„Musik allein ist die Weltsprache und braucht nicht übersetzt zu werden.“

Am 16. Dezember 2016 findet um 20 Uhr in der Aula des Gymnasiums Kreuzgasse auf der Vogelsanger Straße 1 in Köln das Flüchtlingskonzert „Refugees welcome on stage“ statt. Organisiert wird das Konzert von dem Verein Musik-Brücke e.V.

Flüchtlinge verschiedener Nationalitäten werden an diesem Abend Musik und Tänze, die zum größten Teil aus ihrer Kultur stammen, präsentieren. Wir freuen uns auf einen abwechslungsreichen und multikulturellen Abend. Die Eintrittsgelder und die zusätzlich gesammelten Spenden des Abends werden unter anderem dafür verwendet, den Flüchtlingen, die an diesem Abend auftreten, ihre Instrumente zurückzugeben, die sie auf der Flucht zurücklassen mussten. Mit den Musikinstrumenten und mit der Musik soll ihnen ein Stück verlorene Heimat zurückgeben werden, damit es ihnen leichter fällt, in Deutschland, ihrer neuen Heimat, Fuß zufassen.

Es wird ein Abend des Kennenlernens, der von Gerd Buurmann und Sebastian Sammeck moderiert wird. Die Schirmherrin des Abends ist die Oberbürgermeisterin von Köln, Henriette Reker. Tapfer im Nirgendwo präsentiert ihr Grußwort:

Sehr geehrte Gäste des Benefizkonzerts,

mehr als eine Millionen Menschen haben im vergangenen Jahr als Flüchtlinge den Weg zu uns gefunden. Die Gründe für die Flucht sind vielfältig, doch keiner wird diese Entscheidung leichtfertig gefällt haben. Sie alle sind Menschen mit individuellen Schicksalen und Hoffnungen. Menschen, die vor Gewalt und Krieg geflohen sind, sie haben sich ihr Schicksal nicht selber ausgesucht.

Wir müssen den Geflüchteten, egal welcher Herkunft, Kultur oder Religion, die in Not sind und bei uns Schutz suchen, helfen sich in unserer Gesellschaft zurechtzufinden und an ihr teilhaben zu können Hierzu ist vieles erforderlich – angefangen von Grundorientierungsangeboten, Sprachkursen über Bildungs- und Qualifizierungsangeboten bis hin zur Vermittlung geeigneter Arbeitsplätze, die den Lebensunterhalt gewährleisten.

Integration kann nur gut gelingen, wenn sie als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden wird, wenn alle einen Beitrag leisten, wenn Staat und Zivilgesellschaft an dem gemeinsamen Ziel gemeinsam arbeiten. Eine schöne Initiative ist das Benefizkonzert von Musik Brücke e.V., für das ich sehr gerne die Schirmherrschaft übernommen habe. Der Verein stellt Geflüchteten Instrumente zur Verfügung, da diese ihre eigenen meist bei der Flucht zurücklassen mussten. Hervorzuheben ist, dass bei diesem Konzert Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Kreuzgasse mit Menschen, die nach der Flucht hier ihre neue Heimat gefunden haben, gemeinsam musizieren.

Mein Dank gilt dem Organisator Sebastian Sammeck, dem ersten Vorsitzenden von Musik Brücke e.V. und natürlich Ihnen, liebe Konzertgäste. Denn erst durch den Erwerb der Eintrittskarten und Ihrer Spenden wird eine solche Benefizaktion überhaupt erst möglich.

Der jüdische deutsche Schriftsteller Berthold Auerbach hat über die Musik einmal gesagt: „Musik allein ist die Weltsprache und braucht nicht übersetzt zu werden.“ Eine Aussage, die mir sehr gut gefällt und die ich gern ergänzen möchte. Musik ist für mich auch Einigkeit und Harmonie, Musik ist für mich Vermittlung zwischen Völkern – sie überbrückt Unterschiede und auch die Zeit. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen einen schönen Abend mit Musikgenuss und angenehmer Unterhaltung.

Henriette Reker
Oberbürgermeisterin der Stadt Köln

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52 Antworten zu „Musik allein ist die Weltsprache und braucht nicht übersetzt zu werden.“

  1. Heimchen am Herd schreibt:

    „In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen einen schönen Abend mit Musikgenuss und angenehmer Unterhaltung.“

    Klasse! Und bis Silvester ist es auch nicht mehr weit!

