„Mein Kampf“ für die GEMA

Am 28. September 1933 wurde der Staatlich genehmigten Gesellschaft zur Verwertung musikalischer Aufführungsrechte (STAGMA) das Monopol zur Wahrnehmung von Musikaufführungsrechten erteilt. Die STAGMA war fest in nationalsozialistischer Hand. Die leitenden Mitglieder der STAGMA waren eingefleischte Nationalsozialisten. Der Geschäftsführer Leo Ritter zum Beispiel verschenkte als Prämie für „verdiente Mitarbeiter“ Adolf Hitlers „Mein Kampf“. Die Reichsmusikkammer unter ihrem Präsidenten Richard Strauss wiederum legte fest, dass „Nichtarier grundsätzlich nicht als geeignete Träger und Verwalter deutschen Kulturguts anzusehen“ seien. Für etwa 8000 in der Reichsmusikkammer organisierten Juden bedeutet dies ein Berufsverbot. Nach dem Zweiten Weltkrieg führte die STAGMA ihre Arbeit fort, ab dem 24. August 1947 allerdings unter der Bezeichnung GEMA.

Am 14. Dezember 2016 erhielt das Café und Restaurant Bleibergs in Berlin einen Brief von der GEMA. Im Bleibergs werden Speisen und Getränke nach streng jüdischen Speisevorschriften angeboten. Von Zeit zu Zeit finden dort Musikabende unter dem Titel „Klezmer im Bleibergs“ statt. Sämtliche Musikveranstaltungen wurden von der Leitung des Bleibergs bei der GEMA gemeldet, jedoch mit dem Hinweis, dass an den Abenden keine Werke aus dem GEMA-Repertoire gespielt werden würden, sondern ausschließlich traditionelle Weisen und Volksmusik. Klezmerlieder werden seit Jahrhunderten von den Eltern an ihren Kindern weitergegeben. Im 20. Jahrhundert wurde diese Traditionen jedoch durch den Holocaust dramatisch unterbrochen. Eine Menge Material der Klezmerkultur ging durch diesen Völkermord verloren.

Unbeindruckt von dieser Geschichte schrieb die GEMA am 14. Dezember 2016:

„Die GEMA-Vermutung besagt, dass aufgrund des umfassenden Weltrepertoires, über dessen Rechtwahrnehmung die GEMA verfügt, eine tatsächliche Vermutung dafür spricht, dass bei Musikaufführungen, unerheblich ob bei Tanzaufführungen, Tonträgernutzungen oder Videovorführungen, eine Vergütungspflicht besteht. Jeder, der behauptet, dass kein Werk des GEMA-Repertoires wiedergegeben wurde, hat hierfür den Beweis zu führen. Das heißt, es ist danach in jedem Fall Sache desjenigen, der sich darauf beruft, eine Musikwiedergabe mit ausschließlich urheberrechtlich freier Musik durchzuführen, im einzelnen darzulegen und lückenlos zu beweisen, dass alle von ihm wiedergegebene Musik urheberrechtlich ungeschützt ist.“

Da war aber mal ein sehr „verdienter Mitarbeiter“ am Werk. Dafür könnte durchaus eine Ausgabe von „Mein Kampf“ als Prämie drin sein! Die GEMA verlangt von einem Veranstalter, der Musik gespielt hat, „lückenlos“ zu beweisen, das nicht Lieder der GEMA gespielt wurden. Das ist so, als würde NESTLE jedem Bürger, der Schokoriegel isst, einen Brief mit der Aufforderung schreiben, er solle lückenlos beweisen, im letzten Jahr keinen Lion gegessen zu haben. Die Leitung des Bleibergs verfasste daher eine klare Antwort:

„Nachdem Ihre Vorgängerorganisation STAGMA im 3. Reich, alles Jüdische aus ihrer Mitte verdammte, jüdische Komponisten und Musiker aus dem Verband ausschloss, kommen Sie jetzt daher und verlangen Gebühren genau für die Musik, die Ihre Vorgängerorganisation vor nicht allzu langer Zeit als entartet bezeichnet hat. Sie haben mir, für die von mir eingereichten Veranstaltungen eine Rechnung zukommen lassen. Diese erhalten Sie als Anlage wieder zurück. Ich werde nicht bezahlen. Erst werden die jüdischen Musiker und Komponisten von Ihrer Vorgängerorganisation ausgeschlossen und somit um einen großen Teil ihrer Einkünfte beraubt, dann wird das Vortragen ihrer Musik verboten, dann werden sie vergast, ermordet oder bestenfalls vertrieben und dann verlangen Sie von mir eine Bezahlung, wenn zu ihrer Erinnerung ihre Musik gespielt wird? Was soll ich anderes dazu sagen als bodenlose Frechheit!“

