Feministinnen unter dem Kopftuch

Ich habe nichts gegen das Kopftuch. Es gibt viele Gründe, ein Kopftuch zu tragen, zum Beispiel wegen des Wetters. Es ist nicht wichtig, was auf dem Kopf ist, sondern was in dem Kopf ist. Wenn sich aber eine Frau verhüllt und dies mit einem unsichtbaren Freund begründet, der einem männlichen Feldherren vor eineinhalb Jahrtausenden gesagt haben soll, wie sich Frauen von heute anzuziehen haben, dann ist meiner bescheidenen Meinung nach noch viel Platz in diesem Kopf frei.

Die bescheuerste Begründung für die Verhüllung einer Frau ist und bleibt der Wille des Mannes. Keine Frau sollte sich von einem Mann befehlen lassen, was sie anzuziehen hat und schon gar nicht, dass sie ihren Kopf zu verhüllen hat! Die schwedische Regierung sieht das jedoch anders!

Zwar sind zwölf der vierundzwanzig Mitglieder in der schwedischen Regierung Frauen, so dass die schwedische Regierung behauptet, die „erste feministische Regierung der Welt“ zu sein, aber bei einem Besuch im Iran trugen dennoch alle Frauen der Regierung ein Kopftuch, die Männer jedoch nicht.

Männer tragen generell keinen Niqab, übrigens aus dem selben Grund, aus dem sie sich keine unbequemen Schuhe anziehen: Weil sie nicht bescheuert sind! Es ist unbequem und schränkt die Bewegungfreiheit ein.

Die schwedische Handelsministerin Ann Linde jedoch erklärt, sie sehe „keinen Konflikt“ zwischen einer Zwangsverhüllung und Feminismus. Ohne Kopftuch, so sagt sie, hätte sie iranisches Recht brechen müssen und das wolle sie nicht. Sie trug lieber zusammen mit all den anderen Ministerinnen der „feministischen Regierung“ ein Kopftuch bei der Unterzeichnung der bilateralen Abkommen mit dem Iran.

Sehr geehrte Ministerinnen,

ich fürchte, es wird Zeit für ein wenig mansplaining. Homosexuelle werden im Iran hingerichtet. Wer schwul ist, bricht im Iran das Gesetz. Das hat den ehemaligen deutschen und schwulen Außenminister Guido Westerwelle (sel. A.) jedoch nicht davon abgehalten, in den Iran zu reisen. Er blieb einfach schwul. Und er zog auch kein Kopftuch über!

Frauen werden im Iran verfolgt. Täglich werden „unzureichend verschleierte“ Frauen von den Tugendpolizisten verhaftet. Anfang Februar 2017 veröffentlichte ein 14-jähriges Mädchen im Internet Fotos, auf denen zu sehen war, dass die junge Frau blaue Flecken in ihrem Gesicht hatte, zugefügt von Polizisten. Iranische Frauen werden mit Peitschenhieben bestraft, wenn sie sich nicht nach den Regeln des Islams kleiden oder benehmen. Masih Alinejad, Gründerin der Facebook-Plattform „My Stealthy Freedom“, kritisiert daher völlig verständlich die schwedische Regierung:

„Wenn westliche Frauen dem Kopftuchzwang gehorchen ohne es herauszufordern, heißt das für das iranische Regime, dass es den Druck auf die iranischen Frauen noch erhöhen kann. Westliche Frauen legitimieren das diskriminierende Kopftuchgesetz, wenn sie ihm widerspruchslos folgen. Können sie stattdessen nicht mit uns gemeinsam dagegen aufstehen?“

Handelsministerin Linde sieht das anders. Sie sagte dem schwedischen Aftonbladet, die Alternative sei gewesen, eine ausschließlich männliche Delegation zu entsenden, also habe sie sich lieber für das Kopftuch entschieden.

Falsch, liebe Ministerin!

Die Regierung hätte fordern können, dass die Frauen keine Kopftücher tragen müssen und wenn die Iraner diese Forderung abgelehnt hätten, dann hätten die Verträge entweder in Schweden, in einem Drittstaat oder gar nicht unterzeichnet werden müssen. Allerwenigstens aber hätten auch die schwedischen Minister männlichen Geschlechts im Iran Kopftuch tragen sollen, wenn auch nur als Zeichen der Solidarität und als Bekundung der Gleichberechtigung der Geschlechter in Schweden. Aber wie gesagt, Männer sind nicht bescheuert!

Daher, liebe Ministerinnen,

von mansplaning zu manasking: Welcher Deal kann so wichtig sein, dass die Würde und die Freiheit der Frau dafür verkauft werden? Sie kritisieren Donald Trump, völlig zu Recht, weil er Gelder für feministische Organisationen streichen will; warum aber besuchen Sie dann, verschleiert und demütig, Hassan Rohani? Er ist Staatspräsident eines Landes, in dem Feministinnen ausgepeitscht werden!

Es braucht nicht mehr als Gratismut, um gegen Donald Trump zu protestieren, aber um sich einem patriarchalischen und frauenverachtenden Regime unterzuordnen, dazu braucht es den erklärten Willen zur Unterwerfung. Hedwig Dohm sagte im Jahr 1902:

„Mehr Stolz, ihr Frauen! Der Stolze mag missfallen, aber man verachtet ihn nicht. Nur auf den Nacken, der sich beugt, tritt der Fuß des vermeintlichen Herrn!“

Damals hatten Frauen in Schweden nicht mal das Wahlrecht! 111 Jahr später beugen schwedische Ministerinnen ihren verhüllten Nacken im Iran so tief, dass Rohani von hinten das hätte tun können, was Trump einst in einem Bus über Frauen zum Besten gab.

Liebe Ministerinnen Schwedens,

für mich seid ihr keine Feministinnen. Für mich seid das andere Wort mit f. Ihr seid feige!

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81 Antworten zu Feministinnen unter dem Kopftuch

  1. Hessenhenker schreibt:

    War Merkel eigentlich schonmal mit Kopftuch im Iran?

  2. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    @Thomas ex Gotha: „Man mag sich ja aufregen übers Kopftuch. Ja, meinetwegen. Aber es ist doch nichts weiter als eine symbolische Handlung.“

    Wer mit solch großmäuliger Überheblichkeit die Intelligenz oder die Geschichtskenntnisse Anderer beurteilt, sollte seinerseits wenigstens wissen, welches Unheil symbolische Handlungen einleiten oder festigen können.

    @Thomas ex Gotha: „Übel, ja, aber doch bei weitem nicht so übel wie die Zementierung der Handelsbeziehungen zwischen Schweden / der EU und dem Iran.“

    Mit wie vielen der unterdrückten iranischen Frauen haben Sie denn gesprochen, da Sie mit solcher Sicherheit sagen können, welches Übel sie höher gewichten? Übrigens, Herr ex Gotha, wenn Sie lesen oder wenigstens denken könnten, hätten Sie längst bemerkt, dass keiner der hiesigen Kommentatoren „die Zementierung der Handelsbeziehungen zwischen Schweden / der EU und dem Iran“ auch nur im Mindesten befürwortet hat.

    @Thomas ex Gotha: „Weniger heftig fiel die Reaktion bei der von mir erwähnten Iranreise Ilse Aigners aus, …“

    Hat einer der Kommentatoren Aigners Verhalten gebilligt? Weichen Grund hätte es also gegeben, auf Ihr sinnloses Geschreibsel zu reagieren?

    @Thomas ex Gotha: „Mit dem Ergebnis, dass in liberalen und afd-nahen Kreisen dieses Verhalten aus seinen wirtschaftlichen Zusammenhängen gelöst und zu einem Rundumschlag gegen den Feminism genutzt wird bzw. gegen das, was man dafür hält.“

    Niemand aus „liberalen und afd-nahen Kreisen“ oder „was man dafür hält“ hat „dieses Verhalten aus seinen wirtschaftlichen Zusammenhängen gelöst“. In „liberalen und afd-nahen Kreisen“, ist man lediglich nicht dumm genug, um Sachverhalte zu vermischen oder gegeneinander aufzuwiegen.
    Gerd Buurmanns Artikel beschreibt das unterwürfige Verhalten von Politikerinnen, die sich vermutlich feministisch nennen, trotzdem sie ausgerechnet vor den primitivsten Vertretern den Patriarchats zu Halbmonde kriechen.
    Diese Erbärmlichkeit steht für sich, egal welches Motiv sie verbirgt und egal, ob „das schwedische Kapital“ dahinter steht!

    @Thomas ex Gotha: „Wer erklärt endlich einmal dem zwanghaften Denunziantendenunziant Bundy, was seine Lieblingsvokabel bedeutet?“

    Wie Ihr früherer trauriger Fehlversuch zeigt, kann es wohl nur einer erklären, der es selber weiß; obwohl Ihre Erklärung doch wirklich aus erster Hand stammte.

