„Ich sage Ihnen, ich schäme mich.“

Heute erhielt ich diesen Brief einer Leserin, den ich mit freundlicher Genehmigung veröffentlichen darf.

Sehr geehrter Herr Buurmann,

bei meiner täglichen Lektüre des von mir hoch geschätzten Henryk Broder auf der Achse des Guten, bin ich auf den Link zu Ihrem Artikel „Ich klage an!“ gestoßen und möchte diesen nicht unkommentiert lassen.

Der Inhalt Ihres Artikels hat mich schier umgehauen, obwohl in letzter Zeit in (tatsächlich) unabhängigen Medien einiges darüber zu lesen war, hat mich die schiere Menge und die Tiefe der antiisraelischen und antisemitischen Tendenzen und Fakten in den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten wütend zurück gelassen. Ich fühle mich dem ohnmächtig ausgeliefert und begreife die Welt nicht mehr.

Uns wurde jahrzehntelang die deutsche Schuld gepredigt; Ausstellungen, Mahnmale, usw. überboten sich in der Aufarbeitung des Holocaust und nun das? Wieso, warum? Ich verstehe es nicht.

Es ist so einfach. Die Fakten sprechen für sich. Was ist da los? Warum in den öffentlich-rechtlichen Medien diese antiisraelische Berichterstattung? Warum dieser Kotau vor der Hamas? Ich bin damit groß geworden, im Fernsehen Berichte über Raketenangriffe von Palästinensern auf Israel zu sehen.

Jahrzehntelang haben wir alle in der Geschichte gewühlt, um Antworten auf den Holocaust zu finden. Gab es da Schuld in der eigenen Familie? Wie lief die Vertreibung der Juden in meinem Heimatort ab? Wir besuchten Auschwitz, Birkenau, Sachsenhausen, Buchenwald und Theresienstadt, lasen hunderte Bücher zum Holocaust, besuchten jede Ausstellung und Synagoge, jeden jüdischen Friedhof, jedes jüdisches Museum, hörten Vorträge und blieben ehrerbietend und beschämt vor jedem Stolperstein stehen, und nun das?

Der Bundespräsident legt einen Kranz vor dem Grab Arafats ab? Ich kann es nicht glauben, ich kann es nicht fassen. Antiisraelische Berichterstattung im Fernsehen? Unglaublich, unfassbar für mich. Das rüttelt an meinen Grundfesten als Mensch. Das rüttelt an der Hälfte meines 55 jährigen Lebens, denn mindestens die Hälfte davon beschäftige ich mich mit dem Holocaust, mit der jüdischen Kultur, mit jüdischem Leben und der jüdischen Tragödie. Warum macht Deutschland so etwas, wie es jetzt gerade passiert? Wir, die, mit der ach so hohen Moral.

Ich sage Ihnen, ich schäme mich. Ich schäme mich! Ich schäme mich für dieses Land, in dem ich geboren wurde, für den Umgang mit den Juden. Und ich sage es mit Max Liebermann, ich kann nicht so viel fressen, wie ich k…… möchte.

Ich als deutsche Christin bin zutiefst beschämt.

Bleiben Sie dran, bleiben Sie mutig, bleiben Sie laut, lassen wir uns nicht einschüchtern.

Sie sind nicht allein.

Herzliche Grüße aus Potsdam.

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53 Antworten zu „Ich sage Ihnen, ich schäme mich.“

  1. Kanalratte schreibt:

    Es gehört zur Begleiterscheinung des deutschen Schuldkults (wie auch immer man das nennen mag) dass man sich als Verfechter der verordneten Erinnerungskultur irgendwann an den lebenden Juden für diese verdammten Gedenkkränze rächen möchte, zumindest moralisch. In den Medien werden Begriffe wie „Schuldkult“ immer nur mit Rechtsextremen in Verbindung gebracht, dabei ist das Rachegefühl ja auch ein bedeutender Bestandteil des Israelbildes der Deutschen. Man schaue sich nur mal Kommentare zum Thema Israel auf diversen deutschsprachigen Internetseiten an. Auch vieles was in Deutschland politisch unkonventionell ist, wird heute leider sehr schnell in die rechtsextreme Ecke gestellt, weil linkes Denken hierzulande längst mainstream ist.

  2. O. Paul schreibt:

    Der Schuldkult scheint von Jahr zu Jahr zuzunehmen. Jetzt vor der BuTa-Wahl wird’s noch doller, der Kampf gegen rechts

    • Aristobulus schreibt:

      Nein. Der Judenhass nimmt zu: Und zwar die schamlos offene Variante. Die schamlos schweigende Variante ist vorüber.
      Und „Schuldkult“? Dass es sowas gebe, behauptet die NPD auch. Müssen Sie da jetzt mit einstimmen, nur um nicht links zu sein?

    • Thomas ex Gotha schreibt:

      Ja, diese böse NPD. Erst neulich, im Januar 2017, erklärte ein Rechter von der NPD feierlich „diesen Schuldkult für beendet, für endgültig beendet“. Zum Glück ermittelte die Staatsanwaltschaft sofort wegen Volksverhetzung und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener. Der Kampf gegen rechts, er geht weiter.