Eine gute Antwort an eine Organisation, die aufgrund ihrer Monopolstellung allen Anstand verloren hat. Die GEMA vertritt nicht mehr Künstlerinnen und Künstler. Sie ist ein unanständiges, gefrässiges und drohendes Monster geworden, das Künstler schikaniert und gegeneinander ausspielt, um sich den eigenen Wanst zu stopfen. Entweder wird die von den Nazis durchgedrückte Monopolstellung der GEMA schnellstmöglich aufgehoben oder Menschen, die von der GEMA schickaniert werden, wird nichts anderes übrig bleiben, als den „verdienten Mitarbeitern“ bei der GEMA in sarkastischer Weise eine Ausgabe von „Mein Kampf“ zukommen zu lassen.

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47 Antworten zu „Mein Kampf“ für die GEMA

  1. karlathefox schreibt:

    Ich hab keine Lust über die Gema zu diskutieren.. aber der Post-Titel ist der beste, den ich seit langem gesehen habe xD

  2. O. Paul schreibt:

    gibt’s eigentlich Urheberrechte auf Fake-News?

  3. Norbert schreibt:

    „Focus“ vom 27.12.2010:

    Gema

    Kinderliedersingen wird gebührenpflichtig

    Wenn Kinder Lieder trällern, kann das künftig teuer werden: Die Musikrechte-Gesellschaft Gema mahnte bundesweit Kindergärten an, für das gesungene Liedgut der Nachwuchs-Carusos zu zahlen.

    http://www.focus.de/finanzen/news/gema-kinderliedersingen-wird-gebuehrenpflichtig_aid_585144.html

    Die GEMA ist offensichtlich nichts weiter als ein unstillbarer, habgieriger Schlund ohne Maß und Anstand!

    • Clas Lehmann schreibt:

      In Bayern, habe ich gefunden, gibt es seit dem 13. April 2011 einen Rahmenvertrag…

      Und man kann ja auch gemeinfreie Werke öffentlich singen.

  4. davboe schreibt:

    Haha.
    Sehr gut. Also der Artikel.
    Der Vorfall in der „Reichshauptsatdt“ weniger. Beschämend.

  5. H.Baumann schreibt:

    Klagen lassen, der Kläger hat zu beweisen. Widersprechen muss man, die Rechnung zurückweisen.

  6. Marina Blach schreibt:

    Diese GEMA gehoert genauso zum Sytem, wie die ARD-ZDF mit ihren staatlich verordneten Zwangsgebuehren. Diese Kluengelwirtschaft kann nur durch eine gruendliche Durchlueftung des Parlaments durch den Waehler durchbrochen werden.

  7. im-chaos-daheim.de schreibt:

    Die Gema-Vermutung ist in meinen Augen eine der albernsten „Rechtsaussagen“ der Bundesrepublik – und es dreht die Beweislast um.
    Dazu gehört auch, dass sogar Werke von anonymen Künstlern(!) unter die Gema fallen.
    (Siehe auch: http://www.kultur-und-kreativrecht.de/musikwerke-anonymer-kunstler-sind-gema-geschutzt)

  8. O. Paul schreibt:

    Habe letztens beim Heimwerkeln ein paar Schlager geträllert- hoffentlich hat die GEMA das nicht mitbekommen.

    • Wayakauri schreibt:

      Keine Sorge, Privataufführungen sind gebührenfrei. 🙂

      • Aristobulus schreibt:

        Oh, welch Gnade. GEMA-Funktionär, der da?

