Linker Judenhass – Eine Geschichte der Verharmlosung 

Laut einer im Juli 2016 veröffentlichen Studie der Freien Universität Berlin ist Judenfeindlichkeit unter Linksextremen in Deutschland weit verbreitet. Laut der Untersuchung stimmen 34 Prozent der von den Wissenschaftlern zuvor als Linksextremisten eingestuften Personen der Behauptung zu, Juden hätten in Deutschland „zu viel Einfluss“. Unter Personen, die als Linksradikale eingestuft wurden, waren es noch 16 Prozent. Auch über alle politischen Einstellungen hinweg habe die Zustimmung zu diesem Statement mit 10 Prozent im Vergleich recht hoch gelegen. Der Behauptung, Juden seien „geld- und raffgierig“ stimmten 13 Prozent der Linksradikalen und 34 Prozent der Linksextremen zu.

Die Studie macht ebenfalls sichtbar, dass ein Teil der sich als äußerst rechts bezeichnenden Personen einige linksextreme Einstellungen übernimmt und mit anderen – tradierten rechten – Anschauungen kombiniert. Die Verharmlosung des linken Judenhasses ist weit verbreitet. Kaumn jemand weiß, dass der Begriff „Antisemitismus“ von einem linken Politiker erfunden wurde, um Judenhass zu rechtfertigen.

Bevor das Wort Antisemitismus auftauchte, sprach man von Antijudaismus. Der Hass auf Juden wurde in Europa lange von Christen geprägt. Sie nannten Juden Kindermörder, verfolgten sie und griffen ihre Synagogen an. Einer der bekanntestes Einpeitscher des Antijudaismus‘ war Martin Luther. In seiner Abhandlung „Über die Jüden und ihre Lügen“ erklärte er:

„Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen.“

In seinem „Handbuch über die Judenfrage“ forderte er:

„Ich will meinen treuen Rat geben. Erstlich, dass man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich …“

Mit der Aufklärung nahm der christliche Antijudaismus ab. Seinen Platz nahm der Antisemitismus ein. Antisemiten erklärten Juden zu einer minderwertigen Rasse, nannten Juden Kindermörder, verfolgen und ermordeten sie und griffen ihre Synagogen an.

Die Ideologie des Antisemitismus’ geht auf den Journalisten Wilhelm Marr (1819-1904) zurück. Er gehörte dem extrem linken Flügel der radikal-demokratischen Partei um 1848 an und war erklärter Atheist. Wilhelm Maar war links, demokratisch und er hasste Juden!

In Maars linker Überzeugung waren die Juden schuld am Liberalismus, weil sie sich den jüdisch konnotierten Kapitalinteressen verschrieben hätten. In Berlin erschien im Februar 1879 seine Propagandaschrift “Der Sieg des Germanenthums über das Judenthum – Vom nichtconfessionellen Standpunkt aus betrachtet”, die noch im selben Jahr zwölf Auflagen erlebte. In dieser Schrift grenzt sich Marr deutlich von der traditionellen religiösen Judenfeindschaft ab und behauptet stattdessen, dass die Juden eine fremde Rasse von „Parasiten“ seien, die erfolgreich die Ausbeutung Deutschlands betreiben. Diesen Paradigmenwechsel von Religion zu Rasse verdeutlichte er durch die Benutzung des Begriffs „Antisemitismus“. Marr prägte wesentliche Klischees und Schlagworte. Er legte 1880 mit seiner Schrift “Goldene Ratten und rothe Mäuse” die Basis für die verschwörungstheoretische Gleichsetzung von Judentum, Kapitalismus und Kommunismus, wie sie später Adolf Hitler in “Mein Kampf” vertrat.

Wilhelm Marr gehört zu jenen aufgeklärten Demokraten, die zwar auf Gott und den König verzichten konnten, nicht aber auf den Judenhass. Mit pseudo-wissenschaftlicher Akribie wurde der Judenhass intellektuell rehabilitiert und dabei brutalisiert. War es bei dem religiösen Judenhass noch möglich, dass ein Jude Christ werden konnte, um der Verfolgung zu entgehen, war der Jude für den Antisemiten ein ewiger Jude und dadurch nur noch durch die physische Vernichtung zu entfernen.

Als der Antisemitismus aufkam, kannten viele Menschen nur den klassischen Antijudaismus. Sie sahen den Antijudaismus nicht mehr als große Gefahr an. Das Christentum hatte schließlich seine absolute Macht eingebüßt und in Deutschland wurden Juden sogar Ende des 19. Jahrhunderts vollwertige Bürger des Deutschen Kaiserreichs. Der Antisemitismus könnte wüten, weil er fahrlässig unterschätzt wurde.

Unterschätzt wird heute die neue Form des Judenhasses. Es ist der Antizionismus! Antizionisten erklären Juden zu einem Volk, das nichts aus dem Holocaust gelernt haben soll. Antizionisten nennen Juden Kindermörder, verfolgen und ermorden sie und greifen ihre Synagogen an. Antizionismus ist der Hass auf das Judentum als Nation. Wieder findet sich dieser neu definierte alte Hass auf Juden besonders in linken Kreisen. Wieder wird dieser Hass maßlos unterschätzt!

