Eine Frage an Aiman Mazyek

Nach dem Referendum in der Türkei schreibt Aiman Mazyek auf Facebook:

„Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!“ (Bibel, Johannes 8, 7)‬

‪Wie stark war die Deutsch-Türkische Freundschaft wirklich, wenn sich nun so viele in Verachtung, Doppelmoral und Selbstgerechtigkeit gegenseitig überbieten?

Lieber Aiman Mazyek,

ich habe ein Frage an Sie:

„Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!“ Diese Antwort gab Jesus, als man ihn fragte, wie man mit einer Ehebrecherin umgehen soll. Was steht im Koran? Was sagt Mohammed, wie man mit einer Ehebrecherin umgehen soll?

Sollte es eine Mekka und eine Medina Antwort geben, interessieren mich beide, da die Mekka Antwort vermutlich eher für das Land gelten dürfte, in dem wir beide Staatsbürger sind (Deutschland), während die Medina Antwort vermutlich eher für die Türkei zutreffen dürfte.

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19 Antworten zu Eine Frage an Aiman Mazyek

  1. Pingback: Stoff für’s Hirn | abseits vom mainstream - heplev

  2. ceterum censeo schreibt:

    Welche Freundschaft, U-Boot?
    Ihr haßt uns, wir Euch.
    Nichts als Leid habt Ihr über Europa gebracht.
    Eure Zeit läuft ab.

  3. Pingback: Ein kleines Lob für Aiman Mazyek – man tau

  4. Matthias Mala schreibt:

    Ihm ist wohl sein Scheinheiligenschein zu heiß geworden.

    Nebenbei, der Zentralrat der Muslime, dem dieser Scheinheilige vorsitzt, zählt gerade mal 10.000 Mitglieder. Der Name seiner Organisation ist nichts weiter als Hochstapelei. Es wäre ungefähr so, als würde Buurmann sich zum Vorsitzenden des Zentralrates der Komödianten küren.

  5. ZetaOri schreibt:

    „Diese Antwort gab Jesus, als man ihn fragte, wie man mit einer Ehebrecherin umgehen soll.“

    Ist zwar im gegebenen Zusammenhang OT, aber vielleicht doch nicht ganz uninteressant:

    Beim Johann vonne Evanjeliker heißtet dazu:

    Johannes 8,3-5

    3 Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, die beim Ehebruch ertappt worden war. Sie stellten sie in die Mitte
    4 und sagten zu ihm: Meister, diese Frau wurde beim Ehebruch auf frischer Tat ertappt.
    5 Mose hat uns im Gesetz vorgeschrieben, solche Frauen zu steinigen. Nun, was sagst du?
    […]

    Was ich mich dabei schon immer gefragt habe:

    WO IST EIGENTLICH DER ZUGEHÖRIGE EHEBRECHERISCHE MANN ?
    (und was hätte mit dem zu geschehen?)

    • bergstein schreibt:

      Das Gesetz (Halaha) ist für beide Seiten gleich. Spannend wäre es aber wenn der Mann Nichtjude wäre. Er wäre dann wohl nicht zu bestrafen, da sich auf ihn das Gesetz nicht erstrecken würde.

      • ZetaOri schreibt:

        @bergstein April 18, 2017 um 2:13 pm

        „[…] Spannend wäre es aber wenn der Mann Nichtjude wäre. Er wäre dann wohl nicht zu bestrafen, …“

        Hmm, dann hat die junge Dame aus Johann 8,… möglicherweise mit ’nem Goj die Ehe gebrochen. Sonst hätte man ihn doch wohl auch in die Mitte gezerrt?
        Andererseits: Geht das eigentlich, wenn sich doch …

        „.. da sich auf ihn das Gesetz nicht erstrecken würde.“

        … das Gesetz garnicht auf ihn erstreckt?
        (Soll heißen: Müssten nicht ‚Subjekt‘ und ‚Objekt‘ unter das Gesetz fallen?)

        • Aristobulus schreibt:

          … der Nichtjude hätte gemäß seinem eigenen, für seine Gruppe geltenden Gesetz (damaliges Partikularrecht) bestraft werden müssen.

