„Tapfer im Nirgendwo“-Erklärung

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Wenn im Namen einer Religion Unrecht begangen wird, habe ich kein Problem damit, wenn diese Religion kritisiert wird und Gott und all seine Propheten gleich mit dazu. Ich erwarte es sogar!

Ich habe allerdings ein Problem damit, wenn diese nötige Kritik, die niemals zu scharf ausfallen kann, vor allem dann nicht, wenn im Namen der Religion Menschen getötet und ganze Länder unterworfen werden, kriminalisiert wird.

Rassismus ist die Beurteilung eines Menschen aufgrund seiner ethnischen Herkunft. Die Beurteilung eines Menschen aufgrund seiner Überzeugungen und Bekenntnisse jedoch nennt sich Kritik! Sie ist bitter notwendig, von innen und von außen!

Es reicht nicht, stumpf zu behaupten, die Verbrechen, die im Namen einer Religion begangen werden, hätten nichts mit der Religion zu tun. Natürlich haben sie das! Wenn Terroristen ihre Taten mit den Schriften ihrer Religion rechtfertigen und vor allem rechtfertigen können, wenn sie erklären, einem Gott zu folgen, sogar die wahren Anhänger Gottes zu sein, dann interessiert es mich nicht, was die Religion in Wirklichkeit bedeuten soll. Wenn eine Religion mörderisch wird, gehört sie kritisiert und nicht rehabilitiert. Terror ist keine Nachhilfestunde in Religion.

Ich will, dass mir jede Religion egal sein kann. Ich will, dass Menschen, die nichts mit einer Religion zu tun haben wollen, in Ruhe gelassen werden. Ich finde es ekelhaft, Menschen, die um die Opfer von religiös motivierten Terroristen trauern, die „Wahrhaftigkeit“ der Religion zu erklären. Die Opfer einer Religion müssen sich nicht um das Image dieser Religion sorgen und schon gar nicht ist es ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Religion in einem guten Licht steht. Sie dürfen die Religion kritisieren, verarschen und verdammen.

Religionen dürfen verdammt werden! Wer, wenn nicht Gott, darf verarscht werden?

Wem eine Religion etwas bedeutet, soll die Zeit nicht darauf verwenden, die Opfer der Religion zu bekehren, sondern soll stattdessen zu den Anhängern dieser Religion gehen, die diese Religion nutzen, um zu hetzen und zu morden. Für jeden Menschen, der glaubt, seine Religion bedeute Friede, müssen die Anhänger, die im Namen Gottes hassen, schlimmer sein als alle Menschen, die Gott verdammen und religiöse Schriften verbrennen.

Eine Religion ist nur eine Ideologie und ein Mensch ist mehr als nur Träger von Ideologien. Wenn im Namen von Ideologien gehasst und gemordet wird, dann soll, dann darf, dann muss auf diese Ideologie eingeschlagen werden.

Lasst uns Religionen verdreschen, nicht Menschen!

Sollte sich dadurch ein Mensch beleidigt fühlen, dann verwechselt er sich mit seiner Ideologie. Dafür sollte er kein Verständnis erhalten. Es gibt keine Entschuldigung für das Kriminalisieren von Religionskritik.

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38 Antworten zu „Tapfer im Nirgendwo“-Erklärung

  1. A.S. schreibt:

    Mit großer Sorgen sehe ich, dass der Schwatzhafte Teil der Zivilgesellschaft mithilft, Religionen wieder gegen Kritik zu immunisieren. Nicht das Christentum, das darf weiter nach belieben verspottet werden, sondern im Zuge des Antirassismus den Islam.
    Islamkritiker müssen regelmäßig unter Polizeischutz leben ohne dass die Un-Intelligenzia aufschreit. Im Gegenteil, teilweise müssen sich die Islamkritiker noch Rassismusvorwürfe gefallen lassen.

