Ein Armutszeugnis für Arte

Einer der übelsten Zensur-Skandale der letzten Jahre in Deutschland und Frankreich. Eine Dokumentation über Judenhass wird von arte abgelehnt, weil nicht „ergebnisoffen“ über Judenhass berichtet wurde.

Lizas Welt

Antiisraelische Demonstration in Berlin, Screenshot aus der Dokumentation »Auserwählt und ausgegrenzt – der Hass auf Juden in Europa«, © Preview Production/Matthias BenzingDer öffentlich-rechtliche Fernsehsender Arte lehnt die Ausstrahlung einer Dokumentation über Antisemitismus in Europa entgegen seiner ursprünglichen Zusage ab. Er wirft den Autoren formale Verstöße vor, doch es spricht erheblich mehr dafür, dass die Entscheidung politisch motiviert ist. Dem Sender passt offenkundig die Aussage des Films nicht in den Kram.

Als Mahmud Abbas im Juni des vergangenen Jahres vor dem europäischen Parlament eine Rede hält, behauptet er darin, es gebe in Israel Rabbiner, die die israelische Regierung aufgefordert hätten, das Trinkwasser im Westjordanland zu vergiften, um Palästinenser zu töten. Das sei eine »klare Anstiftung zum Massenmord am palästinensischen Volk«. Es ist die uralte antisemitische Lüge von den Juden als Brunnenvergiftern. Die Abgeordneten erheben sich gleichwohl am Ende der Ansprache und spenden dem Palästinenserpräsidenten minutenlang Beifall, der Parlamentspräsident Martin Schulz twittert, er habe den Vortrag seines Gastes »anregend« gefunden. Annette Groth, Mitglied des Deutschen Bundestages und Menschenrechtsbeauftragte der Linkspartei, äußert sich…

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43 Antworten zu Ein Armutszeugnis für Arte

  1. Martin W. schreibt:

    Ich habe heute bei FAZ.net über den Film und seine Nichtveröffentlichung gelesen. Unglaublich! Offenbar haben ihn einige Pressevertreter dennoch sehen können um eine Kritik darüber zu schreiben. Beim Crowdfunding wäre ich dabei.
    Ist arte nicht eigentlich mal angetreten um die Dinge differenzierter zu betrachten? Um Themen aus verschiedenen Perspektiven darzustellen? Sehr, sehr schade

  2. aurorula a. schreibt:

    Das wahre Armutszeugnis für Arte ist, daß „Arte Doku“ Filme wie „Das Recht der Macht“ anstandslos durchwinkt und nach wie vor online sendet (Untertitel zu dem Machwerk von vor ziemlich genau einem Jahr: „Die Dokumentation Das Recht der Macht wirft einen kritischen Blick auf das Rechtssystem, das Israel in den besetzten Palästinensergebieten nach dem Sechs-Tage-Krieg 1967 proklamierte und wie es sich bis heute entwickelt hat.“) – „Auserwählt und Ausgegrenzt“ aber nach wie vor totschweigt.

  3. Philipp schreibt:

    Annette Groth war übrigens mit von der Partie bei der Ship-to-Gaza-Fascho-Kreuzfahrt 2010…

  4. ceterum censeo schreibt:

    Den „Bundespräsidenten“ darf man nicht beleidigen. Kann man wohl auch gar nicht. Pfui Deibel und nochmals Pfui! Man kann nur noch kotzen.

    https://www.pi-news.net/2017/05/steinmeier-huldigt-terrorunterstuetzer-arafat/

    • Aristobulus schreibt:

      LOL!, „Terrorunterstützer Arafat“?, also hier untertreibt PI aber grenzenlos. Sind die jetzt links?
      Arafat war ein Chefterrorist erster Güte, er war der Boss zahlreicher Terrororganisationen, hat selbst Terror ausgeführt, hat sich ausschließlich mit Terroristen umgeben, und er hat andere Terrorclubs gefördert bis zum Gehtnichtmehr.
      An dessen Grab hat Bundespräsident Steinmeier … * immer noch sprachlos sei‘ *.
      Wie erwähnt: Nun muss er auch am Grab von Rudolf Heß (ein ganz kleiner Terrorunterstützer) und an den Gräbern der Baader-Meinhofs (halb- bis mittelgroße Terroristen, die von Arafat übrigens sehr gefördert worden sind) viele Kränze niederlegen.
      Wenn er sich ziert, das zu tun, wird man ihm ja nix mehr glauben.

