Offener Brief an die FIFA

Sehr geehrte FIFA,

„Jegliche Diskriminierung eines Landes, einer Einzelperson oder von Personengruppen aufgrund von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Sprache, Religion, Politik oder aus einem anderen Grund ist unter Androhung der Suspension und des Ausschlusses verboten.“

Diese Worte finden sich im Artikel 3 Ihrer Standard-Statuten. Im August 2017 schloss der iranische Fußballverband FFIRI zwei Nationalspieler aus der Auswahlmannschaft zur Fußballweltmeisterschaft aus, weil sie sich an Ihre Statuten gehalten hatten.

Die zwei Spieler Masoud Shojaei, der bis zu dem Zeitpunkt Kapitän der Mannschaft war und dessen Mittelfeldkollegen Ehsan Haji Safi wurden ausgeschlossen, weil sie sich geweigert hatten, Israel zu diskriminieren. Sie wurden ausgeschlossen, weil sie mit ihrem Klub, dem griechischen Erstligisten Panionios Athen, in der Europa-League-Qualifikation gegen das israelische Team Maccabi Tel Aviv gespielt haben.

Diese zwei Spieler wurden somit saktioniert, weil sie sich an Ihre Standard-Statuten gehalten haben!

Was sagen Sie dazu?

Entweder ändern Sie Ihre Standard-Statuten oder sie disqualifizieren den iranischen Fußballverband. Eins von beiden muss geschehen! Es ist eine Frage der Logik.

Mit freundlichen Grüßen,
Gerd Buurmann

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7 Antworten zu Offener Brief an die FIFA

  1. Clas Lehmann schreibt:

    Nu, aber Logik und Fußballregeln, Metaregeln gar…?

    Und Logik und Antisemitismus…?

    Siedeln die nicht in jeweils vollkommen unterschiedlich dimensionierten Paralleluniversen…?

    • Aristobulus schreibt:

      Die Logik des Antisemitismus ist sehr, ja überaus logisch aufgebaut, sie funktioniert mit äußerster Logik und vermeidet innere Widersprüche, wo es nur geht, bloß beruht diese antisemitische Logik leider auf absolut anderen Voraussetzungen als jede sonstige logisch funktionierende und logisch beweisbare Logik.

  2. Aristobulus schreibt:

    … der Ausdruck „Diskriminierung“ im Fifa-Passus fällt auf.
    Warum hat man Diskriminierung geschrieben?, ein zweifelhaftes Wort, das im Grund Unterscheidung heißt und in selteneren Zusammenhängen noch mit dieser wertfreien Bedeutung verwendet wird.
    Warum steht da nicht das viel präzisere „Benachteiligung“ oder „ungleiche Behandlung“?

    Ja, warum: Das steht extra so da. Weil die FIFA auf solche Briefe nicht antwortet 😉 , Kunststück, denn man kann es so drehen, dass durch Kritik die FIFA diskriminiert werde, also sie werde damit eines Verbrechens bezichtigt (crimen), oder sie werde somit von etwas Anderem unterschieden (discriminare), und wegen dieses Gummiworts, von dessen Bedeutung bei aller sonstiger tiefer und tiefster Erkenntnisse die FIFA nix weiß, hat sie sich somit der Möglichkeit enthoben, um reagieren zu müssen, wenn jemand sie diskriminieren will.

    • aurorula a. schreibt:

      nicht inkriminieren?

      • Aristobulus schreibt:

        … schon, wird aber außer von Juristen selten verwendet und sonst meist nicht verstanden.
        Hingegen diskriminiert wird mittlerweile jeder 🙂
        Allein weißen oder zionistischen oder gar ~und (desob priviliegiiierten) Männern kann das nicht passieren.

        • Clas Lehmann schreibt:

          Och, priviligiert war ich ja schon als Jugendlicher, und durfte deswegen eigentlich für mich auf der Welt gar nichts, aber auch schon gar nichts wollen, außer vielleicht der Freud, anderen aus ihrer unterpriviligierten Lage helfen zu dürfen…

          • Aristobulus schreibt:

            … ja, ’s kann sein, dass das ein altes oder mindestens uraltes Konzept ist, das zwar heute auch wieder auf eiserne Weise irgend gilt, das aber schon in der späten Nachkriegszeit stricte galt (kommt mir ja auch bekannt vor, hm), halt so ein Konzept wieder aus der Zeit der klassizistischen Kachelöfenversion für die bessren Leut‘, oder gar aus der Zeit von verbräunt Gestein, vermodert, niedrig usf., das seitdem immer wieder völligstens tot und am Allervölligstens längst-abgeschafft sei, so wird behauptet, das aber immer wieder neu vorgeschrieben wird, ja?, aber immer wieder anders-neu.

Seid gut zueinander!

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