      Oh, pardon, was höre ich da gerade, es war kein Rechter von der NPD, der das gesagt hat, sondern ein Richter von der AfD? Und das Verfahren ist längst eingestellt? Und der „Kampf gegen rechts“, den „O.Paul“ „noch doller“ heraufziehen sieht, ist ebenso eine Halluzination wie der „Schuldkult“? Sachen gibt’s…

      Apropos Sachen gibt’s: Eine lustige Faschismustheorie lese ich hier ebenfalls: „Und „Schuldkult“? Dass es sowas gebe, behauptet die NPD auch. Müssen Sie da jetzt mit einstimmen, nur um nicht links zu sein?“ Man sieht sie förmlich mit sich ringen, z.B. die Herren Mundlos und Böhnhardt, wie sie sich, nur um nicht als Linke gelten zu müssen, schweren Herzens dafür entscheiden Nazis zu werden. Wie gern hätten sie das vermieden, aber alles andere war dann doch besser, als links zu sein.

      P.S.: Wenn aber die anonyme Leserbriefschreiberin behauptet: „Uns wurde jahrzehntelang die deutsche Schuld gepredigt“, dann liegt dieses Verb so weit nicht entfernt vom Nomen „Kult“ – beide beziehen sich auf die religiöse Sphäre, welche dort, wo es nur darum geht, etwas zu begreifen, nichts zu suchen hat. Und, nächste Frage: „jahrzehntelang“? Dietrich Kuhlbrodt schildert seine Erfahrungen bei der „Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen“ in Ludwigsburg: „Eines Tages guckten wir aus dem leer stehenden Gefängnis, in dem wir untergebracht waren, weil da laute Musik zu hören war. Ein Ordenskissen wurde da getragen, dann kam ein Oberpfarrer in Talar, dann kamen Abgesandte der Stadt und ein Zug von Opas. Als sie uns da hinter den Gittern stehen sahen, hoben sie die Faust und schrien: „Wir kriegen euch noch, wir kriegen euch noch.“ Es stellte sich heraus, dass da der Führer der Leibstandarte Adolf Hitler zu Grabe getragen wurde, Sepp Dietrich, eine hochgeachtete Figur in Ludwigsburg, weil er Generalmanager der Bausparkasse war.“

      • Aristobulus schreibt:

        LOL. Dann sollen die doch ihren Sepp zu Grabe tragen. Warum nicht, die schaden damit weder dem Sepp noch sich selbst, geschweige denn der mutmaßlichen Mutter Erde, in welcher er nunselbst gebettet sey.

        Und zum Satz der Leserbriefschreiberin „Uns wurde jahrzehntelang die deutsche Schuld gepredigt…“ muss man freilich den Fortgang dieses Satzes ergänzen, um die Aussage nicht gegen ihren Sinn zu entstellen: „…Ausstellungen, Mahnmale, usw. überboten sich in der Aufarbeitung des Holocaust und nun das? Wieso, warum? Ich verstehe es nicht.“
        Der Bezug ist klar. „Und nun das“ ist der selbstverordnete, vorauseilende Judenhass in der Berichterstattung des Staatsfernsehens, der merkwürdige Kontrast zum „uns wurde gepredigt“.
        Und zwar haben nicht die Juden etwas gepredigt, sondern die gedenkbeflissenen Funktionäre, Lehrer, Stiftungsvorsitzenden und Politiker, die selben, die seitdem das scheinbar-anscheinende Gegenteil von den Verbrechen des israelischen Jud‘ predigen.

        Enantiodromie nennt sich das. Es wird immer spannend, wenn höchste Prinzipien in ihr Gegenteil umkippen, nein umgekippt werden, nicht? Weil dann herauskommt, was da unten in den Hirnen brodelt, schwärt und stinkt.
        Freilich kommt es nicht für die Umkipper selber heraus, denn die kippen es um, um es beizubehalten.

        • Aristobulus schreibt:

          Noch eppes zum Schuldkult, Thomas.
          1985 hat ein CDU-Bürgermeister aus Nordrhein-Westfalen gesagt: „Die Schonzeit ist vorbei!“ Er hat die Juden gemeint, und er wollte, dass also die Jagd auf den Jud‘, das Privileg von Gutsherren und Bürgermeistern alter Schule, wieder eröffnet sei.
          Immerhin nur ca. eine Einzelstimme, nu!, vielleicht eine von hundert, während Bundeskanzler Kohl von der Gnade seiner späten Geburt überzeugt war.

          Während in der DDR seit etwa 1967 offiziell beständig die Rede von zwei Dingen herrschte, die Juden betreffend: Dass die Nazis 1) Kommunisten ermordet hätten, und zwar in allererster Linie Kommunisten und natürlich Sowjetbürger, und dass 2) Israel ein einziges imperialistisches, zionistisches Verbrechen an den heldenhaften arabischen, fortschrittlichen, vom Westen geknebelten Völkern sei.
          Das war der Antischuldkult in der DDR.
          Er ähnelt in puncto Israel ganz erstaunlich dem derzeit grassierenden Antischuldkult des Herrn Außenministers und des Herrn Bundespräsidenten.

