Was halten Sie von diesen Aussagen?

Was halten Sie von folgenden Aussagen?

„Wir fordern, dass sich der Staat verpflichtet, in erster Linie für die Erwerbs- und Lebensmöglichkeit der Staatsbürger zu sorgen.“

„Alle Staatsbürger müssen gleiche Rechte und Pflichten besitzen.“

„Die Tätigkeit des einzelnen darf nicht gegen die Interessen der Allgemeinheit verstoßen, sondern muß im Rahmen des Gesamten und zum Nutzen aller erfolgen.“

„Die persönliche Bereicherung durch den Krieg muss als Verbrechen am Volke bezeichnet werden.“

„Wir fordern Gewinnbeteiligung an Großbetrieben.“

„Gemeinnutz vor Eigennutz.“

„Wir fordern einen großzügigen Ausbau der Altersversorgung.“

Wenn Sie einigen dieser Punkte zustimmen, sind sie wohl ein Nazi, jedenfalls wenn wir die aktuelle Manie zu Grunde legen, alles, was der politische Gegner absondert, mit den Nazis zu vergleichen. Alle oben angeführten Zitate stammen nämlich aus dem 25-Punkte-Programm der NSDAP. Dort findet sich auch folgender Punkt:

„Um jedem fähigen und fleißigen Deutschen das Erreichen höherer Bildung und damit das Einrücken in führende Stellung zu ermöglichen, hat der Staat für einen gründlichen Ausbau unseres gesamten Volksbildungswesens Sorge zu tragen. Die Lehrpläne aller Bildungsanstalten sind den Erfordernissen des praktischen Lebens anzupassen. Das Erfassen des Staatsgedankens muß bereits mit dem Beginn des Verständnisses durch die Schule (Staatsbürgerkunde) erzielt werden. Wir fordern die Ausbildung besonders veranlagter Kinder armer Eltern ohne Rücksicht auf deren Stand oder Beruf auf Staatskosten.“

Das ist ein dezidiert sozialistischer Gedanke. Ist Die Linke etwa auch voll Nazi?

Und was ist mit jenen Kräften im Parlament und im Land, die nerven, zum Beispiel mit der Afd? Das NSDAP-Programm sagt auch dazu etwas:

„Wir fordern den rücksichtslosen Kampf gegen diejenigen, die durch ihre Tätigkeit das Gemeininteresse schädigen.“

Wie wäre es, mit der Instrumentalisierung und Verharmlosung des Nationalsozialismus einfach mal aufzuhören, indem wir abenteuerliche Vergleiche einfach mal sein lassen, vor allem wenn sie so unverschämt aus dem Zusammenhang gerissen werden wie in diesem Fall?

Es geht auch ohne.

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