    • Sophist X schreibt:

      Probleme mit Dealern, Dieben und Vergewaltigern werden dann einfach weggetanzt unter der Schirmherrschaft von Frau Bürgermeister. Den nächsten Kotzeimer bitte.

    • besucher schreibt:

      Das Heimchen bleibt eh am Herd, also kann es ihm auch egal sein was anderswo passiert.

      • Heimchen am Herd schreibt:

        „Das Heimchen bleibt eh am Herd, also kann es ihm auch egal sein was anderswo passiert.“
        Wenn Du es sagst!

        „Musik allein ist die Weltsprache und braucht nicht übersetzt zu werden.“

        So ist es! Auf die Musik!

  2. Sophist X schreibt:

    Achten Sie während der Veranstaltung bitte auf eine Armlänge Abstand zu den Flüchtlingen.

    Ihre Bürgermeisterin

  3. Nordland schreibt:

    „Integration kann nur gut gelingen, wenn…“

    Warum Integration? Deutschland benötigt keine Zuwanderer. Und selbst wenn es sich um Verfolgte handelt, was bei den meisten ohnehin sehr zweifelhaft ist, sehe ich ihren Aufenthalt hier nur zu einem Zweck: Temporär Schutz gewähren, nach Stabilisierung der Lage in die Heimatregion zurückschicken.

    Abgesehen davon ist eine Integration mehrerer hunderttausend Zuwanderer illusorisch. Allein der Anspruch, dies schaffen zu wollen, spricht sich in der Welt herum und sorgt für weitere Zuwanderung. Daher: Remigration statt Integration.

    • Nordland schreibt:

      Was sehen meine entzündeten Augen? So viele Menschen (ich meine die mit dem Hang zum nach unten gerichteten Daumen), die an das Märchen der Integration glauben.

      Glauben – im wahrsten Sinne des Wortes. Hat zwar noch nie funktioniert. Wird auch nie funktionieren. Ist eh nur emotional gesteuert, Wunschdenken. Und nimmt inzwischen fast schon religiöse Züge an.

      Aber in einer Stadt wie Köln, die durch die Silvesterereignisse oder das Schauspiel mit dem zum Altar umfunktionierten Flüchtlingsboot bekannt geworden ist, braucht man diesen Glauben offenbar. Wenn damit jedoch illegale Zuwanderung auch noch befeuert wird, wird’s gefährlich.

  4. ceterum censeo schreibt:

    Wir müssen gar nichts!

  5. Eliyah schreibt:

    Verschiedene Kulturen kennen verschiedene Tonleitern, die nicht kompatibel sind. Es muss also doch übersetzt werden

    • Eliyah schreibt:

      Ich hatte da Klugscheiss-Tags drumgemacht und die sind nun unsichtbar. Danke WordPress.

    • Markus Leuthel schreibt:

      Eliyah, was du schreibst, ist im Prinzip richtig.
      Allerdings stimmt „inkompatibel“ nur scheinbar.
      Sorgen muß man sich darüber nicht wirklich machen, denn das menschliche Ohr nebst „Zentrale“ paßt sich da meist ziemlich schnell an.
      Kulturelle Prägung spielt zwar eine gewisse Rolle, aber keine exklusive.

      Hier mal ein paar Punkte dazu für diejenigen, die es vielleicht interessiert:

      Das menschliche Ohr (nebst Gehirn) selbst sorgt für die graduelle Anpassung („Übersetzung“ durch Gewöhnung) aller bislang wenig oder auch gar nie gehörten, scheinbar zu dissonanten Intervalle (Tonschritte auf egal welcher Tonleiter sind ebenfalls Intervalle).
      Wer sein Leben lang westlich-temperiert gestimmte Instrumente gehört hat, der wird eine Weile brauchen (Stunden, Tage, Wochen), bis die als „fremd“ gehörten Tonleitern dann als weniger fremd – also vertrauter – gehört und empfunden werden.
      Und umgekehrt: für jemanden, der zum Beispiel täglich in einem balinesischen Gamelan-Orchester spielt, wird die westlich-temperierte Stimmung „flach“, „unlebendig“ oder gar „häßlich“ klingen, so daß er sich eine Weile lang dran gewöhnen wollen wird.
      Übung spielt hier die größte Rolle: je mehr Musik ein Mensch hört, und je unterschiedlicher deren Herkunft, desto mehr „Umschaltvorgänge“ merkt sich das Gehirn, und desto toleranter wird das Gehör für noch-nie-Gehörtes werden.
      Und: es gibt konventionelle Regeln in der Musik, sowie universell gültige „Regeln“.

