Eine Antwort auf einen dämlichen Vergleich (Darf gerne geteilt werden)

Ständig tauchen diese dämlichen Statistiken auf: Mehr Menschen sterben an Alkohol oder bei Verkehrsunfällen als bei einem Terroranschlag. Stimmt. Aber, strebt Alkohol nach Massenvernichtungswaffen? Suchen Autos, Anthrax zu nutzen? Terroristen schon!

Eine schmutzige Bombe in den Händen eines Terroristen und die Statistik sieht ganz anders aus!

Es gibt nur deshalb so wenig Terrortote in Deutschland, weil die Terroristen zu schwach sind und die Prävention zu gut. Die Terroristen sind somit einfach nur schwach. Schwäche ist jedoch nichts, was man verharmlosen sollte.

Damit Terroristen schwach bleiben, müssen sie ernst genommen werden. Es sind unter anderem die Geheimdienste anderer Länder, die den Terrorismus ernst nehmen und daher Deutschland mit wichtigen Informationen versehen können. So wurden einige Anschläge verhindert!

Nur, wer den Terrorismus ernst nimmt und nicht verharmlost, hält ihn schwach. Dämliche Vergleiche sind da kontraproduktiv!

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28 Antworten zu Eine Antwort auf einen dämlichen Vergleich (Darf gerne geteilt werden)

  1. CWeiss schreibt:

    Es gibt Lebens- und Berufsrisiken auf der einen Seite, und es gibt das Risiko, eines Verbrechens zum Opfer zu fallen. Zwischen diesen zwei Paar Schuhen wird in einem normalen Rechtsstaat unterschieden.
    Mein Onkel wurde als korrekt fahrender Autofahrer bei einem Auto“unfall“ mit zwei Rasern getötet, die ein Rennen veranstalteten. Die beiden kamen ihm entgegen. Der eine „Rennfahrer“ prallte frontal in meinen Onkel und starb genau so wie sein Beifahrer und mein Onkel sofort. Der andere „Rennfahrer“ im anderen Auto, der auf seiner Fahrspur blieb, kam unverletzt davon, aber ging für 6 Jahre ins Gefängnis wegen Mittäterschaft bei mehrfacher eventualvorsätzlicher Tötung. Das Gericht befand: Es ist ein Verbrechen!
    Ein Schulfreund von mir wurde vom Zug überfahren, weil er nächtlich über die Geleise rannte und vom Zug erfasst wurde. Der Lokführer wurde völlig richtigerweise nicht vor den Richter zitiert. Wie hätte er auch bremsen sollen? Es war ein Unfall, den meiner dummer Schulfreund zu verschulden hatte.
    Unterschied klar?!?

  2. peter schreibt:

    Das ist kein daemlicher Vergleich, das ist ueberhaupt kein Vergleich.
    Ein Vergleich waere naemlich: Bei EINEM Verkehrsunfvall (oder von EINER Flasche Bier) kommen Im Schnitt weniger Menschen um als bei einem Terroranschlag.

  3. American Viewer schreibt:

    „Es gibt nur deshalb so wenig Terrortote in Deutschland….“

    Das ist die falsche Argumentation. Jeder Terrortote ist einer zu viel.

    Man kann Verkehrstote und Terrorismus generell nicht miteinander vergleichen, weil es zwei grundverschiedene Dinge sind.

    Verkehr (=Mobilität!) ist grundsätzlich eine gute Sache, die uns großen Nutzen bringt. Diese gute Sache hat manchmal auch Nebenwirkungen, zum Beispiel kommt es während der Ausübung der nützlichen Sache manchmal zu Unfällen.

    Terrorismus hingegen hat überhaupt keinen Nutzen, der ganze Sinn und Zweck besteht nur darin Menschen zu töten. Das ist nichts, was man tolerieren darf – völlig egal wie viele Menschen dabei sterben.

    • Praecox schreibt:

      „Mobilität ist grundsätzlich eine gute Sache.“

      Falsch.
      Mobilität bringt Terroristen aus z.b. Syrien hierher.

    • Praecox schreibt:

      Übrigens Blödsinn.

      Die meisten Unfälle gehen auf das Konto von Rasern, Dränglern und Besoffenen. Deren Verhalten hat nichts mit Mobilität zu tun, sondern mit fehlender Achtung vor dem Leben, insbesondere dem Leben anderer.

  4. DuDu schreibt:

    Unsere Terrorangst wächst – zu Recht?

    Apropos „dämliche Vergleiche“… (Zitat ARD #kurzerklärt) „…in Deutschland ist es deutlich wahrscheinlicher am Essen zu ersticken…“
    Unglaublich wie viel Ideologie in 2 Minuten und 8 Sekunden stecken können…

    • American Viewer schreibt:

      Dann war der NSU auch kein Problem. Man nehme als Zeitraum 1945 bis 2016 (x-Achse) und trage auf der y-Achse die Toten auf.

      1940er Jahre: 60 Millionen Tote
      2000er Jahre: um die 10 Einzelpersonen.

      Toll!

      Typisch Lügenpresse.

