Die Mörder sind unter uns!

Mireille Knoll, die am 28. Dezember 1932 geboren wurde und als Jüdin den Holocaust überlebt hatte, wurde am 23. März 2018 in Paris brutal abgeschlachtet und verbrannt. Mit elf Messerstichen wurde sie malträtiert, bevor ihre Wohnung in Brand gesetzt wurde. Vor ihrer Ermordung hatte sie mehrfach bei der Polizei vorgesprochen und dabei von Morddrohungen eines muslimischen Mannes aus ihrer Straße berichtet, der angekündigt habe, sie „zu verbrennen“. Das Wort „Holocaust“ kommt aus dem Altgriechischen (ὁλόκαυστος / holókaustos) und bedeutet: „Vollständig verbrannt“. Mireille Knoll überlebte zwar den Holocaust, aber im Jahr 2018 wurde sie verbrannt, weil sie Jüdin war.

In der Nacht zum 4. April 2017 wurde ebenfalls in Paris die 66-jährige Jüdin Sarah Lucy Halimi von einem 27-jährigen Mann schlafend in ihrem Bett mit diversen Messerstichen gemeuchelt und dann vom Balkon ihrer Wohnung im 3. Stock auf die Straße geworfen. Der Täter schrie während der Tat „Allahu Akbar!“ Im späteren Verhör erklärte der Täter, der Koran habe ihm den Auftrag gegeben und er habe ganz bewusst die Frau getötet.

Nachdem einer der Terroristen rund um den Anschlag auf Charlie Hebdo im Januar 2015 in einem jüdischen Supermarkt in Paris Geiseln genommen und vier Menschen getötet hatte, rief er den französischen Sender BFMTV an, um seine Forderungen zu verbreiten. Der Sender fragte: “Haben Sie das Geschäft aus einem bestimmten Grund ausgesucht?” Die Antwort kam prompt: “Ja. Die Juden!”

Am 24. Mai 2014 wurde ein israelisches Paar und eine französische Besucherin im Jüdischen Museum in Brüssel erschossen. Der Mörder glaubte, es im Namen Allahs zu tun. Am selben Tag wurden in Frankreich zwei Juden, die aus einer Synagoge kamen, brutal zusammengeschlagen. Die Täter glaubten, damit dem Propheten zu gefallen.

Am 19. März 2012 wurden vier Menschen vor einer jüdischen Schule in Toulouse von einem Mann niedergeschossen, der sich als Kämpfer des Islams verstand. Drei der Opfer waren Kinder.

Am 21. Januar 2006 wurde in Frankreich Ilan Halimi von einer Gruppe muslimischer Einwanderer entführt und über einen Zeitraum von drei Wochen gefoltert, weil er Jude war. Er wurde nackt auszogen, gefesselt und mit Messerstichen verletzt. Auf seinem Gesicht und an seinem Körper wurden Zigaretten ausgedrückt und er wurde mit brennbaren Flüssigkeiten übergossen und angezündet. Ihm wurde ein Ohr und ein Zeh abgetrennt. Am 13. Februar 2006 wurde Halimi in der Nähe einer Eisenbahnstrecke in einem Pariser Vorort gefunden. Er war nackt und mit Handschellen an einen Baum gefesselt. Seine Haut war zu achtzig Prozent mit Säure verätzt. Holocaust bedeutet „vollständig verbrannt“.

Auf dem Weg zum Krankenhaus erlag Halimi seinen schweren Verletzungen. Über drei Wochen wurde Ilan Halimi gefoltert. Nachbarn, Freunde und Bekannte der Entführer wussten von der Barbarei. Einige kamen sogar vorbei, sahen den Folterungen zu oder beteiligten sich daran. Niemand von ihnen informierte die Behörden.

Als in Deutschland Juden vernichtet wurden, wussten auch alle Nachbarn bescheid. Sie schwiegen. Einige beteiligten sich sogar daran. Nur wenige Deutsche stellten sich dem Hass der Nazis entgegen. Die Geschwister Scholl taten es. In ihrem dritten Flugblatt schrieben sie:

„Unser heutiger „Staat“ aber ist die Diktatur des Bösen. „Das wissen wir schon lange“, höre ich Dich einwenden, „und wir haben es nicht nötig, dass uns dies hier noch einmal vorgehalten wird.“ Aber, frage ich Dich, wenn Ihr das wisst, warum regt Ihr Euch nicht, warum duldet Ihr, dass diese Gewalthaber Schritt für Schritt offen und im verborgenen eine Domäne Eures Rechts nach der anderen rauben? (…) Ist Euer Geist schon so sehr der Vergewaltigung unterlegen, dass Ihr vergesst, dass es nicht nur Euer Recht, sondern Eure sittliche Pflicht ist, dieses System zu beseitigen?