    • Aristobulus schreibt:

      … à propos Kopftücher und/oder Kapitalismus: Bei jedem, aber auch wirklich jedem Attentat stellt sich heraus, dass es nichts mit Geld, nichts mit Geldflüssen und auch nichts mit verschieden ausfallendem Besitz zu tun hat. Bei jedem Attentat. Da verhält es sich haargenauso wie mit den Kopftüchern.

      Die Massaker durch Kopftuchvorschreiber gegen die Redaktion von Charlie Hebdo, gegen den jüdischen Supermarkt und gegen das Bataclan in Paris hatten NICHTS mit irgend Eurosummen zu tun.
      Das Attentat durch Kopftuchgutfinder gegen feiernde Schwule von Orlando hatte NICHTS mit irgend Dollars zu tun.
      Dass 2012 in Toulouse ein Frauenzukopftuchzwing-Mohammedaner drei jüdischen Schulkindern in die Köpfe schoss, hatte NICHTS mit irgendwas zu tun, das man mit Geld bezahlen könnte.
      Auch das Attentat gestern in Pakistan (88 Zerfetzte!, 340 Verletzte) durch Kopftuchschreier gegen andere Kopfttüchler (Mohammedaner zerfetzen und verstümmeln Mohammedaner) hat nichts und wieder nichts mit Irgend-Geld zu tun.
      https://fr.wikipedia.org/wiki/Attentat_du_sanctuaire_de_La%27l_Shahb%C3%A2z_Qalandar

      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        Grauenhaft und wahr.

        • aurorula a. schreibt:

          (schlimmer als hat mit nichts zu tun, nicht schlimmer als das Attentat)

          • Aristobulus schreibt:

            … das ist die Äquidistanz, nicht?, und die sich selbst zugemessene Gerechtigkeit, die es gebietet, was gegen die Juden zu machen, indem man was gegen attentatende Mohammedaner tun will.
            Reduktionistisch in einem Maße, das einen erbleichen lässt (vom wohl zu Erschreckenden, weil Mohammedanischen, runterbrochen auf nur ein jaar Jidn).
            Komisch, wieviel Reduktionismus derzeit kreucht, fleucht und herum-modet. Manche sehen überall den Kapitalismus am Werk, manche überall die Klimaerhitzung (vor paar Jahren war’s noch die Globalisierung, erinnert Ihr Euch?), und manche sahen und sehen gar überall den Jud‘ am Werk.

            P.S.
            Aber nicht, dass man da nu was gleichgesetzt sehe. Es ist deutlich weniger prekär, wenn einer überall den Kapitalsmus sieht (denn der existiert immerhin irgendwo), als wenn jemand Anderer überall den Jud‘ sähe (der gar nicht existiert, nichtmal irgendwo).

    • Thomas ex Gotha schreibt:

      Meine Güte, soviel Aufwand, soviel Boshaftigkeit („großmäulige Überheblichkeit“, „sinnloses Geschreibsel“) und so wenig Klugheit. Da echauffiert sich einer, ich würde „Sachverhalte (…) vermischen oder gegeneinander aufwiegen“ und wirft mir dann vor, ich hätte ja keine iranische Frauen gefragt, „welches Übel sie höher gewichten“.
      GG! „Wenn Sie lesen oder wenigstens denken könnten, hätten Sie längst bemerkt“, dass es darum ging, welches Übel ich höher gewichte.
      Und mag auch „keiner der hiesigen Kommentatoren „die Zementierung der Handelsbeziehungen zwischen Schweden / der EU und dem Iran“ auch nur im Mindesten befürwortet“ oder keiner „der Kommentatoren Aigners Verhalten gebilligt“ haben, so hat es doch, mit mir als Ausnahme, auch niemand erwähnt. Und dergleichen Fakten dienen eben dazu, bestimmte Vorgänge unter einem anderen Blickwinkel zu betrachten – wären die beschlossenen Handelsabkommen denn irgendwie besser gewesen, wenn Ann Linde und ihre Kolleginnen keine Kopftücher getragen hätten?
      Und wenn Sie sich dagegen sperren, andere Erklärungsversuche für „das unterwürfige Verhalten von Politikerinnen, die sich vermutlich feministisch nennen“, überhaupt zur Kenntnis zu nehmen oder sich in irgendeiner Form sachlich dazu zu äußern, dann ist das ihr gutes Recht, gibt mir aber auch das Recht, Sie einen von jeglichem Erkenntnisinteresse freien Dauertroll zu nennen, dessen ödes Posten mittlerweile so penetrant ist, dass auch ein Aristobulus in den Abgrund Ihrer Geistesferne gezogen wird und haarsträubende Dummheiten von sich gibt: „Bei jedem, aber auch wirklich jedem Attentat stellt sich heraus, dass es nichts mit Geld, nichts mit Geldflüssen und auch nichts mit verschieden ausfallendem Besitz zu tun hat. Bei jedem Attentat. Da verhält es sich haargenauso wie mit den Kopftüchern.“ Dass er zudem auch noch, nur weil man eben mal darauf hinweist, unter welchen wirtschaftlichen Bedingungen wir alle leben und produzieren, mich in assoziative Nähe bringt zum „Sozialismus der dummen Kerls“, würde ich persönlich nehmen, wüsste ich nicht, dass er manchmal schneller schreibt, als ihm guttut.

      Kann man sich nun wieder wie Erwachsene unterhalten?

      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Thomas ex Gotha: „GG! „Wenn Sie lesen oder wenigstens denken könnten, hätten Sie längst bemerkt“, dass es darum ging, welches Übel ich höher gewichte.“

        Welches Übel Sie höher gewichten, hat längst jeder bemerkt, Herr ex Gotha. Sie sollten Ihre eigene geistige Schwerfälligkeit nicht verallgemeinern.

        @Thomas ex Gotha: „Und mag auch „keiner der hiesigen Kommentatoren „die Zementierung der Handelsbeziehungen zwischen Schweden / der EU und dem Iran“ auch nur im Mindesten befürwortet“ oder keiner „der Kommentatoren Aigners Verhalten gebilligt“ haben, so hat es doch, mit mir als Ausnahme, auch niemand erwähnt.“

        Mit Ihrer Ausnahme ist eben niemand beschränkt genug, um den Kern des tatsächlichen Themas zu ignorieren oder nicht zu begreifen.

        @Thomas ex Gotha: „Und dergleichen Fakten dienen eben dazu, bestimmte Vorgänge unter einem anderen Blickwinkel zu betrachten …“

        Ihren „anderen Blickwinkel“ hat JEDER verstanden, Herr ex Gotha! Mit Sicherheit besser als Sie selbst. Diese würdelosen Politikerinnen sind nicht nur die Tanzmäuse der Mullahs, sondern auch des „schwedischen Kapitals“; doppelte Idiotinnen also, die in zweifacher Hinsicht keinen eigenen Willen haben. Obgleich mir Ihre Einschätzung nicht übertrieben feministisch erscheint, findet sie in diesem Falle mein Verständnis. Darüber hinaus begreife ich natürlich, dass Ihnen das verwerfliche Verhalten der schwedischen Damen nicht sonderlich aufstößt. Diese armen, meinungslosen Wesen sind doch auch nur fremdgesteuert und zu keiner Selbstverantwortung fähig. Wenn sie nicht schon Schwedinnen wären, könnten sie glatt ex Gothinnen sein.
        Hohlheiten verstehen einander.

        @Thomas ex Gotha: „– wären die beschlossenen Handelsabkommen denn irgendwie besser gewesen, wenn Ann Linde und ihre Kolleginnen keine Kopftücher getragen hätten?“

        Da Sie auf logische Zusammenhänge offensichtlich keinen Wert legen: Wäre Ihr bislang dummes Geschreibsel „denn irgendwie besser gewesen, wenn Ann Linde und ihre Kolleginnen keine Kopftücher getragen hätten?“

        @Thomas ex Gotha: „Kann man sich nun wieder wie Erwachsene unterhalten?“

        „Man“ kann. Aber wo wäre Ihr Platz?

      • Aristobulus schreibt:

        … also Thomas, dass ich Sie in irgendeine Ecke des „Sozialismus des dummen Kerls“ gerückt hätte, ist einfach nicht wahr. Wo soll das bitteschön stattgefunden haben?
        Es sei denn, Sie hätten geschrieben (haben Sie aber nicht), Kapitalismus seien die Juden, und wer Ersteren kritisere, meine die Letzteren.
        Solche Meinungen gibt es bei sich links sehenden Abarten wie El-Gesäßer und dem Ex-Jebsen ja doch schon, so ab und zu.
        Bei Ihnen aber nicht. So. Auch der Gutartigste, der mit Ihnen ein andere Hühnchen zu rupfen hat, wirft Ihnen derlei nicht vor.