Die hysterische Kritik an Israel ist nichts weiter als blanker Judenhass, weil an Israel kritisiert wird, was bei allen anderen Ländern der Welt ignoriert wird. Israel wurde von den Vereinten Nationen öfter mit kritischen Resolutionen bedacht, als alle anderen Nationen zusammen. Israel ist für viele der Jude unter den Staaten. Sie hassen Israel nicht aufgrund eines bestimmten Handels, sondern weil Israel überhaupt handeln kann, egal wie! Es ist die pure Existenz Israels, die nicht erwünscht ist.

So wie der Antijudaismus einst von Christen ausging, so hat der Antizionismus heute in der muslimischen Gemeinschaft einen willigen Vollstrecker. Die muslimische Hamas zum Beispiel hat nicht nur einen Hass auf Israel, sondern fordert zudem die Vernichtung aller Juden weltweit. Die Hamas peitscht ihre Feinde ein und schießt seit Jahren immer wieder und oft täglich tausende Raketen in Richtung Israel ab, um so viele Kinder, Frauen, Zivilisten, Schulen, Hospitäler, Atomkraftwerke und Heime wie möglich zu treffen. Statt aber Israels Recht auf Selbstverteidigung zu verteidigen, wird von vielen Leuten erwartet, Israel solle mit den Judenhassern verhandeln. Wie aber verhandelt man mit einer Terrororganisation, die alle Juden vernichten will? Soll Israel dieser Organisation etwa auf halbem Weg entgegenkommen?

Israel muss jeden Krieg gewinnen! Nach zehn Kriegen muss es 10:0 stehen. Ein 9:1 ist nicht möglich. Nur ein verlorener Krieg bedeutet, dass Israel nicht mehr existiert. Israel lebt seit seiner Gründung in einer permanenten Sudden Death Situation. Der Gegner kann ruhig einen Krieg nach dem anderen verlieren; Israel aber muss jeden Krieg gewinnen. Israel hat daher kein Interesse an einen Krieg. Israel ist eine marktwirtschaftliche Demokratie und wäre lieber von Geschäftspartner umgeben als von Feinden.

Der Antizionismus blendet das alles aus. Der Antizionismus wird in Deutschland so fahrlässig unterschätzt wie einst der Antisemitismus. Der Antijudaismus hatte einst mit Luther seinen bedeutendsten deutschsprachigen Unterstützer. Der Antisemitismus hatte in Hitler seinen besten Verbündeten. Heute wütet der Antizionismus. Wie wird sich Deutschland wohl diesmal entscheiden? Diether Dehm von der Partei Die Linke hat sich bereits entschieden und trumpft mit dieser Definition von Antisemitismus auf:

“Der Antisemitismus wurde das, was er wirklich ist: Eine massenmordende Bestie. Und deswegen dürfen wir nicht zulassen, dass man den Begriff des Antisemitismus für Alles und Jeden inflationiert. Antisemitismus, das ist Massenmord! Und es gibt überhaupt keinen Anlass, wenn mein Kollege und Freund Rolf Becker hier spricht, wenn von irgendeiner Seite dazwischengepöbelt wird Antisemitismus. Antisemitismus ist Massenmord und muss dem Massenmord vorbehalten bleiben!”

In Deutschland beginnt Antisemitismus laut Diether Dehm also erst mit der Vergasung von 6 Millionen Juden. Alles darunter ist vermutlich eine Ordnungswidrigkeit! Der Antizionismus wird heute so verharmlost wie einst der Antisemitismus. Manch einer fordert sogar einen „unverkrampften Umgang mit Israel“.

Noch unverkrampfter? Israel ist in Deutschland das am meisten kritisierte Land. Kritik an Israel ist in Deutschland nicht nur möglich sondern Mainstream. 65% sind laut einer durch die WELT am 4.11.2003 veröffentlichen Umfrage der EU der Meinung, dass Israel die größte Gefahr für den Weltfrieden darstelle. 65% in Europa finden Israel somit bedrohlicher als sämtliche national-islamistischen Diktaturen.

Im Jahr 2004 stimmten bei einer Umfrage der Landeszentrale für politische Bildung 38,4% der in Deutschland Befragten der Aussage zu: „Bei der Politik, die Israel macht, kann ich gut verstehen, dass man etwas gegen Juden hat.“ Wieviel unverkrampfter soll es denn bitte noch werden? Wenn das die deutsche Verkrampfung ist, was passiert dann erst, wenn sich die Deutschen locker machen?