Wenn aber ein Mensch nicht mehr die Kraft aufbringt, sein Recht zu fordern, dann muss er mit absoluter Notwendigkeit untergehen. Wir würden es verdienen, in alle Welt verstreut zu werden wie der Staub vor dem Winde, wenn wir uns in dieser zwölften Stunde nicht aufrafften und endlich den Mut aufbrächten, der uns seither gefehlt hat. Verbergt nicht Eure Feigheit unter dem Mantel der Klugheit. Denn mit jedem Tag, da Ihr noch zögert, da Ihr dieser Ausgeburt der Hölle nicht widersteht, wächst Eure Schuld gleich einer parabolischen Kurve höher und immer höher.“

Judenhass findet sich überall. Im 20. Jahrhundert war dieser Hass jedoch ein besonderes Problem der Deutschen. Heute ist der Judenhass ein besonderes Problem des Islams. So wie unter den Nazis viele Deutsche glaubten, es wäre ihre Aufgabe als anständige Deutsche, die Welt vom Judentum zu befreien, so wurden nahezu alle judenfeindlichen Morde des 21. Jahrhunderts in Europa von Menschen begangen, die ihre Taten in dem Glauben ausführten, im Auftrag des Islams als gute Muslime zu handeln. Natürlich waren damals nicht alle Deutsche böse, vielleicht war sogar die Mehrheit gut, aber sie schwieg. So ist es heute auch wieder. Der Mehrheit schweigt. Dabei sind die Mörder mitten unter uns.

Am 17. Juni 2017 fand auf dem Kölner Heumarkt eine Demonstration unter dem Titel „Nicht mit uns! Muslime und Freunde gegen Gewalt und Terror“ statt. Über 10.000 Menschen wurden erwartet. Es kamen nur ein paar hundert. Nicht alle von ihnen waren Muslime.

Die Initiatorin Lamya Kaddor hatte im Vorfeld gut für die Demonstration getrommelt und sämtliche großen Medien hatten im Vorfeld darüber berichtet. Es kam dennoch kaum jemand. Dabei hatte Lamya Kaddor vollkommen richtigerweise erklärt:

„Der Terrorismus hat oder der Islamismus hat natürlich etwas mit dem Islam zu tun, in so fern ist es quasi auch mal an der Zeit, das vielleicht nochmal deutlicher, die Abgrenzung noch schärfer vorzunehmen.“

Leider grenzte sich an dem Tag kaum ein Muslim scharf ab.

Unter den wenigen Muslimen, die an dem Tag in Köln anwesend waren, stellte die deutliche Mehrheit, nämlich über fünfzig Prozent aller anwesenden vermeintlichen Muslime die Ahmadiyya. Ich schreibe „vermeintlich“, weil die meisten Muslime weltweit die Ahmadiyya nicht als muslimische Gemeinschaft anerkennen. Dafür demonstrierten die Ahmadiyya auf dem Heumarkt nach Geschlechtern getrennt, was auch wieder eine deutliche Abgrenzung darstellte, jedoch vermutlich nicht dergestalt, wie es sich Lamya Kaddor erhofft hatte.

Weil das Schweigen zu ohrenbetäubend ist, möchte ich jetzt ein paar Worte an meine muslimischen Nachbarn richten:

Liebe Muslime,

entschuldigt, dass ich Euch als Mitglieder einer Religionsgemeinschaft anspreche. Eine Reduzierung des Individuums auf seinen Glauben ist sonst gar nicht nach meinem Geschmack. Eigentlich ist es mir egal, woran die Menschen glauben. Ich habe aber einen Grund, Euch als Moslems anzusprechen. Ich habe nämlich eine Frage an Euch: Warum regt Ihr Euch nicht, warum duldet Ihr? Albert Einstein soll einmal gesagt haben:

„Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.“

Die Muslime, die in Europa morden, erklären, die Anweisungen zu ihren Taten kämen direkt aus dem Koran. Wenn Ihr wirklich glaubt, dass Islam Frieden bedeutet, dann müssen alle Muslime, die im Namen des Korans hassen und morden, schlimmer sein als alle, die den Koran verbrennen. Als in Amerika im Jahr 2011 ein Koran von einem Prediger als Brennstoff für Feuer benutzt wurde, gab es weltweite Proteste. Wo sind die Proteste, wenn der Koran als Brennstoff für Gewalt und Kriege benutzt wird? Wo ist der Protest, wenn Juden von Selbsterkenntnis gläubigen Muslimen verbrannt werden?