          • ceterum censeo schreibt:

            Hast Recht, und genau in der Zone ist ER sozialisiert. Hat wohl alles geglaubt. Hatten sie gerne, solche.

          • Aristobulus schreibt:

            … den verordneten Israelhass hat er nicht geglaubt.
            Also dazu gehört was, denke ich – bei Allem zuzustimmen, nur bei Einem dann nicht.

    • ceterum censeo schreibt:

      Es gibt tatsächlich einen Schuldkult. Aber der wird uns nicht von den Opfern aufgezwungen. Noch nie habe ich von Juden etwas dergleichen gehört. Im Gegenteil, die sagen: Lernt aus euren Fehlern und hofiert nicht aus Schuldkomplexen heraus, die eure Eltern und Großeltern teils zu Recht mit sich herumschleppen, die Antisemiten von heute, die sich ekelhafterweise auch noch als die Juden von heute gerieren!
      Nein, die Schuld wird nicht von den Opfern instrumentalisiert, die jedes Recht dazu hätten, sondern von den miesen Gestalten unter uns, die damit ihre eigenen Ziele verfolgen. Politiker, Kirchenfunktionäre und Volkswanderungsgewinnler. Irrwitziger Weise meist selbst üble Judenhasser ( Israelkritiker laut Eigenverständnis) , benutzen sie die toten Juden für ihre Agenda. Beispiel gefällig? Zwei Zellhaufen, die letztens die lebenden Juden übel brüskierten, benutzen die toten Juden als Keule gegen ihr unbotmäßiges Volk. Es ist zum Erbrechen.
      Da reiht sich doch glatt ein thüringener Schmeckerchen ein, von dem man noch nie ein kritisches Wort zum allgegenwärtigen Judenhass seiner linken Kumpane oder der Heiligen aus dem Morgenlande vernahm. Als Kronzeuge gegen das Pack tritt Kuhlbrodt mit einer Anekdote vom alten Nazisepp auf: „Wir kriegen euch noch, wir kriegen euch noch! “ („Ihr Ungläubigen“ erwartet man fast, man hört es ja heute öfter in Buntland. ) Puh, hoffentlich kann ich gleich schlafen! Muß ja morgen ausgeruht für’n Vatertag sein. Altes Naziritual, falls es einer noch nicht gewußt hat. Haben schon die Uwes immer zelebriert, ihr wisst schon, die Jungs vom Verfassungsschutz.

      • Aristobulus schreibt:

        Gutt‘ Vatergetagter Dir morgigenfalls 🙂

        • ceterum censeo schreibt:

          Danke, man wird sich zu benehmen wissen! ( Muß nur diszipliniert die Politik morgen Politik sein lassen. ) 🙂

      • Aristobulus schreibt:

        -Schuldkult ist, wenn der Herr Bundespräsident augenrollend Yad Vashem besucht und möglichst betroffen ausschaut, um danach an Arafats Grab hirnrollend einen Kranz zu hinterlegen und ergriffen die Hände zu falten.
        -Schuldkult ist, wenn die Journalistin Lea Rosh (die niemals auch nur zu einem Siebzehntel Jüdin war) auf einem Rednerpult mit einem Zahn wedelt, den sie auf irgend einem KZ-Gelände gefunden haben will!, und desob stöhnt, „wehret den Anfängen!“
        -Schuldkult ist, wenn Günter Demnig Geld damit verdient, indem er überall sog. Stolpersteine verlegen lässt, indem er jene, die es hassen, wenn dann jemand auf die Namen drauftritt, als Antisemiten bezeichnet. Übrigens hasst der Herr Demnig Israel. Er mag zwar tote Judennamen, mag aber keine Lebendjuden.
        -Schuldkult ist, wenn Ex-Bundeskanzler Schröder volltönend ruft, dass das Stelenfeld in Berlin ein Ort sei, wo man gerne hingehe, und wenn ein Herr Jäckel ausruft, dass die deutsche Aufarbeitung usf. ja ein stolzmachendes, edles Beispiel für alle Welt sei.
        -Schuldkult ist, wenn eine Meise aus Remagen sich als Jüdin bezeichnet (die sie nichtmal zu einem halben Siebzehntel ist), zu Tränen rührende Antiholocaustlesungen macht und gleichzeitig Israel als militaristisch und rassistisch bezeichnet.

        Usf.

        • ceterum censeo schreibt:

          Da haben wir’s doch!
          Ich finde, es gibt schon einen Unterschied zwischen einem Schuldbekenntnis und einem Schuldkult. Aber heute ist ja alles ein fanatischer Kult: Klimaerwärmungskult, Flüchtlingskult, Antiatomkraftkult…
          Das Wichtigste dabei muß immer die Abwesenheit von Fakten sein. Entweder betreibst du unseren Kult mit, oder du bist gegen uns. Dann zieh dich schon mal warm an!