Der Umgang mit Israel ist unverkrampft genug, besonders bei dem Publizisten Jakob Augstein, der immer wieder betont, „im Zweifel links“ zu sein und bei internationalen Analysen schon mal gerne jüdische Strippenzieher ins Spiel bringt:

„Wenn Jerusalem anruft, beugt sich Berlin dessen Willen.“ (Spiegel)

So denkt es im linken Augstein: Der Jude kommandiert, der Deutsche beugt sich, und was am schlimmsten ist:

„Israel bekommt das, was es will. Und dafür muss Israel nicht einmal zahlen.“ (Spiegel)

Mit diesem linken Herz am rechten Fleck wundert es nicht, dass Jakob Augstein einst den Schriftsteller Günter Grass zum Heiligen erklärte, der wie Jesus die Last der Israelkritik für uns alle auf sich genommen hat:

„Es ist dieser eine Satz, hinter den wir künftig nicht mehr zurückkommen: „Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden.“ Dieser Satz hat einen Aufschrei ausgelöst. Weil er richtig ist. Und weil ein Deutscher ihn sagt, ein Schriftsteller, ein Nobelpreisträger, weil Günter Grass ihn sagt. Darin liegt ein Einschnitt. Dafür muss man Grass danken. Er hat es auf sich genommen, diesen Satz für uns alle auszusprechen.“ (Spiegel)

Für Jakob Augstein steht fest: Israel will Krieg und bedient sich dazu ständig der jüdischen Lobby in Amerika und instrumentalisiert sogar das deutsche schlechte Gewissen wegen des Holocausts:

„Mit der ganzen Rückendeckung aus den USA, wo ein Präsident sich vor den Wahlen immer noch die Unterstützung der jüdischen Lobbygruppen sichern muss, und aus Deutschland, wo Geschichtsbewältigung inzwischen eine militärische Komponente hat, führt die Regierung Netanjahu die ganze Welt am Gängelband eines anschwellenden Kriegsgesangs.“ (Spiegel)

Das sind die Überzeugungen vieler Linke von heute: Israel ist unser Unglück! Mit diesem Hass können viele Islamisten etwas anfangen. Sie sind fest davon überzeugt, dass die Welt friedlich wäre, wenn nur alle den Islam annehmen würden. In einer erst jüngst gehaltenen Predigt des Sheich Ibrahim Madhi in der Sheik ‘Ijlin Moschee befasst sich der Redner mit einer Hadith-Stelle, in der Mohammed die perfekte Welt erst nach dem Tod aller Juden verorten kann.

Mohammed sagt dort: „Die Stunde wird nicht kommen, bis ihr gegen die Juden solange kämpft, und bis der Stein, hinter dem sich der Jude versteckt hat, spricht: „Du Muslim, hier ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt, so töte ihn.”

Als die Nazis ihren mordenden Judenhass propagierten, ging Heinrich Himmler ein Bündnis mit Teilen des Islams ein, u.a. mit dem Mufti Al Husseini. Dieses Bündnis wird noch heute von islamischen Organisationen als heilig angesehen, der Hitlergruß ist gängige Praxis bei der Hamas wie bei der Hisbollah, wie man hier sehen kann. Mehrere islamische Staaten, unter ihnen Algerien, Saudi-Arabien, Jordanien und Libyen sind stolz darauf, „judenfrei“ zu sein. Sie haben geschafft, woran Hitler gescheitert war.

Die brutalsten judenfeindlichen Ausschreitungen in Europa haben mittlerweile einen islamistischen Hintergrund. Am 21. Januar 2006 wurde in Frankreich Ilan Halimi von einer Gruppe muslimischer Einwanderer entführt und über einen Zeitraum von drei Wochen zu Tode gefoltert, weil er Jude war. Am 8. Juli 2014 griff ein arabischer Mann ein 17-jähriges jüdisches Mädchen auf einer Straße in der Nähe des Pariser Nordbahnhof tätlich an und sprühte ihr Pfeffer-Spray ins Gesicht. Im gleichen Monat wurde ebenfalls in Paris ein Brandanschlag auf eine Synagoge verübt. Im selben Monat kam es in vielen Städten Deutschland zu Demonstrationen, bei denen die Vergasung von Juden gefordert wurde. Am 19. März 2012 wurden vier Menschen vor einer jüdischen Schule in Toulouse getötet, drei der Opfer waren Kinder. Im Jahr 2014 wurden in Brüssel im Jüdischen Museum drei Menschen durch einen Islamisten ermordet. Im gleichen Jahr riefen Islamisten auf deutschen Straßen dazu auf, Juden zu vergasen! Im Dezember 2014 wurde ein junges jüdisches Paar bei Paris von drei Muslimen überfallen, weil sie Juden waren. Die 19-jährige Frau wurde vergewaltigt. Im Januar 2015 mordete ein Terrorist in einem koscheren Supermarkt in Paris. All diese Taten wurden motiviert von diesen Worten:

“Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!”