Jedes Mal, wenn irgendwo auf der Welt irgendjemand den Islam kritisiert, Mohammed verballhornt oder einen albernen Film über Muslime dreht, ist der Aufschrei in der islamischen Welt groß und Muslime gehen auf die Barrikaden. Wenn Islamisten die Menschlichkeit mit ihren Taten schänden und sich dabei auf Allah berufen, muss der Aufschrei um das Vielfache lauter sein! Warum schweigt Ihr zu den Fundamentalisten, die im Namen Eures Glaubens und Eures Koran den Hass predigen?

Es reicht nicht, einfach zu behaupten, all die Verbrechen hätten nichts mit dem Islam zu tun. Natürlich haben sie das! Ich kann nicht ignorieren, dass die Mörder sich selber als Muslime bezeichnen; sogar als wahre Muslime, berechtigt, für einen Islamischen Staat zu morden. Sie schneiden Köpfe ab, steinigen Frauen, hängen Homosexuelle und verbrennen Juden.

Ihr mögt jetzt sagen, diese Muslime seien eine Minderheit, aber selbst wenn es so ist, dann ist die Mehrheit der friedliebenden Muslime irrelevant, wenn sie schweigt und die gefährliche Minderheit machen lässt! Vor hundert Jahren war es die christliche Kirche, die Juden als Brunnenvergifter und Kindermörder bezeichnete. Sie ebnete so den Weg in den Holocaust. Die Mehrheit der Christen war irrelevant. Heute sind es Moscheen, in denen der Hass auf Juden gepredigt wird und zwar mit den gleichen Worten, nur in einer anderen Sprache.

Liebe Muslime,

erklärt nicht mir, was der Islam bedeutet. Vergeudet Eure Zeit nicht damit, Menschen, die um die Opfer von muslimischen Terroristen trauern, den Islam zu erklären. Sie müssen sich nicht um das Image des Islams sorgen und schon gar nicht ist es ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, dass der Islam in einem guten Licht dasteht. Geht zu den Muslimen, die den Islam nutzen, um gegen die aufgeklärten und liberalen Werte zu hetzen. Zwingt weder mich noch die Opfer der Terroristen zum Islamunterricht. Ich will einfach nur in Ruhe gelassen werden. Ich möchte in einer Welt leben, in der es egal ist, was ich vom Koran halte.

Redet daher nicht mit mir! Redet mit jenen, die mich im Namen des Korans hassen, denn heute ist es Euer Glaube, der muslimische Glaube, der benutzt wird, um Hass zu säen. Eure Probleme sind nicht die Menschen, die den Islam kritisieren. Euer Problem ist jeder Mensch, der sich Muslim nennt und im Namen seines Gottes Gewalt ausübt. So wie die Nazis einst das Problem der Deutschen waren, so sind Islamisten heute das Problem des Islams! Im ersten Flugblatt der Geschwister Scholl heißt es:

„Vergesst nicht, dass ein jedes Volk diejenige Regierung verdient, die es erträgt!“

Liebe Muslime,

ertragt den Hass nicht mehr, der in Eurem Namen gepredigt wird. Ertragt die Gewalt nicht mehr, die im Namen Eures Glaubens begangen wird. Es ist Eure Pflicht, etwas dagegen zu unternehmen. Mit jedem Tag, da Ihr noch zögert, da Ihr dieser Ausgeburt der Hölle nicht widersteht, wächst Eure Schuld gleich einer parabolischen Kurve höher und immer höher.

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15 Antworten zu Die Mörder sind unter uns!

  1. Norbert Schnitzler schreibt:

    Heute vor 60 Jahren kam Max Frischs „Biedermann und die Brandstifter“ raus (DLF Kalenderblatt, wo es als Reaktion auf den atomaren Wettlauf dargestellt wird). Da weiß ich passendere Anlässe.