      Unser westliches Tonsystem / die temperierte Stimmung (welche für Westler prägend ist):
      12 reine Quinten und 7 Oktaven werden bei diesem kompromißartigen Tonsystem so in eine systematische Einheit gebracht, daß die „reinen“ Intervalle (konsonante, ganzzahlige Zahlenverhältnisse: Oktave, Quarte, Quinte) möglichst „rein“ (= frei von Schwebungen) bleiben, und daß außerdem die weniger „reinen“ (dissonanteren) Intervalle dabei ihren Charakter nicht verlieren, und zu den „reinen“ Intervallen nicht in schwer erträglichen Widerspruch geraten.
      Dazu wendet die temperierte („ausgewogene“) Stimmung das sog. pythagoräische Komma an. Erstens wird so meist das Zusammenspielen verschiedener Instrumente erleichtert. Zweitens liefert das pytagoräische Komma eine Rechenmethode zur Näherung des bestmöglichen Intervallabstandes für die temperierte „Allerweltsstimmung“.

      Zusätzlich wird bei der temperierten Stimmung jeder der 12 Halbtöne einer Tonleiter („Skala“) in 100 Teilerstufen namens „Cent“ eingeteilt, welche mit zunehmender Tonfrequenz in sich größer werden (und umgekehrt). Im westlichen Tonsystem gibt es noch die Unterscheidung zwischen diatonisch und chromatisch: jede Tonleiter enthält Ganztöne (zwei Halbtöne) und Halbtöne (chromatische Töne), die in verschiedenen Kombinationen auftreten können. Es gibt etwa 30 Tonleitern (Modi) mit unterschiedlichen Charakteristiken und Tonstufenzahlen, die einerseits auf die Kirchentonarten des Mittelalters zurückgehen, und andererseits noch viel weiter zurück reichen, nämlich bis in die Antike. Die chromatische Tonleiter besteht aus 12 Halbtonschritten pro Oktave. Daneben gibt es seit der ersten Hälfte 20. Jahrhundert auch komponierte Musik für Viertelton-Instrumente (z.B. von Bela Bartok), die klingt für viele ungeübte Hörer sehr gewöhnungsbedürftig, da es in ihr 24 Vierteltöne pro Oktave gibt, und entsprechend viel mehr an „reinen“ bis „unreinen“ Intervallen.

      Chromatisches Tonsystem:
      Konsonante Intervalle (hier wurde sich aus Erfahrung und sprachlich darauf geeinigt):
      Oktave (rein, gedehnt, gestaucht), Quinte (rein, übermäßig, vermindert), Quarte (rein, übermäßig, vermindert)

      Dissonante Intervalle (siehe Klammerinhalt oben; abnehmender und wieder zunehmender Dissonanzcharakter):
      Septime (groß, klein), Sexte (groß, klein), Terz (groß, klein), Sekund (groß, klein)

      Bei den nicht-westlichen, „exotischen“ Skalen sind einfach die Verhältnisse der Intervalle zueinander verschoben, Terzen sind also z.B. kleiner oder größer als in der temperierten Stimmung, die „reinen“ Intervalle weichen ebenfalls ab, es gibt teils deutlich mehr oder weniger Töne, usw.

      Das menschliche Ohr ist jedenfalls ziemlich flexibel, was das alles betrifft.

      Aber das ist noch längst nicht alles:
      Im Blues gibt es an mind. drei Stellen der zugehörigen Blues-Tonleiter sogenannte „Beugungen“, die sog. „Blue-Notes“.
      Man spielt also Töne zwischen Dur/Moll : zwischen kleiner/großer Terz/Sexte sowie zwischen übermäßiger Quarte / verminderter Quinte (es gibt aber noch mehr Möglichkeiten, das sind nur die Wichtigsten und Gängigsten)
      Man spielt hierbei also – spieltechnisch betrachtet – von einem chromatischen Ton aus einen Halbton hoch – oder runterwärts – in den nachfolgenden Halbton hinein, und landet so in fein abstimmbaren, tonalen „Zwischenräumen“.
      Auf Tasteninstrumenten mit festen Tonabständen ist sowas schwieriger, als bei Saiten- und Blasinstrumenten oder der Singstimme.

