Cassy Carrington fragt

Die Entertainerin Cassy Carrington hat Menschen auf dem Kölner Rudolfplatz gefragt, ob sie von der brutalen Verfolgungswelle gegen Homosexuelle in Tschetschenien mitbekommen haben. Die Antworten sind ernüchternd.

Dabei könnte man davon wissen. Die Welt zum Beispiel schreibt von Verschleppung, Prügel und Folter durch Stromschläge:

„Tschetschenien jagt Homosexuelle, verschleppt sie in ein Geheimgefängnis und foltert sie. Einen öffentlichen Aufschrei gibt es nicht – Schwule werden im Namen der „Ehre“ sogar von ihrer Familie ermordet.“

Auch ich habe darüber berichtet.

Cassy Carrington fragt zudem, warum so wenige Leute von der Verfolgung wissen. Entertainer-Kollege Torsten Schlosser hat eine Antwort:

„Das Problem ist: Es gibt keinen gesellschaftlichen Aufschrei, weil es „nur“ Tschetschenien ist. Dieses Land ist nicht wichtig für den Westen. Würden die USA KZs für Homosexuelle einrichten, würde man über nichts anderes reden.“

So ist es wohl. Im Abendland gelten für westliche Länder andere Erwartungen als für nicht-westliche Länder. Allerdings sollte nicht unerwähnt bleiben, dass auch in den westlichen Ländern jene Menschen, die der Ideologie angehören, die auch der Machthaber in Tschetschenien angehört, mehrheitlich dagegen sind, dass Homosexualität legal ist. In Großbritannien zum Beispiel sind 52 % für ein Verbot von Homosexualität.

Der Präsidenten Tschetschenien gehört der islamischen Überzeugung an. Sein Name ist Ramsan Kadyrow. Zu den Vorwürfen der Schwulenverfolgung in Tschetschenien sagt sein Sprecher:

„Diese Publikation ist eine absolute Lüge. Man kann nicht jemanden festnehmen und unterdrücken, den es in der Republik gar nicht gibt.“

Diese Antwort erinnert an den ehemaligen Präsidenten Irans, Mahmud Ahmadinedschad, der im Jahr 2007 an der Columbia-Universität in den Vereinigten Staaten von Amerika erklärte: „Im Iran gibt es keine Homosexuellen.“

Kadyrow erklärt: „Homosexuelle sind schlimmer als Krieg.“ Er ist sich sicher, dass es keine Homosexuellen in Tschetschenien gibt und betont: „Auch wenn es solche Menschen in Tschetschenien gegeben hätte, hätten die Sicherheitsbehörden keine Probleme mit ihnen, denn ihre eigenen Verwandten hätten sie dorthin geschickt, woher niemand zurückkommt.“

Es ist ein trauriger Fakt, dass in allen Ländern, in denen Homosexualität mit dem Tod bestraft wird, der Islam herrscht. Alle Umfragen weltweit bestätigen es: Die deutliche Mehrheit aller Muslime findet, dass Homosexualität verboten sein muss. Sogar in aufgeklärten Ländern wie Großbritannien erklären 52% aller Muslime, dass Homosexualität verboten werden soll. Die Verfolgung von Homoexuellen durch muslimische Führer kann somit nicht kritisiert werden, ohne dabei die „religiösen Gefühle“ derer zu verletzen, die im Namen des Islams gegen Schwule zu Felde ziehen. Wer die Religion aus der Gleichung herausnehmen möchte, wird das Problem niemals lösen.

Ja, in allen Kulturen, Religionen und Ländern findet sich Schwulenhass. Aber nur ein sehr naiver Mensch kann behaupten, dass es keinen Unterschied gibt zwischen der heutigen islamischen und der nicht-islamischen Welt gibt. Mekka und Vatikanstadt sind nicht mal ansatzweise vergleichbar. Würden im Vatikan Homosexuelle von Dächern geworfen, Frauen gesteinigt und Ketzer enthauptet werden, es gäbe einen massiven Aufschrei. Tel Aviv und Teheran sind zwei unterschiedliche Welten! In Tel Aviv kann der Bürgermeister schwul sein, in Teheran baumelt er an einem Kran.

Wer Tschetschenien kritisiert legt sich somit mit einem Schlag mit Russland und mit dem Islam an. Das wird ein weiterer Grund sein, warum die Schwulenverfolgung in Tschetschenien kein ganz so großes Thema ist.