          • Aristobulus schreibt:

            🙂 … es wird sich bei den ganzen sinnlos anämischen Hirnwix-Scheinkulten vielleicht um Sehnsucht nach dem längst siebenachtelvergessenen Landleben handeln, weil da die Traktoren immer so nett wie sinnvoll kult-kult-kult machen.

  3. George Norman schreibt:

    Der neue Judenhass ist LINKS und hat meiner Meinung nach nichts damit zu tun, dass, wie hier spekuliert wurde, „Deutschland den Holocaust nicht verzeihen kann.“
    Die heute überall im Westen vorherrschende linke Ideologie hat einen religionsartigen Charakter angenommen und ist ganz simpel gestrickt. Sie beruht auf der Idee, dass man als „Linker“ immer Partei für die Seite der (vermeintlich) Schwachen ergreifen muss. Sie teilt die Welt in zwei Teile ein: 1) Der böse Teil (Israel, USA, der Westen) und 2) eine Unschuldszone die vom bösen Teil ausgebeutet wird (die dritte Welt incl. des Islam).
    Wenn man dieses simple Denken einmal verstanden hat, erklärt sich alles, vom linken Judenhass bis zu der ganzen linken Verlogenheit im Umgang mit dem Islam.

  4. caruso schreibt:

    Liebe Briefschreiberin, wer immer Du bist, Du brauchst und sollst Dich nicht schämen. Du
    kannst weder dafür was, was Deine Ahnen evtl. verbrochen haben, noch dafür, was Steinmeier
    & Co tun. Schämen kann man, muß man nur für Sachen, die man selbst verbrochen
    oder zu tun unterlassen hat – falls die Möglichkeit bestand, irgend etwas Positives zu tun.
    Schämen sollen sich in Grund und Boden Gabriel und Steinmeier. Etlichen anderen würde es auch nicht schaden.
    lg von einer alten Jüdin namens
    caruso

    • Aristobulus schreibt:

      Danke, liebe Caruso. Genauso ist es: Die Briefschreiberin soll sich bitte nicht für jene Widerlichkeiten schämen!, für die sie überhaupt nichts kann.

      • caruso schreibt:

        Lieber Ari, bin erleichtert, weil 1. Du mir in dieser Sache „sich schämen“ recht gibst, 2. Du mch weiter unten in punkto Seelenvergiftung bestätigst. Ich kommentiere zwar, bin aber immer so unsicher. An den Reaktionen von Dir und anderen merke ich, daß mein Kopf soooo schief nicht geht, doch ist die Unsicherheit da, die davon kommt, glaube ich, daß ich keine Studierte bin. Genug der Seelenstreaptise (richtig geschrieben?).
        lg
        caruso

        • Aristobulus schreibt:

          … du hast mit der Feststellung, dass die Briefschreiberin sich NICHT schämen soll!, haargenau und ganz schnell hier gesagt, was man ihr ja sofort sagen muss. Mir hat’s gedämmert, Moment mal, schämt die sich-?, und als ich nochmal nachsah, hattest Du’s schon hingeschrieben.
          Die Selbstscham vieler ehrlicher Deutscher ist sehr schlimm, denn sie schämen sich aus lauter Ehrlichkeit ja für etwas, dass sie selber überhaupt nicht tun (Fremdscham, ein ziemlich neues Wort und eine schlimme Sache).

          Saj gesunt! 🙂

    • jemseneier schreibt:

      Das stimmt. Aber der Totalitarismus in seiner ganzen Brutalität ist in der menschlichen Psyche angelegt. Man braucht sich nicht schämen, man sollte sich erinnern und verstehen. Nur so kann man das in Zukunft verhindern. Und das aber eigentlich überall auf der Welt. Denn es kann sich wiederholen, überall auf der Welt. Überall werden immer noch Menschen auf Grund von Ideologien gejagt und umgebracht, weil sie der „falschen“ Religion oder Ethnie zugehören, und weil Leute meinen sie gehören auserwählten Völkern und Religionen.

      • Aristobulus schreibt:

        Nein, nicht ganz so, Jemseneier: Die Affinität zum Totalitären ist durchaus sehr unterschiedlich. Die Christen haben ihr Totalitäres recht gut überwunden (und fallen nun häufig dem biogrünen Totalitären anheim, schon!, aber sie arbeiten dran), die Atheisten haben im Kommunismus das Totalitäre bis zum Exzess ausgekostet (und viele liebäugeln damit noch immer, vielleicht nun in biogrünlicher oder rotbrauner Weise), und der Islam war überhaupt immer totalitär (es hat noch nie eine islamische Regierung irgendwo gegeben, die nicht totalitär gewesen wäre, es sei denn, sie wäre lethargisch & fatalistisch gewesen wie die Osmanen im 19. Jahrhundert).
        -Allein die Juden hatten bisher noch keinmal totalitäre Anwandlungen, kaum je als Einzelne und niemals als Gruppe, während ganzer dreitausend Jahre.
        Und die Buddhisten wohl auch nicht. Oder die Hindus.

        Also kann der Totalitarismus nicht einfach so in der menschlichen Psyche angelegt sein.

