer, als die, dass die seltenen Arten dies gleichermaßen tun.

          Alle Arten aber, die Resistenzen entwickelt haben, engen sich, bei fortdauernder Begiftung genetisch auf die Träger dieses Genes ein, Beim Zielorganismus mag man dies erwünschen; bei allen andern trifft es genauso zu.

          • A.S. schreibt:

            Auch wenn die Ausrottung der Malaria nicht gelungen ist, ändert das nichts daran, dass die Malarie extremst zurückgedrängt werden konnte. Z.B ist in Indien die Zahl der jährlichen Neuinfektionen mit Malaria von 100 Millionen (1952) auf 50.000 (1961) gesenkt worden. Keine schlechte Quote, oder? Und nach DDT gings mit den Infektionen wieder rauf.
            Eine Seuche lässt man doch nicht einfach laufen, sondern nutzt das was gerade zur Verfügung steht, auch wenn man noch nach etwas besserem suchen muss.

          • Clas Lehmann schreibt:

            Nein, natürlich nicht. Die Seuchenbkämpfung liegt aber in anderer Zuständigkeit, als der Ökoaktivismus. Wenn dem Seuchenbekämpfer irgendein Mittel entzogen wird, und sei es aus doofen Gründen, dann sollte der sich um Alternativen kümmern. Man hatte die. In diesem Fall waren die Gründe gar nicht einmal doof, umso mehr Gewicht hätte gelegt werden müssen auf Abwasserführung, Wohnsituation, Netze, Bildung, Rechtssicherheit und eben auch andere Insektizide. Wahrscheinlich hätte es mehr Geld gekostet, und Mühe, als dann eben nichts zu machen….

          • ceterum censeo schreibt:

            Clas Lehmann 

            Wenn ich mir vorstelle, ich wäre ein Afrikaner, dessen Kinder an Malaria verreckt sind, und könnte Ihren pharisäerhaften Kommentar lesen, würde ich wohl in meinem Kuhkaff die Arbeit an „Abwasserführung“ , „Bildung“, Theaterbesuchen und dergleichen einstellen und mich auf den Weg nach dem Schlaraffenland machen, aus dem solch weiser Rat an mein Ohr dringt.

          • Clas Lehmann schreibt:

            Pharisäerhaft verstehe ich in diesem Zusammenhang nicht.

            Die Malariaprogramme wurden nicht von Dorfbewohnern, die zum Teil als Ursache böse Blicke oder Kontakte mit unreinen Frauen oder dergleichen vermuten, durchgeführt, Das sind Regierungs- und WHO-Programme, und die sollten sich mit den zur Verfügung stehenden Mitteln um möglichste Effektivität kümmern. Mücken fliegen nicht sehr weit, und ihre Brutstätten auszutrocknen, ist deutlich effektiver, als jeder insektizideinsatz.

    • Praecox schreibt:

      Der Couponschneider. Nichts wissen, aber schon mal öffentlich spekulieren…

      Wir wissen NOCH (man beachte das Wörtchen noch) nicht, ob er drei Hoden hatte, heimlich Coupons schnitt und gerne Leberwurstbrot aß. Als das wissen wir NOCH nicht.

      • Couponschneider schreibt:

        Was habe ich den spekuliert? Ich habe nur geschrieben, dass er allem Anschein nach nicht ideologisch motiviert war.

        • Praecox schreibt:

          Couponschneider zu Juli 23, 2016 um 7:17 pm
          „Ob er eine religiöse Zeitbombe war, wissen wir aber noch nicht.“

          • Clas Lehmann schreibt:

            Das halte ich zu dem Zeitpunkt nicht für eine Spekulation, allenfalls für den Hinweis auf eine noch zu klärende und leider nicht vollkommen abwegige Frage….

          • Praecox schreibt:

            Dieser Frage werden die zuständigen Ermittler mit Sicherheit ebenso nachgehen, wie einigen anderen relevanten Fragen. Dass sie dafür Hinweise des Couponschneiders benötige, wage ich zu bezweifeln.

          • Clas Lehmann schreibt:

            Also, alles, was hier so geschrieben wird, ist wohl kaum als Hinweis an zuständige Ernittler notwendig. Wahrscheinlich lesen die das nicht einmal..

          • Praecox schreibt:

            Ja, wahrscheinlich.

  8. Hein schreibt:

    Instrumentalisieren ist nach dem Erschrecken eine Reaktion, der sich wohl kaum jemand entziehen kann. Auch Gerd Buurmann instrumentalisiert: Rechtsradikalismus und Islamismus.
    In diesem Beitrag scheinen beide gleich gefährlich. Das scheint mir vor dem Hintergrund der Verbrechen von Anhängern der „Religion des Friedens“ in den vergangenen Jahrzehnten doch weit hergeholt. https://de.wikipedia.org/wiki/Islamistischer_Terrorismus

    • Dante schreibt:

      Deutschland hat ein Problem mit Rechtsradikalismus und ein Problem mit dem Islamismus!

      Das Erstere sehe ich als Oberbegriff, zu dem auch Letzteres gehört. Das Weltbild ist vergleichbar.

  9. benwaylab.com schreibt:

    Gerechterweise muss man zugegeben, dass die medialen und politischen Aasgeier – von der AfD mal abgesehen – , diese Tragödie bis jetzt (noch) nicht instrumentalisiert haben.

  10. Nobody schreibt:

    Moin Gerd! Du hast Dich verrannt. Der Typ war krank. Der hat gestern über den Klassenverteiler bei FB seine ganze Klasse zum Sterben beim Mäckes eingeladen.

  11. Philipp schreibt:

    Der Täter war Deutsch-Iraner und er nahm sich selbst das Leben. Er war also vermutlich weder Nazi, noch ein islamistischer Terrorist. Islamofaschos verüben zwar Selbstmordattentate, doch sie erschießen sich üblicherweise nicht selbst. Das wäre nämlich meines Wissens eine schlimme Sünde…Es sieht eher nach einem „klassischen“ Amoklauf aus…

  12. anti3anti schreibt:

    Je weniger wir wissen, desto besser. Die Behörden werden dafür sorgen. 😜

Seid gut zueinander!

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