  2. Thomas ex Gotha schreibt:

    Als wenn dieser barbarische Mord an Frau Knoll nicht schon deprimierend und entsetzlich genug wäre — Nun fühlt sich der Blogger auch noch bemüßigt, mit windelweichen Worten das Täterkollektiv, das auf den Namen „Deutsche“ hört, von seinen Verbrechen zu exkulpieren: „Als in Deutschland Juden vernichtet wurden, wussten auch alle Nachbarn bescheid. Sie schwiegen. Einige beteiligten sich sogar daran.“ Echt? „Einige“ nur haben sich „sogar“ beteiligt, als irgendwelche anonymen Kräfte zur Judenvernichtung schritten? Was die anderen Nachbarn, die nicht zu den wenigen „Einigen“ gehörten, so trieben, hätte Buurmann in Köln studieren können:
    https://www.ksta.de/-deutsche-verwerten-juedische-nachbarn–13557350
    Vielleicht hätte er dann nicht die folgenden Sätze geschrieben: „Judenhass findet sich überall. Im 20. Jahrhundert war dieser Hass jedoch ein besonderes Problem der Deutschen.“ Denn auch sie sind falsch. Der deutsche Antisemitismus war ein gewaltiges „Problem“ (allein dieser Begriff verhöhnt alles, was je über Antisemitismus gedacht und geforscht wurde und ist zutiefst antiaufklärerisch) der Juden, die kaum eine Chance hatten, ihren Mördern zu entkommen.

    • A.S. schreibt:

      Was genau soll dieser Kommentar mitteilen?

      • Wolfgang Scharff schreibt:

        @A.S.: „Was genau soll dieser Kommentar mitteilen?“

        Was wohl? Ein aufgebrachter kleiner Spießer kriegt mal wieder den Veitstanz, weil er nur seine eigene Meinung erträgt.
        Natürlich könnte ex Gotha den Inhalt des Artikels nicht einmal zerpflücken, wenn er ihn verstünde. Wenigstens soviel versteht er.
        Ersatzweise klammert er, der niemals gedacht oder geforscht hat, sich an Begriffe, die angeblich „ALLES“ verhöhnen, „was je über Antisemitismus gedacht und geforscht wurde“.
        Dummheit neigt zur Übertreibung.

    • Cla schreibt:

      Jeder Nachbar damals wusste….klar, wieder mal ganz schön einfach aber egal. Ich bin stolz auf die Maulhelden von heute, alles Verweigerer, Partisanen, ja sie hätten gekämpft gegen das Regime und sich lieber an die Wand stellen lassen……man man man.Wenn man dann im Islam dem Friedlichen eine andere Meinung haben darf, wo sind denn dann die Friedlichen……hören sie auf immer in der Vergangenheit nach die bösen Deutschen du graben, die sind alle tot, heute gehen sie aus Toleranzbesoffenheit bis zur Selbstaufgabe.

  3. Richard Grünert schreibt:

    „Heute ist der Judenhass ein besonderes Problem des Islams“
    Hier irrst du, lieber Gerd. Der Judenhass ist nicht ein Problem des Islams, sondern ein essentieller Aspekt seiner Theorie. Nachzulesen in Koran, Sunna und den Hadithen.

    • Richard Grünert schreibt:

      …und noch was. Du weißt um das Fehlverhalten von Hitlers Volksstaat, das Problem, das Sophie Scholl mit ihren Landsmännern (generisches Maskulinum hier) hatte und um die Sozialisationsresultate einer mohammedanischen Parallelgesellschaft und trotzdem appelierst du an … , ja an was appelierst du eigentlich? Differenzierungsvermögen bei gleichzeitiger Reflexionsverweigerung? Was soll denn dabei rauskommen? Ein abgespeckter Koran wie ihn „Reformmuslime“ wie Bassam Tibi, der mit der 2. Sure halt „nichts anfangen“ kann, fordern? Das wird nichts. Man wendet sich entweder kategorisch gegen faschistoide Ideologien (im Fromm- und Adornoschen Sinne), oder man lässt’s besser bleiben. In Gefahr und größter Not, bringt … . Der Rest ist bekannt.

    • So ist es. Und das hier ist leider kein Witz:
      Having female terrorist leaders is proof of gender equality in Fatah, says Abbas‘ Secretary General
      http://www.palwatch.org/main.aspx?fi=157&doc_id=25344