        • jemseneier schreibt:

          Ich glaube eher, dass die Gesellschaft die Einflussnahme durch Christen überwunden haben. Da wo die Christen mehr Einfluss haben, geht´s doch auch hoch her. In Polen z.B., oder in den USA, also bei 49% die auf Trump waren. Die halte ich auch anfällig für Schlimmeres. Bei den Kommunisten: Also Lenin war Atheist, bei Stalin gingen die Pfaffen ein und aus, schreibt zumindest Stalins Tochter in ihrem Buch. Selbst ist er fast 5 Jahre lang ins Priesterseminar gegangen und wurde dann ausgeschlossen weil er die Prüfungen geschwänzt hat. Also sein Handwerk hat er bei der Kirche gelernt. Übrigens ähnlich wie viele Vordenker des Nationalsozialismus, Orden neue Tempelritter, Germanenorden etc. .Schmidt-Salomon spricht deshalb auch von politischen Religionen, die viel aus der demagogischen argumentativen Lehre der Kirche übernommen haben. Popper hält totalitäre Systeme für irrational, kämpft grundsätzlich gegen Ideologien, wie das moderne Atheisten tun. Atheistische bzw. Laizistische Staaten zeichnen sich durch besondere Friedfertigkeit und hohen humanistischen Standards aus, Beispiele sind Island und Frankreich.
          Die Juden hatten schon auch totalitäre Anwandlungen: Gott erwartete von Mose für Gott sein eigen Kind zu opfern. Hinterher hat er gemeint, war nur Spaß, wollte nur deinen Kadavergehorsam testen. Nebenbei war Moses ein Kriegsherr, womöglich gar nicht so viel anders wie Mohammed?
          Der Buddhismus und Hinduismus: Naja, momentan gibt es die Tamil Tigers. Außerdemdem hatte beispilsweise der Tibet ein extrem autokratisches Regime, die Geschichte des Lamaismus ist äußerst brutal und unsere Sichtweise auf dieses Land ist schon noch sehr aus der Zeit des dritten Reiches und aus der Lebensreformbewegung geprägt. Das Kastensystem war durchaus beliebt, um sich eine ungerechte Reichtumsverteilung spirituell zu begründen, und die Ideen von Ober- und Untermenschen kommen auch von das her. Sebottendorf z.B. spricht gerne von minderwertigen „Tschandalen“ (eine indische Kaste). Auch Karma-Ideen waren bei den Nazis schon enVogue. Die Sehnsucht nach dem totalitären, nach dem Aufgehen in etwas Großem Ganzen, nach spiritueller Führung steckt in uns drin. Und es braucht nur irgendjemand, der das rauskitzelt, dann geht´s wieder los…Traditionell von Religionen, Esoterischen, Spirituellen… Das funktioniert seit tausenden von Jahren.

          • Aristobulus schreibt:

            … ähm, bitte?, Moses ein Kriegsherr? Wo haben Sie das gelesen?
            Moses hat seine Leute aus der ägyptischen Sklaverei herausgeführt und hat getan, was er konnte, damit seine Leute die Sklavenmentalität überwanden. Er war ein Sklavenbefreier (gut vergleichbar mit Abraham Lincoln und Martin Luther King).
            Die versuchte Gleichsetzung mit Mohammed überlese ich mal ganz schnell, denn die stimmt hinten und vorne nicht; die ist so verkehrt, dass nichtmal das Gegenteil richtig ist.

            Zur Opferung Jitzchoks: Mais non. Da geht es um das Verbot von Menschenopfern. Im Judentum gelten Menschenopfer von Anfang an als das größte aller Gräuel. Abraham war von Menschenopferern umgeben, und der Eingriff G“ttes (der literarische) gilt im Judentum als DAS Beispiel-für-alle, dass mit Menschenopfern ein für allemal Schluss zu sein hat.

            Wie erwähnt: Totalitäres im Judentum kommt einfach nicht vor.

          • jemseneier schreibt:

            Hier zum Beispiel. http://www.bibelkritik.ch/kirchenkritik/e2.htm
            Ich weiß nicht ob in der Tora das gleiche steht, aber ich nehms mal an? Und oje stimmt, das war bei Abraham. Die Interprätation ist offenbar die Abwendung von Menschenopfern, OK. Aber dieser Gott hätte es fordern dürfen und verzichtet von selbst. Für einen Atheisten bzw. Agnostiker wie mich ins der Anspruch dieses Gottes schon immer noch erheblich. Ich glaube nicht, dass es irgendeine Religion gibt, die die Macht nicht totalitär ausnützt, wenn man sie ihr gibt.