        Die Wogen gehen hier hoch, NICHT weil Ihnen die Handelsverträge zwischen den Scharia-Verhüllschwedinnen und den Scharia-Iranern zuwider sind, sondern weil Sie diese Handelsverträge (es gibt auch deutsche) gegen die Schariaseligkeit einer linken, feministischen Regierung ausspielen. Der Abschluss solche Verträge zementiert die iranische Diktatur, er liefert die iranischen Frauen weiterhin den Misshandlungen aus, und er liefert tausende politische Gefangene weiter ans Messer.
        Hier ist NICHT die fatale Bedeutung solcher Handelsverträge kleingeredet worden. Keiner hat das getan. Hier ist jedoch die klägliche, ja verräterische Erfüllungsseligkeit einer linksfeministischen Regierung in Sachen Scharia kleingeredet worden, nicht?
        So war das.

        • Gutartiges Geschwulst schreibt:

          @Ari: „… also Thomas, dass ich Sie in irgendeine Ecke des „Sozialismus des dummen Kerls“ gerückt hätte, ist einfach nicht wahr.“

          Gott ja, Sozialismus ist die Ecke der dummen Kerls, seit die Religion diesen Platz nicht mehr beansprucht.

          • Aristobulus schreibt:

            🙂

            Schon, Gutartigster. Hmm. Es gibt aber auch kluge, realistische Sozialisten. Hmähm? Tja…
            Wenn Thomas ex Gotha ab und zu mal klug oder realistisch ist, nimmt er minutenweise vom Sozialismus Abstand (Ursache und Wirkung). Immerhin! Es soll Sozialisten gegeben haben, die konnten das über Stunden. Ich glaub, Erich Maria Remarque konnte das. –
            Fällt Dir noch einer ein?
            * sich das Hirn zermarter‘ *

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @Ari: „Es gibt aber auch kluge, realistische Sozialisten.“

            Im Naturkundemuseum?

          • Aristobulus schreibt:

            Im Reichsarchiv der Schönen Theorien im Schloss von Hünxe.

          • Aristobulus schreibt:

            … nu, vielleicht sollte es besser ins Schloss von Weißenfels umziehen. Heißt wohl Schloss Neu-Augustusburg (man findet es nur, wenn man zufällig weiß, wie’s wohl heißt), ein gigantischer Kasten, völlig schmucklos, worin einst das DDR-Schuhmuseum untergebracht war. Wie DDR-Schuhe isses da- Seitdem hat man einen Flügel angeweißt, der andere ist noch gelblichbräunlich verfallen. Drinnen isses wohl leer.
            Ach! Wer geht schließlich nach Weißenfels-? Und wenn er da ist, physisch und/oder existenziell, was soll er da möchten oder sollen dürfen?
            Im Schlosse von Auguste Neuburg müssten die anderthalb klugen, realistischen Sozialisten ausgestellt werden. Es würde den finalen Aufschwung des tristen Ortes und der tristen Welt bedeuten, und endlich dürfte man wieder zu Honecker, Che Guevara, Sigmar Gabriel und zum August aufschauen.

          • aurorula a. schreibt:

            Ich dachte, das Museum wäre in Bielefeld?

          • Aristobulus schreibt:

            Der Leerstuhl ist da (Professor Dankwart Trömel-Plötz, Leerkörper für an- und abgewandte Staatistik). Aber wenn man hinfährt, wird man merkwürdig durchsichtig. Huuu.

        • Thomas ex Gotha schreibt:

          @Aristobulus: Aristobulus schreibt: Februar 19, 2017 um 2:00 am : „Wo soll das bitteschön stattgefunden haben?“ Bitteschön: Aristobulus schreibt: Februar 17, 2017 um 10:49 pm: „Manche sehen überall den Kapitalismus am Werk, manche überall die Klimaerhitzung (vor paar Jahren war’s noch die Globalisierung, erinnert Ihr Euch?), und manche sahen und sehen gar überall den Jud‘ am Werk.“ Ich schrieb von „assoziativer Nähe“ – dass Sie vor allem aber die wahnhaften Züge des Antisemitismus kleinreden, fällt Ihnen nicht auf, oder?
          „Hier ist NICHT die fatale Bedeutung solcher Handelsverträge kleingeredet worden. Keiner hat das getan.“ Wie wahr! Stattdessen ist „die klägliche, ja verräterische Erfüllungsseligkeit einer linksfeministischen Regierung“ mit folgenden Formulierungen, aus denen die tiefe Enttäuschung über den Verrat am Feminismus deutlich spricht, kritisiert worden: „Gäbe es im Iran ein Gesetz, welches Frauen das Tragen von Obst in ihren Körperöffnungen vorschreibt, Linde und ihr „feministischer“ Hühnerhaufen wären die ganze Zeit mit Bananen im Arsch herumgelaufen.“ (AB), “ diese schwedischen Trullas“ (cc), „würdelose Suppenhühner“ (gg) – aus jeder Zeile spricht die Verbitterung darüber, was diese Schwedinnen an der Herzensangelegenheit dieser Männer, dem Feminismus, verbrochen haben. So war das.

          P.S.: „der Gutartigste, der mit Ihnen ein andere Hühnchen zu rupfen hat“ — a) der Superlativ ist unangebracht.
          b) der hat ja kein „Hühnchen“ mit mir zu rupfen, der führt ja einen veritablen Stellvertreterkrieg gegen seine eigene Vergangenheit, anders ist die gewaltige psychische Energie, mit der er zwanghaft das letzte – und sei es das dümmste von allen – Wort haben muss, nicht zu erklären. Wahrscheinlich ist er 5 Minuten bei einer maoistischen K-Gruppe mitgelaufen und hat nun für den Rest des Lebens Angst davor, dass das rauskommt. (Wobei man fragen könnte, warum er aufhörte: ist er freiwillig gegangen? Oder geflogen, weil er bei den Teach-ins die Mao-Bibel verkehrt herum hielt? Und mehr noch: Hat er irgendeinen Nutzen davongetragen? Wenigstens Kaffee kochen gelernt? Man weiß es nicht. Will es aber eigentlich auch nicht wissen.)

          • Aristobulus schreibt:

            … also ich schrieb, wie Sie zitieren: « Manche sehen überall den Kapitalismus am Werk, manche überall die Klimaerhitzung (vor paar Jahren war’s noch die Globalisierung, erinnert Ihr Euch?), und manche sahen und sehen gar überall den Jud‘ am Werk. »
            Darin sehen Sie die wahnhaften Züge des Antisemitismus kleingeredet.
            Warum 🙂 ? Wer etwas Unsichtbares, Bedrohlich-Ungreifbares als Übermächtiges überall am Werk sieht, der ist wahnhaft. Da haben Sie nicht Unrecht. Und ich hab ja nicht behauptet, dass Sie auf wahnhafte Weise den Kapitalismus überall am Werk sähen (obwohl sie ihn als einziges Werk überhaupt sehen, das überall am selbigen sei, während die anderen Werke sich auf den Kapitalismus runterbrechen ließen, nicht?)
            Das ist nicht wahnhaft, Thomas. Das ist bloß ideologisch.
            Wohingegen es selbstverständlich keine ‚bloß‘ ideologische Variante des Antisemitismus gibt. Der ist immer wahnhaft, versucht sich jedoch in Ideologismen.
            Haben wir jetzt den Unterschied klargestellt?

            Zum Feminismus und seiner neuestmodischen Jubel-Affinität zur Scharia: Sie haben doch auch die aktuellen Aufmärsche in den USA gesehen. Leute wie Linda Sarsour (eine Funktionärin des politischen Islams, die Ayaan Hirsi Alis und Brigitte Gabriels Geschlechtsteile wegschneiden will, weil diese den Islam kritisieren) und Donna Hylton (die einst einen Schwulen bestialisch ermordet hat und sich jetzt als linke, proislamische, feministische Anführerin sieht) haben dort den feministischen Massen eingeheizt. Zigtausende haben mitgebrüllt.
            Das ist er, der Feminismus des Jahres 2017! Längst nicht nur FoxNews oder Breitbart haben darüber berichtet, selbst der linksliberale Bill Maher war entsetzt.
            Und Rosa Luxemburgs Feminismus ist leider hundert Jahre her. Vorbei.