Was klingt wie eine Rede von Joseph Göbbels ist in Wirklichkeit viel jünger. Die Worte wurden am 28. Februar 2010 auf Al-Aqsa TV von einem Minister der Hamas gesprochen. Die Worte sind an alle Muslime gerichtet. Die Hamas wurde in Gaza zur stärksten Partei gewählt und fordert laut Artikel 7 der eigenen Gründungscharta die Vernichtung aller Juden weltweit. Die Philosophin Judith Butler erklärt dazu:

„Es ist extrem wichtig, Hamas und Hisbollah als soziale, progressive Bewegungen zu verstehen, die zur Linken gehören, die Teil der globalen Linken sind.“

Die „soziale, progressive Bewegungen“ vergiftet derweil die Kinder. Im arabischen Fernsehen ruft das lustige Hamas-Häschen Assud Kinder zum Krieg gegen Ungläubige auf. Zu seinem Hobby gehört es, Juden zu essen.

Die Hamas Mickey Mouse wiederum lässt Kinder Lieder über die heldenhafte Tat des Attentats singen.

Es gibt auch Hochglanzvideos, die den Terrorismus glorifizieren:

Dies sind keine Ausnahmen im arabischen Fernsehpogrom, sondern kindgerechter Alltag in einer Medienlandschaft, die Juden nur als Affen, Mörder und Kakerlaken zeigt, wie dieser ZDF-Bericht beweist.

Das ist der Antizionismus von heute und er wird entweder gnadenlos unterschätzt. Am 28. November 2015 liefen sechs in gespestigem Weiß gekleidete willige Vollstrecker der linken BDS-Bewegung über den Weihnachtsmarkt von Bremen auf der Suche nach jüdischen Produkten. Auf ihren Kostümen stand:

Inspektion
Kennzeichnungspflicht
von Waren aus den illegalen
israelischen Siedlungen

Der Weihnachtsmarkt in Bremen erinnert (wie alle Weihnachtsmärkte der Welt) an ein jüdisches Paar, das vor gut zweitausend Jahren einen Jungen in einer Krippe in Bethlehem zur Welt gebracht hat. Bethlehem wird heute von der sogenannten palästinensischen Autonomiebehörde verwaltet. Heute wären Maria und Josef für viele Menschen nichts weiter als illegale jüdische Siedler, die dort nichts zu suchen haben und Jesus wäre ein illegaler Siedlerjunge und würde keine Sympathien bekommen. Die Vereinten Nationen würden vermutlich Resolutionen gegen Maria und Josef verhängen und deutsche Dichter würden Jesus kritisieren, weil es gesagt werden muss und man das ja wohl noch sagen darf!

Wären die willigen Vollstrecker konsequent gewesen, sie hätten den ganzen Bremer Weihnachtsmarkt boykottiert, denn es gibt ihn nur, weil ein jüdisches Siedlerpaar vor zweitausend Jahren nach Bethlehem gezogen ist! Stattdessen zogen die willigen Vollstrecker durch Karstadt und Rossmann, immer auf der Suche nach illegalen jüdischen Produkten. Auf Verdacht markierten sie dort alle israelischen Produkte, die sie finden konnten. Auf den Papierfähnchen stand:

Vorsicht!
Das Produkt könnte aus einer illegalen israelischen Siedlung stammen.

In Bonn marschierten am gleichen Tag drei in weißen Schutzanzügen gekleidete linke Trupps in das Geschäft Galeria Kaufhof und nahmen dort die Produkte ganz genau unter die Lupe. In ihren Händen hielten sie Formulare auf denen zu lesen war: „Deutsche Zivilgesellschaft – Inspektion der Produkte israelischer Unternehmen“. Auf den Zetteln standen die Namen diverser israelischer Unternehmen mit Angabe der Herkunft und dem Barcode, sowie einer Spalte mit dem Vermerk „Verdacht“. In dieser Spalte galt es für die willigen Vollstrecker einzutragen, ob die Waren in dem Geschäft gefunden wurden. Die deutschen Zivilinspektoren gingen mit einer geradezu gespenstigen bürokratischen Genauigkeit vor. Auf einer Homepage der willigen Vollstrecker wurde später veröffentlicht:

„Dabei wurden eine Reihe von Waren gefunden, die in den Besetzten Gebieten hergestellt worden sind oder sein könnten.“

Es reichte somit schon der Veracht, der Konjunktiv, um eine Ware als illegal zu markieren!

In Hamburg marschierten am selben Tag willige Vollstrecker in die Geschäfte Edeka Struve und Budni und machten durch ihr Verhalten klar, ob nun Antijudaismus, Antisemitismus oder Antizionismus, in allen drei Fällen ist die Definition von Judenhass gleich. Henryk M. Broder hat es auf die einfache Formel gebracht:

“Ein Judenhasser ist, wer an Juden kritisiert, was er an anderen Menschen nicht kritisiert.”

Am 9. November 1969, dem bewusst gewählten Jahrestag der Reichspogromnacht von 1938, platzierte der sich selbst als links bezeichnende Albert Fichter eine Bombe mit einem Zeitzünder im Jüdischen Gemeindehaus Berlin. Sie sollte während einer Gedenkveranstaltung zu den Novemberpogromen explodieren, was wegen einer überalterten Zündkapsel nicht geschah. Nach einem Gutachten der Sprengstoffexperten der Berliner Polizei, die einen Nachbau zur Explosion brachten, hätte die Bombe „das Haus zerfetzt“ und mehrere hundert Teilnehmer der Gedenkveranstaltung getötet.