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51 Antworten zu Cassy Carrington fragt

  1. Dante schreibt:

    @Cricket, 201704182106

    Die Natur hat es bei allen Lebewesen eingerichtet,…

    Die Redeweise ist eine Art heidnischer Kreationismus, mit der Natur als einer Art Gottheit. Die Natur ist die Gesamtheit dessen, was ist. Sie hat weder einen Willen noch Absichten, noch richtet sie irgendwas ein.

    Man kann auch sagen, aus biologischer Sicht ist der Sinn des Lebens, dass man Nachkommen bekommt.

    Aus biologistischer Sicht vielleicht. Aus biologischer Sicht hat das Leben keinen (außerhalb seiner selbst liegenden) Sinn. Man pflanzt sich fort, oder man pflanzt sich nicht fort. Punkt, aber darin den Sinn des Lebens zu sehen, ist absurd. Da könnten wir ebensogut z.B. Urzeitkrebse sein, oder 17-Jahres-Zikaden, die pflanzen sich mindestens ebenso häufig fort wie wir. Warum also Mensch sein und alles mögliche im Grunde „sinnlose“ Zeug machen wie Musik, Kunst, Religion etc.?

    Homosexuelle Lebewesen pflanzen sich allerdings nicht fort, daher sind sie aus biologischer Sicht sinnlos und somit widernatürlich.

    Quatsch. In der Natur gibt es eine Menge Individuen, die zumindest auch schon mal mit Individuen des eigenen Geschlechts „rummachen“.
    Es gibt aber sogar eine unbekannte Zahl gleichgeschlechtlicher Paare, etwa unter Vögeln, die ja im Unterschied zu Säugern häufig überhaupt Paare bilden. Ein Individuum als sinnlos zu bezeichnen, impliziert die Betrachtung des Individuums als bloßes Gefäß für „egoistische Gene“, wie es Dawkins formuliert haben soll. Wenn man dies freilich nicht überspitzt meint, sondern allzu ernst meint, wedelt der Schwanz mit dem Hund. Dazu wieder dieselbe Frage: Wieso eigentlich Mensch sein und nicht lieber irgendein Urzeitkrebs oder besser noch ein Bakterium – die vermehren sich noch schneller.

    In der gesamten Geschichte der Menschheit, also die letzten 5000 Jahre, wurden Homosexuelle immer diskriminiert, verfolgt, bestraft und von der Gesellschaft mehrheitlich abgelehnt.

    Ebenfalls falsch. Weder ist die Geschichte der Menschheit nur 5000 Jahre, es sei denn, man versteht darunter ausschließlich die Zeit, in der es Schrift gab, noch wurde Homosexualität durchweg verfolgt. Die Knabenliebe in den klassischen hellenischen Stadtstaaten ist wohlbekannt, und auch Liebesbeziehungen erwachsener Männer waren keine Seltenheit. Ähnlich war es in der römischen Kultur, besonders bei philhellenisch eingestellten Römern wie dem Kaiser Hadrian, dessen Beziehung mit einem jungen Mann namens Antinoos wohlbekannt war. Noch weniger ist allerdings daher, dass Homosexuelle verfolgt wurden, auf irgendwas zu schließen als auf die zweifelhafte moralische Qualität der Verfolger.
    Und deren Dummheit, sollte es denn eine erbliche Komponente geben, denn, wie Sie bemerken,…

    Dass Homosexualität ca 5 -10 % der Menschen ausmacht, …

    was

    …aus evolutionärer Sicht auch seltsam, da diese Zahl relativ hoch…

    …ist, rührt vielleicht nämlich genau daher. Verfolgung homosexueller Menschen macht aus ihnen keine heterosexuellen Menschen, sondern allenfalls pseudo-hetereosexuelle, die gegen ihre wahren Neigungen heiraten und Kinder zeugen, um ihre angebliche Heterosexualität unter Beweis zu stellen (ich habe immer Thomas Mann mit seinen 6 Kindern im Sinn, wenn es auf das Thema kommt). Wer will, dass mittelfristig prozentual weniger Menschen schwul bzw. lesbisch sind, muss sie schwul bzw. lesbisch sein lassen.

    • aurorula a. schreibt:

      Hervorragendes Argument, daß der Sinn des Lebens nicht unbedingt ein biologistischer sein muß.