          • Aristobulus schreibt:

            Solche Ausrisse aus der Torah ohne Zusammenhang können nichts klären, Jemseneier, denn jeder kann sie so benutzen, wie es grad passt.
            Bei dem Satz auf jener Seite habe ich aufgehört zu lesen: „Gott begleitet sein auserwähltes Volk immer wieder persönlich zum Volkermord“

            Solche Sätze findet man im Internet in galorigen Mengen, besonders gern da, wo Talmudfälschungen als Zitate stehen.
            Misstrauen Sie bitte 1) ausgerissenen Einzelsätzen, die vermeintlich aus der Torah stammten: Die werden absichtsvoll zitiert. Und misstrauen Sie 2) bitte auch solchen vollmundigen Dämonisierungen des Judentums, denn mit etwas Nachgraben und mit etwas Fachwissen lösen sie sich prompt in Luft auf, zum Schaden desjenigen, der sie für Zwecke benutzen wollte.

          • jemseneier schreibt:

            Das steht im alten Testament der Bibel. Und beide Bücher sind so geschrieben, dass es immer mehrere Interpretationen gibt, je nachdem welche Absicht der verfolgt, der sie auslegt. Ich misstraue allen dieser Sätze, wir haben längst moralische Standards auf höherem Niveau, als sie diese Bücher abgeben.

          • Aristobulus schreibt:

            Dann kennen Sie den ethischen Standard der Torah nicht 😉
            Er ist sehr hoch.

            Seien Sie kein militanter Atheist, denn wenn man einer ist, schlägt man alles unterschiedslos über eien Leisten und macht sachliche Fehler.
            Man kann freilich Atheist sein, aber besser ohne Religionsbashing. Weil man dann auch das Judentum mit bäscht.

          • Aristobulus schreibt:

            „Ich glaube nicht, dass es irgendeine Religion gibt, die die Macht nicht totalitär ausnützt, wenn man sie ihr gibt.“

            Wenn wir mal das Wort Religionen z.B. mit dem Wort Parteien oder Institutionen austauschen, haben Sie Recht. Religionen… in dem Sinne von Machterwerb und Machterhaltung sind das Institutionen. So wie ein Zentralkommittee, eine Eiserne Garde, die spanische Inquisition, das Wahrheitsministerium, oder wie die Mullahs im Iran.

          • jemseneier schreibt:

            Von mir aus kann man das so sehen. OK.

          • Aristobulus schreibt:

            Dann erzähle ich Ihnen noch eins über ähemm Institutionen mit Macht 🙂 , und zwar die Geschichte vom Rabbi Zadok. Sie ist nicht genau überliefert, mehr als Glosse, und Zadok wird Hohepriester oder einer der Oberpriester gewesen sein (unmittelbar vor der römischen Eroberung und Ausmordung des alten Israels).
            Also die Glosse berichtet, dass zwei sehr junge Priester sich auf der Treppe des salomonischen Tempels stritten, wer Vorrang habe, um als Erster hinaufzugehen, und einer erstach den Anderen mit einem Messer. Es war nicht irgend ein Messer, sondern das besondere Messer für die Stiere-Opfer im Tempel.
            Rabbi Zadok war außer sich, aber nicht wegen des Mords!, oder wegen der absurden Frage, welcher der Jünglinge mehr Wert sei, sondern bloß wegen der schrecklich unlösbaren Frage, ob dieses Messer jetzt-noch-koscher-sei.
            Mehr hat ihn nicht interessiert.
            Nur die Formalia haben ihn interessiert. Völlig absurdes Institutionentheater-.

            Aus talmudischen Zeiten finden sich rabbinische Meinungen, die sagen, dass es völlig gerechtfertigt, ja eine Erlösung sei, dass der salomonische Tempel untergegangen sei: Weil dort die Zadoks sich mit sowas beschäftigten, das das Judentum pervertiere, anstatt dafür zu sorgen, dass alles menschlich ablaufe.
            -Talmudische Zeiten… das war vom zweiten bis fünften Jahrhundert. So sahen das die jidischen Gelehrten, während draußen die Gojischn einander massakrierten.

    • Clas Lehmann schreibt:

      Ja, nur sind Steinmeier und Gabriel leider völlig unverschämt, in ihrem Wesen und in dieser Frage…

  5. jemseneier schreibt:

    Ich glaube dass wir den Holocaust längst nicht aufgearbeitet haben, weil diese religiöse, spirituelle und esoterische Seite der Nazis komplett ausgeblendet wurde. Wer heute diese Knöpfe druckt, hat die Leute wieder genauso in der Hand wie vor 75 Jahren. Da hat sich nichts verbessert, es ist in unserem Zeitalter des neuen Irrationalismus und der alternativen Fakten statt dessen wieder schlechter geworden.

    • Ralf Weber schreibt:

      Jemseneier, die Grundlage und Ursache war in erster Linie menschliche Selbstüberhöhung und damit auch die völlig überhebliche Einteilung von Menschen in Über- und Untermenschen.

      • Aristobulus schreibt:

        Nein, es war die antimenschliche Selbsterniedrigung, mit der man sich selbst als Herrenmenschen definiert hat, um die Juden als Untermenschen zu definieren.