Die linke Gruppierung Tupamaros West-Berlin rechtfertigte den versuchten Anschlag in einem Flugblatt, das in der Szenezeitschrift Agit883 erschien, als Auftakt einer westdeutschen Kampagne gegen den Zionismus und den Staat Israel. Ein paar Jahre später selektierten deutsche Linke Juden, um sie töten zu können. Unter den Selektierten waren auch Kinder!

Am 27. Juni 1976, wurde Flug 139 der Air France, der von Tel Aviv nach Paris führen sollte, nach einer Zwischenlandung in Athen entführt. Es waren zwölf Besatzungsmitglieder und zweihundertachtundfünfzig Fluggäste an Bord. Die Entführer nannten sich „Kommando Che Guevara“, benannt nach dem Mann, der noch heute die Herzen vieler Salonrevoluzer höher schlagen lässt. Einige Terroristen gehörten zu der Volksfront zur Befreiung Palästinas und zwei Terroristen waren Deutsche. Sie gehörten zu den Revolutionären Zellen. Ihre Namen waren Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann. Gemeinsam zwangen sie die Piloten der Air France Maschine den Flughafen Entebbe in Uganda anzufliegen, da dort die Terroristen durch das Regime Idi Amins unterstützt wurden.

Mit der Flugzeugentführung sollte die Freilassung von insgesamt dreiundfünzig Inhaftierten aus Gefängnissen in Israel, Frankreich, der Bundesrepublik Deutschland und der Schweiz erpresst werden. Darunter waren auch Mitglieder von zwei deutschen Terrororganisationen, nämlich der Rote Armee Fraktion um Andreas Baader und Ulrike Meinhof und der Bewegung 2. Juni. Außerdem forderten die Entführer fünf Millionen US-Dollar von der französischen Regierung für die Rückgabe des Flugzeuges.

Die Passagiere wurden in der alten Transithalle des Terminals von Entebbe als Geiseln gehalten, wo sie in Juden und Nicht-Juden selektiert wurden. Die Selektion wurde von den Deutschen Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann vorgenommem, die anhand der isralischen Papiere, aber auch aufgrund vermeintlich jüdischer Namen die Menschen selektierten. So wurden auch einige Passagiere fälscherlicherweise als Juden identifiziert. Nach der Selektion wurden die Juden als Geiseln gehalten und die übrigen Menschen freigelassen. Ein Holocaustüberlebender zeigte Wilfired Böse bei der Selektion seine eintätowierte Häftlingsnummer, um ihn so an die Selektion in den Konzentrationslagern erinnern. Wilfried Böse erklärte daraufhin, er sei kein Nazi, sondern Idealist.

Heute bin ich vierzig Jahre alt und die Idealisten selektieren aller Orten. Ein Drittel aller Resolutionen und Entscheidungen, die der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen seit seinem Bestehen verabschiedet hat, richtet sich gegen Israel. In einer manischen Fixiertheit auf nur 0,1% der gesamten Weltbevölkerung, denn dies ist der prozentuelle Anteil der Israelis auf der Erde, sehen die Vereinten Nationen ein Volk, dem ganz besondere Aufmerksamkeit zu Teil werden muss. Während 99,9% der Welt mit Milde beäugt werden, werden 0,1% selektiert. Bei der 59. Jahressitzung der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen wurde nur Israel für die Verletzung von Frauenrechten verurteilt! Der Weltfußballverband FIFA wiederum, der die Fußballweltmeisterschaft 2022 an Katar vergeben hat, wo regelmäßig Frauen, Homosexuelle und Andersgläubige gefoltert und ermordet werden, diskutierte Ende Mai 2015 ernsthaft darüber, ausgerechnet Israel aus dem Verband auszuschließen.

Es ist eine Selektion, wenn die Vereinten Nationen ausschließlich Israel tadeln.
Es war eine Selektion, als Günter Grass Israel zur größten Gefahr für den Weltfrieden erklärte.
Es ist eine Selektion, wenn Jakob Augstein oder Jürgen Todenhöfer ausschließlich Israel die Schuld am Leid in Gaza geben.
Es ist eine Selektion, ausgerechnet Israel einen Apartheidsstaat zu nennen, obwohl es das einzige Land im Nahen Osten ist, in dem es keine Apartheid gibt.
Es ist eine Selektion, wenn im Radio behauptet wird, die deutschen Medien seien tendenziell israelfreundlich.
Es ist eine Selektion, immerzu nur von „illegalen jüdischen Siedlern“ zu sprechen, aber alle anderen Siedler, die nicht jüdisch sind, nicht als illegal zu bezeichnen.
Es ist eine Selektion, ausschließlich zum Boykott israelischer Produkte aufzurufen.

Es ist Selektion, aber sie nennen es Idealismus, linken Idealismus. Und er wird nach wie vor gefährlich verharmlost.

