Was ist denn mit den Südländern los?

Was ist denn mit den Italienern, Griechen, Portugiesen oder Spaniern los? Wenn man den Begriff „Südländer“ auf Google News eingibt, dann kommen nur schlimme Nachrichten.

Sehr geehrte Journalistinnen und Journalisten, die ihr über Südländer schreibt,

wenn die Herkunft der Verdächtigen für Euch schon erwähnenswert ist, könntet Ihr dann bitte etwas genauer sein? Waren es Italiener, Griechen, Portugiesen oder Spanier? Oder sind Sie etwa der Überzeugung, dass ein Südländer wie der andere ist, ganz nach dem Motto: „Südländer eben, da kann man nichts machen. Sehen eh alle gleich aus. Wer kann die schon auseinander halten?“

Ich habe da einen Vorschlag:

Das nächste Mal, wenn Nazis wieder ihr Unwesen treiben, dann schreiben Sie nicht, dass es Nazis waren. Schreiben Sie lieber: „Die Täter waren Deutsche.“ Wenn Mitglieder der NPD etwas verbrechen, dann schreiben Sie nicht „Die Täter sind NPD-Mitglieder“, sondern: „Die Täter sind Mitglieder einer bundesdeutschen Partei.“ NPD, SPD, FDP, CDU, Grüne, wo ist schon der Unterschied? Wenn ein katholischer Priester ein Kind missbraucht, dann schreiben sie: „Der Täter war ein tiefgläubiger Mann.“ Christen, Moslems, Juden, Buddhisten, alles der gleiche Käse!

Und wo wir schon mal dabei sind: Dass Sie bei Berichten über Vergewaltigungen immer das Geschlecht angeben, ist üble Diskriminierung. Vergewaltigungen haben mit Männern nichts zu tun. Nicht alle Männer sind Vergewaltiger. Die Mehrheit der Männer sind anständige Menschen. Frauen, die stets betonen, dass ihre Vergewaltiger Männer waren, müssen sich nicht wundern, wenn Männer sich irgendwann wehren! In Zukunft berichten Sie bitte so:

„Gestern wurde in Haselünne ein Mensch von einem Menschen vergewaltig!“

Nein, lassen Sie besser auch Haselünne weg. Schreiben Sie:

„Gestern wurde in einem Teilbereich der Milchstraße ein Mensch von einem Menschen vergewaltigt.“

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