            P.S.
            Ich denke, dass der Gutartigste sehr guten Kaffee kocht, aber auch sehr gutes Roastbeef grillt. Er hat übrigens in der DDR leben müssen. Das dürfte seine Kenntnis von den Denkungsarten des Sozialismus sowie seine tiefe Abneigung dagegen voll und voller erklären.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @Thomas ex Gotha: „Stattdessen ist „die klägliche, ja verräterische Erfüllungsseligkeit einer linksfeministischen Regierung“ mit folgenden Formulierungen, aus denen die tiefe Enttäuschung über den Verrat am Feminismus deutlich spricht, kritisiert worden: „Gäbe es im Iran ein Gesetz, welches Frauen das Tragen von Obst in ihren Körperöffnungen vorschreibt, Linde und ihr „feministischer“ Hühnerhaufen wären die ganze Zeit mit Bananen im Arsch herumgelaufen.“ (AB), “ diese schwedischen Trullas“ (cc), „würdelose Suppenhühner“ (gg) – aus jeder Zeile spricht die Verbitterung darüber, was diese Schwedinnen an der Herzensangelegenheit dieser Männer, dem Feminismus, verbrochen haben. So war das.“

            Richtig, Herr ex Gotha, so war das, während bereits Ihr erster Kommentar deutlich machte, dass Ihnen des Schicksal der iranischen Frauen restlos am Arsch vorbei geht.

            @Thomas ex Gotha: „…, mit der er zwanghaft das letzte – und sei es das dümmste von allen – Wort haben muss, …“

            Angesichts eines übermächtigen Konkurrenten mache ich mir diesbezüglich keine großen Hoffnungen.

            @Thomas ex Gotha: „Wahrscheinlich ist er 5 Minuten bei einer maoistischen K-Gruppe mitgelaufen und hat nun für den Rest des Lebens Angst davor, dass das rauskommt.“

            Stimmt, man könnte mich aufstöbern und zum Ministerpräsidenten machen.

            @Thomas ex Gotha: „Oder geflogen, weil er bei den Teach-ins die Mao-Bibel verkehrt herum hielt?“

            Das wäre in diesen Kreisen sicherlich keinem aufgefallen.

            Zum ernsten Teil:
            @Aristobulus: „Und ich hab ja nicht behauptet, dass Sie auf wahnhafte Weise den Kapitalismus überall am Werk sähen …“

            Dabei wäre diese Behauptung ja durchaus angebracht, angesichts solcher Aussagen:
            „Was den amerikanischen Präsidenten anbelangt, so ist der halt der amerikanische Präsident. … In der Regel sucht sich halt das Kapital einen Trottel aus, der dann 4 oder 8 Jahre lang eine wirre Politik verfolgt, deren oberstes Ziel es ist, den Laden am Laufen zu halten. Dass man diesmal in den eigenen Reihen fündig geworden ist und ein besonders bizarres Exemplar zu Tage gefördert hat, ist vielleicht der Tatsache geschuldet, dass man sich der Krise (Handelsbilanzdefiizit etc.) bewusst geworden ist und über Mob-Mobilisierung die auseinanderbrechende Gesellschaft irgendwie zusammenhalten will.“

            @Aristobulus: „Ich denke, dass der Gutartigste sehr guten Kaffee kocht, aber auch sehr gutes Roastbeef grillt.“

            Nun ja, als Vegetarier bin ich nicht direkt auf Roastbeef spezialisiert, aber Sojawürste grille ich mit links.

            @Aristobulus: „Er hat übrigens in der DDR leben müssen.“

            Hier liegt ein Missverständnis vor, lieber Ari, wahrscheinlich eine Verwechselung mit @ceterum censeo.

            @Aristobulus: „Das dürfte seine Kenntnis von den Denkungsarten des Sozialismus sowie seine tiefe Abneigung dagegen voll und voller erklären.“

            Meine Kenntnis von den Denkungsarten des Sozialismus basiert auf der Kenntnis, dass im Sozialismus keine Denkungsarten existieren.
            Diese persönliche Erfahrung machte ich bereits 1968. Als Jugendlicher, aus dem Arbeitermilieu stammend, rannte ich damals von einer linken Versammlung zur nächsten, in der trügerischen Erwartung, dort revolutionäre, freigeistige Menschen vorzufinden, die ihre eigenen Gedanken miteinander austauschen würden.
            Stattdessen traf ich nur auf meinungslose Schläuche, die sich gegenseitig mit Zitaten bewarfen: „Marcuse hat gesagt …“, „Dutschke hat gesagt …“, „Lenin hat gesagt …“ u.s.w. Jeder freien Aussage, so selten dergleichen auch vorkam, folgten sofort hysterische Nachfragen: „Wo hast du das gelesen?“, „Wer sagt das?“, na ja u.s.w. Wehe dem Betreffenden, wenn er zugeben musste, dass er lediglich seine eigene Meinung geäußert hatte, die nicht von irgendeinem ideologischen Vorhopser gedeckt war!
            Seitdem weiß ich, warum sich Linke immer so abschätzig über „die Stammtische“ äußern. Es ist der Neid der geistig Benachteiligten.

          • Aristobulus schreibt:

            Pardon, Gutartigster, aha!, jetzt wird’s klar, dass Du nicht aus der DDR Deine profunde Sympathie für DDR-Gedankenungänge hast, sondern von Leuten, die wollten, dass es woanders ebenso werde wie dorten.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @Ari: „…, sondern von Leuten, die wollten, dass es woanders ebenso werde wie dorten.“

            Oder sich einbildeten, es zu wollen. Der Eiserne Vorhang war ja nur in einer Richtung undurchlässig.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @Ari: „Er hat übrigens in der DDR leben müssen.“

            Okay, zumindest habe ich MIT der DDR leben müssen. Ein Teil der Propaganda, die ich in besinnungsloser Einfalt nachquatschte, war von der DDR finanziert; darunter die Zeitschrift „Konkret“.

          • Aristobulus schreibt:

            Aber Hermann A. Gremliza dann nicht. 🙂 Der auf keinen Fall.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            Nö, der nicht! Als der drankam war ich bereits genesen.

          • Aristobulus schreibt:

            🙂
            – Und A schtymmte nycht, pardon. L. aber doch. Lucius? Keiner weiß es irgendwie. Wahrscheinlich heißt er M. wie Modest, bei dem weiß es auch keiner.

          • Thomas ex Gotha schreibt:

            Tja, man muss schon in den hintersten Winkel des Internets, in seinen dunkelsten Ecken suchen, um dort auf eine mehrfach verschlüsselte, nur Eingeweihten lesbare Internetseite namens „wikipedia.de“ zu stoßen, auf der man nach einer komplizierten Anmeldeprozedur erfährt, dass das L in Hermann L. Gremliza für Ludwig steht.
            Was nun die Beichte eines hier seine Jugenderlebnisse ausbreitenden Kommentators anbelangt („Ein Teil der Propaganda, die ich in besinnungsloser Einfalt nachquatschte, war von der DDR finanziert; darunter die Zeitschrift „Konkret“.“), so wird das 1968 nicht mehr ganz der Fall gewesen sein (ich zitiere noch einmal aus der dunklen Quelle): „Da mitunter DDR-kritische Artikel gedruckt wurden und die Zahlungen u. a. deshalb zuletzt ausblieben, wurden Aufmachung und Inhalt (in den Anfängen der sexuellen Emanzipation) immer stärker von sexuellen Themen unter Verwendung von Nacktfotos geprägt, da dies eine hohe Auflage erwarten ließ.“ Auf diese Idee soll KR Röhls Kumpel, der Dichter Rühmkorf, gekommen sein. Ob es vielleicht sogar die Bilder nackter Frauen (nun ja, wenn man dergleichen mag…) waren, die den jungen gg an „konkret“ faszinierten, ob es die Erwartung erotischer Libertinage war, die ihn „von einer linken Versammlung zur nächsten“ liefen ließ? Man weiß es nicht, und das ist ja auch, zum Glück, seine Privatsache und ihm ist allemal zu wünschen, dass er sich beim Umgang mit dem anderen Geschlecht geschickter anstellt als bei seinen Auftritten als Kommentator im Internet.

            P.S.: Und die DDR sollte eigentlich dafür gelobt werden, dass sie via konkret in den frühen 1960er Jahren die Künste in der BRD (Hubert Fichte! Arno Schmidt!!) förderte. Sie muss sich da vor der CIA („der Monat“) nicht verstecken.

          • Aristobulus schreibt:

            … nun ja, Thomas, manches möchte man vielleicht lieber im gehägten & gepflägten Unwissen behalten, nicht?, ach wegen des Mysteriums der Kleinigkeiten. Etwa Gremlizas ominöses L. wäre so etwas, pardon. Ich hab das gern über Jahrzehnte nicht gewusst. Leider musste ich neulich gar erfahren, dass er schwäbisch spricht. Und jetzt auch noch Ludwig.

            Auch ad-hominem-Spekulationen über des Gutartigen private Dinge möchte ich nicht so gern lesen, zumal sie ja nicht stimmen, so nicht oder andersherum auch nicht.
            Über Ihre sexuelle Befreiung, Thomas, sofern sie denn stattfinden musste, oder etwa über meine Pfeifentoback-Präferenzen möge schließlich auch der unbekannte Rest besser im Klein-Mysteriösen verbleiben.