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17 Antworten zu Linker Judenhass – Eine Geschichte der Verharmlosung 

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  2. Sophist X schreibt:

    Judith Butler hat so recht. Die moslemischen Mörder, Folterer, Entführer à la Hamas/Hisbollah sind Linke und ihre Ziele und Methoden sind quasi identisch. Schön, das so radikal und radikal richtig von berufener Seite bestätigt zu bekommen.

  3. A.S. schreibt:

    Linke folgen gerne dem Mythos, Linke würden sich für Gerechtigkeit, Frieden, sozialen Ausgleich und was man sonst gerade noch für gut hält einsetzen. So hat sich ein Fehlbild etabliert, dass Links unausgesprochen als synonym für „Gut“ betrachtet. Der Umkehrschluss was dann „Rechts“ ist wabert auch in den Köpfen.
    Deshalb fällt es vielen auch so schwer „Links“ mit sozial Unerwünschtem in Verbindung zu sehen. Hier hat gerade Bevanite ein passendes Beispiel geliefert. Todenhöfer ist/war angeblich für Pinochet, also kann er nicht „links“ sein. Da offenbart sich völlige Geschichtsblindheit. Fast jede faschistische Menschenschlächterbewegung strotzt nur so vor linken Inhalten. Auch deutsche Linke hatten und haben eine ungeheure Affinität zum Totalitären, die ganzen Kontrollgelüste der Grünen z.B. sprechen da eine deutliche Sprache, der aktuelle Umgang mit Andersdenkenden (mit der AfD) ebenfalls.
    Für den Antisemiten bietet das Linkstum viele Vorteile. Erstens die (falsche) Sicherheit per Definition zu den Guten zu gehören, zweitens den eigenen Antisemitismus im Klassenkampf gegen Großindustrielle oder eben „Besatzer“ bestens verstecken zu können. Auch und gerade vor sich selber. Gerade Augstein ist da ein großartiges Beispiel.

    • bevanite schreibt:

      Da stimmt ja so einiges nicht, von daher sei mir eine längere Replik erlaubt.

      Geschichtsblindheit? Todenhöfers Positionen zu Pinochet aus der damaligen Zeit sind hinlänglich bekannt, allgemein war die CDU/CSU damals für den Militärputsch. Wo waren denn die „linken Inhalte“ beim Nationalsozialismus,beim italienischen Faschismus, bei den Pfeilkreuzlern oder der Eisernen Garde? Im Kern waren dies alles Bewegungen, die ihre Wurzeln in den Werten der Gegenaufklärung (die „Werte von 1914“) hatten. Sie alle propagierten den elitären Führerstaat und schlossen bestimmte Gruppierungen aufgrund ihrer Vorstellungen von „natürlicher Ungleichheit“ aus der Gesellschaft aus. Dagegen stand die Linke traditionell seit der Französischen Revolution für mehr Gleichheit, Volksherrschaft und eine antiklerikale Haltung (die Faschisten hingegen gingen oft Bündnisse mit reaktionär-kirchlichen Kreisen sein). Diese beiden Prinzipien beißen sich schon stark. Jetzt kommen Sie vermutlich mit Argumenten wie „Aber Hitler hat doch die Wirtschaft verstaatlicht“ – falsch. Die „arischen“ Betriebe hatten weiterhin freie Hand. Und ein System, in dem eine Gruppe qua Herkunft von vornherein als Untermenschen klassifiziert wird, steht eben nicht in der besagten Tradition von Gleichheit.

      „Kontrollgelüste der Grünen“? Sonst gelten die Grünen in Ihren Kreisen doch immer als die Partei, die für zuviel Freiheit und zuviel Hedonismus steht. Wie geht das auf einmal mit Kontrollgelüsten zusammen? Überhaupt ist es heute auch etwas gewagt, die Grünen noch als linke Partei zu bezeichnen. Als sie zuletzt im Bund regierten, forcierten sie eine Wirtschaftspolitik, die man gemeinhin eher als liberal oder im englischsprachigen Raum als „right-wing“ bezeichnet. Würde ein so konservatives Land wie Baden-Württemberg in der Mehrheit eine linke Partei wählen? Das darf bezweifelt werden.

      Zum Thema linken Antisemitimus gibt es vieles zu sagen, wobei der tatsächlich mehr mit Israel als mit „Großindustriellen“ (unter denen sich historisch übrigens einige Antisemiten tummelten) zu tun hat. Aber mit solchen Fundamentalquerschüssen wie hier ziehen Sie Ihre eigene Argumentation völlig ins Lächerliche.

      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @bevanite: „Sie alle propagierten den elitären Führerstaat und schlossen bestimmte Gruppierungen aufgrund ihrer Vorstellungen von „natürlicher Ungleichheit“ aus der Gesellschaft aus.“

        Zum Glück lehnten Kommunisten „den elitären Führerstaat“ seit jeher ab; sonst wären womöglich Führer an die Macht gekommen wie Stalin, Mao tse Tung, Pol Pot u.s.w.
        Is ja noch mal gutgegangen!