      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Wayakauri: „Keine Sorge, Privataufführungen sind gebührenfrei.“

        Höchste Sorge, da natürlich die GEMA definiert, was eine Privataufführung ist:
        „Für die Musik, die auf einer privaten Party mit Ihren Freunden in Ihren eigenen vier Wänden gespielt wird, müssen Sie keine Lizenzvergütung bezahlen. Wenn Sie jedoch Musik öffentlich wiedergeben, sieht die Sache anders aus. … Zur Öffentlichkeit gehört jeder, der nicht mit demjenigen, der das Werk verwertet, oder mit den anderen Personen, denen das Werk in unkörperlicher Form wahrnehmbar oder zugänglich gemacht wird, durch persönliche Beziehungen verbunden ist. … Jede Nutzung ist öffentlich, bei der wenigstens zwei Personen, die nicht miteinander verwandt oder eng befreundet sind, Musik hören. Betriebsfeste sowie Vereinsfeiern sind deshalb in der Regel* öffentlich, Privatpartys oder Geburtstagsfeiern hingegen nicht.“
        *“In der Regel.“ Über so viel Rechtssicherheit kann ja keine Kuh springen!

  9. Marcel schreibt:

    Die GEMA gehört an Haupt und Gliedern renoviert. Sie war und ist ein gefräßiger Moloch, und der größte Feind der Live- und Tanz-Musik – mithin einem wichtigen Teil der Kultur – in diesem Land. Ich verstehe nicht, dass nicht längst gegen diese in vielen Bereichen ihrer Aktivitäten unverschämte Geldeintreibegesellschaft die Bürgergesellschaft aufgestanden ist. Dies gesagt gibt es natürlich Rechte von Kulturschaffenden, die es zu schützen gilt. Aber sie müssen u.a. im Gleichgewicht stehen zu den Rechten derjenigen, die deren Vorlagen mühevoll interpretieren.
    Was den beschriebenen Fall Bleibergs angeht: unsäglich und beschämend für die ganze Kulturnation!

    • Aristobulus schreibt:

      Pathetik, Schmathetik. Nanü?, was steht’n da so, „an Haupt und Gliedern, gefäßiger Moloch, der größte Feind, die Bürgergesellschft, Kulturschaffende, unsäglich und beschämend, ganze Kulturnation.“
      Stilblüten der Eigentlichkeit, theatralischer Leserbriefstil fürs Provinzblättl. Was für ein Schmonzes 😀 😀
      Da hat einer weder Humor noch Gefühl.

  10. sandra schreibt:

    Nein, tut mir Leid, da bin ich anderer Ansicht. Wir profitieren sehr persönlich und sehr wohl von der Gema und ihrer Genauigkeit, und wenn man normal mit ihnen redet, kann man auch sicher sein, dass nichts unbilliges verlangt wird. Aber es gibt allzuviele Leute, die sich eben nicht darum kümmern, dass auch kleine Musiker, die eben nicht in den Charts sind, von etwas leben können .- und die Gema tut das und zwar nicht schlecht. Dass sie nicht bei jeder Veranstaltung in Deutschland ( wir haben allein 15.000 Locations für Musik in unserer eigenen Datenbank, die weit von vollständig ist) sofort weiss, ob und was dort getan wird und ob es stimmt, was die Veranstalter sagen (vor allem, weil es eben meistens nicht stimmt, sondern nur Geldknapserei ist!), ist vollkommen legitim. http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/pro-gema-vermutung/ Und es ist nicht unbillig, wenn man nämlich versteht, dass es letztlich die URHEBER sind, die am kürzeren Ast sitzen, zu verlangen, einfach eine Liste abzugeben mit den Liedern, die gespielt wurden.

    • Aristobulus schreibt:

      Ja, Sandra. Das ist schon richtig aus diesem bestimmten Blickwinkel.
      Wenn allerdings das Bleibergs jidische Musik aufführt: Wieviel verdient das Bleibergs damit? Ja nix. Und warum sollten sie draufzahlen müssen, um ev. den Urhebern etwas zu bezahlen?
      So weit mir bekannt, schüttet die GEMA etwas mehr als ein Drittel des Gelds, das sie einnimmt, an die Urheber von Kunst (Musik und Texte) aus. Der Rest, also fast zwei Drittel!, der Löwenanteil ist dazu da, um die GEMA-Funktionäre zu bezahlen. Komisch, dass diese Funktionäre viel mehr verdienen als das Gros der Künstler, die sie vertreten.

      P.S.
      ‚N Beispiel aus der Praxis. In anderem Zusammenhang hat mich mal jemand auf analoge Weise erpresst. Das ging so: Ich hatte ein Buch geschrieben, das schon in den Buchhandlungen verkauft wurde, und der Verleger weigerte sich, mich zu bezahlen, denn er sei pleite. Ein Funktionär schaltete sich ein und sagte mir dieses: Also ich kann aus diesem Verleger soundsoviel Euro rausholen, aber das mach ich nur, wenn Sie meinem Verein die Hälfte spenden. Abgemacht?
      Ich hatte die Wahl, ehrenvoll-dämlich-garnix für mein Buch zu kriegen, oder dem Verein des Funktionärs sowas wie 600 Tacken zu spenden.