      In mitteleuropäischen, osteuropäischen, asiatischen, afrikanischen, nordamerikanischen und südamerikanischen (Volks-)Musiken werden Töne ebenso „verzogen“, „geschleift“ oder „verbogen“.
      Die westlich-temperierte Stimmung (moderne Chromatik) ist somit eher ein „Sonderfall“, und höchstens musiktheoretisch verbindlich.

      Hier noch einige, wenige Beispiele für vermeintliche (und per Ohr schnell abbaubare) „Fremdartigkeiten“ unterschiedlich gestimmter Tonsysteme in verschiedenen Musikkulturen und -traditionen:

      Indonesian:

      Chinese:

      Japanese:

      Philippines:

      Australian (Native):

      Indian (India):

      Bengali:

      South American:

      North American (Native):

      North American (Western, many influences):

      https://www.youtube.com/user/AlanLomaxArchive


      Jewish (various sources):




      North African (Morocco, …wish the English speaker stopped talking)

      Central African:

      South African (Zulu):

      Eastern Europe (Russian / Slavic):

      Eastern Europe (Hungarian):

      Eastern Europe (Polish / Slavic):

      Greece, Turkey, Macedonia, Fyrom, „Gypsy“:

      Arabic:

      Persian (Iran, Armenia):


      Western Europe (Provence):

      Western Europe (Andalus):

      Western Europe (Irish, Celtic):

      Western Europe (Scottish):

      Northern Europe (Scandinavia):

      Northern Europe (Baltic, Estonia):

      And last, but not least:

      Western Europe (Native):

      (…)

      שבת שלום

  6. A.S. schreibt:

    Das klingt nach einer schönen Geste und verspricht ein guter Abend zu werden. Viel Erfolg wünsch ich.
    Trotzdem will ich auch meckern:

    Es sind gut eine Millionen illegal über die Grenze gekommen aus unterschiedlichsten Gründen. Sicherlich treibt die ganz große Mehrheit der Wunsch auf ein besseres Leben (materiell wie sicherheitstechnisch) an. Aber die Leute haben sich mehrheitlich und wissentlich über die europäischen „Spielregeln“ hinweggesetzt und damit einen denkbar schlechten Startpunkt gesetzt.
    Menschen, die vor Verfolgung und Krieg fliehen und dabei dutzende sichere Länder durchqueren, müssen wir nicht ungefragt willkommen heißen. Und diejenigen, die gar nicht geflohen sind sondern nur ein besseres Leben suchen, haben das Asylrecht missbraucht.
    „Integration kann nur gut gelingen, wenn sie als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden wird, wenn alle einen Beitrag leisten, wenn Staat und Zivilgesellschaft an dem gemeinsamen Ziel gemeinsam arbeiten.“
    Eigentlich steht erstmal eine große gesellschaftliche Debatte an ob wir das eigentlich schaffen wollen. Zumindest ich sehe keinen Grund warum „wir“ jeden illegal eingewanderten Menschen jetzt integrieren müssen. Zuerst gilt es zu klären ob es sich tatsächlich um einen Flüchtling handelt. Falls nicht, darf der Mensch gerne ein Visum beantragen, soll sich aber bitte nicht einfach das Aufenthaltsrecht nehmen. Sollen wir tatsächlich Menschen integrieren, die schon beim allerersten Kontakt mit Deutschland unser Recht brechen?
    Falls es Flüchtlinge sind stellt sich ebenfalls die Frage warum die sich nicht an die geltenden Regeln gehalten haben. Auch hier stellt sich die Frage nach dem Sinn einer Integration, bzw. ob der (i.d.R. zeitlich befristete) Schutz quasi automatisch ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht werden soll, wenn die Leute schon beim allerersten Kontakt mit Europa unser Recht brechen?