        @bevanite: „Dagegen stand die Linke traditionell seit der Französischen Revolution für mehr Gleichheit, Volksherrschaft …“

        Besonders in den Gulags geriet die „Volksherrschaft“ zu eindrucksvoller Entfaltung.

        @bevanite: „Die „arischen“ Betriebe hatten weiterhin freie Hand.“

        Das ist Unsinn. Je mehr die Nazis ihre Macht verfestigten, erhielten auch „die „arischen“ Betriebe“ strenge Vorgaben, welche Waren zu produzieren waren, zu welchen Stückzahlen, zu welchen Terminen und zu welchen Preisen.

      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @bevanite: „Wo waren denn die „linken Inhalte“ beim Nationalsozialismus, …“

        Diese Frage sollte unbedingt von den direkt beteiligten Spezialisten beantwortet werden, sozusagen aus eigener Hand.:
        Hitler: „Übrigens gibt es mehr Verbindendes als Trennendes zwischen uns und dem Bolschewismus. Vor allem die echte, revolutionäre Gesinnung, die auch in Russland überall dort lebt, wo keine jüdischen Marxisten ihr Wesen treiben. Ich habe diesem Umstand immer Rechnung getragen und Anweisung gegeben, daß man ehemalige Kommunisten sofort in die Partei aufnimmt.“
        „Wir haben die linken Klassenkämpfer liquidiert, aber leider haben wir dabei vergessen, auch den Schlag gegen rechts zu führen. Das ist unsere große Unterlassungssünde.“
        „Ich bin niemals unter dem Aspekt des Bürgerlichen zu verstehen.“
        „Das Geheimnis des national-sozialistischen Erfolges ist die Erkenntnis vom unwiderruflichen Ende des Bürgertums und seiner bürgerlichen politischen Begriffswelt.“
        „Die Rolle des Bürgertums ist ausgespielt.Aber auch dieser Kalender Adel, diese degenerierten Abkömmlinge alter Adelsgeschlechter haben nur noch eine Aufgabe, “in Schönheit zu sterben.” Mit den lächerlichen Mitteln ihrer Clubs und ihrer Cliquen werden diese Herrenklubleute den Ablauf der Geschichte nicht aufzuhalten vermögen.“
        Goebbels: „Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke… Nichts ist uns verhasster als der rechtsstehende nationale Besitzbürgerblock.“
        Eichmann: „Meine gefühlsmäßigen politischen Empfindungen lagen links.“

        Sollte die Aussagekraft dieser Zitate nicht genügen, empfiehlt sich der Blick auf die hinterlassenen menschlichen Leichenberge, der die eineiige Geburt von Zwillingbraun und Zwillingrot völlig bestätigt.

        • Thomas ex Gotha schreibt:

          Es ist doch immer wieder erheiternd, die Narreteien des GG zu lesen.Diesmal geht es ihm um Belege für seine These von der „eineiige(n) Geburt von Zwillingbraun und Zwillingrot“, i.e. darum, dass Nazis Sozialisten seien und Braune eigentlich Rote und dergleichen mehr, was so einem eben durch den Hirnkasten rauscht. Besonders erheiternd ist aber, dass er als Beleg dafür Zitate von u.a. Hitler anführt, so als müsste, wenn der das sagt, das auch stimmen. Und wer würde daran zweifeln? Schließlich hatte der Führer ja am 28,4,1939 ebenso Recht („Ich darf noch einmal feststellen, dass ich erstens keinen Krieg geführt habe, dass ich zweitens seit Jahren meinem Abscheu vor einem Krieg und allerdings auch meinem Abscheu vor einer Kriegshetze Ausdruck verleihe, und dass ich drittens nicht wüsste, für welchen Zweck ich überhaupt einen Krieg führen sollte.“) wie 6 Jahre später („“In Kürze werde ich Befehl geben, meine gewaltigen Armeen in Prag und Sudetenland in Bewegung zu setzen. Mit einer gewaltigen Zangenbewegung von Bayern und Norddeutschland aus werden wir die Russen zerschlagen und den Endsieg erlangen.“). Keine Frage, der Mann muss eine verlässliche Quelle sein. Herzlichen Dank ans „GG“, dass es das herausgefunden hat.

      • A.S. schreibt:

        Im meinen Kreisen? Woher weist du in welchen Kreisen in verkehre? Ziehst du irgendwelche Schlüsse, weil ich nicht sofort den linken Arm zum Gruß raus strecke und rufe „Stalin Heil“ sobald die AfD ins Gespräch kommt?
        Grüne und Freiheit? Vor 20 Jahren mal, heute ist das anders. Inzwischen geht es nur noch um die Herrschaft ihrer Gesinnung, wie bei allen totalitären Bewegungen sobald sie Einfluss haben. Das wäre bei der NPD nicht anders, nur das die keinerlei Möglichkeit dazu hat.
        In einem Punkt sind wir uns einig. Das Linke für Gleichheit stehen. Und da gibt’s das Problem, was macht man mit Menschen die nicht ins Kollektiv passen? Da haben sämtliche sozialistischen Systeme der Welt ziemlich abartige „Lösungen“ gefunden und praktiziert. Da sind die Nazis reinrassig links gewesen.
        Übrigens haben alle sozialistischen Systeme Menschen aufgrund ihrer Geburt abgewertet, die Rasse bei den Nazis, die Klasse bei den Sozis, die politisch unzuverlässigen Verwandten in Nordkorea. Gemeinsam ist, dass man sich dieser Sippenhaft nicht entziehen konnte bzw. kann. Da sind die Nazis reinrassig links gewesen.

