Es ist kein weiter Weg von Pokémon Go bis zum Holocaust, jedenfalls nicht für Slavoj Žižek.

„Hat Hitler den Deutschen nicht das Fantasiebild seiner nationalsozialistischen Ideologie beschert, durch dessen Raster sie überall ein besonderes Pokémon – „den Juden“ – auftauchen sahen, das sie mit einer Antwort auf die Frage versorgte, wogegen man zu kämpfen habe?“

Schlechte Vergleiche sind schlimmer als Hitler!

Slavoj Žižek hat explizit Pokémon Go mit der Massenvernichtung von Juden in Verbindung gebracht, nicht ohne vorher einen Abstecher in die Angst vor Araber zu wagen. Slavoj Žižek behauptet, bei Pokémon Go fände sich folgendes öffentlich inszeniert:

„Der „große Andere“ – das dichte symbolische Gewebe des Wissens, Erwartungen, der Vorurteile und so weiter – in der alltäglichen Wirklichkeitserfahrung ständig die Lücken unserer Wahrnehmung ausfüllt. Denn „projiziert“ ein westlicher Rassist nicht genau in diesem Sinne einen Komplex von Vorteilen und Erwartungen, wenn er auf der Straße unversehens auf einen Araber trifft? Und ist seine Wahrnehmung des armen Arabers dadurch nicht eine sehr spezielle?“

Slavoj Žižek schreibt weiter, Pokémon Go führe durch die Projektion virtueller Informationen auf reale Objekte „die Ideologie vor Augen, die in der Technik am Werk ist: das Gerät imitiert und materialisiert die ideologischen Mechanismen der Verkennung beziehungsweise Missachtung, von denen unsere alltäglichen Wahrnehmungen und Interaktionen überdeterminiert sind. Verhält es sich mit Pokémon Go nicht ganz ähnlich? Und hat Hitler den Deutschen nicht das Fantasiebild seiner nationalsozialistischen Ideologie beschert, durch dessen Raster sie überall ein besonderes Pokémon – „den Juden“ – auftauchen sahen, das sie mit einer Antwort auf die Frage versorgte, wogegen man zu kämpfen habe?“

Wir halten staunend und zitternd inne vor diesem philosophischen Verstand.

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5 Antworten zu Es ist kein weiter Weg von Pokémon Go bis zum Holocaust, jedenfalls nicht für Slavoj Žižek.

  1. Sophist X schreibt:

    Denn „projiziert“ ein westlicher Rassist nicht genau in diesem Sinne einen Komplex von Vo(ru)rteilen und Erwartungen, wenn er auf der Straße unversehens auf einen Araber trifft? Und ist seine Wahrnehmung des armen Arabers dadurch nicht eine sehr spezielle?“

    Verhält es sich mit Pokémon Go nicht ganz ähnlich? Und hat Hitler den Deutschen nicht das Fantasiebild seiner nationalsozialistischen Ideologie beschert, durch dessen Raster sie überall ein besonderes Pokémon – „den Juden“ – auftauchen sahen, das sie mit einer Antwort auf die Frage versorgte, wogegen man zu kämpfen habe?“

    Von diesem Dreck bekommen ja die Fantasiebilder Raster.
    Man kann den ganzen Tag Fragen stellen und sich Denker nennen. Fragen zu stellen ist übrigens genau die wissenschaftliche Methode, die auch Erich von Däniken anwendet und die ihn berühmt gemacht hat. Netter Mann, übrigens.
    Die Antwort auf alle vier Fragen lautet nein.
    Der nächste bitte.

  2. American Viewer schreibt:

    Slavoj Žižek gilt unter Linken ja gerne als „größter Denker“ seiner Zeit. Das sagt eigentlich schon alles aus. Über beide.

  3. Bruno Becker schreibt:

    Was für ein Stuss.

  4. unbesorgt schreibt:

    facepalm, Herr Žižek.

  5. anti3anti schreibt:

    Zizeks Philosophie ist brutal. Zusätzlich leidet er am Judenknacks. Wir sollten seine Ideen dennoch benutzen, um aus Pokémon einen Islamisten oder Nazi zu machen!

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