    • Praecox schreibt:

      Gemäß Genfer Flüchtlingskonvention wird der illegale Grenzübertritt durch einen Flüchtling nicht strafrechtlich verfolgt. Ist ergo ein Bagatelldelikt, bei dem die Strafverfolgung hinter die weit bedeutendere Pflicht, Schutz zu gewähren zurücktritt.
      Mit anderen Worten: wie sollen Flüchtlinge mit europäischen Behörden in Erstkontakt kommen, wenn nicht durch Einreise?

      • ceterum censeo schreibt:

        Den Flüchtlingsstatus hat man nur im Nachbarland des Landes, aus dem man geflohen ist. Geht in Gutmenschenhirne nicht rein, ist aber so.

      • A.S. schreibt:

        Ich fordere keine strafrechtliche Verfolgung, noch halte ich den Übertritt auf europäischen Boden für illegal, sondern die eigenständige Weiterreise in das Wunschland. Die Flüchtlinge müssen im ersten EU-Land Asyl beantragen was viele nicht tun.

        • Praecox schreibt:

          Auch hier ist ein Nachweis erforderlich.

          • A.S. schreibt:

            Für was?
            Dafür dass ich nichts fordere? Für das Dubliner Übereinkommen? Oder dass Menschen über den Landweg nach Deutschland gekommen sind (z.B. über Österreich) und erst in Dt. Asyl beantragt haben?

          • Praecox schreibt:

            „Die Flüchtlinge müssen im ersten EU-Land Asyl beantragen was viele nicht tun.“

            Dafür!

          • A.S. schreibt:

            „In dieser Verordnung wird auch geregelt, dass ein Asylbewerber in dem EU-Mitgliedstaat seinen Asylantrag stellen muss, in dem er den EU-Raum erstmals betreten hat.“
            Quelle:
            https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2015/09/2015-09-02-fluechtlinge-dublin-verfahren.html

            Damit hat sich jeder, der über den Landweg nach Deutschland gekommen ist und hier Asyl beantragt, nicht an die Regeln gehalten. Dieser Teil des Dublin-Abkommens ist zwar Blödsinn, aber dennoch geltendes Recht.

          • Praecox schreibt:

            Tjaja… Wie zu erwarten…

            Die Verordnung (EG) Nr. 343/2003 (Dublin II) adressiert die Mitgliedsstaaten der EU und verpflichtet diese zu bestimmtem Handeln. Sie gilt in den für die hiesige „Diskussion“ auch unverändert in Verordnung (EU) Nr. 604/2013 (Dublin III).

            Sie sind, @A.S., auf die irreführende Formulierung auf der Homepage der Bundesregierung hereingefallen. Das „…stellen muss…“ soll heißen, dass der EU-Mitgliedsstaat, in dem der Flüchtling/ Asylbewerber den EU-Raum erstmals betreten hat, für das Asylverfahren zuständig ist.

            In effectum heißt dies, dass ein Asylbewerber in den EU-Mitgliedstaat, in dem er erstmals EU-Raum betreten hat, zurückgewiesen/ überstellt werden kann, sofern ausreichende Indizien / Beweise für den Sachverhalt vorliegen.

            Alle diese Regelungen verpflichten aber nicht den Flüchtling/ Asylbewerber, sondern die Mitgliedsstaaten der EU!

            Das ist kein kleiner Unterschied, sondern ein wesentlicher! Sie haben, @A.S., hier ein Paradebeispiel dafür abgeliefert, worunter der politische Diskurs derzeit leidet: kleine, zunächst unsichtbare Spins, die die Fakten so hindrehen, wie man sie gerne hätte.

            Zu den Pflichten und Rechten aus Dublin II/ III gehört auch das Selbsteintrittsrecht, mit dem ein EU-Mitglied das Asylverfahren eines Flüchtlings auch dann führen kann, wenn bekannt ist, dass der Flüchtling den EU-Raum zuerst in einem anderen Mitgliedsstaat betreten hat:
            https://de.wikipedia.org/wiki/Selbsteintritt#Selbsteintritt_im_Asylrecht

            Ich gehen in ihrem Fall wohlwollend davon aus, dass Sie tatsächlich Opfer von Autosuggestion sind. Ganz im Gegenteil zu dem Zeterum genannten professionellen, allerdings auch immer wieder leicht zu überführenden Spin Doctor weiter oben.