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      Vielleicht sollten persönliche Erfahrungen nicht verallgemeinert werden, aber ich selbst habe erlebt, dass frühzeitige Anmeldungen so lange verzögert wurden, bis die betreffende Veranstaltung vorüber war und gemeldete Urheberrechtsverletzungen so lange nicht verfolgt wurden, bis sich der Nachweis nicht mehr erbringen ließ.
      Nach meiner Erfahrung kümmert sich die GEMA ziemlich mangelhaft um die von ihr betreuten Künstler.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Es geht nur um das Monopol. Das muss fallen!

      • Aristobulus schreibt:

        Stimmt, Gerd. So bald das Monopol fällt, wird es sofort gerecht zugehen, denn da werden andere Verwertungs-Dienstleister aus dem Boden schießen, die das alles viel besser und billiger und huggiger machen.

        Ach nein, werden sie nicht. Wer kennt sich in der Materie schon aus, und wer kann Geld eintreiben?, sowas muss jemand auch über Jahre gelernt haben, um es zu können.
        Und das Monopol wird für’s Erste auch nicht fallen, denn es besteht viel zu wenig öffentliches Interesse, nicht? Denn wer da draußen komponiert schon, oder wer schreibt schon singbare Texte. Jene ganz Wenigen, die das machen!, sind die Einzigen, die etwas geändert haben wollen, und viele von den Machenden wollen das ja nicht einmal, weil sie es kennen, so wie es ist, und weil sie immerhin etwas mehr als ein Drittel des vom GEMAmonopol eingetriebenen Geldes bekommen.
        Wir wissen ja, wenn man nur zweierlei Wahl hat: Einen Teil zu kriegen oder garnix.

        • tapferimnirgendwo schreibt:

          Auch war. Aber Monopole gehen gar nicht, nur in Ausnahmen. Lalala gehört nicht dazu!

          • Aristobulus schreibt:

            Cafés bitte auch nicht. In Bonn ist wohl noch das Café Monopol, und das muss bestehen bleiben (wenn’s noch besteht!), Trotz allerlei Sozialisierungs- und Liberalisierungsversuchen. Auch in Breslau gibt es ein Gleichnamiges (gab’s, hoffentlich ist es nicht totkonkurrenzialisiert worden), das noch viel besser ist, außen Beaux-Arts, innen expressionistisch, selbst der Kaffee: Prachttasse mit ausdrücklich-expressiver Flüssigkeit.

          • Aristobulus schreibt:

            P.S.
            Pardon-. Sehe grad, dass das in Breslau innen völlig an-, auf-, um- und hypergeräumt worden ist. Ach!
            Siehst Du, Gerd, just solches passiert mit Monopolen, so bald man daran rührt. Noch anti-expressionistischer wirkt ja garnix unter der Sonne und dem bleichen Monde.

          • Clas Lehmann schreibt:

            Und bei Streichhölzern war die Monopolzeit auch besser; da nämlich funktionierten die, und inzwischen machen auch irgendwelche Apyromanen, die, womöglich gar betriebswirtschaftlich optimiert und dabei zweckvergessen, aus schlechtem, brüchigem Holz und mit nur gelegentlich mal zündender Kopfmasse tun die das, und sie tun es anonym, so dass man sie sich nicht einmal als unfähig merken und sie künftig meiden kann…

            Statt dessen steht irgendwelche durch den Inhalt kontrapunktierte Werbung drauf, auf denen ihrer Schachtel, und billiger sind sie auch nicht…

          • Aristobulus schreibt:

            🙂
            Seit dem Fall des deutschen Zündwarenmonopols geht alles ohnehin nur noch den nassen Bach bergab. Oder das Wiener Salzamt. Man hat es abgeschafft. Und Marie-Antoinette hat man geköpft.

          • Clas Lehmann schreibt:

            So ist das! Und was nicht den nassen Bach runter geht, weltweit, zerstaubt im trockenen Wadi!

          • Clas Lehmann schreibt:

            Und das besonders angesichts der zunehmenden Extremwetterlagen, die sich ja auch aus der Antastung eines Monopols ergeben, hört man!