          Das heißt konkret: Die Jüdin wäre NICHT gesteinigt worden, weil solch ein Todesurteil nur der Sanhedrin 1) einstimmig und 2) gar einstimmig mit allen siebzig rabbinischen Richter-Mitgliedern hätte fällen müssen. Bedeutet: Solche Todesurteile gab es nicht (einstimmig?, wie bidde?, schon drei Jidn haben bekanntlich fünf Meinungen, und wie viele Meinungen dann ganze sibbenzich haben, können wohl nur jidische Mathematiker ausrechnen).

          Jedoch der ehebrechende Goj wäre wirklich umgebracht worden, weil jedes andere als das jüdische Recht mit der Todesstrafe alles andere als zögerlich umging.

          • ZetaOri schreibt:

            @Aristobulus April 18, 2017 um 8:07 pm

            „… der Nichtjude hätte gemäß seinem eigenen, für seine Gruppe geltenden Gesetz (damaliges Partikularrecht) bestraft werden müssen.“

            Hmm, zu der Zeit hätte der ehebrecherische Goj wohl mit guter Wahrscheinlichkeit ein römischer sein können, und da wäre es, ius-romanum-typisch, etwas kompliziert geworden. Aber zumindest hätte der lose Herr nach der Lex Iulia de adulteriis coercendis ’ne gute Chance gehabt, lebend oder gar ungestraft davonzukommen. Vorausgesetzt, er wäre nicht ‚in crimine flagranti‘ von Vater oder Ehemann der Frau massakriert worden. Als Mohammedaner wäre er natürlich per se ungeschoren geblieben, aber die gab’s ja damals noch nicht.

            „… der Sanhedrin 1) einstimmig und 2) gar einstimmig mit allen siebzig rabbinischen Richter-Mitgliedern hätte fällen müssen. Bedeutet: Solche Todesurteile gab es nicht (einstimmig?, wie bidde?, …“

            Soll heißen: Der Jupp aus Nazareth hätte den Jungs eigentlich nur sagen brauchen: ‚Fragt doch eure Richter‘, und brauchte sich gar keinen klugen Spruch ausdenken?
            (Na gut, dem Maizeck hätt‘ er jetzt natürlich gefehlt. >;o))

          • Aristobulus schreibt:

            … ah schön, Zeta Ori, und das „Lex Iulia de adulteriis coercendis“ is‘ auch schön 🙂 , zumal sogar der Goj also wahrscheinlich am Leben gelassen wäre (bin immer sehr dafür, ich hab ja eigentlich nix gegen Gojim, die Meisten sind recht nett).

            Yep, der Lattenjupp (der er später wurde) hätte einfach nur kurz und bündig mim‘ Gericht zu wedeln brauchen. Was er höchstwahrscheinlich ja getan hat (wie die Todesstrafe im Judentum gehandhabt wurde, nämlich faktisch gar nicht, wusste da jeder). Der Ausspruch mit der Sünde und dem Stein hingegen ist so rhetorisch und so einprägsam, dass sie sich wohl später einer ausgedacht hat, der für Leute schrieb, die nicht mehr wussten, dass im jüdischen Staat faktisch keine Todesurteile verhängt wurden.

            Es sei, denn, das Ganze fiele ohnehin in die Zeit, als nur noch römische Gerichte für Straf- und Zivilrecht zuständig waren.

          • ZetaOri schreibt:

            @Aristobulus April 18, 2017 um 10:41 pm

            „… ich hab ja eigentlich nix gegen Gojim, die Meisten sind recht nett).“

            Oohhh! Danke, danke!
            ;-Þ

            „Der Ausspruch mit der Sünde und dem Stein hingegen ist so rhetorisch und so einprägsam, dass sie sich wohl später einer ausgedacht hat, …“

            Vielleicht einer aus Österreich?
            Nein, nein, nicht „DER“, sondern der hier.
            (Siehe Liste der „öffentlichen Kontroversen“, dagegen sind unsere ‚Amigos‘ Waisenknaben.)

          • Aristobulus schreibt:

            LOL. Na fürchterbar. Also wie macht man sowas-? (manch Gegrasster sackt reihum Millionen und Abermillionen und Vergünstigungen ein usf., während meinereiner sich jahrelang mit ’nem Romangeschreib abquält und bloß im Internet paar Säcke versackt)

            Ach, unter den Römern hätt man den Grassigen vom tarpejischen Felsen geschtorzen. Es war nicht alles ganz schlecht unter den Römern.