      • jemseneier schreibt:

        Ralf, auch die Selbstüberhöhung ist ein typisches Spiel von Religion und Esoterik. Wobei es nicht nur das ist. Es ist auch die Sehnsucht im Aufgehen in einem GroßenGanzen: der Wunsch sich in in einer großen Idee auszuliefern und dabei sogar die eigene Persönlichkeit aufgeben. Kadavergehorsam ist auch Kadaverspiritualität. Ich hab dazu vor ein paar Jahren etwas geschrieben: https://chiemgaugemseneier.wordpress.com/2013/07/02/spiritualitat/

        • Aristobulus schreibt:

          … also Kadaverkult isses ja nu mindestens schon, nicht?

        • Ralf Weber schreibt:

          Jemsenneier, es gibt zur ursprünglichen Sehnsucht des Menschen zur Zurückkehr zur innigen Gemeinschaft mit dem Gott der ihn erschaffen hat vielfältige Plagiate, die ihm dazu einen Ersatz vorgaukeln in vielfältiger Form. Die Nazis hatten eine finstere Mystik, bei welcher der Tot verherrlicht wurde. Hier ist immer allerhöchste Abneigung angebracht, wenn Mystik den Tod verklärt und überhöht wie z.B. auch in der Romantik oder bei islmischen Djihad-Kämpfern.

          Wir sind im Kontrast dazu für das Leben.

          • Aristobulus schreibt:

            … pardon, wer ist Wir?
            Die Christen sind zwar für das Leben, aber manchmal mehr für das Jenseits 😉 und/oder für einen Soll-Zustand, der nie so ist, wie er können sollte, nicht?

            Wobei die Jidn plattement für-das-Leben sind. Selbst wenn’s manchmal anstrengt und merkwürdig definiert ist.

    • Couponschneider schreibt:

      Ein Fehler, den man macht, ist, Antisemitismus mit Nationalsozialismus gleichzusetzen. Antisemitismus ist eine eigenständige Ideologie. Sicherlich ein wichtiger Baustein der Nazis, aber die haben keinen exklusiven Anspruch darauf. Und das wollen viele nicht wahrhaben. Die Auseinandersetzung der nationalsozialistischen Ideologie ist sehr oberflächlich.

      Antisemitismus ist die Mutter aller Idiotismen. Man kann sich einen x-beliebigen Schwachmaten greifen, ob ein ein versiffter Linksautonomer, einen Islamisten oder ein Neonazis: Sprich ihn auf die Juden an und man wird immer das gleiche hören.

  6. Ralf Weber schreibt:

    Dazu ein sehr passendes Zitat vom österreichisch-israelischern Arzt und Autor
    Zvi Rix:

    „Auschwitz werden uns die Deutschen niemals verzeihen!“

    Und auch von der jüdischen Remigrantin Hilde Walter:

    „Es scheint, dass die Deutschen uns Auschwitz nie verzeihen werden. Das ist ihre Krankheit, und sie verlangen verzweifelt nach Heilung. Aber sie wollen sie leicht und schmerzlos. Sie lehnen es ab, sich unters Messer zu legen, das heißt: sich der Vergangenheit und ihrem Anteil daran zu stellen.“

    • Kanalratte schreibt:

      An der Anteilnahme der Deutschen mit ihrer Geschichte mangelt es sicher nicht. Hierzulande sind Hitler und 12 Jahre Nazi-Verbrechen immer gleich oben dabei wenn es um deutsche Geschichte geht. Die Deutschen sind Meister für die Verachtung ihrer Vorfahren. Nazi-Anklagen kennt man in Deutschland aus jeder hitzigen Debatte. Es ist ja eher so daß diese Gedenkkultur der Deutschen mal wieder „viel zu gründlich“ ausgelebt wird, was letzten Endes dazu führt daß sich der daraus resultierende Schmerz aus dieser permanenten Selbstkasteiung ab einem bestimmten Punkt dann immer wieder gegen die Juden richtet. Die Deutschen wollen sich an den Juden dafür rächen, daß ihr Volk und ihre Nation wegen 12 Jahren Hitler ständig in den Dreck gezogen wird. Vergessen wird dabei nur, daß es in der Regel Deutsche, keine Juden und keine Ausländer sind, die diesen Schuldkult vorantreiben. Im Gegenteil, denn im Ausland ist es normal „für das eigene Land zu sein“, weswegen die Mentalität der Deutschen eher auf Unverständnis stößt. Das Ausland möchte lieber Deutsche sehen, die auf ihre großartige Nation stolz sind.

      • Ralf Weber schreibt:

        Kanalratte, wir können Stolz auf unser Land sein wenn wir unsere schreckliche Vergangenheit ehrlich und offen aufarbeiten, zu unseren Fehlern in der Vergangenheit stehen und uns nachweislich ändern. Ich bin stolz auf unser gelungenes, demokratisches und neues Nachkriegsdeutschland in seiner aktuellen Offenheit, bloß müssen wir aufpassen, dass das alte Unkraut des Antisemitismus nicht wieder sprießt, und sei es heute auch unter dem Deckmantel einer überzogenen und einseitigen Israelkritik.

        • Aristobulus schreibt:

          Die Nazivergangenheit ist lange aufgearbeitet, Herr Weber: Durch Forschungen, durch ganze Lehrstühle incl. Publikationsreihen, und durch Gedenktage.