      Die 10-15% erinnern mich noch an etwas anderes: Linkshänder. Auch die machen etwa 10% der Bevölkerung aus, und es war lange nicht klar, wieso es sie eigentlich gibt. Linkshändigkeit vererbt sich nicht nach derselben Logik wie etwa blonde Haare (=rezessiv gegenüber etwas anderem dominanten), sondern taucht in allen Zeiten und an allen Orten einfach so zuverlässig bei 10% der Leute auf. Scheinbar zufällig. Es gibt auch keinen Prozess, der etwa in der Entwicklung anders liefe und dann Linkshändigkeit hervorbringt (und zu Zeiten als man die für eine Krankheit hielt hat man wirklich sorgfältig nachgesehen). Das Kind zweier Linkshänder ist auch wahrscheinlicher rechtshändig als selbst linkshändig (aber nicht ganz so oft wie sonst, nur etwas).
      Es hat sehr lange gedauert, bis des Rätsels Lösung gefunden wurde: Linkshändigkeit ist, sozusagen, eine mögliche (aber nicht zwingende) Nebenwirkung von etwas anderem, nämlich vermehrter Zwillingsgeburten. Es gibt tatsächlich das Gegenteil, nämlich ein Gen für Einzelkinder. Falls jemand, wie Dreiviertel der Bevölkerung, das hat, kann sich der Embryo schon sehr früh nicht mehr in eineiige Zwillinge teilen – soeine Zwillingsschwangerschaft ist schließlich ein Wort. Das funktioniert dergestalt, daß schon sehr früh festgelegt wird, wo vorne und hinten (und damit nebenbei rechts und links) ist. Das restliche Viertel der Leute kann länger bzw. überhaupt zu Zwillingen werden (das war das hauptsächliche), muß aber nicht, und entwickelt dann ganz normal eine Vorder- und Rückseite; nur ist es hier Zufall welche Seite des Embryos was wird. Somit ist hier auch links und rechts zufällig, einer hats so und der andere so. Die Hälfte von einem Viertel sind etwa zehn Prozent. Und das ist der Anteil der Linkshänder.
      Südpfote zu sein stört oder bevorzugt Menschen nicht sonderlich, außer jemand schwatzt einen von „mit dem Teufel im Bunde“ oder konstruiert rechtshändige Dosenöffner, aber gleich Zwillinge zu bekommen kann je nach Situation ein handfester Vor- oder Nachteil sein. Weshalb das hier das entscheidende ist.

      Solte also Homosexualität als Eigenschaft ähnlich weitergegeben werden wie Linkshändigkeit, und vieles spricht dafür, dann ist der Versuch eine „Erbanlage fürs Schwulsein“ zu finden ähnlich aussichtsreich wie der, linkspfötige Mäuse zu züchten. Das wird (glückicherweise!, sonst erklärt irgendwer das noch zu Erbkrankheit) nicht funktionieren.

      irrelevante Fußnote: ja, mein Avatar ist nicht gespiegelt, wer weiß wie man einen Anderthalbhänder anpackt sieht auch, das ich den tatsächlich mit links führe. 😈

      • Aristobulus schreibt:

        … ich bin Beidhänder (also nicht als Schwert, denn meist bin ich irgendwie keines, aber irgendwie mit de Händ‘ halt bin ich so einer).
        Könnte sein, dass es also ein Nichtgen gegen Drillinge gibt?

        • aurorula a. schreibt:

          😀
          (Wenn ich da von „Zwillingen“ schreibe, meine ich eigentlich korrekterweise „Mehrlinge“, also auch Drillinge et cetera – ich finde nur das Wort hört sich komisch an. Zugegeben aber nicht halb so schlimm wie das neueste Neusprech „Einlingsgeburt“ für ein Einzelkind. Gaaaaah!)
          Mir ist gerade aufgefallen daß vielleicht nicht jeder weiß, was eine Südpfote ist – nämlich die direkte Übersetzung des amerikanischen Worts für Linkshänder. Voila:
          http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/TheSouthpaw

          • Aristobulus schreibt:

            … huch?, „Einlingsgeburt“. Bah! Dann gibt es bestimmt bald, balder und am Baldesten das Wort „Einling_Innen“, sey sycher.

            P.S.
            Man wär ja selber gern ein Ling, ob so oder anders. Aber man ist leider immer ein Unling.

            P.Peh Esss.
            Beim Snorri Sturluson gibt es übrigens „Ynglinge“, der schrieb über die. Das waren bestimmt Viellinge, denn „Mehrlinge“ ist rassistisch, und Snorri Sturluson war ja keiner. Also kein Mehr- oder gar Vielstling. Der war ein YnglinIn.