    • Dritterzahn schreibt:

      Wenn die Mafia die Regierung stellt, dann ist das Ziel erreicht. Mehr fällt mir zu dieser „Kranzniederlegung“ nicht ein. Es ist Unfassbar. Schon länger weiß ich, das diese Regierung nicht meine Politik vertritt – darum verachte ich sie ach die letzten 32 Jahre.

  5. max schreibt:

    Arte ist, noch extremer als 3Sat, eine Propagandaplattform der Linken. Da ist Antiamerikanismus und Antisemitismus (ups, Entschuldigung, Israelkritik) ein muss. Mein Gott, der Marsch durch die Institutionen muss sich dach irgendwann auch lohnen!

    • Justin Teim schreibt:

      Die Rechten sind zum Glück seit 1945 vor Antisemitismus jeglicher Couleur gefeit. Danke Amerika!

      • Aristobulus schreibt:

        Was für eine unsinnige Lüge. Wem soll die nützen?
        Die Amerikaner haben als Besatzungsmacht wahrlich genug verurteilte deutsche Kriegsverbrecher (vulgo Rechte) erschossen, etwa 300 allein im Gefängnis Landsberg. Draußen waren noch ein paar Millionen, die unerschossen blieben.

        • Aristobulus schreibt:

          So bald Rechte Viele sind, agieren sie so wie z.B. 1951, als ein Drittel der Bevölkerung einer Stadt bei einer antisemitischen, antiamerikanischen, pronazistischen Kundgebung zusammenrannte: http://www.zeit.de/2011/05/Landsberg-Antisemitismus/komplettansicht?print=true

          Derzeit sind Rechte völlig marginal, sind nicht Thema!, wohingegen die Mehrheitslinken jedoch mit den edlen mohammedanischen Wilden liebäugeln und gern entweder wegsehen oder mitmachen, wenn wie im Sommer 2014 Hunderttausende auf deutschen Straßen brüllen, „Juden ins Gas!“, „Kindermörder Israel!“, usw. usf..

      • mühlstein schreibt:

        Justin,
        was verstehen Sie unter „Rechten“ ?

        Das politische Spektrum kennt Linksextrem – Linksradikal – Links – Linksliberal – Mitte – Rechtsliberal – Rechts – Rechtsradikal – Rechtsextrem.

        Aber nach dem 2. Weltkrieg gab es in Deutschland keine rechte Partei mehr, die Union war früher maximal rechtsliberal, später stellte sie sich in die Mitte. Dahinter die radikalen und extremen NPD, DVU, Republikaner. Selbst die AfD wird heute der NPD nahegestellt. Ob sie es ist, sei dahingestellt, aber in Deutschland wird man zum Nazi, wenn man nur eine Deutschlandfahne in den Garten hängt oder sagt, man mag keine Ausländer. Viele Deutsche wissen doch gar nicht, was rechts ist und denken an rechtsextrem, ich auch, weil ich es nicht weiß.
        Wie sagte einst Strauß: Rechts der CSU darf es keine demokratische Partei geben.

    • Kanalratte schreibt:

      Gestern Abend lief auf 3sat die Dokumentation „Der Vietnamkrieg – Gesichter einer Tragödie“ in der die Nordvietnamesen als die guten Befreier dargestellt wurden und die Amerikaner als die bösen Kriegsverbrecher. Ich habe mich, nachdem mir das komisch vorkam, danach etwas schlau gemacht über den Vietnamkrieg und festgestellt, dass die Darstellung in der Doku sehr einseitig Anti-Amerikanisch ist.

      Wenn die kommunistischen Nordvietnamesen so toll gewesen sind, warum sind dann Millionen von Menschen vor ihnen geflohen und warum wird dann der Staat Vietnam heute als zutiefst undemokratisch eingeschätzt. Außerdem hat Nordvietnam Südvietnam zuerst überfallen.