            Zur DDR-Kulturpolitik: Die war freilich ein einziges Desaster, so wie jede sozialisitsche Kulturgängelei, in der Abweichler gern zur Unperson gemacht, in Bautzen eingesperrt, mundtot gemacht oder ausgebürgert werden. Nur die Affirmativen, die Opportunisten bekommen innerhalb einer solchen Funktionärsallmacht incl. Todesstreifengrenze die Chance, die sie nicht verdienen.

  3. Eitan Einoch schreibt:

    Der Feminismus ist tot – mausetot!

  4. Kanalratte schreibt:

    Ich denke das folgende Video von Kraut & Tea (englischsprachiger Kanal; zu empfehlen) passt sehr gut zum Thema, weil der Women’s March durch die Mitinitiatorin Linda Sarsour zu einer Pro-Kopftuch-Demonstration gemacht wurde:

  5. aurorula a. schreibt:

    Zumal andere, die keine diplomatische Immunität genießen, die Sache ganz anders sehen:
    https://lizaswelt.net/2016/10/03/schachmatt-dem-kopftuchzwang/
    Derzeit finden gerade Schachweltmeisterschaften im Iran statt. Vierundsechzig Spieler, namentlich N. Paikidze (die derzeit den amerikanischen Meistertitel trägt und schon mit 16 Schachgroßmeister wurde) hatten sich entschlossen, diese zu boykottieren. Wegen der Vergabe an den Iran – aber auch und explizit wegen des Kopftuchzwangs.
    Nochmal für Fußgänger: Hätte Frau Paikidze teilgenommen, hätte sie wahrscheinlich gewonnen. Sie allerdings nimmt garnicht erst teil, aus Protest gegen das obligatorische Kopftuch.
    Zitate: Sie protestieren gegen diese Entscheidung, denn es sei »absolut inakzeptabel, eines der wichtigsten Schachturniere […] an einem Ort stattfinden zu lassen, wo Frauen bis heute gezwungen werden, einen Hidschab zu tragen«
    […]
    »Ich verstehe und respektiere zwar kulturelle Differenzen«, sagte die 22-jährige Georgierin, die seit 2014 dem amerikanischen Schachverband angehört. Doch wenn man sich den iranischen Vorschriften nicht füge, könne man »ins Gefängnis kommen, abgesehen davon, dass die Rechte von Frauen dort generell stark beschnitten werden«.
    Sie fühle sich zwar geehrt und sei stolz, sich für die Weltmeisterschaft qualifiziert zu haben, fuhr Paikidze fort. »Aber wenn sich an der Situation nichts ändert, werde ich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht an diesem Ereignis teilnehmen.«
    […]
    »Bei allem Respekt – mit dem Tragen des Hidschabs würden wir die Unterdrückung von Frauen unterstützen.«

    (die Boykotteure waren übrigens nicht nur weibliche Sportler, die das Kopftuch verweigert haben. Gary Kasparov etwa werden auch einige kennen, einige seiner männlichen Boykottkollegen sind weniger namhaft, aber es gibt sie.)

    Sportler genießen keine diplomatische Immunität, die können nur zuhause bleiben. Nicht einmal das hat irgendwer (unabhängig vom Geschlecht) der schwedischen Delegation hinbekommen. Feige Hühner, die schwedischen Politiker, allesamt.

  6. Das ist eben das Problem der Intersektionalen Feminismustheorien.

    Sie haben mehr Angst davor als rassistisch zu gelten als bzw als Westler, der seine Kultur über alles stellt (und nicht kulturrelativistisch denkt) als sie Ehrgeiz haben, Frauenrechte zu schützen

  7. bm98600 schreibt:

    Man schämt sich als Frau für diese vermeintlichen Feministinnen..

    • aurorula a. schreibt:

      Man schämt sich als Frau für diese vermeintlichen Feministinnen
      Nicht nur als Frau. Ich bin zwar eine Frau, aber das Fremdschämen ist davon völlig unabhängig.
      Rosa Parks müßte sich auch so oft im Grabe umdrehen, die wird rotieren wie ein Propeller!

  8. Brathering schreibt:

    „Die schwedische Handelsministerin Ann Linde jedoch erklärt, sie sehe „keinen Konflikt“ zwischen einer Zwangsverhüllung und Feminismus. Ohne Kopftuch, so sagt sie, hätte sie iranisches Recht brechen müssen und das wolle sie nicht.“

    Ich sehe keinen Konflikt zwischen einer aus der Nürnberger Erklärung der Menschenrechte abgeleiteten Kleidungsvorschrift und der Freiheit und der Gleichheit aller Menschen.

    • Sophist X schreibt:

      Ohne Kopftuch, so sagt sie, hätte sie iranisches Recht brechen müssen und
      das wolle sie nicht.“

      Wie klug. Und wie weiblich.

      *hust diplomatische Immunität *hust

      • Aristobulus schreibt:

        Sophist, selbst mit diplomatischer Immunität, die sie hat!, hätte sie das iranische Recht gebrochen – ohne freilich dafür belangt werden zu können (wegen der Immunität).
        Bloß ist ihre Ausrede so ekelhaft billig. Wo lernt man sowas? Ich will das auch mal können. Wahrscheinlich dauert es Jahre steten Übens.

        • Sophist X schreibt:

          Da werde ich doch gleich spitzfindig, um nicht zu sagen sophistisch: Sie hätte iranisches Gesetz gebrochen, aber kein Recht, denn das Gesetz ist Unrecht. Aber da müsste ich wohl am Ende schwedisch googeln um verzweifelt Recht zu behalten, und dafür ist es zu spät.

          Billig ist es, volle Kanne, und ein bißchen blöd.

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @Brathering
      „Ohne Kopftuch, so sagt sie, hätte sie iranisches Recht brechen müssen und das wolle sie nicht.“

      Jouuh, genau diese widerliche Sorte hätte auch den Hitlergruß gemacht! Danke für den Hinweis, @Brathering.

      • Thomas ex Gotha schreibt:

        „Jouuh, genau diese widerliche Sorte hätte auch den Hitlergruß gemacht! Danke für den Hinweis,“ Er kann’s nicht lassen. Resp. von den eigenen Dummheiten nicht ablassen, wenn er glaubt, dass andere ihn darin bestärken. Ein erbärmliches Schauspiel der Zwanghaftigkeit.

        • Aristobulus schreibt:

          Aber er hat doch Recht!
          Was soll an der Aussage falsch sein??

          • Thomas ex Gotha schreibt:

            Er hat insofern Recht, weil ja alles mit allem vergleichbar ist. Irgendwie. Nur der, ich wiederhole mich, zwanghafte Rekurs auf den NS befremdet.

        • A.Bundy schreibt:

          Ausgerechnet der zwanghafte Denunziant mit Linksdrall, Thomas ex Gotha, reißt mal wieder die Fresse meilenweit auf. Ein erbärmliches Schauspiel der Projektion.

          • Thomas ex Gotha schreibt:

            Wer erklärt endlich einmal dem zwanghaften Denunziantendenunziant Bundy, was seine Lieblingsvokabel bedeutet? Es würde ihn vor weiteren Peinlichkeiten bewahren.

        • Aristobulus schreibt:

          Sonst sind Sie der Erste, Thomas, der den Verbrechensrekord des Nationalsozialismus als einen absoluten ganz, ganz hochhält – nu ja, immer dann, wenn jemand andere Totalitäre mit den Nazis parallelisiert.
          Welchen Sinn soll übrigens der Glaubenssatz haben, dass der Holocaust ein völlig unvergleichbares Verbrechen sei? Ich weiß, fast jeder da draußen hat schon mal gehört, dass das so zu denken sei. Unter den Jidn sieht man das übrigens nicht so. Da reiht sich die Schoah in eine lange Liste von Unmenschlichkeiten seit Amalek undf Antiochos Epiphanes IV ein.

          Warum seid Ihr so erpicht auf die Rekordverdächtigkeit der Hitlerei? Die hat ja schon fast etwas Sakrosanktes, nichts darf ihr gleichkommen. Die Hitlerei ist banal. So wie alle Bosheit um ihrer selbst Willen.

  9. A.S. schreibt:

    „für mich seid ihr keine Feministinnen. Für mich seid das andere Wort mit f. Ihr seid feige!“
    Das ist heute oftmals keine Unterschied. Seit der Feminismus politisch die Oberhand gewonnen hat, das Feindbild Macho in die Schmuddelecke geschoben hat, fängt der Feminismus das spinnen an. Wie jede Bewegung die unbedingt weiterkämpfen will gegen einen Feind, den es längst nicht mehr gibt.