        Zurück zum Todenhöfer. Du hast dem das Linkssein abgesprochen weil er mal (oder immer noch??) für Pinochet war/ist. Und damit behauptet, das würde sich ausschließen. Diese „Reinhaltung“ des Linkstums ist, was ich für geschichtsblind halte.

    • A.S. schreibt:

      Q.E.D.
      Da ist Links dermaßen mit „gut“ verknüpft, dass die Frage kommt, was am ersten sozialistischen Staat in Deutschland links gewesen sein soll…

  4. Orion Saturn schreibt:

    Deutsche Steuergelder für Terroristen? Wie die palästinensische Regierung Mörder und deren Familien unterstützt
    http://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste-25-08-2016/wie-die-palaestinensische-regierung-moerder-und-deren-familien-unterstuetzt.html
    Steinmeiers Sprecherin Sawsan Chebli ist Palästinenserin. Kein Wunder, daß sie behauptet, die Bundesregierung wisse von nichts. Wer’s glaubt, wird selig. Leider bohrt der Reporter nicht nach.

  5. Hein schreibt:

    Ich hab diesen Text auf meinet Facebook-Seite verlinkt, lieber Gerd.
    Übrigens Kritik an israelischen Regierungen kann man schon üben. Beispielsweise haben sie immer wieder Terroristen freigelassen, die teilweise weiter mordeten. „180 Israelis were murdered by Palestinian terrorists who had been freed in previous releases“, schreibt Caroline Glick in ihrem Buch The Israeli Solution. Dass die USA und andere westlichen Staaten Druck bei diesen Entscheidungen ausgeübt haben, kann man gleich hinzufügen.

  6. S. B.-H. schreibt:

    Broder: “Ein Judenhasser ist, wer an Juden kritisiert, was er an anderen Menschen nicht kritisiert.”

    Ne, Buurmann, da liegt auch Broder falsch:

    Der sog. Judenhass, auch in einer aufgeklärten Welt, liegt am Festhalten an der biologistischen Verwandtschaft sog. (auch säkularer) Juden begründet. Sie definieren ihr Judesein ausschließlich über ihre Herkunft. Genau das ist es, was ein Shlomo Sand kritisiert und sein Judesein einfach abstreift, als aufgeklärter Europäer und Israeli, der mit der jüdischen Religion nichts mehr am Hut hat.

    Dass er mit seiner Einstellung den jüdischen, zionistischen Staat Israel „nestbeschmutzt“ musste er mit seinen Büchern ertragen. Aber er ist konsequent. Weitere Ausführungen zu dem Thema gerne auf Wunsch.

    S. B.-H.

  7. bevanite schreibt:

    Seit wann gilt eigentlich Todenhöfer als links? Von seinen Pro-Pinochet/Mujaheddin-Haltungen aus den Achtzigern hat er sich doch nie wirklich distanziert, oder?

    • Bruno Becker schreibt:

      Hodentöter ist neben Augstein eine der schrillsten Figuren im Kampf für den Hass auf Juden und ihren Staat, der genau wegen solcher Leute errichtet werden musste: Als Schutzraum für Menschen, die von solchen „Publizisten“ verhetzt wurden und werden, bis schliesslich das Blut fliesst. Die Begriffe „Links“ und „Rechts“ sind dabei völlig unerheblich und im Falle von JT sowieso unpassend. Auf den passt: DOOF.

      • bevanite schreibt:

        Bei Augstein kann man das schon etwas differenzieren. Das Simon Wiesenthal Centre ist seinerzeit bei seiner Einstufung später zurückgerudert, nachdem man dort rausbekam, dass man einem persönlichen Beef zwischen ihm und Henryk M. Broder (der sich seltsamerweise bei seinem Buddy Thilo Sarrazin, den das SWC ebenfalls in dieser Liste nannte, in Sachen Antisemitismus-Vorwürfen sehr zurückhielt) aufgesessen war. Ich gehe jetzt auch nicht mit allem mit, was er so schreibt, aber von so Sachen wie „Apartheidstaat“ hat er m.E. noch nie gesprochen.

  8. Orion Saturn schreibt:

    Leider bürgert sich das zweideutige Wort „Judenhass“ auch hier ein. Aber es ist Hass g e g e n Juden, nicht etwa von Juden.

    • Friederike von Motz schreibt:

      Wo ist denn die Zweideutigkeit? Werden die Zusammenziehungen mit – hass nicht immer so gebildet, dass vorne das Objekt des Hasses steht? Oder übersehe ich da was? Vielleicht hast du ein Gegenbeispiel?

Seid gut zueinander!

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