      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Kanalratte: „Wenn die kommunistischen Nordvietnamesen so toll gewesen sind, warum sind dann Millionen von Menschen vor ihnen geflohen …“

        Warum versuchten überhaupt Abermillionen von Menschen, dem Kommunismus zu entfliehen? Und warum ließen die kommunistischen Machthaber diese überflüssigen Zweifler nicht einfach ihrer Wege gehen? Seltsam.
        Allerdings gibt es eine Frage, die mich noch stärker beschäftigt: Warum zogen westliche Linke nicht scharenweise in die hochgelobten Paradiese der Arbeiter und Bauern, um dort die angeblich so ersehnte Diktatur des Proletariats zu genießen?
        Verlogenheit kann unmöglich der Grund sein. Dafür sind Linke einfach zu aufrichtig.

        • Aristobulus schreibt:

          Es wird einfach Romantik sein und Nostalgie. Ganz unschuldig.
          Denn das Linkssein will gern den neuen Menschen, und hach damals, als man den neuen Menschen machte!, irgendwann zwischen Marx und Engels, bevor das Linkssein sofort seit seiner Erfindung mit Robespierre, Blanqui, Proudhon, Wilhelm Marr, Bakunin und Lenin andauernd wieder vollends die Unschuld verlor.
          Aber gegen diesen andauernden Verlust von überhaupt allem, auch des Verstandes, ist ja seit Robesperre die Nostalgie da, um mit ihrer Hilfe wieder zur Romantik hinzufinden. Trotz Schdanov, und Trotz Pol Pot.
          Damit alles von vorn losgeht.

          P.S.
          Wer den neuen Menschen will, der lehnt das Judentum ab und gönnt es keinem: Nicht weil er will, denn er will ja einem Jeden das Gute, aber weil er muss. So einfach ist das. Weswegen das Linksssein aus lauter linker Pflicht und Schuldigkeit von Anfang an erstaunlich giftig gegen das Judentum war. Erzkatholisch giftbesessen geradezu. Huch, warum das?, aber ja, es geht um den Glauben und um die reine Lehre, und da muss das so.
          Weswegen Israel in den linken Augen des Linkssenders Arte irgendwie der Satan sein muss, wenn sie an den glaubten. Aber das tun die ja nicht. Also muss das Satansgefühl gegenüber Israel immer wieder rationalisiert werden, und ja, es ist schwierig, das Linkssein. Wegen dieser großen Müh der Linken mit sich selbst und mit anderen Linken und mit dem vielen Neurationalisieren und mit der andauernd wieder bitterstnotwendigsten Neudefinition, was links sei.
          Hach und dieses Iiisrael.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @Ari: „Denn das Linkssein will gern den neuen Menschen, …“

            Absolut!
            Und wie kann der Mensch neu werden? Durch neue Gedanken!
            Und wo entstehen neue Gedanken? Im Kopf!
            Und was macht man, wenn der Kopf die falschen neuen Gedanken entwickelt? Vorschlag zur Güte:

          • Aristobulus schreibt:

            Umerziehung soll aber auch schon was genützt haben-.
            Wenn die nichts nützt, bleibt ja die Diffamierung.

          • aurorula a. schreibt:

            Weil das hier gerade gut passt:

            .

      • Sophist X schreibt:

        So ist es. Der Unterschied zwischen dem Krieg der Amerikaner und dem Krieg der Nordvietnamesen war, dass es auf der Seite der Bolschewisten keine Berichterstattung über die von ihnen verübten Greuel gab (und gibt). Nur der Krieg der Amerikaner wurde minutiös und zur Freude Moskaus und Pekings von der Presse begleitet.

        • Aristobulus schreibt:

          … analog im arabisch-israelischen Dauerkonflikt: Hunderte NGOs aalen sich in Tel Aviver Cafés und am Strand, während sie meist von der EU bezahlt werden, um mit Mikroskopen nach israelischen Staatsverbrechen zu suchen (zur Freude Teherans und Riads ständig von der Presse begleitet), während die arabischen Staatsverbrechen (die selbst für’s Telekop zu riesig sind) kaum einen interessieren.

  6. American Viewer schreibt:

    Nichts Neues in GEZ-Land. Das machen die GEZ-Leute immer so. Gesendet wird nur, was in die eigene Ideologie passt.

    Bleibt die Frage, warum die Autoren und Produzenten den Film nicht einfach woanders zeigen. Im Internet zum Beispiel.