  2. Mike schreibt:

    Wenn man bedenkt, dass Antisemitismus zu Beginn der großen Pogrome im Mittelalter meistens mit Kritik an der Religion des Judentums begann, ist das ein schmaler Grad, auf dem man da tanzt. Dieser schmale Grad war es auch, der zu den größten Christenverfolgungen während der atheistischen Säuberungen in der Neuzeit erfolgte, als in der Sowjetunion und in China die Kommunisten die Macht übernahmen. In Nordkorea dauern die antireligiösen Säuberungen bis zum heutigen Tag an. Dabei muss man den kommunistischen Säuberern zugestehen, dass sie dabei keine Religion bevorzugen, so wie es noch bei Hitler war, der Juden hasste, Christen verachtete und den Islam bewunderte.
    Religionskritik ist in einem demokratischen System durch die Meinungsfreiheit geschützt und die sollte dazu ganz besonders das Abwehrrecht der Regierungskritik beinhalten, weil die meisten Menschen in der Neuzeit nicht durch Religionen, sondern durch ihre eigenen Regierungen abgeschlachtet worden sind. Die größten Schlächter waren dabei atheistische Regime und sie hatten zuvor ihre Bevölkerung entwaffnet. In den USA tobt zur Zeit der politische Kampf um das 2nd Amendment der Verfassung, die von den klugen Vätern und Müttern dieser leistungsfähigen Demokratie ergänzt wurde, besonders damit der Bürger seiner Regierung nicht wehrlos ausgeliefert sei.
    Vergessen wir nie. Die schlimmsten Enthauptungsorgien fanden während der Aufklärung in Frankreich statt. Man hätte eigens eine Maschine dafür erfunden, die Guillotine. Die Auftraggeber befanden sich in Regierungsverantwortung.
    Last, but not least, sollte man, wenn man besonders die mit brachialer Gewalt einzelner, aber auch in vielfacher Regierungsverantwortung befindliche Religion des Friedens, den Islam meinen, dann soll man das auch sagen. Sonst steht wieder der vielzitierte rosa Elephant im Raum, um den ja auch die gesamte mediale Gemeinde tanzt, ohne ihn zu benennen.
    Im Neuen Testament, der konstituierenden Schrift der Christen, gibt es die brutalen Gewaltaufrufe nicht, die den Koran zu einem signifikanten Teil ausmachen. Signifikant deshalb, weil besonders die letzte offenbarte Sure die brutalste ist. Was wichtig ist, denn im Islam gilt die letzte Offenbarung im Zweifel vor der früheren friedlicheren. Was darauf zurückzuführen ist, dass im Koran davon die Rede ist, dass Allah das bessere immer später offenbart. Daraus folgt das bekannte Abrogationsprinzip.
    Der Hinweis von Muslimen, das Alte Testament, besser der Tenach, sei auch nicht gewaltfrei, trifft deshalb nicht, weil es sich beim Großteil der geschilderten Gewalt nicht um dauerhaft gültige Anordnungen, sonder historische Berichte handelt.
    Selbst die vorhandenen Anordnungen wie die zB, Zauberer oder Hexen nicht am Leben zu lassen, sind historisch eingeordnet, mir ist kein Fall von politischer Gewalt gegen auch nur eine Person im heutigen Israel bekannt, die diesem Merkmal entspricht. Wie es überhaupt religiöse Strafen wie in islamischen Ländern in Israel nicht gibt.
    Fazit: Da die größten Massaker der Neuzeit von Regierungen an ihren Menschen begangen worden sind und da besonders im Namen des atheistischen Materialismus, misstraue ich in erster Linie der Regierung. Besonders, wenn sie mir meinen Glauben austreiben will. Die einzige Religion, die mir heute Kopfschmerzen macht, ist der Islam. Vor Christen, Juden und Buddhisten habe ich keine Angst. Der Hinduismus, der leider in Indien neuerdings den Minderheiten das Leben schwer macht, ist in Deutschland bedeutungslos.
    Lasst uns deshalb das Problem mit klarer Sprache benennen. Du kannst das, lieber Gerd Burmann. Du bist ein bewundernswerter Sprachkünstler.

  3. Lancelot schreibt:

    „Sie dürfen die Religion kritisieren, verarschen und verdammen.“

    Heute in dieser modernen Zeit in der westlichen Welt, die säkularisiert ist, haben Sie Recht.

    In früheren Zeiten wurde man wegen Zweifeln und Ketzerei an einer Religion oftmals hingerichtet, teilweise auch gefoltert und eingesperrt, mindestens jedoch aus der Religion und Gesellschaft verbannt. In manchen islamischen Staaten passiert das immer noch.