  2. HM schreibt:

    …nun lieber Buurmann, was ist neben einem notwendigen Informationsfluss , die nächste Handlungsoption? Resulution oder Petition? Flashmob oder rosa Lichterkette?
    Ui, da wird der Tschtschen mächtig beeindruckt sein und nochmal in sich gehen.
    Gut, Sie als bekennender Nichtappeaser haben da bestimmt noch eine Handlungsalternatve…

    • bergstein schreibt:

      Handlungsalternativen gibt es schon. Sogar das ständige Nachfragen der wenigen oppositionellen Medien hat schon etwas gebracht. Wenn vom Ausland auch noch bedacht Druck ausgeübt werden würde, würde sich die Lage schon bessern. Man müsste aber nicht Russ-land kritisieren, da dies nur eine Abwehrreaktion auslösen würde, sondern Putin als Schwächling darstellen, der Kadyrow nicht unter Kontrolle bringt. Das kann sich Putin nicht leisten.

  3. Pitt schreibt:

    Super (umschifft)?

    Kein Wort zu Saudi Arabien, den (Werte-?) Verbündeten des „Westens“ und Israels, aber schön Iran, oder besser den ehemaligen iranischen Präsidenten, im Text untergebracht…..

    Tja, so hat jeder eben seine Favoriten…..

    • Aristobulus schreibt:

      Warum soll der Artikel alles vermischen oder eine Liste derer hintun, die Schwule drangsalieren?
      Es geht um Tschetschnien und somit um die islamische Art, Schwule zu terrorisieren.

  4. A.S. schreibt:

    Wir wissen doch warum das hier nicht die Runde macht. Falsche Täter. Wären es christliche Fundamentalisten aus dem „Bible Belt“ der USA würde die Tagesschau jeden Tag berichten.

    Nebenbei: Homosexualität zu verbieten wäre ebenso sinnlos wie blonde Haare (nicht gefärbt) zu verbieten. Menschen suchen sich ihre Gefühle nicht aus, die haben sie einfach, ob sie wollen oder nicht.

  5. Bergstein schreibt:

    Fairerweise muss man sagen, dass alle oppositionellen Medien in Russland, sei es „Novaja Gazeta“ (Zeitung), die das Ganze erst öffentlich machte, sei es Echo Moskau (Radio), sei es „Rain“ (Kabelfernsehen) ganze Zeit unaufhörlich darüber berichten. Mit dem traurigen Ergebnis, dass gegenüber den beiden Erstgenannten nunmehr aus Tschetschenien und zwar von offiziellen Stellen Todesdrohungen kommen.

    In einem Punkt ist Herr Buurmann ungenau. Es war nicht Kadyrow der sagte: „Auch wenn es solche Menschen in Tschetschenien gegeben hätte, hätten die Sicherheitsbehörden keine Probleme mit ihnen, denn ihre eigenen Verwandten hätten sie dorthin geschickt, woher niemand zurückkommt.“ Es war vielmehr tatsächlich die tschetschenische Menschenrechtsbeauftragte.

  6. caruso schreibt:

    Ich werde es nie verstehen, warum Homosexualität so ein Problem ist. In früheren Epchen als die Menschen es nicht besser wußten, auch nicht hätten wissen können… nun gut. Aber heute??? Unwissenheit, Dummheit, Verbortheit, Denkunfähigkeit usw. sind der Grund, denke ich, warum es so ist. — Ich habe über Tschetschenien gelesen… furchtbar! Und daß es eine Gesellschaft ohne Homosexuelle geben könnte, diese Vorstellung ist einfach lächerlich. H. ist keine Krankheit, sondern eine Veranlagung wie auch Heterosexualität eine ist. Punkt.
    lg
    caruso

    • Cricket schreibt:

      Die Natur hat es bei allen Lebewesen eingerichtet, dass diese sich normalerweise fortpflanzen. Man kann auch sagen, aus biologischer Sicht ist der Sinn des Lebens, dass man Nachkommen bekommt. Heterosexuelle Lebewesen pflanzen sich allerdings nicht fort, daher sind sie aus biologischer Sicht sinnlos und somit widernatürlich. Dass Homosexualität ca 5 -10 % der Menschen ausmacht, ist aus evolutionärer Sicht auch seltsam, da diese Zahl relativ hoch ist.