          Gleichzeitig sprießt das Unkraut jedoch nicht, sondern es hat lange alles zugewuchert:
          -Der deutsche Bundespräsident hat einen Kranz an Arafats Grab niedergelegt (Arafat hat die RAF nach Kräften gefördert, während er tausende Araber und tausende Juden ermorden ließ).
          -Der deutsche Bundestag hat am 2. Juli 2010 EINSTIMMIG eine israelische Reaktion verurteilt, ohne die Israelis zuvor angehört zu haben.
          -Seit 2013 klebt qua deutschem Gesetz (das der Bundestag beschlossen hat) auf jedem jüdischen Produkt ein gelber Judenstern, sofern das Produkt dort von Juden hergesetellt worden ist, wo sie nach Ansicht des deutschen Bundestages nicht wohnen dürfen.
          -Während das Staatsfernsehen seit vielen Jahren überall Israel dämonisiert, delegitimiert und mit Doppelstandards misst, wo es nur kann.

          Aufpassen darauf, dass nichts wieder sprießt? Viel Vergnügen. Laut Umfragen finden etwa zwei Drittel der Deutschen, dass die Israelis „den Palästinensern“ das Gleiche antun, was die Nazis den Juden angetan haben, und Bundeskanzlerin Merkel hat unter Bruch bestehender Gesetze ca. 1,67 Millionen Syrer ins Land gewunken, die zu 90% hardcore-Judenhasser, Schwulenhasser und Frauenhasser sind.

          • caruso schreibt:

            Ja, die Forschung hat tatsächlich alles Wesentliche aufgearbeitet und arbeitet weiterhin daran, um die noch vorhandenen Lücken zufüllen. Aber was hat davon die Bevölkerung –
            Politiker und Medienleute inbegriffen – erreicht? Wirklich erreicht, also nicht nur Zahlen und erhobene Zeigefinger: ‚So etwas tut man nicht. Das ist schlimm, das ist schrecklich usw.‘ Ich habe da gtoße Zweifel und denke, daß diese nicht ganz unberechtigt sind. Hat man in den Schulen gelernt, daß der Antisemitismus der Nazizeit nicht vom Himmel fiel sondern eine sehr lange Vorgeschichte hatte, eine Geschichte der jahrhundertelangen systematischen Seelenvergiftung und woher diese kam? Daß deren Endergebnis zwar nicht beabsichtigt war, aber doch dorthin führte? Selbstverständlich gab es auch viele andere Komponenten, das ist klar. Aber diese Seelenvergiftung schaffte eine gute seelische Grundlage, auf der alles andere gedeihen konnte. So ungefähr sehe ich es.
            lg
            caruso

          • Aristobulus schreibt:

            … zumal sie ja noch weiter wirkt, diese Seelenvergiftung, nicht?
            Ach Trotz aller Aufarbeitung in zweieinhalb kleinen Windungen des Vorderhirns.

          • Ralf Weber schreibt:

            Aristobolus, mit Aufarbeitung meine ich auch Verinnerlichung und entsprechendes Denken und Verhalten. Stimmt, es ist umfangreich dokumentiert. Das ist heutzutage wie mit so vielen, es gibt so viele aussagekräftige Dokumentation, aber die Verhaltensenscheidungen geschehen auf eigener und oft bockiger Willensbasis, welche sich aus den umfangreichen Informationen und Fakten nur das rauspickt, was den eigentlichen und ursprünglich Willen und Absichten entspricht.

            Die aktuellen erschreckenden anti-isralischen und meist ideologiebasierten Einstellungen und Aktivitäten zeigen dieses klar.

          • Aristobulus schreibt:

            Aber die sind nicht das Selbe, Herr Weber, und die sind auch keine Verminderung. Die sind das volle Gegenteil dessen, was da einst von außen-oben verinnerlicht zu werden zu sollen vorgegeben gewesen sein könnte.

  7. Taly Almagor schreibt:

    Dieser Brief hat mich sehr berührt. Vielen Dank an die Verfasserin!

  8. anti3anti schreibt:

    Solange es solche Menschen wie die Briefschreiberin gibt, ist Deutschland nicht verloren!

  9. Sophist X schreibt:

    Wir durchleben die Dreißiger Jahre im Moment ein zweites Mal, und nur ein paar Rollen wurden neu besetzt und ein paar Schauplätze verlegt.

    Ich kann einigermaßen nachvollziehen, was man denkt, wenn man dieses Lügensystem mal im Panorama präsentiert bekommt. Ging mir vor ein paar Jahren ähnlich, aber da ich mich mit dem Thema zuvor nicht wirklich befasst hatte, war die Fallhöhe etwas geringer.

  10. Bruno Becker schreibt:

    Was die Dame schreibt, spricht mir zutiefst aus dem Herzen. Besser kann man nicht formulieren, warum ich hier täglich vorbeischaue!

  11. Chanan Paldi schreibt:

    Die Oeffentlichkeit in Deutschland kann den Juden den Holocaust nicht verzeihen…Sie alle raechen sich nun..

Seid gut zueinander!

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