  4. Nordland schreibt:

    Erklärung? Herr Buurmann, so begrüßenswert und richtig Ihre Erklärung auch ist – ich wünsche mir, dass Sie auch zu den Unterzeichnern der „Erklärung 2018“ gehören: https://www.erklaerung2018.de/

    Bitte haben Sie den Mut, mit Ihrem Namen für die sinnvolle Erklärung einzustehen. (Andere Kulturschaffende, die hier lesen, natürlich auch).

    • Thomas ex Gotha schreibt:

      Nordland, das ist der rechte Rand der hiesigen Kommentatoren vom rechten Rand, ein etwas garstiger Gesell, unhöflich und unbedarft. Er wünscht sich, der Blogger möge eine „sinnvolle Erklärung“ unterzeichnen, welche die umtriebige Vera Lengsfeld – einer Dame, von der man annehmen darf, dass der größte Eindruck, den sie in den 3 Parteien, denen sie bislang angehörte (SED, Grüne, CDU), hinterließ, das Gefühl der Erleichterung gewesen sein muss, als sie nicht mehr dabei war – in die Welt setzte, um die Wählerschaft der AfD fester mit der neuen Rechten zu verknüpfen. Dazu bedurfte es einer sinnfreien Forderung – Deutschland, das doch, so ließ uns einer der Unterzeichner vor Jahren (vergeblich) hoffen, im Begriff sei, sich abzuschaffen, dürfe nicht „beschädigt“ werden – und all die Studiendirektoren i.R., Unternehmer, Zahnärzte, Zoologen etc. bewiesen ihren „Mut“ und standen auf der Matte: Ja, ich beobachte vom Sofa aus „mit wachsendem Befremden“ die „illegale Masseneinwanderung“ und solidarisiere mich „mit denjenigen, die friedlich dafür demonstrieren, dass die rechtsstaatliche Ordnung an den Grenzen unseres Landes wiederhergestellt wird“.
      Bullshit, ohne Frage, denn keiner anderen politischen Richtung kommt die Groko mehr entgegen als AfD / Pegida, aber es genügt, um Studiendirektoren i.R., Unternehmer, Zahnärzte, Zoologen etc. in Wallung zu bringen.
      Ob Buurmann da mitmacht? Keene Ahnung.
      Er wehrt sich ja noch nicht einmal dagegen, dass ihn der Achse-Clown Dushan Wegner als „freien Denker“ in einer Liga mit Ken Jebsen sieht.

      • A.Bundy schreibt:

        Köstlich, wie der linksdrehende Denunziant ‘ex Gotha’ präzise aufs Stichwort losspeichelt.
        Klassische Konditionierung eben. Q.E.D.

        • Thomas ex Gotha schreibt:

          Bundy, auch wenn sie selbst so real sind wie Ihr Namensgeber: Wie war das noch mit der zivilrechtlichen Klärung Ihrer Wortwahl? Keinen Bock drauf?
          Schade.

          • besucher schreibt:

            Zeitverschwendung! Jedes mit dieser Existenz und seinen anderen Erscheinungsformen befasste Gericht würde umgehend wegen offensichtlich erwiesenem Ausschluss der eigenen Steuerungsfähigkeit dieser Figur den Prozess umgehend einstellen. Es einfach sich selbst überlassen bleibt auch hier das Mittel der Wahl, es sei denn, man will diese Figur persönlich kennenlernen. Aber wer kann das wollen?

      • Nordland schreibt:

        Ken Jebsen? Ich dachte immer, der sülzt jetzt, wo er keine Radiosendung mehr hat, unter dem Namen „Thomas ex Gotha“ Kommentarbereiche voll.

      • Wolfgang Scharff schreibt:

        @Thomas ex Gotha: „Nordland, das ist der rechte Rand der hiesigen Kommentatoren vom rechten Rand, …“

        Lässt sich diese Behauptung mit Inhalten füllen oder bleibt es beim üblichen Deppengeschgwätz?

        • Nordland schreibt:

          Ach, lass ihn. Wenn er so reagiert, dann weiß man wenigstens, dass man mit seinem Beitrag sein Ziel erreicht hat. Ken-Thomas sieht allerorten den bösen Rechtsruck um die Ecke kommen, der seine Multikulti-Träumereien gefährdet.

          Das ist doch lustig: Nicht, dass der Multikulturalismus an sich gescheitert ist, nein, die Kritiker und Oppositionellen sind schuld, weil sie alles schlechtreden. Deswegen ist ja damals auch der Sozialismus gescheitert, weil einige subversive Elemente nicht stark genug dran geglaubt haben.

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