    Bleibt der Vorwurf von Le Diberder, die Autoren und Produzenten hätten sich nicht an die beschlossenen Vorgaben gehalten.

    Das ist „Ergebnisoffenheit“ bei den GEZ-Leuten: Es muss hinterher herauskommen, was sie selbst im Vorfeld detailliert vorgegeben haben.

    • Aristobulus schreibt:

      „Ergebnisoffen“ heißt: Es soll zum Schluss dastehen müssen, dass auch der Jud‘ am Antisemtismus Schuld sein könne, oder es oft so sei, oder dass Israel zumindest möglicherweise oder besser mutmaßlich den Weltfrieden verhindere.
      Also, das muss schon so! 😀
      Sonst könnt‘ ja jeder kommen und behaupten, dass Israelhass einfach Judenhass sei und aus. Schon ist das Ergebnis nicht mehr offen, sondern total zu und total rechts.

      • aurorula a. schreibt:

        Ich habe auch gerade versucht, diesen Film irgendwie anderweitig herzubekommen – aber bis jetzt kein Glück gehabt 😦
        Irgendwo muß es ihn ja zu sehen geben, schließlich hat Liza ihn auch irgendwie schauen können.

      • aurorula a. schreibt:

        Nachklapp: Nur einen Trailer habe ich gefunden:

        vieleicht buddle ich ja noch mehr aus.

        • Aristobulus schreibt:

          🙂
          Schankedön.

          • aurorula a. schreibt:

            Ist ja nun leider nicht der ganze Film. 😦

          • aurorula a. schreibt:

            Ich weiß nicht, wäre es vielleicht möglich, qua Krautpfanding ( (: ) genug Geld zusammenzubekommen um Arte diesen Film abzukaufen und ihn irgendwie zugänglich zu machen – ob arte sich auf sowas einlassen würde?
            Dann bräuchte man freilich jemanden, der das Geld auch medienwirksam sammeln kann – achgut TV, vielleicht? – damit da mehr als Dreifuffzig zusammenkommen. Vielleicht sollte ich das denen mal vorschlagen. Mehr als „arte will ja gerade, daß das keiner sieht“ können sie nicht sagen.

          • Aristobulus schreibt:

            Das kostet Zigtausend.

          • aurorula a. schreibt:

            Eben deswegen ja das crowdfunding. Wenn jeder, der den Film sehen will, wasweißich, soviel wie eine Kinokarte zahlt, und das ein paar tausend Leute mitbekommen (deswegen die Idee mit achgut-TV), vielleicht gehts ja dann.

          • Aristobulus schreibt:

            Ich schlage das Bundesaußenministerium und das Bundespräsidialamt als Sponsoren für den Film vor (sie könnten so beweisen, dass sie ja „beide Seiten“ und so).
            Man könnte dort anfragen!, man wird aber keine Antwort bekommen. Nur, wenn etwa Henryk Broder dort anfragt, wird man seinen Brief zumindest lesen und nicht sofort zur Tagesordnung übergehen.

          • aurorula a. schreibt:

            Was wollen wir wetten, daß in der Antwort wortwörtlich folgender Satz auftaucht:
            Selbstverständlich spricht die Bundesregierung gegenüber palästinensischen und israelischen Partnern, auch gegenüber […], die Notwendigkeit an, das Umfeld für einen konstruktiven Dialog der Konfliktparteien zu schaffen. Dazu zählt die eindeutige Verurteilung von Gewalt und Hetze. ?
            Das ist so eine Art Anrufbeantworterspruch bei denen, immer, wenn sie jemand irgendwas zu „israelkritischen“ NGOs, Abbas, grenzwertigen Aktionen der Bundesregierung undsoweiter fragt.

          • Aristobulus schreibt:

            Ja, der Praktikant ist dort ein vielbeschäftigter Copy-Paste-Spezialist.

        • Kanalratte schreibt:

          Wenn ich schon sehe dass jemand von „Die Linke“ ist, dann weiß ich schon alles. Gilt übrigens auch für die Grünen. Als wären 45 Jahre sozialistische Verbrechen in der DDR nicht genug gewesen.

  7. Passant schreibt:

    Die Demokratieabgabe soll deutlich steigen und danach wird sich so was nicht wiedrholen. Bitte habt ein wenig Geduld.

Seid gut zueinander!

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