      • Praecox schreibt:

        Na, wenn Sie so rechnen, dann können Sie den Nullpunkt der x-Achse auch im Jahr Null ansetzen. Wieviele Menschen wurden zwischen 0 und 2016 ermordet durch:
        – Nazis
        – Muslime
        – Christen
        – Säkularisten
        – Kommunisten
        – Imperialisten
        – usw.

  5. Pingback: Terror und Verkehrsunfälle – Gefährliche Vergleiche – philosophia perennis

  6. Sophist X schreibt:

    „Dämlich“ ist wirklich eine sehr freundliche Beschreibung dieser Argumentationsschiene.
    Tödliche Unfälle und Krankheiten verfolgen keine politischen Ziele.
    Jeder moslemische Terrorist handelt aber im Rahmen einer politischen Agenda, deren Grundlagen für eine weltweit operierende Armee von sogenannten* Einzeltätern und Terrorgruppen zur Verfügung stehen.
    Ein Wanderer, der eine Klippe hinabstürzt, hat keine Wirkung über sein persönliches Umfeld hinaus, denn sein Tod beinhaltet im Unterschied zu einem terroristischen Mord kein Element der Erpressung.
    Diese Erpressung besteht in der Drohung, eine unbestimmt hohe Zahl von weiteren Menschen zu ermorden falls die Agenda, die den Mörder inspiriert hat, nicht umgesetzt wird.
    Das Gegenrechnen von terroristischen Morden mit Toten durch Unfälle und Krankheiten ist daher nicht nur dämlich; es ist obszön, vielleicht fahrlässig, aber vor allem entlarvend. Letzteres ist immerhin kein Übel.

    *diese Einzeltäter sind wirklich nur sogenannte, da sie zwar als Einzelne, aber nicht aus individuellen Motiven heraus handeln

  7. Frase0815 schreibt:

    Ja, man hätte es dem Pfarrer in der Normandie noch eben zurufen sollen, dass sein Tod durch Verkehrsunfall wesentlich wahrscheinlicher ist als der Verlust seines Kopfes.

  8. abusheitan schreibt:

    Die Terroristen sind nicht schwach, sondern stark.
    Am stärksten sind die Selbstmordattentäter, denn sie haben nichts zu verlieren.
    In Israel werden Terroristen recht schnell neutralisiert. Da lernen schon junge Menschen legal mit Waffen umzugehen.
    In Deutschland kann ein Einzeltäter trotz Aufgebots hunderter Sicherheitskräfte fast 3 Stunden lang morden ohne aufgehalten zu werden.
    Deutschland ist schwach.
    Terroristen können hier überall und jeder Zeit zuschlagen und Dich berauben, vergewaltigen oder abschlachten, ob Kind oder Greis, Mann oder Frau, trainiert oder behindert, ob in der Kirche, auf dem Friedhof, im McDonalds, Fußgängerzone oder Schwimmbad.

  9. anti3anti schreibt:

    Wenn man geboren wird, ist die Wahrscheinlichkeit zu sterben 100%

  10. Frank schreibt:

    Ich finde die Vergleiche nicht immer völlig dämlich. Nämlich dann, wenn sie zum Ziel haben, den Menschen die übertriebene Angst vor Terror zu nehmen. Die Wahrscheinlichkeit bei einem Anschlag zu Schaden zu kommen ist nun mal nach wie vor extrem gering.

    Des weiteren hast Du natürlich völlig recht damit, dass das nicht dazu führen darf, dass man Terrorismus nicht ernst nimmt und mit allen notwendigen Mitteln versucht, ihn zu stoppen.

  11. Hein schreibt:

    Wir reagieren auf den Tod eines uns nahestehenden Menschen ganz unterschiedlich, je nach Todesursache und seinem Alter. Krankheit, Unfall, Selbsttötung (Suizid), Attentat. Insofern sind die Vergleiche, wie sie neulich im 1. Programm ausgestrahlt wurden, wirklich dämlich. Es ist kein Trost, dass innerhalb einer Woche 12 Verkehrstote zu beklagen sind. Die 12 Toten beim Zugunglück in Bad Aibling machen betroffener. Sie waren vermeidbar.
    Ohne islamische Motivation hätte es die Toten von Nizza, Paris, Würzburg und Ansbach nicht gegeben.

  12. Eliyah schreibt:

    Der Vergleich ist so dämlich, darauf will ich eigentlich nicht antworten. Muss man aber wohl…

  13. sandra schreibt:

    Das stimmt nur teilweise, denn durch die Berichterstattung und durch die Angst die dadurch verbreitet wird, erreicht man auch, dass sich immer mehr Loser einem Attentat zuwenden. Manche – wie der Syrer in Ansbach – wären nicht so leicht zu einem Attentat bereit gewesen, wenn nicht so klar wäre, dass sie und ihre Geschichte dann in allen Zeitungen ist.
    Natürlich ist Leugnen der Gefährdung blöd, keine Frage, und Relativieren mit unsinnigen Vergleichen auch – aber diese Zentrierung auf Gefahr bringt auch nichts. Besser wäre es, man berichtete mehr darüber, dass es auch in der Islamischen Welt zunehmend Stimmen gibt, die die eigene „wir sind auch Opfer“-Haltung kritisieren und ein Umdenken innerhalb der Religion fordern. Besser wäre es, man verbreitet das Bild, dass die Attentäter verlacht und verachtet werden, nicht gefürchtet.

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