          • Aristobulus schreibt:

            LOL, Clas.
            Auch nur ein Monopol, das trocken Zerstaubende im oder wegen des Wadis, aber kein freundliches, man kann damit keine Imkerpfeif‘ und keine Kerze anzünden, bloß halb Israel haben jene aus dem Wadi im vorigen November angezündet.
            Die GEMA hätt‘ definitiv einschreiten müssen, wegen Nero, der war Sänger und klampfte gern, während er wohl Rom!, und der hat aufs Anzünden und dazu Grölen das perpetuelle Urheber-Monopolrecht. Aber die GEMA dazu hat mal wieder stumm und schdümmer geschwiegen.

          • Clas Lehmann schreibt:

            Aber haben die das nicht mit flüssigem Brandbeschleuniger in Kanistern getan, statt mit untauglichen Streichhölzern, mit denen sie es ja nicht getan haben könnten? Wegen nicht funktioniert hätten’s? (Kann man mit und ohne Apostroph, nur ist ohne der infinitiv-substantivierte Konjunktiv noch nicht allgemein anerkannt.)

            Wie sieht es da inzwischen aus, auf den Brandflächen? Gibt es da neue Bilder?

          • Aristobulus schreibt:

            … so weit ich weiß, pflanzt der KKL bald das halbe Land auf, gestern war Tu Bi’Schwass, das Neujahr der Bäume, das wird gefeiert wegen des Ausknospens (heißt das so?, knospen die aus?, austreiben klingt immer so nach Nakba-Narrativ oder nach Tracht), und so im Februar ist es in Israel schon Zeit zum Säen und Anpflanzen, weil dann was ausschlägt (huch?) und ausknoppst und so.

          • Clas Lehmann schreibt:

            Eben. Und darum würde mich halt interessieren, ob es auf den Brandflächen nicht inzwischen Fotos von Überlebenden und neu wieder Lebenden gibt. Das Leben ist stärker, als die Wadiisten glauben, meine ich. Es müsste da was auskeimen, auschlagen, hervorknospen, jetzt, im Februar…

          • Aristobulus schreibt:

            … das hier ist im abgebrannten Wald am Carmel:

            In HaPalmach-Park von Haifa:

            Feuer ist übrigens auch ein Monopol, nicht?, es brennt alles in die Hölle. Wie jede Übermacht erstickt’s dann am eigenen Gebrause & Schwachsinn, und das Verbrannte grünt wieder.

          • Clas Lehmann schreibt:

            Immerhin, Überlebende, und von gutem Grün in selbstbewußtem Kontrast zum angekohlten Schwarz.. Und ob der große Baum lebt oder nicht, sieht man auf diesem Foto nicht. Er könnte aber eine ausreichend dicke Borke gehabt haben…

            Und jedenfalls lebt auch die baumpflanzende Familie, so soll es sein.

      • Matthias Mala schreibt:

        Kein Problem. Kreative oder Verleger können eine eigene neue Verwertungsgesellschaft gründen. Es gibt kein gesetzliches Monopol für keine Verwertungsgesellschaft. 2014 wurde zum Beispiel die VG Media gegründet, eine Verwertungsgesellschaft der privaten Rundfunkanstalten und der Presseverleger.

    • Couponschneider schreibt:

      Das ist richtig: Der Urheber sitzt auf dem kürzesten Ast. Warum? Er darf die Verwertungsgesellschaft nicht wechseln. Einmal Gema, immer Gema. Wo ist denn da das Druckmittel der Urheber gegen die Gema?

      Außerdem finde ich rührend, wie sich um die Urheber gesorgt wird. Mario Barth furzt ins Mikrophon und wird damit Urheber eines Furz-Klamauks, sodass 70 Jahre nach seinem Tod die Barth-Erben davon noch profitieren werden. Eine Firma, die Millionen in die Entwicklung eines neues Medikamentes stecken, hat gerade mal 20 Jahre Patent. Ich finde, die Relationen stimmen einfach nicht.

      Außerdem sollte die Gema die Nachweispflicht haben, nicht umgekehrt. Wie soll ich beweisen, dass ich nicht im Halteverbot gestanden gehabe? Ach, ich habe kein Auto? Da kann ja jeder sagen. Wie soll man beweisen, nie ein Auto gehabt zu haben? Die Gema verlangt aber genau das und das macht sie zu einem tyrannischen Verein in der Adolfschen Tradition.

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