  10. Thomas ex Gotha schreibt:

    Das schwedische Kapital in seiner offenbar grenzenlosen Gier schickt einige Politikerinnen in den Iran, um in seinem Auftrag Handelsverträge abzuschließen. Als wäre das nicht bereits schlimm genug, wird nun aber nicht dieses Geschäft mit den reaktionären Mullahs skandalisiert, sondern die Tatsache, dass die Frauen der Delegation sich der landesüblichen Frauentracht anpassten. Heißt das, dass die Reise des Sozialdemokraten Gabriel 2015, als er den Iran im Gefolge einer „Wirtschaftsdelegation“ unmittelbar nach dem „Atomdeal“ besuchte, weniger verwerflich ist, weil er keinen Turban trug?

    P.S.: Ein nicht weiter erwähnenswerter Kommentator entblödet sich nicht, an das Konkordat zu erinnern und sendet ein Bildchen mit Goebbels und hitlergrüßenden Pfaffen. Da die historischen Situationen kaum vergleichbar sind – der Handel mit dem Vatikan war marginal,es ging vielmehr um Innenpolitik, nämlich um die Beruhigung der deutschen Katholiken – steckt wohl eher der Wunsch dahinter, es möge sich die spezifisch deutsche Form der Barbarei einreihen in das, was an Despotie auf dieser Welt leider gewöhnlich ist.

    • Aristobulus schreibt:

      Nein, es ging bei dem Bild grüßender katholischer Würdenträger und grüßender Amtsnazis um’s Mitmarschieren.
      Also um die erschreckende Parallele ging es.
      So, wie es auch beim Foto aus dem lindgrün gestrichenen iranisch-barockisierenden Antichambre um’s Marschieren geht, diesmal um den Vorbeimarsch mit Kopftuch am lächenlden Nachthemdträger Rohani.
      Der wahrscheinlich in dem Moment denkt, während er da so lächelt, dass gleich ein Linker im Westen die Schweden wegen ihrer kapitalistischen Gier kritisieren wird, während man linkerseits aber die iranische Gier nach Staatsterrorismus als Folklore (landesübliche Frauentracht) sehen, diese also lieber gar nicht sehen möchte.

      • Thomas ex Gotha schreibt:

        Nein. Die katholischen Nachthemdträger marschierten ja nicht, sondern feierten das Einverständnis mit den Uniformierten. Der Kommentator reagierte einfach mit dem üblichen Reflex des, um den Blogger zu zitieren, „Gerade-wir-als-Deutsche-Deutschen“.
        Und nein: der Linke im (leider ubiquitären) Westen sieht sehr wohl die Gier nach iranischem Staatsterrorism, hält aber die Tatsache, dass dieser durch Handel mit dem schwedischen Kapital am Leben erhalten wird, für weitaus bedenklicher als die hier und anderswo bemängelte kriecherische Kopftuchträgerei, welcher Kritik eine allzu billige Polemik gegen Feminism im Allgemeinen und Antitrumpism ( Warum eigentlich? Was bliebe denn zu kritisieren übrig, wenn man nicht mal den kritisieren dürfte?) im Speziellen folgt.

        • Aristobulus schreibt:

          Nu, Thomas, es geht ja nicht um Kapitalismus, auch nicht um den iranischen. Ja, auch die haben einen, wenngleich einen viel weniger sozialistischen als etwa die Schweden.
          Und es geht auch nicht um jene katholischen Nachtbehemdeten vor jenen siebenundleipzig Jahren.
          Sondern es geht um die willfährige Schwedenkopftucherei und schwedische Ganzverhüllung mit schwedischen RegenmäntelInnen mitten im Zimmer, bloß um der Scharia zu folgen.

          Wie wenig das mit Ihrem Kapitalismusvorwurf zu tun hat… erinnern Sie sich an die schwedische Außenministerin?, eine Israelhasserin erster Güte und Unterstützerin von BDS. Dabei ging es ihr nicht um Wirtschaftliches, sondern bloß ums wilde Romantisieren des mohammedanischen Edelwilden versus imperialistischen Jud‘.
          Die denken so!
          Wobei die naturgemäß auch den internationalen Handel intensivieren wollen. Jeder will das. Wer das nicht will oder nicht macht, der wird hungern müssen, ganz einfach.

          • Thomas ex Gotha schreibt:

            Sie reden wirr. Mal konzedieren Sie, dass „die“ (Iraner) „einen (haben), wenngleich einen viel weniger sozialistischen (was immer das sein mag, TS) als etwa die Schweden“, werfen mir dann aber vor, einen „Kapitalismusvorwurf“ ins Spiel gebracht zu haben, um dann in der nächsten Volte auf die rechte Sozialdemokratin Margot Wallström zu sprechen zu kommen, eine, in der Tat, wüste Antisemitin, welche aber meines Wissens nicht im Flieger nach Teheran saß…
            Noch einmal: Man mag sich ja aufregen übers Kopftuch. Ja, meinetwegen. Aber es ist doch nichts weiter als eine symbolische Handlung. Übel, ja, aber doch bei weitem nicht so übel wie die Zementierung der Handelsbeziehungen zwischen Schweden / der EU und dem Iran. Es wundert mich immer, worüber sich Liberale so aufregen resp. eher doch, worüber nicht.

            Übrigens waren bei der Anbahnung der Geschäfte mit dem Iran die Deutschen sehr flott bei der Sache. Die Tinte unter dem Atomdeal war noch nicht trocken, da stand S. Gabriel mit einer „Wirtschaftsdelegation“ bereits auf der Rollbahn des Imam Chomeini International Airport. Ihm folgte im November 2015 die bayrische Wirtschaftsministerin Aigner (http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/ilse-aigner-mit-kopftuch-im-iran_416871) – und ja, auch sie trug ein Kopftuch. Muss Buurmann seinerzeit entgangen sein. Wichtiger als das Kopftuch oder gar die Menschenrechte („Wir können an den Iran nicht die gleichen Maßstäbe anlegen wie an Deutschland“) war ihr die Anbahnung von Geschäftsbeziehungen („Aber ich habe hier auch für unsere vielen Mittelständler geworben. Gerade für sie wollte ich im Iran Türen öffnen. Wir Bayern kommen in den Iran, um dort zu bleiben. (…) Viele unserer bayerischen Firmen stehen in den Startlöchern. Es locken interessante Aufträge in dem Land mit 79 Millionen Menschen und einer starken Mittelschicht.“).
            Hat sie das alles auch veranstaltet, „bloß um der Scharia zu folgen“ (Aristobulus)?

          • Aristobulus schreibt:

            „Die“ Iraner. Warum nicht dienicht-Iraner: Weil dort nun mal ein bestimmtes Wirtschaftssystem herrscht. Also haben die-Iraner dieses selbige.
            Die Schweden, also „die“, aber ja, die Schweden also haben ein viel sozialistischeres Wirtschaftssystem als die Iraner. Nu gutt!, Sie, Thomas, halten es wahrscheinlich für rechte Sozialdemokratie, also für rechts.

            „Kapitalismusvorwurf“, nein, auf den kommt’s wirklich nicht an, weil es hier (je m’excuse car je me répète) nicht um Handel und Besitz, sondern bloß um das willfährige Mitmachen bei totalitären, die individuelle Freiheit und Gleichheit verhöhnenden Scharia-Ritualen geht. Weswegen ich die Dame Willström (wenngleich nicht namentlich) genannt hatte, weil sie zwar nicht mit nach Teheran gefleucht ist, aber sie ist genauso drauf wie die Dame Lind.
            Fazit: Israelfeindlichkeit und buckelnde Kopftuchträgerei scheinen einander zu bedingen.

            Kopftuch und Ganzkörperverüllung (so liefen die Schwedendamen vor dem grienenden Rohani durchs Bild), nein, die ist KEINE „symbolische Handlung“. Es ist Unterwerfung der Frauen unter ein Verhüllungsgebot, indem laut Scharia Frauen als Halbmenschen dritter Klasse gelten. So lautet das Gesetz im Iran.

            Bei der Anbahnung der Geschäfte mit dem Iran (der dicke Gabriel) haben Sie natürlich Recht. Ilse Aigner mit Kopftuch. Also, sag ich, wird -> der Scharia gefolgt, während man Handelsverträge macht – und während man die iranische Atombombe akzeptiert. Die ist ja nur gegen Israel gerichtet.