  7. k.knerzje schreibt:

    Schon der erste Absatz in der Rede ist wieder gelogen.
    Es sind eben nicht nur Flüchtlinge gekommen, es sind bei weitem nicht alle vor Krieg und Gewalt geflohen.
    Gegen „richtige“ Flüchtlinge ist schwerer zur argumentieren als gegen Invasoren aus wirtschaftlichen Gründen.
    Auch wenn ich dafür hier verbale Prügel beziehe, mich erbost diese Lügerei aus fadenscheinigen Gründen.

    • Markus Leuthel schreibt:

      Was soll denn der Unsinn? Wie wäre es mal mit einer etwas detaillierteren Betrachtungsweise, anstatt hier nur abschließende „die-oder-wir-Scheinwahrheiten“ ins Netz zu pfeffern? Es geht nämlich insgesamt um sehr viel mehr, als bloß um westbürgerlich-saturierte Wohlstandsbefindlichkeiten.

      Tipp am Rande: einfach mal weg vom bloßen „Narrativ“, und dafür hin zu den durchaus nicht immer einfachen Realitätsbeschreibungen und -bewertungen. Folgendes Interview erscheint mir durchaus lesenswert, und das ist nur EIN Beispiel für eine differenzierte, nüchterne Betrachtungsweise (es gibt nämlich bei weitem nicht nur deutsch-europäische Befindlichkeiten zu diesem Thema):
      https://www.heise.de/tp/features/Der-tuerkische-Staat-hat-zu-spaet-reagiert-3455356.html

    • ceterum censeo schreibt:

      Alles ist gequirlte Kacke und die Untertanen von Reker und Konsorten werden gezwungen, sie zu löffeln, oder tun es sogar freiwillig. Es gibt nach unseren Gesetzen und der UN- Flüchtlingskonvention hier gar keine Flüchtlinge. Punkt. Und selbst, wenn es sie gäbe, ist eine Integration nicht vorgesehen, da laut Gesetz nach Wegfall der Fluchtgründe die Heimreise erfolgen würde.
      Das sind die FAKTEN, auch wenn sie für manchen „Nazi“ sind.

      Der böse Rechtspopulist bringts auf den Punkt:
      http://www.pi-news.net/2016/11/michael-klonovsky-kein-herz-fuer-fluechtlinge/

      • besucher schreibt:

        Na dann schaff sie mal alle aus.

        • ceterum censeo schreibt:

          Meinen Sie damit, daß man selber Schuld ist, wenn man sich an die Gesetze , insbesondere unser Grundgesetz hält ?

      • A.S. schreibt:

        Dazu nur kurz: Wenn es letztes Jahr diese Euphorie mitsamt der Gleichsetzung von Kriegsflüchtling = Asylempfangener = Einwanderer = Neubürger (=Illegal Grenzüberschreiter) nicht gegeben hätte und das Verhalten der Leute Einfluss auf den Aufenthaltsstatus hätte, wir hatten keine AFD und der Front National wäre weiterhin eine unbedeutende Lachnummer.
        Aber die Roths dieser Nation hatten anderes vor und waren erfolgreich.

  8. Markus Leuthel schreibt:

    Sechs Dinge braucht der Mensch:
    a) Luft, Wasser, Wärme
    b) Mucke <—— da, das isses! Glaub das!
    c) Nahrung
    d) Bett
    e) Kleidung
    f) Sicherheit vor Säbelzahntigern (und and’rem Freßgethier)

    • ceterum censeo schreibt:

      Tragisch, daß es diese sechs Dinge auf der ganzen weiten Welt nur in unserem kleinen rassistischen Land gibt.

      • Praecox schreibt:

        Iwo, Zeteter!

        f) gibt es hier doch gar nicht mehr, seit die Invasoren da sind. Nicht?
        Und b) halten Sie wahrscheinlich noch immer für das heimatlich-wohlriechende Surrogat aus Honneckers Kaffeestübchen.

  9. huhuguck schreibt:

    diese veranstaltung ist wirklich sehr zu begruessen, ganz toller anfang des zusammenlebens –
    obwohl wie z.b. musikstil & baustil ganz verschiedene richtung haben –
    deutsch, arabisch, spanisch, chinesisch etcetcetc koennen unterschiedlicher nicht sein.

  10. besucher schreibt:

    Die Hater schießen los in 3…2…1…

Seid gut zueinander!

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