      Ein anderer Hinweis zeigt sich in der Geschichte. In der gesamten Geschichte der Menschheit, also die letzten 5000 Jahre, wurden Homosexuelle immer diskriminiert, verfolgt, bestraft und von der Gesellschaft mehrheitlich abgelehnt. Dies war zu allen Epochen und allen Regionen der Welt so. Selbst heute im modernen Europa mag die Mehrheit der Menschen immer noch keine Homosexuellen. Wenn Homosexualität normal wäre, dann müssten Homosexuelle somit schon immer von der Gesellschaft akzeptiert worden sein, was nie der Fall war.

      • Cricket schreibt:

        Korrektur in der 3.Zeile, dort soll „Homosexuelle Lebewesen“ stehen.

        • Aristobulus schreibt:

          Sie ballrollendes Wesen sind völlig widernatürlich, Cricket. Aus biologischer Sicht ist es der Sinn des Lebens, dass man auf zwei, vier oder, seltener, drei Beinen durchs Leben geht, so man eins hat. Jedoch Sie rollen komisch herum, sind also nicht nur sinnlos, sondern Soie beleidigen durch Ihr Herumrollen jedes gehende, schleichende, rennende oder hinkende Wesen.
          Also muss man Sie bschaffen, und wenn’s nicht geht, muss man Sie ausrotten, verstehen Sie?
          Denn es geht um Natur, um’s Ganze und um die Ehre des Kosmos.

          • Aristobulus schreibt:

            … pardon, nix bschaffen, da is nix zu schaffe. __Abschaffen. So. Widernatürliches sey abzuschaffen, so laute die Devise. Weil!, sonst könnt ja jeder kommen.

          • Cricket schreibt:

            Oh Gott, bist du selber etwa homosexuell oder wieso fühlst du dich angesprochen? Die Natur wird sich schon etwas dabei gedacht haben, als sie bei höheren Lebewesen keine Zellteilung, sondern zwei Geschlechter entwickelt hat, seit vielen hundert Mio Jahren ist heterosexuelle Fortpflanzung erfolgreich, bis heute.

          • Aristobulus schreibt:

            Sind Sie dumm, beschränkt oder einfach nur lästig, plumper Duzer?
            Sie sind ja wahnsinnig natürlich, indem sie hier kleine komische schwarze Buchstaben schreiben. Die Natur hat sowas nicht gemacht. Also HABEN Sie weder kleine komische schwarze Buchstaben zu schreiben, noch schwul zu sein oder gar in einem Haus zu wohnen.

          • Cricket schreibt:

            Aristobulus, beruhige dich doch, wir wollen uns doch nicht Böses antun.

          • Aristobulus schreibt:

            Sie überaus langweiliger Schwulenhasser, der dieses gähnend öde, abgebrauchte Dingsda mit Natuuur ausm Hute zaubert, um sich selbet damit in die Tasche zu lügen und um zu versuchen, Anderen was vorzumachen.

          • Cricket schreibt:

            Dafür machen Sie Anders was vor. 😀

      • ZetaOri schreibt:

        @Cricket April 18, 2017 um 9:06 pm

        „[…] Wenn Homosexualität normal wäre, dann müssten Homosexuelle somit schon immer von der Gesellschaft akzeptiert worden sein, was nie der Fall war.“

        Der Hass heterosexueller Männer auf homosexuelle ist völlig irrational, daher wahrscheinlich auch gehäuft bei Religioten anzutreffen.
        Wenn ein heterosexueller Mann cerebral halbwegs normal wäre, müsste er sich über jeden homosexuellen freuen: Ein Konkurrent um um die präferierten Sexualpartner weniger!

        • Aristobulus schreibt:

          Yepp.
          Zumal sich wirklich ka‘ Ssau um hehre Prinzipien wie Natur, Nation, Reinheit oder Tugend ernstlich zu kümmern sich befleißigt. Wenn einer drauf besteht, solche Prinzipien zu haben, beweist das nur, dass er überhaupt keine hat.

          • ZetaOri schreibt:

            Wobei ‚die Natur‘ weder ein hehres Prinzip ist, noch sich um hehre Prinzipien kümmert.
            Sie ist schlicht das, was aus dem Wirken der Naturgesetze (darum heißen die so) entstanden ist, besteht und sich fortentwichelt (wobei ‚fort‘ nicht zwangsläufig für ‚höher‘ steht, im Endeffekt sowieso nicht, da lacht die Entropie sich schlapp).
            Wenn ich Sätze lese wie: …
            „Die Natur wird sich schon etwas dabei gedacht haben, …“
            … weiß ich, dass ich entweder einen Trottel oder einen Schaumschläger vor mir habe.