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @Thomas ex Gotha: „Das schwedische Kapital in seiner offenbar grenzenlosen Gier schickt einige Politikerinnen in den Iran, um in seinem Auftrag Handelsverträge abzuschließen.“

      Abgesehen davon, dass es sich um gewählte Politikerinnen handelt und nicht nur „das schwedische Kapital“ wahlberechtigt ist, entschuldigt das dahinter stehende Motiv nicht die Niedertracht ihres Auftritts.
      Wenn Sie kein Linker wären, Herr ex Gotha, wüssten Sie übrigens, dass Menschen auch einen eigenen Willen haben können, der „einige Politikerinnen“ womöglich befähigt hätte, das „schwedische Kapital“ samt „seiner offenbar grenzenlosen Gier“ zum Teufel zu jagen.
      Niemand hätte die Politikerinnen zu diesem „Auftrag“ oder zum Tragen eines Kopftuches zwingen können!

      @Thomas ex Gotha: „Als wäre das nicht bereits schlimm genug, wird nun aber nicht dieses Geschäft mit den reaktionären Mullahs skandalisiert, sondern die Tatsache, dass die Frauen der Delegation sich der landesüblichen Frauentracht anpassten.“

      Wenn sich Ihre gewaltige Intelligenz noch geringfügig steigern ließe, würde Ihnen womöglich bewusst, dass die Schergen der Mullahs der „landesüblichen Frauentracht“ ziemlich brutal zur Geltung verhelfen.
      Es spricht für Ihre aufrichtige linke Menschenliebe, Herr ex Gotha, dass Sie darin keinen Skandal erkennen.

      @Thomas ex Gotha: „Heißt das, dass die Reise des Sozialdemokraten Gabriel 2015, als er den Iran im Gefolge einer „Wirtschaftsdelegation“ unmittelbar nach dem „Atomdeal“ besuchte, weniger verwerflich ist, weil er keinen Turban trug?“

      Hier versage ich mir die Frage, ob Sie sich vorsätzlich dumm stellen. Dieses Kompliment wäre unangemessen.

      @Thomas ex Gotha: „Ein nicht weiter erwähnenswerter Kommentator …“

      … der für Sie offenbar einen hohen Suchtfaktor darstellt …

      @Thomas ex Gotha: „… entblödet sich nicht, an das Konkordat zu erinnern und sendet ein Bildchen mit Goebbels und hitlergrüßenden Pfaffen.“

      Dem damals „landesüblichen“ Gruß.

      @Thomas ex Gotha: „Da die historischen Situationen kaum vergleichbar sind …“

      Wenn Sie sinnerfassend lesen könnten, hätten Sie vielleicht bemerkt, dass niemand die „historischen Situationen“ verglichen hat. Mein Kommentar bezog sich auf Kreaturen, die sich eine verwerfliche Symbolik aneignen (hier das Kopftuch, da den Hitlergruß), um ihre vorgeblich höheren Ideale (hier die Gleichberechtigung der Frau, da die Nächstenliebe) zu verraten.

      @Thomas ex Gotha: „… – steckt wohl eher der Wunsch dahinter, es möge sich die spezifisch deutsche Form der Barbarei einreihen in das, was an Despotie auf dieser Welt leider gewöhnlich ist.“

      Können Sie begründen, warum dies angeblich mein Wunsch ist, oder bleibt es bei der üblichen Kostprobe Ihres Geistesreichtums?

      • Thomas ex Gotha schreibt:

        „Wenn Sie kein Linker wären, Herr ex Gotha, wüssten Sie übrigens, dass Menschen auch einen eigenen Willen haben können, der „einige Politikerinnen“ womöglich befähigt hätte, das „schwedische Kapital“ samt „seiner offenbar grenzenlosen Gier“ zum Teufel zu jagen.“
        Sie sind so naiv, das ist richtiggehend süß. Ja, genau so verhält es sich in der Welt. Putzig.
        „Wenn sich Ihre gewaltige Intelligenz noch geringfügig steigern ließe, würde Ihnen womöglich bewusst, dass die Schergen der Mullahs der „landesüblichen Frauentracht“ ziemlich brutal zur Geltung verhelfen.
        Es spricht für Ihre aufrichtige linke Menschenliebe, Herr ex Gotha, dass Sie darin keinen Skandal erkennen.“
        Es würde noch viel mehr für meine Menschenliebe sprechen, wenn ich Formulierungen, deren Ironie für Menschen Ihrer Art schwerer zu erkennen ist, als solche kennzeichne. Sorry.
        Auch ein Highlight:
        „Mein Kommentar bezog sich auf Kreaturen, die sich eine verwerfliche Symbolik aneignen (hier das Kopftuch, da den Hitlergruß), um ihre vorgeblich höheren Ideale (hier die Gleichberechtigung der Frau, da die Nächstenliebe) zu verraten.“ Sie meinten wohl die vorgeblichen hohen Ideale, aber egal: dass es zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch jemanden gibt, der allen Ernstes annimmt, es sei der katholischen Kirche – wohlgemerkt: in der Zeit des Konkordats, nach 1933 Jahren meist blutiger Geschichte – irgendwie immer noch um „Nächstenliebe“ gegangen, hat etwas zutiefst Rührendes. Eine Ansicht, die man streicheln möchte wie ein Rehkitz. Noch einmal: Süß.

        • Aristobulus schreibt:

          … Gutartiges hatte „ihre vorgeblich höheren Ideale“ geschrieben, Thomas. Sie zitieren es sogar 🙂 Aöso vorgebliche, sowohl die Ideale der Kirche von 1933, als auch die schwedischen Feminismus-Ideale von 2017.
          „ihre vorgeblich höheren Ideale“ (Gutartiges) ist aber nicht „der allen Ernstes annimmt“ (Thomas ex Gotha), sondern das ganze Gegenteil.

        • Gutartiges Geschwulst schreibt:

          @Thomas ex Gotha: „Sie sind so naiv, das ist richtiggehend süß. Ja, genau so verhält es sich in der Welt. Putzig.“

          Stimmt, genau so verhält es sich in der Welt, sonst hätten Sie doch bestimmt ein klares Gegenargument.

          @Thomas ex Gotha: „Es würde noch viel mehr für meine Menschenliebe sprechen, wenn ich Formulierungen, deren Ironie für Menschen Ihrer Art schwerer zu erkennen ist, als solche kennzeichne.“

          Es würde noch viel mehr für Ihre Menschenliebe sprechen, wenn Sie Ihre idiotischen Formulierungen nicht nachträglich als Ironie verkaufen wollten, was für Menschen meiner Art äußerst leicht zu erkennen ist.

          @Thomas ex Gotha: „… dass es zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch jemanden gibt, der allen Ernstes annimmt, es sei der katholischen Kirche – wohlgemerkt: in der Zeit des Konkordats, nach 1933 Jahren meist blutiger Geschichte – irgendwie immer noch um „Nächstenliebe“ gegangen, hat etwas zutiefst Rührendes.“

          Dass es zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch jemanden gibt, der den Sinn selbst der einfachsten Sätze nicht begreift, hat etwas zutiefst Deprimierendes.

          @Thomas ex Gotha: „Eine Ansicht, die man streicheln möchte wie ein Rehkitz. Noch einmal: Süß.“

          Streicheln Sie doch einfach mal ein Rehkitz, Herr ex Gotha. Vielleicht entschließt es sich zu einer Gegenleistung und bringt Ihnen das Lesen bei.

    • A.S. schreibt:

      Also ich hab jetzt mal versucht einen Hundert Euro Schein zu fragen, wohin ich gehen soll. Keine Antwort. Auch bei 200 blieb es still. Auch meine Nachfrage in der Bank, wie ich denn mit meinem Kapital kommunizieren könne, blieb ohne konkretes Ergebnis. Die Dame hat nur etwas komisch geschaut als ich das wissen wollte.
      Die in Schweden sind da anscheinend weiter und können irgendwie Kontakt zu ihrem Kapital aufnehmen.

      • Aristobulus schreibt:

        LOL, Andreas.

        À propos: Das schwedische Kapital, hmja. Sind die Steuern dorten nicht seit 40 Jahren so gewaltig in Progression, dass erst alle zum Mittelstand wurden, während jetzt (weniger aus Steuergründen) ganz Schweden von mohammedanischen Vergewaltigern heimgesucht wird?, während die linken Bessermenschen vehement abstreiten, dass irgendwas mit etwas zu tun haben könnte, indem sie fest die Türen und Fenster verriegeln und sich probehalber schon mal Kopftücher überziehen.

        • A.S. schreibt:

          Stimmt soweit, aber das hat sicher nur etwas mit dem Handeln des Kapitals zu tun. Was sollte es denn sonst sein?