  6. ZetaOri schreibt:

    „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!“

    Vooorsichtig, Kaiman, ganz voorsichtig!

  7. Ralf Weber schreibt:

    Hierzu auch passend von Dr. Rafael Korenzecher, auch zum ganzen Umfeld:

    Jesus — illegal jewish settler.

    Das wunderbare Wahlereignis in der schönen, zu vielen Teilen dem byzantinischen Reich der Griechen vor einigen hundert Jahren geraubten, unangefochtenen türkischen Herzensheimat vieler der hier lebenden, sich vorsätzlich selbst alienisierenden Türken und die wundervollen, lautstarken, der anhaltenden Demokratie-stärkung des türkischen Wahlergebnisses angemessenen deutsch-türkischen Auto-Jubel-Korsi in unseren Städten haben doch ein bisschen den Blick für die Osterfeiertage und die diesjährigen so schrecklich Friedens-bewegten links-grünen Ostermärsche verlegt.

    Wirklich ermutigend gerade am türkischen Wahlwochenende ist die erhebende Feststellung der beteiligten Peace-Lover, dass der Islam eine Religion des Friedens sei und sein hier täglich erlebter expansiver Terror keinesfalls eine Gefahr für das bunte Miteinander darstellt, wenn wir uns nur an die anmutigen kulturellen Besonderheiten gegenüber Frauen und Schwulen anzupassen wissen — die paar alljährlich gern zu Ostern zelebrierten islamischen Christenmorde, die ja nicht einmal der Papst wirklich übel nimmt, hin oder her.

    Dafür wurde von den Friedens-bewegten neben dem neuen amerikanischen Präsidenten auch in diesem Jahr selbstverständlich und ganz schnell wieder der Jude in Gestalt des doch tatsächlich das eigene Land annektierenden Kriegstreibers und Zionisten aus dem Apartheidstaat Israel und dessen Siedlungsaktivität als wahres und ewiges Hindernis für den Weltfrieden ermittelt. Was bedeuten da schon die arabischen Kriegs-Atrozitäten und die Giftgas-begleiteten Verwüstungen und Entvölkerungen ganzer Regionen.

    Tja, auch Wahrhaftigkeit gehört zu den großen Tugenden an diesen hohen Feiertagen im Namen Christi.

    Wenn da nur nicht dieser kleine Makel im Leben des Juden Christus wäre.

    Galiläa, Samaria, Judäa, Betlehem und Nazareth —– so ein Leben als illegaler jüdischer Siedler macht sich einfach nicht gut im Lebenslauf des großen Religionsstifters. Oder war Jesus vielleicht doch ein vormohamedanischer Muslim und früher Palästinenser. Unsere Ostermarsch-Bessermenschen und ihre zahlreichen Israel-Bashing-Freunde mit großer Judenabneigung werden sicher auch dafür die richtige Antwort — vielleicht schon beim nächsten Ostermarsch – zu liefern wissen.

    Dr. Rafael Korenzecher

  8. anti3anti schreibt:

    Wir Europäer schaffen es nicht, die Briten in der EU zu halten. Wir schaffen es nicht, innerhalb der EU demokratische Grundrechte durchzusetzen. Wir schaffen es nicht, am Rande der EU den Frieden zu erhalten. Dann sollten wir wenigstens die Diktatur in der Türkei anerkennen.

  9. Ralf Weber schreibt:

    Es ist nun mal so, dass uns die aktuelle Entwicklung in der Türkei fundiert beunruhigt und an destruktive Vorgänge unserer schrecklichen Vergangenheit erinnert, welche sich nirgendwo wiederholen darf (Stichworte „diffamierende Demagogie“ und „Ermächtigungsgesetz“). Das hat überhaupt nichts mit einer persönlichen Aversion zu tun, sondern mit einer berechtigen Sorge.

    https://www.welt.de/politik/ausland/article163753003/Die-Tuerkei-ist-nicht-laenger-Europa.html

Seid gut zueinander!

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