          • Cricket schreibt:

            ZetaOri, magst du Homosexuelle?

          • Aristobulus schreibt:

            Crixi-Craxi, mögen Sie die Wahrheit?

          • ZetaOri schreibt:

            @Cricket April 19, 2017 um 12:28 am

            „ZetaOri, magst du Homosexuelle?“

            Klar, aber nur ‚gut durch‘ und mit Remoulade. Hauptsache, mein Grill denkt sich was dabei.

            Gegenfrage:
            Sollte die Frage jetzt als Beleg für ‚Trottel‘ gelten, oder als Beleg für ‚Schaumschläger‘?
            Das kam nicht so ganz eindeutig ‚rüber.

          • Cricket schreibt:

            ZetaOri, angenommen deine Kinder würden dir sagen, dass sie homosexuell wären. Würde dir das gefallen oder hättest du Probleme damit?

          • ZetaOri schreibt:

            @Cricket April 19, 2017 um 12:56 am

            „[…]
            Würde dir das gefallen oder hättest du Probleme damit?“

            Weder … / … noch.
            Ich würde den Mangel an Enkeln gegen die Vorzüge eines geruhsamen Lebensabends abwägen.
            Und zu dem Ergebnis kommen, dass alles seine Vor- und Nachteile hat.
            (Ok, danke, es wird deutlicher: Trottel!)

          • Cricket schreibt:

            ZetaOri
            Danke für die Antwort, Frau Kommissarin.

          • Aristobulus schreibt:

            MannMannMann, was für ein geistiger Provinzler.

          • Aristobulus schreibt:

            Zum Schaumschläger hat’s bei dem auch nicht gereicht. Schade eigentlich, bei dem Bedarf an Schaum überall.

          • ZetaOri schreibt:

            @Cricket April 19, 2017 um 2:46 am

            „Danke für die Antwort, Frau Kommissarin.“

            Bitte sehr.
            Ich helfe doch jedem gern zu etwas mehr Selbsterkenntnis. Beim ersten Mal sogar ‚für lau‘, meist leider auch umsonst.

            @Aristobulus April 19, 2017 um 3:15 am

            „Zum Schaumschläger hat’s bei dem auch nicht gereicht.“

            Zumindest isser höflich.
            Heutzutage muss man ja schon für Kleinigkeiten dankbar sein.

            „Schade eigentlich, bei dem Bedarf an Schaum überall.“

            Das Problem bei jedwedem Schaum ist, dass er eine einsatzspezifische Mindest-Beständigkeit aufweisen muss, selbst, wenn’s nur ein Käse-Soufflé ist.
            Wenn Du den Deckel aufmachst um nachzuschauen und das Teil fällt instantan in sich zusammen, war’s (wieder mal) nur heiße Luft.

            @Cricket
            Bevor du nachfragst:
            Ja, ich mag Käse-Soufflé, egal, ob’s homo oder hetero ist. Hauptsache: Immer locker bleiben!

    • aurorula a. schreibt:

      Ich hatte gedacht, aber da kann ich mich auch irren, das sei im alten Griechenland anders gewesen?

      Gleichwie, was die Natur angeht, die hat sehr viel mehr Vorstellungen von „natürlich“ als sich Atavistik-Romantiker zusammenträumen: Vogelarten mit vier Geschlechtern. Oder andere mit drei. Eine Salamanderart, die nur aus Weibchen besteht. Schwangere Seepferdchenmännchen. Insektenstaaten, in denen sich überhaupt nur die Königin fortpflanzt und tausende andere nicht. Insekten, die sich allein oder zu zweit fortpflanzen können. Pilze, die je nach Sichtweise garkeine oder mehrere Tausend Geschlechter haben. Selbstbefruchtung. Anglerfische, die zusammenwachsen. Vogelmännchen, die mit schwulem Sex zu dritt Weibchen anlocken. Und. So. Weiter. Und Pflanzen gäbe es auch noch.

      Hier gilt dasselbe wie in der Medizin und der Ernährungsberatung: die meisten Leute, die einen von „natürlich“ erzählen, haben sich die Natur garnicht angeschaut.