          • Aristobulus schreibt:

            Jaha, Andreas. Endlich haben wir’s auch verstanden 😀

            Es gibt ja nur (im Sine von ausschließlich) die Wege des Kapitals als Antrieb für schlechthinnig alles seit der Kapitalakkumulation des ersten Troglodyten bis hin zu den schwarzen Konten der Herren Egon Krenz und Franz-Josef Strauß, nicht?, und also ist das Kapital der allereinzigste Antrieb auch für’s hier Posten, für den Postfeminismus, für die Paketpost und sogar für die Fanatismuspose des Orients. Denn es gibt keine Religionen, keine Überzeugungen, keine Antiüberzeugungen und keine Geschmäcker.
            Diese Dinge lassen sich allesamt nur begreifen, indem man die Kapitalflüsse und den Mehrwert dialektisch usf.
            Und nope, das ist KEIN Reduktionismus und auch nicht zum Lachen, sondern es ist DIE historisch-materialistische Wissenschaftlichkeit schlechthin. Sogar der vermeintliche religiös-opiumhaltige Unterschied zwischen Arafat, Araukarien und Arabella Kiesbauer lässt sich nur mithilfe der dialektischen Kapitalismusanalyse verstehen: Woraufhin sich dann herausstellt, untrüglich!, dass da gar keiner ist.

          • Thomas ex Gotha schreibt:

            Weswegen die Schwedinnen ja auch in den Iran gereist sind, um Haferkekse und Elchsalami gegen Kopftücher einzutauschen. Mit dem Ergebnis, dass in liberalen und afd-nahen Kreisen dieses Verhalten aus seinen wirtschaftlichen Zusammenhängen gelöst und zu einem Rundumschlag gegen den Feminism genutzt wird bzw. gegen das, was man dafür hält.
            Weniger heftig fiel die Reaktion bei der von mir erwähnten Iranreise Ilse Aigners aus, und nur böse Zungen werden behaupten, dass dies etwas damit zu tun hat, dass sie im November 2015 (bzw., sie war bereits ein zweites Mal da, im September 2016) ja nicht die Interessen der schwedischen, sondern der bayerischen Kapitaleigner vertrat. Als Heuchlerin wird man sie kaum bezeichnen können, schließlich zeigte sie sich im Januar 2016 als engagierte Kämpferin für Frauenrechte: „es ist nicht hinnehmbar, dass sich Frauen in ihrem Verhalten anpassen müssen (sic!). Diejenigen, die hier leben (gemeint sind Flüchtlinge, TS), haben sich an unsere Gesetze, unsere Regeln und unsere Werte zu halten. Die Vorgänge in Köln darf niemand tolerieren. Und es wäre sinnvoll, wenn Frauenrechtlerinnen hier den selben Einsatz zeigen, den sie bei der Genderformulierung in der deutschen Sprache aufgebracht haben.“ (http://www.rp-online.de/politik/deutschland/90-prozent-der-fluechtlinge-sind-nicht-ausreichend-qualifiziert-aid-1.5679284)
            Was nun den Einsatz für Rechte anbelangt, zeigte sich Aigner rege: der Parsian Bank und der Sina Bank, bei denen es sich um iranische Privatbanken handelt, gewährte sie das Recht, von München aus ihre Geschäfte in Europa zu erledigen, und es wäre komplett falsch, das in irgendeiner Weise mit dem Kapitalismus in Verbindung zu bringen.

          • A.S. schreibt:

            Soweit, so gut. Aber mein Kapital will immer noch nicht reden. Dabei möchte ich diesem doch beste Brutbedingungen schaffen.
            Was mach ich falsch?

          • Aristobulus schreibt:

            Tja. Wahrscheinlich sehen wir (also wir alle) irgendwas nicht, das doch allzu offensichtlich ist. Etwa, was es mit Kapitalismus zu tun hat (ja was?), wenn ich heut in meiner Bank magere Kontoauszüge zog, neben mir ein Iraner, der ebenso magere Kontoauszüge zog und übers schlechte Geschäft jammerte, worauf ich ihm „Ilse Aiger!“ zumurmelte, was er aber als antireligiös-rassistische Avance verstand und abhaute.
            Ich frug darob meinen Haufen dürrer Kontoauszüge. Aber die wollten nicht reden.
            Das Kapital schweigt – während man hier jedoch weiß!, dass es allüberall-omnipräsent-ubiquitär ist, vom Lapp- bis zum Swazilande. Mysterium.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @A.S.: „Soweit, so gut. Aber mein Kapital will immer noch nicht reden.“

            Verwendest Du womöglich das Falsch Kapital? Versuche es doch mal mit schwedischen Kronen, statt mit Euro.

          • Aristobulus schreibt:

            … die reden dann aber (ja wenn!) wie Wencke Myhre, und man versteht wieder nix.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            Himmel, ich habe mich ja verschrieben! Wenn ex Gotha das liest, wird er unzüchtige Handlungen an sich verüben.

  11. aurorula a. schreibt:

    Be my Valentine – just not in Quracistan:

    http://www.bbc.com/news/world-38966636

  12. A.Bundy schreibt:

    Gäbe es im Iran ein Gesetz, welches Frauen das Tragen von Obst in ihren Körperöffnungen vorschreibt, Linde und ihr „feministischer“ Hühnerhaufen wären die ganze Zeit mit Bananen im Arsch herumgelaufen.

    Da lobe mir doch Oriana Fallaci, die sich während eines Interviews mit Chomeini den Tschador vom Leib riss, mit den Worten: „Ich nehme den Tschador ab, der für mich ein dummer Lumpen aus dem Mittelalter ist.“ So klingt echter Feminismus!
    https://de.wikipedia.org/wiki/Oriana_Fallaci

    • Aristobulus schreibt:

      Oh ah. Dankedanke für die Erwähnung von Orina Fallaci in just diesem Zusammenhang, Bundy.
      Was war da noch mit der Fallaci und dem Chomeni? Sie beschreibt es in ihrem Buch über die interviewten Männer (Intervista con la storia, nicht in der Erstauflage enthalten).
      Fallaci kam also in den Iran, Khomeini hatte soeben die Macht übernommen, in den Straßen verprügelten seine Truppen unbotmäßige Frauen und Oppositionelle, und Fallaci musste sich im Taxi eilends einen schwarzen riesigen Schleier überstreifen, was kaum ging. Sie wurde zu einem leerstehenden Palast chauffiert und landete mit ihrem Übersetzer in einem leeren, dunklen Saal.
      Plötzlich wurde die Tür aufgerissen, ein Mullah mit Entourage stürzte herein und brüllte, weil da zwei miteinander in selben Raum waren, ohne miteinander verheiratet zu sein! Darauf steht im Iran Gefängnis.
      Fallaci hat die Situation sofort gelöst. Sie schreibt: Ich heiratete ihn „sul posto“, auf der Stelle.
      Nicht den Mullah. Den Übersetzer.

      P.S.
      – Es war eine sog. Ehe auf Zeit. Die geht in der schiitischen Scharia. Es geht dabei um Prostitution (heuchlerisch genannt „Ehe auf Zeit“), die bei den Schiiten mit diesem pseudorechtlichen Winkelzug religiös halalisiert wird.
      Hingegen Fallaci versichert: Es gab nichts dergleichen mit dem Übersetzer, nicht mal mit dem Mullah. Grad nochmal Glück gehabt hatse 🙂

    • ceterum censeo schreibt:

      War ’ne großartige Frau! Sie würde auf diese schwedischen Trullas spucken.

  13. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    Die Parade der würdelosen Suppenhühner:

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      P. S.
      Kann mir nicht helfen, aber irgenwie erinnert mich das Ganze an eine andere Szene:
      http://www.zeitgeschichte-online.de/sites/default/files/styles/large/public/media/kuller18.jpg?itok=gCDx08OK

    • Aristobulus schreibt:

      Aber das muss doch SuppInnenhühnInnen heißen, Gutartigster.
      Sonst käme mann auf den Gedanken (männlich, dieser!), dass die Schwedentypen, die sich dorten mit den Kitsch-Peitschenmullahs verbrüdernderweise ohne Kopftuch herumrennen, auf just die selbe Weise auf die Kopftuchschwedinnen drauftreten, wie die Mullahs auf die iranischen Frauen drauftreten.

      Aber nein, das kann so nicht stimmen!, weil ja nicht sein kann, was nicht sein darf. Also muss man besser in der Suppenhühnerkategorie verbleiben. Weil man sonst den schwedischen Linksfeminismus komischerweise als Mullahfaschismus sehen muss. Und das ist doch nun mal sexistisch und menschenverachtend.

    • ceterum censeo schreibt:

      Schön, daß Du das würdelose Bild zeigst. Das fehlte mir direkt oben über dem Artikel. Diese verlogenen PolitikerINNEN, die ihr eigenes Land in eine Vergewaltigungs- und Bürgerkriegshölle verwandelt haben, dem die UN den Status eines Drittweltlandes für 2020 voraussagen, diese abscheulichen Kreaturen sollten von allen Menschen in ihrer ganzen Erbärmlichkeit gesehen werden.

Seid gut zueinander!

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