  4. Kanalratte schreibt:

    Man kann nicht sagen dass darüber nicht berichtet wird, aber die Zurückhaltung der Medien in Deutschland fällt schon auf. Man kann den Abscheu der links-dominierten Presse förmlich spüren, angesichts dessen dass die Täter wieder einen muslimischen Hintergrund haben, was ja in Frankreich eigentlich die Normalität bei Gewalt gegen Juden darstellt, und lange in Frankreich lebende deutsche Modemacher natürlich auch registrieren. Alles vor dem Hintergrund dass man sonst in Deutschland häufig sehr hysterisch auf Antisemitismus reagiert, natürlich nur wenn die Täter rechtsradikale Deutsche sind. Sagt ein Deutscher, dass er Juden nicht mag, ist er hierzulande ein Antisemit, sagt ein türkischer Migrant das gleich, wird das als israel-kritische Eigenart seiner kulturellen Herkunft angesehen. Frankreich mag da weiter sein, wo antisemitische Angriffe weitestgehend auch als muslimische oder linksextreme Straftaten angesehen werden, aber in Deutschland wird der Antisemitismus eigentlich fast nur Rechts verortet. Und so ist es auch kein Zufall dass eine große Zahl der Leute im Netz den Hang hat die Ermordung von Mireille Knoll runterzuspielen oder zu relativieren. Bei Kritik verweist man auf eine Statistik der Polizei laut der angeblich über 90% der antisemitischen Straftaten von Rechtsextremen ausgehen, obwohl Hinz und Kunz schon erklärt haben, dass die Statistik nicht vernünftig zwischen der Täterherkunft unterscheidet. Intern sprechen Statistiken jedoch für eine überproportionale Beteiligung von Tätern muslimischer Herkunft bei antisemitischen Delikten, von denen viele ob der „Israel-Kritik“ nicht gemeldet werden. Wer ein linkes Weltbild hat braucht aber keine Fakten, sondern nur irgendeine Meldung mit der er seinen „Kampf gegen Rechts“ führen kann, für den ermordete Juden allenfalls ein Kollateralschaden seiner Ideologie sind. Auch dass man gerade Judenhass mit der Massenmigration von Muslimen importiert wird mit der Antwort: „Ja, aber die Deutschen…“ gekonnt ignoriert. Natürlich wird man später davon wieder nichts gewusst haben wollen. Ist doch immer so.

    • caruso schreibt:

      @Lieber Kanalratte – Du hast ganz recht, leider. Die Frage wäre, warum man es in D (Politik & Medien) nicht zur Kenntnis nehmen will, daß der Antisemitismus – in welcher Kleidung auch immer – in allen Gesellschaftsschichten zu finden ist. Von rechts nach links und umgekehrt. Warum ist das sooooooo schwer? Wo es doch soooo klar ist.
      lg
      caruso

    • Martin Ebrath schreibt:

      „Auch im Jahr 2018 müssen wir weiter entschlossen gegen den Antisemitismus in unserem Land kämpfen, der auch aufgrund der Zuwanderung in neuen Formen auftritt. Dabei ist Antisemitismus in Deutschland weder eine muslimische Erfindung, noch sind Muslime „Haupttäter“ bei uns. Rechtsradikale sind es, die für die meisten Straftaten gegenüber jüdischen Friedhöfen und Einrichtungen verantwortlich sind.“

      Cem Özdemir, 29.03.2018

      https://www.welt.de/debatte/kommentare/article175009397/Cem-Oezdemir-Wir-muessen-die-Intoleranz-an-Schulen-bekaempfen.html

  5. Sven Meier schreibt:

    Moin. Ja, das verstehe ich. Und doch frage ich mich nach dem WARUM, warum geht es nicht anders?
    Neulich beim Zappen durch die Fernsehprogramme bin ich bei einem Beitrag hängen geblieben: Der Film zeigt, wie schon muslimischen Kindern der Hass auf die Juden anerzogen wird. Im weiteren Verlauf wurde aber auch gezeigt, wie jüdischen Kindern der Hass auf Muslime nahe gebracht wird.
    Für mich sind beide Sequenzen Extrembeispiele und ich kann und will nicht glauben, dass sich die verallgemeinern lassen. Aber leiden finden derartige Extreme eher eine mediale Verbreitung, als solche, wo Menschen aller Religionen, auch Moslems und Juden, harmonisch miteinander umgehen.
    Es gibt – leider – linke, rechte, religiöse Extremisten. Für die einen sind das Terroristen, für die anderen so was wie Freiheitskämpfer. Je nach Standpunkt bzw. der eigenen Sichtweise. Nur wie kriegen wir all diese Extremisten dazu, ihre Ideologien nicht mit Gewalt durchzusetzen?

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Es gibt einen Unterschied. Der Unterschied ist der Unterschied zwischen Norm und Extreme.

      • Sven Meier schreibt:

        Moin. Ja. ok. Aber wer bestimmt was die Norm und was das Extrem ist?
        Nehmen wir mal Carles Puigdemont, der fällt mir gerade ein, weil er hier bei uns im „Echten Norden“ gerade auf Ersuchen der Spanier in Haft sitzt: Für die einen ist er ein Terrorist, für die anderen ein zuhause verfolgter politischer Freiheitskämpfer.
        Ich will damit nur in Frage stellen, ob die Norm des einen auch die des anderen sein muss? Vor dieser Frage stehen jetzt auch deutsche Gerichte ….

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