      • Aristobulus schreibt:

        LOL.
        Ach, so isses.
        Die Wort „Natur“ und „natürlich“ sind reine Schlagworte, die mal mit diesem, mal mit anderem Schein-Inhalt gefüllt werden, um irgendwas, das nicht existiert, damit vorzuspiegeln (das Scheinbegriffspaar „natürlich und widernatürlich“). Genauer: Seit dem späten achtzehnten Jahrhundert macht man das so, wenn man ein scheinwissenschaftlicher Scharlatan ist.
        Vorher, als scheinpfäffischer Scharlatan, nahm man statt dessen „gottgegeben“ (Gegenbegriff „satanisch“) als Ausdruck her, wenn man mal wieder irgendwen als satanisch und als auszurotten hinstellen wollte.

        • Cricket schreibt:

          Gibt es denn eine andere Erklärung, warum Schwule und Lesben nach wie vor unbeliebt sein sollen, als die Gründe, ich ich oben erwähnt habe?

          • ZetaOri schreibt:

            @Cricket April 18, 2017 um 11:26 pm

            „Gibt es denn eine andere Erklärung, warum Schwule und Lesben nach wie vor unbeliebt sein sollen, als die Gründe, ich ich oben erwähnt habe?“

            Aber ja: Z.B. den, dass das ’sapiens‘ in ‚homo sapiens‘ pure Hochstapelei ist.

          • Aristobulus schreibt:

            Erdogan ist bei Türken beliebt. Komisch, denn er sorgt weder dafür, dass möglichst wenige Türken sterben (Satz von der Erhaltung der Art), noch sorgt er dafür, dass es möglichst vielen Türken gutgeht (Satz vom Streben nach Glück).
            Also müsste er unter Türken noch viel unbeliebter sein als Juden (für deren Unbeliebtsein es auch keinen anderen Grund gibt als den, dass sie Juden sind).

            Also scheint irgendwelche Unbeliebtheit überhaupt nichts mit rationalen oder nur halbwegs rationalen Erwägungen zu tun zu haben, ja nichtmal mit nationalen, so nicht, so nicht, und anders so auch nicht.
            Wer es dennoch mit Rationalisierungen versucht, lügt sich watt zurecht.

          • Cricket schreibt:

            Machtkämpfe gibt es bei allen Herdentieren, um eine Rangordnung zu bestimmen. Auch der Mensch ist ein Herdentier, darum bekämpft Erdogan als „Rudelführer“ seine Konkurrenten, nur ist er dabei sehr drastisch.

          • Aristobulus schreibt:

            Huch?, Sie haben das mit Beliebtheit-Unbeliebtheit nicht verstanden und wollen jetzt ablenken.

            Und bitte?, Herdentier sind vielleicht Sie. Andere sind vielleicht eher keine. Also sollte man nicht mit komischen Generalisierungen um sich werfen, es sei denn, man will sie als Bumerang zurück auf der Nase haben.

          • Cricket schreibt:

            „Andere sind vielleicht eher keine.“

            😀 Schon wieder das Wort „Andere“, die Anspielungen auf den armen Anders braucht hier keiner. Schon wie auf den armen Mann rum gehackt wird.

          • Aristobulus schreibt:

            P.S.
            Und wieder so eine fast blödsinige Behauptung wie vorhin jene mit Natur, Widernatur und dem allgemeinen Nichtschwulsein (seit Aurorulas Kommentar völlig widerlegt):
            Der Mensch ist ja überhaupt kein Herdentier. Derlei kann nur einer behaupten, der nicht weiß, dass Menschen eben nicht von Pferden oder Kühen oder von Schafen abstammen (nu, einige vielleicht doch), sondern von Prä-Affen. Die bildeten Kleingruppen mit starker Kokurrenz innerhalb, aber auch mit starkem Zusammenhalt und Arbeitsteilung.
            Also nix Herdentier.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Weil Sie, Cricket, ein Astloch sind!

          • Aristobulus schreibt:

            Ja, er ist eher eine Pflanzennatur. Aber nix Poetisches wie eine Herbstzeitlose oder gar ein Veilchen, das im Verborg’nen blühet.
            Der ist mehr wie der Riesenlappbärlauch, hieß der nicht so?, das sind diese scheußlichen Lappendinger, die alles mit sich selbst vollstellen.
            Aber davon isser die gaaaanz kleine Version. Der Gnomen-Ableger.

Seid gut zueinander!

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